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Geschichte
Oschatz um 1830
Ersterwähnung bis 18. Jahrhundert

Das Gebiet der heutigen Stadt ist seit der Jungsteinzeit besiedelt. Von der einstigen sorbischen und frühdeutschen Burgwardanlage in Altoschatz ging der Ortsname Oscec (= Ozzec = Verhau) hervor. 1200 wurde ein Johannes de Ozzetz erwähnt, jedoch ist die Zuweisung zu Oschatz unsicher. Die sichere Ersterwähnung der Stadt stammt aus dem Jahr 1238, hier wurde Ozzechz in einer Urkunde des Markgrafen Heinrich III. von Meißen genannt. Die älteste im Stadtarchiv befindliche Urkunde, ein Indulgenzbrief des Bischofs Conrad von Meißen, ist auf 1246 datiert. Im Jahr 1344 wurde die Bürgerwehr Die Geharnischten durch den Städtebund Oschatz, Torgau und Grimma erstmals erwähnt, seit 1365 ist auch ein Schulmeister überliefert. Eine „Vestung“ wurde in Oschatz 1377 erstgenannt, es wurde ein Stadtwachturm auf dem Gebiet des heutigen Museums errichtet. 1394 wurde der Stadt das Marktrecht zugesprochen.

Rathaus Oschatz 1838, also vor dem Brand von 1842

Nach dieser Zeit des Wohlstands folgte die Stadtplünderung durch die Hussiten. Die Stadt wurde verwüstet und gebrandschatzt. Im Jahr 1451 besaß Oschatz das Meilenrecht, dies kann aus einem Innungsbrief der Schuhmacher belegt werden. Am Neumarkt wurde 1477 ein erstes Rathaus errichtet. 1478 schließlich erwarb die Stadt die eigene Gerichtsbarkeit vom Landesherren. Das heute noch bestehende Rathaus wurde in den Jahren von 1538 bis 1546 erbaut. Während der Reformation wurde Oschatz wie viele umliegende Städte protestantisch. Heute befinden sich Briefe von Luther, Melanchthon und Justus Jonas dem Älteren im Ratsarchiv. Um 1566 forderte die Pest unter 3000 Einwohnern in der Stadt 900 Tote.
Oschatz war 1583 von Hexenverfolgung betroffen. Leonhard Sihra geriet in einen Zaubererprozess und wurde erhängt.[4]

Oschatz, ehemalige Stadtschreiberei

1616 ereignete sich der erste Stadtbrand, der 440 Häuser und Scheunen vernichtete. Es blieben lediglich 24 Häuser innerhalb der Stadtmauern unversehrt. Im Jahr 1626 war Oschatz mit 3500 Einwohnern siebtgrößte Stadt in Sachsen. In den Jahren von 1631 bis 1648 wurde die Stadt im Zuge des dreißigjährigen Krieges mehrere Male geplündert, Bürger wurden einquartiert oder kontributiert. Eine zweite Pestwelle forderte noch einmal etwa 2000 Opfer. Bis 1650 fiel die Einwohnerzahl auf 1700. Bei einer dritten und letzten Pest starben zwischen 1680 und 1682 noch einmal 658 Menschen, davon 231 Kinder.
Im Jahr 1683 wurde eine Poststation eingerichtet; der folgten 1724 steinerne Kursächsische Postmeilensäulen, die heute nicht mehr vorhanden sind. Während des Siebenjährigen Krieges trafen die Parteien unter anderem im Gefecht bei Oschatz zusammen. 1769 wurde die Schulpflicht für Kinder von fünf bis vierzehn Jahren in Oschatz eingeführt.

