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Multiposting im CPC-Bereich​

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Setzen Sie das Budget optimal ein?

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Wer im Recruiting die falschen Kanäle nutzt, verspielt die Chance auf qualifizierte Bewerber. Wir beraten Sie, wie Sie Ihr Budget optimal einsetzen und dabei Ihre Ziele erreichen.

Wir lieben Statistiken und Daten…

…um dort Entscheidungshilfen heraus zu extrahieren.
Unser Erfolg basiert darauf, Muster aus möglichst vielen Datenströmen zu erkennen und diese dazu zu nutzen, Ihre Stellenanzeige kostenoptimiert zu besetzen.

Von daher wollen wir Ihnen Statistiken über Oberau nicht vorenthalten.

Geschichte
Oberau um 1900
Bis zur Gemeindegründung

Die erste urkundliche Nennung des Ortes stammt aus dem Jahr 750 n. Chr. Bis zum 19. Jahrhundert bestand die Gemeinde nur aus wenigen Anwesen, die bis 1803 im Obereigentum des Klosters Ettal im Kurfürstentum Bayern standen. Der Ort war Bestandteil des klösterlichen Herrschaftsgerichtes Murnau. Bis 1802 war Oberau Grenzort. Südlich des Dorfes begann die reichsunmittelbare Grafschaft Werdenfels. Im Zuge der Verwaltungsreformen im Königreich Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

19. und 20. Jahrhundert

Die Loisach diente den Oberauer Flößern, die vor allem Gipsstein und Holz nach München und Wien brachten, als Verkehrsweg.
Der Verkauf von Gips brachte dem Ort vom Ende des 18. bis Mitte des 19. Jahrhunderts eine besondere Zeit des Wohlstandes.
Die Lage an der Gabelung zweier alter Fernstraßen, die Venedig mit Augsburg verbanden, war eine weitere Quelle des Wohlstandes.

Als in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts die Eisenbahn die Flößerei verdrängte und die Gipsproduktion unrentabel wurde, wurden die Wasserkraft und der Holzreichtum als neue Wirtschaftsfaktoren relevant. Industriebetriebe siedelten sich an, Oberau wurde Bahnstation und die neue Ettaler Bergstraße wurde eröffnet.

Zwischen 1908 und 1914 hielten sich verschiedentlich Wassily Kandinsky, Marianne von Werefkin und Alexej Jawlensky in Oberau auf und malten Motive im Ort selbst und in dessen Umgebung.[3]
1908 malte dort Kandinsky seine „Herbststudie bei Oberau“[4], die stilistisch noch stark vom Neoimpressionismus beeinflusst war. 1910 richteten Jawlensky[5] und Werefkin ihre Aufmerksamkeit einer „Schindelfabrik“[6].

Einwohnerentwicklung

Jahr 1840 1900 1925 1939 1950 19611 19702 19873 1991 1995 2000 2005 2010 2015
Einwohner 164 363 601 1216 1907 2192 2426 2599 2683 2852 2839 3113 3006 3245

1 Volkszählung am 6. Juni;    2 Volkszählung am 27. Mai;    3 Volkszählung am 25. Mai;    ab 1991: jeweils 31. Dezember;
Quelle: Statistik Bayern [7]

Politik
Gemeinderat

Der Gemeinderat besteht aus 16 Mitgliedern und dem ehrenamtlichen Bürgermeister Peter Imminger (CSU).

Bei der Kommunalwahl 2008 erreichte die CSU mit neun Sitzen die absolute Mehrheit, gefolgt von der Freien Wählergemeinschaft Oberau, die 5 Sitze erhielt. Die verbleibenden 2 Sitze bekam die SPD. Peter Imminger wurde mit 75,5 % der Stimmen im Amt bestätigt.

Die Kommunalwahl 2014 führte nur zu Veränderungen von wenigen Prozentpunkten, sodass sich die Sitzverteilung nicht änderte. Mit 93,4 % wurde Peter Imminger ohne einen Gegenkandidaten erneut wiedergewählt.[8]

Partei / Liste Wahl 2008 Wahl 2014
Stimmenanteil Sitze Stimmenanteil Sitze
Christlich-Soziale Union in Bayern (CSU) 55,8 % 9 Sitze 55,5 % 9 Sitze
Freie Wählergemeinschaft Oberau (FWG) 29,6 % 5 Sitze 31,7 % 5 Sitze
Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD) 14,6 % 2 Sitze 12,8 % 2 Sitze

Gemeindefinanzen

Im Jahr 2011 betrugen die Gemeindesteuereinnahmen 2,068 Mio. €, davon waren 571.000 € Gewerbesteuereinnahmen (netto).[7]

Wappen

Auf dem Wappen ist auf blauem Hintergrund über fließendem Wasser ein silbernes Mühlrad dargestellt. Das Mühlrad symbolisiert die historische Wichtigkeit der Wasserkraft des Gießenbaches und der Loisach als Verkehrsweg für die Wirtschaft der Gemeinde. Die 14 Schaufeln des Mühlrades stellen die 14 bäuerlichen Betriebe dar, welche im Tal gesiedelt haben. Die Farben Silber und Blau erinnern an die engen Beziehungen zum Kloster Ettal sowie die Bayerischen Landesfarben.[9]

Kultur und Sehenswürdigkeiten
St.-Georgs-Kapelle oberhalb von Oberau
Siehe auch: Liste der Baudenkmäler in Oberau

Zwischen Oberau und Farchant befinden sich zwei Schanzenanlagen aus dem Dreißigjährigen Krieg bzw. aus der Zeit des Spanischen Erbfolgekrieges.

Krippenmuseum

In Oberau befindet sich ein Krippenmuseum mit zwölf Weihnachtskrippen verschiedener Stilrichtungen mit einer Gesamtfläche von 100 m². Herzstück der Ausstellung ist eine 12 m² große Jahreskrippe, die 25 Szenen aus dem Leben Jesu zeigt.[10]

Sport

Der größte Sportverein im Ort ist der im Jahr 1927 gegründete FC Oberau der im Jahr 1996 mehr als 700 Mitglieder zählte, wovon ca. 250 Kinder und Jugendliche waren.[11] Der Verein betreibt die Abteilungen Fußball, Frauenfußball, Turnen, Ski Alpin und Volleyball. Zu den größten Erfolgen des Vereins zählt der 3:2-Sieg gegen den TSV 1860 München in der ersten Runde des DFB-Pokal 1960/61. Das Spiel fand vor 2400 Zuschauern statt, was vereinsgeschichtlichen Rekord bedeutet.

Im Juli 2012 wurde ein neuer Kunstrasenplatz feierlich eingeweiht.[12]

In Oberau befindet sich der 18-Loch-Golfplatz des Golfclubs Garmisch-Partenkirchen.[13]

Vereinsleben

Im Ort sind verschiedene Vereine aktiv. Die größten sind, nach dem FC Oberau mit ca. 700 Mitgliedern, der VTV Oberau mit ca. 200, der Eisstock-Club mit ca. 165 und der Veteranen- und Kriegerverein mit ca. 150 Mitgliedern.[14]

Wirtschaft und Infrastruktur
Wirtschaft

Es gab 2011 im Bereich der Land- und Forstwirtschaft keine, im Produzierenden Gewerbe 221 und im Bereich Handel und Verkehr 181 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 147 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 989. Im verarbeitenden Gewerbe gab es einen Betrieb, im Bauhauptgewerbe fünf Betriebe.[7] Im Jahr 2010 gab es außerdem sechs landwirtschaftliche Betriebe, die insgesamt 119 ha bewirtschafteten.[7]

Verkehr
Straßenverkehr

Durch Oberau führt die Bundesstraße 2, von der innerhalb des Ortes die Bundesstraße 23 Richtung Oberammergau, Peiting und Augsburg abzweigt. Direkt nach dem Ort beginnt der Anstieg dieser Bundesstraße zum Ettaler Sattel, dessen Passhöhe etwa 200 m über Oberau liegt. Der Ort liegt zwischen dem Ende der Bundesautobahn 95 (München–Garmisch-Partenkirchen) und der ebenfalls autobahnähnlich ausgebauten, im Jahr 2000 in Betrieb genommenen Umfahrung des Nachbarortes Farchant. Täglich fahren etwa 26.000 Autos durch die Ortsmitte, am Wochenende liegt dieser Wert deutlich höher.[15] Daher fordern Bürger seit nahezu 40 Jahren, durch den Bau eines Tunnels diese Verkehrsbelastung zu verlagern. Die im Jahr 2001 gegründete Bürgerinitiative zur Verkehrsentlastung Oberau, kurz VEO, hat es sich zur Aufgabe gemacht, auf die Verkehrssituation aufmerksam zu machen und fordert seitdem den Bau eines Tunnels sowie der B23 neu. Für den Tunnel liegt seit 2010 ein Planfeststellungsbeschluss vor.[16] Der Baubeginn für den Tunnel Oberau erfolgte am 1. September 2015.[17]

Bahnverkehr
Bahnhof Oberau (2009)

Oberau besitzt einen eigenen Bahnhof an der Bahnstrecke München–Garmisch-Partenkirchen. Neben den Nahverkehrszügen der Relationen München-Mittenwald und München-Innsbruck halten dort auch einige ICEs. Oberau ist damit nach Züssow in Vorpommern Deutschlands kleinster Ort mit ICE-Anbindung.

Busverkehr

Folgende Regionalbuslinien (Oberbayernbus) halten am bzw. in der Nähe des Bahnhofs:

Linie Linienbezeichnung Linienverlauf
9606 Regionalbus Oberbayernbus:
Garmisch-Partenkirchen Post/Bf – Oberau – Oberammergau (– Echelsbacher Brücke – Füssen/Wieskirche)
9607 Regionalbus Oberbayernbus:
Ettal – Oberau – Ohlstadt – Murnau

Bildung

In Oberau gibt es einen Kindergarten mit 100 Plätzen, von denen 81 belegt sind (2011). Die Volksschule ist als Grund- und Mittelschule ausgelegt und wird von etwa 242 Schülern (2011/12) besucht, die von insgesamt 20 Lehrkräften unterrichtet werden.[7] Die Schule ist eine Modellschule für die Förderung von Schülern mit großen Lern- und Leistungsrückständen. Für diese Kinder wurde eine „Praxisklasse“ eingerichtet.[18] Außerdem ist die Schule seit dem Schuljahr 2011/2012 eine von 37 Inklusionsschulen in Bayern. Hier werden Kinder mit Handicap zusammen mit allen anderen Schülern unterrichtet.[19]

Seniorenbetreuung

Im Jahr 2010 gab es in Oberau eine Einrichtung für ältere Menschen mit insgesamt 133 Plätzen, von denen 101 belegt waren.[7]

Persönlichkeiten
Joseph Alois Daisenberger (1799–1883), Textdichter der Oberammergauer Passionsspiele, wurde in Oberau geboren.
Hans-Jürgen Bäumler (* 1942), Eiskunstläufer, verbrachte Kindheit und Jugend mit seiner Mutter in Oberau.
Rebecca Huyleur (* 1992), Fußballspielerin, war neun Spielzeiten lang beim FC Oberau aktiv.
Literatur
Heinz Schelle: Das goldene Au. Eine Oberauer Chronik mit Bildern. Garmisch-Partenkirchen 1982. 
Heinz Schelle: Chronik eines Bauernlebens vor zweihundert Jahren. Rosenheimer Verlagshaus, Rosenheim 1988, ISBN 3-475-52560-7. 
Heinz Schelle: Auf den Spuren eines Vergessenen: Ein Dasein in leidvoller Zeit. via verbis / via verbis bavarica, Taufkirchen 2010, ISBN 3-935115-37-7. 
Weblinks
 Commons: Oberau – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikivoyage: Oberau – Reiseführer
Eintrag zum Wappen von Oberau in der Datenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte
Homepage der Gemeinde
Private Homepage mit Informationen aus Oberau
Oberau: Amtliche Statistik des LfStat