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Geschichte
Karte von Roßwein vor 1843
Der Marktplatz 1906
Kirche von Roßwein

Roßwein war im frühen Mittelalter ein altsorbisches Fischerdorf. Im 12. Jahrhundert entwickelte sich daraus im Rahmen der deutschen Ostsiedlung eine markgräflich-meißnische Stadtanlage mit einem Herrensitz.[2]
Die erste urkundliche Erwähnung von Roßwein stammt aus dem Jahr 1220. Ein Jahr später wird ein villicus de Rosewin genannt.
Der Name der Stadt geht auf das altsorbische Wort Rusavin, abgeleitet vom Personennamen Rusava zurück. Roßwein ist also die Siedlung eines Sorben mit Namen Rusava. Der Name geht auf rusy rötlich, blond, braun zurück.[3] Der Ortsname legt nahe, dass Roßwein eine sorbische Gründung ist. Unbekannt ist das Jahr der Gründung und auf wessen Initiative die Gründung erfolgte.
Im Jahr 1286 wird Roßwein erstmals in einer Urkunde als Stadt (civitas seu oppidum)
bezeichnet. Es gibt eine wechselvolle Geschichte. Roßwein wurde durch den Markgrafen Heinrich den Erlauchten (1221–1286) an seinen Enkel Friedrich den Freidigen (den Gebissenen), Pfalzgraf von Sachsen, verpfändet und ging nach dem Tode Heinrichs in den Besitz von Friedrich den Freidigen über. Friedrich der Freidige übergab Roßwein durch Schenkung am 18. Mai 1293 an das Zisterzienserkloster Altzella bei Nossen.

Seit 1360 hatte Roßwein einen Bürgermeister und einen Rat. Die Stadt unterstand nachweislich ab 1590 dem Amt Nossen. Rat und Bürgermeister zu Roßwein erhielten die Gerichtsbarkeit sowohl vom Kloster Altzella als auch vom Amt Nossen nur auf Zeit verpfändet. Den Stadtrichter wählte der Rat aus seiner Mitte. Später besaß Roßwein auch eine umringende Stadtmauer von 1.221 m Länge mit durchgezogenem Wehrgang. Vom Marktplatz aus verliefen fünf Straßen zu fünf Stadttoren: dem Kreuztor, dem Bergtor, dem Mühlentor, dem Döbelnschen bzw. Lommatzscher Tor sowie dem Brückentor, welches einen Wachturm trug. Als Baumaterial dienten Bruchsteine aus dem nahen Steinbruch. Auch Steine aus der Freiberger Mulde, die man Katzenköpfe nannte, fanden Verwendung. Torwachen mussten von den Bürgern selbst gestellt werden. Sie erhielten eine Ausbildung in der Waffenführung von Spieß, Armbrust und Schwert. Kurz vor Einbruch der Dunkelheit verschloss man die Tore. Säumige hatten dann vor den Toren der Stadt ihr Nachtlager zu suchen. Ab 1805 entfiel das Verschließen der Stadttore. Die Torwachen löste man aber erst 45 Jahre später auf.

Um 1550 lebten 259 besessene Mann und 360 Inwohner in Roßwein. 1748 waren es 477 besessene (d.h. grundbesitzende) Bürger und der Ort bestand der Größe nach aus 29 Hufen.

Roßweins Ortsteil Gleisberg war 1648 von Hexenverfolgung betroffen. Thomas Häner und seine Frau gerieten in einen Hexenprozess.[4]

1871 war die Bevölkerung bereits auf 6848 angestiegen.

Roßwein zählte neben Nossen und Siebenlehn zum bedeutendsten Besitz des Klosters. Dadurch hatte aber die Stadt die meisten Abgaben zu leisten. Alle Anlieger waren verpflichtet, für ihren Wohnbereich den Bau auszuführen und zu erhalten.

