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Geschichte
Rochlitzer Straße im Vorfeld des Tages der Sachsen 2009

Mittweida wurde erstmals 1209 erwähnt und 1286 als oppidum (Stadt) bezeichnet. Um 1550 zählte Mittweida im Amt Rochlitz zu den mittelgroßen Städten Sachsens. Bereits im Mittelalter waren Tuchmacherei und Leinenweberei die wichtigsten Erwerbsquellen. Durch die Gründung einer Spinnerei im Jahre 1816 begann der Aufstieg Mittweidas zu einer der bedeutendsten Textilindustriestädte in Sachsen. 1924 wurde Mittweida kreisfreie Stadt, eine der kleinsten in Deutschland, wurde jedoch 1946 in den Landkreis Rochlitz eingegliedert und kam 1952 zum Kreis Hainichen.

Während des Zweiten Weltkrieges verrichteten etwa 500 weibliche KZ-Häftlinge eines Außenlagers des KZ Flossenbürg vom 9. Oktober 1944 bis Mitte April 1945 Zwangsarbeit in einem Betrieb der Berliner C. Lorenz AG und wurden unter den Häftlingsnummern 55240 bis 55739 registriert.[4] Mindestens zwei von ihnen, Maria Lanella und Wlaska Fedasiuk, starben unter den unmenschlichen Lagerbedingungen.[5]

Das Verbot der in Mittweida tätigen rechtsextremen freien Kameradschaft Sturm 34 und der Prozess gegen einige ihrer Mitglieder sorgten 2007 und 2008 für ein überregionales Medienecho. Die Gruppe war 2006 in Mittweida gegründet worden und hatte in der Region mehrere brutale Überfälle verübt.

Im Jahr 2009 richtete Mittweida Sachsens größtes Volksfest, den 18. Tag der Sachsen, aus.

Gedenkstätten
Friedensbrunnen auf dem Marktplatz zu Erinnerung an den Ersten Weltkrieg
Mahnmal in den Parkanlagen „Schwanenteich“ für die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft
Gedenkstein an der Feldstraße zum Gedenken an das Außenlager des KZ Flossenbürg
Eingemeindungen und Verwaltungsgeschichte

Ehemalige Gemeinde Datum Anmerkung
Falkenhain[6][7] 01. Januar 1952 Eingemeindung nach Ringethal
Frankenau[8] 01. Januar 1996
Kockisch[9] 01. August 1923 1875 gegründete Werksiedlung Weißthal gehörte seitdem zu Kockisch[10]
Lauenhain[8] 01. Januar 1994 Zusammenschluss mit Tanneberg zu Lauenhain-Tanneberg
Lauenhain-Tanneberg[8] 01. Januar 1999
Neudörfchen[9] 01. August 1911
Neusorge, Gutsbezirk[9] 01. Oktober 1936 Eingemeindung nach Zschöppichen
Niederthalheim[9] 01. Oktober 1926 Zusammenschluss mit Oberthalheim zu Thalheim
Oberthalheim[9] 01. Oktober 1926 Zusammenschluss mit Niederthalheim zu Thalheim
Ringethal[8] 01. Januar 1994
Rößgen[9] 01. November 1900
Tanneberg[8] 01. Januar 1994 Zusammenschluss mit Lauenhain zu Lauenhain-Tanneberg
Thalheim[6] 01. Januar 1974 Eingemeindung nach Frankenau
Zschöppichen[6] 01. Juli 1973

Die heutigen Ortsteile der Stadt Mittweida gehörten über lange Zeit verschiedenen Herrschaften an. In der folgenden Tabelle wird diese Ämterzugehörigkeit dargestellt.

