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Geschichte
Kupferstich der Stadtansicht Neuenhaus‘ von Matthäus Merian in Topographia Westphaliae von 1647
Gründung und Name

Neuenhaus ist eine Gründung des Bentheimer Grafen Johannes II. aus dem Jahre 1317, der an der Handelsstraße zwischen Münster und Amsterdam die Burg Dinkelrode zu deren Sicherung errichten ließ. Der Name der Burg bezieht sich auf den Fluss Dinkel, der dort in die Vechte mündet. 1328 wird die Burg – um sie von der nahe gelegenen Burg Bentheim zu unterscheiden – als et nye hus (das Neue Haus) bezeichnet, 1369 als Nyenhuß und 1457 Nyenhueß

Es liegt ein Kompositum aus dem mittelniederdeutschen Wort nie, nige, nigge für neu und hüs für Haus (/-hausen) vor.[3]

Entwicklung

Im 15. Jahrhundert wurde die schnell wachsende Siedlung, der 1369 Stadtrechte verliehen worden waren, durch Wälle und Stadtgräben befestigt; Zugang erfolgte nur durch die vier Stadttore Ülser, Veldhüser, Diek- und Prinsenpoorte. Daher musste General Carl von Rabenhaupt im Zweiten Holländischen Krieg zunächst 16 Brücken über diese Gräben schlagen lassen, bevor er am 28. März 1674 die Stadt einnehmen konnte.

Die Stadt verfügte ab 1860[4] über ein Amtsgericht und weitere Behörden, die nach dem Zweiten Weltkrieg schrittweise in die Kreisstadt Nordhorn verlegt wurden. 1953 beschloss der niedersächsische Landtag, dass Nordhorn ein eigenes Amtsgericht erhalten sollte, das 1955 eröffnet wurde. Wegen des dadurch erfolgten Rückgangs der Fälle schloss das Amtsgericht Neuenhaus (ebenso wie das Amtsgericht Bentheim) am 1. Juli 1973. Beide Bezirke wurden dem Amtsgericht Nordhorn zugewiesen.[5]

Durch den Bau von zwei Wehren an der Vechte und einem Wehr an der Dinkel wurde verhindert, dass Neuenhaus, wie in früheren Jahren, von Hochwasser überflutet wird. Die Hauptstraße durch die Innenstadt wurde von 2005 bis 2010 schrittweise zurückgebaut und der Bereich vor dem Alten Rathaus wieder in einen Platz umgestaltet, nachdem eine südwestliche Umgehungsstraße gebaut und 2003 freigegeben wurde. Ende 2010 wurde der alte Eingang zum Rathaus wieder geöffnet und beim westlichen Stadtgraben wurde eine Torsituation geschaffen, die der auf der anderen Seite der Stadt an der Brücke über den östlichen Stadtgraben ähnelt.

Eingemeindungen

Am 1. Juli 1970 wurden die Gemeinden Grasdorf, Hilten und Veldhausen, das bereits im 10. Jahrhundert bestand, eingegliedert.[6] Dieser Zusammenschluss erfolgte gegen den Willen der Stadt Neuenhaus und wurde vom Niedersächsischen Landtag in Hannover verordnet.

Religionen
Evangelisch-reformierte Kirche
Evangelisch-reformierte Kirche in Neuenhaus

Der größte Teil der Bevölkerung gehört der evangelisch-reformierten Kirchengemeinde an. Generell ist diese Kirche stark in der Grafschaft Bentheim und Ostfriesland vertreten. Die im Jahre 1684 erbaute Kirche steht in der Stadtmitte. Das neue Gemeindehaus „Die Brücke“, das direkt neben der Kirche steht, wurde im Sommer 2014 eingeweiht. Der bisherige Bau in der Klinkhamerstraße wurde 2012 abgerissen, um Platz für Altenwohnungen zu schaffen. Es entsprach nicht mehr den Anforderungen an einen modernen Gemeinschaftsbau.

Römisch-katholische Kirche

Die zweite große Gemeinde ist die römisch-katholische Kirchengemeinde. Die Kirche Mariä Himmelfahrt befindet sich an der Hauptstraße, nebenan ist das Gemeindehaus. Von der Gemeinde werden auch die Kapellenkirchen in Uelsen und Veldhausen betreut. Die katholische Gemeinde betreibt das Pflegeheim St. Vincenz am Dackhorstweg.

Evangelisch-lutherische Kirche
Evangelisch-lutherische Kirche in Neuenhaus. Als Gemeindezentrum (Bartning-Notkirche Typ D) gebaut, in der Bildmitte ist der nachträglich gebaute Glockenturm zu sehen.

Drittgrößte Gemeinde ist die evangelisch-lutherische St.-Johannes-Gemeinde. Vor dem Zweiten Weltkrieg spielte sie nur eine untergeordnete Rolle. Erst nach dem Zuzug von Flüchtlingen aus den Ostgebieten wurde diese Gemeinde größer. 1950 entstand nach den Plänen von Otto Bartning ein so genanntes Gemeindezentrum (Notkirche Typ D) in Holzbauweise. Diese wurde vom lutherischen Weltbund gespendet. Da der ursprüngliche Glockenstuhl an dem Gebäude nicht mehr stabil genug war, wurde separat ein neuer hölzerner Glockenturm gebaut.

Von der Gemeinde wird die Johannes-Kindertagesstätte an der Prinzenstraße betrieben.

Neuapostolische Kirche

Bis 2011 gab es eine neuapostolische Kirchengemeinde mit einer Kirche am Kohdiek. Aufgrund schwindender Mitgliederzahlen wurde die Gemeinde aufgelöst, das Kirchengebäude verkauft und die Mitglieder in die Gemeinde Nordhorn integriert.

Judentum

Bis zur Reichspogromnacht am 9. November 1938 stand in der Klinkhamerstraße eine kleine Synagoge. Im Zuge des Pogroms wurde sie zerstört. Die Gemeinde umfasste damals rund 25 Gläubige aus Neuenhaus, weitere kamen aus den umliegenden Dörfern. Bis heute hat sich keine neue Gemeinde etabliert.

Friedhöfe

In Neuenhaus gibt es drei Friedhöfe. Der Hauptfriedhof liegt an der Ringgasse. Hier werden die Toten aller Konfessionen bestattet. Angeschlossen ist die Leichenhalle mit kleiner Kapelle. An der Nordhorner Straße befindet sich der katholische Friedhof. Da dieser nicht erweitert werden kann, finden hier nur noch vereinzelt Begräbnisse statt. Der dritte Friedhof ist der jüdische Friedhof am Wittenkamp (siehe: Sehenswürdigkeiten).

Politik
Stadtrat

Der Neuenhauser Stadtrat setzt sich aus 25 Ratsfrauen und Ratsherren zusammen, die zuletzt bei den Niedersächsischen Kommunalwahlen 2016 gewählt wurden:

Kommunalwahl 2016:[7]

CDU: 13 Sitze
SPD: 9 Sitze
Grüne: 2 Sitze
Linke: 1 Sitz

Kommunalwahl 2011:

CDU: 13 Sitze
SPD: 9 Sitze
Grüne: 3 Sitze
Wappen

Blasonierung: „Von Rot und Gold (Gelb) schräglinks im Wellenschnitt geteilt, oben ein silbernes (weißes) Zelt mit aufrecht stehender schwarzer Dreiecksöffnung, besteckt mit einer fünfblättrigen goldenen (gelben) Krone, links begleitet von vier balkenweise goldenen (gelben) Kugeln; unten ein breites rotes, schwarzbedachtes Haus mit Stufengiebeln bzw. (besser) Zinnengiebeln und Türmchen.“

Das Wappen wurde vom Heraldiker Waldemar Mallek entworfen und am 31. Oktober 1972 von der Bezirksregierung Osnabrück genehmigt.
Das Kriegszelt mit der Krone entstammt dem Gemeindesiegel von Veldhausen. Es stellt das Kriegszelt des Generals Rabenhaupt – Baron tho Sucha – eines niederländischen Edelmannes dar. Die vier goldenen Kugeln – „Bentheimer Pfennige“ – entstammen dem Wappen des Fürsten zu Bentheim. Das Haus steht redend für Neuenhaus: Die Bezeichnung „Neues Haus“ für das um 1317 erbaute Schloss durch Graf Johann II. zu Bentheim (1305–1332) wurde auf den Ort übertragen. Das Zinnengiebelhaus kommt bereits in einem Siegel um 1400 vor.[8][9]

Das Haus im Wappen zeigt im hinteren Stufengiebel einen perspektivischen Fehler: Von der nicht sichtbaren Seite des Hauses müsste noch eine Stufe zu sehen sein.

Partnergemeinden
Boussy-Saint-Antoine in Frankreich, seit 1990
Zelów in Polen, seit 1993
Gyermely in Ungarn, seit November 2010
Verkehr
Straßenverkehr

Neuenhaus liegt an der Bundesstraße 403 von Ochtrup zum Grenzübergang Laar/Coevorden (N382 in den Niederlanden). Bis zur Anschlussstelle Wietmarschen der Bundesautobahn 31 sind es 20 Kilometer, bis zur Anschlussstelle Bad Bentheim der Bundesautobahn 30 24 Kilometer.

Busverkehr

Es fahren im Halb- bzw. Stundentakt Regionalbusse der Verkehrsgemeinschaft Grafschaft Bentheim (VGB) sowohl über Nordhorn nach Bad Bentheim, wo Anschlüsse an das Eisenbahnnetz bestehen, als auch über Uelsen nach Emlichheim. Auch existiert ein stündliches Rufbusangebot der VGB, das Neuenhaus mit Veldhausen, Osterwald, Georgsdorf, Esche und Hoogstede sowie über Grasdorf mit Lage verbindet. Von Frühjahr bis Herbst führen zu bestimmten Zeiten Busse auf der Linie 100 Emlichheim—Nordhorn—Bad Bentheim Fahrradanhänger mit (Fietsenbus).[10]

Schienenverkehr

Dieser wird auf der Bentheimer Eisenbahn durchgeführt. Seit Mitte der 1970er Jahre wird die Strecke ausschließlich für den Güterverkehr genutzt. In Bad Bentheim halten Züge der Deutschen Bahn. Im Fernverkehr fahren InterCitys der Linie 77 (Amsterdam–Berlin). Außerdem bedient die Westfalenbahn den Regionalverkehr von Bad Bentheim mit Halt in Schüttorf in Richtung Rheine—Osnabrück—Herford—Bielefeld. Zum Fahrplanwechsel 2017/18 ist eine Verlängerung der Regionalbahn nach Hengelo beabsichtigt. Für Nord-Süd-Verbindungen lässt sich der Bahnhof Lingen (Ems) nutzen.

Zurzeit plant die Bentheimer Eisenbahn, ihr Schienennetz mit finanzieller Förderung der Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen zu modernisieren, damit der Schienenpersonennahverkehr (SPNV) von Bad Bentheim über Nordhorn nach Neuenhaus wieder aufgenommen werden kann. Dies ist für Dezember 2018 geplant.[11] Die Wirtschaftlichkeit wurde durch ein Gutachten nachgewiesen.[12] Der zwecks Reaktivierung von Bahnstrecken in Niedersachsen eingesetzte zuständige Lenkungsausschuss hat dem Vorhaben mittlerweile zugestimmt.[13]

Der in Neuenhaus ansässige Grafschafter Modelleisenbahnclub (GrafMEC) bietet seit über 30 Jahren Nikolausfahrten an. Dem Verein stehen hierfür historische Personenwagen im Maßstab 1 : 1 zur Verfügung, die von einer Lok der Bentheimer Eisenbahn gezogen werden. Darüber hinaus gibt es zu weiteren Anlässen Sonderfahrten.[14]

Flugverkehr

Der nächstgelegene Verkehrsflughafen ist der Flughafen Münster/Osnabrück. Ein breiteres Angebot bieten die Flughäfen Düsseldorf und Amsterdam-Schiphol. Letzterer kann direkt vom Bahnhof Bad Bentheim per InterCity angefahren werden. Der Verkehrslandeplatz Nordhorn-Lingen befindet sich in Klausheide.

Gesundheitswesen
Krankenhaus

Das nächstgelegene Krankenhaus ist das Euregio-Klinikum im zehn Kilometer entfernten Nordhorn. Es handelt sich um ein Schwerpunktkrankenhaus.

Pflegeeinrichtungen
St.-Vincenz-Pflegheim (Trägerschaft: katholische Kirchengemeinde Neuenhaus)

Aus dem ehemaligen katholischen Krankenhaus am Dackhorstweg entstand eine Einrichtung für stationäre Pflege.

Haus Hilten (Trägerschaft: Soziale Dienste Nordhorn)

Auch dieses Pflegeheim hat seine Wurzeln in einem ehemaligen Krankenhaus, dem evangelischen Krankenhaus an der Hardinger Straße. Der Altbau wurde 2007 abgerissen. An seine Stelle kam ein modernes und zeitgemäßes Gebäude für stationäre Pflege.

Haus am Bürgerpark
Pflegeeinrichtung Haus am Bürgerpark im 1973 geschlossenen Amtsgericht Neuenhaus

Die jüngste Einrichtung in der Stadt zog ebenfalls in ein geschichtsträchtiges Gebäude: In das 1973 geschlossene Amtsgericht. Ein Investor schuf 2007 die Bedingungen für die stationäre Pflege. 2012 wurde das neben dem Amtsgericht gelegene ehemalige Landrätliche Hilfsamt ebenfalls als Einrichtung für die Tagespflege umgebaut.

Ärzte

In Neuenhaus haben sich vier Allgemeinmediziner, eine chirurgische Praxis, eine gynäkologische Praxis, eine Kinderärztin, ein Hals-Nasen-Ohren-Arzt, eine Augenärztin sowie drei Zahnärzte niedergelassen.
(Stand: Oktober 2013)

Apotheken

In Neuenhaus werden drei Apotheken betrieben. Zwei der Apotheken befinden sich in der Innenstadt, eine weitere in einem Ärztehaus.

Bildung
Kindertagesstätten

Drei Einrichtungen bieten die Kinderbetreuung an:

Johannes Kindertagesstätte (Trägerschaft: Lutherische St.-Johannes-Gemeinde Neuenhaus), drei Vormittagsgruppen (eine integrativ), zwei Nachmittagsgruppen und eine Krippengruppe,
Dinkel-Chamäleon (Trägerschaft: Lebenshilfe Nordhorn), integrativer Kindergarten, zwei Vormittagsgruppen, zwei Krippengruppen
Hiltener Zwerge (Trägerschaft: DRK-Kreisverband Grafschaft Bentheim), drei Vormittagsgruppen, eine Loslösegruppe
Grundschule

Seit 1972 gibt es die Grundschule am heutigen Standort am Borsthorst. Vorher gab es die evangelische und katholische Volksschule. Elternvertreter beider Schulen beschlossen eine gemeinsame konfessionslose Grundschule einzurichten.

2012 wurden 259 Schüler in 13 Klassen unterrichtet.[15]

Wilhelm-Staehle-Schule

Die Haupt- und Realschule befinden sich unter einem Dach. Benannt ist sie seit dem 1. Juni 2012 nach dem in Neuenhaus geborenen Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus Oberst Wilhelm Staehle. Die 2011 eröffnete Schulmensa wird als kommunaler Eigenbetrieb geführt.

2012 wurden 698 Schüler in 30 Klassen unterrichtet.[15]

Lise-Meitner-Gymnasium

In Neuenhaus ist es möglich, vom Kindergarten bis zum Abitur alle Stufen am Ort zu absolvieren. Das nach der Physikerin Lise Meitner benannte Gymnasium bietet in der Sekundarstufe I die Klassen 5–10 und in der Sekundarstufe II die Oberstufe an. In Uelsen befindet sich eine Zweigstelle des Gymnasiums. Für den Besuch der Oberstufe müssen die Schüler jedoch nach Neuenhaus kommen.

2012 wurden in der Sekundarstufe I 428 Schüler in 17 Klassen und in der Sekundarstufe II 206 Schüler in 15 Klassen unterrichtet.[15]

Ehemalige Schulformen
Vorschule

Am 31. Mai 1972 wurde vom Regierungspräsidenten in Osnabrück die Vorschule als Schulversuch genehmigt. 30 Jahre lang wurden hier Kinder auf die Schule vorbereitet, bis im Jahre 2002 die Schulform eingestellt wurde. Als Gebäude stand die ehemalige katholische Volksschule zur Verfügung. Heute werden hier die zehnten Realschulklassen unterrichtet.[16]

Burgschule (Förderschule)

Zum 1. August 1969 wurde die Sonderschule für Lernbehinderte in Neuenhaus gegründet. Sie war in den Räumen der ehemaligen evangelischen Volksschule untergebracht. Aufgrund sinkender Schülerzahlen entschied man sich 2010, die Burgschule Neuenhaus mit der Förderschule Emlichheim zu vereinen. Da in Emlichheim weniger bauliche Maßnahmen zur Weiterführung notwendig waren, wurde dieser Standort in einer Kreistagssitzung ausgewählt.[17] Das Gebäude der ehemaligen Volksschule wurde im Frühjahr 2015 komplett abgerissen.

Kooperative Gesamtschule

Ein weiterer Schulversuch startete am 1. August 1971. Die selbstständigen Schulen Hauptschule, Realschule und Gymnasium Neuenhaus schlossen sich zur Kooperativen Gesamtschule (KGS) Neuenhaus zusammen. Sie galten danach als Schulzweige. Bundesweit war dies einmalig. In der 5. und 6. Klasse besuchten die Schüler eine Kooperative Eingangs- und Förderstufe (später Orientierungsstufe), die in einer Empfehlung zu einem weiterführenden Schulzweig endete.

In den Klassen 7–10 gab es schulzweigübergreifende Lehrfächer wie Musik, Werken, Kunst, Sport oder Hauswirtschaft. Arbeitsgemeinschaften oder Schulveranstaltungen fanden gemeinsam statt. Nach 36 Jahren endete der Versuch 2007.[18]

Wirtschaft und Tourismus

Zu den größten in der Stadt Neuenhaus bzw. ihren Ortsteilen ansässigen Unternehmen zählen die Dietrich Borggreve Zwieback & Keksfabrik, die Neuenhauser Unternehmensgruppe (Maschinenbau und anderes), Wink Stanzwerkzeuge (zu deren Gesellschaftern Mitglieder der Familie Oetker gehören), Graphische Betriebe Kip (Etiketten, Kartonverpackungen) und das Bauunternehmen Anton Meyer.

Neuenhaus liegt an unterschiedlichen, ausgeschilderten Strecken innerhalb des Fahrradwegenetzes des Landkreises, die u. a. an der Kunstwegen-Skulpturenroute entlang führen.

Veranstaltungen
Sportfest im Dinkelstadion
Schützenfest
Stadtfest
Weihnachtsmarkt am Alten Rathaus
Wachtumzug am Silvesterabend
Sehenswürdigkeiten
Das Alte Rathaus der Stadt Neuenhaus an der Hauptstraße
Sternwarte Neuenhaus
Der jüdische Friedhof Hilten am Wittenkamp ist der größte erhaltene jüdische Friedhof in der Grafschaft Bentheim. Er entstand spätestens um 1685, als erste jüdische Familien in Neuenhaus nachgewiesen sind. Es sind 57 Grabsteine erhalten. Dort ist auch der Veldhauser Dichter Carl van der Linde begraben, dem der Grafschafter Heimatverein 1971 einen Gedenkstein widmete.[19]
Das Alte Rathaus wurde 1793 erbaut und steht im Stadtkern an der Hauptstraße. Auf dem Dach befindet sich ein kleines Türmchen. In ihm ist das Geburtenglöcklein aus dem Jahre 1639.[20] Bei der Geburt eines neuen Einwohners kann die Glocke geschlagen werden. Während früher hier Stadtrat und Bürgermeister ihre Entscheidungen trafen, steht das Rathaus heute als Raum für Ausstellungen oder kleine Konzerte zur Verfügung. Im ehemaligen Ratssaal finden regelmäßig Trauungen statt.
Vereine
Sportvereine

Größter Verein am Ort ist der Turn- und Sportverein (TuS) Neuenhaus. Er bietet eine breite Palette von Sportarten an, zum Beispiel Badminton, Schwimmen, Tischtennis und Wandern. In der Handballabteilung gibt es eine Spielgemeinschaft mit dem Nachbarverein Olympia Uelsen (SG Neuenhaus/Uelsen). Fußball im Ligabetrieb wird vom 1908 gegründeten SV Borussia Neuenhaus angeboten. Mit Eigenleistungen wurde 2002/2003 ein Vereinsheim mit Umkleidekabinen auf dem Gelände des Dinkelstadions erbaut.

