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Geschichte
Gedenkstein 900 Jahre Ohlenbüttel

Im Geestgebiet der Gemeinde existieren einige Grabhügel. Daneben deuten weitere Ausgrabungen und Funde auf eine erste Besiedelung durch die jungsteinzeitliche Trichterbecherkultur und in der Bronzezeit. Hierzu zählen eine Steinkiste in der Feldmark Rade, die Großsteingräber Daerstorf, Elstorf und auch weitere archäologische Stätten in der Umgebung, wie dem Archäologischer Wanderpfad in der Fischbeker Heide oder diverse Gräber in den Ausläufern der Harburger Berge. Ferner zeugen die Spitzwecken von Ovelgönne von der Aktivität zur Vorrömischen Eisenzeit und weitere Funde bei Daerstorf von einer Siedlung um 770.

Wulmstorf findet 1197 erstmals im Zusammenhang mit dem Alten Kloster Buxtehude Erwähnung. Das später eingemeindete Ohlenbüttel bereits 1105.
Die Elstorfer Nicolai-Kirche stammt von etwa 1200 und Rübke entstand zum Ende der Hollerkolonisation der Dritten Meile und findet erstmals 1335 Erwähnung. Der Ortsteil Neu Wulmstorf wurde dagegen erst 1835 durch den Daerstorfer Bauern Peter Lohmann nördlich der Landstraße Harburg-Buxtehude (heute B 73) gegründet und hieß früher Voßhausen, Vosshusen (Fuchshausen) oder auch Neuwulmstorf.[7]

Während der Franzosenzeit war Wulmstorf mit 176 Einwohnern nach Moisburg und Elstorf der drittgrößte Ort in der Mairie Moisburg. Das Moorgebiet um den heutigen Bahnhof gen Rübke wurde als Moor bezeichnet, zählte 25 Einwohner. Das Mairie gehörte zum Département des Bouches de l’Elbe.[8] Ab 1835 entwickelte sich die Besiedlung der Flächen um Daerstorf, Elstorf und Wulmstorf und der Nachbarort Neu Wulmstorf entstand 1835 im Kern aus der Besiedlung des Daerstorfer Knechts und Pächters Peter Lohmann, der bisher in Wulmstorf arbeitete.[9]

Bahnhof Daerstorf

Die Niederelbebahn zwischen Harburg und Cuxhaven wurde 1881 zunächst nördlich des Vosshusener Siedlungsgebiets, unterhalb der Geest und ohne einen Halt in nächster Nähe eröffnet. Unter anderem durch den Bau der Strecke selbst und den Bezug von Sand und Kies für den Bahndamm aus den Wulmstorfer Sandgruben wuchs die Siedlung Neu Wulmstorf, und so entstand der Bedarf nach einer Haltestelle. 1200 Meter westlich lag der Bahnanschluss Kiesgrube Ketzendorf die südlich der Hamburger Chaussee (heute B 73) liegt. Nach einer Mitfinanzierung durch die Gemeinde wurde der Haltepunkt Daerstorf 1904[10] südlich des heutigen Neu Wulmstorfs auf einer Exklave errichtet, die zu Daerstorf gehörte.[11][12] Er wurde am 5. Januar 1905 eröffnet[13] und erhielt ein kleines Empfangsgebäude.[10][14] Im Jahr 1908 wurde der Bahnhof Daerstorf in den Tarif für Steinkohlentransporte einbezogen.[15][16][17][18]

In den ersten Jahren nach Eröffnung der Station gab es in der Nähe nur wenige Häuser. Daher belebte das 1910 von Hans Joachim Lohmann aus Ketzendorf eröffnete Gasthaus zum Bahnhof das Geschehen. Ein reger Warenverkehr führte 1915 zur Einrichtung eines Güterverladegleises und Lohmann richtete eine gebührenpflichtige Güterwaage ein. Das Verladegleis war bis 2001 regelmäßig im Betrieb.