Herrschaftszugehörigkeit der Mittweidaer Ortsteile

Ort Zugehörigkeit vor 1590 Zugehörigkeit zwischen 1590 und 1830 Zugehörigkeit von 1830 bis 1856
Tanneberg Amt Rochlitz Amt Rochlitz Amt Rochlitz
Stadt Mittweida Amt Rochlitz Amt Rochlitz Amt Frankenberg-Sachsenburg
Neudörfchen Kreisamt Freiberg Amt Rochlitz (ab 1606) Amt Frankenberg-Sachsenburg
Zschöppichen mit dem Rittergut Neusorge Rittergut Neusorge (zum Amt Rochlitz) Rittergut Neusorge (ab 1610 zum Amt Augustusburg) Amt Frankenberg-Sachsenburg
Frankenau, Ober-Thalheim Rittergut Neusorge (zum Amt Rochlitz) Rittergut Neusorge (ab 1610 zum Amt Augustusburg) Amt Frankenberg-Sachsenburg
Nieder-Thalheim Amt Rochlitz Amt Rochlitz Amt Rochlitz
Rößgen, Kockisch Amt Rochlitz Erbamt Meißen (ab 1764) Amt Frankenberg-Sachsenburg
Lauenhain Amt Nossen (Exklave) Amt Nossen (Exklave) Amt Frankenberg-Sachsenburg
Ringethal, Falkenhain Herrschaft Ringethal (zum Kreisamt Freiberg, Exklave) Herrschaft Ringethal (zum Kreisamt Freiberg, Exklave) Amt Frankenberg-Sachsenburg

Nach der Auflösung der Ämter kamen die Orte unter die Verwaltung des Gerichtsamts Mittweida. 1875 wurden die Orte der Verwaltung der Amtshauptmannschaft Rochlitz unterstellt. Ab 1952 gehörten alle heutigen Mittweidaer Ortsteile zum Kreis Hainichen, mit Ausnahme von Thalheim (1926 aus Ober- und Niederthalheim gebildet) und Frankenau, welche zum Kreis Rochlitz gehörten. 1994 wurde aus dem Kreis Hainichen und dem Kreis Rochlitz der neue Landkreis Mittweida mit der Kreisstadt Mittweida gebildet. Seit 2008 gehört die Stadt Mittweida mit ihren Ortsteilen zum neu gebildeten Landkreis Mittelsachsen.

Einwohnerentwicklung

Entwicklung der Einwohnerzahl (ab 1960 31. Dezember)[11]:

Bevölkerungsentwicklung

1834 bis 1950
1834: 5.605
1875: 9.093
1880: 9.218
1933: 19.128
1939: 18.746
1946: 22.794[12]
1950: 20.459[13]
1960 bis 2000
1960: 20.881
1981: 19.609
1984: 19.180
1995: 16.687
1998: 17.569
1999: 17.277
2000: 17.043
2001 bis 2007
2001: 16.890
2002: 16.760
2003: 16.692
2004: 16.589
2005: 16.423
2006: 16.277
2007: 16.152
seit 2008
2008: 15.907
2009: 15.726
2010: 15.540
2011: 15.299
2012: 15.135
2013: 14.946
2016: 14.966

Die starken Schwankungen kommen daher, dass die Stadt Mittweida den Studenten den Semesterbeitrag bis 2010 erstattete, wenn sie ihren Hauptwohnsitz in Mittweida anmelden. Mit einer höheren Einwohnerzahl steht damit der Stadt auch mehr Finanzzuwendung in Form von Fördermitteln zu. Des Weiteren sind etwa 5.700 Studenten an der Fachhochschule eingeschrieben, die teilweise die Einwohnerzahl steigen lassen.

Politik
Bürgermeister

Übersicht über die Bürgermeister seit 1833:

1833–1848 Gotthelf Traugott Esaias Häntzschel
1849–1856 Friedrich Anton Hofmann
1856–1866 Oskar Friedrich Kunze
1866–1875 Gustav Leopold Bernhard Stumme
1875–1881 Albin Ernst Voigt
1881–1885 Conrad Johannes Käubler
1885–1892 Karl Emil Goldenberg
1892–1899 Max Apelt
1899–1929 Karl Julius Hektor Freyer
1929–1935 Hermann Walter Voigt
1935–1937 Gerhard Franz Vogel
1937–1945 Gustav Paul Ludwig Gerd Holzapfel
1945 Carl Marx Ariberth Huth
1945 Johannes Vogelsang (KPD)
1945–1949 Otto Walter Ehren (KPD/SED)
1949–1952 Rudolph Georg Kampfrath (SED)
1952–1953 Max Erhardt Riedel (SED)
1953–1954 Karl Walter Kost (SED)
1954–1960 Max Julius Werner Dittrich (SED)
1960–1972 Günter Kluge (SED)
1972–1988 Max Gerhard Imhof (SED)
1988–1989 Hans Günter Beulich (SED)
1990 Helene Gerda Wunderlich (SED)
1990–2001 Bruno Rudolf Kny (CDU)
2001–2015 Matthias Damm (CDU)
seit 2015 Ralf Schreiber (CDU)