19. Jahrhundert bis heute
Ansicht um 1850

1801 wurde mit dem „Oschatzer Erzähler“ die erste Zeitung der Stadt herausgegeben. Während der Napoleonischen Herrschaft 1806–1813 gab es Truppenbewegungen durch die Stadt. Im April 1813 verweilte Johann Wolfgang von Goethe im Gasthof „Löwe“. 1818 wurde Oschatz Garnisonsstadt des sächsischen Schützenbataillons. Mit der Fertigstellung des Bahnhofes „Zschöllau / Oschatz“ 1838 bekam die Stadt Anschluss an die noch im Bau befindliche erste deutsche Ferneisenbahn, die Leipzig-Dresdner Eisenbahn, die schließlich 1839 fertiggestellt wurde. 1842 zerstörte ein zweiter Stadtbrand 375 Gebäude. Im Jahr 1867 wurde Oschatz Garnisonsstadt für das 1. Ulanenregiment in der 1. Königlich Sächsischen Division. 1875 wurde aus dem Gerichtsamt die Amtshauptmannschaft Oschatz gebildet. 1885 begann der Bau der Schmalspurbahnstrecke nach Mügeln, 1891 wurde die Schmalspurstrecke nach Strehla fertiggestellt. Das erste städtische Krankenhaus wurde 1895 am Stadtpark errichtet.

Von April bis Mai 1933 bestand im städtischen Ferienlager Pappenheim ein Konzentrationslager.

Am 1. Juli 1934 wurde der Ort Zschöllau eingemeindet. Ein Jahr später wurden der Oschatzer Fliegerhorst gebaut und eine Wehrkreisremonteschule gebildet. Während des Zweiten Weltkrieges von 1939 bis 1945 kam es zu keinen großen Kriegszerstörungen.

Vom Februar 1941 bis April 1945 befand sich in der Oschatzer Lutherstraße die Hauptverwaltung des Kriegsgefangenenlagers Stalag IV G der deutschen Wehrmacht. Von hier aus wurden Zehntausende von Kriegsgefangenen zur Zwangsarbeit im näheren und auch weiteren Umkreis verteilt.[5][6]

Am 26. April 1945 wurde Oschatz kampflos an die Alliierten übergeben. Am 5. Mai wurden diese durch sowjetische Truppen abgelöst.

Weitere Eingemeindungen erfolgten am 1. Juli 1950 mit Altoschatz und Ortsteilen sowie mit Striesa. Oschatz wurde 1952 Kreisstadt des aus der Amtshauptmannschaft gebildeten Kreises Oschatz, der im Bezirk Leipzig lag. 1976 begann der DDR-Wohnungsbau in Oschatz-West in Plattenbauweise und dauerte bis 1987 an. Am 1. Januar 1973 wurde Lonnewitz (mit Rechau und dem am 1. Juli 1950 eingemeindeten Zöschau) nach Oschatz eingemeindet. Merkwitz, Schmorkau (mit dem am 1. Juli 1950 eingegliederten Mannschatz) und Thalheim (mit Kreischa und dem seit dem 1. Januar 1936 zu Thalheim gehörenden Ort Saalhausen) kamen am 1. Januar 1974 hinzu. Die Stadt hatte 1979 insgesamt 18.804 Einwohner. Die 750-Jahr-Feier der Ersterwähnung 1238 fand 1988 statt.

Nach der Wende wurde 1990 der erste Stadtrat frei gewählt. Oschatz hatte nun 19.392 Einwohner. Am 1. Januar 1994 wurden als letzte Ortsteile Limbach und Leuben eingemeindet. Mit der Bildung des Landkreises Torgau-Oschatz verlor die Stadt den Kreissitz nach Torgau und wurde 1997 Große Kreisstadt. 2000 wurde 800-jähriges Ortsjubiläum gefeiert. In den Jahren von 2000 bis 2005 wurden Neu- und Altmarkt sowie das Rathaus rekonstruiert. 2006 richtete Oschatz die vierte sächsische Landesgartenschau aus. 2010 errang die Stadt Silber beim Bundeswettbewerb „Unsere Stadt blüht auf“.