Das ursprüngliche Bahnhofsgebäude, ein Fachwerkbau aus der Eröffnungszeit der Station, wurde in den 1950er Jahren durch einen Neubau ersetzt.[10]

Haltepunkt Neu Wulmstorf, nördlicher Bahnsteig (2013)

Zur Anbindung an das Hamburger S-Bahnnetz wurde der Bahnhof 2007 erheblich umgestaltet. Der beschrankte Bahnübergang wurde durch Unterführungen für Straßenverkehr und Fußgänger bzw. Radfahrer ersetzt, das alte Wärterhaus und das Empfangsgebäude aus den 1950er Jahren wurde abgerissen, die Bahnsteige verlängert und nach Westen verlegt. Weiterhin wurden in den folgenden Jahren eine Buskehre, ein Kiosk, Bike and ride Fahrradunterstände und Park and ride Parkplätze eingerichtet. Hierbei wurde im April 2007 die Weiche zum Anschluss des kaserneneigenen Bahnhofs der 2005 aufgelösten Röttiger-Kaserne auf Hamburger Gebiet ausgebaut.

Bis 2007 wurde der Bahnhof von Regionalzügen der Deutschen Bahn und der EVB angefahren. Seit dem 9. Dez. 2007 wird der Haltepunkt von den Zügen der S-Bahn Hamburg bedient. Mehrfach gab es seitdem Vorschläge für eine Verdichtung des Angebots.[19]

Seit der Eingemeindung Daerstorfs 1970 trägt der Haltepunkt den Namen Neu Wulmstorf. Er liegt heute ca. 600 Meter (⊙53.4730555555569.7891666666667) vor der Landesgrenze zu Hamburg in Niedersachsen auf der Strecke der Niederelbebahn (KBS 121 / km 183,50) und hat zwei Bahnsteiggleise.

Das Lohmannsche Gasthaus wechselte seinen Namen mehrmals, hieß zuletzt Schimmelreiter, stand seit mindestens 1999 leer und verfiel zusehends, bevor es 2011 nach Brandstiftung abgerissen wurde. [20] 2016 wurde auf dem Gelände ein Neubau mit Wohnungen und Geschäften errichtet.

Siedlungsausbau

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden südlich der Bundesstraße große Wohngebiete von Vertriebenen gegründet. Die ersten bewohnbaren Keller entstanden ab 1949 auf ehemaligen Wehrmachtsgelände. Da diese nur wenig aus dem Boden ragten und mit notdürftigen Dächern versehen waren, nannte man diese erste Siedlung Maulwurfshausen. Später entstanden hieraus vollwertige Häuser und bis 1957 die Heidesiedlung, unter anderem durch die Norddeutsche Siedlungsgesellschaft Hamburg. Von der Herkunft der Siedler zeugen die Straßennamen (u. a. Königsberger, Marienburger, Breslauer, Danziger Straße).[21]

Neuere Geschichte

Bis 1957 stieg die Einwohnerzahl bis auf 3500 Einwohner an.[22] Ab 1959 übernahm die Bundeswehr den Standort Röttiger-Kaserne und baute ihn zum größten Standort in Hamburg aus. In der Folge zogen zahlreiche Bundeswehrangehörige mit ihren Familien in die Wohngebiete Postweg und Schillerstraße/Goethestraße.

Bei der Sturmflut 1962 war Rübke durch Überflutungen, in Folge großer Deichbrüche im Bereich Süderelbe zwischen Neuenfelde und Harburg betroffen.

Ab 1966 wurde eine der Kiesgruben als Mülldeponie genutzt und 1986 geschlossen. Sie hat ein Abfallvolumen von 3,4 Millionen Kubikmeter auf einer Fläche von 32 ha und wurde 1995–1997 von dem Betreiber Stadtreinigung Hamburg abgedichtet und mit einem Blockheizkraftwerk für das anfallende Deponiegas ausgestattet. In den Jahren 2001–2002 wurden auf ihr drei Windkraftanlagen und im August 2005 eine Solarstromanlage von der mit einer Spitzenleistung von 500 Kilowatt (kWp) errichtet (siehe SunEnergy Europe#Großprojekte). Die Fläche der Photovoltaikanlage wurde 2010 verdoppelt. Zusammen liefern diese 5,6 Millionen Kilowattstunden Ökostrom jährlich (Stand 2012). Das entspricht etwa dem Verbrauch von 1.800 Zwei-Personen-Privathaushalten.[23][24][25]
Am 3. Januar 2017 knickte eine der Windkraftanlagen bei Windstärke 4 (in Böen 6) ab.[26]

Seit 1990/1995 wurde die Bahnhofstraße zu einem Ortszentrum mit Rathaus und Einkaufspassage entwickelt.

