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Von daher wollen wir Ihnen Statistiken über Osterwieck nicht vorenthalten.

Geschichte

Der Ort wurde erstmals erwähnt, als Karl der Große 780 in seinen Feldzügen gegen die heidnischen Sachsen die Oker überschritt und „an dem Orte Saligenstede“[2] eine Kirche gründete. Diese erste Kirche war dem heiligen Stephanus gewidmet und wurde zum Sitz eines Missionszentrums, zu dessen Leiter Hildegrim ernannt wurde. Von dieser ersten Kirche, wahrscheinlich ein Holzbau, ist nichts mehr erhalten. Wann das Missionszentrum von Seligenstadt nach Halberstadt verlegt wurde, ist nicht bekannt; als wahrscheinlich gilt die Zeit um 804. 974 gab Kaiser Otto II. dem Bistum „Münze und Zoll in Seligenstadt“. Die Urkunde vom 1. April 974 wurde zur Grundlage für die 1000-Jahr-Feier 1974. Otto II. verlieh dem Ort auch das Markt- und Verkehrsrecht (mercatus), ferner wurde er zur ältesten Münzstätte im Bistum Halberstadt. Zollfreiheit und das Recht, Zölle zu erheben, waren weitere bedeutende Privilegien. Der Ort wurde als Ostrewic,[2] dann als „gemeiniglich Asterwiek“ bezeichnet. Der neue Name begegnet uns schriftlich erstmals 1073 in einem Brief des Erzbischofs Liemar von Bremen an die Bischöfe Hezilo von Hildesheim und Burchard II. von Halberstadt. Darin geht es um seine Fehde mit dem Bischof von Verden und Graf Hermann von Lüneburg.

Angeblich sei die Stadt 1511 fast völlig abgebrannt, doch gibt es hierzu keinerlei schriftliche Belege. In dem seit 1353 geführten Stadtbuch hat der Osterwiecker Stadtschreiber zwar eine große Wasserflut für das Jahr 1495 notiert, doch über einen verheerenden Brand von 1511 wird nicht berichtet. Anzunehmen ist, dass es zwar einzelne Brände gab, doch dass die Stadt niemals ganz abgebrannt ist. Viele der in der darauf folgenden Zeit errichteten Häuser überstanden aber die nachfolgenden Feuersbrünste, zuletzt 1844, als rund 30 Häuser vernichtet wurden. Der Kern der Innenstadt wurde bereits in den 1970er Jahren saniert: 100 Häuser standen unter Denkmalschutz, inzwischen ist die gesamte Stadt mit ihren insgesamt 400 Fachwerkhäusern geschützt. Neben der nur zehn Kilometer entfernten Partnerstadt Hornburg gehört die knapp 4000 Einwohner zählende Gemeinde heute zu den schönsten Fachwerkstädten Deutschlands. Die Stadt weist ein fast vollständig geschlossenes Innenstadtensemble sämtlicher niedersächsischer Fachwerkstile aus 500 Jahren auf: der Niedersächsische Stil bietet Flechtbänder und Schiffskehlen, zur Zeit der Renaissance waren neben lateinischen Versen unentwirrbare Zauberknoten, Runen und Lebensbäume die Mode. Dass die gemeinsame niedersächsische Fachwerkstradition verbindet, zeigt die offizielle Aufnahme von Osterwieck und Wernigerode in die Deutsche Fachwerkstraße, deren Verlauf bereits so bedeutende Orte wie Celle, Quedlinburg und Goslar einschloss.

Im 18. und 19. Jahrhundert spielte die Handschuhindustrie in Osterwieck eine große Rolle. Nach der Wende schlossen die meisten Betriebe ihre Tore, lediglich die Lackfarbenfabrik wird noch betrieben. Große Hoffnung verbindet sich jetzt mit dem Fremdenverkehr.

Eingemeindungen

Am 1. Januar 2010 schlossen sich die sieben Mitgliedsgemeinden der Verwaltungsgemeinschaft Osterwieck-Fallstein, die Gemeinden Aue-Fallstein, Berßel, Bühne, Lüttgenrode, Rhoden, Schauen, Wülperode sowie die Stadt Osterwieck zur neuen Stadt Osterwieck zusammen.[3] Die früheren Gemeinden – bei Aue-Fallstein die Ortschaften dieser Gemeinde[4] – wurden zu Ortschaften von Osterwieck. Die Fläche der Stadt vergrößerte sich von 22,05 km² auf 212,67 km², die Einwohnerzahl von 3.735 auf 12.348 (Stand: 31. Dezember 2008).

