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Geschichte

Der nachfolgende Abschnitt besteht hauptsächlich aus Listen, an deren Stelle besser Fließtext stehen sollte. Bitte hilf Wikipedia, das zu verbessern. Mehr zum Thema ist hier zu finden.

Vor der Besiedlung durch den Menschen entstand in den letzten Jahrtausenden nach der Eiszeit durch die Herausbildung der Elbeniederung zwischen Fläming und Dübener Heide in diesem Landschaftsraum ein weites Sumpfgebiet mit dichten Buchenwäldern, Wasserlachen, Morästen und Elbarmen.

Durch den Menschen wurden diese Gebiete der Elbniederung durch Deichbauten, der Anlage von Gräben, durch Ausholzen und dem Zurückdrängen des Waldes zur jetzigen Kulturlandschaft erschlossen.

Riesigk
Riswig ist der erste urkundlich festgehaltene Name für die Gemeinde. Der Ort existierte offenbar schon vor der slawischen Besiedlung des Gebietes.
ris = Sumpf, feuchte Stelle im Wald (althochdeutsch)
wi(c)h = Dorf (althochdeutsch)

Wahrscheinlich schon vor dem 10. Jahrhundert existierten hier slawische Siedlungen.

1200 – Erste urkundliche Erwähnung von Alt– und NeuRiswig.

1337 – Riesigk wird der Pfarrei Wörlitz geschenkt.

1603 – Dieses Gebiet geht an die Dessauer Linie der Fürsten von Anhalt.

1735 – Es werden umfangreiche Deichbauten vorgenommen, da die Gemeinde im Überschwemmungsgebiet der Elbe liegt.

1745 – Eine erste Kirche aus Holz wird errichtet (nur wenige Jahre später wegen Baufälligkeit wieder abgerissen). Die Glocke wird lt. Inschrift in der Werkstatt von Meister Martin Heintze in Leipzig gegossen.

1789 – Wallwachhaus, Dorfbäckerei und Schule werden errichtet.[3] In die Schule werden die Kinder von Riesigk, Schönitz, Rotehof, Ziegelei und auch Gohrau eingeschult. Erst 1822 erhält Gohrau eine eigene Schule.

1797–1800 Von Georg Christoph Hesekiel (1732–1818) wird eine neue Kirche im Baustil der Neugotik unmittelbar am Ortseingang Richtung Wörlitz errichtet. Die Glocke der Vorgänger-Kirche wird wiederverwendet. An speziellen Feierabendziegeln mit eingebrannten Jahresangaben kann man den Baufortschritt erkennen.[4]

Der Ortseingang ist von der unmittelbar an der Straße liegenden, 1800 eingeweihten, neugotischen Kirche geprägt. In der Kirche befindet sich eine Gruft, in der die Gebeine der Schwester des Fürsten Leopold III. Friedrich Franz von Anhalt-Dessau (1740–1817), Agnes von Loën, ruhen. Der Kirchgarten ist als Streuobstwiese angelegt, denn es galt auch hier: „Das Schöne mit dem Nützlichen verbinden“.

Nach Norden hin wird der Ort vom alten Hochwasserdeich begrenzt, der den Ort vor den Hochwassern der Elbe schützte. Die ursprüngliche Deichlinie hat sich durch viele Deichdurchbrüche in den vergangenen Jahrhunderten verändert. Eine Kette von Teichen (Grasloch, Schmidt’s Teich, der ehemalige Dorfteich, Nickel’s Teich, Spanier Kolk, Teich an der Walldurchfahrt) entstand dann an den ausgespülten Stellen. Die Deiche wurden dann um diese Teiche herumgeführt. Unmittelbar hinter dem Hochwasserdeich befindet sich mit dem „Schönitzer See“ ein mehrere Kilometer langer ehemaliger Elbarm (Naturschutzgebiet).

Der Friedhof der Gemeinde befindet sich weit außerhalb des Ortes auf einer Sanddüne aus der letzten Eiszeit, sicher vor den Hochwassern der Elbe, die das ganze Gebiet in historischer Zeit bis Oranienbaum überfluteten. Teile der Sanddüne wurden schon vor langer Zeit als Bausand abgebaut, so dass sich jetzt neben dem erhöht liegenden Friedhof eine Absenkung befindet.