Der Ort wollte 2004, unter dem damaligen Bürgermeister Schadwinkel (CDU), mit parteiübergreifender Zustimmung, die Stadtrechte beantragen, allerdings stimmten die Bürger mit 71,2 % gegen die Ernennung zur Stadt.

2007 wurde nach Umbau des Bahnhofs nördlich der Bahn weitere Wohngebiete erschlossen. In Vorbereitung auf die A26 wurde die B3n als Ortsumgehung weiter westlich an die B73 angeschlossen. Die Arbeiten für den dritten Bauabschnitt der A26 begannen Ende 2013. Dieser soll 2020 fertiggestellt sein und dann die Strecke von Stade hier enden lassen bis die Weiterführung auf Hamburger Gebiet diese dann an die A7 und A1 anschließt.

2013 gab die Gemeinde ein umfangreiches Zukunftskonzept mit dem Titel Neu Wulmstorf 2025 in Auftrag. Im Rahmen des Konzepts wurde eine Zielvorstellung zur Entwicklung der Ortschaften und Infrastruktur erarbeitet. Die Ergebnisse wurden am 11. Juni 2014 vorgelegt.[27] Als Haupteinflussfaktoren werden bis 2015 der demografische Wandel, veränderte Verkehrsströme (A26, B73, B3n), die Auswirkungen aus beidem und Sanierungsbedarf gesehen. Es wird davon ausgegangen, dass die Bevölkerung insgesamt leicht ansteigt, aber in den autobahnnahen Orten Rade und Rübke um bis zu 25 % abnehmen wird.[28] Aus den Konzeptergebnissen wurden konkrete Projekte abgeleitet, die die Gemeinde unter diesem Wandel attraktiver machen soll.

Eingemeindungen und Umbenennung

Am 1. Mai 1964 wurden die Enklaven „Bredenheide“ (Ketzendorf) und „Elstorfer Moor“ (Elstorf) in die Gemeinde Wulmstorf eingegliedert. Erst am 11. Dezember 1964 wurde aus der politischen Gemeinde Wulmstorf dann durch Umbenennung Neu Wulmstorf,[22] die zum 1. Januar 1970 um die Gemeinde Daerstorf auf 7.733 Einwohner anwuchs. Bis dahin lag nördlich des Grenzwegs noch dessen Ortsteil Daerstorf–Bahnhof.

Mit der Gebietsreform 1972 entstand die heutige Einheitsgemeinde Neu Wulmstorf unter der Eingemeindung von Elstorf, Schwiederstorf, Rade und Rübke.[29] Am 1. Juli 1972 wurden die früher selbstständigen Gemeinden Elstorf, Rade, Rübke und Schwiederstorf sowie Gebietsteile der Gemeinde Ketzendorf mit damals etwa 50 Einwohnern eingegliedert.[30]

Einwohnerentwicklung

Einwohnerentwicklung der Gemeinde Neu Wulmstorf (bis 1964 Wulmstorf).

1812 1910 1925 1933 1939 1961 1970 1987 1992 1997 2002 2007 2012 2013 2014
Insgesamt Anzahl 176[8] 348[31] 408[32] 490[32] 562[32] 6.754[30] 10.011[30] 14.227[33] 16.751[33] 18.841[33] 20.543[33] 20.649[33] 20.979[33] 20.384[34] 22.274[35]
Juni 1987 = 100 % 101,5 % 119,5 % 134,4 % 146,6 % 147,3 % 149,7 %

Historische Einwohnerzahlen auf dem heutigen Gebiet der Gemeinde

Einwohnerzahlen der Gemeinden auf dem heutigen Gebiet der Einheitsgemeinde Neu Wulmstorf:

Gemeinde 1910[31][36][37] 1925 [32][38] 1933 [32][38] 1939 [32][38]
Ardestorf 79
Daerstorf 132 153 132 144
Elstorf 445 448 524 493
Rade 225 246 245
Rübke 353 397 399 350
Schwiederstorf 163 171 174 248
Wulmstorf 348 408 490 562

Politik

Neu Wulmstorf gehört zum Landtagswahlkreis 51 Seevetal und zum Bundestagswahlkreis 36 Harburg.

