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Geschichte

Im Jahre 1231 wurde Schneverdingen erstmals urkundlich erwähnt. Der Bischof Iso von Verden zwang den Ministerialen Lippold von Zahrenhusen, auf die Vogtei „Snewordinge“ zu verzichten.

Wirtschaftliche Grundlage und Entwicklung

Die Gegend um Schneverdingen herum ist maßgeblich von eiszeitlichen Einflüssen und Viehhaltung, insbesondere der Heidschnucken, geprägt. Durch die Bewirtschaftung mit diesem Vieh, in Verbindung mit den kargen Sandböden, entstand eine großflächige Heidelandschaft (mit Calluna vulgaris bewachsen), welche heutzutage viele Touristen anzieht. Trotzdem waren weder die Viehhaltung noch der Ackerbau ergiebig, weshalb sich auch nie eine hohe Bevölkerungsdichte einstellte.

Heidschnuckenherde bei Schneverdingen

Mit dem Aufkommen des Mineraldüngers wurde die Landwirtschaft bedeutsamer, standen doch große Flächen, vorher mäßig fruchtbar, plötzlich in zunehmendem Maße ertragreich, zur Verfügung. Mitte des 19. Jahrhunderts traten andere handwerkliche Berufe stärker in den Vordergrund. Große Bedeutung erlangte die Lederverarbeitung zur Herstellung von Schuhen. Zur Blütezeit arbeiteten in Schneverdingen über 300 Schuhmacher. Daraus entwickelten sich zahlreiche Schuhfabriken, von denen heute allerdings aufgrund des Strukturwandels in dieser Branche nur noch ein Betrieb existiert.

Entwicklung von Verkehr, Bildung und Militär

Seit Anfang des 20. Jahrhunderts verbindet die Heidebahn Schneverdingen mit Hamburg im Norden sowie Hannover im Süden. Sie trug unrühmlich zur Geschichte des Deutschen Reiches bei. Auf ihr wurden Menschen in Konzentrationslager transportiert, insbesondere ins KZ Bergen-Belsen. Zu diesem Thema werden noch lokal-historische Forschungen angestellt, weswegen eine abschließende Dokumentation schwer möglich ist.

Anfang des 20. Jahrhunderts unterhielt der Yachtkonstrukteur Max Oertz für Testflüge einen Flugplatz in Schneverdingen. Noch heute zeugen die Straßen „Am Alten Flugplatz“ und die „Max-Oertz-Str.“ hiervon, der Flugplatz ist Wohngebieten gewichen. Die genannten Straßen liegen beide auf dem ehemals 500 Morgen großen Gelände. Der heutige Segelflugplatz in Reinsehlen ist später entstanden. 1897 wurde die Volksschule des Ortes errichtet. Das Gebäude wird heute „Alte Schule“ genannt. 1942 wurde die Volksschule in eine Hauptschule umgewandelt.

Ostern 1912 eröffnete die Höhere Privatschule zu Schneverdingen und sollte Jungen auf das Einjährige-Freiwilligen-Examen vorbereiten. Mädchen sollten einen entsprechenden Unterricht erhalten. Ostern 1920 ging die Privatschule in die neu eingerichtete gehobene Abteilung der Volksschule auf.

Am 1. April 1940 eröffnete die Mittelschule, die aus der gehobenen Abteilung der Volksschule entstand. Ihr erster Leiter war Rektor Borschel, der zugleich die Volksschule leitete.

Vom 12. April 1945 bis 14. Dezember 1945 musste die Mittelschule kriegsbedingt schließen. Der Leiter Meyer ging im selben Jahr in den Ruhestand. Sein Nachfolger Meyer begann den Unterricht wieder. Durch Krieg und Besetzung war ein Großteil der Schuleinrichtung zerstört. Am 7. Januar 1947 zog die Schule in das Landjahrheim im Ortsteil Hansahlen ein.

1965 wurde ein neues Schulgebäude für die inzwischen geheißene Realschule am Timmerrahde eingeweiht. Es wurde von der Architektengruppe Schweitzer aus Braunschweig erbaut und kostete 1.549.450,08 DM[2].

