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Geschichte
Oberurseler Stadtmauer

Eine auf den 26. April 791 datierte Urkunde im Lorscher Codex über eine Schenkung an das Kloster Lorsch gilt als erste urkundliche Erwähnung des Dorfes „Ursella“.[3] Ein Mann namens Suicger übereignete dem Kloster 60 Morgen, einen Knecht und zwei Hofstätten in den Orten Ursella und Steorstat (Stierstadt). Im Jahre 880 wird eine Kirche erwähnt als „monasterium ad ursellam“, 1317 wird Marktverkehr bezeugt. 1444 wurden der Stadt Stadtrechte verliehen. Zwei Jahre später wurde die Stadtbefestigung fertig gestellt. Da die Stadt im 15. Jahrhundert rasant gewachsen war, wurden die Mauern 1481 nach Osten erweitert. In den 20er Jahren des 16. Jahrhunderts wurde eine Lateinschule neben der Kirche eröffnet; von dieser sind heute keine Spuren mehr zu sehen.

1535 gelangte Oberursel unter die Herrschaft des Grafen Ludwig zu Stolberg und wurde protestantisch. 1557 gründete Nicolaus Henricus eine Druckerei. 1581 fiel die gesamte Grafschaft Königstein an Kurmainz, was zu einer Rekatholisierung der Stadt im Zuge der Gegenreformation führte. Besonders herausragendes Gewerbe der Stadt war im Spätmittelalter und der frühen Neuzeit vor allem die Tuchmacherei.

Mattaeus Merian: Ansicht von Oberursel (1646)

Im Dreißigjährigen Krieg wurde die Stadt zweimal, 1622 und 1645, zerstört, die Einwohnerzahl sank von 1600 auf 600. 1645 waren fast alle Häuser abgebrannt, nur drei, das alte Rathaus, eine Bäckerstube sowie ein Wohnhaus nahe dem Marktplatz, brannten nicht ab. Deshalb stammen heute die ältesten Häuser in der Oberurseler Altstadt aus dem 17. Jahrhundert. Das benachbarte Mittelursel ging vollständig unter. In der Folge entsteht im Urselbachtal ein großes Mühlengewerbe, auch mit Papiermühlen sowie Eisen- und Kupferhämmern.

1803/1806 wurde Oberursel im Zuge der Säkularisation von Kurmainz nassauisch. Die Stadt blieb aber trotz des nun protestantischen Herrscherhauses katholisch geprägt.[4] 1866 wurde Oberursel preußisch.

1858 hielt die Industrialisierung durch die Errichtung einer Baumwollspinnerei in Oberursel Einzug. 1860 wurde Oberursel an die Eisenbahn zwischen Bad Homburg vor der Höhe und Frankfurt angeschlossen, 1899 kam die Lokalbahn hinzu, die die Hohemark anfuhr (heutige Linie U3 der U-Bahn Frankfurt).

Im Zweiten Weltkrieg befand sich auf einem Gelände im Norden der Stadt das so genannte Dulag Luft, ein Durchgangslager der Luftwaffe. Dort wurden alle abgeschossenen Flugzeugbesatzungen der Amerikaner und Briten von Spezialisten der deutschen Luftwaffe verhört.
Am 30. März 1945 wurde Oberursel von Truppen der 3. US-Armee besetzt.[5]
US-Militär übernahm das Dulag-Gelände und richtete in den bestehenden Gebäuden das Camp King ein. Im sogenannten „Haus Alaska“ in der Hohemarkstraße wurden zunächst hochrangige Nationalsozialisten wie Reinhard Gehlen sowie der Hitler-Attentäter Rudolf-Christoph von Gersdorff interniert und verhört.[6] „Camp King“ war bis in die 1990er-Jahre ein wichtiger Stützpunkt der in Deutschland stationierten US-Streitkräfte. Heute ist es ein Wohngebiet.

Die Stadt Oberursel richtete vom 10. bis 19. Juni 2011 den 51. Hessentag aus.

Kirchen
St. Ursula
Aufgang vom Marktplatz zur Kirche St. Ursula

Das eigentliche Stadtgebiet Oberursels ist römisch-katholisch geprägt. Eine Vorgänger-Kirche wurde bereits seit 880 in Urkunden erwähnt. Die katholische Kirche St. Ursula wurde ab Mitte des 15. Jahrhunderts bis Anfang des 16. Jahrhunderts erbaut. Danach wurde sie im Dreißigjährigen Krieg noch zweimal zerstört und wiederaufgebaut.[7] Neben der katholischen Kirche findet sich die evangelisch-unierte Kirche mit zahlreichen Kirchengemeinden. Weiter gibt es die evangelisch-lutherische St. Johanneskirchengemeinde, die zum Kirchenbezirk Hessen-Süd der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche gehört. Ihre sonntäglich gefeierten lutherischen Hochmessen sind einzigartig in Oberursel. Direkter Nachbar ist die Lutherische Theologische Hochschule Oberursel, an der die lutherischen Pfarrer der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche ihr Studium der Evangelischen Theologie absolvieren.[8]

St. Ursula
Hauptartikel: St. Ursula (Oberursel)
Christuskirche

Koordinaten: 50° 11′ 56″ N, 8° 34′ 44″ O50.1989018.578906

Die Christuskirche wurde 1913 von den Karlsruher Architekten Curjel & Moser im Jugendstil errichtet und 1914 eingeweiht. Die Baukosten betrugen 226.484,92 Mark. Die heute unter Denkmalschutz stehende Kirche ist die größte evangelische Kirche in Oberursel.