Gemeinderat
Sitzverteilung im Gemeinderat (ab Nov. 2016)[39][40]

       

Insgesamt 33 Sitze SPD: 14 CDU: 8 UWG: 4 AfD: 3 Grüne: 2 FDP: 1 Linke: 1

Gemeinderatswahl 2016[39]

 %50403020100

41,1 %22,6 %12,4 %10,9 %7,3 %3,3 %2,3 %

SPDCDUUWGAfDGrüneFDPLinke
Gewinne und Verluste

im Vergleich zu 2011
 %p 12 10   8   6   4   2   0  -2  -4  -6  -8-10-12

+2,3 %p
-11,8 %p+3,1 %p+10,9 %p-3,7 %p-1,0 %p+0,1 %p
SPDCDUUWGAfDGrüneFDPLinkeVorlage:Wahldiagramm/Wartung/TITEL zu lang

Der Rat der Gemeinde Neu Wulmstorf besteht für die Legislaturperiode 2016 aus 33, sonst 34 Ratsfrauen und Ratsherren.[40] Dies ist die festgelegte Anzahl für eine Gemeinde mit einer Einwohnerzahl zwischen 20.001 und 25.000 Einwohnern.[41] Die Ratsmitglieder werden durch eine Kommunalwahl für jeweils fünf Jahre gewählt. Die aktuelle Amtszeit begann am 1. November 2011 und endet am 31. Oktober 2016. Durch Parteiwechsel weicht die Ratszusammensetzung inzwischen vom damaligen Wahlergebnisses in Bezug zu den Parteien ab.

Stimmberechtigt im Rat der Gemeinde ist außerdem der hauptamtliche Bürgermeister Wolf-Egbert Rosenzweig (SPD).

Bürgermeister

Wolf-Egbert Rosenzweig (SPD) ist seit 2006 hauptamtlicher Bürgermeister Neu Wulmstorfs. Er wurde in der Bürgermeisterwahl am 25. Mai 2014 mit 65,2 % für weitere sieben Jahre bis zum 1. November 2021 im Amt bestätigt.[42][43] Vor ihm war Günter Schadwinkel vom 10. Oktober 2000 an der erste hauptamtliche Bürgermeister Neu Wulmstorfs.

Bürgermeister, Gemeindevorsteher[44]

Amtszeit
Christian Peters 1862 30. Mai 1865
Peter Mojen 1. Juni 1865 21. April 1871
Peter Meyer 22. April 1871 31. Mai 1877
Heinrich Martens 1. Juni 1877 2. Mai 1883
Johann Lohmann 3. Mai 1883 16. Mai 1895
Wilhelm Peters 17. Mai 1895 16. März 1905
Peter Meyer 1. Juni 1901 5. April 1913
Peter Mojen 6. April 1913 20. April 1916
Heinrich Martens 20. Juni 1916 26. Juni 1919
Wilhelm Hillermann 27. Juni 1919 29. September 1933
Ernst Peters 29. September 1933 Mai 1945
Wilhelm Hillermann Mai 1945 19. April 1946
Otto Hauschild 19. April 1946 17. Dezember 1948
Ernst Peters 17. Dezember 1948 14. Dezember 1954
Karl Marin 14. Dezember 1954 16. Oktober 1964
Heinz Wanke 16. Oktober 1964 22. Oktober 1968
Karl Marin 22. Oktober 1968 19. Februar 1969
Klaus Hansen 19. Februar 1969 9. Januar 1970
Karl Marin 10. April 1970 16. November 1972
Heinrich Sturke 16. November 1972 1. November 1976
Werner Meyn 11. November 1976 30. April 1979
Erich Kanebley 16. Mai 1979 31. Dezember 1994
Gerhard Peters 1. Januar 1995 21. November 1996
Gerhard Bachmann 21. November 1996 10. Oktober 2000

