Liebe Personaler aus Saarbrücken:
mehr Bewerber – Optimierte Kosten – Ganz einfach!

Senken Sie aktiv die Kosten pro Bewerbung und holen Sie mehr aus Ihrem Budget heraus. Mit Data Driven Recruiting und Recruitics. Performance orientierte Budgetverteilung zur Stellenbesetzung.

  • Qualifizierte Bewerber – Gewinnen Sie Fachkräfte für Ihr Unternehmen
  • Mehr Bewerbungen – Steigern Sie die Anzahl Ihrer eingehenden Bewerbungen
  • Abrechnung pro Klick – transparent und flexibel ohne Festpreis

  • Bessere Ergebnisse bei gleichem Budget
  • NEU: Recruiting mit einer künstlichen Intelligenz

Multiposting im CPC-Bereich​

Klassische Stellenbörsen schalten Ihre Stellenanzeige nach dem „Post and Pray“-Prinzip zum Festpreis. Wieviele Klicks generiert werden und wieviel eine Bewerbung letztlich kostet, steht erst am Ende der Laufzeit fest. Die HR-Monkeys bieten mit Recruitics eine neuartige Form des Online-Recruitings.
Der klare Vorteil dabei: Sie können aktiv Einfluss darauf nehmen, wie viel Budget tatsächlich für eine Bewerbung ausgegeben werden muss. Möglich wird dies durch die Abrechnung pro Klick (Cost-per-Click, CPC) auf der Basis von großen Datenmengen (Data Driven Recruiting).

Alles aus einer Hand: Mit Recruitics lassen sich mehrere CPC-Anbieter auf einmal steuern. Indeed, Adzuna, Jobrapido und noch zahlreiche andere Jobsuchmaschinen werden mit Recruitics einfach bedienbar – das ist Multiposting im CPC-Bereich.

5 Tipps für Ihr Recruiting in Saarbrücken

Messen Sie die Herkunft Ihrer Bewerber?

Mit dem kostenlosen Analysetool „Analytics“ von Recruitics erfassen Sie den gesamten Traffic Ihrer Karriereseite. Nutzen Sie dieses Wissen für eine zielgenaue Ausschreibung.

Bezahlen Sie nur für das was Sie bekommen?

CPC – Cost per Click ist das Zauberwort. Zahlen Sie nur für Klicks, die auch tatsächlich entstehen – positionsorientiert.

Optimieren Sie die Kosten pro Bewerbung?

Weisen Sie den Plattformen, von denen die meisten Bewerber kommen, das entsprechende/gewünschte Budget zu. Mit den Daten von „Analytics“ wird das zum Kinderspiel.

Setzen Sie das Budget optimal ein?

Recruitics bietet die Möglichkeit, Budgets exakt auf den Job zu verteilen. Damit haben Sie die Möglichkeit, fast in Echtzeit Budgets ergebnisorientiert anzupassen.

Nutzen Sie performancebasierte Anzeigenschaltung?

Mit einer performancebasierten Anzeigenschaltung erscheinen Ihre Stellen genau da, wo sie zum besten Preis die besten Bewerber finden.

Wer im Recruiting die falschen Kanäle nutzt, verspielt die Chance auf qualifizierte Bewerber. Wir beraten Sie, wie Sie Ihr Budget optimal einsetzen und dabei Ihre Ziele erreichen.

Wir lieben Statistiken und Daten…

…um dort Entscheidungshilfen heraus zu extrahieren.
Unser Erfolg basiert darauf, Muster aus möglichst vielen Datenströmen zu erkennen und diese dazu zu nutzen, Ihre Stellenanzeige kostenoptimiert zu besetzen.

Von daher wollen wir Ihnen Statistiken über Saarbrücken nicht vorenthalten.

Geschichte
Vor- und Frühgeschichte

Im Kernbereich von St. Johann wird eine vorgeschichtliche Siedlung vermutet, die jedoch von heutiger Bebauung überdeckt ist, sodass es nur zu Zufallsfunden kommt. Jagdbeutereste (Auerochsen-Hornzapfen) aus der Altsteinzeit wurden in Burbach gefunden. Aus der Jungsteinzeit wurden in St. Johann Steinklingen und Keramik gefunden. Ein Hügelgrab in Brebach-Fechingen und ein Gehöft in Güdingen mit bedeutenden Fundresten (z. B. bronzene Radnadel) stammen aus der Mittleren Bronzezeit. In St. Johann wurden an einem Bestattungsplatz Hals- und Armringe aus der Eisenzeit entdeckt.[14]

Antike
Römische Reste am Fuße des Halbergs (sog. Römerkastell)
Saarbrücken, römischer Merkurtorso, gefunden am Fuße des Eschberges, Saarlandmuseum
Antikes Mithras-Heiligtum am Halberg

Im Bereich von Alt-Saarbrücken existierte bereits in vorrömischer Zeit eine Siedlung der Mediomatriker. Auf dem Sonnenberg befand sich eine keltische Höhenburg mit Fürstensitz.[15] Flussaufwärts vom heutigen Stadtkern, im Stadtteil St. Arnual und im Bereich des Großmarktes am Fuß des Halbergs, sind römische Siedlungsreste nachgewiesen. Der auf einem Meilenstein nachgewiesene Ortsname der Siedlung am Halberg war Vicus Saravus (Saarort).[16] Mit diesem Vicus bildete sich zum ersten Mal im heutigen Saarbrücker Stadtgebiet ein Siedlungszentrum heraus. Hier kreuzten sich zwei Fernstraßen (Metz–Mainz, Straßburg–Trier).

Eine römerzeitliche Siedlung auf der hochwasserfreien Terrasse im heutigen St. Johann wird vermutet, ein Knüppeldamm im Bereich der heutigen Dudweilerstraße und Gerberstraße ist nachgewiesen.[17] Die erste Bebauung des Vicus Saravus entstand in der frühen Kaiserzeit parallel zum Flusslauf der Saar. Ein Friedhof der Siedlung befand sich innerhalb, einer außerhalb der Ortsbebauung am Fuße des Halberges. Die Quellen des Schwarzenberges wurden seit der Mitte des 2. Jahrhunderts n. Chr. mit Hilfe einer über- und unterirdischen Wasserleitung in die Siedlung geleitet.[18] Am Eschberg sind ein Merkurtempel[19][20] und am Halberg ein Mithras-Heiligtum nachgewiesen.[21]

Hypokaustheizungen und Funde von medizinischen Gerätschaften deuten auf einen gewissen Komfort und ärztliche Versorgung hin.[22] Die Straßenverbindung zum anderen Saarufer war ursprünglich durch eine Furt, später durch eine Brücke gewährleistet, die wohl bis ins hohe Mittelalter nutzbar war und deren Reste im Jahr 1863 im Zuge der Saarkanalisation gesprengt wurden. Weitere Brückenübergänge befanden sich oberhalb des heutigen Güdingen und waren bis ins 17. Jahrhundert benutzbar.[23] Die Vorgängerbauten am Ort der heutigen gotischen Stiftskirche Sankt Arnual sind ebenfalls römischen Ursprungs. Weitere Funde werden im Bereich des St. Arnualer Marktes und im ehemaligen Stiftsbezirk vermutet.[24]

Der prosperierende Vicus Saravus wurde im Jahr 275/6 n. Chr. bei einem Einfall der Alamannen vollständig niedergebrannt. Nach dem Wiederaufbau fiel die Siedlung vermutlich im Jahr 350 n. Chr. einem Germaneneinfall zum Opfer, was den raschen Niedergang des Ortes zur Folge hatte.

In spätrömischer Zeit hatte man zum Schutz vor Einfällen den Bau eines Kastell auf unregelmäßigem sechseckigen Grundriss begonnen. Es bildete einen Brückenkopf und bezog Straße und Saarbrücke mit ein. Die Ecken des Kastells, das Raum für eine kleine römische Garnison bot, waren durch Rundtürme gesichert. Der Vicus Saravus fiel mit den letzten Germanenstürmen zu Beginn des fünften Jahrhunderts oder mit dem Durchzug der Hunnen auf ihrem Zug nach Metz wüst.[25] Links der Saar, rund um die Stiftskirche Sankt Arnual, befand sich nachweislich eine römische Siedlung mit einer größeren Villa. Weitere römische Besiedlungen wurden im gesamten heutigen Stadtgebiet gefunden.[26]

Mittelalter
Stiftskirche St. Arnual
Freiheitsbrief des Grafen Johann I. von Saarbrücken-Commercy für Saarbrücken und St. Johann aus dem März 1322, Pergamentblatt, 57,5 cm × 68 cm (Stadtarchiv Saarbrücken)

Ab ca. 520 siedelte sich fränkische Bevölkerung neben ansässig gebliebenen Gallo-Romanen an.
In den Ruinen der römischen Villa im heutigen Stadtteil St. Arnual wurde in merowingischer Zeit Anfang des 7. Jahrhunderts eine erste Kirche als Grablege des Metzer Bischofs Arnual errichtet. Diese Kirche war das Zentrum einer Klerikergemeinschaft im damaligen Dorf Merkingen, das später nach dem heiligen Arnual umbenannt wurde. Es soll sich bei der Kirche um eine Schenkung des merowingischen Königs Theudebert II. handeln. Ab ca. 830 entwickelte sich die Merkinger Klerikergemeinschaft zu einem Kollegiatstift.

Die ältesten urkundlich erwähnten Orte, die heute zur Landeshauptstadt Saarbrücken gehören, sind Fechingen (777), Eschringen (893), Dudweiler (977) und Malstatt (960).

Im Vertrag von Verdun im Jahr 843 kam bei der Teilung des Karolingerreiches die Saargegend zum Mittelreich Kaiser Lothars (Lotharii Regnum). Vermutlich entstand um diese Zeit auf dem Saarfelsen, wo heute das Saarbrücker Schloss steht, eine Burg, die sich im königlichen Besitz befand.

Diese Burg wurde in einer Schenkungsurkunde Kaiser Ottos III. vom 14. April 999 erstmals als Königsburg „castellum Sarabrucca“ erwähnt, die dem Metzer Bischof Adalbero II. geschenkt wurde. König Heinrich IV. bestätigte in einer Urkunde vom 3. April 1065 die Vergabe der Burg Saarbrücken an den Bischof von Metz, Adalbero III. von Luxemburg.

Im Zeitraum der Jahre 1085/1088 wurden die Saargaugrafen mit der Saarbrücker Burg belehnt. Seit 1118 bzw. 1123 benannten sich die Saargaugrafen nach der Burg „Grafen von Saarbrücken“.

Am 1. Dezember 1145 hatte Papst Eugen III. in Vetralla mit der ersten „Kreuzfahrtbulle“ Quantum praedecessores zu einem zweiten Kreuzzug aufgerufen. Nach einer diesbezüglichen Predigt von Bernhard von Clairvaux hatte der französische König Ludwig VII. am 31. März 1146 in Vézelay feierlich seine Teilnahme am Kreuzzug erklärt. Ludwig sollte das Oberkommando über den Kreuzzug erhalten, dem sich nun immer mehr Freiwillige, nicht nur aus Frankreich, sondern auch aus Flandern, England und Norditalien anschlossen. Das französische Kontingent des Zweiten Kreuzzuges traf im Jahr 1147 unter Führung König Ludwig VII. in St. Arnual ein. Hier war durch eine römerzeitliche Brücke der Saarübergang für ein größeres Heer auf dem Weg von Metz nach Worms möglich. Das Stift St. Arnual und der Trierer Bischof Albero von Montreuil organisierten am ersten Sonntag nach Trinitatis für den französischen König und den späteren Grafen der Champagne, Heinrich den Freigiebigen, ein Festbankett und versahen sie mit Reiseproviant.[27][28][29][30][31]

Auf Befehl Kaiser Friedrich I. („Barbarossa“) wurde die Saarbrücker Burg teilweise zerstört. Nach dem Jahr 1171 wurde die Burganlage neu aufgebaut und eine kleine Siedlung westlich der Burg entstand, in der sich in der Umgebung der Burg Burgmannen, Händler und Schutzsuchende ansiedelten; die Siedlung (Alt-)Saarbrücken entwickelte sich.
Im Jahr 1227 wurde durch Simon III. die Deutschordenskommende St. Elisabeth gegründet, die karitative Aufgaben und beschränkte Gerichtsbarkeit erhielt und in den nachfolgenden Generationen zu beträchtlichem Ansehen und Einfluss gelangte. Die im 13. Jahrhundert als Krankenstation gebaute Kapelle gilt als das älteste noch bestehende mittelalterliche Gebäude Saarbrückens.

Ab ca. 1250–1270 wurde die alte Stiftskirche St. Arnual durch einen gotischen Neubau ersetzt, der heute noch besteht. Um diese Zeit wurde der Saarübergang von St. Arnual ins heutige Stadtzentrum verlegt. Eine Fährverbindung zwischen Saarbrücken und der Nachbarsiedlung St. Johann gewährleistete den Transport von Ufer zu Ufer. Die Öffnung des Gotthardpasses nach 1220 führte zu einem Anwachsen des Süd-Nord-Handelsverkehrs, der eine wichtige Route über Saarbrücken nahm. Eine Siedlung namens Habschied beim heutigen Südfriedhof wurde im Jahr 1252 erstmals urkundlich erwähnt. Sie fiel allerdings im dritten Viertel des 15. Jahrhunderts wüst. Kurz nach der Nennung von Habschied kam es im Jahr 1259 zur Nennung der Siedlung Breitenbach beim heutigen Deutschmühlenweiher. Auch sie fiel nach 1452 wüst.[32]

Nach 1261 wurde an der Stelle der heutigen Schlosskirche mit dem Bau der St. Nikolauskapelle begonnen. Das Bestehen des Dorfes St. Johann mit seiner Johanneskapelle wurde erstmals im Jahr 1265 urkundlich erwähnt. Der heutige Saarbrücker Stadtteil Burbach wurde erstmals um das Jahr 1290 urkundlich erwähnt.

Der gotische Neubau der Stiftskirche St. Arnual wurde um das Jahr 1390 fertiggestellt.

Graf Johann I. von Saarbrücken-Commercy verlieh im Jahr 1322 Saarbrücken (dem heutigen Stadtteil Alt-Saarbrücken) und St. Johann in einem Freiheitsbrief das Stadtrecht. Die Siedlung Eschberg wurde im Jahr 1393 erstmals erwähnt.

Im Jahr 1353 fiel Saarbrücken an das Haus Nassau (Walramische Linie), in dessen Besitz Stadt und Grafschaft bis zur Französischen Revolution und zum Wiener Kongress blieben. König Wenzel der Faule verlieh im Jahr 1398 das Münzrecht an den Saarbrücker Grafen Philipp I. von Nassau-Saarbrücken-Weilburg. Die Saarbrücker Handwerker organisierten sich vor 1412 in Zünften. Die Saarbrücker Gräfin Elisabeth von Lothringen wurde in der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts zur Wegbereiterin des Prosaromans in frühneuhochdeutscher Sprache. Sie übersetzte und bearbeitete um 1437 vier französische höfische Romane (Chanson de geste): „Herpin“, „Sibille“, „Loher und Maller“ und „Huge Scheppel“.

Im Jahr 1459 wurde eine neue Befestigung der Burg durch den Grafen Johann III. begonnen und die Burgkapelle in den folgenden Jahren verlegt. Ab dem Jahr 1462 führte das Saarbrücker Stadtgericht ein eigenes Siegel. Dieses Siegel ist bis heute ein Bestandteil des Saarbrücker Stadtwappens.