Ehemalige Gemeinde Datum Anmerkung
Aue-Fallstein 1. Januar 2010
Berßel 1. Januar 2010
Bühne 1. Januar 2010
Dardesheim 11. September 2003 Zusammenschluss mit sechs weiteren Gemeinden zu Aue-Fallstein
Dreirode 1. September 1990 Umbenennung in Wülperode
Deersheim 11. September 2003 Zusammenschluss mit sechs weiteren Gemeinden zu Aue-Fallstein
Göddeckenrode 1. Juli 1950 Zusammenschluss mit Suderode und Wülperode zu Dreirode
Hessen 11. September 2003 Zusammenschluss mit sechs weiteren Gemeinden zu Aue-Fallstein
Hoppenstedt 1. Juli 1950 Eingemeindung nach Bühne
Lüttgenrode 1. Januar 2010
Osterode am Fallstein 11. September 2003 Zusammenschluss mit sechs weiteren Gemeinden zu Aue-Fallstein
Rhoden 1. Januar 2010
Rimbeck 1. Juli 1950 Eingemeindung nach Bühne
Rohrsheim 11. September 2003 Zusammenschluss mit sechs weiteren Gemeinden zu Aue-Fallstein
Schauen 1. Januar 2010
Stötterlingen 1. Juli 1973 Eingemeindung nach Lütgenrode
Suderode 1. Juli 1950 Zusammenschluss mit Göddeckenrode und Wülperode zu Dreirode
Veltheim 11. September 2003 Zusammenschluss mit sechs weiteren Gemeinden zu Aue-Fallstein
Wülperode 1. Juli 1950
1. September 1990
1. Januar 2010
Zusammenschluss mit Göddeckenrode und Suderode zu Dreirode,
Umbenennung von Dreirode,
Eingemeindung nach Osterwieck
Zilly 11. September 2003 Zusammenschluss mit sechs weiteren Gemeinden zu Aue-Fallstein

Einwohnerentwicklung

Für das Jahr 1974 wird die Einwohnerzahl mit mehr als 5000 angegeben und im Jahr 2010 waren es nach Eingemeindungen 12.348 Einwohner.

Politik

Stadtratswahl 2014[5]
Wahlbeteiligung: 44,35 %

 %3020100

23,19 %12,56 %10,73 %8,88 %8,25 %7,09 %5,35 %5,05 %

CDUABbBUKOcSPDBiZeFSDfWGDgWGBhVorlage:Wahldiagramm/Wartung/Anmerkungen

Anmerkungen:b Aktive Bürgerc Wählervereinigung Bürger unseres Kreises ohne Parteibuch –
BUKO e. V.e Bürgerinitiative Zillyf Förderverein Stadt Dardesheim e. V.g Wählergemeinschaft Deersheimh Wählergemeinschaft Berßel

Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Neues Ergebnis nicht 100%

Sitzverteilung im Stadtrat

    

Insgesamt 29 Sitze SPD: 2 Grüne: 1 diverse Wählergruppen: 20 CDU: 6

Stadtratswahl 2014
Weitere Parteien und Wählergruppen

 %100

3,83 %3,72 %3,06 %2,96 %2,54 %1,41 %0,71 %0,66 %

WGLSaAfRbWGVcGrüneIGOeVNGSWfFDPWGRBHhVorlage:Wahldiagramm/Wartung/Anmerkungen

Anmerkungen:a Wählergemeinschaft Lüttgenrode, Stötterlingenb Aktiv für Rhodenc Wählergemeinschaft Veltheime Interessengemeinschaft Osterwieckf Verein Naturdörfer Göddeckenrode, Suderode, Wülperodeh Wählergemeinschaft Rimbeck, Bühne, Hoppenstedt

Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Neues Ergebnis nicht 100%
Bürgermeister

Seit 2009 ist Ingeborg Wagenführ die Bürgermeisterin. Sie wurde 2016 im ersten Wahlgang wiedergewählt.[6]

Stadtrat

Der Stadtrat der „alten“ Stadt Osterwieck wurde mit Beginn des Jahres 2010 zum Ortschaftsrat „heruntergestuft“. Dieser hat, wie alle Ortschaftsräte nur beratende Funktion. Seit der Fusion gibt es einen neuen Stadtrat. Er ist das höchste politische Gremium Osterwiecks. Er setzt sich seit dem 25. Mai 2014 (in Klammern: Veränderung zu 2010) wie folgt zusammen:

CDU: 6 Sitze (+1)
SPD: 2 Sitze (±0)
Grüne: 1 Sitz (+1)
Die Linke: 0 Sitze (−2)
diverse Wählervereinigungen (inkl. Bürgermeisterin): 20 Sitze (±0)

Die starke Präsenz der Wählergemeinschaften lässt sich aus der Repräsentation der einzelnen Ortsteile erklären. Nahezu jede Ortschaft ist zur Wahl mit einer eigenen Liste angetreten, um so ein gewisses Mitspracherecht sicherzustellen.

Eine Besonderheit besteht im Fehlen von Fraktionen. Obwohl zunächst die CDU gemeinsam mit der SPD eine Fraktion bilden wollte, wurde dieses Vorhaben aufgrund von Protesten aus Bevölkerung und Rat nicht umgesetzt.

Wappen

Das Wappen der neuen Stadt Osterwieck wurde am 18. März 2011 durch den Landkreis genehmigt.

Blasonierung: „Geviert von Silber und Rot; belegt mit einer gefüllten Rose mit Butzen in verwechselten Tinkturen, Feld 2: sieben (3:2:1:1) silberne Sterne, Feld 3: sieben (2:3:2) silberne Sterne.“[7]

Wappen des Ortsteils Osterwieck

Das Wappen wurde am 2. Mai 1997 durch das Regierungspräsidium Magdeburg genehmigt.

Blasonierung: „Gespalten von Silber und Rot; belegt mit einer besamten gefüllten Rose in verwechselten Tinkturen.“

Farben der Stadt sind Silber (Weiß) – Rot.

Das alte Bistum Halberstadt erhielt frühzeitig vom Kaiser den silber-rot gespaltenen Schild. In den Schild des Fürstbistums Halberstadt, ihres Herrn, setzte die Stadt Osterwieck die Rose in verwechselten Tinkturen. Bereits ein Stadtsiegel des 14. Jahrhunderts enthält je eine fünfblättrige Rose (Heckenrose) links und rechts vom Heiligen Stephanus. Unter anderen sind im Jahre 1554 am alten Rathaus Wappendarstellungen mit der gespaltenen Rose im Schild angebracht. Seit 1820 wurde die Rose im Stadtsiegel verwendet.

Flagge

Die Flagge ist rot-weiß (1:1) gestreift (Längsform: Streifen senkrecht verlaufend) und mittig mit dem Wappen der Einheitsgemeinde Stadt Osterwieck belegt.[7]

Flagge des Ortsteiles

Die Flagge ist rot-weiß (1:1) gestreift mit dem mittig aufgelegten Stadtwappen.

Städtepartnerschaften

Partnerschaften bestehen mit Hornburg in Niedersachsen und den Gemeinden Ardouval, Les Grandes Ventes, Lisses und Saint-Hellier in Frankreich.

Kultur und Sehenswürdigkeiten
Museen
Das Heimatmuseum am Marktplatz befindet sich in dem ältesten Haus Osterwiecks. Es wurde erstmals 1265 erwähnt und im 15. Jahrhundert ausgebaut. Es diente lange als Rathaus. Die Sammlung enthält Abteilungen zur Geschichte der Stadt Osterwieck, angefangen bei prähistorischen Exponaten.
Gedenkstätten
Bismarckturm
Grabstätten auf dem Ortsfriedhof für 16 namentlich bekannte Personen, die während des Zweiten Weltkrieges nach Deutschland verschleppt und Opfer von Zwangsarbeit wurden, sowie zwei unbekannte Rotarmisten und einen namentlich bekannten Deutschen jüdischer Herkunft.
Kirchen
Der Altar von St. Stephani vor der Kirchenrenovierung 1990
Die heutige Kirche St. Stephani ist neben der kleineren Nikolaikirche eine der beiden ältesten Kirchen von Osterwieck. Sie war stark verfallen, wurde aber nach umfangreicher Renovierung neu eröffnet. Ihre beiden 53 und 54 Meter hohen Türme stammen aus der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts. Die Turmspitzen wurden im 16. Jahrhundert hinzugefügt; die Türme wurden 1983 neu mit Schiefer gedeckt. Das Westwerk der Kirche ist romanischen Ursprungs, während der Chor noch im Jahr vor der Reformation, 1516, umgebaut wurde. Dazwischen liegt das Langhaus, dessen Vorgänger durch Hochwasser und Alter baufällig geworden, 1552–1557 erneuert wurde. Dabei gelang es den Baumeistern, Chor und Altar im katholischen Charakter zu belassen, während die Halle im Stil der Reformation gehalten ist. St. Stephani ist damit der erste reformatorische Stadtkirchenbau. Die Hornburger Kirche ist jünger und für die Wolfenbütteler Hauptkirche war das Kirchenschiff von Osterwieck sogar Vorbild. In die Arkadenbögen eingearbeitet, findet man 240 Reliefs aus Sandstein, die vom ungeheuren Selbstbewusstsein der Familien, Handwerker und Zünfte zeugen, welche sich dort verewigen ließen. Neben den auffälligen Schmucksteinen gibt es ungewöhnliche Zeichen und Zinken in den normalen Mauersteinen. Solche Gravuren brachten Steinmetze an, um für ihre Arbeit zu werben. Es besteht seit 1990 ein Kirchenbauverein, der eine umfassende Renovierung der Kirche vornahm.
Die historische Kirche St. Nicolai befindet sich an der Nicolaistraße und gehört ebenso wie St. Stephani zum evangelisch-lutherischen Kirchspiel Osterwieck im Kirchenkreis Halberstadt.
Die katholische Kirche St. Joseph wurde 1888 im Baustil der Neoromanik erbaut. Sie ist benannt nach Josef von Nazaret und befindet sich am Teichdamm. Seit 2010 gehört die Kirche zur Pfarrei St. Bonifatius mit Sitz in Wernigerode.
Bauwerke
Historische Altstadt mit Gebäuden aus Gotik, Renaissance, Klassizismus und in niedersächsischem Fachwerkstil. Zahlreiche Gebäude wurden saniert.
Die einzige noch vollständige Hofanlage inmitten der Stadt ist der Schäferhof, der nach einer Balkeninschrift auf 1527 zurückgeht. Inzwischen ist man allerdings der Meinung, dass das benachbarte Hochständerhaus um etliches älter sein könnte und möglicherweise das älteste Haus der Stadt ist. Im Schäferhof steht ein Taubenturm von 1704.