Auch in Roßwein forderte 1613 die schwarze Pest ihre Opfer. Im Jahre 1834 lebten bereits 4202 Einwohner in Roßwein. 1868 wurde die Eisenbahnverbindung nach Leipzig und Dresden sowie 1874 nach Chemnitz eröffnet. Seit dem 19. Jahrhundert war die Stadt ein wichtiger Industriestandort; hier siedelten sich Metallwaren-, Schuh-, Textil- und Zigarrenfabriken an. Mit Einführung der Allgemeinen Städteordnung erlangte das Stadtgericht 1834 seine Eigenständigkeit. Nach Abtretung an den Staat ging die städtische Gerichtsbarkeit zusammen mit der vom Justizamt Nossen ausgeübten Ober- und Erbgerichtsbarkeit in der Stadt Roßwein und ihren Fluren am 1. September 1853 auf das Königliche Gericht Roßwein über.

Gegen Ende des Zweiten Weltkrieges von Ende 1944 bis Frühjahr 1945 mussten KZ-Häftlinge des Außenlagers Nossen/Roßwein des KZ Flossenbürg in der Gießerei E. Broer („Ebro-Werke“) Zwangsarbeit verrichten.

Historische Schreibweisen und Bedeutung des Ortsnamens

Der Schreibweise des Ortsnamens Roßwein hat im Laufe seiner Geschichte variiert und es gab verschiedene Schreibweisen. Folgende Schreibweisen sind aus historischen Quellen überliefert:[5]

1220: Ros(s)ewin
1221: Bertoldus antiquus villicus de Rosewin
1286: Russewyn
1349: Ruswin
1393: Rüssewin
um 1500: Russewein
seit 1555/56: Roßwein

Der Name kommt vom altsorbischen Rusavin.
Das geht auf den Personennamen Rusva, zu rusy, rötlich, blond zurück.
Es war also die Siedlung eines Rusava.[6]

Gedenkstätten
Der Gedenkstein auf dem Sowjetischen Ehrenfriedhof Etzdorfer Straße/Ecke Bergstraße erinnert sowohl an sowjetische Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter, als auch an die zwei kommunistischen Widerstandskämpfer Paul Rockstroh und Kurt Schmidt, die 1944 bzw. 1945 im KZ Sachsenhausen ums Leben kamen.
Ein Gedenkstein und zwei Gedenktafeln in der Kadorfer Straße 31b, in der Gartenstraße 42 und in der Goldbornstraße erinnern ebenfalls an Paul Rockstroh.
Ein Gedenkstein im Ortsteil Haßlau, Zweiniger Grund, an der Zufahrtsstraße zur Margarethenmühle, erinnert an einen polnischen Zwangsarbeiter, der wegen einer unerlaubten Beziehung zu einer deutschen Frau 1943 öffentlich gehenkt wurde.
Am Schweizerberg im Ortsteil Mahlitzsch wurden im April 1945 sieben unbekannte KZ-Häftlinge eines Todesmarsches aus dem Außenlager Colditz des KZ Buchenwald von SS-Männern erschossen. Ein dort 1975 errichteter Ehrenhain beherbergt ein Denkmal, das an dieses Geschehen erinnert, bei dem von 1.000 Häftlingen nur 17 überlebt haben. Die Toten von Mahlitzsch wurden auf dem Friedhof des Ortsteiles Niederstriegis begraben. An sie erinnert ein 1974 errichteter Grabstein.

Eingemeindungen

Ehemalige Gemeinde Datum Anmerkung
Gleisberg[7] 01.01.1994
Grunau[8] 01.06.1973 Eingemeindung nach Niederstriegis
Grünroda[9] vor 1875 Eingemeindung nach Niederstriegis
Haßlau[7] 01.01.1994
Hohenlauft[9][8][10] vor 1875
01.07.1950
Eingemeindung nach Etzdorf,
Umgliederung nach Niederstriegis
Kobelsdorf[9] vor 1875 Eingemeindung nach Naußlitz
Littdorf[7] 01.01.1994 Eingemeindung nach Niederstriegis
Mahlitzsch[11][7] 01.10.1935 Eingemeindung nach Niederstriegis
Naußlitz (mit Klinge)[8][10] 01.07.1950 Eingemeindung nach Haßlau
Niederstriegis 01.01.2013
Ossig (mit Juchhöh)[8][10] 01.07.1950 Eingemeindung nach Haßlau
Otzdorf[8] 01.01.1970 Eingemeindung nach Littdorf
Seifersdorf[8] 01.01.1969
Troischau[9] vor 1875 Eingemeindung nach Ullrichsberg
Ullrichsberg[8][10] 01.01.1952
Wettersdorf[8][10] 01.07.1950 Eingemeindung nach Wetterwitz
Wetterwitz[8] 01.01.1974 Eingemeindung nach Gleisberg
Zweinig[8][10] 01.07.1950 Eingemeindung nach Haßlau