Ab ca. 1470–1480 wurde die alte Nikolauskapelle in Saarbrücken durch die heutige spätgotische Schlosskirche ersetzt. Vermutlich auf Veranlassung Kaiser Karls V. wurde der Bau der heutigen Alten Brücke über die Saar durch Graf Philipp II. in den Jahren 1546–1548 begonnen. Ab dieser Zeit begann in der Grafschaft Saarbrücken die Ausbreitung reformatorischen Gedankengutes ausgehend vom St. Arnualer Kollegiatstift, das im Jahr 1569 aufgelöst wurde.[33]

Reformation und frühe Neuzeit
Renaissanceschloss Saarbrücken
Lage Saarbrückens und St. Johanns auf einem Ausschnitt aus der Lothringen-Karte (nördlicher Teil) des Gerhard Mercator von 1564 bis 1585
Verzeichnis der eingehenden und abgehenden Postverbindungen der Stadt Saarbrücken aus dem Jahr 1754 mit dem Heiligen Römischen Reich und Europa
Infrastrukturelle Anbindung der Stadt Saarbrücken über Postrouten im Jahr 1786

Im Jahr 1574 fiel die Grafschaft Nassau-Saarbrücken durch Erbfall an Graf Philipp III., der die Reformation nach lutherischem Bekenntnis einführte. Im Jahr 1577 wurde im Burgbereich mit dem Bau des gräflichen Sommerhauses an der Schlossmauer über der Saar begonnen. Die mittelalterliche Burg wurde in den Jahren 1602–1617 durch den Baumeister Kempter von Vic zu einem Renaissanceschloss umgestaltet. Das heutige Ludwigsgymnasium wurde im Jahr 1604 gegründet. Das Stift Sankt Arnual hatte bereits im Jahr 1223 eine Stiftsschule unterhalten. Nach der Auflösung des Stiftes im Jahr 1569 und der Einführung der Reformation im Jahr 1575 bildete Philipp III. von Nassau-Saarbrücken daraus im 16. Jahrhundert eine Lateinschule. Im Jahr 1604 gründete Graf Ludwig II. von Nassau-Saarbrücken schließlich als Bildungszentrum für Nassau-Saarbrücken ein Gymnasium, welches durch die Einkünfte des Stifts St. Arnual finanziert wurde. Erster Rektor war Wilhelm Ursinus. Entsprechend der kirchlichen Tradition des Gymnasiums und seiner hauptsächlichen Bestimmung während der Barockzeit, nämlich den Pfarrer- und Beamtennachwuchs des Landes auf das Theologie- oder Jurastudium vorzubereiten, waren die Lehrer und Rektoren des Gymnasiums zugleich evangelische Pfarrer.

Der Dreißigjährige Krieg verheerte Saarbrücken fürchterlich. Im Jahr 1627 kam es zur ersten schweren Kriegsheimsuchung in der Grafschaft. Die gräfliche Familie flüchtete im Jahr 1635 nach Metz. Durch den Ausbruch der Pest noch zusätzlich dezimiert, lebten im Jahr 1637 nur noch 70 Menschen in der zerstörten Stadt.

Der französische König Ludwig XIV. ließ im Jahr 1677 im Französisch-Niederländischen Krieg Saarbrücken niederbrennen; bis auf acht Häuser wurde die gesamte Stadt zerstört. In der Folge dieses Krieges wurde Saarbrücken im Jahr 1680 dem Königreich Frankreich angegliedert, im Frieden von Rijswijk im Jahr 1697 jedoch wieder an das Heilige Römische Reich zurückgegeben.

Nach dem Regierungsantritt Wilhelm Heinrichs im Jahr 1741 erlebte die Stadt einen bis dahin nicht gekannten wirtschaftlichen Aufschwung, Steinkohlegruben wurden verstaatlicht, Eisenschmelzen entstanden. Ferner entstanden das barocke Residenzschloss Saarbrücken, erbaut von Friedrich Joachim Stengel und zahlreiche andere Bauten, die Saarbrücken in eine geschlossene Barockstadt mit zahlreichen Sichtachsen und barocken Straßenzügen verwandelten. Im Jahr 1775 wurde die Ludwigskirche vollendet, einer der bedeutendsten Barockbauten Deutschlands und Wahrzeichen der Stadt Saarbrücken. Die Errichtung des Saarkranen im Jahr 1762 dokumentierte den Aufschwung der Saarbrücker Kaufmannschaft. Unter der Herrschaft von Fürst Ludwig von Nassau-Saarbrücken wurde die fürstliche Residenz weiter ausgebaut und auf Malstatter Bann das Schloss Ludwigsberg angelegt.[34]

Französische Revolution, die Herrschaft Napoleons, Übergang an das Königreich Preußen
Lage Saarbrückens im Saardépartement
Heinrich Böcking (1785–1862), Initiator des Übergangs Saarbrückens an das Königreich Preußen, Gemälde von Louis Krevel, ca. um 1830
Fahnenweihe der Bürgerwehr am St. Johanner Saarufer im Jahr 1848
Wahlaufruf an die Saarbrücker Wähler zur deutschen Nationalversammlung in der Frankfurter Paulskirche

Im Jahr 1792 wurde die Stadt von französischen Revolutionstruppen besetzt, die das Barockschloss plünderten und besetzten. In den darauf folgenden Kämpfen mit den preußischen Bundestruppen, in deren Reihen auch der Erbprinz Heinrich von Nassau-Saarbrücken als Offizier diente, geriet das Schloss im Jahr 1793 in Brand und wurde teilweise zerstört. Vorher war die fürstliche Familie bereits in das rechtsrheinische Gebiet geflüchtet.[35]

Durch den Frieden von Campo Formio im Jahr 1797 und den Friedensvertrag von Lunéville im Jahr 1801 kam Saarbrücken unter der Herrschaft Napoleon Bonapartes zu Frankreich. Bereits im Jahr 1798 wurden Saarbrücken und die Nachbarstadt St. Johann in das französische Département de la Sarre eingegliedert und die Stadtverwaltung (Mairie) 1801 nach französischem Vorbild umgestaltet. Zahlreiche Saarbrücker Männer mussten in den Napoleonischen Kriegen auf allen Schlachtfeldern Europas Kriegsdienst leisten.

Nachdem Napoleon Bonaparte zur Abdankung gezwungen worden war, wurde mit dem Bourbonen Ludwig XVIII. der erste Pariser Frieden am 31. Mai 1814 geschlossen, laut dessen Bestimmungen Frankreich auf die Staatsgrenzen von 1792 beschränkt wurde. Ausnahmen waren darin allerdings die deutschen Städte Saarbrücken, Saarlouis und Landau, die bei Frankreich verbleiben sollten.

Nach der Rückkehr Napoleons und dessen endgültiger Niederlage bei Waterloo am 18. Juni 1815 sowie seiner Verbannung auf die Insel St. Helena wurde im Zweiten Pariser Frieden Saarbrücken wieder von Frankreich abgetrennt und an das Königreich Preußen übergeben.
Dabei hatten mehrere Bittschriften von Kaufleuten aus Saarbrücken und St. Johann und eine Unterschriftenaktion unter Federführung des Saarbrücker Bürgermeisters Heinrich Böcking, die den Anschluss der Saarorte an das Königreich Preußen zum Ziel hatten, einen nicht unerheblichen Anteil.

Als im Zuge der Befreiungskriege 1814/15 die Frage der künftigen staatlichen Zugehörigkeit der Saarorte diskutiert wurde, war Böcking neben Philipp Fauth der herausragendste Verfechter einer Angliederung an Preußen. So gehörte Böcking verschiedenen Delegationen an, insbesondere der im Sommer 1815 zur Pariser Friedenskonferenz entsandten Deputation. Mit dem Unterhändler Preußens in den Pariser Friedensverhandlungen im Jahre 1815, Karl August Freiherr von Hardenberg, stand man in engstem Kontakt.[36]

Am 30. November 1815 erfolgte durch einen offiziellen Festakt der preußischen Regierung in der Saarbrücker Ludwigskirche die feierliche Besitzergreifung Saarbrückens und der übrigen Saarorte durch den königlich-preußischen Kommissarius Mathias Simon im Auftrag König Friedrich Wilhelms III.[37]

Im Raum Saarbrücken entstand die Bürgermeisterei Saarbrücken mit den Stadtgemeinden Saarbrücken und St. Johann sowie den Landgemeinden Malstatt, Burbach, Brebach und Rußhütte. Saarbrücken wurde 1816 Sitz eines Kreises innerhalb des Regierungsbezirks Trier der Provinz Großherzogtum Niederrhein, die im Jahr 1822 in der Rheinprovinz aufging. Ein Bergamt wurde eingerichtet, das die staatlichen Kohlengruben in der Umgebung verwaltete. Im Jahr 1835 wurde das Landgericht Saarbrücken gegründet.

Verschiedene Bürgervereine nahmen an Petitionen und Demonstrationen im Rahmen der Revolution von 1848 teil. Demokratisch gesinnte Beamte wurden vom preußischen Obrigkeitsstaat gemaßregelt. Eine Bürgerwehr wurde als vorbeugende Maßnahme gegen französische Plünderer oder gegen mögliche Revolten der besitzlosen Unterschicht, die unter der Wirtschaftsmisere der 1840er Jahre besonders zu leiden hatte, gegründet. Die Bürgerwehr wurde mit Waffen und Uniformen ausgestattet, die Bürgerstöchter nähten eine schwarz-rot-goldene Trikolore und bestickten sie mit dem damaligen deutschen Doppeladler. Die 1848er-Tradition lebte nach dem Scheitern der Revolution teilweise in der im Jahr 1848 gegründeten und aktuell noch bestehenden Schützengesellschaft fort. Laut Satzung von 1848 war es Ziel des Vereins, „(sich) durch dauernde Übung geschult zu erhalten – um, als ein Theil der Volksbewaffnung, in Zeiten der Gefahr dem Vaterlande nützlich zu werden“.[38][39]

Industrieller Aufschwung

Mit dem Bau des Bahnhofes in St. Johann in den Jahren 1850–1852 und dem damit erreichten Anschluss an das deutsche und französische Eisenbahnnetz wurde ein weitgreifendes Wirtschaftswachstum eingeleitet. Im Jahr 1856 wurde das Eisenhüttenwerk Burbach in Betrieb genommen, das sich innerhalb weniger Jahre zum größten Unternehmen im gesamten Umland entwickelte. St. Johann wurde im Jahr 1859 das Recht erteilt, eine eigene Stadtverwaltung zu bilden, womit die jahrhundertealte gemeinsame Verwaltung von Saarbrücken und St. Johann endete. Nach 1860 wurde im Grenzgebiet zwischen Malstatt und St. Johann, im Gebiet der heutigen Kongresshalle und des Bürgerparkes, ein Saarhafen angelegt. Durch die Fertigstellung des Saar-Kohlen-Kanal im Jahr 1866 erhielt Saarbrücken den Anschluss an das französische Wasserstraßennetz.

Deutsch-Französischer Krieg
Anton von Werner, Farbskizze zum Saarbrücker Rathauszyklus „Ankunft König Wilhelms I. in Saarbrücken am 9. August 1870“ (Deutsches Historisches Museum, Berlin)
Erstürmung der Spicherer Höhen bei Saarbrücken am 6. August 1870

Zu Beginn des Deutsch-Französischen Krieges fand im August 1870 unmittelbar an der Stadtgrenze die für beide Seiten mit großen Verlusten verbundene Schlacht bei Spichern statt. Nach der Kriegserklärung des französischen Kaisers Napoleon III. gegen Preußen am 19. Juli 1870 hatten sich die preußischen Truppen zunächst aus Saarbrücken zurückgezogen, so dass die französische Armee am 2. August Saarbrücken einnehmen konnte. Die Franzosen errichteten auf den Spicherer Höhen (auf französischem Gebiet) umfangreiche und geschickte Grenzbefestigungen. Dennoch gingen am 6. August 1870 die deutschen Truppen zum Angriff über und konnten nach schweren Verlusten (auf deutscher Seite fielen fast dreimal so viele Soldaten wie auf französischer) die Höhen erobern. Die Schlacht wurde von den Deutschen mit großem propagandistischem Aufwand gefeiert, obwohl sie für den Ausgang des Krieges nicht von entscheidender Bedeutung war. Im Rathaus von Saarbrücken, dem heutigen Alten Rathaus, wurde mit dem Saarbrücker Rathauszyklus Anton von Werners in Erinnerung an die Kriegsereignisse eine patriotische Gedenkstätte eingerichtet. Des Weiteren wurde das Winterbergdenkmal errichtet.

Saarbrücken im Deutschen Kaiserreich
Allegorie der Städtevereinigung von (Alt-)Saarbrücken, Malstatt-Burbach und St. Johann an der Saar, Giebelrelief eines im Jahr 2008 abgerissenen Bürgerhauses in der Victoriastraße, jetzt auf dem Gelände des Stadtarchivs Saarbrücken

Die Gemeinden Malstatt und Burbach vereinigten sich im Jahr 1875 und wurden zur Stadt erhoben. In der von Industrieunternehmen geprägten Stadt begann ein stürmisches Bevölkerungswachstum. Im Jahr 1897 wurde St. Arnual nach Saarbrücken eingemeindet. Zwischen den Jahren 1897 und 1900 wurde nach Plänen von Georg von Hauberrisser das neogotische Rathaus St. Johann erbaut, das nach dem Jahr 1909 das Rathaus der Großstadt Saarbrücken wurde.

Durch Vertrag vom 5. Dezember 1908 wurden die selbstständigen Städte Alt-Saarbrücken, St. Johann und Malstatt-Burbach mit Wirkung vom 1. April 1909 zu einer Stadt mit dem Namen Saarbrücken vereinigt. Die bisherige Stadt Saarbrücken wird seitdem mit der Bezeichnung Alt-Saarbrücken geführt. Die neue Stadt Saarbrücken hatte bei ihrer Gründung etwa 105.000 Einwohner und war damit die fünftgrößte linksrheinische deutsche Großstadt. Gleichzeitig schied die Stadt Saarbrücken aus dem Landkreis Saarbrücken aus und wurde eine kreisfreie Stadt. Dass der Streit über den zu wählenden Stadtnamen, Saarbrücken oder St. Johann, zu einem Pistolenduell der Bürgermeister geführt haben soll, ist nach Erkenntnissen des Stadtarchivs ein Gerücht. Es gab zwar ein solches Duell, allerdings schon im Jahr 1894 und es ging damals nicht um den Namen der neuen Stadt, sondern um den Standort des Bezirkskommandos, also einer Militärbehörde. Wie es ausging, ist nicht klar. Fakt ist: das Bezirkskommando war in St. Johann am Landwehrplatz und die Bürgermeister wurden wegen des Duells mit rechtlichen Konsequenzen konfrontiert.

Erster Weltkrieg und Erste Saargebietzeit

Im Ersten Weltkrieg hatte Saarbrücken eine wichtige strategische Funktion bei der Versorgung der Frontarmeen. Die Zivilbevölkerung blieb mit Ausnahme einiger Luftangriffe von den Kampfhandlungen verschont. Dennoch war das Leben der Menschen von Leid und Entbehrungen geprägt. Im November 1918 kam es zum Einmarsch der siegreichen französischen Truppen.

