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Geschichte
Bis zum 18. Jahrhundert

Oberstdorf wurde 1141 durch die Weiheinschrift in der Kirche erstmals urkundlich erwähnt. Der Ortsteil Kornau wird als Corneja erstmals in einer Isnyer Klosterurkunde genannt. Der Kirchensatz zu Obrostdorf wurde im Jahr 1351 durch Adelheid von Waldburg an die Familie Heimhofen verkauft. Ulrich von Heimhofen erhält 1422 die Niedere Gerichtsbarkeit über Oberstdorf. Wenige Jahre später, 1440, verkauft die Familie Heimhofen die Hälfte ihres Besitzes an das Hochstift Augsburg. Im Jahr 1477 geht der Rest des Besitzes an Oberstdorf an den Augsburger Fürstbischof Johann II. von Werdenberg über. König Maximilian, der spätere Kaiser, verlieh Oberstdorf 1495 das Marktrecht und die Hohe Gerichtsbarkeit.
Graf Hugo von Montfort errichtet in Tiefenbach an der Schwefelquelle ein Bad, das als Vorläufer des heutigen Kurbetriebs gilt. In seiner Cosmographia erwähnt Sebastian Münster das „für das Feber“ (Fieber) heilsame Schwefelbad in „Teuffenbach“. Das Badhaus wurde 1644 von Graf Hugo von Königsegg erneuert.
Im Dreißigjährigen Krieg litt der Ort unter schwedischer Soldateska, die ihn mehrfach, so 1632, 1634 und letztmals 1647, plünderte. Etwa 700 Menschen starben 1634/1635 am Schwarzen Tod.

1787 bauten die Oberstdorfer ihr erstes Schulhaus.

19. Jahrhundert

Am 5. Mai und am 6. Mai 1865 wütete eine Feuersbrunst, der 146 Häuser zum Opfer fielen. Zwei Drittel des Gebäudebestandes wurden vernichtet. Das Rathaus musste neu gebaut werden. 1885 fanden sich schon 2353 Kurgäste im Ort ein. Die Eisenbahnverbindung Sonthofen-Oberstdorf wurde 1888 in Betrieb genommen. Der Fremdenverkehr wurde bedeutsamer Wirtschaftsfaktor.

Oberstdorf um 1900
20. Jahrhundert

Die Breitachklamm öffnete 1905 für Besucher. Die Schattenbergschanze erlebte 1926 ihr erstes Skispringen mit 35 Meter längster gemessener Weite. Die Nebelhornbahn transportiert seit 1930 Besucher in die Alpenwelt. Im Jahre 1937 wurde die Gemeinde heilklimatischer Kurort und seit 1964 ist sie ein leistungsfähiger Kneippkurort.

1950 wurde auf dem Berg Söllereck die Söllereckbahn gebaut. Im selben Jahr fand die erste Skiflugwoche auf der neuen Skiflugschanze statt.

Die Fellhornbahn nahm im Jahr 1972 ihren Betrieb auf. Ferner wurde der Bau der Heini-Klopfer-Skiflugschanze begonnen. Ein Jahr später fanden die ersten Skiflug-Weltmeisterschaften in Oberstdorf statt. 1988 und 2008 kamen die Skiflieger erneut nach Oberstdorf.

1992 wurde das Ortszentrum für den Autoverkehr gesperrt. Mit dem Pkw Anreisende können rund 1000 Parkplätze am Ortseingang nutzen und mit einer Buslinie in die Ortsmitte gelangen. Eine Fußgängerzone umfasst große Teile des Dorfzentrums, die restlichen Bereiche sind großteils verkehrsberuhigt.

Eingemeindungen

Am 1. Juli 1972 wurden die Gemeinde Tiefenbach bei Oberstdorf und die Orte Schöllang, Reichenbach und Rubi der ehemaligen Gemeinde Schöllang eingegliedert.[3]

Religion
Pfarrkirche St. Johannes Baptist in Oberstdorf
Im Innern der Pfarrkirche St. Johannes Baptist

In der Reformationszeit fand die Bewegung der Täufer in Oberstdorf ein starkes Echo. Allerdings wurde die Bewegung stark verfolgt, der Besitz der Täufer wurde eingezogen. Über Jahrhunderte wurden Protestanten nicht mehr geduldet, so dass es in Oberstdorf nur die römisch-katholische Kirche gab.