Bei Reinsehlen, einem Teil des Ortsteils Insel, entstand ab 1938 ein Militärflugplatz der deutschen Luftwaffe. Er diente während des Zweiten Weltkriegs als Ausbildungs- und Einsatzflugplatz unter dem Tarnnamen Posemuckel. In der Kriegsendphase ab 1945 waren auf dem Flugplatz die ersten neuartigen Düsenflugzeuge stationiert, wie der erste strahlgetriebene Bomber Arado 234. Nach dem Einmarsch britischer Truppen nutzten sie die militärischen Einrichtungen und Unterkünfte,
stellten sie aber 1946 deutschen Behörden zur Unterbringung von Flüchtlingen und Vertriebenen zur Verfügung. Ab 1946 lebten darin durchschnittlich etwa 1500 Personen, womit es eines der größten Flüchtlingslager in Norddeutschland war. 1949 forderte die britische Besatzungsmacht das Lager zurück zur Einrichtung eines militärischen Trainingscamps. Ab 1950 diente das ehemalige Flugplatzgelände unter dem Namen Camp Reinsehlen als Basislager für britische Panzerübungen in der Lüneburger Heide.

Entwicklung der Stadt

Nach dem Zweiten Weltkrieg wandelte sich der Ort. Die Bevölkerung wuchs schnell an. Am 1. März 1974 wurden die Gemeinden Großenwede, Heber, Insel, Langeloh, Lünzen, Schülern, Wesseloh, Wintermoor und Zarensen sowie größere Gebietsteile der aufgelösten Gemeinde Ehrhorn mit damals etwas mehr als 600 Einwohnern eingegliedert.[3] Am 30. Oktober 1976 erhielt Schneverdingen die Stadtrechte.[3]

Schneverdingen liegt im Verbreitungsraum der niederdeutschen Sprache. Es werden Anstrengungen unternommen, die Kinder schon in frühem Alter an die Sprache heranzuführen, die in den vorhergehenden Jahrzehnten zunehmend aus dem öffentlichen Leben herausgedrängt worden ist. Zwischen 2006 und 2009 wurden nach und nach die Ortsschilder in den meisten Orten der Gemeinde Schneverdingen mit bilingualen Ortsschildern ersetzt.

Religion
Peter-und-Paul-Kirche

Die Mehrheit der konfessionell gebundenen Einwohner gehört zur evangelisch-lutherischen Landeskirche. Insgesamt bestehen drei evangelisch-lutherische Gemeinden: Die Peter-und-Paul-Kirche, die Markusgemeinde mit der Eine-Welt-Kirche und die Friedenskirche Heber.

St.-Ansgar-Kirche

Die römisch-katholische Filialgemeinde St. Ansgar gehört seit 2006 zur Soltauer Pfarrgemeinde St. Maria. Ihre an der Feldstraße gelegene Kirche wurde 1962/63 erbaut, deren äußere Form wurde einem Heideschafstall nachempfunden.

Ferner befinden sich in Schneverdingen drei freikirchliche Gemeinden: Die Christuskirche an der Freudenthaler Straße gehört zum Bund Freikirchlicher Pfingstgemeinden. Die Freie evangelische Gemeinde, deren Anfänge bis ins Jahr 1902 zurück reichen, errichtete 1904/05 ihr Vereinshaus an der Grünhagenstraße. 1984 wurde ein größeres Gemeindehaus an der Heinrich-Loose-Straße, das Gebäude einer ehemaligen Berufsschule, eingeweiht. 2003 wurde die Johannes-Gemeinde (freikirchliche evangelische Hausgemeinde) gegründet.

Daneben existiert eine neuapostolische Gemeinde des Bezirks Lüneburg mit ihrer Kirche an der Schröderstraße sowie Zeugen Jehovas und Angehörige des Islam.

Im Ortsteil Lünzen besteht ein buddhistisches Meditationshaus des Tibetischen Zentrums Hamburg, in dem einige Nonnen und Mönche der tibetischen Gelugpa-Tradition leben, welches auch öffentliche Seminare durchführt.