1870 – Die „alte“ Schule aus dem Jahre 1789 (Teil von An der Kirche 6) wird durch eine „neue“ Schule (An der Kirche 2) mit 2 Klassenräumen und Lehrerwohnung in unmittelbarer Nachbarschaft abgelöst. Diese wurde erst 1964 nach dem Schulneubau in Gohrau geschlossen und danach als Gemeindeverwaltung genutzt.[5]

1907 – Die Dorfstraße wird gepflastert. Vorher war der Weg nur durch einen Knüppeldamm befestigt (Reste befinden sich noch unter dem Straßenpflaster).

1928 – Errichtung des neuen Walls. Rodung des nun vor den Hochwassern der Elbe sicheren Luches zwischen Riesigk und Rehsen. Das eingeschlagene Eichenholz wurde in die USA als Material für die Herstellung von Bierfässern exportiert. Die gewonnenen Flächen wurden durch intensive Beweidung vom Aufwuchs freigehalten.

1945 – Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges stand Riesigk zuerst unter amerikanischer Besetzung. Im Juli 1945 lösten die russischen Truppen dann die amerikanischen ab.

In den beiden Weltkriegen wurde Riesigk nicht direkt betroffen. Das Denkmal für die Gefallenen unter der Friedenseiche von 1871 am ehemaligen Dorfteich zeigt jedoch:[6]

Erster Weltkrieg: 10 Gefallene
Zweiter Weltkrieg: 23 Gefallene

1952 – Die Gemeinde wird dem neu gebildeten Kreis Gräfenhainichen im Bezirk Halle zugeordnet (vorher Landkreis Köthen).

1994 – Die Gemeinde wird dem Landkreis Anhalt-Zerbst zugeordnet.

2002 – Riesigk wird vom Hochwasser der Elbe heimgesucht. Dies startete am 12. August mit starken Niederschlägen und erreichte am 18. August seinen Höchststand. Am 19. August brach der Elbdeiches bei Seegrehna. Das Hochwasser drang nun auch von Süden nach Riesigk. Nach einem herbeigeführten Deichbruch bei Rehsen wird auch das Schönitzer Luch überflutet. Schönitz ist damit unmittelbar vom Hochwasser betroffen.

2007 – Am 1. Juli 2007 wurde die Gemeinde Riesigk aufgrund einer Kreisgebietsreform vom ehemaligen Landkreis Anhalt-Zerbst in den Landkreis Wittenberg eingegliedert. KFZ-Kennzeichen: WB.

2011 – Am 1. Januar 2011 wurde die Gemeinde Riesigk Teil der neu gebildeten Stadt Oranienbaum-Wörlitz[7].

Schönitz
Czeynitz ist wie die meisten Ortsnamen der Umgebung slawischer Herkunft.

1200 – Erste urkundliche Erwähnung von Czeynitz. Zu dieser Zeit liegt der Ort nördlich der Elbe (jetzt der Schönitzer See)[8]. Diese verlagert sich in den nachfolgenden Jahrhunderten, bis sie um 1700 ihre jetzige Position einnimmt.

16.–18. Jahrhundert – Schönitz ist nicht mehr bewohnt. Es ist sicher wie „Alt“-Riswig vom Hochwasser zerstört worden.

1787Schönitz wird erstmals wieder erwähnt. Es wird aus Resten eines alten Schlosses (Wasserburg mit Ringwall) erbaut.[9]

1952 – Schönitz wird eingemeindet.

Rotehof
Rotehof als Ortsname ist abgeleitet vom Namen des Vorwerks „Roter Hof“.

1751 – Nieder- und Ober-Förste werden als Vorwerke der Wörlitzer Domäne von Fürst Leopold II. Maximilian (1700–1751) gegründet. Aus diesen Vorwerken entwickeln sich Rotehaus – später Rotehof – und Grünehof (jetzt Gemeinde Kakau, in den 1970er Jahren abgerissen). Diese planmäßige Anlage bestand ursprünglich neben dem Gutshaus und den Wirtschaftsgebäuden aus 9 giebelständigen Häusern und 4 traufständigen Doppelhäusern für die Landarbeiter.[10]

1921 – Das Vorwerk Rotehof wird im Zuge der Separationen nach dem Ersten Weltkrieg aufgeteilt und privatisiert.