Einwohnerentwicklung seit 1834

Entwicklung der Einwohnerzahl (ab 1998 31. Dezember):[12]

1834 bis 1960 1990 bis 2002 2004 bis 2010 2012 bis 2015
1834 – 04.202
1885 – 06.443
1925 – 09.376
1933 – 09.605
1939 – 09.696
1960 – 10.343[13]
1990 – 9.211[14]
1998 – 8.252
1999 – 8.157
2000 – 8.044
2001 – 7.952
2002 – 7.824
2004 – 7.596
2005 – 7.451
2006 – 7.353
2007 – 7.290
2009 – 7.022
2010 – 6.923
2012 – 7.746
2013 – 7.611
2015 – 7.672

Politik
Rathaus

In Roßwein gibt es neben den im Stadtrat und Kreistag vertretenen Parteien eine Ortsgruppe der Grünen. Weiterhin ist in Roßwein eine einstmals vom Bürgermeister 2001 ins Leben gerufene „Arbeitsgruppe Stadtgestaltung und Stadtentwicklung“ aktiv, die für alle Roßweiner Bürger offen ist, auf basisdemokratische Weise funktioniert und dem Stadtrat zuarbeitet.

Bei der Wahl 2009 zog der Roßweiner Henning Homann für die SPD in den Sächsischen Landtag ein.

Stadtrat

Gemeinderatswahl 2014[15]
Wahlbeteiligung: 47,3 % (2009: 53,0 %)

 %50403020100

48,1 %14,8 %17,2 %3,0 %17,0 %

CDUSPDLinkeGrüneBWG N-R
Gewinne und Verluste

im Vergleich zu 2009
 %p 18 16 14 12 10   8   6   4   2   0  -2  -4  -6  -8

-4,3 %p
-7,9 %p-2,9 %p-1,8 %p+17,0 %p
CDUSPDLinkeGrüneBWG N-RVorlage:Wahldiagramm/Wartung/TITEL zu langVorlage:Wahldiagramm/Wartung/Fehler in der Farbeingabe – Dunkel

Seit der Stadtratswahl am 25. Mai 2014 verteilen sich die 22 Sitze des Stadtrates folgendermaßen auf die einzelnen Gruppierungen:

CDU: 11 Sitze
LINKE: 4 Sitze
Bürgerwählergemeinschaft Niederstriegis-Roßwein (BWG N-R): 4 Sitze
SPD: 3 Sitze
Bürgermeister

Der Bürgermeister Veit Lindner ist parteilos. Er löste 2001 Wolfgang Pieschke (CDU) ab. Lindner war zuvor parteiloses Mitglied der SPD-Fraktion. Bei der Bürgermeisterwahl 2008 siegte er dank Unterstützung von SPD, Linken und Grünen mit 88 % der Stimmen über die CDU-Kandidatin Silvia Meißner, Tochter des früheren Bürgermeisters Pieschke. 2015 wurde Lindner mit 87 % der Stimmen im Amt bestätigt.

Kreistag

Im Jahr 2008 zogen Veit Lindner und Henning Homann auf der Liste der SPD in den Kreistag im neu gegründeten Landkreis Mittelsachsen ein. Für die CDU gehört Michael Klöden und für Die Linke Peter Krause dem Kreistag an.

Wappen

Es handelt sich um ein so genanntes „redendes Wappen“.