Politik

Schneverdingen ist in den Kernort Schneverdingen und zehn Ortschaften gegliedert. Jede der Ortschaften hat einen Ortsvorsteher. Diese werden vom Stadtrat auf Vorschlag der Fraktion bestimmt, deren Mitglieder der Partei oder Wählergruppe angehören, die in der jeweiligen Ortschaft bei der letzten Stadtratswahl die meisten Stimmen erhalten hat.

Stadtratswahl 2016 Schneverdingen[4]
Wahlbeteiligung: 59.8 % (2011: 60,9 %)

 %50403020100

41,5 %29,9 %12,1 %2,6 %6,7 %1,6 %3,3 %2,2 %

SPDCDUGrüneFDPAfDNPDSWGLKR
Gewinne und Verluste

im Vergleich zu 2011
 %p   8   6   4   2   0  -2  -4  -6

-1,0 %p
-3,3 %p-4,5 %p+2,6 %p+6,7 %p-1,2 %p-1,5 %p+2,2 %p
SPDCDUGrüneFDPAfDNPDSWGLKRVorlage:Wahldiagramm/Wartung/TITEL zu lang
Darstellung des Ortswappens im Heidegarten
Bürgermeisterin

Hauptamtliche Bürgermeisterin ist seit 1. November 2011 Meike Moog-Steffens (parteilos, jedoch für die SPD angetreten). Ehrenamtliche stellvertretende Bürgermeister sind seit 2016 Hans-Jürgen Thömen (SPD), Karin Meyer (CDU) und Carsten Gevers (Bündnis 90/Die Grünen).

Rat der Stadt

Der Rat der Stadt setzt sich aus dem hauptamtlichen Bürgermeister sowie 32 weiteren Ratsfrauen und -herren zusammen. Nach dem Ergebnis der Kommunalwahlen 2011 entfielen auf die SPD insgesamt 14, auf die CDU 11, Bündnis 90/Die Grünen 5 Sitze, sowie auf eine örtliche Wählergemeinschaft und die NPD jeweils ein Sitz. Die Fraktionen von SPD und Bündnis 90/Die Grünen bildeten eine Gruppe, mit der sie über eine absolute Mehrheit (19 der 32 ehrenamtlichen Ratsmitglieder) verfügte.

Die Kommunalwahl 2016 führte zu folgender Zusammensetzung des Rats:[5]

17 Sitze – Gruppe SPD (13)/GRÜNE (4)
10 Sitze – Fraktion CDU
3 Sitze – Gruppe SFA (SWG, FDP, Liberal-Konservative Reformer (LKR), jeweils 1)
2 Sitze – AfD (hiervon bleibt ein Sitz im Rat bis zum Ablauf der Wahlperiode gemäß § 36 Absatz 7 Niedersächsisches Kommunalwahlgesetz (NKWG) unbesetzt)

In den Verwaltungsausschuss, der hinter dem Stadtrat und vor dem Bürgermeister das zweithöchste Entscheidungsorgan der Stadt ist, entsenden die SPD neben der Bürgermeisterin vier, die CDU drei und Bündnis 90/Die Grünen einen Beigeordneten. Der Erste Stadtrat Mark Söhnholz (parteilos) hat einen Sitz mit beratender Stimme.

Städtepartnerschaften

Zu der polnischen Stadt Barlinek (ehemals Berlinchen) in der Woiwodschaft Westpommern (ehemals Kreis Soldin) pflegt Schneverdingen seit 1993 eine aktive Partnerschaft. Um die Partnerschaft mit Leben auszufüllen, wurde am 15. März 1995 die Deutsch-Polnische Gesellschaft Schneverdingen e. V. gegründet. Auf polnischer Seite fand im Gegenzug die Gründung einer Polnisch-Deutschen Gesellschaft statt. Zahlreiche Begegnungen haben seither stattgefunden. Waren es zunächst gegenseitige Besuche der „Offiziellen“, wurde die Partnerschaft zunehmend durch Kontakte auf der Ebene der Vereine und Schulen bereichert.