1952 – Rotehof wird eingemeindet.

2012 – Das ehemalige Wohnhaus des Vorwerks und die dazugehörenden Nebengebäude werden abgerissen.

Religionen
Kirche Riesigk
Konfessionslosigkeit

Der größte Teil der Einwohner ist konfessionell ungebunden.

Evangelisch

Die Mehrheit der Kirchenmitglieder gehört der evangelisch-lutherischen Gemeinde an. Zur Kirchengemeinde gehören Riesigk und die Nachbargemeinde Gohrau, die selbst keine Kirche hat. 1962 wurde für den Kirchturm wieder eine zweite Glocke gegossen. In den Jahren 1998 bis 2000 wurde die Kirche mit Mitteln des Denkmalschutzes umfassend restauriert. Dach, Turm, Fassade und Fenster wurden weitestgehend originalgetreu instand gesetzt. 1532 predigte Martin Luther in Wörlitz und passierte wahrscheinlich auch Riesigk auf dem Weg vom nahegelegenen Wittenberg dorthin. In der Kirche, an der Seite hinter dem Altar, wurden zwei Gedenktafeln für die Schwestern Casimire und Leopoldine des Fürsten Leopold III. Friedrich Franz von Anhalt-Dessau angebracht. Diese befanden sich ursprünglich in den Anlagen auf dem Drehberg[11] zwischen Griesen und Vockerode.

Die Kirchengemeinde ist Teil der Parochie Wörlitz mit den Kirchengemeinden Vockerode, Wörlitz/Griesen, Riesigk/Gohrau und Rehsen. Vor der Neugliederung im Jahre 1992 gehörte die Kirchengemeinde als Filial seit 1753 zur Parochie Horstdorf. Deshalb gibt es in Riesigk kein Pfarrhaus.

Katholisch/Neuapostolisch

Katholische und neuapostolische Kirchenmitglieder gibt es nur wenige. Die nächste katholische Kirche befindet sich in Oranienbaum. Die neuapostolischen Kirchenmitglieder treffen sich in Rehsen.

Politik
Gemeinderat

Aktuell setzt sich der sechsköpfige Gemeinderat aus parteilosen Einzelkandidaten zusammen.

Bürgermeister

Die letzte Bürgermeisterin der Gemeinde Riesigk war Silvia Grune, die das Amt von 1979 bis zur gesetzlichen Neugliederung der Gemeinden am 1. Januar 2011 bekleidete.

Kultur und Sehenswürdigkeiten
Sprache

In Riesigk wird Anhaltische Mundart gesprochen. Sprachgrenze nach Norden hin ist die Elbe (ick-ich Linie). Hier werden mark-brandenburgische Dialekte gesprochen.

Tourismus

Der Elberadweg am Neuen Wall führt am nördlichen Rande der Gemeinde durch die Elbaue.

Bauwerke

Besonders augenfällig und bewusst wurde das Dessau-Wörlitzer Gartenreich, in dessen östlichem Gebiet sich Riesigk befindet, vor über 200 Jahren gestaltet. Reste der ehemals mit Obstbäumen bestandenen Alleen sind noch zu erkennen und werden als Deutsche Alleenstraße wieder angelegt. Bauten des Hochwasserschutzes sind an den alten Hochwasserdämmen überall vorhanden, werden jedoch jetzt meistens für andere Zwecke genutzt.

Die neogotische, im Jahre 1800 fertiggestellte Dorfkirche, sowie die baulich geschlossene Anlage von Wallwachhaus, ehemaliger Dorfbäckerei und Schule aus dem Jahre 1789 (jetzt An der Kirche 4, 5 und 6) und die Anlage des ehemaligen Gutshofes „Roter Hof“ (jetzt Rotehof 3, 4 und 7) als Vorwerk sind Zeugnisse dieser Entwicklung. Das Baumaterial (Ziegel und Dachziegel) für diese Bauten kam aus der zwischen Riesigk und Wörlitz unmittelbar an der Straße gelegenen Ziegelei. Ursprünglich wurden die Ziegel im alten Klosterformat gefertigt. Teile der Ziegelei (Brennofen und Schornstein) wurden 1938 abgerissen. Das Material wurde in den Gemeinden der Umgebung wieder verbaut.
In der Nähe von Schönitz, zum See hin gelegen, sind noch Reste einer ehemaligen Burgwallanlage (Wasserburg) erkennbar.
Im Luch, etwa 100 m vom Feldweg Riesigk-Rehsen, befindet sich mitten auf dem Feld ein Wäldchen mit Überresten einer Gruft des Försters Johann Wöpke (1774–1829). In Sichtweite dieser Gruft, aber schon auf dem Gebiet der Gemeinde Rehsen befindet sich die Gruft seines Vaters, des Deichbaumeisters und Förster August Wilhelm Leopold Wöpke (1732–1809).
Teile eines alten ehemaligen Fachwerkhauses sind in der Ortsmitte (Wallstraße 3) noch vorhanden.
Die Fachwerkhäuser An der Kirche 9 und 11 wurden restauriert.
Rund 200 m südlich von der Straße Riesigk–Gohrau, auf dem jetzigen Grundstück Rotehof 35 und 36, befand sich eine Windmühle.
Am Neuen Wall, der seit 1928 das ganze Gebiet vor Hochwassern schützt, befindet sich ein dem Hochwasserschutz dienendes Wallwachhaus auch Limesturm oder Taubenhaus genannt. Limesturm
Denkmal für die Gefallenen der Weltkriege an der Ostseite des ehemaligen Dorfteiches. Errichtet 1936, erneuert und ergänzt 1995. Kriegerdenkmal in Riesigk
Eselswall in der Nähe des Taubenhauses als Rest eines ehemaligen Hochwasserwalles/deiches in Richtung Wörlitz.
Grenzstein Nr. 228 aus der Zeit nach 1807 mit den Inschriften H.A.D. (Herzogtum Anhalt-Dessau) und KP (Königreich Preußen) vor dem Grundstück An der Kirche 7. Dieser Grenzstein befand sich ursprünglich an der Landesgrenze Anhalt/Preußen zwischen Gohrau und Schleesen. Er fiel der Flurbereinigung zum Opfer und ist auch leicht beschädigt. Der genaue Standort ist nicht bekannt.[12]
Wegweiser am ehemaligen Dorfteich aus den Jahren nach 1850.[13]
Wegweiser an der Kreuzung Riesigk-Rotehof-Gohrau.[14]
Regelmäßige Veranstaltungen
Gartenreichtag: zweiter Samstag im August
Tag des offenen Denkmals: zweiter Sonntag im September
Offene Kirche an beiden Tagen
Wirtschaft und Infrastruktur
Bildung
keine Kinderkrippe oder Kindergarten mehr seit 1992
keine Schule mehr seit 1964. Die Schüler werden mit dem Bus zur jeweiligen Schule befördert:
Grundschule in Wörlitz
Sekundarschule in Kemberg oder Dessau
Gesamtschule im Gartenreich Oranienbaum in freier Trägerschaft[15]
Gymnasium in Dessau oder Gräfenhainichen[16]
Die ehemalige Schule im Nachbarort Gohrau wurde zu einer internationalen Jugend-Begegnungsstätte ausgebaut. Jugendliche aus Deutschland und unterschiedlichen Ländern verbringen hier ihre Ferien. Gleichzeitig nehmen sie hier an Projekten in der näheren Umgebung teil. Sie führen vor allem Arbeiten zur Landschaftspflege und zum Naturschutz aus.
Verkehr
ÖPNV

Der öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) und der Schülerverkehr werden mit Bussen abgewickelt:

Vetter Busunternehmen GmbH Zörbig (BT Wittenberg) mit der Linie 304 (Wittenberg – Wörlitz – Dessau) und der Linie 307 (Gräfenhainichen – Oranienbaum – Wörlitz).[17] Außerhalb der regulären Fahrzeiten sind Rufbusse verfügbar.
Bundesstraßen

Riesigk liegt an der Landesstraße L131 von Dessau-Roßlau über Oranienbaum nach Wittenberg und an der Kreisstraße K2042 nach Wörlitz. Zur Bundesstraße 107 in Oranienbaum, die Gräfenhainichen und Coswig verbindet, sind es ca. 7 km.

Bundesautobahn

Der Autobahnanschluss (A 9) Vockerode ist ca. 11 km entfernt.

Eisenbahn

Der nächste Bahnhof befindet sich in der Gemeinde Kemberg-Bergwitz an der Bahnstrecke Berlin–Halle zwischen Wittenberg und Bitterfeld. Der Bahnhof Wörlitz der Dessau-Wörlitzer Eisenbahn wird nur in der Sommersaison bedient. Der Haltepunkt Riesigk (Kilometer 21,8) und der Bahnhof Gohrau/Rehsen in Gohrau entstanden 1934 durch die Erweiterung der Dessau-Wörlitzer Eisenbahnlinie von Wörlitz bis nach Gohrau. Am Haltepunkt entstand für die Versorgung der Landwirtschaft ein Stützpunkt der Bäuerlichen Handelsgenossenschaft (BHG). Der Personenverkehr wurde 1968 eingestellt. Das Teilstück wurde in den 1970er-Jahren demontiert, die Gebäude der BHG wurden abgerissen. Die Strecke nach Wörlitz ging 1982 wieder in Betrieb.

Luft

Bis 1990 befand sich unmittelbar nördlich des ehemaligen Haltepunktes der Bahn ein Agrarflugplatz. Hier war es noch möglich, im Frühjahr 1990 an Rundflügen über die Elbaue teilzunehmen.

Fahrrad

Riesigk und die Umgebung sind ohne erkennbare Höhenunterschiede ideal zum Erkunden mit Fahrrädern geeignet. An den Straßen gibt es keine ausgebauten Radwege.

Öffentliche Einrichtungen

Die Wasserversorgung und Abwasserbehandlung werden vom Wasserzweckverband Oranienbaum wahrgenommen.[18]

Zwei Ferngasleitungen durchqueren das Gemeindegebiet im Osten. Die Gemeinde selbst ist aber nicht an die Gasversorgung angeschlossen.

Medien

Ein Kabelnetz für den Fernsehempfang existiert nicht. Die Haushalte empfangen im Regelfall die Fernsehprogramme über Satellit und die Radioprogramme über Antenne. Die Sendeanlagen befinden sich in der Nähe von Wittenberg auf dem Gallunberg. Als Tageszeitung wird von der Mehrzahl der Haushalte die Mitteldeutsche Zeitung (Regionalausgabe Gräfenhainichen oder Dessau) bezogen. Die kostenlosen Anzeigenblätter Wochenspiegel und Super Sonntag erscheinen wöchentlich. Die jetzige Telefoninfrastruktur wurde 1995 geschaffen. Alle Haushalte wurden über Erdkabel angeschlossen. Erst Mitte der 1970er-Jahre waren die bis dahin existierenden Freileitungen mit 15 Telefonleitungspaaren (für Riesigk, Gohrau und Rehsen) durch Erdkabel von Wörlitz nach Riesigk und anschließende frei hängende Kabel ersetzt worden.

Statistik
Bevölkerungsentwicklung

Die Zahlen geben die Gesamtzahl der Einwohner der drei Ortsteile an:

1548 Riesigk: 1 Schulze, 7 Hüfner, 8 Kossaten
Schönitz: 8 Hüfner, 2 Kossaten
Rotehof: existiert noch nicht
1787 202 (ohne Rotehof)
1818 356
1871 325 (Rotehof 1867)
1905 347 (Rotehof 1867)
1970 324
1980 308
1990 293
2000 228
2010 203
2020 170 Prognose des Statistischen Landesamtes mit weiter sinkender Tendenz
2025 153

ab 1990 Statistisches Landesamt, Stand zum 31. Dezember

Literatur
Th. Weiss: Das Gartenreich Dessau-Wörlitz. L&H Verlag, 1998, ISBN 3-928119-42-7.
R. Alex: Schlösser und Gärten in Wörlitz. Seemann-Verlag, 1988, ISBN 3-363-00366-8.
Evangel. Landeskirche Anhalt: Kirchen im Dessau-Wörlitzer Gartenreich. Anhalt Edition, 2000, ISBN 3-910192-63-7.
G. Piltz: Sachsen-Anhalt. Urania-Verlag, 1992, ISBN 3-332-00486-7.
G. Piltz: Kunstführer durch die DDR. Urania-Verlag, 1976, DNB 200721887.