Stadtrat

Der Stadtrat von Mittweida als Hauptorgan der Stadt nach der Süddeutschen Ratsverfassung setzt sich aus 22 Stadträten und dem Bürgermeister als Vorsitzendem zusammen, die in der letzten Kommunalwahl am 25. Mai 2014 gewählt wurden:

Partei Sitze
1994
Sitze
1999
Sitze
2004
Sitze
2009
Sitze
2014
Stimmenanteil
2014
Sitzverteilung
CDU 11 11 11 11 13 55,0 % Stadtrat Mittweida

     

Insgesamt 22 Sitze Linke: 6 SPD: 1 Grüne: 1 FDP: 1 CDU: 13

DIE LINKE (bis 2004: PDS) 4 5 7 5 6 25,3 %
FDP 2 2 2 3 1 8,2 %
SPD 4 4 2 2 1 6,0 %
GRÜNE 1 0 0 1 1 5,5 %
Wahlbeteiligung 2014: 48,9 %

Für die Bildung einer Fraktion im Stadtrat sind mindestens zwei Mitglieder notwendig.

Übersicht über die Fraktionen im Stadtrat seit 2014:

CDU: 13 Mitglieder, Fraktionsvorsitzender Jürgen Kitzing

DIE LINKE: 6 Mitglieder, Fraktionsvorsitzender Torsten Bachmann

Wappen

Blasonierung: „In Gold ein schwarzer Löwe mit roter Zunge und Bewehrung.“ Das Wappentier, erstmals im Jahre 1423 nachweisbar, geht auf die Markgrafen von Meißen zurück.

Städtepartnerschaften

Mittweida pflegt Partnerschaften mit Bornheim (Nordrhein-Westfalen), Viersen (Nordrhein-Westfalen), Česká Lípa (Tschechien) und Gabrowo (Bulgarien).

Daneben bestehen freundschaftliche Kontakte zu folgenden Orten:
Thalheim-Gemeinden (T(h)alheimer Treffen), Slawutytsch (Ukraine), Weiz (Österreich), Peterborough (England), Lambersart (Frankreich), Bornem (Belgien), Bardejov (Slowakei), Molde (Norwegen), Calau (Deutschland).

Sehenswürdigkeiten
Johannes-Schilling-Haus
Siehe auch: Liste der Kulturdenkmale in Mittweida
Museen

Auf dem Kirchberg befindet sich das Heimatmuseum „Alte Pfarrhäuser“. Teil des Museums ist das „Johannes-Schilling-Haus“, welches Plastiken, Skizzen und Erfindungen des Bildhauers und Schöpfer des Niederwalddenkmals, Johannes Schilling zeigt. 2011 wurde ferner im ehemaligen Wohnhaus von Erich Loest die Loest-Ausstellung eröffnet, welche persönliche Gegenstände des Schriftstellers zeigt. Daneben gibt es noch ein privates Raumfahrtmuseum.

Bauwerke
Kursächsische Postmeilensäule auf dem Marktplatz
Stadtkirche
Marktplatz

Auf dem Marktplatz steht eine rekonstruierte kursächsische Postdistanzsäule mit einem vierfachen Doppelwappen, wie es nur noch in Leisnig und Zwickau vorkommt, und der Marktbrunnen mit Jugendstil-Friedensengel.

Die evangelisch-Lutherische Stadtkirche Unser lieben Frauen auf dem Kirchberg stammt aus dem 15. Jahrhundert. Ihr Turm ist 60,25 m hoch. Die Alte Schule dient jetzt als Kirchgemeindehaus. Die Pestalozzi-Schule ist ein weiterer Nachbar der Stadtkirche, auf einem Stein ist das Jahr 1876 zu lesen.