Geschichte des Ortsnamens

„Oschatz, Oschitz, Ossatz, lat. Oschatium, Ositium, eine Stadt und Amt im Marggrafthum und Krayse Meissen, zwischen Meissen und Wurzen, an der Dölnitz oder Döltzsch, so bey Strehlen in die Elbe kommt. Der Name ist slavisch, und soll so viel, als Ost= oder Morgen=Licht bedeuten. So wird auch in einigen alten monumentis gefunden, als ob es etwan 1048 von dem Kayser Heinrichen III unter dem Namen Ostzech, nebst Leißnig und Strehla dem Stifft Zeitz einverleibet worden, und im Pago Dalemenca gelegen sey; wie denn nicht weit von Oschatz das alte Städtlein Dalen oder Dahlen liegt, dessen Name eine Reliquie des gedachten Pagi zu seyn scheinet. Der Landgraff Friedrich mit dem Bisse von Thüringen und Marggraff zu Meissen, hat dieses Oschatz in besonderen Ehren gehalten, und gleichsam seinen Schatz zu nennen pflegen; wie er denn ein Franciscanerkloster allda gestifftet, ein Archidiaconat des Stifts Meissen, nebst 6 Canonicis dahin verleget, und auf einem Schlosse vor der Stadt davon noch Merckmahle übrig, öffters sein Vergnügen gehabt haben soll. Herzog George von Sachsen hat vorgehabt, ein Collegiat=Stifft hieher zu legen, hat auch zu Erbauung der Kirchen, Rathhauses und anderer Gebäude viel beygetragen. Sonst sollen die Hußiten übel daselbst gehauset haben. Im Jahre 1616 ist die Stadt fast gar abgebrannt, und ob sie sich zwar wieder in etwas erholet, ward sie doch 1632 von den Kayserlichen, und 1637 von den Schwedischen ausgeplündert, und das letzte Mal zugleich abgebrannt. Die Stadt ist Schrifftsäßig, und hat der Rath die Gerichte daselbst Pachtweise.“

– Zedlers Universal-Lexikon, 1722[7]

Der Sage nach suchte der Kaiser nach einem Namen für die Stadt an der Döllnitz und fragte seine Frau: „Wie soll ich diese Stadt nur nennen?“ Darauf soll seine Frau geantwortet haben: „Oh Schatz …“.

Politik

Kommunalwahl 2014[8]
Wahlbeteiligung: 42,3 % (2009: 43,7 %)

 %403020100

37,0 %13,0 %19,3 %12,6 %5,9 %7,4 %5,0 %

CDUFDPLinkeFWONPDGrüneSPD
Gewinne und Verluste

im Vergleich zu 2009
 %p   6   4   2   0  -2  -4  -6  -8-10

+1,4 %p
-9,2 %p+1,7 %p+4,6 %p-0,3 %p+1,7 %p+0,3 %p
CDUFDPLinkeFWONPDGrüneSPD
Stadtrat

Der Stadtrat setzt sich seit der Kommunalwahl vom 25. Mai 2014 wie folgt zusammen:

Partei CDU LINKE FWO GRÜNE FDP SPD NPD Gesamt
Sitze 11 5 3 2 3 1 1 26

Wappen, Flagge und Dienstsiegel

Die Große Kreisstadt Oschatz führt laut Hauptsatzung vom 1. Januar 2002 ein Wappen, eine Flagge und ein Dienstsiegel.
(1) Das Wappen zeigt auf gelbem Grund einen stehend schwarzen Löwen und 3 rote Sterne. Es handelt sich hierbei offensichtlich um eine Variante des Meißner Löwen.
(2) Als Flagge führt die Große Kreisstadt Oschatz die Farben Schwarz/Gelb in Längsbahnen. Es kann auf dieser Flagge auch das Wappen angebracht sein.
(3) Ihr Siegel trägt Namen und Wappen der Stadt. Unter dieser Satzung gedruckt, beurkundet es seine Form.

