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Multiposting im CPC-Bereich​

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Wir lieben Statistiken und Daten…

…um dort Entscheidungshilfen heraus zu extrahieren.
Unser Erfolg basiert darauf, Muster aus möglichst vielen Datenströmen zu erkennen und diese dazu zu nutzen, Ihre Stellenanzeige kostenoptimiert zu besetzen.

Von daher wollen wir Ihnen Statistiken über Osterburken nicht vorenthalten.

Geschichte
Bis zum 19. Jahrhundert

Erste archäologische Nachweise einer Besiedlung im Raum der heutigen Stadt stammen aus der Jungsteinzeit um 4000 v. Chr. Die Römer richteten um 160 n. Chr. einen Kastell am äußeren obergermanischen Limes ein. Nach dem „Limesfall“ um 260 n Chr. wird von einer kontinuierlichen Besiedlung durch die Alemannen ausgegangen. Die älteste erhaltene schriftliche Erwähnung von Osterburken als „Burchaim“ im Gau Wingarteiba findet sich in der Bestätigung aus dem Jahr 822 für eine Schenkungsurkunde mit der rund 80 Jahre zuvor eine Martinsbasilika durch Karlmann an das Bistum Würzburg gegeben worden war.[3] Der von dem Geograph von Ravenna genannte Name Augusta Nova einer Civitas wurde für Osterburken vermutet ist aber nicht gesichert.[4]

Während der Zeit der Stammesherzogtümer lag der Ort im Herzogtum Franken.

Zisterzienserinnen gründeten 1236 das Kloster Seligental. Nach dem Tod des letzten Grafen der Linie Rieneck-Rothenfels 1333 erbte dessen Neffe, Ulrich II. von Hanau, unter anderem „Burgheim“ (Osterburken). Kaiser Karl IV. bewilligte am 9. Januar 1356 – am gleichen Tag, an dem auch die Goldene Bulle bestätigt wurde – auf dem Reichstag zu Nürnberg Marktrechte für Osterburken. Ulrich IV. von Hanau verkaufte das weit von seinen Kernlanden entfernt gelegene Osterburken 1376 an Erzbischof Ludwig von Mainz. Im Rahmen der Mainzer Stiftsfehde wurde Osterburken 1463 vergeblich belagert. Seit dem 16. Jahrhundert wurde der Ort Osterburken (das östliche Burken) genannt zur Unterscheidung von Neckarburken (Burken am Neckar).[5] Im Markgräflerkrieg von 1552 wurde das Zisterzienserinnenkloster verwüstet. Gegen Ende des Dreißigjährigen Krieges wurde auch Osterburken Kriegsschauplatz, die Pest brach aus.

Im Rahmen des Reichsdeputationshauptschlusses wurde Osterburken Bestandteil und Amtssitz des Fürstentums Leiningen. Nach dessen Auflösung durch die Rheinbundakte drei Jahre später, fiel die Stadt an das Großherzogtum Baden. Zunächst war Osterburken auch dort Sitz eines Amtes, das jedoch 1828 nach Adelsheim verlegt wurde. Osterburken war fortan Teil des Amtes Adelsheim. Während der Märzrevolution 1848 gab es auch in Osterburken revolutionäre Unruhen mit Brandschatzung des Fürstlich-Leiningschen Hofgutes Marienhöhe.

1866 wurde Osterburken die Bahnlinie Mannheim-Würzburg und 1868 an Stuttgart-Würzburg angeschlossen.

20. Jahrhundert

Im Jahr 1909 bekam der Ort eine öffentliche Wasserversorgung und 1923 ein Elektrizitätsnetz.

Ende März 1945 wurde ein „Evakuierungs“-Zug mit KZ-Häftlingen aus dem KZ Neckarelz drei Tage lang vor dem Ort abgestellt. Dabei starben neun Personen, die in einem Sammelgrab auf dem jetzigen alten Friedhof begraben wurden, ein Gedenkstein befindet sich dort.[6]

Eingemeindungen
1. Januar 1971: Hemsbach[7]
1. Januar 1974: Bofsheim[8]
1. Januar 1975: Schlierstadt[8]
Religionen

In Osterburken gibt es drei römisch-katholische (Osterburken und Schlierstadt) und zwei evangelische (Osterburken und Bofsheim) Gemeinden. Der Stadtteil Hemsbach gehört zur katholischen Kirchengemeinde Adelsheim.

Politik
Gemeinderat

Der Gemeinderat von Osterburken hat seit der letzten Kommunalwahl vom 25. Mai 2014[9] insgesamt 16 Mitglieder (keine Ausgleichsmandate). Die Wahlbeteiligung sank im Vergleich zu 2009 auf 43,7 % (2009: 48 %, 2004: 52 %).
Die Mitglieder stammen von folgenden Wahlvorschlägen:

Liste Stimmenanteil Sitze
CDU 39,6 % (−1,9) 6 Sitze (−2)
FWV 40,0 % (+4,0) 7 Sitze (+1)
SPD 20,4 % (+4,6) 3 Sitze (=)

Die bisher mit einem Mandat vertretene Bürgerinitiative Osterburken (BIO) war nicht erneut angetreten.