In Ringethal befindet sich in der ca. 800 Jahre alten Kirche die kleinste Silbermann-Orgel Sachsens[14]. Das Pfarrhaus wird als Freizeitheim genutzt. Das Schloss wurde 1743/44 errichtet und wurde zuletzt bis 1996 als Schule genutzt. Das Raubschloss Ringethal ist eine künstliche Burgruine aus dem Jahr 1804, die auf einem Felsensporn über der Zschopau, an Stelle einer ehemaligen mittelalterlichen Burg errichtet wurde. Die Zschopaubrücke bei Ringethal ist eine 1999 errichtete Spannbetonbrücke. Auf ihr steht die Porphyrskulptur des Rittergutsbesitzers, der 1863 an dieser Stelle eine Steinbogenbrücke erbauen ließ. Neben der Mühle Ringethal steht eine Wasserkraftanlage (zwei Turbinen mit einer Leistung von zusammen 370 kW).

Vom Pumpspeicherwerk Mittweida bei Neudörfchen führt ein Rundwanderweg durch den Bürgerwald zum Staubecken, dem ehemaligen Oberbecken des Kraftwerkes.[15]
Die ehemalige Baumwollspinnerei auf der anderen Seite der Zschopau erinnert an die industrielle Vergangenheit der Stadt. Flussabwärts kommt man zur Hängebrücke, die den Ortsteil Kockisch mit der ehem. Liebenhainer Mühle verbindet.

Im Nachbardorf Zschöppichen befindet sich Schloss Neusorge aus dem 18. Jahrhundert. Elsa Brändström, der Engel von Sibirien, betrieb in dem Schloss von 1924 bis 1931 ein Kinderheim für Kinder ehemaliger deutscher Kriegsgefangener.

Parkanlagen / Waldgebiete
Schwanenteichanlage, Technikumanlage, Goethehain und Stadtpark in Mittweida
Baum- und Gesteinspark in Ringethal
Bürgerwald bei Neudörfchen, Schweizerwald
Galerie

Alte Schule

Pestalozzi-Schule

Kirche in Ringethal

Pfarrhaus in Ringethal, dahinter das Schloss

Baum- und Gesteinspark Ringethal

Zschopaubrücke bei Ringethal

Mühle und Wasserkraftanlage Ringethal

Kraftwerk bei Neudörfchen

Baumwollspinnerei

Hängebrücke und Liebenhainer Mühle

Kirche in Tanneberg

Wirtschaft und Infrastruktur
Verkehr
Bahnhof

Durch Mittweida verläuft die Hauptbahn Riesa-Chemnitz. Die abzweigende Nebenbahn nach Dreiwerden/Ringethal ist stillgelegt. Im Bahnhof Mittweida halten stündlich die Regionalbahnen der Mitteldeutsche Regiobahn, die ohne Halt nach Chemnitz Hauptbahnhof durchfahren. Zusätzlich halten stündlich die Bahnen der City-Bahn Chemnitz in Mittweida, welche bis Chemnitz Hauptbahnhof alle Unterwegshalte bedienen. Im Rahmen des Chemnitzer Modell sollen die Bahnen der City-Bahn Chemnitz einmal bis in die Innenstadt von Chemnitz durchfahren.

Der städtische Busverkehr wird von der REGIOBUS Mittelsachsen GmbH durchgeführt.

Mittweida liegt neun bis elf Kilometer von der Bundesautobahn 4 entfernt. Anschlussstellen sind Hainichen, Chemnitz Ost oder Frankenberg.

Ansässige Unternehmen
AMAK AG
Technologiepark Mittweida
IMM Gruppe – mittelständischer Elektronikdienstleister
Verein zur Förderung der beruflichen Bildung an den Beruflichen Schulen Mittweida e. V. (vfb)
MPT GmbH
MG Nährmittel Produktservice e.K.
Kreissparkasse Mittelsachsen
REGIOBUS Mittelsachsen GmbH
B&B Sachsenelektronik GmbH – Leiterplattenhersteller
Volksbank Mittweida eG
Cotesa GmbH
Radmarkt Mittweida
Uhrmachermeister & Juwelier Grundmann
Natursteinwerk Mittweida
Immobilien Service GmbH der Volksbank Mittweida
Ergo-Vision GmbH
TECHTEX GmbH Vliesstoffe
Medien
Freie Presse Lokalausgabe Mittweida
99drei Radio Mittweida (produziert von der HS Mittweida)
medienMITTWEIDA (produziert von der HS Mittweida)
Mittelsachsen TV (ehemals Stadtfernsehen Mittweida)
Mittweidaer Blick
Regelmäßige Veranstaltungen
Medienforum Mittweida
Campusfestival Mittweida
beta Mittweida
Krankenhaus
Gesundheitswesen