Heute gehört Oberstdorf zur Region IV (Kempten) bzw. zum Dekanat Sonthofen des Bistums Augsburg. Es ist Sitz einer Pfarrei und einiger Filialkirchen und Kuratien. Die katholische Pfarrei „St. Johannes Baptist“ gehört zu den flächenmäßig größten in der Diözese Augsburg.

Erst im Jahre 1873 wurde in Oberstdorf ein erster evangelischer Gottesdienst für Kurgäste gehalten. 1905 wurde der Grundstein für die evangelisch-lutherische Kirche, die heutige Christuskirche, gelegt. Seit 1942 besteht in Oberstdorf eine eigenständige Pfarrei der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern. Die umliegenden Orte sind der evangelischen Kirchengemeinde zum Teil angeschlossen.[4]

Zur evangelischen Christuskirchengemeinde Oberstdorf gehört heute auch die selbständige Pfarrei Fischen im Allgäu sowie das Pfarrvikariat Kleinwalsertal mit der Kreuzkirche Hirschegg und damit ein ausgedehntes Diasporagebiet. Die protestantische Kirchengemeinde Oberstdorf selbst hat 1500 Gemeindeglieder mit Erstwohnsitz und 700 mit Zweitwohnsitz. Ein Gemeindepfarrer und ein Gästeseelsorger kümmern sich – in ökumenischer Zusammenarbeit – auch um die zahlreichen Berggottesdienste während der Wandersaison auf den umliegenden Gipfeln.[5]

In Oberstdorf gibt es außer der katholischen und der evangelischen Kirche eine ganze Reihe von Kirchen und Kapellen.[6]

Politik
Gemeinderat

Seit der Kommunalwahl am 16. März 2014 mit einer Wahlbeteiligung von 62,1 % setzt sich der Gemeinderat von Oberstdorf wie folgt zusammen:[7]

Partei/Liste Stimmenanteil Sitze
CSU 29,6 % 6
SPD 04,4 % 1
Bündnis 90/Die Grünen 08,8 % 2
Freie Wähler Bayern 31,9 % 6
Unabhängige Oberstdorfer Liste (UOL) 13,3 % 3
Allianz für Oberstdorf/FDP (AO/FDP) 12,2 % 2

Zusätzlich gehört dem Gemeinderat der direkt gewählte Bürgermeister an.

Bürgermeister

Eine Auflistung der Oberstdorfer Bürgermeister seit 1795. Die offizielle Bezeichnung dagegen war bis 1806 Gerichtsammann, bis 1869 Gemeindevorsteher und seitdem Bürgermeister.[8]

Zeitraum Bürgermeister
1795–1815 Franz Xaver Huber
1815–1833 Joh. Martin Brutscher
1833–1839 Lukas Brack
1840–1845 Ignaz Gschwender
1845–1854 Alois Rietzler
1854–1869 Jos. Anton Dünsser
1869–1888 Franz Paul Brack
1888–1902 Ludwig Vogler
1902–1911 Ludwig Fischer
1912–1919 Fritz Gschwender
1919–1924 Ludwig Hochfeichter
1925–1929 Magnus Haas
Zeitraum Bürgermeister
1930–März 1933 Thomas Neidhart
1934–1945 Ludwig Fink
Mai 1945–Sep. 1945 Thomas Neidhart
Sep. 1945–Okt. 1945 Otto Kerle
Okt. 1945–Aug. 1946 Johann Gehring
1946–1948 Josef Braxmair
1948–1952 Otto Kerle
1952–1960 Hermann Schallhammer
1960–1973 Dr. Paul Dreher
1973–2002 Eduard Geyer
Mai 2002–2008 Thomas Müller
seit Mai 2008 Laurent Mies