In seiner Sitzung am 7. Juni 2001 hat der Rat der Stadt Schneverdingen eine weitere Städtepartnerschaft mit Eksjö in Schweden beschlossen. Da bereits seit 1996 eine Partnerschaft zwischen Eksjö und Barlinek besteht, wurde damit die Dreierbeziehung Schneverdingen-Barlinek-Eksjö komplett.
Die Partnerschaftsurkunde wurde in Eksjö während der Veranstaltung „Eksjö-Tattoo“ vom 2. bis 5. August 2001 und in Schneverdingen während des Stadtjubiläums am 27./28. Oktober 2001 unterzeichnet.

Kultur und Sehenswürdigkeiten
Bauwerke
Über den Ursprung der Peter und Paul-Kirche liegen keine Belege vor. Ihre Kirchengemeinde wurde im Jahr 1231 erstmals urkundlich erwähnt.[6]
Die Eine-Welt-Kirche wurde 1999 im Rahmen eines dezentralen Projektes der Expo 2000 in Holzbauweise errichtet. Innerhalb der Eine-Welt-Kirche sind in so genannten Büchern zahlreiche Erd- und Sandproben gesammelt, die von Spendern aus der ganzen Welt stammen.
Segelflugplatz Schneverdingen (Reinsehlen)
Stadtbrunnen des Bildhauers Frijo Müller-Belecke
Heimatmuseum „de Theeshof“ als bäuerliche Gehöftanlage mit Backhaus, Scheune, Stall, Treppenspeicher und Trauzimmer des Standesamtes
Das Camp Reinsehlen mit Kunstparcours ist eine nahezu baumfreie Fläche, die wegen ihrer großen Sandmagerrasenfläche bekannt ist.

Stadtbrunnen

Eine-Welt-Kirche in Schneverdingen

Das Pietzmoor liegt im Naturschutzgebiet der Südheide

Heimathaus „de Theeshof“

Heide im Rondell im Heidegarten

Baudenkmäler
Liste der Baudenkmale in Schneverdingen
Skulptur Heidekönigin in Schneverdingen
Krönungsort der Heidekönigin auf der Freilichtbühne Höpen
Grünflächen und Naherholung
Lüneburger Heide
Kletterfunpark „Höhenwegarena“
Das Pietzmoor ist das größte zusammenhängende Moor in der Lüneburger Heide
Heidegarten „im Höpen“ im Naturpark Lüneburger Heide
Heidjers Wohl, Erlebnisbad und Sauna
Sport

Der TV Jahn Schneverdingen ist mit knapp 3500 Mitgliedern der größte Verein des Landkreises. Im Damen-Faustball zählt der TV Jahn mit etlichen gewonnenen Deutschen Meisterschaften sowie Erfolgen im Europapokal und Weltpokal zu den erfolgreichsten Vereinen.

Der Handball-Förderverein Schneverdingen richtet jährlich den Internationalen Heide-Cup, ein mit deutschen und internationalen Topklubs besetztes Handballturnier, in der Schneverdinger KGS-Halle aus.

Regelmäßige Veranstaltungen

Örtliche Traditionen, wie zum Beispiel die Osterfeuer, das Pfingstbaumpflanzen und Pfingstwagen (hauptsächlich in den Schneverdingen umgebenden Dörfern), werden in Schneverdingen weiter gepflegt.

Seit 1922 wird in Schneverdingen alljährlich eine Heidekönigin gewählt. Dies ist verbunden mit dem Heideblütenfest, das ein Publikumsmagnet ist. Höhepunkt ist der Festumzug und das Festspiel mit anschließender Krönung der neuen Heidekönigin am letzten Sonntag im August auf der Freilichtbühne im Höpental.
Höpen Air, Musikfestival
Wirtschaft und Infrastruktur
Unternehmen

Heute prägen über 1500 Betriebsstätten aus den Bereichen Industrie, Handwerk, Handel und Dienstleistung das Stadtbild und stellen rund 4000 Arbeitsplätze.

Aufgrund der besonderen landschaftlichen Lage ist der Fremdenverkehr mit etwa 200.000 jährlichen Übernachtungen der wichtigste Wirtschaftsfaktor geworden, vor allem nachdem im Jahre 1994 die militärische Nutzung des Soltau-Lüneburg-Übungsraumes rund um das britische Militärlager Camp Reinsehlen aufgegeben wurde.