Seit 1996 gehört das Krankenhaus zusammen mit den Häusern in Frankenberg und Rochlitz zur Landkreis Mittweida Krankenhaus gGmbH[16], einem Krankenhaus der Regelversorgung mit 360 Betten. Seit 2010 ist die Landkreis Mittweida Krankenhaus gGmbH Lehrkrankenhaus der Technischen Universität Dresden. Das Krankenhaus in Mittweida bildet zusammen mit dem Klinikum Chemnitz das zertifizierte Brustzentrum Chemnitz.[17] Die Klinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie des Kindes- und Jugendalters betreibt in Riesa eine Tagesklinik mit zehn Plätzen.[18]

In Mittweida gibt es zwei Medizinische Versorgungszentren, ein Neurologisch-Psychiatrisches Versorgungszentrum mit niedergelassenen Ärzten als Trägern [19] sowie ein Krankenhaus-MVZ.

Bildung
Front Haus 1 der Hochschule Mittweida
Hochschule Mittweida – University of Applied Sciences
Berufliches Schulzentrum Mittweida
Städtisches Gymnasium Mittweida
Johann-Gottlieb-Fichte-Schule (Oberschule)
Pestalozzi-Schule (Grundschule)
Bernhard-Schmidt-Schule (Grundschule)
Verein zur Förderung der Beruflichen Bildung an den beruflichen Schulen Mittweida e. V.[20]
Berufsschule und berufsbildende Förderschule (staatlich anerkannte Ersatzschule)
Persönlichkeiten
Ehrenbürger (Auswahl)
Johannes Schilling
Erich Loest 2006
Johannes Schilling (1828–1910), Bildhauer
Martin Schneider (1839–1904), Vorsitzender Gewerbegericht, Reichstagsmitglied
Carl Georg Weitzel (1843–1927), Gründer des Technikums
Hans Vogelsang (1892–1987), Antifaschist
Karl Graf (1899–1970), Antifaschist
Fritz Tippmann (1900–1983), Antifaschist
Ingrid von Reyher (1908–2004), Dozent an der Hochschule Mittweida
Erich Loest (1926–2013), Schriftsteller
Reinhard Schmidt (* 1937), Rektor der Hochschule Mittweida
Söhne und Töchter der Stadt
Wolffgang Wesener (1494–1557), Schultheiß
Jakob Lindner (1544–1606), Pädagoge
Friedrich Herrmann (Pädagoge) (1775–1819), Pädagoge und Publizist
Heinrich Gottlieb Tzschirner (1778–1828), evangelischer Theologe
Daniel Reinhold Finsterbusch (1825–1902), Lehrer und Komponist
Johannes Schilling (1828–1910), Bildhauer
Ernst Max Landschreiber (1880–1961), Maler, Impressionist[21]
Erhard König (1900–1966), Kommunist und Funktionär der Volkspolizei, geboren in Kockisch bei Mittweida
Kurt Martius (1903–1970), Politiker (NSDAP)
Johannes Pietzonka (1904–1989), Stülpner-Forscher
Rudolf Hasse (1906–1942), Rennfahrer
Paul Dittel (1907–1976?), Chef des Amtes VII des Reichssicherheitshauptamtes und SS-Obersturmbannführer
Otto Löscher (1910–1970), Bundesrichter
Herbert Gadsch (1913–2011), Kirchenmusiker und Komponist
Erich Loest (1926–2013), Schriftsteller
Wolfgang Schwabenicky (* 1940), Mittelalterarchäologe und Bauforscher
Wolfram Lindner (1941–2010), Radsporttrainer, geboren in Lauenhain
Peter Moreth (1941–2014), Politiker (LDPD), erster Präsident der Treuhandanstalt
Astrid Bless (1944–2009), Schauspielerin und Kabarettistin
Volker Sklenar (* 1944), Politiker (CDU), langjähriger Minister in Thüringen