Gemeindedirektoren

Amtszeit
August Bisping 1. September 1961 31. August 1979
Jürgen Badur 1. September 1979 30. Juni 2000

Das Wappen der Gemeinde zeigt einen goldenen Schild auf dem sich eine nach oben gerichtete blaue Spitze befindet, die mit einem silbernen Ring belegt ist.[5]

Die blaue Spitze symbolisiert das Aufstreben der Gemeinde, der silberne Ring Verkehr und Bewegung, als Antrieb für das Aufstreben der Gemeinde. Die Farben Gold, Blau und Silber sind dem Wappen des Kreises entnommen und deuten auf die geographische Lage der Gemeinde hin.

Es wurde bei der Umbenennung der Gemeinde in Neu Wulmstorf am 11. Dezember 1964 eingeführt. Ein vorheriges Wappen der Gemeinde Wulmstorf ist nicht nachweisbar.

Gemeindepartnerschaften

Neu Wulmstorf unterhält eine Städtepartnerschaft mit dem ungarischen Nyergesújfalu.

Neu Wulmstorf ist Mitglied des Regionalparks Rosengarten zur Regionalen Entwicklung zusammen mit der Nachbargemeinde Rosengarten, der Stadt Buchholz, der Samtgemeinde Hollenstedt, dem Landkreis Harbug und der Stadt Hamburg.

Kultur und Sehenswürdigkeiten
Musik

Einmal jährlich findet das Metal Bash Open Air, gewöhnlich am ersten Wochenende im Mai, auf der Neu Wulmstorfer Schützenanlage statt.

Seit über 30 Jahren besteht der Gospel-Chor Joy’n Music.

Sport
Hallenbad Neu Wulmstorf
Freibad Neu Wulmstorf
Minigolfanlage
TVV Neu Wulmstorf
TSV Elstorf
MSC Elstorf Motocross
Vereine

Im Rahmen des Neu Wulmstorfer Vereine und Initiativen Treffs präsentieren diese jährlich ihre Angebote und werben neue Mitglieder.

FF Neu Wulmstorf
DLRG Neu Wulmstorf
Schützenverein Neu Wulmstorf von 1952 e. V.
1. Minigolf Sport Club (MSC) Hamburg – Neu Wulmstorf 1965 e. V.[45]
Gewerbeverein Neu Wulmstorf e. V.[46]
Evangelische Jugend
Natur

Neu Wulmstorf befindet sich in direkter Nachbarschaft einiger besonderer Naherholungsgebiete und Naturschutzgebiete (NSG):

Altes Land
Harburger Berge
Moorgürtel (NSG und EU-Vogelschutzgebiet)
Moore bei Buxtehude (NSG und EU-Vogelschutzgebiet)
Buchenwälder im Rosengarten (NSG und FFH-Gebiet)
Fischbeker Heide (NSG und FFH-Gebiet)
Rosengarten – Kiekeberg – Stuvenwald (Landschaftsschutzgebiet (LSG))
Buxtehuder Geestrand (LSG)
Wirtschaft und Infrastruktur

Der Wirtschaftsstandort Neu Wulmstorf hat ca 3850 Beschäftigte; neben zahlreichen Kleinbetrieben gibt es auch Logistikbetriebe und -flächen. So hat z. B. das Unternehmen Jack Wolfskin sein europäisches Zentrallager mit einer Gesamtfläche von ca. 30.000 m² in Neu Wulmstorf. Ebenso beliefert McDonald’s von hier seine norddeutschen Filialen. An der Anschlussstelle Rade der Bundesautobahn 1 baut das Düsseldorfer Immobilienunternehmen Habacker Holding ein großes Gewerbegebiet („Logpark Hamburg“). Die Gemeinde plant, den Hauptort über die Bahnlinie hinaus in die Moorgebiete hinein zu vergrößern. Ein entsprechendes Baugebiet ist ausgewiesen und drei von vier Bauabschnitten wurden bereits erschlossen.

In einer der ältesten Gaststätten Neu Wulmstorfs, dem seit 1857 bestehenden Dorfkrug, wurde 2004 eine Salatsauce kreiert, aus der die bekannte Sylter Salatfrische hervorgegangen ist, die seit 2007 in einem neuen Neu Wulmstorfer Produktionsbetrieb hergestellt wird.[47]

Verkehr

Neu Wulmstorf hat einen Bahnhof an der Eisenbahnstrecke Hamburg-Harburg–Cuxhaven (Niederelbebahn), der seit Dezember 2007 als Haltepunkt der Hamburger S-Bahn (S3 Stade-Pinneberg) betrieben wird.

Linie Verlauf
Pinneberg – Thesdorf – Halstenbek – Krupunder – Elbgaustraße – Eidelstedt – Stellingen – Langenfelde – Diebsteich – Altona – Königstraße – Reeperbahn – Landungsbrücken – Stadthausbrücke – Jungfernstieg – Hauptbahnhof – Hammerbrook – (im Bau: Elbbrücken –) Veddel – Wilhelmsburg – Harburg – Harburg Rathaus – Heimfeld – Neuwiedenthal – Neugraben – Fischbek – Neu Wulmstorf – Buxtehude – Neukloster – Horneburg – Dollern – Agathenburg – Stade

Über Buslinien bestehen Anbindungen nach Buchholz, Heber, Regesbostel, Heidenau, Tostedt, Wistedt und zum AIRBUS Werkgelände (Finkenwerder).

Für den Straßenverkehr besteht im Süden der Gemeinde über die Anschlussstelle Rade eine Anbindung an die A 1. Mit der geplanten A 26 von Stade nach Hamburg wird die Gemeinde weiter erschlossen. Weitere Fernverkehrsstraßen sind die Bundesstraße 73 und die Bundesstraße 3. Neu hinzugekommen ist 2011 die Ortsumgehung B3n, die zukünftig die A26 mit der B3 verbinden soll, hierzu ist ein Ausbau der B3n bis nach Elstorf/Bachheide geplant.

Die sogenannte Breimeier-Trasse, als alternative Trassenvariante der Y-Trasse, sieht vor den Güterverkehr des Hamburger Hafens entlang der geplanten A26 bis Rübke und der zukünftigen B3n bis Bachheide/Elstorf weiter nach Buchholz und Wittenberge zu führen.

Kommunikation

Der Kernort Neu Wulmstorf ist weitgehend über VDSL erschlossen. Glasfaser ist im gesamten Ort nicht verfügbar. Kabelfernsehen ist im gesamten Ort verfügbar und Internet hierüber möglich. Des Weiteren sind im Ort einzelne kommerzielle[48] und private[49] offene WLAN-Hot-Spots verfügbar.

Bildung bzw. Schulen

Die Gemeinde verfügt über drei Krippen, zehn Kindergärten und eine Tageseinrichtung zur Betreuung Sechs- bis Zwölfjähriger. Des Weiteren gibt es drei Grundschulen in Neu Wulmstorf und Elstorf, ein Gymnasium, eine Haupt- und eine Realschule. Die nächsten berufsbildenden Schulen befinden sich in Buxtehude und Buchholz.

Gymnasium Neu Wulmstorf[50]
Realschule Vierkaten[51]
Hauptschule Vossbarg[52]
Grundschule am Moor[53]
Grundschule an der Heide[54]
Grundschule Elstorf[55]
Feuerwehr

Die Feuerwehr Neu Wulmstorf[56] besteht aus vier Freiwillige Feuerwehren in

Rübke,
Neu Wulmstorf[57],
Elstorf[58] und
Rade.[59]
Sonstiges
Flug-Café

Von 1967 bis 1975 stand in Neu Wulmstorf die am 6. Juni 1967 ausgemusterte Super Constellation (c/n 4605) der Variante L-1049G die vorher zwölf Jahre bei der Lufthansa als D-ALOP im Betrieb war. In ihr wurde das „Flug-Café“ betrieben.[60][61]

Weblinks
 Commons: Neu Wulmstorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Commons: Bahnhof Neu Wulmstorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien