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Geschichte
Bis zum 19. Jahrhundert
Alte Postkarte mit der Pfarrkirche St. Michael, der Augustinuskapelle und dem ehem. Rentamt

1296 wurde Neunkirchen am Brand erstmals zweifelsfrei genannt, eine ältere Erwähnung von 1195 ist zwar wahrscheinlich, aber es ist nicht sicher, dass Neunkirchen am Brand gemeint war. Der Ort ist zweifellos älter, bei archäologischen Ausgrabungen in der und um die Kirche wurde eine erste Bebauung um 1150 nachgewiesen. 1062 kam das Gebiet mit Neunkirchen endgültig an das Bistum Bamberg, das bei der Rodung, Besiedlung und Entstehung von Neunkirchen vermutlich eine wichtige Rolle spielte.[4] Der Namenszusatz „am Brand“ weist auf die Brandrodung der dortigen Waldflächen hin. Die Siedlung entstand am alten Wasserlauf des Brandbachs, auch wurde eine neue Kirche gegründet, auf die sich der Ortsname Neunkirchen bezieht.[5]
Neunkirchen entwickelte sich zum Zentrum einer großen Hofmark, die 1296 erstmals in einer Urkunde genannt wurde, in der der damalige Bischof von Bamberg die vorher schon an das Geschlecht der Gründlach verpfändete Hofmark an die Nürnberger Bürger Friedrich Holtzschuher und Heinrich Vorchtel weiterverpfändete.[6] Im Jahr 1314 gründete Pfarrer Leupold von Hirschberg das Augustiner-Chorherrenstift Kloster Neunkirchen am Brand, der zugleich Scholastikus am Kollegiatstift St. Gangolf in der Theuerstadt bei Bamberg war. Die Verleihung des Marktrechts wurde 1348 erstmals erwähnt und am 19. April 1410 durch König Ruprecht III von der Pfalz auf Bitte des mit ihm verschwägerten Fürstbischofs des Hochstifts Bamberg, Albrecht von Wertheim urkundlich bestätigt. Damit hatte Neunkirchen am Brand das Recht, vier Jahrmärkte und einen Wochenmarkt abzuhalten.

Im frühen 16. Jahrhundert wurde mit dem Bau der noch an vielen Stellen erhaltenen Wehranlage mit Wehrmauer und Stadttoren begonnen. Während des Deutschen Bauernkriegs 1525, des Zweiten Markgrafenkriegs 1552,[7] des Dreißigjährigen Krieges (vor allem 1632) und der Napoleonischen Kriege ab 1798 musste Neunkirchen am Brand immer wieder schwere Zeiten durch Sachschäden, Bevölkerungsrückgänge, wirtschaftlichen und kulturellen Niedergang und Hungersnöte durchleiden. Die trostlose Finanzlage des Erzbistums Bamberg als Folge des Zweiten Markgrafenkriegs führte letztlich zur Schließung des Augustiner-Chorherrenstiftes Kloster Neunkirchen am Brand mit dem Tod des letzten Propstes Augustin.[8]
1803 kam der Markt im Zuge der Säkularisation mit dem Hochstift Bamberg zum Kurfürstentum Bayern. Ein Jahr später wurden ein Landgericht und ein Rentamt im Ort eingerichtet.

20. und 21. Jahrhundert

Im Jahre 1926 brachte eine Hochwasserkatastrophe schwere Schäden mit sich, woraufhin der Brandbach innerorts und im nördlichen Außenbereich in sein heutiges Bett umgeleitet und begradigt wurde. Neben mehreren Häusern und einem Teil der alten Wehrmauer wurde auch der obere Schwibbogen, der alte Durchlass des Brandbachs in der nördlichen Mauer, abgerissen. Von 1886 bis 1963 lag Neunkirchen am Brand an der Bahnstrecke der Sekundärbahn („Seku“) von Erlangen nach Eschenau.

Nach dem Zweiten Weltkrieg zogen viele Heimatvertriebene durch das Engagement des damaligen Bamberger Erzbischofs Joseph Otto Kolb nach Neunkirchen am Brand. Dadurch und später durch die Ansiedlung der Firma Siemens in Erlangen hatte der Ort einen sehr starken Anstieg der Einwohnerzahlen. Es entstanden zahlreiche Neubaugebiete, die gegenwärtig noch erweitert und neu ausgewiesen werden. Die Gemeinde ist durch ihre Infrastruktur, die Einrichtungen für Bildung und Kinderbetreuung, viele Vereine und die Busanbindung besonders für junge Familien attraktiv.

Eingemeindungen

Am 1. Januar 1972 wurden im Zuge der Gebietsreform die ehemals selbstständigen Gemeinden Ermreuth, Großenbuch und Rödlas nach Neunkirchen am Brand eingemeindet.[9] Am 1. Januar 1977 kam Rosenbach hinzu.[10]

Religion

Neunkirchen am Brand ist ein überwiegend katholischer Ort mit vielen Traditionen, dazu gehört die Karfreitagsprozession. Die Gottesdienste werden in der Pfarrkirche St. Michael und unter der Woche zum Teil in der Augustinuskapelle gefeiert; beide gehören zur alten Klosteranlage. Daneben gibt es im Hauptort Neunkirchen am Brand etwas abseits von St. Michael die Katharinenkapelle und an der Kreisstraße nach Großenbuch die Heilig-Grab-Kapelle (auch Gugelkapelle genannt). In den Ortsteilen gibt es die Filialkirchen St. Johannes der Täufer in Großenbuch, Patrona Bavariae in Rosenbach, Maria, Königin des Friedens in Rödlas, Unsere liebe Frau vom Rosenkranz in Honings und Heilig Kreuz in Schellenberg.

Bedingt durch die Ansiedlung von Heimatvertriebenen nach dem Zweiten Weltkrieg und späteren starken Zuzug wurde in Neunkirchen am Brand auch eine evangelische Kirchengemeinde gegründet. Sie wurde am 1. November 1994 im Dekanat Gräfenberg eigenständig und hat mehr als 1800 Mitglieder. Neben dem seit 1977 bestehenden Gemeindehaus wurde am 2. Dezember 2000 die neue Christuskirche geweiht.

Der Ortsteil Ermreuth mit seiner Pfarrkirche St. Peter und Paul ist mehrheitlich evangelisch, was noch aus der Gutsherrenzeit resultiert. Zur Pfarrei Ermreuth gehört auch die Filialkirche Zu den heiligen Gräbern in Walkersbrunn.

Ab etwa 1500 siedelten sich viele Juden in Ermreuth an, die vor allem aus Nürnberg vertrieben worden waren. 1811 lebten 44 jüdische Familien im Ort. 1840 bekannten sich mehr als 30 % der Einwohner zum jüdischen Glauben.[11] 1933 begann die Diskriminierung der jüdischen Mitbürger durch das NS-Regime. In der Reichspogromnacht vom 9. auf 10. November 1938 wurden sie misshandelt, ihre Wohnungseinrichtungen und die Inneneinrichtung der Synagoge zerstört; am Friedhof wurden Grabsteine umgeworfen. 1938 waren noch 19 Juden ansässig. 15 von ihnen wurden 1939 deportiert und ermordet. Nur vier konnten rechtzeitig nach Amerika auswandern.

Seit Anfang des 21. Jahrhunderts gibt es in Neunkirchen am Brand auch eine Freie Christengemeinde.[12] Sie hält ihre Gottesdienste im „Lebenshaus“ ab.

Politik
Marktgemeinderat

Der Marktgemeinderat von Neunkirchen am Brand hat 20 Mitglieder und einen hauptamtlichen Bürgermeister. Die vergangenen Kommunalwahlen führten zu folgenden Ergebnissen (n. a.: nicht angetreten):

2002 CSU SPD FWG ÜWG GDG JB Grüne Gesamt
7 4 4 3 1 1 n. a. 20 Sitze
2008 CSU SPD FWG ÜWG GDG JB Grüne Gesamt
6 5 5 2 2 n. a. n. a. 20 Sitze
2014 CSU SPD FWG ÜWG GDG JB Grüne Gesamt
7 3 4 2 2 n. a. 2 20 Sitze

Bürgermeister
1946–1948: Wilhelm Schmitt
1948–1959: Hans Sauer
1959–1974: Georg Hemmerlein (CSU)
1974–1992: Alfred Derfuß (CSU)
1992–1996: Ursula Zimmermann (SPD)
1996–2008: Wilhelm Schmitt (CSU)
seit 2008: Heinz Richter (FWG)
Partnerschaften
Belgien Deerlijk in Belgien (seit 1983)
Ungarn Tótkomlós in Ungarn (seit 2001)
Wappen

Wappenbeschreibung

Blasonierung: In Gold eine über Eck gestellte silberne Kirche mit sieben rot bedachten Langhausgiebeln, Apsidenturm und Dachreiter; auf der Fassade stehend der silbern gekleidete Erzengel Michael mit Kreuzstab; neben dem Portal ein goldenes Schildchen, darin ein mit einer silbernen Schrägleiste überdeckter, rot bewehrter schwarzer Löwe.

Wappengeschichte

Neunkirchen am Brand besteht seit 1972 aus den ehemals selbstständigen Gemeinden Ermreuth, Großenbuch, Neunkirchen und Rödlas. Der Marktgemeinderat beschloss, das durch den Zusammenschluss untergegangene historische Wappen von Neunkirchen am Brand unverändert als Wappen des neuen Marktes anzunehmen. Neunkirchen am Brand wurde 1348 als Markt bezeichnet. Im Jahr 1444 verlieh der Bamberger Fürstbischof Anton von Rotenhan (1431 bis 1459) dem Markt ein Wappen. Dargestellt ist eine Kirche mit neun roten Dächern, die redend für den Ortsnamen stehen. Das Bamberger Hochstiftswappen deutet auf die Landeshoheit des Hochstifts Bamberg hin. 1819 wurde das Bistumswappen entfernt und die Siegelführung bis 1847 ganz aufgegeben. Der Erzengel Michael weist auf das Patronat der Pfarrkirche, der ehemaligen Stiftskirche des Augustinerchorherrenstifts, hin. Die Pfarrei besteht seit dem 11. Jahrhundert; sie war eine Kolonisationskirche für neun jüngere Pfarreien und Kirchorte in der Umgebung.

Das Wappen wurde erstmals vom Bamberger Fürstbischof Anton von Rotenhan verliehen. Die Wiederannahme wurde durch die Regierung von Oberfranken genehmigt (Wappenprivileg vom 6. April 1444 und Schreiben der Regierung von Oberfranken vom 25. Juli 1973). Von 1819 bis 1847 fehlte der Bamberger Löwe.

Bildung und Kultur
Bildungseinrichtungen
Grundschule Neunkirchen am Brand
Mittelschule Neunkirchen am Brand
Kinderbetreuungseinrichtungen
Katholischer Kindergarten
Katholische Kinderkrippe Zum guten Hirten
Evangelischer Kindergarten
Evangelische Kinderkrippe
Evangelischer Kinderhort
Evangelischer Kindergarten Ermreuth mit integrativer Gruppe
Soziale Einrichtungen für Senioren
Alten- und Pflegeheim St. Elisabeth der Caritas
Caritas-Sozialstation (ambulante Alten- und Krankenpflege)
Büchereien
Marktbücherei St. Michael
Bücherei Ermreuth
Museen
Felix-Müller-Museum im Zehntspeicher
Jüdisches Museum in der Synagoge in Ermreuth
Heimatmuseum im alten Bahnhof
Musik
Die Hemmerleinhalle war von 1977 bis 1988 eine Konzertbühne für internationale Musikgrößen
Sonstiges
Burgenstraße (seit 1997)
Fränkischer Jakobsweg (seit 1995)
Freizeit- und Sportanlagen
Freibad
Multifunktionsplatz (Skater-Platz, Basketball, Eislauffläche)
Spielplätze in verschiedenen Ortsteilen
Sportanlagen der Grundschule und Mittelschule (Fußballplätze, Tartan-Spielflächen, Leichtathletikanlagen)
Turnhalle der Grundschule
Dreifachturnhalle der Mittelschule
Brandbachgarten (große Wiese, Spielplatz, Boccia-Bahn)
Sportanlage des TSV Neunkirchen am Brand (2 Fußballplätze, Beachvolleyballfeld)
Sportanlage des SV Ermreuth (2 Fußballplätze)
Tennisanlage des TC Neunkirchen am Brand (14 Tennisplätze, davon 2 Hallenplätze und 2 Kleinfelder)
Schützenheim der Schützenfreunde Hubertus
Reit- und Voltigieranlage in Rödlas
Motor-, Segel- und Modellflug auf dem Flugplatz Hetzleser Berg
Zwei Bolzplätze in Neunkirchen am Brand sowie je einer in Großenbuch und Ebersbach
Jugendtreff „Outback“
Kletterhalle „Boulderia“
Bauwerke

Das Ortsbild wirkt durch die erhaltenen Tore, das ehemalige Kloster Neunkirchen am Brand, zahlreiche Fachwerkhäuser und den mittelalterlichen Zehntspeicher.