Partnerstädte
Frankreich Vénissieux in Frankreich
Tschechien Třebíč (Trebitsch) in Tschechien
Deutschland Blomberg in Nordrhein-Westfalen
Deutschland Filderstadt in Baden-Württemberg
Polen Starogard Gdański (Preußisch Stargard) in Polen
Sehenswürdigkeiten
St. Aegidien
Brunnen von 1589 auf dem Neumarkt
Das Oschatzer Wappentier, der Löwe, auf dem Brunnen

Die Oschatzer Altstadt hat noch Teile des mittelalterlichen Mauerrings. Nach zwei großen Stadtbränden 1616 und 1842 stammt die heutigen Bebauung überwiegend aus dem 19. Jahrhundert. Manches ist aber älter.

Bauwerke an Kirchplatz und Neumarkt
Das Rathaus wurde 1538 bis 1546 auf dem Grundstück eines seit 1477 von der Stadt erworbenen und als Rathaus genutzten Privathauses errichtet. Nach dem Brand von 1842 wurde beim Wiederaufbau nach Plänen von Gottfried Semper der Turm um mehrere Stockwerke erhöht, dagegen der Stufengiebel um eine Etage vermindert.[9][10]
Die zweitürmige St.-Aegidien-Kirche ist ein neugotisches Bauwerk aus den Jahren 1846–1849 auf dem Grund mittelalterlicher Vorgänger.
Im Südturm der St.-Aegidien-Kirche liegt die bis 1968 bewohnte Türmerwohnung. Heute sind die drei kleinen Räume zu besichtigen, in denen zuletzt ein Türmer mit seiner vierzehnköpfigen Familie lebte.[11]
Vogtshaus, ursprünglich ein romanischer Bau aus dem Jahr 1180, mehrfach umgestaltet, von 1544 bis 1843 Zunfthaus der Tuchmacher.
Stadtschreiberei. Die heutige Gestalt des Gebäudes entstand weitgehend 1611 bis 1617.
Alte Stadtschule, heutiges Gebäude von 1629.
Rektorat, heutiges Gebäude von 1621.
Bauwerke in der übrigen Altstadt
Die Klosterkirche (St. Marien)[12] gehörte ursprünglich zu einem 1228 gegründeten Franziskanerkloster. Der heutige gotische Kirchenbau wurde 1428 errichtet, nach der Zerstörung der alten Kirche bei einem Hussitenvorstoß. Seit der Reformation diente das Gebäude zumeist nicht kirchlichen Zwecken, beherbergt aber seit 1924 nach Umbauten im Inneren wieder einen Andachtssaal und andere Räumlichkeiten der evangelischen Kirchengemeinde.[13]
Das Archidiakonat diente seit 1394 als Armenspital und umfasst auch die Elisabethkapelle aus dem Jahr 1410 mit Fresken.
Das Stadt- und Waagenmuseum ist ein Ensemble aus vier Gebäuden:
Ratsfronfeste, errichtet 1573/74, beherbergt unter anderem eine Folterkammer,
Amtsfronfeste, errichtet zwischen 1553 und 1556 als Wohnung des Fronboten,
Burschenhaus, beherbergt das Waagenmuseum,
Wachturm von 1377, zugänglich als Aussichtsturm, Teil der Stadtmauer.
Zu den Schätzen des Museums gehört ein Manuskript des Sachsenspiegels aus dem Jahr 1382.
Kleinere Objekte im Stadtbild
Marktbrunnen von 1588/89
ein Korbpranger von 1532 beim Rathausturm
Nachbildungen alter Meilensteine
von 1724 an der Ecke Brüderstraße/Leipziger Platz (ehemaliges Leipziger Tor)
von 1860 am ehemaligen Altoschatzer Tor (Original im Garten des Museums)
Bauwerke außerhalb der Altstadt
Schloss Osterlant, „Wüstes Schloss“, Ruine einer vierflügeligen Schlossanlage aus dem 13. Jahrhundert, schon seit dem 14. Jahrhundert nicht mehr genutzt.
Kirche Altoschatz, 1330 Pfarrkirche, heutiges Gebäude aus dem 16. und 17. Jahrhundert.
Die Friedhofskirche St. Georg, gotische Saalkirche mit flacher Decke, 1583–1587 während einer Pestepidemie errichtet, heute städtische Trauerhalle.
Schloss Leuben, barocker Landsitz.
Verkehrsbauwerke
Landesgartenschau 2006
Döllnitzbahn, 750 mm Spurweite, Alltags- und Museumsbetrieb, Schülerverkehr in das Thomas-Mann-Gymnasium während der Schulzeit
Brücke aus Textilbeton im Stadtpark, 8,6 m lang und 2,5 m breit. Sie ist die weltweit erste derartige Brücke, wurde an der TU Dresden entwickelt und zur Landesgartenschau 2006 errichtet.
Gedenkstätten
Ehrenmal im Stadtpark für die Opfer des Faschismus mit einer zusätzlichen Erinnerungstafel für französische Widerstandskämpfer, die 1984 angebracht wurde
Grabstätten und Gedenkstein auf dem Friedhof seitlich der Kapelle für 19 weibliche, überwiegend jüdische KZ-Häftlinge, die bei einem Todesmarsch von einem der Außenlager des KZ Buchenwald im April 1945 ums Leben kamen
Auf dem gleichen Friedhof befindet sich die Grabstätte des Widerstandskämpfers Erich Vogel
Gedenkstein an der Ecke Leipziger Platz/Friedrich-Naumann-Promenade zur Erinnerung an den Zwischenaufenthalt des KPD-Vorsitzenden Ernst Thälmann, bevor dieser in das Zuchthaus Bautzen überführt wurde
Gedenktafel am Haus Strehlaer Straße 5, gleichfalls Thälmann gewidmet, der 1944 im KZ Buchenwald ermordet wurde
Wirtschaft und Infrastruktur
Verkehr

Oschatz hat eine Autobahnanbindung an die Bundesautobahn 14 über die Ausfahrten Mutzschen, Leisnig oder Döbeln-Nord. Die Bundesstraße 6 führt durch die Stadt und die Bundesstraße 169 führt wenige Kilometer an Oschatz vorbei und dient der regionalen Anbindung an die A14 sowie die Städte Döbeln (Richtung Chemnitz) und Riesa (Richtung Cottbus). Im Schienenverkehr hat Oschatz über den Bahnhof Oschatz Anschluss an die Bahnstrecke Leipzig–Dresden und die schmalspurige Döllnitzbahn über Mügeln nach Kemmlitz/Glossen. Im Luftverkehr gibt es als Sonderlandeplatz den Flugplatz Oschatz. Der nächste große Verkehrsflughafen ist Leipzig/Halle.

Ansässige Unternehmen

Größere ortsansässige Unternehmen sind das Betonwerk Oschatz, ein mittelständischer Fertigteilproduzent, die DOROW & Sohn KG im Bereich Großhandel Haustechnik, Stahl und Flüssiggas, der Elektrobau Oschatz, ein Hersteller von Zündeinrichtungen für Leuchtstofflampen, Frankenstolz, ein Zweigwerk eines mittelständischen Betten- und Matratzenproduzenten und die Oschatzer Fleischwaren GmbH. Des Weiteren gibt es die Oschatzer Waagen GmbH im Bereich der Entwicklung, Konstruktion, Fertigung und Service von Schütt-, Absack- und Behälterwaagen sowie Big-Bag-Befüll- und -Entleereinrichtungen, die P-D Glasseiden GmbH Oschatz, ein Hersteller von Endlos-Glasfasern für die Kunststoffverstärkung, das Unternehmen Pharma-Ei (Mannschatz), ein Zulieferer für die Produktion von Impfseren, sowie die Tyczka Totalgaz GmbH, u. a. ein Tanklager für Autogas für Umkreis von ca. 100 Kilometern. Im Ortsteil Lonnewitz befindet sich der Fach- und Versandhandel Musikhaus Korn.

Die Collm Klinik Oschatz GmbH ist mit 210 Betten ein Krankenhaus der Regelversorgung, Träger sind der Landkreis und die Asklepios Kliniken Verwaltungsgesellschaft mbH.

Sonstiges

Der „Academixer“ Jürgen Hart hat einmal die Frage, wo das reinste Sächsisch gesprochen wird, mit „Oschatz“ beantwortet, „weil sich hier die Einflüsse von Leipzig und Dresden mischen“.

Persönlichkeiten
Schloss Leuben (1840)
Bahnhof Oschatz 2011
Söhne und Töchter der Stadt
Johann VI. von Saalhausen (1444–1518), Bischof von Meißen
Balthasar Sartorius (1534–1609), lutherischer Theologe
Johannes Rhenius (1574–1639), Pädagoge
Johann Georg Böse (1662–1700), Theologe
Siegmund Ehrenfried von Oppel (1687–1757), Kammerpräsident, Obersteuerdirektor und Präsident des Geheimen Rats von Sachsen-Gotha-Altenburg
Johann August Richter (um 1695–nach 1743), Kartograph und Zeichner
Heinrich Karl Eichstädt (1771–1848), Altphilologe, Professor in Leipzig und Jena
Ludwig Theodor Zöllner (1796–1860), Zeichner und Lithograph
Adolf Ferdinand Krech (1803–1869), Schuldirektor
Constantin Hering (1800–1880), gilt als Begründer der Homöopathie in Amerika
Carl Eduard Hering (1807–1879), Lehrer, Organist und Komponist
Hermann von Nostitz-Wallwitz (1826–1906), sächsischer Innen- und Außenminister, Minister des Königlichen Hauses
Hugo Nauck (1837–1894), deutscher Architekt, Oberbaurat und Landbaumeister in Sachsen
Ernst Wahliss (1837–1900), österreichischer Geschäftsmann und Porzellanwarenfabrikant
Hans Winkler (1877–1945), Botaniker
Siegfried Sieber (1885–1977), deutscher Heimatforscher und Lehrer
Curt Höppner (1887–1966), deutscher Bauingenieur, Architekt und Direktor der Baugewerkschulen in Deutsch Krone, Frankfurt (Oder), Eckernförde, Münster und Köln
Theodor Schultze-Jasmer (1888–1975), Maler, Grafiker und Fotograf
Friedrich Burkhardt (1890–?), Gewerkschaftssekretär, Polizeihäftling im KZ Buchenwald und nach ihrer Eröffnung Führer durch die Gedenkstätte
Susanne Leonhard (1895–1984), Schriftstellerin
Rudolf Greifeld (1911–1984), Jurist, Geschäftsführer des Kernforschungszentrums Karlsruhe
Ewald Katzschmann (1913–1994), Chemiker
Marieluise Bernhard-von Luttitz (1913–1997), Schriftstellerin
Ernst-Jürgen Dreyer (1934–2011), Schriftsteller, Dramatiker, Übersetzer und Musikwissenschaftler
Hermann Wolf (1937–2016), Pianist und Klavierpädagoge
Hermann Rudolph (* 15. März 1939), Journalist und Herausgeber der Zeitung Der Tagesspiegel
Axel Kählert (* 23. Dezember 1950), Handballspieler
Dagmar Schellenberger (* 8. Juni 1958), Opernsängerin
Kerstin Knabe geb. Claus (* 7. Juli 1959), Leichtathletin, 1983 Vizeweltmeisterin im 100-Meter-Hürdenlauf
Roland Wetzig (* 24. Juli 1959), Bobfahrer (Olympiasieger 1984)
Birgit Treiber (* 26. Februar 1960), Schwimmerin, Weltmeisterin und mehrfache Europameisterin
Detlef Bertz (* 2. April 1962), Rennrodler
Andreas Boyde (* 13. November 1967), Konzertpianist
Kristina Schmidt (Juristin) (* 26. August 1968), Richterin am Bundesarbeitsgericht
Jürgen Rische (* 30. Oktober 1970), Fußballspieler (Deutscher Meister und DFB-Pokalsieger)
Joey Grit Winkler (* 4. Juni 1975), Moderatorin und Journalistin
Lukas Koch (* 30. Dezember 1980), Fernsehmoderator
Tom Geißler (* 12. September 1983), Fußballspieler in der 2. Fußball-Bundesliga
Ulrike Mertesacker (* 25. April 1984), Handballspielerin in der deutschen Nationalmannschaft
Kristina Schlechter (* 19. September 1984), Volleyball- und Beachvolleyballspielerin
Lucie Heinze (* 1988), Schauspielerin
Babett Peter (* 12. Mai 1988), Fußballspielerin, (DFB-Pokalsiegerin mit 1. FFC Turbine Potsdam), Weltmeisterin 2007
Melanie Müller (* 10. Juni 1988), Reality-TV-Darstellerin und Schlagersängerin
Roven Vogel (* 17. Juli 2000), Schachspieler
Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben
Paul Mathesius (1548–1584), lutherischer Theologe, Professor der Theologie an der Universität Leipzig und Superintendent in Oschatz
Gottfried Cundisius (1599–1651), lutherischer Theologe, Professor an der Universität Jena und Superintendent in Oschatz
Martin Blochwitz (1602–1629), Mediziner, praktischer Arzt, Stadtphysikus in Oschatz
Johann Carl Friedrich von Brause (1729–1792), lutherischer Theologe, Superintendent von Oschatz
Carl Gottlieb Hering (1766–1853), Lehrer, Musiker (Organist) und Komponist, vertonte in Oschatz bekannte Kinderlieder
Carl August Gadegast (1791–1865), Landwirt und Schafzüchter, MdL
Theodor Günther (1823–1889), Rittergutsbesitzer in Saalhausen und konservativer Politiker, MdR, MdL
Georg von Metzsch-Reichenbach (1836–1927), sächsischer Politiker, Ministerpräsident, 1875–1880 Amtshauptmann in Oschatz
Ernst Ahnert (1859–1944), bedeutender Stenograf, u. a. von Reden und Tischgesprächen Bismarcks und der Friedensverhandlungen in Versailles (1919); lebte und wirkte von 1897 bis 1901 in Oschatz, davor in Zwickau und Varel/Friesland, danach in Dresden
Hermann Groine (1897–1941), seit 1934 NSDAP-Kreisleiter in Oschatz
Eugen Bönsch (1897–1951), einer der erfolgreichsten Jagdflieger der k.u.k. Luftfahrtruppen im Ersten Weltkrieg und im Zweiten Weltkrieg Befehlshaber des Flugplatzes Oschatz
Wilhelm Kunze (1894–1960), 1945 unter sowjetischer Verwaltung Polizeichef und 2. Bürgermeister von Oschatz
Frank Kupfer (* 10. Juli 1962), seit dem 18. Juni 2008 Sächsischer Staatsminister für Umwelt und Landwirtschaft
Siehe auch: Liste der Superintendenten in Oschatz
Ehrenbürger