Durch intensive Vereinsarbeit gelang es, ein Kino zu errichten und einen Bürgerbus ins Leben zu rufen.[7]

In Schneverdingen hat die Bisquiva GmbH & Co. KG (unter diesem Namen seit 2009, zuvor Gottena) ihren Stammsitz und einen Produktionsstandort; die Firma gehört zur Bahlsen Gruppe, nachdem sie von 1988 bis 1995 zur Firma Brandt gehörte.

Öffentliche Einrichtungen

Die 1895 gegründete Freiwillige Feuerwehr Schneverdingen sorgt mit insgesamt rund 480 aktiven Kameraden in ihren örtlichen Feuerwehren für den abwehrenden Brandschutz und die allgemeine Hilfe. Stadtbrandmeister ist seit 2012 Manfred Ehlermann und seine beiden Stellvertreter sind Christian Schmalenberg und Gerd Bürger.

Bildung
Alte Schule

Für den Elementarbereich gibt es in Schneverdingen zehn Kindertagesstätten.[8]

Der Primarbereich wird durch vier Grundschulen, deren Träger die Stadt Schneverdingen ist, abgedeckt. Die Grundschule in Hansahlen wurde 1995 gegründet und wird seit 2005 von Wilfried Diekmann geleitet. Heute besuchen etwa 250 Kinder die dreizügige Schule, an der 28 Personen arbeiten. Es besteht seit 2007 eine Kooperationsvereinbarung mit dem Kindergarten Am Jordan, den Spielkreisen Insel und Wesseloh. Im Schuljahr 2011/2012 wurde die erste und zweite Klassenstufe zu einer gemeinsamen Eingangsstufe zusammengelegt. Die Grundschule Lünzen richtete im gleichen Schuljahr ebenfalls eine Eingangsstufe ein. Sie hat Kooperationsvereinbarungen mit der Kindertagesstätte Lünzen und dem Spielkreis Schülern geschlossen. An ihr arbeiten unter der Leitung von Mirja Meyer[9] neun Personen mit ca. 80 Schülern. Die Grundschule ist eine offene Ganztagsschule. An der 1972 gegründeten Grundschule am Pietzmoor arbeiten 19 Personen mit der Leiterin Christine von Fintel. Die 180 Kinder sind auf acht Klassen aufgeteilt. Seit dem Schuljahr 2011/2012 ist sie auch eine offene Ganztagsschule. Die Grundschule am Osterwald mit dem Leiter Jürgen Becours ist ebenfalls seit 2011/2012 eine offene Ganztagsschule. In ihr werden ca. 270 Schüler in zwölf Klassen von 16 Lehrkräften und sieben pädagogischen Mitarbeitern unterrichtet.

Die Osterwaldschule Schneverdingen ist seit 2004 eine Förderschule mit dem Schwerpunkt Lernen und wird von Klaus Hülsmann geleitet. 1956 wurde eine Hilfsschulklasse bzw. Sonderschulklasse in der Volksschule eingerichtet. 1959 wurde die Klasse ausgegliedert und als Sonderschule bzw. Hilfsschule weitergeführt. 1965 zog sie in die Gebäude der ehemaligen Realschule um. Seit 1973 ist sie im Gebäude am Osterwald untergebracht. 1982 wurde ihre Schulform in Sonderschule für Lernbehinderte und 2001 in Schule für Lernhilfe umbenannt. Heute werden in ihr 51 Schüler von neun Lehrern von der ersten bis zur neunten Klasse unterrichtet.

Die einzige Schule in Schneverdingen für den Sekundarbereich ist, neben der Osterwaldschule, die Kooperative Gesamtschule Schneverdingen (KGS Schneverdingen), die in Schulträgerschaft des Landkreises Heidekreis steht und die in drei Schulzweigen Hauptschule, Realschule sowie Gymnasium mit zum Abitur führender Oberstufe umfasst.

1955 wurde die Gemeindebücherei in den Archivräumen des Rathauses gegründet und siedelte 1983 in den „Alte Schule“ über. 2011 wurde ihr der Titel „Bibliothek mit Qualität und Siegel“ verliehen. Heute wird die Bücherei von Veronika Veit geleitet und hat einen Bestand von 23.000 Medien.[10]

Die Alfred Toepfer Akademie für Naturschutz (NNA) ist die Bildungs- und Schulungseinrichtung des Landes Niedersachsen für Naturschutz und Landschaftspflege.

