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Wir lieben Statistiken und Daten…

…um dort Entscheidungshilfen heraus zu extrahieren.
Unser Erfolg basiert darauf, Muster aus möglichst vielen Datenströmen zu erkennen und diese dazu zu nutzen, Ihre Stellenanzeige kostenoptimiert zu besetzen.

Von daher wollen wir Ihnen Statistiken über Röthlein nicht vorenthalten.

Geschichte
Ortsgeschichte

Bereits im 7./8. Jahrhundert hatte Heidenfeld als Centgerichtsort im Volkfeldgau eine große Bedeutung. Mit der Gründung des Klosters Heidenfeld wurde das Dorf erstmals urkundlich als „Heidenvelt“ erwähnt. Das Augustiner-Chorherrenstift wurde um 1069 gegründet und von der Stifterin Alberada Markgräfin von Schweinfurt und ihrem Gemahl Hermann von Habsberg-Kastl dem Bischof Adalbero von Würzburg übergeben. In der Blütezeit des Klosters betreuten die Augustinermönche des Chorherrenstifts über 30 Orte der Umgebung bzw. hatten dort ihre weit verstreuten Besitzungen. 1525 brannte das reich begüterte Stift im Bauernkrieg ab und 1554 noch einmal im Markgräflerkrieg. Durch den Barockbaumeister Balthasar Neumann sollten die zerstörten Gebäude wieder errichtet werden, von denen aber nur die eigentlichen Klostergebäude fertiggestellt wurden, die im Wesentlichen mit ihrer wertvollen Stuckausstattung bis heute erhalten blieben. Die Klosteranlage ging nach der Säkularisation zunächst in Privatbesitz über, gelangte aber über Umwege wieder in den Besitz der Kirche und dient den Ordensschwestern der Kongregation Schwestern des Erlösers als Alten- und Pflegeheim. In der 1906 erbauten Pfarrkirche St. Laurentius in Heidenfeld ruhen die Gebeine des am 24. März 1974 seliggesprochenen Märtyrerpriesters Liborius Wagner. Seitdem kommen viele Wallfahrer nach Heidenfeld zur Verehrung des Seligen; ihren Höhepunkt hatte diese Verehrung mit der Feier des 350. Todesjahres im Jahre 1981.

Hirschfeld wurde 1060 in einer Urkunde des Königs Heinrich IV. als „Hirzvurtin“ erwähnt. Dieser Name wurde oft als eine von Hirschen frequentierte Furt im Main gedeutet, zum Teil wird spekuliert, er nehme Bezug auf eine Person namens Hirz. Denkbar ist aber auch, dass sich der Name von dem in Altertum und Mittelalter am häufigsten angebauten Getreide, der Hirse (mittelhochdeutsch „hirs“ bzw. „hirse“) ableitet, oder aber vom lateinischen hiscare (klaffen, sich öffnen), denn Hirschfeld liegt am Übergang des vergleichsweise engen mittleren Maintals mit seinen steilen, für den Weinbau besonders geeigneten Muschelkalkhängen zum sich nach Norden hin weit öffnenden Schweinfurter Becken, das durch den leicht erodierenden, tonhaltigen und damit für den Ackerbau gut geeigneten Lettenkeuper geprägt ist. Schon früh war die Siedlung im Besitz der Schweinfurter Markgrafen. Im Mittelalter waren dort das Hochstift Würzburg und das Kloster Heidenfeld begütert. Im Jahre 1700 wurde die Pfarrkirche St. Kilian neu gebaut. 1814 kam Hirschfeld zusammen mit dem Großteil Frankens zu Bayern. Hirschfeld hatte jährlich durch seine Nähe zum Main unter Hochwasser zu leiden. Im Zweiten Weltkrieg erlitt der Ort im Februar 1944 und im Mai 1945 schwere Zerstörungen.

Röthlein wurde 1179 erstmals als eigenständige Ortschaft urkundlich erwähnt. Siedlungszusammenhänge und die ältesten Formen der Ortsnamensschreibung weisen darauf hin, dass Röthlein aus einer kleinen Rodung auf Rheinfelder Gemarkung („Rothreinfeld“) erwachsen ist. Teile des Ortes wurden schon im 12. Jahrhundert an das Würzburger Domkapitel verkauft. Seit dem ausgehenden Mittelalter befand sich dieses im unbestrittenen Besitz der Gemeinde- und Dorfherrschaft Röthlein. Röthlein war im Mittelalter Filiale der Pfarrei Grafenrheinfeld. 1744 kam es zum Bau der eigenen, dem Apostel Jakobus dem Älteren geweihten Kirche; sie wurde 1893/94 durch den heutigen Neubau ersetzt. Röthleins Wirtschaft war ehedem vom Fischfang, dem Betrieb einer Mühle und vom Erwerbsgartenbau (Krautkulturen) geprägt.

Durch umfangreiche geschichtliche Nachforschungen wurde festgestellt, dass die Ursprungsgemeinde „Rheinfeld“ erstmals am 21. November 889 urkundlich erwähnt wurde. Aus diesem Grund feierten die der Ursprungsgemeinde angehörenden heutigen Gemeinden Bergrheinfeld, Grafenrheinfeld, Oberndorf und Röthlein im Jahre 1989/90 das 1100-jährige Bestehen.

Die Einheitsgemeinde Röthlein liegt in dem nach Süden geöffneten Mainbogen des Schweinfurter Beckens nahe der Kreisstadt Schweinfurt und umfasst eine Fläche von 1911 Hektar. Schweinfurt bietet vielen Pendlern Arbeitsplätze. Von Voll- und Nebenerwerbslandwirten werden noch 1106 Hektar genutzt. Im Jahre 1972 wurden die ehemaligen Gemeinden vom Bayerischen Landwirtschaftsministerium mit dem Ersten Preis für eine vorbildliche Flurbereinigung ausgezeichnet.

In das größtenteils flache Land fügen sich die Neubaugebiete mit typisch ländlichem Wohncharakter harmonisch ein. Mit Trinkwasser wird die Gemeinde durch den Zweckverband der Rhön-Maintal-Gruppe versorgt. Die Abwasserbeseitigung erfolgt für die Gemeindeteile Heidenfeld und Röthlein durch den Zweckverband Unterer Unkenbach mit der Kläranlage in Heidenfeld und für den Gemeindeteil Hirschfeld durch den Zweckverband Stammheimer Gruppe mit der Kläranlage in Stammheim.

In den zurückliegenden Jahren nahm die Gemeinde einen großen Aufschwung. Im Jahre 1986 wurde im Gewerbegebiet Mühläcker ein neuer Gemeindebauhof errichtet und mit den notwendigen Geräten und Fahrzeugen ausgestattet.

Wegen der räumlichen Enge in den beiden bisherigen Schulgebäuden in Heidenfeld und Röthlein begann die Gemeinde im Jahre 1988 in Röthlein mit dem Bau einer neuen Grundschule, der mit Beginn des Schuljahres 1989/90 beendet war und seiner Bestimmung übergeben wurde. Die stetige Steigerung der Einwohnerzahl erforderte im Jahre 1995 den Anbau von drei weiteren Klassenzimmern.

Der Völkerverständigung wurde mit der Unterzeichnung von Partnerschaftsurkunden 1989/90 mit der französischen Gemeinde Cormelles le Royal in der Normandie Rechnung getragen. Die Aufrechterhaltung der Partnerschaft obliegt dem Partnerschaftskomitee. Im Mai 1999 wurde mit mehrtägigen Feierlichkeiten das zehnjährige Jubiläum der Partnerschaft und im Jahre 2009 das zwanzigjährige Bestehen gefeiert.

Religion

Röthleins Wahrzeichen ist sein 1893/95 im neugotischen Stil erbautes Gotteshaus für die katholische Pfarrgemeinde. Die Jakobus dem Älteren geweihte Pfarrkirche wurde von dem ehemaligen Röthleiner Bürger Adam Nikolaus, Baumeister in München mit Hilfe der Einwohner errichtet. Der Ort hatte um diese Zeit den Ruf als „Maurerdorf“, da die Bauernhöfe nicht allen Familienangehörigen Arbeit bieten konnten.

Der mit 44 Meter höchste Kirchturm im Landkreis Schweinfurt und das hohe Kirchenschiff überragen weithin sichtbar die Dorfsilhouette nach allen Himmelsrichtungen. An gleicher Stelle stand bis 1893 eine kleine Kirche, die 1744 nach Plänen Balthasar Neumanns errichtet worden war.

Eine aus französischem Kalkstein gehauene, aufrecht stehende Jakobusstatue in Lebensgröße schmückt die Außenfassade über dem Portal. Auf einer reichverzierten Konsole stehend und mit einem Baldachin überdacht, dem ein Ziertürmchen, eine sogenannte Fiale, aufgesetzt ist, ist die Figur des Jakobus mit den gleichen Insignien, dem Stab und dem Schwert, ausgestattet wie die Holzskulptur auf dem Seitenaltar. Der Würzburger Bildhauer Nikolaus Köstner schuf die Statue des Kirchenpatrons 1893.

Eingemeindungen

Am 1. Mai 1978 wurden die früher selbständigen Gemeinden Heidenfeld und Hirschfeld in die Gemeinde Röthlein eingegliedert.[3]

Einwohnerentwicklung
1961: 3032 Einwohner[3]
1970: 3521 Einwohner[3]
1991: 4311 Einwohner
1995: 4674 Einwohner
2003: 4855 Einwohner
2004: 4897 Einwohner
2005: 4905 Einwohner
2006: 4895 Einwohner
2007: 4838 Einwohner
2008: 4826 Einwohner
2009: 4784 Einwohner
2010: 4769 Einwohner
2011: 4573 Einwohner
2012: 4544 Einwohner
2013: 4584 Einwohner
2014: 4545 Einwohner
2015: 4561 Einwohner
2016: 4492 Einwohner
Zahlen, Daten, Fakten
Fläche

Gebäude- und Freiflächen 93 ha
Waldflächen 364 ha
Grünanlagen 13 ha
Wasserflächen 23 ha
Verkehrsflächen 140 ha
sonstige Flächen 29 ha
landwirtschaftliche Flächen 1249 ha

Einwohner

männlich weiblich
49,44 % 50,56 %

Röthlein, Heidenfeld und Hirschfeld:

Röthlein Heidenfeld Hirschfeld
2516 1667 782

Mit Hauptwohnsitz sind 4693 Einwohner gemeldet.

Religion

Katholisch Evangelisch Sonstige
72,72 % 12,82 % 14,46 %

Politik
Gemeinderat

Der Gemeinderat hat (ohne Bürgermeister) 16 Mitglieder.

CSU und Freie Wählergemeinschaft 3 Sitze
SPD 2 Sitze
Christliche Wählergemeinschaft Heidenfeld 4 Sitze
Freie Wählergemeinschaft Hirschfeld 3 Sitze
Unabhängige Wählergemeinschaft Heidenfeld 1 Sitz
Freie Bürgerliste Hirschfeld, Heidenfeld, Röthlein 3 Sitze

(Stand: Kommunalwahl am 16. März 2014)

Wappen

Die Motive des Wappens der Großgemeinde Röthlein symbolisieren die drei Gemeindeteile Heidenfeld, Hirschfeld und Röthlein: Das goldene Tatzenkreuz (Mauritius-Kreuz) auf blauem Grund war Bestandteil des ehemaligen Augustiner-Chorherrenstifts Heidenfeld, dem heutigen Kloster „Maria Hilf“. Der Gemeindeteil Hirschfeld wird bildhaft durch die beiden Geweihe dargestellt. Die beiden Fische weisen auf den Gemeindeteil Röthlein hin, dessen Einwohner früher hauptsächlich vom Fischfang lebten, da Röthlein erst seit der Mainregulierung 4 km südöstlich des Flusses liegt.

Gemeindepartnerschaft

Partnergemeinde ist Cormelles le Royal im Département Calvados, Frankreich.

Kultur und Sehenswürdigkeiten
Bauwerke
Kloster „Maria Hilf“
Wallfahrtskirche St. Laurentius Heidenfeld, birgt die Reliquien des seligen Liborius Wagner (1593–1631, 1974 von Papst Paul VI. seliggesprochen)
Kloster Maria Hilf (im Gemeindeteil Heidenfeld)
Kirche St. Jakobus (im Gemeindeteil Röthlein)
Baudenkmäler
Hauptartikel: Liste der Baudenkmäler in Röthlein
Parkanlagen
Der Partnerschaftsgarten
Partnerschaftsgarten, der aus Anlass des 20. Jubiläums der Partnerschaft mit der Gemeinde Cormelles-le-Royal angelegt wurde.

Regelmäßige Veranstaltungen
Kirchweih in Heidenfeld
Fest des seligen Liborius Wagner am 9. Dezember jeden Jahres in Heidenfeld
Röthleiner Kirchweih (letztes Wochenende im Juni)
Fischfest
Der Autofreie Sonntag
Erntedankfest
Straßenfest in Hirschfeld
Samba de Röthlein
Wirtschaft und Infrastruktur
Verkehr

Über die Abfahrt Schwebheim/Röthlein der B 286 gelangt man nach Röthlein. Direkt an der Abfahrt befindet sich das Industriegebiet Etzberg. Die Staatsstraße St 2277 führt durch Röthlein.

Der Industriestandort Röthlein

Seit Mitte der 80er Jahre befindet sich das Gewerbegebiet Mühläcker in stetigem Wachstum. Heimische Handwerksbetriebe konnten sich dort erweitern, neue Branchen ansiedeln. Die günstige Verkehrslage neben dem Autobahnzubringer B 286 zur A3 nach Nürnberg sowie in nördlicher Richtung die Nähe zum Industrie- und Gewerbegebiet Süd der Stadt Schweinfurt machen den Standort Röthlein attraktiv. Auf dem 25 ha großen Industriegebiet Etzberg in Röthlein haben sich neue Unternehmen angesiedelt.

Öffentlicher Personennahverkehr

In der Großgemeinde Röthlein ist jeder Gemeindeteil an das Netz des öffentlichen Personennahverkehrs der Verkehrsgemeinschaft Schweinfurt durch mehrere Bushaltestellen in den Orten angeschlossen.

Bildung und Kultur

Im Gemeindeteil Röthlein befindet sich eine Gemeindebibliothek und eine Grundschule. Für das Gemeinwohl der Bürger sind unterschiedliche öffentliche Einrichtungen auf die drei Gemeindeteile verteilt. So befindet sich heute z. B. im früheren Kindergartengebäude in Röthlein (1913/14 als Kinderbewahranstalt errichtet) das katholische Pfarrheim, in dem auch die evangelischen Bürger, die in allen drei Gemeindeteilen in der Minderzahl sind, regelmäßig Gottesdienste feiern. Sie werden von der Nachbargemeinde Schwebheim mitbetreut.
In den Kellerräumen des Anbaus befindet sich ein Jugendtreff. Am Ende der Straßenflucht (Landrat-Wolf-Straße, nach einem verdienten Bürger des Gemeindeteils benannt) steht in der querverlaufenden Bäckertorstraße (der Name rührt von der Dorfbefestigung aus früheren Jahrhunderten her) das alte Schulhaus, das um 1903/04 einstöckig errichtet und im Krieg zerstört wurde. Dort ist seit 1982 die Gemeindebibliothek eingerichtet.

Im Gemeindeteil Röthlein befindet sich eine Grundschule mit ca. 180 Schülern.

Bildergalerie

Dorfmitte von Röthlein

Der Partnerschaftsgarten in Röthlein

Das Rathaus der Gemeinde Röthlein

Die Röthleiner Bären

Die Röthleiner Kirche St. Jakobus

Weblinks
 Commons: Röthlein – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
www.roethlein.de
Eintrag zum Wappen von Röthlein in der Datenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte
Röthlein: Amtliche Statistik des LfStat