Sie ersetzte die bisherige evangelische Kirche, das heutige „Ferdinand-Balzer-Haus“. Diese am 24. Oktober 1855 erbaute erste evangelische Kirche am Rahmtor hatte nur 200 Sitzplätze. Gemäß Volkszählung vom 1. Dezember 1910 lebten in Oberursel 3062 evangelische Einwohner, einschließlich Bommersheim, Stierstadt und Weißkirchen.

Das Baugrundstück wurde 1911 vom Turnverein erworben. Ein Grundstückstausch mit der Zivilgemeinde führte zu der heutigen Gestaltung des Areals. Die Kirche selbst ist gegenüber der Straßenflucht 18 Meter nach hinten verschoben, woraus sich ein Vorplatz ergibt. Neben der Kirche steht das Kriegerdenkmal. Daran schließt sich ein öffentlicher Park an.

Die Kirche bietet 504 Sitzplätze im Hauptraum und 464 Sitzplätze auf den Emporen. Das Langhaus ist nicht wie in anderen Gotteshäusern in Schiffe gegliedert, sondern bildet einen nahezu quadratischen Raum. Im Innenraum sind Altar, Kanzel und Orgel axial übereinander angeordnet.

Ein markantes Gestaltungselement der Kirche sind die neun farbig verglasten Fenster über dem Haupteingang und an den Seiten. Diese Werke des Expressionisten August Babberger stellen wichtige Stationen aus dem Leben Jesu dar.

1914 erwarb die Kirchengemeinde für 14.916 Mark vier Bronzeglocken in h, d‘, e‘ und fis‘ mit einem Gesamtgewicht von 5400 Kilogramm. Die drei größeren Glocken wurden bereits 1917 eingezogen und für Rüstungszwecke eingeschmolzen. Dank großzügiger Spenden konnte die Kirchengemeinde bereits Ende 1919 drei neue Glocken erwerben. Eine Stahlglocke in d‘ sowie zwei Bronzeglocken in e‘ und fis‘. Am 29. April 1940 wurden die drei Bronzeglocken erneut eingezogen und eingeschmolzen. Am 13. Dezember 1949 wurde eine Bronzeglocke in e‘ erworben. 1961 kam eine weitere in h° hinzu.

1914 wurde eine Orgel der Firma E. F. Walcker & Cie. aus Ludwigsburg eingebaut. Diese Orgel hatte 44 Register und fast 3000 Pfeifen mit einer Länge von bis zu sieben Metern. 1966 wurde eine neue Orgel durch die Firma Hillebrand in Altwarmbüchen erbaut. Dieses Instrument wurde im Jahr 2007 überarbeitet und um drei neue Stimmen auf 36 Register insgesamt erweitert.[9][10]

Neben der Kirche befindet sich das Ehrenmal für die Gefallenen des Ersten Weltkriegs. Lina von Schauroth entwarf die monumentale Säule mit Mosaik ursprünglich für die Frankfurter Frauenfriedenskirche. Nachdem dieser Entwurf 1919 dort nicht verwirklicht wurde, wurde auf Betreiben von 27 Vereinen stattdessen in Oberursel umgesetzt und am 12. Oktober 1930 feierlich eingeweiht. Die Mosaike der Säule sind in einem schlechten Zustand. Die Inschrift auf dem Denkmal lautet: Den Trauernden Trost, den Toten zur Ehre, den Lebenden Mahnung, der Jugend zur Lehre. Der quadratische Sockel trägt die Namen von 224 gefallenen Oberurselern. Die Säule wird auf einer Seite eine monumentale Christusgestalt in hellem Gewand dominiert. Der untere Teil der Säule zeigt eine Reihe Soldaten, die sich an den Händen halten. Die 2010 vorgesehene Sanierung soll 170.000 Euro kosten; diese sollen zum größeren Teil durch Spenden aufgebracht werden. Die Säule ist in der Liste der Kulturdenkmäler aufgeführt.[11][12]

Ansicht von St.Ursula aus

Christuskirche

Ehrenmal an der Christuskirche

Blick auf den Alter und der Hillebrand-Orgel

Hospitalkirche

Die katholische Hospitalkirche wurde nach einem Entwurf des Maurermeisters Johannes Strasser erbaut und am 1. Juli 1728 vom Mainzer Weihbischof Adolf Schnernauer geweiht. Die Kirche ist der heiligen Barbara geweiht, woraus sich die volkstümliche Bezeichnung Bärbel für die Kirche ableitet.[13]

St. Hedwig
Hauptartikel: St. Hedwig (Oberursel)

Koordinaten: 50° 12′ 42″ N, 8° 33′ 44″ O50.2116738.562255

Die St. Hedwigskirche ist ein modernes Bauwerk im Norden der Stadt. Seit dem 1. Dezember 1960 besteht die katholische Pfarrgemeinde St. Hedwig, die jedoch zunächst keine eigene Kirche hatte. Die Gemeinde erwarb das Grundstück einer ehemaligen Fabrik (im Volksmund Sensenwerk oder auch Totenwerk genannt) und begann nach dem Abriss des Werks im Juni 1963 mit dem Bau der Kirche. Domkapitular Hans Seidenather legte am 15. November 1964 den Grundstein. Am 14. Mai 1966 wurde die Kirche durch Weihbischof Walter Kampe geweiht.

An diesem ungewöhnlichen Bauwerk fällt das parabelförmig gewölbtes Kirchenschiff auf. Dieses gewölbte Dach ist mit Kupferblech gedeckt und zeigt den typischen Grünspan. Mit dem Kirchenschiff verbunden ist der wuchtige Turm mit einer Höhe von 32 Metern. Die Kirche verfügt über 500 Sitzplätze wozu noch weitere 30 Sitzplätze in der Seitenkapelle kommen.