Kindergarten am Jordan

Evangelischer Kindergarten

Grundschule Hansahlen

Grundschule Pietzmoor

Grundschule Lünzen

Osterwaldschule

Verkehr

Schneverdingen ist traditionell nach Hamburg orientiert. Viele Berufstätige pendeln täglich nach Hamburg, Schneverdingen wird auch manchmal als südlichster Zipfel des „Hamburger Speckgürtels“ bezeichnet. Für diese Zugehörigkeit spricht auch, dass Schneverdingen mittlerweile an den HVV (Hamburger Verkehrsverbund) angeschlossen wurde. Bislang gilt der HVV-Tarif allerdings nur für Zeitkarten.
Schneverdingen besitzt eine Abfahrt an der Bundesautobahn 7, die sich an der Bundesstraße 3 befindet. Außerdem besitzt Schneverdingen einen Bahnhof an der Heidebahn.

Persönlichkeiten
Johann Christian Meier (1732–1815), Pädagoge, Pfarrer und Schriftsteller; starb hier
Max Oertz (1871–1929), Yachtkonstrukteur; unterhielt einen Flugplatz in Schneverdingen
Ewald Hillermann (1906–2003), Autor plattdeutscher Erzählungen, Gedichte und Liedtexte, hier geboren
Gustav Bosselmann (1915–1991), CDU-Politiker, früherer niedersächsischer Justiz- und Innenminister, starb hier
Uwe Friedrichsen (1934–2016), deutscher Schauspieler, Hörbuch- und Synchronsprecher
Fritz-Christoph Duden (1939 –2017), Beamter und Mitglied der Hamburgischen Bürgerschaft, hier geboren
Jörg-Werner Schmidt (1941–2010), Maler und Installationskünstler mit Atelier im Camp Reinsehlen
Peter Goerke-Mallet (* 1955), Bergbau-Ingenieur und Markscheider des Bergwerks Ibbenbüren, hier geboren
Matthias Schloo (* 1977), deutscher Schauspieler, wuchs in Schneverdingen auf
Cimo Röcker (* 1994), deutscher Fußballspieler, hier geboren
Literatur
Gerhard Röper: 750 Jahre Schneverdingen. Mit einem Beitrag von Wilhelm Thömen. Stadt Schneverdingen, Schneverdingen 1981.
Walter Peters: 40 Jahre Schneverdingen. 1946–1986. Fakten Daten Bilder. Eine Dokumentation. Stadt Schneverdingen, Schneverdingen 1987.
Dierk Lawrenz, Lothar Eichmann: Die Heidebahn. Von Buchholz über Schneverdingen nach Soltau. 85 Jahre durch die Lüneburger Heide. EK-Verlag, Freiburg 1986, ISBN 3-88255-209-3;
2., überarbeitete und neu bebilderte Ausgabe: EK-Verlag, Freiburg 1997, ISBN 3-88255-419-3.
Evangelisch-lutherische Peter und Pauls-Kirchengemeinde Schneverdingen (Hrsg.): 250 Jahre Peter und Paul Schneverdingen 1746 bis 1996. Festschrift zum 15. September 1996 aus Anlaß des 250jährigen Bestehens der Kirche Peter und Paul zu Schneverdingen. Schneverdingen 1996.
Olaf Grohmann (Verf.); Stadtwerke Schneverdingen (Hrsg.): 100 Jahre Strom für Schneverdingen. Vom Gemeinde-Elektrizitätswerk zum modernen Dienstleistungsunternehmen.. Verlag ecrivir, Hannover 2006, ISBN 978-3-938769-04-1.
Weblinks
 Commons: Schneverdingen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikivoyage: Schneverdingen – Reiseführer
Offizielle Internetpräsenz der Gemeinde mit Tourismusinformationen
Beschluss zur Zweisprachigkeit der Ortsnamen (PDF, 7 MB)
Geschichte der Heidebahn in Wintermoor und Schneverdingen, Zeitzeugenberichte