Datum der Verleihung Name Geburtsjahr Sterbejahr Bemerkung
26. Februar 1839 Heinrich Karl Eichstädt 1771 1848 Altphilologe, Geheimer Hofrat in Jena
8. Januar 1842 Johann Friedrich Anders 1828 1842 Vorbild der Menschen im Jahr 1842
23. Dezember 1845 Carl Gottfried Grohmann 1784 1853 Hofsekretär und Kammerzahlmeister aus Dresden
4. Januar 1875 Ernst Wilhelm Stübel 1806 1889 Bürgermeister von 1853 bis 1874 in Oschatz
2. Oktober 1876 Gottlob Wilhelm Moritz Kopp 1815 1880 Stadtverordnetenvorsteher, Bankier, Sparkassen-Kassierer in Oschatz
27. April 1882 Dr. med. Franz Gustav Hase 1802 1885 praktischer Arzt in Oschatz
6. Juli 1888 Friedrich Wilhelm Lehmann 1814 1892 erster besoldeter Stadtrat von 1869 bis 1892 in Oschatz
19. November 1888 Gottlieb Ehrenfried Nitzsche 1813 1889 zweiter besoldeter Stadtrat von 1869 bis 1889 in Oschatz
31. Dezember 1891 Robert Carl Gadegast 1828 1907 Ökonomie- und Stadtrat, Rittergutsbesitzer
1. Oktober 1893 Dr. med. Ernst Moritz Siegert 1820 1896 Königlicher Stadtbezirksarzt in Oschatz
20. November 1893 Dr. med. h. c. Friedrich Wilhelm Bernhardt 1814 1900 Assistenz- und Stadtwundarzt
1. April 1895 Fürst Otto von Bismarck-Schönhausen 1815 1898 Reichskanzler
20. Juli 1895 Ernst Adolf Schmorl 1818 1907 Königlich Sächsischer Notar und Rechtsanwalt, Stadtrat
1. März 1909 Carl Gottfried Kutzsche 1845 1925 erster besoldeter Stadtrat 1892–1914 und stellv. Bürgermeister
29. Juni 1914 Ernst Robert Härtwig 1846 1931 Bürgermeister 1879–1914
30. Dezember 1921 Hans Julias Schmorl 1859 1940 Justizrat, Königlich Sächsischer Notar, Rechtsanwalt in Oschatz
1. Oktober 1932 Theodor Georg Schulze 1867 1943 erster besoldeter Stadtrat und Bürgermeister von 1923 bis 1932
27. Oktober 1995 Gertrud Käthe Lydia Ludwig 1905 2001 Initiatorin einer Demonstration von Oschatzern am 25. April 1945 zur kampflosen Übergabe der Stadt an die Alliierten
3. Oktober 2000 Andreas Hans Berthold Zehme 1938 Pfarrer i. R. (BVK)
5. Januar 2010 Dr. theol. Martin Kupke 1940 Superintendent des Kreises Oschatz 1986–1999, für seine Verdienste während der friedlichen Revolution im Herbst 1989