Kirche St. Hedwig, Front

Kirche St. Hedwig, Seitenansicht

Eingemeindungen

Die Gemeinde Bommersheim führte jahrelang mit Oberursel Verhandlungen über eine Eingliederung, veranlasst nicht zuletzt durch die unzureichende Trinkwasserversorgung der Gemeinde aus eigenen Brunnen. Am 1. Oktober 1929 wurde die Eingliederung vollzogen.[14] Anlässlich der Gebietsreform in Hessen ließen sich am 1. April 1972 die Gemeinden Oberstedten, Stierstadt und Weißkirchen in die Stadt Oberursel eingliedern.[15]

Für das Gebiet dieser drei Gemeinden wurden per Hauptsatzung Ortsbezirke mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher errichtet. Die Grenzen der Ortsbezirke folgen den seitherigen Gemarkungsgrenzen. Für Bommersheim wurde ein Ortsbezirk nicht gebildet. Stattdessen hat Oberursel einen Beirat für die Belange des Stadtteils Bommersheim geschaffen.[16]

Einwohnerentwicklung (Hauptwohnsitz)
:Einwohnerentwicklung von Oberursel von 1542 bis 2016 nach nebenstehender Tabelle
1542: 0.1.100
1618: 0.1.600
1648: 00.600
1799: 0.7.999
1959: 11.000
1961: 22.207[15]
1970: 24.989[15]
1972: 25.000 (vor der Gemeindereform)
1972: 37.000 (nach der Gemeindereform)
2001: 42.736
2004: 42.839
2005: 42.852
2006: 42.810
2007: 43.014
2008: 43.309
2009: 43.425
2010: 43.741
2011: 44.075
2012: 44.500
2013: 44.779
2014: 45.248
2015: 45.723
2016: 46.193[17]

Einwohner mit Hauptwohnsitz in Oberursel nach Stadtteilen:[17]

Kernstadt einschließlich Bommersheim: 29.672
Oberstedten: 6.423
Stierstadt: 5.336
Weißkirchen: 4.762
Blick über die Altstadt von der St.-Ursula-Kirche aus
Panorama von Frankfurt von St. Ursula aus

Der Ausländeranteil lag per 31. Dezember 2015 bei 16,6 Prozent.[18] 120 Nationalitäten sind vertreten.[19] Hier die Achtzehn Größen Ausländergruppen, am Stärksten vertreten sind die Staatsangehörige aus Italien[20]

Herkunftsland Einwohner Herkunftsland Einwohner Herkunftsland Einwohner
Italien 1.009 Kroatien 379 Griechenland 224
Türkei 853 Frankreich 328 Pakistan 218
Polen 820 Spanien 303 Portugal 192
Korea (Rep.) 724 Afghanistan 295 Marokko 186
Amerika 649 Rumänien 283 Bulgarien 170
Großbritannien 420 Österreich 282 Eritrea 150

Politik
Stadtverordnetenversammlung

Die Stadtverordnetenversammlung ist das oberste Organ der Stadt. Ihre politische Zusammensetzung wird alle fünf Jahre in der Kommunalwahl durch die Wahlbevölkerung der Stadt bestimmt. Wählen darf, wer das 18. Lebensjahr vollendet hat und Deutscher oder Staatsangehöriger eines der übrigen Mitgliedstaaten der Europäischen Union ist. Für alle gilt, dass sie seit mindestens drei Monaten in der Stadt gemeldet sein müssen.

Die Kommunalwahl am 6. März 2016 lieferte folgendes Ergebnis,[21] in Vergleich gesetzt zu früheren Kommunalwahlen:[22][23]

Sitzverteilung in der Stadtverordneten­versammlung 2016

       

Insgesamt 45 Sitze Linke: 2 SPD: 11 Grüne: 6 OBG: 6 FDP: 4 CDU: 12 AfD: 4

Parteien und Wählergemeinschaften 2016 2011 2006 2001
Anteila Sitze Anteila Sitze Anteila Sitze Anteila Sitze
Christlich Demokratische Union Deutschlands CDU 27,4 12 32,3 15 41,9 19 41,2 18
Sozialdemokratische Partei Deutschlands SPD 24,2 11 23,8 11 29,1 13 29,0 13
Bündnis 90/Die Grünen GRÜNE 14,0 6 19,8 9 11,4 5 10,5 5
Oberurseler Bürgergemeinschaft OBG 13,4 6 16,6 7 9,0 4 6,1 3
Alternative für Deutschland AfD 9,6 4
Freie Demokratische Partei FDP 8,0 4 5,2 2 8,6 4 8,6 4
Die Linke LINKE 3,4 2 2,3 1
WählerInitiative Lebenswertes Oberursel WILO 4,6 2
prozentualer Anteil ungültiger Stimmabgaben 2,6 3,5 3,1 2,4
Sitze gesamt 45 45b 45b 45
Wahlbeteiligung in % 52,9 52,0 47,2 54,5

a prozentualer Anteil an den abgegebenen gültigen Stimmen

Es waren 45 Stadtverordnete sowie die Ortsbeiräte der Stadt für die Legislaturperiode vom 1. April 2016 bis 31. März 2021 zu wählen. Von 34.065 Wahlberechtigten gingen 18.014 zur Wahl. Somit stieg die Wahlbeteiligung von 52,0 Prozent im Jahr 2011 auf 52,9 Prozent im Jahr 2016.

Magistrat

Der Magistrat besteht aus drei hauptamtlichen sowie zwölf ehrenamtlichen Mitgliedern. Davon entfallen fünf Sitze auf die CDU, vier Sitze auf die SPD, drei Sitze auf die Grünen, zwei Sitze auf die OBG sowie ein Sitz auf die FDP.
Am 2. Mai 2011 unterzeichneten SPD, Grüne und OBG einen gemeinsamen Koalitionsvertrag. Die CDU war damit erstmals seit über 30 Jahren in der Opposition. Seit der Kommunalwahl 2016 jedoch existiert eine große Koalition aus CDU und SPD.