 Bild gesucht 

Die Wikipedia wünscht sich an dieser Stelle ein Bild vom hier behandelten Ort.

Weitere Infos zum Motiv findest du vielleicht auf der Diskussionsseite.

Falls du dabei helfen möchtest, erklärt die Anleitung, wie das geht.

BW
Der Bunte Hof wurde von 1579 bis 1582 durch Ludolph I. von Rössing errichtet[8], dessen Familie dort bereits seit Mitte des 15. Jahrhunderts Grundbesitz hatte. Er blieb bis 1847 im Besitz der Freiherren von Rössing.[9] Wohl an diesem Ort hat sich um 1070 der bayerische Herzog Otto von Northeim im Sachsenkrieg mit sächsischen Edelleuten gegen Kaiser Heinrich IV. verbündet.
Der Ortsteil Zilly wird durch eine spätmittelalterliche Burganlage sowie mehrere Großbauernhöfe geprägt.
Für die Geschichte des Ortsteiles Hessen ist das Schloss von großer Bedeutung. Seine Blütezeit erlebte es unter Heinrich Julius, seit 1589 Herzog zu Braunschweig-Lüneburg und Fürst von Braunschweig-Wolfenbüttel.
Im Ortsteil Berßel befindet sich ein altes Rittergut.

Das Eulenspiegelhaus von Simon Stappen

Fachwerkhaus in Osterwieck

St.-Joseph-Kirche

Nikolaikirche

Wirtschaft und Infrastruktur
Bildung

Osterwieck verfügt über drei Grundschulen, eine Sekundarschule und ein Gymnasium:

Grundschule Bühne
Grundschule „Sonnenklee“ Osterwieck
Grundschule Hessen
Sekundarschule Thomas Mann (im Ortsteil Dardesheim)
Fallstein-Gymnasium
Kinderbetreuung

Ferner verfügt die Stadt Osterwieck über viele Kinderbetreuungseinrichtungen

Kita „Kleine Strolche“ Wülperode
Kita „Abenteuerland“ Deersheim
Kita „Fallsteinzwerge“ Rhoden
Kita „Hollerbusch“ Hessen
Kita „Ilsespatzen“ Bühne
Kita „Lütti’s Rasselbande“ Lüttgenrode
Kita „Märchenburg“ Zilly
Kita „Rohrspatzen“ Rohrsheim
Kita „Sonnenschein“ Berßel
Kita „Zwergenklus“ Dardesheim
Kita „Kinderland am Langenkamp“ Osterwieck
AWO Kita Schauen
AWO Kita „Kinderhaus an der Ilse“ Osterwieck
Wirtschaft

Den Schwerpunkt der Wirtschaft bilden Metallverarbeitung, Maschinenbau, chemische Industrie sowie regenerative Elektrizitätserzeugung.

Die größten und bekanntesten Unternehmen sind u. a. Gleitlager und Metallverarbeitung GmbH, Ramme-Elektro-Maschinen-Bau GmbH, Reinstmetalle Osterwieck, Alstab Oberflächentechnik GmbH, Lankwitzer Lackfabrik GmbH, Göschl Metallbau GmbH, Bio-Geflügelhof Deersheim, Borek Kommunikation sowie der Windpark Druiberg.

Verkehr

Südlich von Osterwieck verläuft die Bundesstraße 6n, die über die Anschlussstellen Abbenrode oder Stapelburg zu erreichen ist. Die Ortschaften der Gemeinde werden durch die L87, L88 und L89 erschlossen. Westlich befindet sich die Autobahnanschlussstelle Osterwieck/Vienenburg-Nord an der A 395 in unmittelbarer Nähe.

Die Gemeinde verfügt über keinen Bahnanschluss mehr. Die Bahnstrecke Wasserleben–Börßum wurde einst durch die deutsche Teilung unterbrochen und nur noch östlich der Grenze bedient. Im Stadtgebiet Osterwieck (Harz) befanden sich die Bahnhöfe Osterwieck, Osterwieck West, Stötterlingen und Hoppenstedt. Der Personenverkehr auf dem Teilstück bis Osterwieck West wurde zum 28. September 2002 stillgelegt, die Trasse ist noch erhalten. Durch den Landesbus 203 bestehen Busverbindungen nach Halberstadt und Vienenburg, der von den Harzer Verkehrsbetriebe betrieben wird. Weitere Busverbindungen bestehen nach Wernigerode.

Persönlichkeiten
Söhne und Töchter der Stadt
Johann Georg Hermann Voigt (1769–1811), Organist und Komponist in Leipzig
Friedrich Heinrich Leonhard Albert (1819–1864/1865), Jurist, Mitglied der Frankfurter Nationalversammlung und Bürgermeister von Quedlinburg
Albert Karl Ernst Bormann (1819–1882), Klassischer Philologe, Pädagoge und Rektor in Stralsund und Magdeburg
Friedrich Wilhelm Andreas John (1835–1912), Reichstagsabgeordneter
Wilhelm Hochgreve (1885–1968), Autor und Rezitator
Theo Gille (1918–2011), Heimatforscher
Wolfgang Rauls (* 1948 in Rohrsheim), Politiker (NDPD, FDP) und 2005–2012 Bürgermeister der Stadt Gommern
Ulrich-Karl Engel (* 1950), Politiker und 1990–1998 Landtagsabgeordneter (Bündnis 90/Die Grünen)
Winfried Freudenberg (1956–1989), letztes Maueropfer
Personen, die mit der Stadt in Verbindung stehen
Gottlieb Bertrand (1775–1813), Schriftsteller, verbrachte seine letzten Lebensjahre in Osterwieck, wo er als Uhrmacher arbeitete.
Jürgen (1929–2000) und Klaus von Woyski (* 1931), Künstler, die nach 1945 in Osterwieck lebten
Literatur
Klaus Thiele (Hrsg.): Osterwieck. Die Fachwerkstadt aus dem Reformationsjahrhundert und Die Prozessakte Brandt Schmalian von 1614. Harz-Forschungen 26. Lukas Verlag, Wernigerode/Berlin 2010
Theo Gille: Osterwieck – Geschichte und Baukunst einer Fachwerkstadt. Archiv Verlag, Braunschweig 20014
Theo Gille: Osterwieck, die Fachwerkstadt am Nordharz. In: Klaus Thiele (Hrsg.): 1200 Jahre Bistum Halberstadt – Osterwieck – Frühe Mission und frühprotestantische Bilderwelten. Harz-Forschungen Band 21. Lukas Verlag, Wernigerode/Berlin 2005, S. 47–75.
Ewald Seyffarth und Gerhard Reiche: Familienbuch Osterwieck. Kopie des Manuskripts. Osterwieck 1988. 16800 Familien im Zeitraum 1617–1887, laut Bestandsverzeichnis Teil IV der Deutschen Zentralstelle für Genealogie, S. 434
Berent Schwineköper (Hrsg.): Provinz Sachsen Anhalt. In: Handbuch der Historischen Stätten Deutschlands. Band 11. Alfred Kröner Verlag, Stuttgart 1987, S. 359–360, ISBN 3-520-31402-9
Weblinks
 Commons: Osterwieck – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Das offizielle Internetportal Einheitsgemeinde Stadt Osterwieck
Osterwieck auf braunschweig-touren.de