Der Zehntspeicher des alten Klosters

Die Pfarrkirche St. Michael, die Teil der alten Klosteranlage ist

Die evangelische Christuskirche

Das neue Rathaus in der alten Klosterschule, rechts im Bild das Klosterhoftor

Das alte Rathaus

Die Heilig-Grab-Kapelle (auch „Gugelkapelle“ genannt)

Die Katharinenkapelle

Erlanger Tor der alten Wehrmauer

Erleinhofer Tor der alten Wehrmauer, das als einziges Tor bewohnt ist

Forchheimer Tor der alten Wehrmauer

Der ehemaliger Bahnhof

Das Schafhaus (Ältestes Haus Neunkirchens)

Der Brunnen auf dem Zehntplatz

Der Brandbachgarten

Hauptartikel: Liste der Baudenkmäler in Neunkirchen am Brand
Regelmäßige Veranstaltungen
Faschingsumzug mit diversen Wagen, Gruppen, Musikkapellen und Tanzgarden am Faschingsdienstag
Die in dieser Form sehr seltene Karfreitagsprozession, bei der Heiligenfiguren mitgetragen werden
Die Neunkirchner Kulturtage von Anfang April bis Anfang Mai bieten ein reichhaltiges Programm mit Autorenlesungen, Konzerten, Theater und Ausstellungen
Kirschblütenfest in Gleisenhof an Christi Himmelfahrt
Kirchweih (Kerwa) in Ermreuth am Wochenende des vierten Sonntags im Juni
Bürger- und Heimatfest, an dem sich vor allem die örtlichen Vereine mit Ständen und Auftritten auf der Bühne präsentieren, am dritten Wochenende im Juli
Kirchweih (Kerwa) in Rödlas am Wochenende des ersten Sonntags im August
Kirchweih (Kerwa) in Ebersbach am Wochenende des zweiten Sonntags im August
Kirchweih (Kerwa) in Rosenbach am Wochenende des vierten Sonntags im August
Kirchweih (Kerwa) in Großenbuch am Wochenende des ersten Sonntags im September
Erntedankfest am Sonntag vor der Neunkirchner Kirchweih
Neunkirchner Kirchweih (Kerwa) am Wochenende des ersten Sonntags im Oktober
Volkswandertage am Wochenende der 41. Kalenderwoche
Herbstkirchweih (Kerwa) bzw. „Sieb’njudikirwa“ in Ermreuth am Wochenende des vierten Sonntags im Oktober
Weihnachtsmarkt rund um die St.-Michaels-Kirche am dritten Adventswochenende
Persönlichkeiten
Persönlichkeiten, die in Neunkirchen am Brand geboren sind
Bertram Beierlorzer (* 1957), ehemaliger Fußballspieler (1. FC Nürnberg, VfB Stuttgart, FC Bayern München) und Fußballtrainer (SpVgg Greuther Fürth).
Georg Hemmerlein (1913–2003), ehemaliger Bürgermeister (1959–1974) und Landtagsabgeordneter des Stimmkreises Forchheim Stadt und Land, Neustadt/Aisch für die CSU (1962–1970)
Hans Lochner (um 1400 –1491), Leibarzt der Kurfürsten Friedrich I. von Brandenburg und Friedrich II. von Sachsen, Jerusalempilger, Stadtarzt in Nürnberg
Persönlichkeiten mit Bezug zu Neunkirchen am Brand
Achim Beierlorzer (* 1967 in Erlangen), ehemaliger Fußballspieler (1. FC Nürnberg, SpVgg Greuther Fürth) und Fußballtrainer (RB Leipzig, SSV Jahn Regensburg), ist in Neunkirchen am Brand aufgewachsen.
Felix Müller (1904–1997), in Augsburg geborener und in Neunkirchen am Brand gestorbener Bildschnitzer überwiegend religiöser expressiver Werke wie Kruzifixe sowie Maler von Gemälden mit Motiven aus der fränkischen Landschaft, von Porträts und Gebrauchskunst. Im Sommer 2000 wurde das Felix-Müller-Museum im ersten Stock des Zehntspeichers als Erinnerungsstätte an den Künstler eingerichtet, um sein Werk der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.
Wiltrud Probst (* 1969 in Nürnberg), ehemalige Profi-Tennisspielerin; sie leitet die nach ihr benannte Tennisschule im Neunkirchen am Brand.
Max Spindler (1894–1986), bayerischer Landeshistoriker, verstarb in Neunkirchen am Brand
Wirtschaft und Infrastruktur
Ansässige Unternehmen
Neunkirchener Achsenfabrik (NAF) (Achsen, Getriebe – Größter Arbeitgeber im Ort)
Tutogen Medical (Transplantate aus bovinen Knochen und Metall)
Neunkirchner Präzisionsfeder-Werk (NPW) (Stanzbiegeteile, Werkzeugbau)

Darüber hinaus gibt es verschiedenste Industrie-, Gewerbe- und Dienstleistungsbetriebe sowie Einzelhandel diverser Branchen.

Verkehr

Über die Staatsstraße St 2240 ist Neunkirchen am Brand mit Erlangen und Eckental verbunden. Nach Forchheim gelangt man über die St 2243 und in Richtung Ermreuth über die Kreisstraße FO 28. Zur Verkehrsentlastung von Neunkirchen am Brand ist neben der seit 1997 eingeweihten Südumgehung seit den 1960er Jahren eine Westumgehung geplant. Diese soll die teilweise sehr engen Ortsstraßen vor allem vom Schwerlast- und Durchgangsverkehr befreien. Die Westumgehung befindet sich bisher zwar nur in der Dringlichkeitsstufe 1R, was eine Realisierung frühestens in den Jahren 2020 bis 2025 bedeutet. Doch legitimiert durch einen Bürgerentscheid am 14. Juli 2013 ist der Markt für das seit Herbst 2013 gestartete vorgezogene Planfeststellungsverfahren in Vorleistung gegangen und stellt dafür einen Betrag von maximal 110.000 Euro aus eigenen Mitteln zur Verfügung. Dadurch soll eine frühere Realisierung der Westumgehung erreicht werden. Aktuell werden im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens die Einsprüche abgearbeitet (Stand 2017).

Busverbindungen bestehen mit der VGN-Linie 209 und den Bussen des OVF nach Erlangen und Eckental sowie – weniger häufig – mit der Linie 224 privater Busunternehmer nach Forchheim. Vor allem morgens und mittags fahren zur Schülerbeförderung zusätzlich Busse der Linien 211 und 225, welche die umliegenden Ortschaften und Ortsteile mit den Schulen verbinden und außerhalb des Schulverkehrs im Umlandverkehr eingesetzt werden. Vormittags verkehrt zudem ein Bus der Linie 210 aus Heroldsberg nach Neunkirchen am Brand.

Der nächste Bahnhof mit Fernbahnanschluss (auch ICE) ist in Erlangen, wo auch die S-Bahn (S1) und die Regionalbahn (R2) nach Nürnberg und nach Forchheim bzw. Bamberg abfahren. Weiter besteht über die Bahnhöfe bzw. Haltepunkte in Kalchreuth, Großgeschaidt, Eschenau und Forth Zugang zur Gräfenbergbahn (R21), die nach Gräfenberg und nach Nürnberg-Nordostbahnhof fährt (Fahrradmitnahme ist möglich).

Bis 1963 führte die Sekundärbahn („Seku“), welche die Bahnhöfe Erlangen und Eschenau verband, durch Neunkirchen am Brand. Den alten Trassenverlauf kann man noch an mehreren Stellen erkennen. Der ehemalige Bahnhof diente erst als Bauhof der Gemeinde und ist jetzt Vereinsheim des Heimat- und Trachtenvereins, der dort ein Heimatmuseum eingerichtet hat. Eine neue Schienenverbindung nach Erlangen und Eschenau in Form einer Stadtumlandbahn (StUB) war geplant, wird aber seit einem ablehnenden Bürgerentscheid im Landkreis Erlangen-Höchstadt im Jahr 2015 [13] nicht weiter verfolgt.

Am Hetzleser Berg befindet sich ein Flugplatz, der von Privatpiloten für Motor- und Segelflüge genutzt wird.

Brauereien

In Neunkirchen am Brand gibt es die Brauerei Vasold & Schmitt.

Medien

In Neunkirchen am Brand erscheinen zwei regionale Printmedien, das Informationsblatt Schwabachbogen und das Magazin Xtra, die ihr Verbreitungsgebiet im weiteren Umland haben.

Literatur
Andreas Jakob: Art. Neunkirchen a. Brand. In: Hans-Michael Körner, Alois Schmid, Martin Ott (Hrsg.): Handbuch der historischen Stätten. Bayern II Franken. Alfred Kröner Verlag, Stuttgart 2006, ISBN 978-3-520-32501-3, S. 369–371.
Gerhard Philipp Wolff: Ermreuth. In: Jüdisches Leben in der Fränkischen Schweiz. Schriftenreihe des Fränkische Schweiz Vereins. Band 11. Erlangen/Jena 1997, S. 221–278. 
Rajaa Nadler: Der jüdische Friedhof Ermreuth. In: Jüdisches Leben in der Fränkischen Schweiz. Schriftenreihe des Fränkische Schweiz Vereins. Band 11. Erlangen/Jena 1997, S. 279–296. 
Weblinks
 Commons: Neunkirchen am Brand – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien
Website des Marktes Neunkirchen am Brand
Eintrag zum Wappen von Neunkirchen am Brand in der Datenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte
Foracheim: Neunkirchen am Brand
Neunkirchen am Brand: Amtliche Statistik des LfStat