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Unser Erfolg basiert darauf, Muster aus möglichst vielen Datenströmen zu erkennen und diese dazu zu nutzen, Ihre Stellenanzeige kostenoptimiert zu besetzen.

Von daher wollen wir Ihnen Statistiken über Oppach nicht vorenthalten.

Geschichte
Karte von Oberreit mit Oppach von 1821 bis 1822

Oppach, als Waldhufendorf angelegt, wurde im Jahr 1336 durch die Erwähnung eines Zeugen namens Johann de Opach in einer Urkunde des Löbauer Ratsarchivs erstmals nachweislich erwähnt. Die Entstehung des Ortsnamens geht nach einer Variante wohl auf den Namen des Beiersdorfer Wassers zurück: „Oberhalb des Baches“ – „Oberbach“ – „Obbach“ – „Oppach“. Oppach und das Nachbardorf Taubenheim waren die ersten Landgemeinden in der Oberlausitz, die sich bereits um 1524 der Reformation anschlossen. Ende des 17. Jahrhunderts fanden, vertrieben durch die Gegenreformation in Böhmen, protestantische Glaubensflüchtlinge aus Fugau und der böhmischen Enklave Schirgiswalde in Oppach eine neue Heimat. Durch sie entstanden die Ortsteile Fuchs und Eichen. Mit den Exulanten hielt die gewerbliche Hausweberei in Oppach Einzug, aus der später die ersten Textilfabriken hervorgingen.

Auf dem Pickaer Berg hat zu DDR-Zeiten der VEB Gaskombinat „Schwarze Pumpe“ ein Kinder-Ferienlager für die Kinder seiner Betriebsangehörigen errichtet und unterhalten, das nach 1990 dem Verfall preisgegeben wurde.

Am 1. April 2006 wurde die alte Fugauer Straße durch einen touristischen Grenzübergang zwischen Oppach und Schluckenau wiedereröffnet.

Ortsnamenformen
1336: Johannes de Opach, 1381: Opach, 1791: Oppach, Alt- und Neu-, 1875: Oppach (Neu-, Nieder- u. Ober-)
Verwaltungszugehörigkeit
1777: Bautzener Kreis, 1843: Landgerichtsbezirk Bautzen, 1856: Gerichtsamt Neusalza, 1875: Amtshauptmannschaft Löbau, 1952: Kreis Löbau, 1994: Landkreis Löbau-Zittau, 1. August 2008: Landkreis Görlitz
Einwohnerentwicklung

Beim Zensus vom 9. Mai 2011 lebten in den 788 Wohngebäuden der Gemeinde 2548 Personen. Der Kernort Oppach bestand aus 424 Wohngebäuden und hatte 1615 Einwohner; die übrigen lebten in Lindenberg (360), Fuchs (311), Eichen (201) und Picka (61). Das Durchschnittsalter lag bei 48,5 Jahren.[3]

Jahr Einwohner
(Nieder-)Oppach[4] Gemeinde Oppach[5]
1777 6 besessene Mann,
36 Gärtner, 37 Häusler
siehe Ortsteile
1834 827 1914
1871 1207 2633
1890 1216 2766
1910 2952
1925 2977
1939 3250
1946 3987
1950 4276
1964 3938
1990 3256
2000 3203
2007 2986
2009 2914
2011 1615 2548
2012 2529
2013 2505

Politik

Gemeinderatswahl 2014[6]
Wahlbeteiligung: 55,9 % (2009: 56,2 %)

 %50403020100

44,5 %31,4 %21,2 %2,9 %

FWCDUOBLcSPD
Gewinne und Verluste

im Vergleich zu 2009
 %p   8   6   4   2   0  -2  -4  -6  -8-10

+7,0 %p
+1,9 %p-0,5 %p-8,3 %p
FWCDUOBLcSPDVorlage:Wahldiagramm/Wartung/Anmerkungen

Anmerkungen:c Oppacher Bürgerliste

Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/TITEL zu lang

Seit dem Jahr 2000 gibt es ein lockeres Bündnis aus Orten beidseits der Grenze, genannt „Fünfgemeinde“, deren Mitglieder Neusalza-Spremberg, Sohland an der Spree und Oppach auf deutscher Seite sowie Jiříkov (Georgswalde) und Šluknov (Schluckenau) auf tschechischer Seite sind. 2011 kam die Stadt Ebersbach-Neugersdorf hinzu.

