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Geschichte
Urzeit und prähistorische Funde

Im südlich der Stadt beginnenden Murrhardter Wald, einem Teil des württembergischen Keuperberglandes, wurden in ehemaligen Steinbrüchen fünf 200 Millionen Jahre alte, versteinerte Schildkröten dreier verschiedener Arten entdeckt. Eine davon, „Murrhardtia staeschei“, begründete eine neue Gattung, die nach dem Fundort benannt wurde. Es handelt sich bei der Art mit großer Wahrscheinlichkeit um den ersten Vertreter der Australochelidae in der Paläarktis.[8]

Um die Zeit des Zweiten Weltkrieges wurde im Ortsteil Köchersberg der „Murrhardter Dinosaurier“ gefunden, der 2007 erstmals als Präparat auf der Stuttgarter Landesausstellung „Saurier – Erfolgsgeschichte der Evolution“ gezeigt wurde. Es ist das erste und bisher einzige Exemplar einer Art des Aetosaurus, das eine Länge von fast zwei Metern erreicht.

Etymologie des Stadtnamens

Der älteste überlieferte Name der Stadt ist „Murrahart“; er bedeutet „Weidewald an der Murr“.[9] Der Name des Flusses Murr geht auf ein Wort für Moor, Morast, Sumpfland zurück.[10]

Die Römer in Murrhardt (Vicus Murrensis)
Siehe auch: Kastell Murrhardt

Die Anfänge der Stadt Murrhardt liegen in der Römerzeit, als 161 n. Chr. die römische Reichsgrenze aus dem Tal des Neckars nach Osten auf die noch unwirtlichen Höhen des Schwäbischen Waldes verlegt wurde. Die römischen Kastellgründungen waren Keimzellen zahlreicher neuer Siedlungen wie Lorch, Welzheim, Mainhardt, Öhringen und eben Murrhardt. Von zahlreichen Wachttürmen aus überwachten damals römische Hilfstruppen zwischen den Kastellen die breite Grenzschneise durch den unberührten Urwald.

„Vicus murrensis“ – so die lateinische Bezeichnung für das damalige Dorf an der Murr – gehörte als Teil des Dekumatenlands der römischen Provinz Germania superior an und war meist von einer keltisch-germanischen Mischbevölkerung besiedelt.

Der Limes – seit 2005 UNESCO-Weltkulturerbe – zieht sich mitten durchs Stadtgebiet. Das Römerkastell der 24. Kohorte römischer Legionen (XXIIII COH VCR) ist im Südosten der Altstadt nachgewiesen, aber wegen Überbauung (Bereich früheres Wohnhaus der Familie Losch) nicht mehr sichtbar. Römerkastelle mussten immer 30 Meter oberhalb eines Flusslaufes errichtet werden.

Bei Erdaushubarbeiten wurden im September 2010 am Ostrand der heutigen Stadtmitte Überreste eines römischen Gebäudes entdeckt. Die ergrabenen Reste der Badeanlage liegen etwa 10 Höhenmeter tiefer als das Kastell der 24. Kohorte. Hypokausten deuten auf eine Badeanlage hin. Eine Kohorte entspricht einem jetzigen Bataillon = 4 Kompanien mit 150 Mann. Die Bauarbeiten waren bis November 2010 eingestellt, damit das Gelände durch Archäologen eingehend untersucht und dokumentiert werden konnte.[11]

Ein rekonstruierter Römerturm befindet sich 5 km nördlich der Stadt bei Grab, mehrere Reste des Limes sind in der näheren Umgebung (Gewann Linderst) sichtbar. Reste des Vicus datieren auf 162 n. Chr. (Holzbrunnen). Auf dem Walterichsberg, auf dem sich heute die Walterichskirche befindet, stand zu römischen Zeiten ein Tempel zu Ehren von Mithras, einem von römischen Soldaten häufig verehrten Gott (dem Ursprung nach ein persischer Sonnengott), sowie eine Jupitersäule. Von diesem Denkmal sind einige Reste erhalten, unter anderem die einzige nördlich der Alpen gefundene Darstellung der kapitolinischen Wölfin mit Romulus und Remus. Diese befindet sich heute im Carl-Schweizer-Museum.

Der Limes, eine Demonstration der römischen Macht und schnurgerade durch die Landschaft gezogen, diente zur Sicherung der römischen Handelsstraße im Remstal, die Mainz und Augsburg verband. Im Jahre 233 wurden Teile der Befestigungsanlagen erstmals bei einem Überfall von den Alemannen zerstört (Durchbruch bei Siegelsberg), aber danach wieder aufgebaut. Um 260 n. Chr. überrannten die Alemannen das gesamte rechtsrheinische Gebiet und zerstörten auch die Limesbefestigungen in Murrhardt.

Nach dem Sieg der Franken über die Alemannen in der Schlacht von Zülpich gehörte Murrhardt ab 496 als Krongut dem Fränkischen Reich an.

Mittelalter

Unter der Herrschaft des fränkischen Merowingerkönigs Theuderich IV. bzw. des Hausmeiers Karl Martell errichtete der Wandermönch Pirmin um 730 im Rahmen der fränkischen Christianisierung die Urkirche der Stadt mit dem Namen „St. Maria“. An ihrer Stelle steht heute die Walterichskirche, die ihren neuen Namen 1534 während der Reformationszeit erhielt.

Das ehemalige Benediktinerkloster St. Januarius (Kloster Murrhardt), das 1000 Jahre die Geschichte der Stadt prägte, geht ebenfalls auf das 8. Jahrhundert zurück. Der Frankenkönig Pippin stiftete um 750 die Urzelle St. Trinitatis; 788 wurde die Mönchszelle „cellula Murrahart“ als kleines Kloster bzw. Prior-Stelle erstmals in einer von Karl dem Großen ausgestellten Urkunde als im Besitz der Bischöfe von Würzburg erwähnt. 816/817 gründete der Abt Walterich, vom Kaiser Ludwig dem Frommen, Sohn Karls des Großen, dabei finanziell unterstützt, das Kloster während der großen karolingischen Kirchenreform; es war vielleicht keine Neugründung. Die heutige Stadtkirche Murrhardt geht auf die Klosterkirche des 9. Jahrhunderts zurück. Neben dem Kloster entwickelte sich ein Dorf.

Das Kloster hatte eigenes Münzrecht, hier wurden die so genannten Murrhardter Pfennige geprägt (1130). Um 1200 erhielt das Dorf Marktrechte. 1288 wurden Murrhardt durch Klostervogt Albrecht von Löwenstein-Schenkenberg die Stadtrechte verliehen. Die Bevölkerung lebte kärglich. Neben der Landwirtschaft und dem Kleinhandwerk entwickelten sich um Murrhardt herum später zahlreiche Glashütten. Die Holzverarbeitung war traditionell der wirtschaftliche Schwerpunkt, daher wurde die Gegend um Murrhardt im Volksmund auch „Klämmerlesgäu“ genannt.

1372 wurde auch Murrhardt von der Pest heimgesucht, wie eine Inschrift in der Walterichskirche bezeugt.

Württembergische Herrschaft

1388 kamen Stadt und Vogteirechte über das Kloster durch Kauf an die Grafen von Württemberg.

1525 litten Stadt und Kloster schwer unter dem Bauernkrieg. Ein hällisch-limpurgischer Bauernhaufen drang gewaltsam in die Klosterbibliothek ein und vernichtete einen Großteil der wertvollen Bestände.

1534 schloss sich Herzog Ulrich von Württemberg der Reformation an. Den Klöstern gewährte er zunächst eine Sonderregelung mit Beibehaltung von Abt, Teilen des Konvents sowie der Verwaltung. Das Murrhardter Kloster war aufgehoben, nur Abt und Prior verblieben in der Funktion herzoglicher Beamter zur Verwaltung des Besitzes.

Sein Sohn, Herzog Christoph, galt als gütiger Landesvater und führte die Schulpflicht ein. Eine Statue dieses Herzogs krönte fast 250 Jahre lang einen Brunnen im Klosterhof und wurde 1790 auf den Marktbrunnen versetzt. Christoph löste 1556 mit der „Klosterordnung“ die Klöster im ganzen Land auf. Wie in anderen Klöstern wurde auch in Murrhardt eine Klosterschule eingerichtet. Die ehemalige Klosterapotheke ist eine der ältesten Apotheken Württembergs, sie heißt heute Sankt-Walterich-Apotheke.

Murrhardt 1686 im Kieserschen Forstlagerbuch

Von 1556 bis 1634 bestand ein evangelisches Klosteramt. Die evangelischen „Äbte“ führten den Titel Prälat und waren Beamte des Herzogs. Ihnen stand der Klostervogt als Finanzverwalter zur Seite; er war nunmehr in Stadt und Kloster die mächtigste Person. 1574 wurde der bekannteste Klostervogt, Jakob Hofsess, wegen Veruntreuung von 7000 Gulden öffentlich durch Enthauptung hingerichtet.

Nach der Schlacht bei Nördlingen im Dreißigjährigen Krieg gelangte das Kloster unter dem berühmten „Geschichtsschreiber des Westfälischen Friedens“ Adam Adami 1635 wieder in den Besitz der katholischen Benediktiner, die es aber nach dem Westfälischen Frieden 1648 wieder räumen mussten. Das evangelische Klosteramt wurde wiederhergestellt und bestand dann weiter bis zur Säkularisation 1806.

1867 erhielt die evangelische Kirchengemeinde die frühere Klosterkirche aus Staatsbesitz übereignet. Nach umfangreichen Renovierungsarbeiten heißt sie seitdem „Stadtkirche“. Dagegen ist die Walterichskapelle bis heute in Staatsbesitz.