Partnerschaften
Es besteht eine Partnerschaft mit dem französischen Dorf Megève in Hochsavoyen. Es ist genau wie Oberstdorf ein Fremdenverkehrsdorf mit viel Ski- und Wandertourismus.
Deutsche Partnergemeinden von Oberstdorf sind die anderen Zipfelgemeinden der Bundesrepublik Deutschland, also die Gemeinden, die am weitesten nördlich, östlich und westlich liegen. Dabei handelt es sich um das schleswig-holsteinische List auf Sylt, um das sächsische Görlitz und um das nordrhein-westfälische Selfkant. Das erste Treffen aller Bürgermeister dieser Städtepartnerschaft am 9. und 10. Mai 1998 im Selfkant wurde von dem Journalisten Hartmut Urban initiiert und organisiert. Nach diesem Treffen wurde anlässlich der zentralen Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit 1999 in Wiesbaden der Zipfelbund geschlossen.
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Sehenswertes
Seelenkapelle
Gedenkstätte für Kinder im Kurpark
„Wilde-Mändle“-Statue in Oberstdorf
St. Anna-Kapelle in Rohrmoos
Bauernhäuser aus dem 17. und 18. Jahrhundert
Breitachklamm bei Tiefenbach
Bundesleistungszentrum für Eiskunstlauf
Christlessee
Dichterhaus in Kornau von Arthur Maximilian Miller
Einödsbach (südlichste Siedlung Deutschlands)
Audi Arena Oberstdorf (vormals Schattenbergschanze)
Freibergsee (höchstgelegener Badesee Deutschlands)
Gedenkstätte für Kinder im Kurpark
Gerstruben, verlassenes Bergdorf unter Denkmalschutz
Heimatmuseum mit größtem Lederskischuh der Welt
Heini-Klopfer-Skiflugschanze, drittgrößte Skiflugschanze der Welt
Illerursprung, hier fließen Trettach, Stillach und Breitach zusammen
St. Loretto-Kapellen am südlichen Ortsrand
Burgkirche Schöllang in Schöllang
Kapelle St. Jakobus in Reichenbach
Moorweiher mit Naturlehrpfad
Naturkundezentrum Bergschau im alten Rathaus
Penninger Schnapsmuseum zeigt ursprüngliche Brennarten
Seelenkapelle aus dem 15. Jahrhundert
Söllereck Rodel
Villa Jauss Künstlerhaus
Baudenkmäler
Hauptartikel: Liste der Baudenkmäler in Oberstdorf
Wilde-Mändles-Tanz

Das Wilde Mändle ist eine Symbolfigur aus dem Wilde-Mändles-Tanz. Er wird alle fünf Jahre aufgeführt.[9]

Bekannt ist auch das Klausentreiben, ein Brauch am Nikolausabend jeden Jahres.

Wirtschaft und Infrastruktur
Fußgängerzone
Tourismus

Mit 17.000 Betten und 2,4 Millionen Übernachtungen im Jahr gehört der Ort zu den Tourismus-Magneten in Deutschland. Hierzu tragen 200 Kilometer Wanderwege in drei verschiedenen Höhenlagen, 76 Kilometer Loipen, 20 Skilifte an Fellhorn, Nebelhorn und Söllereck sowie, durch die Vereinigung der Wintersport-Destinationen Oberstdorf und dem benachbarten Kleinwalsertal, 130 Kilometer alpine Abfahrtsstrecken bei. Etwa 75 Prozent des Gemeindegebietes stehen unter Landschafts- oder Naturschutz.

Sport
Oberstdorfer Skisprungschanzen am Schattenberg
Heini-Klopfer-Skiflugschanze

Dem Sport, speziell dem Wintersport, kommt in Oberstdorf eine besondere Bedeutung zu. Durch die Skiallianz Oberstdorf – Kleinwalsertal können über die verschiedenen Bergbahnen (Nebelhorn, Fellhorn/Kanzelwand, Söllereck, Walmendingerhorn und Ifen) insgesamt 130 Pistenkilometer erreicht werden. Zudem stehen 140 Kilometer präparierte Winterwanderwege sowie 75 Loipenkilometer zur Verfügung. Durch ein dort angesiedeltes Eissportzentrum mit Olympiastützpunkt und Sportinternat werden die Sportarten Curling, Eiskunstlauf, Skilanglauf und Skisprung gefördert. Der zweimalige deutsche Meister im Eiskunstlauf von 2001 und 2003 Silvio Smalun, die Weltmeisterin im Eiskunstlaufen von 2012 Carolina Kostner und die Curling-Europameister 2002 und 2004 um Skip Sebastian Stock trainieren dort.

Siehe auch: Skiinternat Oberstdorf

Vierschanzentournee

Alljährlich findet in Oberstdorf der Auftakt für die Vierschanzentournee im Skispringen statt. Den Wettbewerb gibt es seit 1953. Damals war Oberstdorf jedoch zweite Station nach Garmisch-Partenkirchen.

Internationale Skiflugwochen

In den Jahren 1950, 1951, 1952, 1955, 1958, 1961, 1964, 1967, 1970, 1976 und 1979 wurden in Oberstdorf Internationale Skiflugwochen veranstaltet.