Bürgermeister

Im Dezember 2005 wurde Jürgen Galm zum neuen Bürgermeister gewählt. Im Dezember 2013 wurde er mit 97,96 % der Stimmen für eine zweite Amtszeit bestätigt.[10]

Wappen

Blasonierung: „In Silber ein sechsspeichiges rotes Rad.“

Städtepartnerschaften

Osterburken unterhält eine Partnerschaft mit der Gemeinde Hondschoote im Norden Frankreichs.

Kultur und Sehenswürdigkeiten
Fundamentreste des Römerkastells
Kastell und Römermuseum
Römermuseum Osterburken

Bei Osterburken befindet sich die archäologische Ausgrabungszone um das ehemalige römische Kastell Osterburken, das Bestandteil des 2005 zum UNESCO-Weltkulturerbe erhobenen Obergermanisch-Raetischen Limes ist. Das Kohortenkastell nebst Annexkastell, Badegebäuden und Weihebezirk ist einer der ergiebigsten provinzialrömischen Fundplätze Südwestdeutschlands.

Das Kastellbad wurde nach seiner Freilegung in ein Museum integriert. Dort befindet sich auch die Kopie des bedeutendsten archäologischen Fundes aus Osterburken, eines Mithrasreliefs, das die mythologische Tötung des Urstieres durch den Gott Mithras darstellt. Das Original ist heute im Besitz des Badischen Landesmuseums Karlsruhe.

Das Römermuseum Osterburken wurde nach Umbau und Erweiterung 2006 als überregionales Limes-Informationszentrum wiedereröffnet. Es ist ein Zweigmuseum des Archäologischen Landesmuseums Baden-Württemberg.

Kilianskirche
St.-Mauritius-Kirche in Hemsbach

Südlich von Osterburken steht am Standort des früheren Wachturms WP 08/32 Förstlein ein 1:1 Nachbau, der besichtigt und als Aussichtsturm bestiegen werden kann.[11]

Histotainmentpark Adventon auf Marienhöhe

Auf dem ehemaligen Hofgut Marienhöhe des Fürsten zu Leiningen entsteht seit 2004 der Histotainmentpark Adventon. Hier wird mit den Mitteln der experimentellen Archäologie auf über 40 Hektar ein historischer Park errichtet.

Theater

Die Badische Landesbühne gibt in der Baulandhalle regelmäßige Gastspiele.

Bauwerke

In der Ortsmitte von Osterburken befindet sich die katholische Kilianskirche. Der freistehende historische Glockenturm stammt noch von einem Vorgängerbauwerk, das Kirchengebäude wurde 1970 bis 1974 als vielfach gegliederter Betonbau mit zahlreichen Reliefplastiken von Emil Wachter neu errichtet. Unweit der Kirche bildet der historische Stadtturm mit einem Sockel aus dem 15. Jahrhundert eine weitere Landmarke des Ortes. Sonstige historische Gebäude in Osterburken sind die oktogonale Kilianskapelle, die 1748 auf dem Gelände des damaligen Armenfriedhofs errichtet wurde, nebenan der 1956 zum 600. Stadtjubiläum aus dem Brunnenviertel versetzte Städtlebrunnen aus dem Jahre 1601, sowie unweit davon die seit dem Mittelalter bezeugte Stadtmühle.
Auf der Gemarkung Schlierstadt befindet sich das ehem. Zisterzienserinnenkloster „Seligental“ (1236–1568). Die Klosteranlage ist auf dem heute landwirtschaftlich genutzten Hof nur noch teilweise erhalten. Einige Grabsteine von Äbtissinnen und Nonnen finden sich an der Außenseite der Kirche St. Gangolf in Schlierstadt.

Zu den bedeutenden Bauwerken in der Gesamtgemeinde Osterburken zählt auch die Mauritiuskirche im Ortsteil Hemsbach, die bereits 1281 erstmals urkundlich erwähnt wurde und bis ins 19. Jahrhundert Ziel von Wallfahrten war.

Stadtturm

Kilianskapelle

Kirnau-Brücke mit Blick aufs Stadtzentrum

Wirtschaft und Infrastruktur
Zug im Bahnhof Osterburken (April 1984)
Verkehr
Öffentlicher Verkehr

Osterburken ist ein Eisenbahnknotenpunkt: Die Frankenbahn Stuttgart–Würzburg und die Bahnstrecke Neckarelz–Osterburken, ein Teil der Badischen Odenwaldbahn, stoßen hier aufeinander. Auf letzterer Strecke ist die Stadt Endstation der Linie S1 der S-Bahn RheinNeckar. Nach Würzburg besteht mit Regional-Express-Zügen ein Zwei-Stunden-Takt, der durch einige zusätzliche Züge ergänzt wird. Regionalbahnen mit allen Unterwegshalten bis Lauda fahren nur vereinzelt. Nach Stuttgart besteht mit Regional-Express-Zügen ein 60/120-Minuten-Takt. Regionalbahnen verkehren im Stunden-Takt nach Heilbronn, teilweise weiter bis Ulm.

Individualverkehr

Osterburken ist über die gleichnamige Autobahnanschlussstelle an der A 81 Stuttgart–Heilbronn–Würzburg (4 km) gut zu erreichen. Außerdem führt die B 292 Bad Schönborn–Mosbach–Adelsheim–Königshofen am Ort vorbei.

Radfernwege

Durch das Stadtgebiet verläuft der Deutsche Limes-Radweg. Er führt von Bad Hönningen durch Westerwald, Taunus und Odenwald zum 818 Kilometer entfernten Regensburg und orientiert sich dabei am historischen Verlauf des Obergermanisch-Raetischen Limes. Weiterhin ist Osterburken Start- bzw. Endpunkt des Fernradweges Kurpfalzachse nach Lambrecht (Pfalz).
Dieser Radweg verläuft ca. 220 km in Ost-West Richtung durch die Metropolregion Rhein-Neckar.

Fernwanderwege

Als Teilabschnitt des Deutschen Limes-Wanderwegs verläuft der Limes-Wanderweg des Schwäbischen Albvereins durch Osterburken. Von Miltenberg bis Osterburken wird dieser Weg als Östlicher Limesweg vom Odenwaldklub betreut.

Ansässige Unternehmen

Bedeutendster Arbeitgeber ist die Firma AZO GmbH + Co. KG, eine Maschinenfabrik für die Branchen Nahrung, Pharma, Chemie und Kunststoff.
Die Volksbank Kirnau und die Sparkasse Neckartal-Odenwald haben in Ostburken jeweils eine Hauptstelle.

Darüber hinaus haben sich weitere Firmen im „Regionalen Industriepark Osterburken“ unweit der A 81 angesiedelt.
Dazu gehören unter anderem der Fruchtsafthersteller Erwin Dietz GmbH (Marke: Dietz Fruchtsäfte), heute ein Tochterunternehmen der Karlsberg Brauerei,
sowie die Claas Württemberg GmbH, ein Hersteller von landwirtschaftlichen Traktoren und Maschinen.

Das Sport- und Abenteuerzentrum für Fallschirmspringen und Tauchen Southsidebase GmbH befindet sich im Ortsteil Schlierstadt auf einem der ältesten Sprungplätze Deutschlands.

Bildungseinrichtungen

In Osterburken gibt es ein Gymnasium in Trägerschaft des Neckar-Odenwald-Kreises, eine Realschule und eine Grund- und Gemeinschaftsschule (Schule am Limes). Alle sind als Ganztagsschulen ausgebaut. Daneben besteht mit der Astrid-Lindgren-Schule ein Sonderpädagogisches Bildungs- und Beratungszentrum mit Förderschwerpunkt Lernen. Daneben gibt es drei römisch-katholische und zwei evangelische Kindergärten.

Persönlichkeiten
Ehrenbürger
Schwester Amalberga (Krankenschwester), verstorben 11. Februar 2013
Adolf Zimmermann (Unternehmer), verstorben 15. März 2013
Klemens Brümmer (Bürgermeister 1963–1991), verstorben 20. März 2007
Ernst Robert Ellwanger (Bauunternehmer), verstorben 15. Februar 1982
Söhne und Töchter der Stadt
Johann Nepomuk Schäfer (1751–1796), römisch-katholischer Geistlicher, Theologoge und Hochschullehrer
Wilhelm Eichhorn (1846–1923), geboren in Bofsheim, evangelisch-lutherischer Pfarrer, Rektor der Diakonie Neuendettelsau
August Becker (1879–1953), Physiker und Hochschullehrer
Leopold Nenninger (1880–1970), Orgelbauer
Uli Mayer-Johanssen (* 1958), Designerin
Gerd Häfner (* 1960), römisch-katholischer Theologe
Margaret Horb (* 1967), Politikerin (CDU), MdB
Literatur
Helmut Maisch und Herbert Walz: Osterburken … wie es einmal war. Geiger, Horb am Neckar 1998. ISBN 3-89570-503-9
Walter Koupil: Seligental, Schlierstadt-Bauland. Chronik eines Vergessenen Klosters. 1990.
Helmut Neumaier: Osterburken Stationen seiner Geschichte. Milte, Heidelberg 1973.
Britta Rabold, Egon Schallmayer, Andreas Thiel (Hrsg.): Der Limes. Die Deutsche Limes-Straße vom Rhein zur Donau. Theiss, Stuttgart 2000. ISBN 3-8062-1461-1
Egon Schallmayer: Der Limes. Geschichte einer Grenze. C.H.Beck, München 2006. ISBN 3-406-48018-7 (Knappe, aktuelle Einführung.)
Elmar Weiss: Das Kloster Seligental bei Osterburken. Veröffentlichung des Historischen Vereins Bauland. 1986.
Elmar Weiss, Helmut Neumaier: Geschichte der Stadt Osterburken. Stadt Osterburken, Osterburken 1986.