1765 brach in Murrhardt ein Brand aus, der sich über die hölzerne Balustrade der alten Stadtmauer schnell ausbreitete. Da die Bewohner nach Einbringung der Ernte überwiegend auf dem Markt in Ilsfeld waren, hatte der Brand verheerende Folgen. Der Wiederaufbau Murrhardts unter Herzog Carl Eugen von Württemberg und Prälat Friedrich Christoph Oetinger, teilweise im barocken Stil, prägt die Stadt bis heute. Die „barocke Lebenslust“ findet unter anderem Ausdruck in der farbigen Bemalung der noch heute bestehenden Gaststätte „Traube“. Der 1766 in die Stadt gekommene Oetinger, ein Vertreter des württembergischen Pietismus, beteiligte sich an der damals eifrig betriebenen, aber erfolglosen Suche nach Bodenschätzen in der Umgegend.

Murrhardt war seinerzeit württembergischer Amtssitz. Die Oberamtei des württembergischen Herzogs, in repräsentativem barocken Stil, befand sich gegenüber dem Rathaus. Im selben Haus nahm einst auch Madame Jacobina Schippert, eine „Freundin“ Napoleons III., Wohnung. Nach ihrer Rückkehr aus Paris führte sie als wohlhabende Besitzerin der Pariser Pferdebahn ein einsames Leben in der Stadt.

1803 heiratete der Philosoph Friedrich Wilhelm Joseph Schelling in Murrhardt Caroline Böhmer-Schlegel.

Murrhardt als Wallfahrtsort
Die Walterichskirche auf einer Zeichnung von Margret Hofheinz-Döring, 1984

Walterich, der Gründer und erste Abt des Klosters, gehörte dem fränkischen Hochadel an und kam um 796 nach Murrhardt. Die historische Forschung nimmt teilweise an, er sei illegitimer Sohn Kaiser Karls des Großen und somit ein Halbbruder Ludwigs des Frommen gewesen. Walterich spielte während Ludwigs Herrschaft eine bedeutende Rolle als Teilnehmer an kaiserlichen Gesandtschaften und Reichsversammlungen. Er soll auch Beichtvater des Kaisers gewesen sein. Nach seinem Tode 840 wurde er in Murrhardt in St. Marien beigesetzt. Legenden ranken sich um Walterich: dass er ein wundertätiger Mann gewesen sei und vielerlei Krankheiten habe heilen können. Sein Ruf verbreitete sich deshalb weit umher. Nach Walterichs Tod kam eine Wallfahrt zu seinem Grab in der Kirche auf, mit Pilgern aus nah und fern. Diese Wallfahrt fand alljährlich in der Karwoche statt und brachte dem Städtchen schon im Mittelalter großen „touristischen“ Zulauf.

Walterich wurde vom Volk als Schutzherr der Gebrechlichen verehrt. Der Klostervogt Graf Berthold von Wolfsölden betrieb seine Seligsprechung, die um 1226/27 erfolgte. Er wurde jedoch nie heiliggesprochen.

Im Rahmen der Reformation 1534 wurde die Leutkirche des Klosters, da St. Maria nunmehr zu katholisch klang, in Walterichskirche umbenannt und als Friedhofskirche weiter genutzt. 1612 zerschlug man die „wundertätige“ Grabplatte und verwendete die Teile zu einem Opferstock, der neben dem Haupteingang der Walterichskirche in die Wand eingemauert ist. Der alte Wunderglaube sprang auf den neuen Opferstock über. 1801 ließ der damalige Prälat die Bruchstücke der Grabplatte entfernen und das Grab verdecken, um der „katholischen“ Wallfahrt endlich den Garaus zu machen.

Die seit der Reformation nun evangelische Karfreitagswallfahrt bestand bis in die 1950er Jahre. Um den Leidensweg Christi nachzuempfinden, erklomm man auf Knien rutschend den Kirchenhügel über die „Büßertreppe“. Sie wurde Mitte des 20. Jahrhunderts entfernt.

Große Bedeutung hat die holzgeschnitzte Passionsdarstellung „Der Ölberg“ aus dem Jahre 1512, die noch heute, immer von Karfreitag bis Ostern, an der Walterichskirche zu besichtigen ist.

Die Kirche ist Station des Jakobswegs.

Seit der Industrialisierung
Postkarte von Murrhardt von 1911

Murrhardt gehörte von 1806 bis 1938 zum Oberamt Backnang, von 1938 bis 1972 zum Landkreis Backnang und kam 1973 zum Rems-Murr-Kreis.

Zu Beginn des 19. Jahrhunderts waren die wirtschaftlichen Verhältnisse noch ärmlich. Die napoleonischen Kriege lasteten wegen durchziehender und in der Stadt Quartier nehmender Truppen schwer auf der Bevölkerung. 1806 verlor man das Oberamt an Backnang, 1838 wurde mit dem Kameralamt (Finanzamt) die letzte überregionale Behörde ebenfalls dorthin verlegt. Die öffentlichen Einrichtungen, also Kloster und herzogliche Ämter, die in früheren Zeiten die Wirtschaft der Stadt belebt hatten, fielen nunmehr weg. Dennoch wuchs die Bevölkerung; um 1830 überschritt sie die Zahl 2000; mehr und mehr entwickelten sich Handel, Handwerk und Gewerbe.

Murrhardter Altstadt im Jahr 2006

In Murrhardt gab es schon damals freiheitlich-demokratisch gesinnte Bürger, der bekannteste und berühmteste war der Schlossermeister Ferdinand Nägele (1808–1879). Im März 1848 wurde er als einziger Handwerker zum Abgeordneten der Nationalversammlung in die Frankfurter Paulskirche gewählt, das erste durch Volkswahl bestimmte Parlament Deutschlands. Als ihn nach dem Scheitern der Deutschen Revolution die Murrhardter 1853 zum Stadt-Schultheiß wählten, durfte Nägele auf Geheiß des königlich-württembergischen Innenministeriums das Amt nicht antreten. Er stritt gleichwohl weiter für ein wichtiges Ziel, das kurz vor seinem Tod erreicht wurde: den Anschluss von Murrhardt an die Eisenbahn, Markstein des „Beginns der neuen Zeit“.

Bis dahin war Murrhardt eher schlecht an die Verkehrswege angeschlossen. Erst im September 1843 war eine Postexpedition im Gasthof Sonne eingerichtet worden – seither hieß er Sonne-Post. Die Waren wurden meistens auf Pferdefuhrwerken transportiert. Auf die Eisenbahn mussten die Einwohner des Murrtals noch bis 1878 warten, als endlich die Murrtalbahn Murrhardt erreichte, ein Wendepunkt in der Wirtschaftsgeschichte der Stadt. Das Holz, Hauptprodukt der Gegend, wurde durch den günstigen Transport per Bahn wieder konkurrenzfähig.

Am 22. Dezember 1934 ereignete sich zwischen Murrhardt und Sulzbach auf der Höhe von Schleißweiler aufgrund eines Signalfehlers ein schweres Eisenbahnunglück. Auf der eingleisigen Strecke stießen zwei Züge zusammen, und zehn Menschen starben. 1996 wurde die Strecke elektrifiziert. Ein damit möglicher Anschluss an das Stuttgarter S-Bahnnetz wurde aber aus Kostengründen bisher nicht verwirklicht. Im Oktober 2005 fuhren wegen einer Streckensperrung bei Fichtenberg sogar ausnahmsweise zwei Tage lang S-Bahn-Züge Murrhardt an.

Durch die Nachbarschaft zur Gerberstadt Backnang entwickelte sich Ende des 19. Jahrhunderts am Ort die namhafte Lederproduktionsfirma Schweizer, deren Industriebau noch heute das Stadtbild prägt. Nachdem die Fertigung schon in den 1970er Jahren in Backnang eingestellt worden war, geschah ebendies 2002 auch in Murrhardt – wegen der zu niedrigeren Kosten produzierenden ausländischen Konkurrenz.

Die Firma Soehnle, Hersteller der bekannten Soehnle-Waagen, wurde am Ende des 19. Jahrhunderts von der ortsansässigen Familie gleichen Namens gegründet (früher Fa. Epstein). Das Unternehmen brachte in den 1930er Jahren die sogenannte „Reformwaage“ (eine Säuglingswaage) auf den Markt und entwickelte sich nach dem Zweiten Weltkrieg zu einem Industrieunternehmen. Es blieb mit Produktionsstandorten in Murrhardt und in der Schweiz bis 2002 im Familienbesitz, ehe es durch einen wirtschaftlichen Notverkauf an die Leifheit AG in Nassau kam. Aus Kostengründen wurde die Produktion von Haushalts- und Personenwaagen 2005 in Murrhardt aufgegeben und nach Nassau verlagert, so dass nur noch der Markenname weiterlebt. Durch ein Management-Buy-out verblieb aber der Waagenbau für Industrie, Handel, Gewerbe und Medizin unter der Firmierung Soehnle Professional GmbH & Co. KG zunächst in der Stadt; 2008 wurde dieser jedoch nach Backnang verlagert.

In der Zeit des Nationalsozialismus wurde die Hauptstraße zu „Adolf-Hitler-Straße“ umbenannt, Hakenkreuzfahnen wurden an staatlichen Feiertagen aufgezogen, „braune Bataillone“ hielten Umzüge ab.

Im Zweiten Weltkrieg wurden Murrhardt und seine Teilorte mehrfach angegriffen, wobei besonders die Bahnanlagen getroffen wurden. Ende 1944 bezog das württembergische Innenministerium die Murrhardter Stadthalle. Im April 1945, als die Amerikaner Württemberg besetzten, wurde sie dann zum Feldlazarett. Mit dem Einmarsch der Amerikaner am 19. April 1945 war der Zweite Weltkrieg für Murrhardt zu Ende. Zuvor verhinderte der Gastwirt und Metzgermeister Wilhelm Mauser die Zerstörung der Stadt. Er konnte einen Volkssturm-Mann und seine Hitlerjungen entwaffnen. Als ehemaliger kaiserlicher Marineinfanterist in Tsingtau/China hatte er Kriegserfahrung. Anlass seines Eingreifens war die vorangehende fast völlige Zerstörung von Fornsbach (Nachbarort) durch Artillerie und Luftwaffe der Amerikaner nach einem Verteidigungsversuch durch deutsche Truppen.

Weit über den Landkreis hinaus bekannt war im 20. Jahrhundert der Gasthof „Sonne-Post“ mit seiner gehobenen Gastronomie. Am 20. Juni 1945, also unmittelbar nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs, fand in diesem Lokal die sogenannte Landrätekonferenz statt, eine Tagung der Landräte Nordwürttembergs aus der amerikanisch besetzten Zone. Sie wird als Beginn der demokratischen Neuordnung in Württemberg angesehen. Während der WM 1974 nahm die polnische Fußballnationalmannschaft in Murrhardt in der „Sonne-Post“ Quartier, da sie zwei ihrer drei Erstrundenspiele im Stuttgarter Neckarstadion austrug. Ihr Trainingsplatz war das Murrhardter Trauzenbachstadion. 1994 wurde der Gasthof „Sonne-Post“ von der Stadt Murrhardt gekauft. In dem Gebäude waren neben dem Bofingersaal, der für Gemeinderatssitzungen genutzt wird, zahlreiche Vereine untergebracht. Zurzeit wird das Gebäude in historischem Gewand im Zusammenhang mit einer Wohnanlage für betreutes Wohnung in dem Quartier neu errichtet.[12]

Eingemeindungen

Am 1. Juli 1971 wurden im Zuge der Gemeindereform die zuvor selbstständigen Gemeinden Fornsbach und Kirchenkirnberg in die Gemeinde Murrhardt eingemeindet.[13]

Religionen

Die Bewohner sind zu ca. 54 % evangelisch und zu ca. 23 % römisch-katholisch.

Der vergleichsweise hohe katholische Anteil hat sich erst nach dem Zweiten Weltkrieg durch die Aufnahme von vielen Flüchtlingen aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten entwickelt, noch 1870 etwa gab es nur 20 Katholiken in Murrhardt. Die katholische Gemeinde, vorher zu Oppenweiler gehörend, ist seit 1957 eigenständig. Der 1969 eingeweihte katholische Kirchenneubau wurde, wie die Stammkirche Mainhardts aus dem 8. Jahrhundert, St. Marien geweiht.

Politik
Ort der Vielfalt

Am 23. September 2008 erhielt die Stadt den von der Bundesregierung verliehenen Titel „Ort der Vielfalt“.

Bürgermeister

Am 17. Juli 2011 wurde Armin Mößner (CDU) im ersten Wahlgang mit 66,42 % der Stimmen zum Bürgermeister gewählt. Der kandidierende bisherige Amtsinhaber Dr. Gerhard Strobel erreichte 28,90 % der Stimmen. Hans-Joachim Rosenthal erreichte 3,94 % der Stimmen.[14]

Gemeinderat

Der Gemeinderat in Murrhardt hat 18 Mitglieder. Der Gemeinderat besteht aus den gewählten ehrenamtlichen Gemeinderäten und dem Bürgermeister als Vorsitzendem. Der Bürgermeister ist im Gemeinderat stimmberechtigt. Die Kommunalwahl am 25. Mai 2014 führte zu folgendem amtlichen Endergebnis:[15]

Parteien und Wählergemeinschaften %
2014
Sitze
2014
%
2009
Sitze
2009

Kommunalwahl 2014

 %403020100

32,64 %23,77 %23,43 %20,17 %

CDU-FWVSPDULMD/AL
Gewinne und Verluste

im Vergleich zu 2009
 %p   4   2   0  -2  -4

-0,59 %p
-3,48 %p+3,00 %p+1,08 %p
CDU-FWVSPDULMD/ALVorlage:Wahldiagramm/Wartung/Fehler in der Farbeingabe – Dunkel

CDU-FWV Christlich Demokratische Union Deutschlands/Freie Wählervereinigung 32,64 6 33,23 6
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 23,77 4 27,25 5
UL Unabhängige Liste 23,43 4 20,43 4
MD/AL Murrhardter Demokraten/Alternative Liste 20,17 4 19,09 3
gesamt 100,0 18 100,0 18
Wahlbeteiligung 45,37 % 46,6 %

Wappen

Die Blasonierung lautet: „In Silber auf grünem Boden eine grüne Tanne, an deren Stamm sich beiderseits je ein schwarzer Wolf mit abgewendetem Kopf aufrichtet.“

Städtepartnerschaften

Murrhardt unterhält seit dem 24. September 1966 eine Partnerschaft mit der Gemeinde Château-Gontier im Nordwesten Frankreichs. 1983 wurde der Partnerschaftsvertrag mit Frome in England unterschrieben, nach der Wiedervereinigung folgte 1990 das sächsische Rötha.

Bevölkerungsstruktur

Der Ausländeranteil beträgt 11,8 %.

Sehenswürdigkeiten
Ölberg von 1512 an der Walterichskirche
Portal der Walterichskapelle an der Stadtkirche
Die Stadtkirche (ehemalige Klosterkirche) geht auf das 9. Jahrhundert zurück und ist bau- und kunstgeschichtlich von großem Interesse. Die angebaute Walterichskapelle ist eines der bedeutendsten Beispiele für spätromanische Architektur in Südwestdeutschland.
Walterichskirche, ehemalige Wallfahrtskirche und Leutkirche des ehemaligen Klosters, mit Ölberg-Schnitzaltar von 1512 an der Außenwand der Kirche. Der Altar ist der Öffentlichkeit nur in der Karwoche bis einschließlich Ostern zugänglich, das Jahr über ist er geschlossen.
Die reizvolle Altstadt wird von Fachwerkbauten geprägt.
Im privaten Carl-Schweizer-Museum sind zoologische und historische Sammlungen (insbesondere zur Römerzeit und zur Klostergeschichte) vereint.
Die Villa Franck, erbaut 1904 bis 1907 durch die Architekten Paul Schmohl und Georg Staehelin, umgeben von einem 7 ha großen Park der Kunstgärtner Albert Lilienfein Vater & Sohn, ist eine der schönsten und besterhaltenen Jugendstilvillen Deutschlands; heute Sitz und Veranstaltungsort der „Stuttgarter Saloniker“.
Städtische Kunstsammlung mit Werken von Heinrich von Zügel, Reinhold Nägele, Carl Obenland, Heiner Lucas.
Das Naturparkzentrum am Marktplatz in Murrhardt beherbergt neben der Geschäftsstelle des Naturparks und einem umfangreichen Informationszentrum eine für Kinder und Jugendliche äußerst sehenswerte Erlebnis- und Naturschau. Sehr gut verbinden kann man deren Besuch mit dem des Carl-Schweizer-Museums.
Rümelinsmühle, eine noch in Betrieb befindliche, im Jahre 1799 als Klostermühle errichtete Wassermühle. Das erst im Jahre 2007 erneuerte Wasserrad treibt die erhaltenen Walzenstühle an. Aufgrund eines angeschlossenen Hofverkaufs kann die Mühle zu den üblichen Ladenöffnungszeiten besucht werden.
Naturdenkmale
Das Naturdenkmal Hörschbachschlucht ist eine urwaldartige Schlucht mit zwei Wasserfällen.
Ebenfalls ein Naturdenkmal ist das Felsenmeer, ein Bergsturzgelände mit einer Halde von bis zu mehreren Kubikmetern großen Sandsteinblöcken.
Siehe auch: Liste der Naturdenkmale in Murrhardt
Wirtschaft und Infrastruktur

Die Wirtschaft ist heute bestimmt von mittelständischen Firmen aus Handwerk und Maschinenbau mit meist weniger als 50 Beschäftigten. Die Stadt ist Unterzentrum mit mehreren Bankfilialen, SB-Märkten und einer Fußgänger-Einkaufszone. Ihre Lage am Rande der Region Stuttgart und im engen Murrtal erweist sich zuweilen als Nachteil.

Die Robert Bosch GmbH unterhält in der Stadt eine Fertigung von Heimwerkermaschinen und ist der größte Arbeitgeber der Stadt. Der Betrieb ging aus der früheren Firma Spintex hervor.

Weitere bekannte und namhafte Murrhardter Firmen sind die Friedrich Gampper KG, Hersteller der NIL-Armaturen, und die CWS-boco, früher Erich Schumm GmbH, die eine Großwäscherei von Endlos-Handtuch-Rollen und Fußmatten betreibt. Erich Schumm war nach dem Zweiten Weltkrieg Multi-Unternehmer; unter anderem Erfinder von Esbit und Hersteller von Süßigkeiten. Erich Schumm war auch Gründer des gleichnamigen Seniorenstifts in Murrhardt, das als erstes seiner Art in Süddeutschland gilt.

Viele Bewohner pendeln zur Arbeit nach Backnang, Waiblingen und vor allem Stuttgart, das mit der Bahn in etwa 40 Minuten erreichbar ist.

Der Schuldenstand der Gemeinde beträgt 637 Euro je Einwohner.

Murrhardt ist Mitgliedsgemeinde des Wasserverbands Murrtal. Dessen Aufgabe ist der Hochwasserschutz.[16]

Energieversorgung

Murrhardt ist an das überregionale Erdgasnetz angeschlossen. Die Stadtwerke Murrhardt, als Eigenbetrieb der Stadt, betreiben das örtliche Erdgasverteilnetz und sind auch Grundversorger. Die Wasserversorgung, das Freibad, der Betrieb von Nahwärmeanlagen und Parkierung sind weitere Geschäftsfelder der Stadtwerke Murrhardt.

Der Grundversorger für Strom ist die Süwag Energie AG mit Sitz in Frankfurt am Main. Das Unternehmen gehört zur RWE Gruppe. Das Stromverteilnetz in Murrhardt betreibt die Syna GmbH in Frankfurt am Main, eine Tochtergesellschaft der Süwag Energie AG. Am 26. September 2013 hat der Gemeinderat mit vier Gegenstimmen den weiteren Betrieb des Stromnetzes an die Syna vergeben. Die EnBW und die Energieversorgung Schönau-Schwäbisch Hall GmbH sind die unterlegenen Bieter um die Stromkonzession.[17] Damit zählt Murrhardt – neben Marbach – zu den größten Gemeinden der Syna im Netzgebiet Ludwigsburg, nachdem die Entscheidungen in Winnenden, Ludwigsburg und Backnang gegen die Erneuerung der Konzessionsverträge mit der Syna getroffen wurden. Zum 1. Oktober 2015 erwarb die neugegründete Netzgesellschaft Murrhardt Netz AG & Co. KG (51 % Stadt Murrhardt, 49 % Süwag Energie AG) das Eigentum am Stromnetz von der Süwag Energie AG, bekam für 20 Jahre die Konzession und verpachtete zurück an die Süwag bzw. Syna.[18]

Murrhardt setzt bei der Wärmeversorgung insbesondere auf Holz. Dazu wurde das Nahwärmenetz erweitert. Für das beispielhafte Engagement für Erneuerbare Wärme zeichnete die Agentur für Erneuerbare Energien Murrhardt als „Energie-Kommune“ aus.[19]

Verkehr
Bahnhof Murrhardt

Murrhardt liegt an der Bahnstrecke Waiblingen–Schwäbisch Hall-Hessental und hat zwei Bahnhöfe: einen im Stadtzentrum und einen im Stadtteil Fornsbach. Die beiden Stationen werden stündlich vom Regional-Express Stuttgart–Backnang–Schwäbisch Hall-Hessental(–Crailsheim–Nürnberg) angefahren. Am Wochenende fahren auch Regionalbahnen der Relation Backnang–Schwäbisch Hall-Hessental.

Der Öffentliche Personennahverkehr wird durch den Verkehrs- und Tarifverbund Stuttgart sichergestellt.

Murrhardt liegt an der Landesstraße 1066 und an mehreren Kreisstraßen. Der nächste Autobahnanschluss ist die Anschlussstelle Mundelsheim der Bundesautobahn 81 in ca. 29 km Entfernung über Sulzbach an der Murr und Großbottwar.

Radfernwege

Durch die Stadt führt der Deutsche Limes-Radweg. Er folgt dem Obergermanisch-Raetischen Limes über 818 km von Bad Hönningen am Rhein nach Regensburg an der Donau.

Fernwanderwege

Murrhardt wird vom Limes-Wanderweg des Schwäbischen Albvereins, einem Teilabschnitt des Deutschen Limes-Wanderwegs, durchquert.

Bildung
Heinrich-von-Zügel-Gymnasium
Walterichschule, eine Grund- und Hauptschule mit Werkrealschule. Seit dem Schuljahr 2007/2008 ist dort eine Ganztagsschule eingerichtet.[20]
Hörschbachschule, eine Grundschule
Grundschule Fornsbach
Herzog-Christoph Schule, eine Förderschule
Bodelschwingh-Schule, eine Schule für geistig und körperlich behinderte Kinder
Daniel-Schule, eine adventistische Bekenntnisschule (staatl. genehmigte Grund- und Realschule)

Eine Realschule kann in Sulzbach besucht werden. Das nächstgelegene technische und kaufmännische Gymnasium ist in Backnang. Die nächstgelegenen ernährungswissenschaftlichen Gymnasien sind in Waiblingen und Schwäbisch Hall.

An alternativpädagogischen Einrichtungen bestehen ein vereinsbegleiteter Waldorfkindergarten in der Weststadt[21] sowie ein von der Stadt betriebener Waldkindergarten.

Medien

Seit 1884 erscheint die Murrhardter Zeitung. Die verkaufte Auflage beträgt
2053 Exemplare.[22] Der Mantelteil wird von den Stuttgarter Nachrichten, der Regionalteil von der Backnanger Kreiszeitung übernommen, die auch die Lokalseiten für Murrhardt erstellt, da die Murrhardter Zeitung keine eigene Redaktion mehr besitzt. Die Zeitung ist das amtliche Bekanntmachungsorgan der Stadt.

Freizeitangebote
Freizeitgebiet Waldsee mit Ganzjahres-Campingplatz
ruhig gelegener Stadtpark mit Feuersee und naturnahem Kinderspielplatz
Städtische Kunstsammlung
beheiztes Freibad im Trauzenbachtal
Riesbergturm

Der Riesbergturm ist ein 25 m hoher Holz-Aussichtsturm auf dem südsüdöstlich von Murrhardt gelegenen Riesberg. Er wurde 1974 erbaut, brannte 2008 ab und wurde 2010 neu errichtet. Von seiner Aussichtsplattform kann der Blick zum Beispiel über die Stadt genossen werden.

Persönlichkeiten
Söhne und Töchter der Stadt
Johann Conrad Jacobi (1709–1786), Bürgermeister von Bochum
Georg Adam Eger (1727–1808), Jagdmaler
Ferdinand Nägele (1808–1879), Schlosser und Demokrat, Mitglied der Frankfurter Nationalversammlung, Abgeordneter im württembergischen Landtag
Eduard Wüst (1818–1859), evangelischer Theologe und Pietist
Heinrich von Zügel (1850–1941), Maler
Eugen Nägele (1856–1937), Gründungsmitglied des Schwäbischen Albvereins, Vorsitzender des Deutschen Jugendherbergswerkes
Oscar Zügel (1882–1965), Künstler, Gegner und Verfolgter des NS-Regimes
Reinhold Nägele (1884–1972), Maler
Walther Fuchs (1891–1982), Jurist, Präsident des Verwaltungsgerichtshofs in Stuttgart
Max Haug (1898–1989), Kommunalpolitiker
Thomas Scheytt (* 1960), deutscher Pianist
Trude Schüle (1929–2016), Malerin
Titus Simon (* 1954), Schriftsteller, Kommunalpolitiker
Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben oder wirken
Die Villa Franck, gesehen von der Walterichskirche
Walterich (um 770–830), Seliger, Benediktiner, Klostergründer, Abt
Albrecht von Löwenstein-Schenkenberg (1282–1304), unehelicher Sohn des Königs Rudolf I. von Habsburg, Graf von Löwenstein, Klostervogt, Stadtgründer
Oswald Binder (* um 1455/60–1527), katholischer Priester, Benediktiner und Abt des Klosters St. Januarius in Murrhardt
Adam Adami (1610–1663), Weihbischof in Hildesheim
Friedrich Christoph Oetinger (1702–1782), Abt und Prälat, schwäbischer Pietist und Theosoph
Johann Adam Groß der Jüngere (1728–1794) war als Städtebauplaner ab 1765 in Murrhardt tätig.[23]
Christian Hämmerle (1843–1916), Stadtbaumeister, Erbauer des Wolkenhofs und des Progymnasiums (Amtshaus am Klosterhof)
Robert Franck (1857–1939), Unternehmer („Zichorie Franck“, Kaffeeersatz Caro, Kathreiner, Lindes)
Theodor Schnitzer (1866–1939), Maler
Erich Schumm (1907–1979), Unternehmer, Erfinder von Esbit
Carl Obenland (1908–2008), Landschafts- und Porträtmaler
Rosely Schweizer (* 1940), Unternehmerin (Dr. August Oetker KG) und Politikerin (CDU), ehem. Stadträtin
Ehrenbürger

Die Ehrenbürgerwürde der Stadt Murrhardt wurde bislang neunmal verliehen. (In Klammern das Datum der Verleihung)

Ferdinand Nägele
Gustav Jäger (14. Juni 1912)
Heinrich von Zügel (1920)
Hermann Losch (17. Januar 1923), seine Familie hat Teile des Bereichs des früheren römischen Kastells mit einem Wohnhaus überbaut
Robert Franck (16. Juli 1924)
Eugen Nägele (20. Januar 1926)
Reinhold Nägele (5. August 1960)
Erich Schumm (9. November 1973)
Jean Arthuis (30. November 2000)

Im Jahre 2002 wurde Jean Arthuis, „Vater des Euro“, ehemaliger französischer Finanz- und Wirtschaftsminister und ehemaliger Bürgermeister der Partnerstadt Château-Gontier, Ehrenbürger der Stadt Murrhardt.

Literatur
Dehio-Handbuch: Baden-Württemberg I. 1993, ISBN 3-422-03024-7, S. 555 ff.
Gerhard Fritz: Kloster Murrhardt im Früh- und Hochmittelalter: eine Abtei und der Adel an Murr und Kocher. Sigmaringen 1982 (Forschungen aus Württembergisch Franken 18), ISBN 3-7995-7617-7.
Andreas Kozlik: Murrhardt-Bibliographie. Das Schrifttum zu Natur, Geschichte, Kunst und Kultur der Stadt Murrhardt und zu Murrhardter Persönlichkeiten; von den Anfängen bis zum Jahre 2000. Murrhardt 2000.
Andreas Kozlik, Rainer Schönig: Archivbilder Murrhardt. Sutton Verlag, Erfurt 2007, ISBN 978-3-86680-111-0.