Joe Sachse (* 1948), Jazzgitarrist
Falk Zenker (* 1967), Gitarrist, Komponist und Klangkünstler
Andreas Seidel-Morgenstern (* 1956), Verfahrenstechniker
Andreas Klöden (* 1975), Radrennfahrer
Benjamin Brunn (* 1977), Musiker
Antje Traue (* 1981), Schauspielerin
Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben
Elsa Brändström 1929
Elsa Brändström (1888–1948), schwedische Humanistin, Elsa Brändström führte von 1924 bis 1931 auf Schloss Neusorge bei Mittweida ein Waisen- und Fürsorgeheim für Kinder, deren Väter in russischer Kriegsgefangenschaft verstorben sind.
Walter Bruch (1908–1990), Pionier des deutschen Fernsehens, studierte in Mittweida
Gotthelf Traugott Esaias Häntzschel (1779–1848), deutscher Kaufmann und Politiker, MdL (Königreich Sachsen), Bürgermeister von Mittweida
August Horch (1868–1951), deutscher Maschinenbauingenieur und Gründer der Automobilbauunternehmen Horch und Audi, studierte in Mittweida
Gerhard Neumann (1917–1997), deutscher Maschinenbauingenieur und Erfinder, studierte in Mittweida
Bernhard Schmidt (1879–1935), auf astronomische Optik spezialisierter Optiker, arbeitete zeitweise in Mittweida
Ernst Voigt (1845–1886), Jurist und Politiker (NLP), Bürgermeister von Mittweida, MdL
Michael Leutert (* 1974), Politiker (Die Linke), Abitur in Mittweida, MdB
Ingrid von Reyher (1908–2004), erste weibliche Lehrkraft am Technikum Mittweida, Namensgeberin des Ingrid-von-Reyher-Preises
Literatur
ohne Autor: Stadt Mittweida – Informationsbroschüre mit mehrfarbigem Stadtplan. NovoPrint-Verlag, Fellbach 1996.
ohne Autor: Mittweida – Kreis- und Hochschulstadt. Verlag Geiger, Horb am Neckar 2003, ISBN 3-89570-874-7.
F. I. Czerwenka: Heimatskunde von Mittweida und Umgebung. Mittweida 1880 (online). 
Benny Dressel, Heiko Weber: Mittweida. Reihe Zeitsprünge, Verlag Sutton, Erfurt 2005, ISBN 3-89702-846-8.
C. A. Funk: Zur Geschichte der Stadt Mittweida und ihrer Umgebung. Mittweida 1898.
Christian Hermann: Mittweidisches Denckmahl Das ist/ Beschreibung der Stadt Mittweida In Meissen nach dero Rahmen und Ursprung. Chemnitz 1698 (Digitalisat).
Frank Schleußing (Hrsg.): Mittweida – Ein Blick zurück: 1890–1930. Verlag Geiger, Horb am Neckar 1991, ISBN 3-89264-552-3.
Stadtverwaltung Mittweida (Hrsg.): Zur Geschichte der Stadt Mittweida. Mittweida 2009, ISBN 978-3-937386-21-8.
Richard Steche: Mittweida. In: Beschreibende Darstellung der älteren Bau- und Kunstdenkmäler des Königreichs Sachsen. 14. Heft: Amtshauptmannschaft Rochlitz. C. C. Meinhold, Dresden 1890, S. 22.
Weblinks
 Commons: Mittweida – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikisource: Mittweide in der Topographia Superioris Saxoniae (Matthäus Merian) – Quellen und Volltexte
 Wikivoyage: Mittweida – Reiseführer
Atlas Mittelsachsen
Mittweida im Digitalen Historischen Ortsverzeichnis von Sachsen
Linkkatalog zum Thema Mittweida bei curlie.org (ehemals DMOZ)
Informationen über den Ortsteil Lauenhain