Fußballmannschaften für Freizeitligen stellen die Sturmvögel Hilten und der Spiel- und Sportclub (SSC) Grasdorf. Der SSC bietet darüber hinaus zum Beispiel auch Völkerball oder Gymnastik an. Beide Vereine haben Spielstätten mit Vereinsheim. Tennis bietet der Tennisclub (TC) Rot-Weiß Neuenhaus. An der Papestraße verfügt man über eine Tennishalle, mehrere Außenplätze und ein Vereinsheim.

Sonstige Vereine
Heimatfreunde Neuenhaus e. V. (Brauchtumspflege)
Kulturpassinitiative Neuenhaus e. V. (kulturelle Veranstaltungen)
Kunstverein Grafschaft Bentheim e. V. (Kunst und Kultur)
Werbegemeinschaft Neuenhaus e. V. (Wirtschaftsförderung)
Schützenverein Neuenhaus e. V.
Angelsportverein Neuenhaus e. V.
Amnesty International – Ortsgruppe Neuenhaus
Verkehrs- und Verschönerungsverein (VVV) Neuenhaus e. V.
Deutsches Rotes Kreuz – Ortsverein Neuenhaus
Söhne und Töchter
Johann Ortwin Westenberg (1667–1737 in Leiden), deutscher Rechtswissenschaftler
Geesjen Pamans (1727–1821), pietistische Autorin
Heinrich Bening (1801–1895), Landrat, Volkswirt, Mitglied des Preußischen Abgeordnetenhauses
Friedrich Anton Wilhelm Miquel (1811–1871), deutsch-niederländischer Botaniker
Franz Wilhelm Miquel (1818–1855), Gymnasiallehrer, Redakteur und Schriftsteller
Johann Anton Köhler (1819–1900), Bürgermeister, Mitglied des Preußischen Abgeordnetenhauses
Johannes von Miquel (1828–1901), preußischer Finanzminister, später Oberbürgermeister von Osnabrück und Frankfurt am Main, gilt als „Urvater aller Steuerreformer“ und Initiator der Preußischen Central-Genossenschaftskasse (Preußenkasse), des ältesten Vorläufers der DZ Bank
Carl van der Linde (1861–1930), niederdeutscher Dichter
Wilhelm Staehle (1877–1945), Widerstandskämpfer und Teilnehmer des Aufstandes vom 20. Juli 1944
Engelbert Pötters (1883–1961), Druckereibesitzer, Zeitungsverleger, Handwerkerfunktionär, Mitglied des Hannoverschen Provinziallandtags
Georg Kip (1886–1965), Heimatforscher, Zeitungsverleger
Viktor van der Reis (1889–1957), Mediziner, Wegbereiter der gastrointestinalen Mikroökologie des Menschen
Karl E. Smidt (1903–1984), deutscher Marineoffizier, zuletzt Konteradmiral der Bundesmarine, NATO-Befehlshaber (Flottenchef),
Wilhelm Buddenberg (1914–1992), Heimatschriftsteller, Bürgermeister, Landrat, Mitglied des Niedersächsischen Landtags
Lukas Beckmann (* 1950 in Hilten), Politiker der Grünen
Eckhard Heise (* 1953), Schauspieler
Burkhard Brandt (* 1957), Klinischer Chemiker
Roland Riese (* 1960), Politiker der FDP, Mitglied des Niedersächsischen Landtags 2003–2013
Anja Herrenbrück (* 1974), Hörspielregisseurin und -autorin
Literatur
Herbert Wagner: Die Gestapo war nicht allein… – Politische Sozialkontrolle und Staatsterror im deutsch-niederländischen Grenzgebiet 1929–1945. LIT-Verlag, Münster 2004, ISBN 3-8258-7448-6 (books.google.de). 
O. Wiarda: Neuenhaus in alten Ansichten. Band 1, ISBN 978-90-288-1831-6.
Volkshochschule Grafschaft Bentheim/Stadt Neuenhaus Neuenhaus – Ansichten und Einblicke. A. Hellendoorn KG, Bad Bentheim 2011; ISBN 3-938552-05-0.
Weblinks
 Commons: Neuenhaus – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikisource: Staatsvertrag zwischen dem Deutschen Reiche und den Niederlanden, betreffend die Eisenbahn von Neuenhaus nach Coevorden – Quellen und Volltexte
Webseite der Samtgemeinde Neuenhaus