Nach dem Ersten Weltkrieg wurde im Jahr 1920 infolge der Bestimmungen des Friedensvertrags von Versailles das Saargebiet und mit ihm die Stadt Saarbrücken unter die Verwaltung des Völkerbundes gestellt. Saarbrücken wurde Hauptstadt des Saargebietes und entwickelt sich zum wirtschaftlichen, politischen und kulturellen Zentrum der Region. Der erste Saarbrücker Flughafen wurde im Jahr 1928 in St. Arnual eröffnet.

Nationalsozialismus und Zweiter Weltkrieg

Dieser Artikel oder Abschnitt bedarf einer Überarbeitung. Näheres ist auf der Diskussionsseite angegeben. Hilf mit, ihn zu verbessern, und entferne anschließend diese Markierung.

In der durch den Versailler Vertrag festgelegten Volksabstimmung am 13. Januar 1935 entschied sich die Mehrheit der Bevölkerung (90,8 %) des Saargebietes für eine Wiederangliederung an das Deutsche Reich. Zahlreiche Bürger waren gezwungen, in die Emigration zu gehen, da unmittelbar nach der Abstimmung politische und rassistisch motivierte Verfolgungen durch das NS-System einsetzten.[40]

Das neue „Gautheater (Westmark)“ wurde in den Jahren 1937 und 1938 nach Entwürfen von Paul Otto August Baumgarten im neoklassizistischen Stil erbaut. Offiziell wurde es dem Saarland für das Abstimmungsergebnis im Jahr 1935, mit dem die Saarländer sich für eine Angliederung an das Deutsche Reich entschieden hatten, von der damaligen nationalsozialistischen Regierung „geschenkt“, wobei dann doch ein Großteil von der Stadt Saarbrücken finanziert werden musste. Das Gebäude sollte nach dem Willen der Machthaber an der Grenze des Deutschen Reiches als „Bollwerk“ gegen Frankreich dienen.

Im gleichen Jahr wurde die Synagoge in St. Johann im Zuge der sogenannten Reichskristallnacht niedergebrannt und es kam zu antisemitischen Exzessen der örtlichen SS-Einheiten.

Im Jahr 1939 wurde Saarbrücken, das in die Befestigungsanlagen des Westwalles eingebunden war und in der Roten Zone lag, zu Beginn des Zweiten Weltkrieges geräumt. Die Bevölkerung wurde in einer Evakuierungsaktion in anderen Teilen des Deutschen Reiches in Sicherheit gebracht. Erst nach dem siegreich beendeten Frankreichfeldzug durfte die Stadt im Jahr 1940 wiederbesiedelt werden. Saarbrücken wurde NSDAP-Gauhauptstadt und Sitz der staatlichen Verwaltung für die Pfalz, das Saarland und das annektierte Moseldépartement. Der Saarbrücker Oberbürgermeister leitete in Personalunion die französische Nachbarstadt Forbach. Am 21. und 22. Oktober 1940 wurden die letzten Saarbrücker Juden im Rahmen der Wagner-Bürckel-Aktion (nach Gauleiter Josef Bürckel) in das Internierungslager Gurs abtransportiert. Von hier aus mussten die meisten im Jahr 1944 den Weg in die Vernichtungslager antreten.

Saarbrücken erlitt, abgesehen von Artilleriebeschuss und Jagdbomberattacken in den Jahren 1939 bis 1940 insgesamt 30 Bombenangriffe der Alliierten Luftstreitkräfte. Der erste Bombenangriff auf die Stadt fand in der Nacht vom 29. auf den 30. Juli 1942 statt.

Im Jahr 1943 wurde das Gestapo-Lager Neue Bremm errichtet. Das Lager bestand bis zum Einmarsch der alliierten Truppen im Winter 1944/45. Die Häftlinge (unter anderem aus Frankreich, der Sowjetunion, Polen und Großbritannien) wurden meistens von dort in Konzentrationslager weitertransportiert. Die Zahl der Ermordeten wird auf einige Hundert geschätzt, die der Insassen insgesamt auf etwa 20.000.

Im Verlauf des Krieges wurde Saarbrücken durch Bombenangriffe der britischen und amerikanischen Luftstreitkräfte stark zerstört. Der schwerste Angriff fand in der Nacht vom 5. auf den 6. Oktober 1944 statt, als 325 britische Bomber über 350.000 Brandbomben über der Stadt abwarfen.[41] Dabei fanden 361 Menschen den Tod, 45.000 wurden obdachlos. Alt-Saarbrücken war nahezu vollständig zerstört. Eine erneute Evakuierung der Stadt wurde angeordnet.

Die letzten Luftangriffe auf Saarbrücken erfolgten am 13. Januar 1945, zehn Jahre nach der Saarabstimmung, als die britische Luftwaffe mit 274 Maschinen einen Einsatz flog,[42] und am 14./15. März 1945,[43] bevor am 21. März 1945 amerikanische Truppen in das nahezu menschenleere Saarbrücken einmarschierten.
Das Stadtgebiet war im Zentrum zu 90 % und in den Randgebieten zu 60 % zerstört. Die Zerstörungsschwerpunkte lagen beiderseits der Saar und der Bahnlinie und reichten von der Bismarck-Brücke bis nach Malstatt-Burbach. Von den Wohnhäusern waren 43 % total zerstört, 35 % leicht bis mittelschwer beschädigt und nur 21 % blieben unbeschädigt. Letztere lagen in den Vierteln links der Saar in Richtung St. Arnual, der Feldmannstraße und der Hohen Wacht sowie rechts der Saar auf dem Rotenbühl.[44]

Nachkriegszeit
Markttag auf dem St. Johanner Markt in Saarbrücken, kurz nach dem Zweiten Weltkrieg

Am 21. März 1945 eroberten US-Truppen von zwei Seiten die sogenannte „Festung Saarbrücken“. In Saarbrücken wurden nur noch etwa 7.000 Einwohner gezählt (von ca. 130.000 vor dem Krieg). Am 29. Juli 1945 wurde die Stadt, wie das gesamte Saargebiet, unter französische Militärregierung gestellt.[45]

In den ersten Monaten der Besatzung durch US-Truppen, als die geflüchtete Bevölkerung Saarbrückens allmählich zurückkehrte, wurden hauptsächlich Trümmer beseitigt und notdürftige Sicherungsarbeiten an reparaturfähigen Gebäuden durchgeführt. Erst nach der Einsetzung der französischen Militärregierung wurde in Zusammenarbeit mit der Verwaltungskommission mit der systematischen Enttrümmerung und dem Wiederaufbau von öffentlichen Gebäuden und der Saarbrücker Kirchen begonnen. Wegen des beträchtlichen Ausmaßes der Kriegszerstörungen berief die französische Militärregierung den Stadtplaner Georges-Henri Pingusson, der mit der „Equipe des Urbanistes de la Sarre“ einen bedeutenden Wiederaufbauplan für eine moderne autogerechte Stadtanlage mit breiten Straßendurchbrüchen und riesigen Wohnblocks vorlegte. Die Realisierung dieses Plans scheiterte jedoch, da man massive Enteignungsaktionen mit Entschädigungen der früheren Grundstücksbesitzer hätte durchführen müssen. Das gesamte, noch nahezu intakte unterirdische Infrastrukturnetz der Stadt hätte aufgegeben werden müssen. Darüber hinaus war der auf lange Fristen angelegte Pingusson-Plan umstritten, da man einen sofortigen Bedarf an Wohnungen, Schulen, Verwaltungsgebäuden und Kirchen hatte. So vollzog sich der Wiederaufbau der notwendigen Gebäude unter ständigen Kompromissen. Ein Konglomerat von wiederaufgebauten Häusern und vielgeschossigen modernen Hochhäusern entstand. Doch auch noch Ende der 1950er Jahre gab es im Stadtgebiet zahlreiche Notquartiere, kriegsbedingte Baulücken und Trümmergrundstücke.[46]

Zwei Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges, im Jahr 1947, wurde das Saarland ein autonomer Staat mit Saarbrücken als Hauptstadt.
Die Universität des Saarlandes wurde im Jahr 1948 mit französischer Unterstützung gegründet. Sie ging aus dem zunächst der Nancy-Université angegliederten Institut d’Études Supérieures de Hombourg hervor. Am 8. März 1947 war in Homburg das erste Institut der saarländischen Hochschule als Zweigstelle der Universität Nancy eingeweiht worden. Bereits im Jahr 1950 war Saarbrücken mit der Saarmesse Messestadt geworden. Zu Beginn der 1950er Jahre bewarb sich die Stadt um den Sitz der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl.

Im Jahr 1955 kam es zur Abstimmung hinsichtlich des Saarstatutes, das von der Regierung von Ministerpräsident Johannes Hoffmann stark propagiert worden war. In der am 23. Oktober 1955 durchgeführten saarländischen Volksabstimmung stimmten im damaligen Stadtgebiet Saarbrückens 30.858 Menschen für dieses Statut und 48.063 Menschen dagegen. (Der Landesdurchschnitt der Nein-Sager betrug 67,7 %; stimmberechtigt waren 663.970 Menschen, was ca. 66 % der Gesamtbevölkerung entsprach.)[47]

Daraufhin trat die Regierung von Ministerpräsident Johannes Hoffmann zurück und Saarbrücken und das Saarland wurden im Jahr 1957 politisch und im Jahr 1959 („Tag X“) wirtschaftlich der Bundesrepublik Deutschland angeschlossen. Saarbrücken wurde damit Hauptstadt des zehnten Bundeslandes (West-Berlin zählte offiziell nicht als Bundesland) der Bundesrepublik Deutschland.

Nach 1960 wurde Saarbrücken mit dem Bau der Stadtautobahn, dem zahlreiche Gebäude der Stadt zum Opfer fielen, an das deutsche Autobahnnetz angeschlossen.

Mit der Gebiets- und Verwaltungsreform im Saarland 1974 wurde Saarbrücken mit elf umliegenden Städten und Gemeinden vergrößert; die Einwohnerzahl verdoppelte sich nahezu auf über 200.000 Menschen, das Stadtgebiet verdreifachte sich etwa. Gleichzeitig wurde die bislang kreisfreie Stadt mit dem Landkreis Saarbrücken zum Stadtverband Saarbrücken vereinigt. Damit entstand erstmals in Deutschland ein Kommunalverband besonderer Art, der einem Landkreis vergleichbar ist. Es wurden Partnerschaften mit Nantes, Tblissi und Cottbus geschlossen.
Im Jahr 1999 feierte die Stadt Saarbrücken das 1000-jährige Jubiläum ihrer urkundlichen Ersterwähnung.[48]

21. Jahrhundert

Zum 1. April 2004 trat der auch in zweiter Instanz wegen Untreue verurteilte Saarbrücker Oberbürgermeister Hajo Hoffmann zurück, nachdem er bereits im August 2002 von seinem Amt suspendiert worden war. Der Fall sorgte bundesweit für Schlagzeilen, da er für den Bau seines Privathauses Rechnungen für Bauleistungen und die Anlage des Gartens zunächst nicht selbst bezahlte, sondern diese von der städtischen Siedlungsgesellschaft bezahlt wurden.

Seit Oktober 2004 steht Charlotte Britz (SPD) als Oberbürgermeisterin an der Spitze der Verwaltung. In dieser Zeit wurden einige Vorhaben in der Stadt begonnen: die Stadt entwickelte in unmittelbarer Innenstadtlage auf ehemaligem Bahngelände ein neues Stadtquartier Eurobahnhof, in dem gewerbliche und kulturelle Einrichtungen bestimmend sein sollten und startete 2009 das in der Bevölkerung nicht unumstrittene Projekt Stadtmitte am Fluss. Ziel ist, die mitten durch die Stadt führende Stadtautobahn (A 620) in einen Tunnel zu verlegen.

Am 1. Januar 2008 wurde der Stadtverband in den Regionalverband Saarbrücken umgewandelt. Zum kommissarischen Regionalverbandsdirektor wurde Ulf Huppert ernannt. Im Juni 2009 wurde Peter Gillo (SPD) bei einer Urwahl im zweiten Wahlgang zum Regionalverbandsdirektor gewählt; er trat sein Amt im August 2009 an.

Eingemeindungen

Ehemals selbständige Gemeinden und Gemarkungen, die in die Stadt Saarbrücken eingegliedert wurden:

Jahr Orte Zuwachs in ha
1896 St. Arnual  ?
1. April 1909 Vereinigung der Städte Saarbrücken,
St. Johann und Malstatt-Burbach
 ?
1. Januar 1960 Gemarkung Eschberg der Gemeinde Scheidt  ?
1. Januar 1974[49] Dudweiler sowie Altenkessel, Bischmisheim,
Brebach-Fechingen (gebildet am 1. Januar 1959), Bübingen,
Ensheim, Eschringen, Gersweiler, Güdingen,
Klarenthal, Schafbrücke und Scheidt
 ?

Einwohnerentwicklung
Hauptartikel: Einwohnerentwicklung von Saarbrücken
Bevölkerungsentwicklung der Stadt Saarbrücken

1905 hatte Saarbrücken mehr als 25.000 Einwohner. Nach der Vereinigung der Städte Malstatt-Burbach, Saarbrücken und Sankt Johann überschritt die Einwohnerzahl der Stadt 1909 die Grenze von 100.000, wodurch sie zur Großstadt wurde. Bis 1974 verdoppelte sich diese Zahl durch die Eingemeindung mehrerer umliegender Städte und Gemeinden auf den historischen Höchststand von 209.104. Am 31. Dezember 2006 betrug die amtliche Einwohnerzahl für Saarbrücken nach Fortschreibung des Statistischen Amtes Saarland und nach Abgleich mit den anderen Landesämtern 177.870 (nur Hauptwohnsitze). Somit war Saarbrücken von 1992 an eine kontinuierlich schrumpfende Stadt. Inzwischen steigt die Einwohnerzahl jedoch seit 2011 wieder an; am 31. Dezember 2016 lag sie bei 182.447 Einwohnern.[50]

Religion
Christentum
Bistumsgrenzen der römisch-katholischen Kirche

Das Gebiet der heutigen Stadt Saarbrücken gehörte im Mittelalter teils zum Bistum Metz in Lothringen, teils zum Erzbistum Trier. Die Grenze verlief zwischen Saarbrücken und St. Johann einerseits sowie Malstatt und Burbach andererseits.
Im Nachgang des Wiener Kongresses wurden die Bistumsgrenzen neu festgelegt, entsprechend der Grenzen der neuen politischen Ordnung. Saarbrücken wurde, wie der gesamte saarländische Teil der preußischen Rheinprovinz, dem Bistum Trier zugeordnet. Das pfälzisch-bayerische Gebiet wurde zum Bistum Speyer; dazu gehörte z. B. auch Ensheim, was heute ein Stadtteil von Saarbrücken ist. Die Bistumsgrenzen verlaufen noch heute so, wie damals festgelegt.

Einführung der Reformation

Im Jahre 1575 führte Graf Philipp III. von Nassau-Saarbrücken die Reformation nach lutherischem Bekenntnis ein. Daher war das heutige Stadtgebiet über viele Jahrhunderte vorwiegend evangelisch. Ab dem 17. Jahrhundert gab es neben den lutherischen Gemeinden auch eine reformierte Pfarrei.