Blasonierung: „Ein weißes Pferd steht mit dem Kopf nach links schauend auf einem grünen „Drei-Berg“ (Berg mit drei Kuppen). Drei Weinreben und sieben Weinblätter sind ebenfalls auf dem Wappen zu sehen.“

Städtepartnerschaften

Roßwein unterhält eine städtepartnerschaftliche Beziehung mit Freiberg am Neckar im baden-württembergischen Landkreis Ludwigsburg.

Kultur und Sehenswürdigkeiten
Bauwerke
Gleisberg (Roßwein): Ev. Dorfkirche, romanische Chorturmkirche

Das historische Hallenbad in der Stadtbadstraße wurde im Jahre 1897 eingeweiht. Es handelt sich um das „erste behördlicherseits errichtete Hallenbad Sachsens“, wie der damalige Bürgermeister C.A. Rüder bei der Einweihungsfeier ausführte.

Weitere bauliche Sehenswürdigkeiten sind:

Rathaus von 1862 mit Portal von 1529.
Tuchmacherhaus aus 16. Jh. (ehemaliges Abthaus des Klosters Altzella)
Kirche St. Marien (Inneres der Kirche im klassizistischen Stil)
2000 auf dem Markt errichtete Nachbildung der kursächsischen Postdistanzsäule
Die Stadtmauer, von der noch Reste überall in der Stadt zu sehen sind, z.T. auch wieder restauriert.
Die Villa Constanze in der Böhrigener Straße (Jugendstilvilla von 1905).
Die Muldenpromenade, entlang der Freiberger Mulde mit Feuerwehr- und Industriemuseum und Irrgarten.
Die letzte Dampfmaschine Roßweins, eine Tandem-Verbundmaschine der Fa. Hanomag Hannover, Baujahr 1911.
Die historische Signalbrücke am Bahnhof
Saubrunnen
Herrschaftliches Gutshaus im Ortsteil Otzdorf
Kirche im Ortsteil Otzdorf
Rundes Haus und Ruine der (Burg Kempe) im Ortsteil Mahlitzsch

Der Marktplatz 2016

Postmeilensäule

Uferpromenade

Portal des Heimatmuseums

Naturdenkmäler

Die mit über 200 Jahren wahrscheinlich zweitälteste Kamelie nördlich der Alpen ist in Roßwein zu finden. Ferner gibt es an der Straße nach Döbeln mit dem Troischaufelsen einen einzigartigen geologischen Aufschluss. Der unter Naturschutz stehende Felsen besteht aus dem in der Region seltenen Gabbro. Bis zum Bau der Döbelner Straße um 1860 wurde an dieser Stelle noch Silber und Kupfer in einem Stollen abgebaut.

Zwei Kilometer östlich von Roßwein befindet sich das Flächendenkmal der vormaligen Bergwerksanlagen von „Segen Gottes Erbstolln“. Seit dem Jahre 1980 betreibt der gemeinnützige Verein „Segen Gottes Erbstolln“ aktive Denkmalspflege an diesem bedeutenden montanhistorischen Denkmal.

Geotop „Gabbrofelsen“ in Roßwein

Gabbrogestein in Roßwein

Wirtschaft und Infrastruktur
Hochschulgebäude für den Fachbereich Soziale Arbeit
Hochschulgebäude für den Stahl- und Metallbau / Aufzugstechnik
Verkehr

Roßwein liegt im Städtedreieck Chemnitz–Leipzig–Dresden, die Straßenverkehrsanbindungen erfolgt über die nahe gelegene A 4 und A 14 sowie die B 175. Roßwein verfügt über einen Bahnhof an der Bahnstrecke Borsdorf–Coswig, der seit Dezember 2015 ohne Personenverkehr ist. Die Stadt war Ausgangspunkt für die umgangssprachlich als Striegistalbahn bekannte, Bahnstrecke Roßwein–Hainichen–Niederwiesa. Diese Strecke ist im Abschnitt Roßwein–Hainichen vom Eisenbahnverkehr freigestellt.