Skifliegen

Oberstdorf ist einer der wenigen Orte weltweit, die Wettbewerbe im Skifliegen ausrichten können. Ausgetragen werden die Wettkämpfe auf der Heini-Klopfer-Skiflugschanze. In den Jahren 1984, 1992, 1995, 1998, 2001, 2004, 2007, 2009, 2010 und im Februar 2011 richtete Oberstdorf jeweils den Skiflug-Weltcup aus. 2018 wird der Ort nach 1973, 1981, 1988, 1998 und 2008 bereits zum sechsten Mal Veranstaltungsort der Skiflug-Weltmeisterschaften sein.[10][11]

Nordische Ski-WM

Oberstdorf war Austragungsort der Nordischen Skiweltmeisterschaften von 1987 und 2005. Bei der Bewerbung für die Austragung der Nordischen Skiweltmeisterschaften 2019 unterlag man Seefeld in Tirol im dritten Wahlgang.[12][13][10]

Beim FIS-Kongress 2016 in Cancún / Mexiko erhielt Oberstdorf den Zuschlag für die Nordischen Skiweltmeisterschaften 2021.

Andere Sportarten
Eiskunstlauf
1982 – Junioren-WM
2000 – Junioren-WM
2007 – Junioren-WM
Nebelhorn Trophy, jährlich
Langlauf-Weltcup: 1986, 1996, 2004

2006, 2008, 2011, 2012, 2015, 2016, 2017, 2018 Etappenort der Tour de Ski

Curling
1987 – Curling-Europameisterschaft
1992 – Curling-Junioren-WM
1994 – Curling-WM
2000 – Curling-EM
Snowboard-Weltcup: 1998, 1999, 2001
Sonstige
1999 – Short-Track EM
2002 – Freestyle Weltcup auf der Buckelpiste
2004 – Weltcup in der Nordischen Kombination
2005 – Freestyle Weltcup auf der Buckelpiste (Fellhorn)
2007 – Tour de Ski, Zwei Weltcups im Skispringen (als Ersatz für das geplante Skifliegen), Weltcup Nordische Kombination
2008 – Weltmeisterschaft im Skifliegen
Bekannte Sportler aus Oberstdorf
Andreas Bauer (Skispringer)
Max Bolkart (Skispringer)
Toni Brutscher (Skispringer)
Peter Leitner (Skispringer)
Frank Löffler (Skispringer)
Thomas Müller (Nordischer Kombinierer)
Katrin Zeller (Skilangläuferin)
Oliver Rössel (Gleitschirmflieger)
Norbert Schramm (Eiskunstläufer)
Georg Späth (Skispringer)
Hansjörg Tauscher (Abfahrtsläufer)
Sepp Weiler (Skispringer)
Klaus Allgayer (Skispringer)
Heini Ihle (Skispringer)
David Speiser (Snowboardfahrer)
Christina Geiger (Skirennläuferin)
Johannes Rydzek (Nordischer Kombinierer)
Karl Geiger (Skispringer)
Katharina Althaus (Skispringerin)
Vinzenz Geiger (Nordischer Kombinierer)
Fernwanderweg

Der europäische Fernwanderweg E5 führt in Nord-Süd-Richtung durch Oberstdorf. Die erste Alpenüberquerung mit einem Mountainbike durch Andreas Heckmair startete hier und ist seitdem ein beliebter Einstieg für einen Transalp (siehe Heckmair-Route). Eine neuere Wegvariante ist die Joe-Route, die ebenfalls von Oberstdorf mit dem Mountainbike über die Alpen führt.

Klettersteige und Höhenwege
der Hindelanger Klettersteig verläuft vom Gipfel des Nebelhorns über den Grad der Wengenköpfe zum Großen Daumen.
der Mindelheimer Klettersteig ist die Überschreitung der Schafalpenköpfe und des Kemptner Köpfle zwischen der Fiderepasshütte und der Mindelheimer Hütte
2-Länder-Sportklettersteig am Warmatsgundkopf (auch Kanzelwand)
der Heilbronner Weg ist der älteste und bekannteste Höhenweg der Nördlichen Kalkalpen und dient als Verbindung zwischen Rappenseehütte, Waltenberger-Haus und Kemptner Hütte
Verkehr
Der Bahnhof Oberstdorf

Der Bahnhof Oberstdorf ist der Endpunkt der eingleisigen und nicht elektrifizierten Bahnstrecke aus Immenstadt. Er wurde von der Allianz pro Schiene als bester Kleinstadtbahnhof des Jahres 2006 ausgezeichnet. In unmittelbarer Nähe von Oberstdorf verläuft außerdem die Bundesstraße 19, die von Sonthofen weiter in nördlicher Richtung vierspurig ausgebaut ist. Über die B19 besteht auch die einzige Zufahrtsmöglichkeit mit dem Auto in das österreichische Nachbartal, das Kleinwalsertal.

Oberstdorf verfügt über zwei Pendelbahnen, die Fellhornbahn und die Nebelhornbahn, die an den Startpunkt des Hindelanger Klettersteigs fährt, sowie zwei Umlaufkabinenbahnen, die Fellhornbahn II und die Söllereckbahn. Aufgrund seiner grenznahen Lage ist Oberstdorf Ausgangspunkt zu zahlreichen Zwei-Länder-Bergtouren zwischen Deutschland und Österreich.

In Oberstdorf endet der Iller-Radweg zwischen Ulm und dem Allgäu.

Energieversorgung mit Erneuerbaren Energien
Krafthaus des Wasserkraftwerkes Faltenbach (Nähe Oybelestadion)

Mit den insgesamt 12 Wasserkraftanlagen,[14] insbesondere dem im Jahr 2011 fertig gestellten Wasserkraftwerk Faltenbach, und einer Vielzahl von Photovoltaik-Solaranlagen, kann Oberstdorf etwa 50 Prozent[15][16] seines Elektroenergiebedarfes mit Erneuerbaren Energien decken.

Persönlichkeiten
Ehrenbürger
Gertrud von Le Fort (1876–1971), Schriftstellerin und Ehrenbürgerin von Oberstdorf sowie Namensgeberin des örtlichen Gymnasiums.
Persönlichkeiten, die im Ort geboren wurden
Johann Schraudolph, 1855
Johann von Schraudolph (1808–1879), Historienmaler
Claudius Schraudolph der Ältere (1813–1891), Historienmaler und Lithograph
Fritz Geiger (1924–1980), Kurdirektor (1956–1980), Präsident Deutsche Eislauf Union (1968–1980), dreimalige Olympiateilnahme als Mannschaftsführer der Eiskunstläufer, Träger des Bundesverdienstkreuzes am Bande (1978).
Caelestis Eichenseer (1924–2008), Latinist.
Thaddäus Steiner (1933–2017), Germanist und Flurnamenforscher
Pius Geiger sen. (* 1934), Senior-Chef der Wilhelm Geiger GmbH & Co. KG, Träger des Bundesverdienstkreuzes (1995), Ehrenmitglied der Industrie- und Handelskammer Schwaben[17]
Albert Vogler (* 1939), langjähriger Bürgermeister-Stellvertreter (1984–2002), Träger der Bürgermedaille des Marktes Oberstdorf[18]
Gisela Bock (* 1941), Diplomchemikerin, Bezirksrätin, ehem. Landtagsabgeordnete
Friedrich Karl Hertle (* 1944), Abgeordneter des Hessischen Landtags
Franz Vogler (* 1944), Skirennläufer
Jan Peter Tripp (* 1945), Maler und Grafiker
Wim Mauthe (* 1947), Jazzmusiker (Stilrichtung Dixie), freischaffender abstrakter Maler
Horst Weiß (* 1953), Maler des Surrealismus
Rudi Tusch (* 1954), Skispringer
Martin Flashar (* 1959), Klassischer Archäologe
Crescentia Dünßer (* 1960), Schauspielerin
Stefan Richard Bornstein (* 1961), Mediziner
Andreas Bauer (* 1964), Skispringer
Martin Hehl (* 12. Februar 1965; † 14. April 2012), Oberstdorfer Mundart-Dichter, Autor mehrerer Mundart-Bücher
Thorsten Schäfer-Gümbel (* 1969), Politiker
Matthias Robl (1969–2008), Alpinist und Bergsteiger
Sebastian Jacoby (* 1978), Curler und Quizspieler
Toni Steurer (* 1978), Extremskitourensportler, Bergsteiger und Soldat der Bundeswehr
Georg Späth (* 1981), Skispringer
Andreas Hindelang (* 1987), Fußballspieler
Gina Stechert (* 1987), Skirennläuferin
Christina Geiger (* 1990), Skirennläuferin
Johannes Rydzek (* 1991), Nordischer Kombinierer
Bojan Avramović (* 1997), Fußballspieler
Persönlichkeiten, die in Verbindung zum Ort stehen
Prinzregentendenkmal (1912) in Oberstdorf
Prinzregent Luitpold von Bayern (1821–1912), weilte mehrmals jährlich zur Jagd in Oberstdorf und unterstützte die Oberstdorfer nach dem großen Brand 1865.
Pawlo Skoropadskyj (1873–1945), ukrainischer General und von 1918 bis 1919 Hetman des ukrainischen Staates, begraben in Oberstdorf
Maximilian Schels (* 1889 in München; † nicht bekannt), Heimatmaler, lebte in den 1920er/30er-Jahren in Oberstdorf[19][20]
Carl Zuckmayer (1896–1977), Schriftsteller: häufige Urlaube bei seinen in Oberstdorf lebenden Eltern
Anderl Heckmair (1906–2005), Extrembergsteiger, Erstbesteiger der Eigernordwand, Gründer des deutschen Bergführerverbandes, lebte ab 1939 in Oberstdorf
Walter Kalot (1909–1996), Bildhauer, Grafiker und Maler
Heini Klopfer (1918–1968), Architekt und Skispringer, Erbauer vieler olympischen Skisprungschanzen sowie der nach ihm benannten Heini-Klopfer-Skiflugschanze
Hans Karl Baier (1918–1976), Maler
Hanns Peter Zwißler (* 1946), Schriftsteller, machte 1966 in Oberstdorf das Abitur
Dieter Salomon (* 1960), Grüner Oberbürgermeister von Freiburg: In Oberstdorf aufgewachsen und Abitur gemacht
Panorama
vergrößern und Informationen zum Bild anzeigenPanorama von Oberstdorf im Januar 2011

vergrößern und Informationen zum Bild anzeigenPanorama von Oberstdorf
Klimatabelle

Oberstdorf
Klimadiagramm
J F M A M J J A S O N D
 
 
126 
3
-7

 
 
112 
4
-6

 
 
128 
8
-3

 
 
121 
11
0

 
 
140 
17
5

 
 
210 
19
8

 
 
229 
22
10

 
 
200 
22
10

 
 
145 
18
7

 
 
115 
14
3

 
 
142 
7
-2

 
 
135 
4
-5

Temperatur in °C,  Niederschlag in mm
Quelle: DWD; wetterkontor.de
Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Oberstdorf

Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Max. Temperatur (°C) 2,9 4,4 8,1 11,4 16,7 19,1 21,7 21,5 18,2 13,6 7,2 3,6 Ø 12,4
Min. Temperatur (°C) −6,6 −6,1 −2,8 0,3 4,6 7,9 10,2 10,1 6,8 2,8 −2,4 −5,3 Ø 1,7
Niederschlag (mm) 125,8 111,8 127,6 121,0 139,9 210,1 229,1 199,8 145,2 114,6 141,8 134,5 Σ 1.801,2
Sonnenstunden (h/d) 2,4 3,1 4,1 4,4 5,4 5,5 6,5 5,9 5,1 4,4 2,5 2,2 Ø 4,3
Regentage (d) 12,0 10,9 13,3 13,9 14,7 17,1 15,9 15,0 12,1 10,8 12,0 12,8 Σ 160,5
Luftfeuchtigkeit (%) 85 82 79 77 76 77 78 81 82 82 84 85 Ø 80,7
T
e
m
p
e
r
a
t
u
r
2,9

−6,6
4,4

−6,1
8,1

−2,8
11,4

0,3
16,7

4,6
19,1

7,9
21,7

10,2
21,5

10,1
18,2

6,8
13,6

2,8
7,2

−2,4
3,6

−5,3
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
N
i
e
d
e
r
s
c
h
l
a
g
125,8 111,8 127,6 121,0 139,9 210,1 229,1 199,8 145,2 114,6 141,8 134,5
  Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez

Quelle: DWD; wetterkontor.de

Weblinks
 Commons: Oberstdorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikivoyage: Oberstdorf – Reiseführer
 Wikinews: Bahnhöfe des Jahres 2006: Hamburg Dammtor und Oberstdorf – Nachricht
Markt Oberstdorf – Offizielle Internetseite des Marktes Oberstdorf
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Huimat, Online-Magazin mit Oberstdorfs Geschichte
Oberstdorfer Geschichte
Eintrag zum Wappen von Oberstdorf in der Datenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte
Oberstdorf: Amtliche Statistik des LfStat