Gemeinderat

Seit der Gemeinderatswahl am 25. Mai 2014 verteilen sich die 14 Sitze des Gemeinderates folgendermaßen auf die einzelnen Gruppierungen:

Freie Wähler (FW): 7 Sitze
CDU: 4 Sitze
Oppacher Bürgerliste e.V. (OBL): 3 Sitze
Bürgermeister

Bei den Wahlen im Juni 2015 konnte sich Amtsinhaber Stefan Hornig nicht gegen Sylvia Hölzel durchsetzen, Frau Hölzel wurde mit 57,4 % der Stimmen zur neuen Bürgermeisterin gewählt.[7]

Wappen

Seit dem 1. April 1995 führt die Gemeinde Oppach das aktuelle Wappen.
Das in Schildform ausgebildete Wappen wird von einem grünen Rand eingefasst, welcher auf das den Ort umgebende Landschaftsschutzgebiet „Oberlausitzer Bergland“ hinweist. Das Grün der drei Blätter sowie der weiße Untergrund der oberen Schildhälfte nehmen die Farben des Freistaates Sachsen auf. Das Blau des gewellten Bandes und das Gelb des Untergrundes der unteren Schildhälfte spiegeln gleichfalls die Farben der Oberlausitz wider. Das gewellte Band symbolisiert das Beiersdorfer Wasser, welches ab dem Busbahnhof „Alter Graben“ heißt. Es teilt den Ort – so wie das Band das Ortswappen. Die drei Blätter symbolisieren drei der Ortsteile um Oppach: der Ortsteil Lindenberg durch das Lindenblatt, der durch evangelische Exulanten aus Schirgiswalde gegründete Ortsteil Eichen (im „Eichengrund“) durch das Eichenblatt und der durch böhmische Exulanten aus Fugau gegründete Ortsteil Fuchs (die „Fug’schen“) durch ein Birkenblatt, welches wohl auf das Adelsgeschlecht Berka von der Duba verweisen soll. Die Gleichfarbigkeit der Blätter soll die Zusammengehörigkeit der Ortsteile im Ort Oppach ausdrücken und deren grafische Anordnung verweist auf die geografische Lage der Ortsteile in Bezug auf das Dorfzentrum: Lindenberg im Nordwesten, Eichen im Nordosten und Fuchs im Süden.

Städtepartnerschaften
Stadt Uhingen im Landkreis Göppingen (Baden-Württemberg)
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Bauwerke
Stich des Schlosses Oppach, Mitte des 19. Jahrhunderts
Das leerstehende Schloss Oppach im Jahr 2011
Das Schloss Oppach wurde 1790 für Gottlob Adolf Ernst von Nostitz und Jänkendorf errichtet und 1844 für den sächsischen Innenminister Eduard Gottlob von Nostitz und Jänckendorf umgebaut. Ein Jahrhundert später wurde es in der Bodenreform in der Sowjetischen Besatzungszone enteignet und als Unterkunft für Flüchtlinge und Vertriebene genutzt. In den 1950er Jahren wurde darin ein Kindergarten eingerichtet und später fand in einem kleinen, inzwischen wieder abgerissenen, zweiten Gebäude auch Grundschulunterricht statt. Das Schloss steht derzeit leer und ist sanierungsbedürftig.
Die evangelische Kirche in Oppach wurde 1785–1787 nahezu neu erbaut, weil hier durch die Gegenreformation viele protestantische Exulanten angesiedelt wurden. 1923 wurde ein neuer und größerer Turm errichtet, der sich über einer Eingangshalle erhebt.
Wanderpfade
(Sägewerk) Buschmühle
Oppacher Ringweg: Dammmühlteich (Gondelteich), denkmalgeschützte Umgebindehäuser, Buschmühle (Geburtshaus von H.-G. Zumpe), höchster Punkt Galgenberg (etwa 400 m) mit Sicht in das Zittauer Gebirge und das Isergebirge
Oppacher Brunnenpfad: 4,4 km lang, „Auf den Spuren des Pegasus“ (Firmenlogo der Oppacher Mineralquellen), acht Schautafeln entlang des Pfades über die Landschaft und Natur des Oberlausitzer Berglandes sowie über die Herkunft und Förderung des Oppacher Mineralwassers
Rundweg Grenzmühlteich
Rundweg Gondelteich
Sport

Das Stadiongelände am Lindenberg umfasst zwei Tennisplätze (Rotstein) und zwei große Fußballfelder (einen Rasenplatz und einen Grünsteinplatz), die vom Tennisclub Oppach (TC Oppach e. V.) und vom Fußballspielverein Oppach (FSV Oppach e. V.) bewirtschaftet werden. Gleich neben der Sportanlage befindet sich das Oppacher Freibad, mit einem Beach-Volleyballplatz. Des Weiteren gibt es in der Oberlausitzer Gemeinde einen Skihang, der im Winter vom Ski-Club Oppach (SC Oppach e. V.) betrieben wird. Im Oppacher Kretscham und im Haus des Gastes (Schützenhaus) gibt es jeweils eine Kegelbahn.

Wirtschaft und Infrastruktur
Ansässige Unternehmen

Die 1991 gegründete Oppacher Mineralquellen GmbH & Co. KG blickt auf eine bis 1886 reichende Geschichte als Destillation und Obstkelterei zurück. Für alkoholfreie Getränke wird das aus sechs eigenen Tiefbrunnen gewonnene natürliche Mineralwasser erst seit 1953 genutzt. Eines der typischen Produkte aus den Zeiten der DDR, die Orangen-Perle, wird bis heute produziert. Im Jahr 2000 wurde der Betrieb von der Actris AG übernommen und Anfang 2007 wieder getrennt.

Verkehr

Der Bahnhof Oppach lag von 1892 bis 1945 an der Schmalspurbahn Taubenheim–Dürrhennersdorf. Diese ist stillgelegt.

Persönlichkeiten
Söhne und Töchter der Gemeinde
Hermann Zumpe (1850–1903), Dirigent
Carl Adalbert Förster (1853–1925), Textilfabrikant, Reichstags- und Landtagsabgeordneter
Rolf Herzog (1919–2006), Professor für Völkerkunde
Helmut Vietze (1925–2002), Jazz- und Unterhaltungsmusiker
Ehrenbürger
2006, erste Ehrenbürgerin: Anne-Rose Säuberlich (3. Juli 1924–28. Mai 2009), Zirkelleiterin für Textilgestaltung und Lehrerin, erstellte eine Sammlung von ortsgeschichtlichen Dokumenten und von Textilarbeiten
Literatur
Cornelius Gurlitt: Oppach. In: Beschreibende Darstellung der älteren Bau- und Kunstdenkmäler des Königreichs Sachsen. 34. Heft: Amtshauptmannschaft Löbau. C. C. Meinhold, Dresden 1910, S. 491.
Hermann Adolph Thomas: Einiges aus der Geschichte der Parochie Oppach im Königlich Sächsischen Markgrafthum Oberlausitz. Neusalza 1877 (Digitalisat)
Fußnoten

↑ Aktuelle Einwohnerzahlen nach Gemeinden 2015 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).

↑ www.oberlausitzer-woerterbuch.de

↑ Zensus 2011 – Gemeinde Oppach

↑ Niederoppach im Digitalen Historischen Ortsverzeichnis von Sachsen

↑ Oppach im Digitalen Historischen Ortsverzeichnis von Sachsen

↑ Ergebnisse der Gemeinderatswahl 2014

↑ https://www.statistik.sachsen.de/wpr_alt/pkg_s10_bmlr.prc_erg_bm_a?p_bz_bzid=BM151&p_ebene=GE&p_ort=14626410

Weblinks
 Commons: Oppach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikisource: Rittergüter und Schlösser im Königreiche Sachsen: Oppach – Quellen und Volltexte
Fremdenverkehrsverein Oppach e. V.

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Ortsteile der Gemeinde Oppach

Eichen |
Fuchs |
Lindenberg |
Oppach |
Picka

Normdaten (Geografikum): GND: 4330635-4 (AKS)

Abgerufen von „https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Oppach&oldid=168872070“
Kategorien: OppachGemeinde in SachsenOrt in der OberlausitzOrt im Landkreis Görlitz

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Diese Seite wurde zuletzt am 7. September 2017 um 15:52 Uhr bearbeitet.
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