Vereinigung der evangelischen Konfessionen

Nach dem Übergang an Preußen im Jahre 1815 wurde Saarbrücken Teil der späteren Rheinprovinz. Die lutherischen Gemeinden und die reformierte Gemeinde in Saarbrücken hatten schon 1802 ein Vereinigungsgesuch an die französische Verwaltung gestellt, das aber von dieser aus politischen Gründen abgelehnt worden war.[51] Einen zweiten Versuch unternahmen die Gemeinden 1817, und zwar Monate vor dem offiziellen Unionsdekret aus Berlin; diese Union war diesmal erfolgreich und führte zur Entstehung der Saarbrücker Union. Die evangelischen Kirchengemeinden gehören seither – sofern sie nicht Glieder einer Freikirche sind – zur Evangelischen Kirche im Rheinland (mit Ausnahme des Stadtteils Ensheim, der zur Evangelischen Kirche der Pfalz gehört). Innerhalb dieser gehören sie zu den Kirchenkreisen Saar-West und Saar-Ost.

Als Reaktion auf die Union zwischen lutherischer Kirche und reformierter Tradition entstanden im gesamten Königreich Preußen evangelisch-lutherische Kirchengemeinden, die dieser Union aus theologischen Gründen nicht beitreten konnten. Nach Verfolgungsmaßnahmen seitens des preußischen Staates unter Billigung des evangelisch-unierten Konsistoriums konnten die Altlutheraner sich ab 1840 unter strengen Auflagen als Evangelisch-lutherische (altlutherische) Kirche organisieren. Daher existiert seit 1857 die Evangelisch-Lutherische Immanuelsgemeinde in Saarbrücken. Diese Kirchengemeinde gehört heute zum Kirchenbezirk Süddeutschland der altkonfessionellen Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK).

Andere christliche Konfessionen

Neben lutherischen und reformierten Gemeinden bestehen in Saarbrücken auch freikirchliche Gemeinden, z. B. der Adventisten, der Apostolischen Gemeinde, der Neuapostolischen Kirche, der Baptisten, der Freien evangelischen Gemeinden, der Methodisten und der Mennonitischen Brüdergemeinden.[52]

Wiedererstarken des Katholizismus

Nach den Reunionskriegen Ludwigs XIV. wurde auch wieder eine katholische Gemeinde in Saarbrücken zugelassen: Der erste katholische Gottesdienst im heutigen Stadtgebiet Saarbrückens seit der Reformation wurde 1680 in einer Notkirche in St. Johann abgehalten. Dann wurde mit französischen Zuschüssen die Basilika St. Johann als katholische Stadtkirche erbaut. Die erste katholische Pfarrei wurde aber rechtskräftig erst 1803 in St. Johann errichtet. Hier stand auch die Kirche, zu der alle Katholiken des heutigen Stadtgebiets gehörten. 1885 entstand eine weitere katholische Kirche und 1910 in Malstatt die Josefskirche. Heute gehören die römisch-katholischen Bewohner der Stadt zum Dekanat Saarbrücken des Bistums Trier (bis auf die Ortsteile Eschringen und Ensheim, die zum Bistum Speyer gehören) und stellen mit einem Anteil von 38,2 % (2004) der Gesamtbevölkerung die größte Konfession dar. 2006 fand der Deutsche Katholikentag in Saarbrücken statt. Außerdem unterhält die Priesterbruderschaft St. Pius X. in Saarbrücken eine Niederlassung und bis 2010[53] eine Schule.

Weitere Konfessionen

Darüber hinaus ist eine Alt-Katholische Pfarrgemeinde in Saarbrücken ansässig, die die ehemalige reformierte Friedenskirche am Ludwigsplatz nutzt.

Judentum

Die Ansiedlung von Juden in Saarbrücken wurde erst durch Fürst Ludwig gestattet. Auf das Betreiben der Saarbrücker Kaufmannschaft, die eine beträchtliche Summe an die fürstliche Finanzverwaltung bezahlte, wurden allerdings alle Juden aus der Stadt ausgewiesen. Erst mit der Französischen Revolution ließen sich Juden vereinzelt wieder in Saarbrücken nieder. Im Jahr 1860 wohnten in Saarbrücken 18 jüdische Familien, 1877 waren es 60, 1890 waren es 90. Insgesamt wohnten im Kreis 550 Menschen jüdischen Glaubens. Vor dem Ersten Weltkrieg lebten 1250 Menschen jüdischen Glaubens in Saarbrücken.

Der Gemeindegottesdienst wurde anfangs in einem Betsaal abgehalten. Erst in den Jahren 1889/1890 konnte in St. Johann eine Synagoge errichtet werden. Bereits im Jahr 1873 war in Saarbrücken ein jüdischer Friedhof errichtet worden.[54]

Hauptartikel: Synagoge Saarbrücken
Islam

Es gibt fünf Moscheen in Saarbrücken. Im Stadtteil Alt-Saarbrücken wird eine Moschee vom Dachverband DITIB geleitet. Der IGDB betreibt zwei Moscheen: Die Bosnische Moschee im Stadtteil St. Johann und das Bosanski-Kulturni-Centar im Stadtteil Brebach. Außerdem gibt es eine Moschee im Stadtteil Burbach, die von der Islamischen Gemeinde Saar geführt wird. Unter keinem Dachverband steht die Masjid-Bilal-Moschee im Stadtteil Malstatt.[55]

Politik
Stadtrat
Frontansicht des Rathauses St. Johann
aktuelle Sitzverteilung im
Saarbrücker Stadtrat

         

Insgesamt 63 Sitze Linke: 8 Grüne: 9 SPD: 20 FW: 1 FDP: 2 CDU: 19 LKR: 2 AfD: 1 NPD: 1

Nach den Kommunalwahlen vom 25. Mai 2014 ergab sich folgende Zusammensetzung des Saarbrücker Stadtrats (in Klammern die Veränderung gegenüber Kommunalwahlen 2009):[56]

SPD: 20 Sitze (+1)
CDU: 19 Sitze (+1)
Die Linke: 8 Sitze (−2)
GRÜNE: 7 Sitze (±0)
AfD: 3 Sitze (+3)
FDP: 2 Sitze (−4)
Piraten: 2 Sitze (+2)
Freie Wähler: 1 Sitz (−1)
NPD: 1 Sitz (±0)

Die insgesamt 63 Abgeordneten bildeten je eine Fraktion für die SPD, für die CDU, für Die Linke, für Bündnis 90/Die Grünen, für die Piratenpartei des Saarlandes sowie für die AfD. Die insgesamt 4 für die FDP/DPS, die Freien Wähler und die NPD gewählten Abgeordneten gehören dem Stadtrat als fraktionslose Abgeordnete an; es wurden keine Fraktionsgemeinschaften gebildet.

Mitte Oktober 2014 schlossen die Fraktionen von SPD, den Grünen und den Linken einen Koalitionsvertrag ab.[57]

Von den drei Stadträten der AfD sind inzwischen zwei zur Allianz für Fortschritt und Aufbruch (ALFA) übergetreten, die sich zwischenzeitlich Liberal-konservative Reformer (LKR) umbenannt hat. Die AfD verlor somit ihren Fraktionsstatus.[58]

Weiter haben alle beiden Abgeordneten der Piratenpartei ihrer Partei den Rücken gekehrt; die Fraktion löste sich folgerichtig auf, die beiden Abgeordneten traten in die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen über, welche nunmehr mit 9 Abgeordneten die drittstärkste Fraktion stellt.

Der Stadtrat setzt sich somit nunmehr wie folgt zusammen:[59]

SPD: 20 Sitze
CDU: 19 Sitze
GRÜNE: 9 Sitze
Die Linke: 8 Sitze
FDP: 2 Sitze
LKR: 2 Sitze
Freie Wähler: 1 Sitz
AfD: 1 Sitz
NPD: 1 Sitz
Siehe auch: Ergebnisse der Kommunalwahlen in Saarbrücken
Stadtoberhäupter

An der Spitze der Städte Saarbrücken und St. Johann standen über die Jahrhunderte Gerichtsleute, die vom Landesherrn zum Teil zum „Meier“ und zu „Heimburgen“ ernannt wurden. Sie übten mit den Schöffen das Gericht über die Stadt aus. Beide Städte erledigten ihre Amtsgeschäfte relativ autonom, doch gab es auch eine gemeinsame Behörde. Später nannte sich der Ortsvorsteher von Saarbrücken „Meier“, der von St. Johann ab 1458 „Bürgermeister“, deren Ämter ab dem 17. Jahrhundert jährlich wechselten. Ab 1689 gab es anstelle des Meiers in Saarbrücken einen Oberamtmann, ab 1724 einen Stadt- und Oberschultheiß und gegen Ende des 18. Jahrhunderts einen Stadtamtmann. Mit der französischen Besetzung der Stadt wurde 1798 die Munizipalverfassung eingeführt. Beide Städte bildeten forthin eine politische Gemeinde, deren Kanton 1800 auch die Orte Malstatt und Burbach zugeschlagen wurden. Innerhalb des Kantons wurde die Mairie (später Bürgermeisterei) Saarbrücken geschaffen. Ihr gehörten die Städte Saarbrücken und St. Johann sowie die Dörfer Malstatt, Burbach, St. Arnual, Brebach, Güdingen, Fechingen, Bischmisheim, Gersweiler und Klarenthal an. Nach dem Anschluss an Preußen wurde die Munizipalverfassung zunächst noch beibehalten, doch erhielt der Maire künftig die Bezeichnung Oberbürgermeister, ab 1819 Bürgermeister. In Saarbrücken und St. Johann wurde 1859 die preußische Städteordnung eingeführt. St. Johann hatte bereits seit 1820 vergeblich versucht, sich aus der Bürgermeisterei Saarbrücken zu lösen, was schließlich 1862 genehmigt wurde. Da jedoch die Städte so dicht beieinander lagen, versuchte man ab 1905 erneut eine Fusion, die dann zum 1. April 1909 erreicht werden konnte.

Stadtoberhäupter vor der Vereinigung
Franz-Friedrich von Liebenstein († 1596, Grabmal in der Stiftskirche Sankt Arnual): Hofmeister, Oberamtmann und oberster Befehlshaber der Stadt und Burg Saarbrücken
Französische Munizipalverwaltung (1798–1815)
1798–1799: Jacob Röchling
1799–1800: Ludwig Schmidtborn
1800–1804: Phillipp von Mandell
1804–1814: Sebastian Bruch
1814: Heinrich Böcking – Karl Lauckhard
1814–1815: Charles Rupied
Preußische Rheinprovinz von 1815 bis zur Großstadtgründung 1909
Stadtteil Alt-Saarbrücken, ab 1815 Bürgermeisterei, ab 1859 Stadtbürgermeisterei (ab 1897 mit Sankt Arnual)
1815–1816: Karl Zimmermann
1816–1823: Friedrich Köllner
1823–1831: Christian Heinrich Quien
1832–1838: Heinrich Böcking
1838–1841: August Ludwig Reuther
1841–1844: Friedrich Haldy
1844–1854: Ludwig Wagner
1854–1862: August Kromayer
1862–1871: Carl Schmidtborn
1871–1884: Julius Kiefer
1884–1907: Friedrich Wilhelm Feldmann
Stadtteil Sankt Johann, ab 1859 Stadtbürgermeisterei (bis 1862 in Personalunion mit Alt-Saarbrücken)
1851: Friedrich Bentz
1862–1868: Karl Karcher
1868–1871: Heinrich Rumschöttel
1872–1888: Hermann Falkenhagen
1888–1909: Paul Neff
Stadtteil Malstatt (mit Burbach), ab 1859 Landbürgermeisterei (bis 1866 in Personalunion mit Alt-Saarbrücken), ab 1875 Stadtbürgermeisterei
1866–1900: Wilhelm Meyer
1900–1909: Paul Schmook
Stadtoberhäupter der Großstadt Saarbrücken 1909–1957
1909–1919: Emil Mangold
1919–1920: August Carl Klein (kommissarisch)
1921–1935: Hans Neikes
1935–1937: Ernst Dürrfeld, NSDAP
1937–1945: Fritz Schwitzgebel, NSDAP
1945: Heinrich Wahlster
1945–1946: Emil Peter Heim (Bürgermeister)
1946–1949: Franz Maria Singer, Zentrum, später CVP (Bürgermeister)
1949: Johann Heinrich Barth (Bürgermeister)
1949–1956: Peter Zimmer, SPS (Bürgermeister)
1956–1957: Johann Ecken (Beigeordneter)
Oberbürgermeister seit 1957
1957–1976: Fritz Schuster, DPS, ab 1970 CDU
1976–1985: Oskar Lafontaine, SPD
1985–1991: Hans-Jürgen Koebnick, SPD
1991–2004: Hajo Hoffmann, SPD (ab August 2002 suspendiert)
2002–2004: Kajo Breuer, Grüne (kommissarischer Leiter der Stadtverwaltung)
seit 2004: Charlotte Britz, SPD
Bürgermeister
2002–2009: Kajo Breuer (Umweltdezernat)
seit 2010: Ralf Latz (Finanzdezernat)
Wappen

Wie in der Heraldik üblich, erfolgt die Beschreibung des Wappens aus Sicht des Wappenträgers (Rechts-Links-Vertauschung aus Sicht des Betrachters):

Wappen von Saarbrücken
Wappen St. Johann, Ratssaal St. Johann, Gemälde von Wilhelm Wrage
Kaiserwappen St. Johann und Saarbrücken, Ratssaal St. Johann, Gemälde von Wilhelm Wrage
Wappen von Malstatt-Burbach mit gekröntem Löwen und Schmiedewerkzeugen

Innerhalb eines von Schwarz und Silber gestückten Schildbordes unter gespaltenem silbernem Schildhaupt – darin rechts eine rote Rose mit goldenem Samen und grünen Kelchblättern, links schräggekreuzt ein schwarzer Schlägel und ein schwarzes Eisen, unter den Stielenden eine gestürzte schwarze Zange – in Blau ein goldgekrönter, goldbewehrter und rotgezungter silberner Löwe, bewinkelt von vier silbernen Tatzenkreuzen. Die Stadtfarben sind Blau-Weiß.

Die Stadt Saarbrücken, die 1909 durch Vereinigung der Städte Saarbrücken, St. Johann und Malstatt-Burbach entstand, erhielt dieses Wappen im Jahre 1911 durch Kaiser Wilhelm II., wobei das Wappen als Brustschild eines Adlers abgebildet war. Es wurde auch als „Kaiserwappen“ bezeichnet. Der Wappenschild allein wurde als „Siegelwappen“ bezeichnet. Auch die 1974 durch die Gebietsreform vergrößerte Stadt Saarbrücken entschied sich für die Beibehaltung des historischen Wappens in leicht veränderter Form.

Die Wappensymbole wurden aus den Wappen der drei früheren Städte übernommen: Die Rose entstammt dem Wappen von St. Johann, Schlägel, Eisen und Zange entstammen dem Wappen von Malstatt-Burbach und der Löwe entstammt dem alten Saarbrücker Wappen.

Wappen des Stadtteils Bübingen

Das Wappen wurde am 20. Oktober 1966 genehmigt.

Blasonierung: „Von Rot und Gold siebenmal geteilt, belegt mit einem gezinnten silbernen Turm mit schwarzen Fenstern und schwarzem Tor.“

Die Farben des Ortes sind Rot-Gelb.

Die Unterteilung in acht Felder stellt die früheren, geteilten Besitzverhältnisse am Dorfe dar durch die Herren von Warsberg, Rodborn, Kerpen, Kriechingen, Ettendorf, Nassau-Saarbrücken, Müllenbach und Kurtrier. Der Turm wurde bereits im 11. Jahrhundert erwähnt.

Das Wappen wurde von August Diesinger-Huber gestaltet.

Tbilisser Platz, deutsch und georgisch beschriftet
Städtepartnerschaften
Frankreich Nantes (Frankreich), seit 1965
Georgien Tiflis (Georgien), seit 1975. Der Freundschaftsvertrag zwischen den Städten wurde am 22. März unterzeichnet.
Deutschland Cottbus (Deutschland, Brandenburg), seit 1987, damals noch DDR

Außerdem unterhalten einzelne Ortsteile Partnerschaften:

Frankreich Coucy-le-Château-Auffrique (Frankreich) mit Altenkessel
Frankreich Saint-Avold (Frankreich) mit Dudweiler
Frankreich Schœneck (Frankreich) mit Klarenthal

Darüber hinaus unterhält Saarbrücken auch eine Städtefreundschaft:

Nicaragua Diriamba (Nicaragua),[60] durch den Diriamba Verein e. V.
Wirtschaft und Infrastruktur

In diesem Artikel oder Abschnitt fehlen noch wichtige Informationen. Hilf der Wikipedia, indem du sie recherchierst und einfügst.

Verkehr
Straßenverkehr
Anbindung ans überregionale Straßennetz
Saarhochwasser in Saarbrücken (1993)
Siehe auch: Autobahndreieck Saarbrücken und Autobahnkreuz Saarbrücken

In Saarbrücken beginnen folgende Bundesautobahnen: in Richtung Osten die A 6 (nach Waidhaus über Kaiserslautern, Mannheim, Heilbronn und Nürnberg), in Richtung Nordosten die A 623 (Zubringer zur A8 Richtung Pirmasens) von SB-Dudweiler zum Autobahndreieck Friedrichsthal und Richtung Norden die A 1 (nach Heiligenhafen über Trier, Köln, Dortmund, Münster, Osnabrück, Bremen, Hamburg und Lübeck), sowie an der Goldenen Bremm (südliche Stadtgrenze) die französische A320, ein Zubringer zur A4 Richtung Paris (Boulevard périphérique). Über die A620 nach Saarlouis ist Saarbrücken zudem an die A 8 angebunden, die die Städte Saarlouis und Luxemburg miteinander verbindet.

Die A 620 (Saarbrücken-Saarlouis) fungiert zwischen den Anschlussstellen Saarbrücken-Güdingen (AS 21) und Saarbrücken-Klarenthal (AS 11) als Stadtautobahn für Saarbrücken mit 11 Anschlussstellen im Saarbrücker Stadtgebiet. Auf diesem Teilstück, welches die Stadt entlang der Saar durchschneidet, kommt es neben einer starken Lärmbelastung regelmäßig zur Überflutung, was den weitgehenden Zusammenbruch des Individualverkehrs nach sich zieht. Da die Überflutungen regelmäßig auftreten, sind verschiedene Straßen als Hochwasserumfahrung eingerichtet; sie werden bei Sperrung der A 620 zu mehrspurigen Durchgangsstraßen mit Haltverbot umgewidmet, wobei die sich dort und im direkten Umfeld befindenden Bushaltestellen nicht bedient werden.

Zudem beginnen in Saarbrücken die Bundesstraßen B 41 nach Bad Kreuznach, B 268 nach Lebach – Trier und B 406 über Saarlouis – Dillingen zum saarländisch-luxemburgischen Grenzort Perl – Nennig; die B 51 Richtung Stuhr (bei Bremen) beginnt strenggenommen bereits in der Nachbargemeinde Kleinblittersdorf.

Öffentlicher Personennahverkehr
Schienenverkehr
Infrastruktur

Auf der Gemarkung der Stadt befinden sich aktuell elf Bahnhöfe und Haltepunkte der Deutschen Bahn in Betrieb (hinzu kommt ein theoretisch nutzbarer Messebahnhof), sowie eine Innenstadttrasse mit sechzehn Haltestellen der Saarbahn, eines internationalen Tram-Trains nach dem Karlsruher Modell, die zudem vier der DB-Bahnhöfe anfährt.

Besagte DB-Stationen sind zunächst der Hauptbahnhof (auch: Eurobahnhof Saarbrücken) als Knotenpunkt aller Strecken, ein internationaler Fernverkehrshalt und Drehscheibe des Regionalverkehrs in der gesamten Region. Der Bahnhof weist 17 Gleise (davon 14 Bahnsteiggleise) auf; es handelt sich um den größten Bahnhof des Saar-Lor-Lux-Raums. Er stellt den Start- bzw. Endpunkt von sechs Bahnstrecken mit Personenverkehr dar, zudem wird er von der Innenstadttrasse der Saarbahn tangiert.

Zudem an den Bahnstrecken:

Pfälzische Ludwigsbahn Richtung Sankt Ingbert, Homburg, Kaiserslautern und Mannheim; auf der Gemarkung der Stadt befinden sich die Bahnhöfe bzw. Haltepunkte Saarbrücken Ost (gemeinsam mit der Strecke nach Saargemünd), Schafbrücke und Scheidt (Saar) mit je zwei Richtungsgleisen (Ostbahnhof mit drei plus ein Stumpfgleis), darüber hinaus sieht der VEP die Konstruktion von zwei weiteren Haltepunkten Rotenbühl und Saarbasar/Zoo vor.
Bahnstrecke nach Saargemünd über Kleinblittersdorf; auf der Gemarkung der Stadt befinden sich der Ostbahnhof (gemeinsam mit der Pfälzischen Ludwigsbahn), der Brebach sowie die Haltepunkte Güdingen und Bübingen (alle zwei Richtungsgleise); der Bau von zwei zusätzlichen Haltepunkten Brebach Süd und Bübingen Nord ist geplant.
Nahetalbahn nach Neunkirchen (Saar), Sankt Wendel, Idar-Oberstein, Bad Kreuznach und Mainz mit den Bahnhöfen Jägersfreude und Dudweiler (beide zwei Richtungsgleise + ein Gütergleis)
Saarstrecke Richtung Völklingen, Saarlouis und Trier mit den Burbach (zwei Richtungsgleise an einem Mittelbahnsteig + zwei Güter-/Überholgleise) und Burbach Mitte (zwei Richtungsgleise); geplant ist die Konstruktion von zwei neuen Haltepunkten Rockershausen und Malstatt (gemeinsam mit der Forbacher Bahn)
Fischbachtalbahn nach Illingen (Saar) über Quierschied ohne Betriebsstellen auf der Gemarkung der Stadt Saarbrücken (ein Haltepunkt Rußhütte ist jedoch im VEP festgesetzt)
Forbacher Bahn Richtung Forbach und Metz ebenfalls ohne Haltepunkte auf der Gemarkung, jedoch ist der Bau der Haltepunkte Malstatt und Westpark/Wiesenstraße geplant.

Überdies beginnt hier auch die Rosseltalbahn mit dem Messebahnhof, die jedoch aktuell nur dem Güterverkehr dient. Die Strecke ist laut VEP eventuell für eine Reaktivierung durch die Saarbahn GmbH vorgesehen.

Fernverkehr

Seit Dezember 2007 ist Saarbrücken Hauptbahnhof mit der Eröffnung der Hochgeschwindigkeitsstrecke (Frankfurt –) Saarbrücken – Paris (LGV Est, planmäßig 320 km/h) vollwertige Station im europäischen Hochgeschwindigkeitsnetz. Neben den dort verkehrenden ICE-Zügen nach Frankfurt am Main und Paris verkehren auch ICE-Züge nach Dresden über Frankfurt. IC-Verbindungen bestehen nach Frankfurt und nach Heidelberg, Stuttgart sowie Salzburg und Graz.

Regionalverkehr
Hauptartikel: Nahverkehr in Saarbrücken

Im Regionalverkehr dient Saarbrücken Hauptbahnhof als Drehkreuz. Im Minutentakt verkehren Regionalbahn- und Regional-Express-Züge ins umliegende Saarland sowie nach Frankreich und in das übrige Bundesgebiet. Regional-Express-Züge verkehren über Neunkirchen, Türkismühle, Mainz nach Frankfurt am Main, nach Koblenz über Saarlouis und Merzig, nach Trier über Saarlouis und Merzig, nach Metz über Forbach, nach Straßburg über Saargemünd und nach Kaiserslautern. Hinzu kommen Regionalbahnen auf den Linien Zweibrücken – Pirmasens, Saarlouis – Merzig – Trier, Illingen – Lebach, Neunkirchen – St. Wendel und Neunkirchen – Homburg.

Linie Bezeichnung Zuglauf (Ziele außerhalb Saarbrückens kursiv) Taktfrequenz
RE 1 Südwest-Express Koblenz – Wittlich – Trier – Saarlouis – Völklingen – Saarbrücken – Homburg (Saar) – Kaiserslautern – Neustadt (Weinstr) – Mannheim 60 min (Koblenz–Kaiserslautern)
120 min (Kaiserslautern–Mannheim)
RE 3 vlexx Saarbrücken Hbf – Neunkirchen – St Wendel – Idar-Oberstein – Mainz – Frankfurt (Main) Hbf 60 min
120 min (Mainz-Frankfurt)
RE 18 (Metz –) Forbach – Saarbrücken Hbf 60 min
einzelne Züge (Metz-Forbach)
RE 19 Saarbrücken Hbf – Saargemünd – Straßburg je zwei Zugpaare am Tag (Saarbrücken-Saargemünd)
60 min (Saargemünd-Straßburg)
RB 68 Saarbrücken Hbf – Saarbrücken Ost – St. Ingbert – Zweibrücken – Pirmasens 60 min
RB 70 Saartal-Bahn Merzig – Saarlouis – Burbach Mitte – Burbach – Saarbrücken Hbf – Scheidt – St. Ingbert – Homburg – Kaiserslautern 60 min
RB 71 Saartal-Bahn Trier – Merzig – Saarlouis – Burbach Mitte – Burbach – Saarbrücken Hbf – Saarbrücken Ost – Schafbrücek – Scheidt – St. Ingbert – Homburg 60 min
RB 72 Saarbrücken Hbf – Quierschied – Illingen – Lebach-jabach 60 min
RB 73 Saarbrücken Hbf – Jägersfreude – Dudweiler – Neunkirchen – St Wendel – Türkismühle – Neubrücke 30 min
60 min (St Wendel-Neubrücke)
RB 76 Saarbrücken Hbf – Quierschied – Neunkirchen – Bexbach – Homburg vereinzelt

Im neuen Verkehrsentwicklungsplan (VEP) der Landeshauptstadt wird die Einrichtung einer S-Bahn angestrebt, deren Linien im 30-60 Minutentakt auf den aktuellen Regionalbahnstrecken verkehren sollen und somit die Regionalzüge entlasten, sowie für eine bessere Anbindung des Umlandes sorgen sollen. Zudem wird die Reaktivierung der Rosseltalbahn sowie eine Verknüpfung der Bahnstrecke von Dillingen nach Schmelz (stillgelegt) nach Lebach überdacht. So könnte eine umsteigefreie Verbindung zwischen Nieadltdorf und Homburg entstehen, welche im Sinne der S-Bahn viele Verknüpfungspunkte zu den restlichen Linien ermöglicht. Ein Konzept ist in Planung.

Saarbahn und Busverkehr
Hauptartikel: Nahverkehr in Saarbrücken
Stadtbahn und Stadtbus am Hauptbahnhof

Die Saarbahn GmbH betreibt die Saarbahn, eine Regionalstadtbahn nach dem Karlsruher Modell. Die Fahrzeuge der Saarbahn haben die Spurbreite der Deutschen Bahn und fahren über eine Rampe auf deren Gleise bis ins französische Sarreguemines. Bereits von 1890 bis 1965 fuhr die Straßenbahn Saarbrücken durch die Stadt. Von 1948 bis 1964 wurde diese durch den Oberleitungsbus Saarbrücken ergänzt.

Zudem bietet das städtische Busunternehmen aktuell 104 Buslinien im Gebiet der Stadt Saarbrücken an.
Außerdem führen einige Linien der Saar-Pfalz-Bus GmbH, der VVB, der NVG sowie privater Anbieter (z. B. Baron Reisen) aus der Innenstadt hinaus ins weitere Umland.

Radverkehr

Saarbrücken ist eine wenig fahrradfreundliche Stadt. Trotz relativ kompakter Innenstadtfläche wird wegen der vorwiegend an den Erfordernissen des Auto- und des öffentlichen Verkehrs ausgerichteten Straßengestaltung, (u. a. mehrere für Radverkehr in der Gegenrichtung nicht befahrbare Einbahnstraßen und wenig Fahrradwege) die Nutzung des Fahrrades als alltägliches Transportmittel teilweise eher behindert als gefördert. Auch die Lage der Universität auf einem Gelände hoch über dem restlichen Stadtgebiet ist eine ungünstige Voraussetzung für einen höheren Radverkehrsanteil.
Andererseits hatte Saarbrücken bereits in den 90er Jahren zahlreiche Einbahnstraßen innerhalb von Tempo-30-Zonen für den Radverkehr in der Gegenrichtung geöffnet und war damit in diesem Punkt ein Vorreiter, zusammen mit Münster und Bremen. Vorausgegangen war die Verleihung des Negativ-Preises Rostige Speiche 1992 durch den Fahrrad-Club ADFC.

Flugverkehr
Flughafen Saarbrücken

Saarbrücken verfügt mit dem Flughafen Saarbrücken im Stadtteil Ensheim über einen internationalen Verkehrsflughafen. Von der Innenstadt aus ist er mit der im Stundentakt (an Wochenenden und Feiertagen alle zwei Stunden) verkehrenden Regionalbuslinie R 10 der Saar-Pfalz-Bus, die nach Blieskastel fährt, zu erreichen.

Wie viele deutsche Flughäfen arbeitet der Flughafen Saarbrücken defizitär. Einen deutlichen Aufschwung beim Passagieraufkommen erwartet der Flughafen Saarbrücken als Folge der Schließung des Flughafens im nur 40 km entfernten Zweibrücken im November 2014.

Wasserstraße Saar
Brücke über die Saar an der Ostspange

Der Unterlauf der Saar ist von Konz bis Saarbrücken für die Großschifffahrt ausgebaut. Ab Saarbrücken bis Saargemünd ist der Fluss für kleinere Schiffe (Penischen) befahrbar. Ab Saargemünd verbindet der Saarkanal (früher auch Saar-Kohlen-Kanal genannt) die Saar mit dem Rhein-Marne-Kanal.

Wirtschaft
Eckdaten

Die Arbeitslosenquote lag im Oktober 2008 bei 10,1 % für den gesamten Regionalverband, die Verschuldung bei 540 Millionen Euro am 1. Oktober 2008.

Die Anzahl der Einpendler nach Saarbrücken beträgt etwa 65.000. Allein aus Frankreich pendeln täglich etwa 10.000 Arbeitnehmer ein.

Saarbrücken ist Trägerin des Titels Hauptstadt des Fairen Handels 2015.

Dienstleistung

In Saarbrücken befand sich bis Ende 2012 eines der vier bundesweit eigenen Callcenter von HanseNet und eines des Heine-Versands. Mit CosmosDirekt beherbergt Saarbrücken ein bedeutendes deutsches Versicherungsunternehmen und den größten Direktversicherer Deutschlands. Außerdem ist in Saarbrücken Juris, das juristische Informationssystem der Bundesrepublik Deutschland beheimatet. Die in Saarbrücken gegründete IDS Scheer AG, ein Software- und Beratungsunternehmen, das sein Geschäftsfeld im Bereich Business Process Management hat, ist heute ein Zweig der Software AG. Der Beratungsteil wurde zunächst als IDS Scheer Consulting GmbH ausgegliedert und schließlich im April 2014 an die Scheer Group GmbH verkauft.

Ähnlich wie in anderen grenznah zu Frankreich gelegenen Städten ist in Saarbrücken die Prostitution ein Wirtschaftsfaktor und ein Ärgernis. Freizügige Regelungen und günstige Preise locken Freier aus dem Nachbarland an. So siedeln sich Bordelle und ähnliche Betriebe an. Parallel entwickelt sich ein Straßenstrich, der Probleme mit Anwohnern hervorruft.[61][62][63]

Industrie

Die ZF Friedrichshafen AG an der „Goldenen Bremm“, einem ginsterreichen („goldenen“) Tal im Süden der Stadt, fertigt mit über 8.000 Beschäftigten Automatikgetriebe für nahezu alle europäischen Automobilhersteller. Im Stadtteil Bübingen beherbergt der Gartengerätehersteller MTD seine Europazentrale.

Die Halberg-Guss GmbH in Saarbrücken-Brebach fertigt Gussteile, vor allem Kurbelgehäuse und Kurbelwellen für den europäischen PKW- und Nutzfahrzeugmarkt. Saint-Gobain Gussrohr erzeugt Rohre und Kanalguss-Produkte aus Gusseisen. Die Kanalisation von Ankara (Türkei) stammt beispielsweise von hier. Beide Unternehmen sind aus der 1756 gegründeten Halbergerhütte hervorgegangen. Die Saarstahl AG erzeugt mit etwa 600 Mitarbeitern in ihrem Werk Saarbrücken-Burbach (Reste der ehemaligen Burbacher Hütte) Draht für den europäischen Markt.

Kraftwerk Römerbrücke an der Saar

Die Hager Electro fertigt und handelt Elektrosicherungskästen, Schaltschränke und Gebäudesystemtechnik. Sie wurde 1955 in Saarbrücken-Ensheim gegründet. Sitz der Muttergesellschaft, die Hager SE, ist Blieskastel. Schröder Fleischwaren ist eine große Fleischwarenfabrik im Industriegebiet Ost. Die Firma Leffer in Saarbrücken-Dudweiler ist im Apparatebau, Maschinenbau, Stahlbau und dem Gasbehälterbau tätig. Für Leffer wurde an der Saar in Höhe des Bürgerparks eine RoRo-Anlage zur Verladung übergroßer Bauteile auf Schiffe errichtet. „Saarbrücker Zeitung und Verlag“ ist eine Großdruckerei, die neben der täglich erscheinenden Saarbrücker Zeitung weitere Druckerzeugnisse liefert. Ebenfalls in Saarbrücken befindet sich die Deutschlandzentrale der Wings of Germany AG. Das Unternehmen ist Lizenznehmer der weltweit agierenden Fullservice-Systemgastronomiekette Hooters. Eines der wirtschaftlichsten und ökologisch bedeutsamsten Großkraftwerke, das Kraftwerk Römerbrücke, hat seinen Standort am Rande der Stadtmitte direkt an der Saar.

Medien

Der Saarbrücker Halberg ist Sitz des Saarländischen Rundfunks (SR), einer der kleinsten Landesrundfunkanstalten Deutschlands mit der Deutschen Radio Philharmonie Saarbrücken Kaiserslautern. Auf dem Gelände des SR hat auch das ZDF sein Landesstudio für die Berichterstattung aus dem Saarland. Daneben senden die privaten Rundfunksender Radio Salü (mit seinem Hauptprogramm und dem Classic Rock Radio) und Radio Saarbrücken aus der Landeshauptstadt. Außerdem sendet das private Jugendradio bigFM mehrere Stunden täglich ein Regionalprogramm für Saarbrücken und das Saarland, der Rest des Programms wird aus Stuttgart übernommen.

Als Tageszeitung erscheint aus der Rheinische Post Mediengruppe die Saarbrücker Zeitung mit elf Lokalausgaben.

Die Axel Springer AG bringt seit 2005 mit der Bild Saarland ein Blatt, das Regionalberichterstattung enthält. Gleichzeitig startete sie auch die Herausgabe einer Welt kompakt, die einen saarländischen Regionalteil enthielt. Die Regionalredaktion wurde jedoch am 29. September 2006 auf Grund zu geringer Nachfrage aufgelöst. Seitdem ist im Saarland nur noch die Rhein-Neckar-Ausgabe der Zeitung erhältlich.

Als kostenloses Stadtmagazin fungiert seit 1984 das L!VE-Magazin. Es existieren weitere Hefte wie Lifestyle oder Pop-Scene.

Behörden

Neben der Stadtverwaltung, dem Regionalverband Saarbrücken und zahlreichen Dienststellen der Landesregierung haben unter anderem folgende Behörden ihren Sitz in Saarbrücken:

die Agentur für Arbeit Saarland
die Deutsche Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See
die Arbeitskammer des Saarlandes
die Außenstelle der Dienststelle Mitte Frankfurt am Main des Bundeseisenbahnvermögens,
das Bundesamt für Güterverkehr
die Bundesnetzagentur mit einem Teil der Zentrale und einer Außenstelle
die Bundespolizei mit mehreren Revieren in Saarbrücken, die zur Bundespolizeidirektion Koblenz gehören
die Deutsche Rentenversicherung Saarland als Träger der gesetzlichen Rentenversicherung
der – deutschlandweit zuständige – Service der Bundesagentur für Arbeit zur Vergabe von Betriebsnummern
die Außenstelle des Eisenbahn-Bundesamts
die Französische Außenhandelskammer in Deutschland (CCFA)
die Handwerkskammer des Saarlandes
das Hauptzollamt Saarbrücken
die Industrie- und Handelskammer (IHK) des Saarlandes
das Jobcenter im Regionalverband Saarbrücken
der Rechnungshof des Saarlandes
die Regionaldirektion Rheinland-Pfalz/Saarland der Bundesagentur für Arbeit
die Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG), Standort Saarbrücken
Dienststelle der Generalzolldirektion,
Zollamt Saarbrücken
Gerichte und Staatsanwaltschaften

Saarbrücken ist Sitz des Verfassungsgerichtshofes des Saarlandes. Neben dem Saarländischen Oberlandesgericht gibt es in der Stadt auch ein Land- und ein Amtsgericht. Das Finanzgericht des Saarlandes, das Landesarbeitsgericht Saarland, das Landessozialgericht für das Saarland sowie ein Arbeits- und ein Sozialgericht befinden sich ebenfalls in der Landeshauptstadt.

Ihren Sitz in Saarbrücken haben außerdem die Staatsanwaltschaft und die Generalstaatsanwaltschaft Saarbrücken, deren Zuständigkeitsbereich sich jeweils auf das gesamte Saarland erstreckt.

Justizvollzugsanstalt

Die Justizvollzugsanstalt Saarbrücken befindet sich am Lerchesflurweg.

Sicherheit

Saarbrücken verfügt in der Stadt über eine Berufsfeuerwehr mit zwei Feuerwachen. Die Feuerwache 1 ist in St. Johann beheimatet, die Feuerwache 2 im Stadtteil Burbach. Dort versehen insgesamt 180 Feuerwehrmänner und eine Feuerwehrfrau ihren Dienst.
Insgesamt 17 Freiwillige Feuerwehren mit über 1000 Mitgliedern sind über die Stadtteile verteilt und unterstützen die Berufsfeuerwehr. In der Stadt selbst stehen vier Freiwillige Feuerwehren zur Verfügung (Kernstadtwachen).

Im Stadtbereich gibt es insgesamt fünf Rettungswachen (Berufsfeuerwehr, ASB, DRK, MHD) mit insgesamt acht Rettungstransportwagen (RTW), drei Notarzteinsatzfahrzeugen (NEF), einem Baby-Notarztwagen (Baby-NAW) sowie acht Krankentransportwagen (KTW). Der Rettungshubschrauber Christoph 16 ist ebenfalls am Klinikum Saarbrücken stationiert und fliegt von dort Einsätze im gesamten Saarland.

Krankenhäuser

Dieser Artikel oder Abschnitt bedarf einer Überarbeitung. Näheres ist auf der Diskussionsseite angegeben. Hilf mit, ihn zu verbessern, und entferne anschließend diese Markierung.

Im Stadtgebiet Saarbrücken gibt es folgende Krankenhäuser:

Das in städtischem Besitz befindliche Klinikum Saarbrücken gGmbH, welches nach der Uniklinik Homburg das zweitgrößte Krankenhaus im Saarland ist;
das zur Kreuznacher diakonie gehörende Evangelische Stadtkrankenhaus Saarbrücken im Stadtteil St. Johann;
das Krankenhaus St. Theresia im Stadtteil Rastpfuhl sowie das Krankenhaus St. Josef in Dudweiler, beide zur CTS Caritas-Trägergesellschaft Saarbrücken gehörend;
die zur Saarland Heilstätten gGmbH gehörende psychiatrisch/geriatrische Fachklinik Sonnenberg im Stadtteil Güdingen.
Bildung und Forschung
Universität und Hochschulen
Universität des Saarlandes
Universität des Saarlandes, gegründet 1948 von der französischen Militärverwaltung
Hochschule der Bildenden Künste Saar, gegründet 1989 in Trägerschaft des Saarlandes als Nachfolgeinstitution der 1924 gegründeten Staatlichen Schule für Kunst und Kunstgewerbe und der ab 1946 bestehenden Schule für Kunst und Handwerk.
Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes, gegründet 1971 durch Zusammenschluss der Höheren Wirtschaftsschule und der Staatlichen Ingenieurschule, erhielt sie 1991 ihren heutigen Namen.
Deutsch-Französische Hochschule, gegründet 1999 bietet Studiengänge an, die mit einem Doppeldiplom abschließen
Hochschule für Musik Saar, gegründet 1947 als Staatliches Konservatorium. Danach wurden ein Institut für Katholische Kirchenmusik und ein Institut für Schulmusik errichtet, die 1957 in eine Staatliche Hochschule für Musik umgewandelt und 1971 in die Trägerschaft des Saarlandes überführt wurden.
Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement, Fachhochschule in privater Trägerschaft, 2001 als BSA-Private Berufsakademie gegründet.
iso-Institut für Sozialforschung und Sozialwirtschaft, größte selbstständige und unabhängige sozialwissenschaftliche Forschungseinrichtung im Südwesten Deutschlands, gegründet 1969.
Leibniz-Institut für Neue Materialien (INM), gegründet 1987.
Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz, gegründet 1988.
Max-Planck-Institut für Informatik, gegründet 1990.
Max-Planck-Institut für Softwaresysteme, gegründet 2004.
Intel Visual Computing Institute, gegründet 2009.[64]
Cluster of Excellence Multimodal Computing & Interaction (MMCI), gegründet 2007.[65]
The Saarbrücken Graduate School of Computer Science.[66]
Center for IT Security, Privacy and Accountability (CISPA), Forschungsinstitut für IT-Sicherheit, gegründet 2011.[67]
Zentrum für Bioinformatik (CBI).[68]
Helmholtz-Institut für Pharmazeutische Forschung Saarland (HIPS), gegründet 2009.
Fraunhofer-Institut für Zerstörungsfreie Prüfverfahren (IZFP)
Korea Institute of Science and Technology, 1996 gegründeter europäischer Ableger eines der größten koreanischen Forschungsinstitute.
Arbeitsstelle für Österreichische Literatur und Kultur/Robert-Musil-Forschung und wissenschaftliche Österreich-Bibliothek Robert Musil, gegründet 1970. Österreich-Schwerpunkt innerhalb der Germanistik an der Universität des Saarlandes.

Die Landeshauptstadt Saarbrücken ist Korporativ Förderndes Mitglied der Max-Planck-Gesellschaft.[69]

Weiterführende Schulen

Darüber hinaus verfügt Saarbrücken als Großstadt über alle vorschulischen und schulischen Bildungseinrichtungen. Die weiterführenden Schulen lauten wie folgt:

Friedrich-List-Schule (FLS)
Günter-Wöhe-Gymnasium für Wirtschaft (GWGW)
Ludwigsgymnasium (LG) (das älteste Gymnasium des Saarlandes (gegründet 1604 als Lateinschule))
Marienschule (MaS)
Gymnasium am Schloss (GaS)
Willi-Graf-Schulen (ein Gymnasium und eine Gemeinschaftsschule)
Gymnasium am Rotenbühl (GaR)
Deutsch-Französische Gymnasium/Lycée Franco-Allemand (bilinguale Begegnungsschule)
Gemeinschaftsschule/Gesamtschule Rastbachtal
Gemeinschaftsschule/Gesamtschule Bellevue
Gemeinschaftsschule/Gesamtschule Sulzbachthal
Gemeinschaftsschule/Erweiterte Realschule Gersweiler-Klarenthal (auch: Katharina-Weißberger-Schule)
Gemeinschaftsschule/Erweiterte Realschule Güdingen
Otto-Hahn-Gymnasium (OHG) / Staatl. Oberrealschule und Abendgymnasium
KBBZ-1 KBBZ-2 SPBBZ WWBBZ und weitere Berufsbildungszentren
Wirtschaftswissenschaftliche Gymnasium Saarbrücken und Saarland-Kolleg
u.v.w.
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Theater
Saarländisches Staatstheater Saarbrücken (Oper, Operette, Musical, Schauspiel, Ballett)
Saarländisches Staatstheater Saarbrücken
Innerstädtische Saaraue mit Circus Flic-Flac, im Hintergrund Staatstheater

Das Gebäude des Staatstheaters wurde 1937/38 erbaut. Das nationalsozialistische Regime stiftete die Spielstätte als „Belohnung“ für das Abstimmungsergebnis 1935, mit dem sich das Saarland für die Angliederung an das Deutsche Reich entschied. (siehe Geschichte) Das Gebäude diente an der Grenze des Deutschen Reiches als Bollwerk gegen den „kapitalistischen Westen“. Der prachtvolle Haupteingang ist daher auch Richtung Paris ausgerichtet. In Anwesenheit von Hitler und Himmler eröffnete der Reichspropagandaminister Joseph Goebbels das Theater.[70] Die faschistische Theaterideologie war in Saarbrücken jedoch nicht von langer Dauer. In den Kriegsjahren wurden große Teile des Gebäudes zerstört, jedoch blieb die Technik weitgehend erhalten und ist bis heute noch Bestandteil einer der technisch flexibelsten Staatstheaterbühnen Deutschlands. Trotz der zwiespältigen Vergangenheit ist das Theater am Ufer der Saar als markanter Teil des Stadtbildes akzeptiert. Das Ensemble genießt einen guten Ruf.

Auf Grund von Sparmaßnahmen der Landesregierung und im Kulturhaushalt der Stadt wird das Theater in den nächsten Jahren mit weniger Zuschüssen der öffentlichen Hand auskommen müssen. Das Theater versucht, die finanzielle Lage durch Erhebung eines sogenannten „Theatereuros“ zu verbessern.

Alte Feuerwache
Theater Überzwerg
Kleines Theater im Rathaus
Theater im Viertel
Sparte4
Orchester und Chöre
Der Gemischte Saarbrücker Herrenchor
Heartchor auf dem Altstadtfest in Saarbrücken 2009
ehemaliges Städtisches Orchester, heute Staatsorchester Saarbrücken am Saarländischen Staatstheater.
Deutsche Radio Philharmonie Saarbrücken Kaiserslautern – Das Orchester ist 2007 aus einer Fusion des 1936 gegründeten und nach dem Zweiten Weltkrieg neu gegründeten Rundfunk-Sinfonieorchester Saarbrücken mit dem Rundfunk-Orchester Kaiserslautern des SWR hervorgegangen.
Evangelische Chorgemeinschaft an der Saar, gegründet Dezember 1945 (Heimatkirche: Stiftskirche St. Arnual).
Kammerchor Saarbrücken
Der Gemischte Saarbrücker Damenchor wurde im September 1992 gegründet und besteht (Stand Mai 2009) aus 50 Frauen, die von Arbeit, Liebe und Politik singen.
Der Gemischte Saarbrücker Herrenchor wurde im Juni 2001 gegründet und besteht aus ca. 30 Herren (Stand Mai 2009).
Chor total vocal – seit 1995 bestehender A cappella Chor, der aus ca. vierzig Frauen und Männern besteht.
Das interkulturelle Chorensemble Stimmenvielfalt wurde im Juni 2008 gegründet. Er besteht aus ca. 20 Frauen und Männern (Stand Mai 2009), die Lieder in vielen Sprachen singen. Der Chor wird von Amei Scheib geleitet.
Der Heartchor wurde im Spätsommer 2008 als Projekt der Denkwerk-Stadt Saarbrücken e. V. in Kooperation mit der Modernen Schule für Musik Sulzbach gegründet. Er besteht aus 15 Frauen und sechs Männern (Stand Juli 2009), die die 60 zum Teil schon weit überschritten haben und Rock mit deutschen Texten singen. Bei öffentlichen Auftritten wird der Chor von einer dreiköpfigen Rockband begleitet. Die Chorleitung hat Mellika Meskine.
Dr. Schröders A-cappella-GmbH & Chor KG ging 1990 aus einem studentischen Chorprojekt hervor. Immer noch an der Uni beheimatet, singen in dem Repertoire-Chor inzwischen 20 bis 25 Frauen und Männer verschiedener Altersklassen.
Der Gospelchor Saarbrücken unter Leitung von Wilhelm Otto Deutsch widmet sich hauptsächlich afrikanischen Gospels. Das Repertoire umfasst aber auch amerikanische Gospels oder Musicals wie „Godspell“. Weitere Programme: „Missa Gaia“, „Sacred Concert“ von Duke Ellington oder „Hold to his hand“, ein Projekt mit der Bigband des Polizeimusikkorps des Saarlandes. Der Chor hat mehr als 100 Mitglieder und feiert im November 2011 sein 25-jähriges Jubiläum.
Vokalensemble d’accord, 1985 gegründet, wird von Ania Konieczny geleitet. Der Chor besteht aus etwa 30 Frauen und Männern, und singt weltliche Musik aus fünf Jahrhunderten.
Museen
Bergwerksdirektion, 1877–80, von Martin Gropius
Das Museum für Vor- und Frühgeschichte am Schlossplatz
Abenteuermuseum (Saargalerie)
Arzneipflanzenmuseum
Heimatmuseum St. Arnual
Historisches Museum Saar
Kreisständehaus Saarbrücker Schlossplatz (Alte Sammlung)
Museum für Vor- und Frühgeschichte
Saarlandmuseum (Moderne Galerie mit Studiogalerie und Graphischem Kabinett, Alte Sammlung, Museum in der Schlosskirche)
Saarländisches Künstlerhaus (Alte Sammlung – bis März 2007, Landesgalerie)
Sepulkralmuseum
Stadtgalerie Saarbrücken
Gedenkstätten und Mahnmale
Gedenkstätte Gestapo-Lager Neue Bremm
Platz des Unsichtbaren Mahnmals
Gedenkstätte für die Gefallenen des Ersten Weltkriegs Reppersberg
Gedenkstätte für die Gefallenen des Deutsch-Französischen Krieges 1870/71 im Deutsch-Französischen Garten
Gedenkstätte für die Opfer des Krieges 1870/1871 (Winterbergturm)
Gedenkstätte mit Brunnen für die preußische Königin Luise, Altneugasse
Profanbauwerke
Siehe auch: Liste der Baudenkmäler in Saarbrücken
Schloss Saarbrücken
Rathaus im Stadtteil Alt-Saarbrücken
Sandsteinverzierungen 1896/97 (Mainzer Straße)
Sandsteinverzierungen Ende 19. Jahrhundert (Mainzer Straße)
Alte Brücke
St. Michael mit Rotenbergtreppe
Renaissance
Alte Brücke (erstmals erbaut 1546/47)
Barock
Schloss Saarbrücken, im Stil des Barock unter Friedrich Joachim Stengel erbaut, postmoderner Mittelrisalit von Gottfried Böhm
Adelspalais (besonders um die Ludwigskirche)
St. Johanner Markt mit St. Johanner Marktbrunnen
Altes Rathaus Saarbrücken, (Stadtteil Alt-Saarbrücken)
Kaninchenberg (Reste eines Lustschlosses)
Alter Saarkran (im Barockstil 1762 von Friedrich Joachim Stengel, 1991 Rekonstruktion nach alten Plänen[71])
Historismus
Rathaus St. Johann, (Stadtteil St. Johann; Architekt: Georg von Hauberrisser)
Schloss Halberg (Sitz des Saarländischen Rundfunks), erbaut von Edwin Oppler in den Jahren 1877–1880
Landtag des Saarlandes (erbaut durch Julius Carl Raschdorff in den Jahren 1865/1866 für die Kasinogesellschaft Saarbrücken)[72]
Bergwerksdirektion 1877–1880, (Architekt: Martin Gropius in Anlehnung an das Wiener Palais Ferstel), Fassade weitgehend original erhalten, wesentlicher Substanzverlust durch Umbau und Integration des ehemaligen benachbarten Einkaufszentrums SaarGalerie durch die ECE Projektmanagement [73] [74]
Diskontoecke (bis zum Zweiten Weltkrieg „Hansa-Ecke“), denkmalgeschütztes Eckhaus, Bahnhofstraße 37 / Ecke Dudweilerstraße, ohne kriegszerstörten Eckerker wiederaufgebaut
Moderne
Villa Obenauer (Architekt: Peter Behrens)
Kultusministerium 1952/54 („Schmales Handtuch“, ehemalige Französische Botschaft in Saarbrücken, Architekt: Georges-Henri Pingusson)
Achterbrücke (erbaut ca. 1932) eine über die Saar gebaute Stahlbrücke. Hauptzugverbindung über die Saar nach Frankreich Richtung Forbach und Zubringer mit Fußüberweg auf das Saarbrücker Messegelände.
Bedeutende Kirchen
Gotik
Deutschherrenkapelle (13. Jh.), älteste erhaltene Kirche der Stadt, heute im Besitz der Stadt Saarbrücken, die im ehemaligen Deutschordenskloster eine Jugendhilfeeinrichtung betreibt.
Stiftskirche St. Arnual (seit der Reformation von 1575 evangelisch), Grablege der Grafen von Nassau-Saarbrücken mit den Grabmälern der Grafen von Saarbrücken, darunter das Grabmal der bedeutenden Gräfin Elisabeth von Lothringen
Schlosskirche (ehemalige Saarbrücker Stadtkirche St. Nikolaus, seit der Reformation von 1575 evangelisch), nach Profanierung ist die spätgotische Kirche als Museum im Eigentum der Stiftung Saarländischer Kulturbesitz, Farbverglasung von Georg Meistermann
Barock
Ludwigskirche (evangelisch), Wahrzeichen der Stadt, 1762–1775 erbaut von Friedrich Joachim Stengel
Basilika St. Johann, (katholisch), 1754 erbaut von Friedrich Joachim Stengel
Friedenskirche (alt-katholisch), 1743 als reformierte Kirche erbaut von Friedrich Joachim Stengel
St. Peter (Ensheim) (katholisch), Bau von 1755 bis 1756 mit mehreren Erweiterungen (1834–1835 und 1907–1909)
Evangelische Kirche Güdingen, barocke Saalkirche aus dem Jahr 1779 an der Stelle einer Kapelle aus dem 9. Jahrhundert, Turm aus dem 14. Jahrhundert
Klassizismus
Evangelische Kirche Bischmisheim (klassizistische Kirche auf achteckigem Grundriss, entworfen 1824 von Karl Friedrich Schinkel)
Historismus
St. Jakob (Saarbrücken), (katholisch), neogotisch, Patroziniumsübernahme von der mittelalterlichen Saarbrücker Burgkapelle, 1884-1887 durch Arnold Güldenpfennig errichtet, Erweiterung 1906–1907 nach Plänen des Architekten Moritz Gombert (Saarbrücken), Wiederaufbau nach Kriegszerstörung durch Rudolf Krüger und Emil Tiator
Johanneskirche (evangelisch), 1894 bis 1898 von Heinrich Güth im neugotischen Stil erbaut
St. Josef (Saarbrücken) (katholisch), neogotisch, erbaut von 1908 bis 1910 von Johann Adam Rüppel
St. Eligius (Saarbrücken-Burbach) (katholisch), neogotisch, errichtet 1868–1870 und 1871–1873 durch den Saarlouiser Baumeister Carl Friedrich Müller, Wiederaufbau nach Kriegszerstörung durch den Trierer Architekten Heinrich Schneider
Matthäuskirche (Saarbrücken-Burbach) (evangelisch), neogotisch, errichtet 1892–1898 durch Eduard Philipp Arnold, Wiederaufbau nach Kriegszerstörung durch Helmut Zieboldt
Stumm-Kirche (Brebach-Fechingen) (evangelisch, profaniert), neoromanisch, errichtet zwischen 1880 und 1882 nach einem Entwurf des Hannoveraner Architekten Ferdinand Schorbach, Bauherr war Carl Ferdinand von Stumm-Halberg
Immanuelkirche (Saarbrücken) (evangelisch), neoromanisch, 1902 nach Entwürfen des Saarbrücker Architekten August Rahfeld erbaut, Wiederaufbau nach Kriegszerstörung durch Albert Dietz aus Saarbrücken
Herz-Jesu-Kirche (Saarbrücken) (katholisch), neoromanisch, errichtet von 1912 bis 1914 durch Ludwig Becker und Anton Falkowski, Wiederaufbau nach Kriegszerstörung durch Fritz Thoma (Trier)
St. Marien (Dudweiler) (katholisch), neogotisch, erbaut 1864 bis 1866 nach Plänen des Saarlouiser Architekten Carl Friedrich Müller, Fenster von Jacques Le Chevallier, Kunstwerke von Ernst Alt
Kreuzkirche (Saarbrücken-Herrensohr), (evangelisch), neogotisch, in den Jahren 1908 bis 1909 durch Oskar Hossfeld (Berlin) errichtet, wegen Bergschäden mehrere Restaurierungsmaßnahmen u. a. von den Architekten Windecker und Gorges (Dudweiler)
St. Johannes Baptista (Altenkessel) (katholisch), neogotisch, errichtet von Wilhelm Hector in den Jahren 1902 bis 1903
Abstraktions-Historismus
St. Michael (katholisch), erbaut in den Jahren 1923/1924 von Hans Herkommer in St. Johann
St. Marien (katholisch) erbaut in den Jahren 1926–1927 in (Malstatt-Rußhütte) durch Ludwig Becker und Anton Falkowski
Christkönig-Kirche (kath.) erbaut in den Jahren 1927–1929 von Carl Colombo im Stil des neofrühchristlichen, neoromanischen und neobarocken Abstraktions-Historismus in St. Arnual[75][76]
St. Antonius von Padua (Rastpfuhl) (katholisch), ehemalige Franziskaner-Klosterkirche von Moritz Gombert im Jahr 1929 errichtet
St. Laurentius (Eschringen) (katholisch), errichtet 1928–1930 durch den Saarbrücker Architekten Peter Weiß in abstrahierend neoromanischen und neobarocken Formen, Wiederaufbau nach Kriegszerstörung durch Albert Boßlet
St. Elisabeth (Altenkessel) (katholisch), in den Jahren 1928 bis 1929 errichtet von Ludwig Becker und Anton Falkowski in kristallin-neobarocken Formen
Moderne
Pfarrkirche Unsere Liebe Frau Maria Königin[77] (katholisch), 1954–1959 erbaut nach Entwurf von Rudolf Schwarz, Fenster von Wilhelm Buschulte
St. Albert (katholisch), erbaut 1954 von Dominikus und Gottfried Böhm
St. Ursula (Scheidt), (katholisch), 1935 von Jakob Quirin erbaut, Wandgemälde von Frans Masereel
Notkirche Saarbrücken (evangelisch), in der Schweiz als Militärbaracke gebaut, 1946 Geschenk der amerikanisch-lutherischen Kirche, Restaurierung im Jahr 2008
St. Paulus (Saarbrücken) (katholisch), errichtet von 1959 bis 1961 nach den Plänen des Trierer Architekten Fritz Thoma als Ersatz für eine Notkirchen-Baracke der unmittelbaren Nachkriegszeit, Abriss des Glockenturmes im Jahr 2006, Fenster von Boris Kleint
St. Barbara (Dudweiler), (katholisch), 1954–1958 durch Heinrich Latz und Anton Laub errichtet, Kirchenfenster von Gabriel Loire
St. Mauritius in Alt-Saarbrücken (katholisch), erbaut von den Architekten Albert Dietz und Bernhard Grothe im Jahr 1956, Fenster von Boris Kleint (Werkstatt Gabriel Loire in Chartres), profaniert als Proberaum der Hochschule für Musik
St. Helena in Burbach (katholisch), errichtet zur Heilig-Rock-Wallfahrt 1959, 2009 profaniert, 2012 durch Brand zerstört[78][79][80]
Christuskirche auf dem Rotenbühl (evangelisch), errichtet von 1955 bis 1959 nach Plänen von Rudolf Krüger, Altar von Albert Schilling, Glasfenster von Harry MacLean
St. Augustinus auf dem Eschberg (katholisch), erbaut von 1970 bis 1973 nach Plänen von Albert Dietz, Altarkreuz und Taufbecken gestaltet von Egino Weinert, Orgel gestaltet als Raumplastik der Firma Ohms aus Trier mit 24 Registern, Glasfenster von Bodo Schramm, Rosenfenster der Marienkapelle von Willi Kurz[81]
Orthodoxe Kirche
Russische Orthodoxe Kirche in St. Michael, Kirche des Moskauer Patriarchats – Kirchengemeinde des Heiligen Großmärtyrers und Heilers Panteleimon in Saarbrücken in der Krypta der katholischen Kirche St. Michael[82]
Die Notkirche (ev.) in Alt-Saarbrücken

Ludwigskirche (Ostseite) mit Ludwigsplatz

Westliche Ansicht

Basilika St. Johann

Evangelische Stiftskirche St. Arnual

Tumba Elisabeth von Lothringen, Stiftskirche St. Arnual

Bildnis Elisabeth von Lothringen (Ausschnitt Grabmal in der Stiftskirche St. Arnual)