Ansässige Unternehmen

Neben einigen regionalen Bauunternehmen wird die Unternehmensstruktur heute von zwei Autozulieferern bestimmt. Im Jahre 2005 siedelte sich der japanische Hitachi-Konzern im Industriegebiet Goldene Höhe an. Er produziert dort Hochdruckpumpen für die Benzineinspritzung. Im ehemaligen Press- und Schmiedewerk werden heute von der Frauenthal Powertrain GmbH Pleuelstangen hergestellt.

Bildung

Die Hochschule Mittweida ist in Roßwein mit zwei Fachbereichen vertreten: Stahl- und Metallbau sowie Soziale Arbeit.

Weitere wichtige Bildungs- und Forschungseinrichtungen:

Bundesfachschule Metallhandwerk
Zentrum für Förder- und Aufzugstechnik
Geschwister-Scholl-Oberschule
Persönlichkeiten
Ehrenbürger
Otto von Bismarck (1815–1898), seit dem 1. April 1895
Friedrich Oswald Naupert (1841–1926), 1912 königl. sächs. Kammerrat, seit dem 9. August 1914
Cornelius Kohl (1906–2006) seit dem 14. Juni 1998
Helga Frankenstein (* 1934 oder 1935) seit 22. Juli 2015
Söhne und Töchter der Stadt
Johann Höpner (1582–1645), lutherischer Theologe, Professor der Theologie an der Universität Leipzig und Rektor derselben
Karl Gottlob Dietmann (1721–1804) evangelisch-lutherischer Theologe, Pfarrer, Autor von historischen, geographischen und theologischen Werken
Karl Friedrich Böhmert (1797–1882), Pfarrer, Gründer der Sonntagsschule (1832), des Gewerbevereins (1834) und der Krankenkasse (1849) von Roßwein. Ehrenbürger (1839)
Friedrich August Zimmermann (1805−1876), Maler und Lithograph
Albert Lorenz (1816–1887), Komponist und Kgl. Preußischer Militärkapellmeister
Bruno Brückner (1824–1905), protestantischer Theologe
Friedrich Wilhelm Kaulisch (1827–1881), Lehrer in Ulbersdorf, schrieb das Gedicht Mutterliebe („Wenn Du noch eine Mutter hast“)
Max Otto Schröder (1858–1923) sächsischer Politiker und Finanzminister
Erich Kürschner (1911–1977), Puppenspieler und Bühnenleiter der Hohnsteiner Puppenspiele
Paul Rockstroh († 1944 KZ Sachsenhausen), kommunistischer Widerstandskämpfer gegen Faschismus und Nationalsozialismus
Hank Teufer (* 1959), Schauspieler, Regisseur, Theaterleiter und -produzent
Detlef Schlegel (* 1964), Koch, mit einem Stern im Guide Michelin ausgezeichnet
Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben
Johann Traugott Lohse (1760–1836), Baumeister und Architekt
Karl Gautsch (1810–1879), Heimatforscher, Politiker und Rechtsanwalt
Werner Retzlaff (1890–1960), Architekt der Bauhaus-Moderne
Othmar Faber (1927–2008), päpstlicher Ehrenprälat im Bistum Dresden-Meißen, ab 1955 Lokalkaplan und Pfarrvikar in Roßwein
Sonstiges
Dialekt

Roßwein liegt an einer Grenze dreier Formen des sächsischen Dialekts: nördlich davon das Nordmeißenische, südlich das Südmeißenische, und östlich stößt das Südostmeißenische an; welche alle drei zu den Meißenischen Dialekten zuzurechnen sind.

Literatur
Cornelius Gurlitt: Rosswein. In: Beschreibende Darstellung der älteren Bau- und Kunstdenkmäler des Königreichs Sachsen. 25. Heft: Amtshauptmannschaft Döbeln. C. C. Meinhold, Dresden 1903, S. 191.

Günther Hanisch: „Roßwein in alten Ansichten“, Band 1–9, Europäische Bibliothek – Zaltbommel/Niederlande, (C)1992