Quelle: „Rund um den Collm“ Ausgabe Nr.11 (217) 1995
Kirchbuch Oschatz 1784 Nummer 106 Carl Gottfried Grohmann
Kirchbuch Oschatz 1771 Nr. 63 8. August geb. getauft 11. August Heinrich Carl Abraham ein Sohn von M. Johann Abraham Eichstädt, Archidiaconi
Literatur
Um Oschatz und Riesa (= Werte unserer Heimat. Band 30). 1. Auflage. Akademie Verlag, Berlin 1977.
Cornelius Gurlitt: Oschatz. In: Beschreibende Darstellung der älteren Bau- und Kunstdenkmäler des Königreichs Sachsen. 28. Heft: Amtshauptmannschaft Oschatz (II. Teil). C. C. Meinhold, Dresden 1905, S. 207.
Carl Samuel Hoffmann: Historische Beschreibung der Stadt, des Amtes und der Dioeces Oschatz in ältern und neuern Zeiten. mehrbändiges Werk, Oldecop, Oschatz 1815ff. (Digitalisat)
Torsten Remus: Das romanische Vogtshaus in Oschatz. in: Yves Hoffmann, Uwe Richter (Hg.): Die Frühgeschichte Freibergs im überregionalen Vergleich. Städtische Frühgeschichte – Bergbau – früher Hausbau. Mitteldeutscher Verlag, Halle/Saale 2013, S. 417–432, ISBN 978-3-95462-132-3
Weblinks
 Commons: Oschatz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikivoyage: Oschatz – Reiseführer
Geschichte der Stadt Oschatz
Oschatz im Digitalen Historischen Ortsverzeichnis von Sachsen