Saarbrücken Schlosskirche

Eingang der Johanneskirche

Sonstige Sehenswürdigkeiten
Brennender Berg in Dudweiler
Deutsch-Französischer Garten (mit Parkeisenbahn)
Felsenwege in St. Arnual
Bürgerpark Saarbrücken
Hauptfriedhof Saarbrücken, 1914 als Ehrenfriedhof und 1916 auch als Zivilfriedhof eröffnet
Kasematten und unterirdische Fundamente der früheren Saarbrücker Burg unter dem Schlossplatz
Mithras-Heiligtum am Halberg
Saarbrücker Zoo
Spicherer Höhen, unmittelbar an der Stadtgrenze zu Frankreich
Lulustein in Alt-Saarbrücken
St. Johanner Markt
Regelmäßige Veranstaltungen
Januar/Februar: Max-Ophüls-Preis, größtes Festival für den deutschsprachigen Nachwuchs-Film
Fastnachtssamstag: PreMaBüBa (große Faschingsparty in allen Sälen der Congresshalle)
Rosenmontag: Fastnachtszug in Burbach und Ensheim
März bis Oktober: jeden zweiten Samstag im Monat großer Flohmarkt in der Franz-Josef-Röder-Straße
Ostern: Demoparty Revision im E-Werk (Burbach)
April: PhotoMarathon in den Partnerstädten Saarbrücken, Nantes und Tbilissi
Mai: Perspectives
Mai/Juni: Mouvement – Musik im 21. Jahrhundert, Festival für zeitgenössische Musik des Saarländischen Rundfunks
Mai/Juni: Trofeo Karlsberg: Die Stadt ist Partner dieses jährlich am Wochenende nach Fronleichnam stattfindenden Junioren-Weltcup-Radrennens.
April/Mai: Maifest in Burbach
Juni/Juli: Kino im Fluss (Cinéfleuve), interregionales Filmfestival
Juni: Licht und Blumen im Deutsch-Französischen Garten (DFG)
Anfang Juni bis Ende August: Sonntags ans Schloss
11.00 Uhr – Matinée: Live-Konzert der Richtungen Blues und Rhythm and Blues
15.00 Uhr – Kultur für Kids: Kinderprogramm
18.00 Uhr – Soirée: Live-Konzert der Richtungen A-Cappella, Pop, Rock & Funk
Juni/Juli: Altstadtfest in St. Johann
Juli bis Oktober Saarbrücker Sommermusik (Festival für Jazz, Kammermusik, Neue Musik an verschiedenen Orten der Stadt)
Juli/August: Christopher Street Day
Juli/August: Nauwieserfest in St. Johann
Juli/August: Sommer Szene / Internationale Straßentheatertage[83]
August: Saar-Spektakel
August : Phantasie und Mittelaltertage im Deutsch-Französischen Garten
Ende August: Kulturmeilenfest zwischen Musikhochschule und Staatstheater
September: Deutsch-französischer Weinmarkt
September: Fest um die Ludwigskirche
September: Tage der Bildenden Kunst – Künstler laden zum Rundgang durch Ateliers, Galerien und Werkstätten
September/Oktober: Oktoberfest in Burbach
Oktober: Intermarionett (Marionettentheater-Festival)
November: 3. Donnerstag im November: Beaujolais Primeur Fest, St. Johanner Markt
November/Dezember: Afrikanische Filmtage
1. Adventswochenende: Alt-Saarbrücker Weihnachtsmarkt um das Schloss
November/Dezember: Christkindl-Markt auf dem St. Johanner Markt
Sport
Ludwigsparkstadion

Bekanntester Fußballverein Saarbrückens und des Saarlands ist der derzeitige Viertligist 1. FC Saarbrücken. Er spielte insgesamt fünf Spielzeiten in der Fußball-Bundesliga: 1963/64, 1976–1978, 1985/86 und 1992/93, weitere 19 Spielzeiten in der 2. Bundesliga. Austragungsort der Heimspiele ist das Ludwigsparkstadion. Die Frauenmannschaft des 1.FC Saarbrücken spielt seit der Saison 2009/10 zum vierten Mal in der 1. Bundesliga der Frauen (nach den Saisons 1997/98 bis 2001/02, 2003/04 und 2007/08).

Der ATSV Saarbrücken spielte in den 1980er Jahren und zu Beginn der 1990er Jahre in den Tischtennis-Bundesligen der Damen und Herren und wurde mehrfach Deutscher Mannschaftsmeister. Seit dem Aufstieg im Jahr 2009 ist Saarbrücken wieder durch die Herrenmannschaft des 1. FC Saarbrücken in der Deutschen Tischtennis-Bundesliga vertreten.

Die Saarland Hurricanes wurden 1996 durch eine Fusion der Dillingen Steelhawks und Saarbrücken Wölfe gegründet. Sie spielten von 1997 bis 2000 und von 2008 bis 2010 in der 2. Bundesliga (GFL2), sind 2000 und 2010 jeweils als Meister in die GFL aufgestiegen. Der größte Erfolg der Vereinsgeschichte war der Gewinn der Deutschen Meisterschaft mit der A-Jugend 2013.

Der 1. BC Bischmisheim spielt in der 1. Badminton-Bundesliga, wo er bereits fünfmal (2006–2010) den deutschen Meistertitel erringen konnte und aktueller Vize-Meister ist.

Auch unterhält die Badminton World Federation eins ihrer drei internationalen Trainingszentren in Saarbrücken.

Der Saarländische Fußballverband ist ebenso wie der Saarländische Turnerbund und viele weitere Sportfachverbände in Saarbrücken in der Hermann-Neuberger-Sportschule angesiedelt. Diese wird vom Landessportverband für das Saarland betrieben.

In Saarbrücken befindet sich auch der Sitz des Olympiastützpunktes Rheinland-Pfalz/Saarland.

Die Saarbrücken Blues betreiben seit 1995 sowohl Baseball als auch Softball in der Landeshauptstadt.

Vereine
Mir sin do, Saarbrücker Karnevalsgesellschaft, gegründet 1890, und M’r sin nit so, Saarbrücker Karnevalsgesellschaft, gegründet 1856 sowie Die Nassauer Großsaarbrücker Karnevalsgesellschaft, gegründet 1980.
Der Historische Verein für die Saargegend (HV), gegründet 1839, mit Sitz in Saarbrücken ist der älteste und mit rund 800 Mitgliedern der größte wissenschaftliche Geschichtsverein der Region. Er ist ein gemeinnütziger Verein, dessen Mitglieder sich für die Geschichte des Saarlandes sowie der angrenzenden Regionen interessieren und diese ebenso erforschen. Der HV möchte zugleich Geschichte allgemein verständlich vermitteln. Vielfältige Aktivitäten kennzeichnen seine Arbeit: Veröffentlichungen (Zeitschrift für die Geschichte der Saargegend und saargeschichte/n) – Tagungen – Bibliothek und Sammlungen – verschiedene Vortragsreihen – Abiturpreis. Der HV nimmt gesellschaftspolitischen Einfluss auf die historische Kultur des Saarlandes. Er äußert sich öffentlich zum regionalen Denkmalschutz und anderen historisch bedingten Fragen kultureller Identität.[84]
Der Verein Geographie ohne Grenzen ist gleichzeitig die Geographische Gesellschaft zu Saarbrücken. Er führt Führungen durch Saarbrücken, das Saarland, das grenznahe Frankreich und Luxemburg (Region Saar-Lor-Lux) zu speziellen Themen unter fachkundiger Leitung für interessierte Bürger durch. Die Stadtrundgänge, die nicht nur die klassischen Sehenswürdigkeiten der Stadt zeigen, sondern auch abseits der bekannten Wege Besonderheiten und Hintergründe aufzeigen, werden durch Vorträge während der Wintermonate ergänzt.[85]
Saarländisches Künstlerhaus
Turnerbund St. Johann von 1847 e. V. Saarbrücken. Der Turnerbund St. Johann besteht seit 1847 und ist ein Mehrspartenverein mit 18 Abteilungen. Er betreibt sowohl Breiten- als auch den Leistungssport.
Persönlichkeiten
Ehrenbürger
Hauptartikel: Liste der Ehrenbürger von Saarbrücken
Söhne und Töchter der Stadt sowie weitere Persönlichkeiten
Hauptartikel: Liste von Persönlichkeiten der Stadt Saarbrücken

Berühmte Persönlichkeiten aus Saarbrücken sind unter anderem der ehemalige rheinland-pfälzische Ministerpräsident Peter Altmeier, der Regisseur Max Ophüls, der Bundesinnen- und -außenminister Gerhard Schröder sowie die Sängerinnen Sandra und Nicole.

Stadtsagen
Der geizige Bäcker
Der geizige Bäcker an der Schlossmauer

An der Schlossmauer in Saarbrücken befindet sich die steinerne Fratze eines Wasserspeiers. Der Sage nach soll es sich um die Kopfdarstellung eines reichen, aber geizigen Saarbrücker Bäckers handeln, der die Armen während einer schlimmen Hungersnot schroff zurückwies. Die Saarbrücker Gräfin hörte davon, verkleidete sich als Bettlerin und wurde ebenfalls unbarmherzig abgewiesen. Zur Strafe und Abschreckung veranlasste sie, dass der Kopf des geizigen Bäckers als Schandmaske an der alten Brücke angebracht wurde, wo sie nun zum großen Vergnügen der Saarbrücker Bürger durch den weit geöffneten Mund das Schmutzwasser in die Saar speien musste. Später versetzte man die Fratze an die Schlossmauer.[86][87][88]

Trivia

Saarbrücken ist seit 1970 Schauplatz und Drehort für Folgen der Krimiserie Tatort der ARD.[89] Diese hat nach Ansicht des Medienmanagers Martin Hoffmann neben dem Max Ophüls Preis mit dazu beigetragen, „dass Saarbrücken als Stätte moderner, junger Fernseh- und Filmkultur wahrgenommen wird“.[90] Es waren folgende Ermittler im Team Saarbrücken im „Einsatz“: Dieter Eppler als Peter Liersdahl (1970–1973), Manfred Heidmann als Horst Schäfermann (1977–1984), Jochen Senf als Max Palu (1988–2005, siehe Salü Palu), Maximilian Brückner als Franz Kappl und Gregor Weber als Stefan Deininger (2006–2012, siehe Kappl und Deininger) sowie Devid Striesow als Jens Stellbrink und Elisabeth Brück als Lisa Marx (seit 2013, siehe Stellbrink und Marx).

Literatur

nach Autoren / Herausgebern alphabetisch geordnet

Hans Bünte: Kleine Saarbrücker Stadtgeschichte. Verlag Friedrich Pustet, Regensburg 2009, ISBN 978-3-7917-2165-1.
Florian Brunner: Unterirdisches Saarbrücken – Stollen, Bunker, Felsenkeller. Einblicke in den Saarbrücker Untergrund. Geistkirch-Verlag, Saarbrücken 2011, ISBN 978-3-938889-36-7.
Florian Brunner: Saarbrücken – Entdeckungen von oben – Luftaufnahmen von 1929 bis 2013 zeigen alte und neue Gesichter einer Stadt. Geistkirch-Verlag, Saarbrücken 2014, ISBN 978-3-938889-03-9.
Florian Brunner / Markus Philipp: Saarbrücker Spurensuche – Eine Reise zu sichtbaren Geheimnissen der Stadt. Geistkirch-Verlag, Saarbrücken 2015, ISBN 978-3-946036-41-8.
Peter Burg: Saarbrücken 1789–1960, Von der Residenzstadt zum Industriezentrum, (= Saarland-Bibliothek, 14). Gollenstein, Blieskastel 2000.
Oranna Dimmig: Gartenkunst in Saarbrücken (Ausstellungskatalog). Wernersche Verlagsgesellschaft, Worms 1999. ISBN 978-3-88462-162-2
Dieter Gräbner/Stefan Weszkalnys: Bürger, Brücken und Duelle. 100 Jahre Großstadt Saarbrücken. Bilder, Erinnerungen und Chronik. Conte Verlag, Saarbrücken 2009, ISBN 978-3-936950-85-4.
Michael Jung: „Zwischen Ackerbau und Fürstenhof. Saarbrücker und St. Johanner Bürgertum im 18. Jahrhundert.“ (= Saarland-Bibliothek, 7), Röhrig, St. Ingbert 1994.ooo
Erich Keyser (Hrsg.): Städtebuch Rheinland-Pfalz und Saarland. Kohlhammer, Stuttgart 1964 (Deutsches Städtebuch. Band 4, 3).
Fritz Kloevekorn: Saarbrückens Vergangenheit im Bilde, Saarbrücken 1933.
Rainer Knauf: Zivile und militärische Friedhofs- und Grabmalgestaltung im 20. Jahrhundert. Der Saarbrücker Hauptfriedhof. 1912–1959. Conte Verlag, Saarbrücken 2010, ISBN 978-3-941657-24-3.
Adolph Köllner: Geschichte der Städte Saarbrücken und St. Johann. 1865, unveränderter Nachdruck Verlag Saarbrücker Zeitung, Saarbrücken, 1981, ISBN 3-922807-08-9.
Kulturdezernat der Stadt Saarbrücken (Hrsg.): Saarbrücken, 50 Jahre Großstadt 1909–1959. Saarbrücken 1959.
Albert Marx: Die Geschichte der Juden im Saarland. Vom Ancien Régime bis zum Zweiten Weltkrieg. Die Mitte, Saarbrücken 1992, ISBN 3-921236-67-3.
Albert Ruppersberg: Geschichte der Städte Saarbrücken und St. Johann von 1815 bis 1909, der Stadt Malstatt-Burbach und der vereinigten Stadt Saarbrücken bis zum Jahre 1914. Die Geschichte der ehemaligen Grafschaft Saarbrücken (Memento vom 5. März 2012 im Internet Archive)
Albert Ruppersberg: Saarbrücker Kriegs-Chronik, Ereignisse in und bei Saarbrücken und St. Johann, sowie am Spicherer Berge 1870, 4. Auflage, Leipzig 1911.
Karl August Schleiden: Illustrierte Geschichte der Stadt Saarbrücken, Dillingen/Saar 2009.
Heinrich Silbergleit (Hrsg.): Preußens Städte – Denkschrift zum 100-jährigen Jubiläum der Städteordnung vom 19. November 1808. Berlin 1908.
Rolf Wittenbrock: Geschichte der Stadt Saarbrücken. SDV Saarländische Druckerei und Verlag, Saarbrücken 1999, ISBN 3-930843-41-2 (Band 1: Von den Anfängen zum industriellen Aufbruch (1860), Band 2: Von der Zeit des stürmischen Wachstums bis zur Gegenwart).
Weblinks

Weitere Inhalte in den
Schwesterprojekten von Wikipedia:

Commons – Multimedia-Inhalte
Wiktionary – Wörterbucheinträge
Wikisource – Quellen und Volltexte
Wikinews – Nachrichten
Wikivoyage – Reiseführer

Website der saarländischen Landeshauptstadt Saarbrücken
Literatur über Saarbrücken in der Saarländischen Bibliographie
Suche nach Saarbrücken im Portal SPK digital der Stiftung Preußischer Kulturbesitz
Linkkatalog zum Thema Saarbrücken bei curlie.org (ehemals DMOZ)
Bestände des Stadtarchivs Saarbrücken im Archivportal-D