Bürgermeister
Das Rathaus
1869–1897: Jakob Aumüller
1897–1926: Josef Füller (DVP)
1926–1933: Karl Horn (parteilos)
27. März 1933 bis 27. Oktober 1933: Karl Lange (NSDAP)
1933–1945: August Weß (NSDAP)
1946–1960: Heinrich Kappus (CDU)
1960–1972: Heinrich Beil (CDU)
1972–1978: Karlheinz Pfaff (SPD)
1978–1990: Rudolf Harders (CDU)
1990–1996: Thomas Schadow (CDU)
1996–2003: Gerd Krämer (CDU)
seit 2003: Hans-Georg Brum (SPD)

Nachdem Gerd Krämer nach dem Wahlsieg 2003 der CDU Hessen als Staatssekretär in die Landesregierung wechselte, kandidierten Hans-Georg Brum (SPD), Thorsten Schorr (CDU) und Christoph Müllerleile (unabhängig, aber damals ebenfalls CDU-Mitglied) um das Amt des Bürgermeisters. Brum setzte sich am 20. Juli 2003 im zweiten Wahlgang überraschend deutlich mit einem Stimmenanteil von 61,6 Prozent gegen den zweitplatzierten Schorr durch. Christoph Müllerleile schied nach dem ersten Wahlgang als Drittplatzierter aus.
Bei seiner Wiederwahl am 7. Juni 2009 erlangte Brum 73,37 Prozent gegen Monika Banzer von der CDU.

Wappen

Blasonierung: In Blau ein silberner Schild mit zwei roten Sparren, darüber die wachsende, golden gekrönte und golden nimbierte, rot gekleidete hl. Ursula, die mit der Rechten drei silberne Pfeile, mit der Linken ein sechsspeichiges silbernes Rad emporhält.[24]

Die ursprünglich drei Sparren weisen auf die Herren von Eppstein hin, deren Ort die Stadt zur Zeit ihrer Stadterhebung 1444 war, das Mainzer Rad auf Kurmainz, zu dem sie 1581 kam. Das Wappen wurde 1908 unter Verminderung der Sparrenzahl auf zwei amtlich anerkannt.[24]

Städtepartnerschaften
Blick über den Epinayplatz im Jahr 2004
Épinay-sur-Seine, Frankreich Frankreich, seit 1964
Rushmoor, Vereinigtes Konigreich Vereinigtes Königreich, seit 1989
Lomonossow, Russland Russland, seit 2003, seit 2004 Stadtteil von Peterhof
Ursem, Niederlande Niederlande, heute Koggenland, 1971 mit dem heutigen Stadtteil Stierstadt abgeschlossen und 1972 von Oberursel übernommen. Die Partnerschaft wird überwiegend von Stierstadt betreut.
Gründung der AFD

Am 6. Februar 2013 gründete eine 18-köpfige Gruppe in Oberursel im Taunus die Alternative für Deutschland (AfD). Der Gruppe gehörten u. a. die zeitweiligen Bundessprecher Konrad Adam und Bernd Lucke an. [25][26] Zur ersten öffentlichen Versammlung am 11. März 2013 in Oberursel im Taunus kamen mehr als 1.200 Interessierte.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

In der Liste der Kulturdenkmäler in Oberursel (Taunus) stehen die Kulturdenkmäler der Stadt Oberursel.

Museen
Das Vortaunusmuseum am Marktplatz

Am Marktplatz 1 findet sich das Vortaunusmuseum, dessen Schwerpunkt auf der historischen Stadtgeschichte, der keltischen Frühgeschichte (Heidetränk-Oppidum) und dem in Oberursel entstandenen Seifenkistenrennen liegt. Außerdem zeigt das Turmmuseum in der „Hohen Wacht“ die Geschichte der St. Ursula Kirche und ihres Kirchturms in den letzten 1000 Jahren.

Stadthalle

Bereits seit 1961 wurde über eine Stadthalle in Oberursel diskutiert. 1979 wurde mit dem Bau der heutigen Stadthalle gegenüber dem Rathaus begonnen. Für damals 23 Millionen DM (in heutiger Kaufkraft 26 Millionen Euro; noch Mitte der 1970er Jahre war man von 7,3 Millionen DM ausgegangen) wurde die Stadthalle an der Stelle der früheren Götzenmühle errichtet. Die Basis bildet eine Tiefgarage mit 250 Stellplätzen. Diese war ursprünglich auch als Schutzbunker für 2500 Menschen ausgelegt. Die eigentliche Stadthalle verfügte bei der Eröffnung 1982 über ein Kino, Vereinsräume, eine Kegelbahn und den großen Konzertsaal mit 1170 Plätzen. Der Betrieb der Stadthalle liegt seit 1985 bei den Stadtwerken. 2001 wurde der Kinobetrieb aus wirtschaftlichen Gründen eingestellt.

Alter Friedhof
Hauptartikel: Alter Friedhof Oberursel
Musik

Während der Sommerferien organisiert der Verein Kunstgriff ein Kulturprogramm für Daheimgebliebene, den Orscheler Sommer. In diesem Rahmen kommt es zu Open-Air-Konzerten lokaler Bands und Filmvorführungen auf dem Rathausplatz sowie im Museumshof.

Der Förderkreis Liebfrauen veranstaltet klassische und zeitgenössische Konzerte in der Liebfrauenkirche.

Sport
Gedenktafel zur Erinnerung an das erste deutsche Seifenkistenrennen 1904

In Oberursel wurde am 31. Juli 1904 das erste Seifenkistenrennen auf deutschem Boden ausgetragen.

Der größte Oberurseler Sportverein ist die TSG Oberursel. Die TSGO hat Abteilungen für Handball, Volleyball, Basketball, Badminton, Leichtathletik, Judo, Tanzen (Standard- und lateinamerikanische Tänze). Ergänzt wird das Angebot durch die Bereiche „Gymnastik und Fitness“, Turnen und Gesundheitssport. Die Handball-Mannschaft der Männer spielt in der Landesliga Mitte. Am Jugend-Handballturnier „Orscheler Bembel“ der TSGO nehmen seit 1976 jährlich bis zu 125 Mannschaften aus bis zu 14 Nationen teil. Die TSGO organisiert den traditionellen Brunnenfestlauf anlässlich des Oberurseler Brunnenfestes.

Die Fußballer des 1. FC 04 Young Boys Oberursel gewannen in der Saison 1951/1952 damals noch unter dem Namen FC 04 Oberursel den Hessenpokal. Mit dem 1. FFV Oberursel spielt eine Frauenfußballmannschaft in der Gruppenliga Frankfurt. Ein weiterer Fußballverein vor Ort ist Eintracht Oberursel. Erfolgreich hat sich auch der Schachverein Oberursel etabliert, der bereits im Jahre 1921 gegründet wurde. 2002 gewann der Verein die hessische Blitzschachmeisterschaft.

Mit dem Tennisclub Oberursel 1901 beherbergt Oberursel zudem einen der ältesten Tennisclubs Deutschlands.

Seit 2009 ist Oberursel auch die Austragungsstätte der Deutschen Duathlon-Meisterschaften auf der Kurzdistanz. Veranstalter ist die Triathlonabteilung des Schwimmclubs Oberursel zusammen mit der Deutschen Triathlon-Union.
Die Triathlonabteilung des SCO umfasst ca. 100 Mitglieder und unterhält mehrere erfolgreiche Liga-Mannschaften.
Sportliches Aushängeschild ist die erste Herrenmannschaft in der 2. Triathlon-Bundesliga.

Am 6. Juni 1937 wurde das Oberurseler Freibad durch Gauleiter Sprenger eröffnet. Das Bad war vom Reichsarbeitsdienst gebaut worden. Der Bau hatte 212.500 Reichsmark gekostet. Der Eintritt kostete 40 Pfennig für Erwachsene und 10 Pfennig für Kinder. Nach dem Krieg wurde das Bad durch die amerikanische Besatzungsmacht beschlagnahmt. 1953 wurde es für zwei Tage die Woche und 1954 vollständig freigegeben.[27]

Freizeit
Schwimmbad

Koordinaten: 50° 12′ 29″ N, 8° 33′ 57″ O50.2081168.565822

Die Stadtwerke Oberursel unterhalten ein Hallen- und Freibad, welches im Grünen, aber dennoch zentral liegt. Der Bau des Freibades erfolgte in den Jahren 1934 bis 1936. Am 7. Juni 1937 wurde das Bad feierlich eröffnet. Das Hallenbad Oberursel wurde im September 2008 aus statischen Gründen geschlossen. Der Erhalt wurde kontrovers diskutiert, da die Anlagen technisch veraltet waren und dringend saniert werden mussten. Gemäß Beschluss der Stadtverordnetenversammlung sollte eine Sanierung mit einem Budget von 15 Millionen Euro realisiert werden.[28] Im Dezember 2014 wurde das neue Taunabad eröffnet.

Schillerturm
Schillerturm

Koordinaten: 50° 12′ 38″ N, 8° 33′ 33″ O50.2106888.559197

Zu Ehren von Friedrich Schiller wurde der Schillerturm durch Oberurseler Bürger und den Taunusklub errichtet. Die offizielle Weihe erfolgte am 7. Mai 1905. An Schillers hundertstem Todestag, dem 9. Mai 1905, wurde der Turm der Öffentlichkeit übergeben.

Auf einem vier Meter hohen Steinsockel war ein 12,5 Meter hoher Aussichtsturm aus Eisen angebracht. Die Lage auf dem Höhenrücken erlaubte einen Blick auf den Taunus, nach Frankfurt und über das Rhein-Main-Gebiet. Anfang der 60er Jahre war der Turm sanierungsbedürftig. Durch die inzwischen gewachsenen Bäume war die Sicht auch nicht mehr gegeben. Die Stadt, die 1960 Eigentümerin geworden war, ließ daher den Metallturm 1964 abreißen. Der Steinsockel blieb stehen und verfiel weiter.

1986 wurde aufgrund einer Initiative des Taunusklubs eine Sanierung des Sockels durchgeführt. 2007/2008 erfolgten erneut Sanierungen.

Taunus-Informationszentrum
Hauptartikel: Taunus-Informationszentrum
Regelmäßige Veranstaltungen

Höhepunkt in jedem Jahr ist in Oberursel das Brunnenfest im Frühsommer, das tausende Besucher aus dem Umland in die Stadt zieht. Weiterhin feiern die Oberurseler jährlich den Taunuskarnevalumzug, das Rheingauer Weinfest auf dem Marktplatz und im Herbst die Taunuskerb auf dem Festplatz Bleiche. An jedem ersten Adventswochenende bietet ein Weihnachtsmarkt neben Essen und Getränken vor allem selbstgemachten Weihnachtsschmuck an.

Wochenmärkte finden auf dem Marktplatz in der Altstadt an den Samstagvormittagen und auf dem Epinay-Platz an den Mittwochvormittagen statt. In Oberursel-Weißkirchen findet ebenfalls ein Markt auf dem Parkplatz An der Bleiche samstagvormittags statt.[29]

Seit 1904 finden in Oberursel Seifenkistenrennen statt; nach zweijähriger Unterbrechung wird diese Tradition von der Stadt Oberursel in Kooperation mit dem Verein „Kunstgriff“ im Jahr 2009 wieder aufgenommen.

Hessentag
Die Adenauerallee beim Hessentag 2011
Hauptartikel: Hessentag 2011

Die Stadt Oberursel war vom 10. bis 19. Juni 2011 Austragungsort für den 51. Hessentag.

Wirtschaft und Infrastruktur

Oberursel gilt, wie einige weitere Taunusstädte, als wohlhabend und ist für seine bevorzugten und verhältnismäßig teuren Wohnlagen bekannt. Darüber hinaus wies die Stadt Oberursel im Jahr 2013 einen weit überdurchschnittlichen Kaufkraftindex von 143 Prozent[2] des Bundesdurchschnitts auf. Lediglich die benachbarten Städte Königstein mit 191 Prozent, Kronberg mit 179 Prozent und Bad Homburg mit 156 Prozent hatten jeweils einen höheren Wert.

Verkehr
S-Bahn- und U-Bahn-Anschluss am Bahnhof

Oberursel ist über die Autobahn A 661 (Anschlussstellen Oberursel-Nord und Oberursel-Mitte) zu erreichen. Das nahegelegene Bad Homburger Kreuz verbindet mit der A 5. Der Flughafen Frankfurt am Main ist in etwa 20 Minuten zu erreichen.

In Oberursel halten sechs Regionalbuslinien, davon 2 Schnellbusse, sowie am Wochenende der Nachtbus n31 von der Konstablerwache in Frankfurt. Daneben betreiben die Stadtwerke Oberursel neun eigene Linien, davon drei nur in den Abendstunden und drei als Schulbus im täglichen Betrieb. Der Bahnhof wird angefahren von der U3, der S5 (Homburger Bahn) sowie der Taunusbahn. (Siehe auch: Bahnhöfe in Oberursel)

Seit 1899 hat Oberursel auch eine innerstädtische Schienenstrecke. Die Frankfurter Lokalbahn betrieb zunächst eine Kleinbahn vom Bahnhof zur Hohemark mit Dampfbetrieb, seit 1910 gibt es eine durchgehende elektrische Straßenbahnverbindung von der Hohemark über Oberursel-Bahnhof und Frankfurt-Heddernheim in die Frankfurter Innenstadt, Teil der heutigen U3.

Ansässige Unternehmen

In Oberursel sind viele international bekannte Unternehmen angesiedelt. Ein Branchenschwerpunkt ist mit bekannten Vertretern im Bereich Versicherungs- und Finanzdienstleistung sowie der Touristik gegeben.

Gegenwärtig finden sich in Oberursel die Firmenzentralen des Tourismuskonzerns Thomas Cook AG sowie der Avis-/Budget-Autovermietung. Als bedeutende Stellvertreter der Versicherungsbranche sind Alte Leipziger oder DA Direkt zu nennen.

Oberursel ist (Haupt-)Sitz vieler international tätiger produzierender Unternehmen wie Rolls-Royce,[30] Outotec, Monier Braas, Barth Galvanik oder Weppler Filter. In jüngerer Zeit haben sich ausgezeichnete Unternehmen aus dem Bereich Mess-, Regel- und Verfahrenstechnik wie Horiba Europe, Messko, Meier Gastechnik angesiedelt und etabliert. ZES Zimmer Electronic Systems ist auf dem Gebiet der Präzisions-Leistungs-Messtechnik seit 25 Jahren in Oberursel tätig.

Als bekannter Vertreter aus der Automobilindustrie unterhält der japanische Autohersteller Mazda im Stadtteil Weißkirchen das europäische Mazda-Designzentrum, in dem neben den beiden weiteren Standorten in den Vereinigten Staaten und Japan neue Designstudien für die kommenden Fahrzeuggenerationen entwickelt werden.

Am Rande der Stadt befindet sich die überregional bekannte Klinik Hohe Mark für Psychotherapie und Psychiatrie. Sie war einst eine bekannte Kurklinik für den europäischen Hochadel und ging im Jahr 1933 in die Trägerschaft des Deutschen Gemeinschafts-Diakonieverbandes (DGD) mit Sitz in Marburg über, in der sie sich noch heute befindet.

Seit 1996 hat die Stiftung für die Rechte zukünftiger Generationen ihren Sitz am Ort.

Fresenius Kabi unterhält einige Liegenschaften in Oberursel, hat seinen offiziellen Unternehmenssitz und weitere Liegenschaften jedoch in Bad Homburg.

Mehrere deutschlandweit agierende Verbände haben in Oberursel ihren Sitz.

Medien

Regelmäßige Nachrichten aus Oberursel finden sich in den Hochtaunusausgaben der Frankfurter Neuen Presse und der Frankfurter Rundschau sowie in geringerem Umfang auch in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Darüber hinaus vertreibt der Hochtaunusverlag die kostenlose Wochenzeitung Oberurseler Woche. Seit dem 13. September 2010 veröffentlicht zudem die Gorma Medien den „Oberurseler Stadtkurier“.
Die ökumenische Zeitung kritischer Christen, Publik-Forum, hat ihr Redaktionsbüro in Oberursel.

Oberursel diente als Kulisse für die hr-Produktion „Ich war eine glückliche Frau“ über zwei unterschiedliche Paare. Die Dreharbeiten fanden zwischen Juli und August 2016 statt.[31]

Oberursel verfügt über eine Stadtbibliothek. Deren Medienangebot umfasst unter anderem Buch-, Musik- und Filmmedien. Der Finken Verlag hat ebenfalls seinen Unternehmenssitz in Oberursel und stellt Lernspiele und Arbeitsmittel für Kindergarten und Schule her.

Bildung
Grundschule Mitte

Oberursel ist bedeutendster Schulstandort im Hochtaunuskreis.
Neben sieben Grundschulen in allen Stadtteilen finden sich im Bereich der weiterführenden Schulen das Gymnasium Oberursel, das Urselbach-Gymnasium, die Erich-Kästner-Schule (Haupt- und Realschule, mittlerweile ohne Förderstufe) und die Integrierte Gesamtschule Stierstadt.

An Förderschulen gibt es die Helen-Keller-Schule, eine Schule für Praktisch Bildbare, und die Hans-Thoma-Schule, eine Schule für Lernhilfe und Förderung der körperlichen und motorischen Entwicklung.

Zudem sind in Oberursel die wirtschaftsbezogene Feldbergschule, die Hochtaunusschule (verschiedene, beruflich ausgerichtete Schulzweige unter anderem auch Berufliches Gymnasium und Berufsschule) und die Frankfurt International School angesiedelt.

Des Weiteren gibt es folgende Bildungseinrichtungen in Oberursel:

Albrecht-Strohschein-Schule, Heilpädagogische Schule auf anthroposophischer Grundlage
Freie Waldorfschule Vordertaunus
Fachschule für Sozialpädagogik
Lutherische Theologische Hochschule Oberursel der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche
BASA Jugendwerkstatt Hochtaunus
Reformhaus-Fach-Akademie
Bildungszentrum (seither: Verwaltungsschule) der Bundesagentur für Arbeit
Volkshochschule Oberursel
Musikschule Oberursel (Taunus)
Institut für Bienenkunde der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main
Früheres Bildungszentrum der BfG und der SEB Bank, heute Asylbewerberunterkunft
Die Villa Gans diente als Bildungszentrum der DGB-Jugend
Academy of Stage Arts (Schauspiel- und Musicalschule)
Persönlichkeiten
Ehrenbürger

Durch demokratisch gewählte Stadtverordnetenversammlungen und Gemeindevertretungen verliehene Ehrenbürgerschaften in der Reihenfolge ihrer Verleihung.

Karl Wilhelm von Meister (1863–1935), Landrat und Regierungspräsident
Franz Kexel (1849–1926), Rektor der Volksschule in Oberursel
Josef Füller (1861–1953), langjähriger Bürgermeister von Oberursel
Hermann Haack (1879–1954), Beigeordneter in Oberstedten
August Brill (1879–1964), Direktor der Maschinenfabrik Turner
Karl Herrmann (1883–1962), Beigeordneter in Oberstedten
Friedrich Schweig (1874–1964), Gemeindevertreter in Stierstadt
Emil Leutloff (1879–1964), Stadtkämmerer von Oberursel
Peter Isidor Stillger (1896–1988), Hauptschullehrer in Stierstadt
Heinrich Kappus (1892–1974), Bürgermeister von Oberursel
Josef Hartmann (1889–1972), Pfarrer von St. Ursula
Karoline (Lina) Himmelhuber (1896–1979), Stadträtin und Sozialpolitikerin in Oberursel
Franz Dietz (1901–1979), Bürgermeister von Weißkirchen
Franziska Schild (1905–1993), Stadträtin und Sozialpolitikerin in Oberursel
Heinrich Beil (1907–1992), Bürgermeister von Oberursel
Gustav Lang (1901–1986), Stadtverordnetenvorsteher von Oberursel
Lia Wöhr (1911–1994), eigentlich Elisabeth Wöhr, Schauspielerin, Regisseurin, Tänzerin, Sängerin und Fernsehproduzentin.
Heinz Gehrhardt (1905–1994), Generaldirektor Alte Leipziger Versicherungen in Oberursel und Mäzen, auch Ehrenbürger von Bad Gandersheim
Heinrich Geibel (1918–2002), Bürgermeister von Stierstadt
André Lesenne (1924–2006), Stadtrat für Internationale Beziehungen von Épinay-sur-Seine
David Millington Welch (* 1931), Bürgermeister Borough of Rushmoor, England
Margarete Portefaix (* 1929), Pädagogin
Söhne und Töchter der Stadt
Leonhard Mertz (um 1430–um 1498), Franziskaner-Frater und Orgelbaumeister
Melchior Acontius (um 1515–1569), Humanist und Lyriker
Johann Spies (um 1540–1623), Drucker und Verleger
Franz Joseph Molitor (1779–1860), Religionsforscher und Lehrer
Michael Kürtel (1798–1855), Schultheiß in Oberursel und Landtagsabgeordneter
Georg Fell (1858–1938), Schlosser, Konsumgenossenschafter, Gewerkschafter, Sozialdemokrat und Manager
Robert Aumüller (1878–1953), Industrieller, Vorsitzender der Wirtschaftsgruppe Zuckerindustrie
Harold Winter (1887–1969), Bildhauer und Medailleur
Edith Oppenheim-Jonas (1907–2001), Malerin, Zeichnerin und Karikaturistin
Walter Jonas (1910–1979), Schweizer Maler, Grafiker, Kunstkritiker und der Schöpfer der urbanistischen Vision Intrapolis
Arnold Münster (1912–1990), Chemiker (Physikalische Chemie)
Anton Fischer (1924–2011), Kaufmann und Sportfunktionär
Ernst Kalb (1930–2015), Domkapitular im Bistum Mainz
Wilfried Straub (1939–2016), Fußballfunktionär, Vizepräsident des Deutschen Fußball-Bundes
Florian Homm (* 1959), Börsenspekulant und Hedgefondsmanager
Personen, die hier ihren Wohnsitz hatten oder haben
Dietrich Sartorius, († nach 1543), evangelischer Prediger der Reformationszeit.
Erasmus Alberus (um 1500–1553), Theologe, Reformator und Dichter
Rudolf Schwander (1868–1950), Oberpräsident der preußischen Provinz Hessen-Nassau und Staatskommissar der Universität Frankfurt
Kurt Aßmann (1883–1962), deutscher Marineoffizier, Archivar und Verfasser historischer Schriften
Karl Horn (Politiker, 1888) (1888–1971), Altbürgermeister von Oberursel 1926–1933
Ludwig Wilhelm von Gans (1869–1946), Unternehmer und Opfer des Nationalsozialismus
Charlotte Landé (1890–1977), Stadtärztin von Frankfurt am Main 1926–1933 und (sozial-)medizinische Autorin
Ludwig Ferdinand Clauß (1892–1974), Psychologe
Werner Hilpert (1897–1957), Landesvorsitzender der CDU, Minister für Wirtschaft und Verkehr, Minister der Finanzen
Fritz Stamer (1897–1969), Pilot, Fluglehrer und Flugzeugkonstrukteur
Victor Otto Stomps (1897–1970), Verleger und Schriftsteller
Lia Wöhr (1911–1994), Schauspielerin, Regisseurin, Tänzerin, Sängerin und Fernsehproduzentin
Herbert A. Tulatz (1914–1968), Gewerkschafter und Politiker der SPD
Gerda Johanna Werner (1914–2004), Malerin und Vorbild für die Baumpflanzerin auf den 50-Pfennig-Münzen
Jürgen Ponto (1923–1977), Vorstandssprecher der Dresdner Bank
Helmut Schlesinger (* 1924), ehemaliger Bundesbankpräsident
Heinz Köhler (1924–1994), Präsident des Bundesdisziplinargerichts in Frankfurt am Main
Klaus Traube (1928–2016), ehemaliger Atomkraftmanager, der zum Kritiker der friedlichen Atomenergienutzung wurde
Hanns Verres (1928–2003), Radiojournalist und Hörfunkmoderator
Fritz Rau (1930–2013), Konzertimpressario
Wolfgang Throll (1930–2016), Abgeordneter des Hessischen Landtags und Kämmerer von Oberursel
Dietrich Sperling (* 1933), Politiker (SPD) und ehem. Staatssekretär
Ekkehard Gries (1936–2001), Jurist und Politiker (FDP)
Franz Steinkühler (* 1937), ehemaliger Vorsitzender der IG Metall
Tassilo von Grolman (* 1942), Designer
Ernst Welteke (* 1942), ehemaliger Bundesbankpräsident
Günther Merl (* 1946), ehemaliger Vorstandsvorsitzender der Landesbank Hessen-Thüringen
Helena Döse (* 1946), schwedische Opernsängerin, Gesangspädagogin
Dorothea Henzler (* 1948), ehemalige hessische Kultusministerin (FDP)
Wolfgang Schaupensteiner (* 1948), Frankfurter Oberstaatsanwalt und „Korruptionsjäger“, dann Chief Compliance Officer für die Deutsche Bahn
Dieter Zetsche (* 1953), Vorstandsvorsitzender der Daimler AG
Jürgen Banzer (* 1955), ehemaliger Hessischer Justiz-, Kultus- und Sozialminister
Hans Zippert (* 1957), Journalist
Ann Kathrin Linsenhoff (* 1960), Olympiasiegerin 1988 im Dressurreiten, hatte ihren Wohnsitz in Oberursel
Armin Veh (* 1961), Fußballtrainer, wohnte während seines Engagements bei Eintracht Frankfurt in Oberursel[32]
Boris Guckelsberger (* 1968), Komponist
Charlotte Link (* 1963) Schriftstellerin [33]
Stefan Ruppert (* 1971), Landesvorsitzender der FDP Hessen
Kasper Hjulmand (* 1972), dänischer Fußballtrainer, wohnte während seiner Zeit beim 1. FSV Mainz 05 in Oberursel[34]
Max Schradin (* 1978), Moderator von Call-in-Gewinnspielen
John Degenkolb (* 1989), deutscher Radrennfahrer, hat seinen Wohnsitz in Oberursel[35]
Haris Seferović (* 1992), Schweizer Fußballspieler bei Eintracht Frankfurt, wohnt in Oberursel[36]
Literatur
Manfred Kopp: Nicolaus Henricus und Cornelius Sutor, Bürger und Drucker zu Ursel. Eine Chronik der Oberurseler Druckereien von 1557–1622. Oberursel 1964.
Freundeskreis St.-Ursula-Kirche: Der Turm von Sankt Ursula zu Oberursel. Oberursel 1996.
Renate Messer: Es war einmal in Oberursel. Vom Kinderautomobil zur Seifenkiste. Sutton Verlag, Erfurt 2007, ISBN 978-3-86680-100-4.
Gabriele Klempert, Hans-Curt Köster: Die Evangelische Christuskirche in Oberursel. 1913/14: Ein programmatischer Aufbruch in Geist und Stil. Aufnahmen von Stefan Rothe. Die Blauen Bücher, Verlag Langewiesche, Königstein 2014, ISBN 978-3-7845-1082-8.
Weblinks
 Wikinews: Kategorie:Oberursel – in den Nachrichten
 Commons: Oberursel (Taunus) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wiktionary: Oberursel – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
 Wikisource: Vrsel in Merians Topographia Hassiae – Quellen und Volltexte
 Wikisource: Vrsel in der Topographia Colonia et al. (Matthäus Merian) – Quellen und Volltexte
 Wikivoyage: Oberursel – Reiseführer
Website der Stadt Oberursel (Taunus)
„Oberursel, Hochtaunuskreis“. Historisches Ortslexikon für Hessen. In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).
Literatur über Oberursel in der Hessischen Bibliographie
Linkkatalog zum Thema Oberursel (Taunus) bei curlie.org (ehemals DMOZ)
Literatur zu Oberursel im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek