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Geschichte
Urgeschichte

Früheste Siedlungsspuren im Raum Schorndorf lassen sich bereits für die Mittelsteinzeit und wesentlich häufiger für die Jungsteinzeit belegen. Dagegen gibt es für eine Siedlungstätigkeit während der Metallzeit (Kupfer-, Bronze- und Eisenzeit) kaum belegte Funde.[3]

Römerzeit

In größerem Umfang sind archäologische Funde aus der Römerzeit bekannt. Unter Kaiser Antoninus Pius war ab der Mitte des 2. Jahrhunderts n. Chr. der Limes „vorverlegt“ worden und hatte seine äußerste Lage erreicht (Vorderer Limes).

Die Grenze des römischen Reichs verschob sich von der Neckar-Odenwald-Linie nach Osten, es entstand der neue Teilabschnitt des obergermanischen Limes[4], der schnurgerade vom Kastell Lorch zum Kastell Miltenberg am Main verlief. Gleichzeitig wurde der Donaulimes, bzw. der vorgelagerte Alblimes, nach Norden verlegt, und es entstand der neue Abschnitt des raetischen Limes[4] vom Kastell Lorch bis zum Kastell Eining, wo er kurz vor Regensburg wieder auf den Donaulimes traf. Durch diese Vorverlagerung des Limes wurde das Remstal in die Provinzen Obergermanien (Germania Superior) bzw. Raetia einbezogen. Die Grenze zwischen diesen beiden römischen Provinzen verlief östlich vom Kastell Lorch.

Im Zuge der Limesverlegung wurden neue Fernstraßen angelegt, oder bestehende vorrömische Wegeverbindungen ausgebaut, insbesondere auch um das Kastell Cannstatt mit Kastell Welzheim und Kastell Aalen zu verbinden.[5] Auf diese Straßen trafen im Bereich der heutigen Stadt Schorndorf wohl schon in römischer Zeit mehrere Verbindungsstraßen, deren exakter Verlauf allerdings nur annähernd bekannt ist.

In Schorndorf befand sich mutmaßlich eine Straßenkreuzung, an der sich ein ausgedehnter Straßenvicus entwickelte. Dieser konnte am nördlichen Rand des heutigen Schorndorfer Stadtgebietes mit Hilfe zahlreicher archäologischer Fundstellen nachgewiesen werden[3]. Weitere Einzelfunde sind eine römische villa rustica im Gewann Schornbacher Straße[6], ein Stein-Flachbild von Maja und Merkur in der Grafenhalde sowie ein Steinbild von Merkur im Ramsbach.[7]

Allerdings haben in jüngster Zeit Neubewertungen von Fundstücken, die bereits seit den 50er-Jahren im Stadtmuseum lagern (Viergöttersteine), die Vermutung aufkommen lassen, dass es im Bereich der heutigen Schorndorfer Nordstadt „eine römische Siedlung größerer Art gegeben haben“ könnte und nicht nur ein Straßenvicus.[8]

Frühmittelalter

Etwas westlich vom römischen Fundgebiet wurden um 1955 bei Bauarbeiten am Christallerweg verstreute Grabbeigaben sowie alamannische Gräber gefunden, die teilweise in die römische Kulturschicht eingetieft waren. Die zeitliche Einordnung der Objekte umfasst einen Zeitraum von der Mitte des 6. Jahrhunderts bis in die Zeit um 700.
Obwohl es sich insgesamt nur um wenige Fundobjekte handelt, sind gleich mehrere Funde
vertreten, die im südwestdeutschen Raum als Einzelstücke zu bezeichnen sind und daher von besonderem archäologischen Interesse sind. Mehrfach handelt es sich dabei um Gegenstände, die auf eine gehobene Stellung der Verstorbenen hindeuten könnten, was eine sozial differenzierte, größere Bevölkerungsgruppe voraussetzt, die das Gebiet über mehrere Generationen besiedelt hat. Eine den Gräbern zugehörige Siedlung muss sich in der Umgebung befunden haben, konnte aber nicht durch weitere Funde nachgewiesen werden.[3]
Diese nicht näher lokalisierte frühmittelalterliche Siedlung nördlich der Rems ist vermutlich spätestens in der ersten Hälfte des 8. Jahrhunderts aufgegeben worden. Als Anlass wurde die Überschwemmungsgefahr durch Hochwasser der Rems vermutet.[9]
Aus dem Umstand, dass im mittleren Remstal keine Siedlungen mit der Endung -ingen oder -heim vorhanden sind, ging die Forschung bislang davon aus, dass in dieser Region der frühmittelalterliche Siedlungsbeginn erst nach dem fränkischen Herrschaftsausbau einsetzte. Schorndorf wurde in der bisherigen Forschung als Siedlung des so genannten älteren Landesausbaus angesehen, welcher in dieser Region zwischen dem 7. und 9. Jahrhundert datiert wird. Ein solcher zeitlicher Ansatz wird durch die Funde am Christallerweg, die bis ins 6. Jahrhundert zurückreichen, nun korrigiert.[3]

Im 8. Jahrhundert entwickelte sich dann auf überschwemmungssicherem Gelände südlich der Rems, auf einem Schwemmsandkegel im Bereich der heutigen Stadtkirche, eine neue dörfliche Ansiedlung „uff dem Sand“ als Ursprung des mittelalterlichen Schorndorfs.[10][11] Einen Hinweis auf eine Datierung gibt möglicherweise das Patrozinium der Kirche, welche den Heiligen Basilides, Cyrinus, Nabor, Nazarius und Celsus geweiht war. Dies lässt die Gründung der Kirche in der Zeit nach 765 n. Chr. annehmen.

Mittelalter

Die erste schriftliche Erwähnung des Ortsnamen stammt aus dem Jahr 1235. In einer Urkunde, laut der ein Heinrich von Waldhausen und seine Frau Grundstücke in Urbach und Hülben an das Kloster Lorch gegen zwei lebenslängliche Pfründe übertragen, wird als Zeuge neben Anderen ein Dietericus de Shorendorf aufgeführt.[12] Derselbe taucht als Dieterico de Sordorf in einer weiteren Urkunde des Klosters Adelberg von 1236 wiederum als Zeuge auf. Diesmal wird er als ministerialis imperii, also als (staufischer) Reichsdienstmann bezeichnet.[13] Als dessen Dienstsitz (Ministerialenburg) wird der Vorgängerbau des heutigen Schlosses angenommen.

In den Folgejahren nutzte Graf Ulrich I. von Württemberg (Ulrich der Stifter) die zermürbenden Auseinandersetzungen Friedrichs II. mit dem Papst und mit dem oberitalienischen Städtebund, die eine nachhaltige Schwächung des Hauses Staufen verursachten, um seine eigene Hausmacht zu festigen und zu erweitern. Auch der Ort Schorndorf wurde von Ulrich wohl um 1250 erworben oder annektiert, wobei die genauen Umstände nicht bekannt sind. Unter Graf Ulrich entsteht im Anschluss an die Ministerialenburg die erste städtische Ansiedlung. Die erste urkundliche Erwähnung als württembergische Stadt stammt aus dem Jahr 1262, als Ulrich dem Kloster Adelberg den zollfreien Durchgang durch seine Stadt Schorndorf („municipium nostrum Schorndorf„) und sein ganzes Gebiet gestattet.[14] Die Stadt wird ausgebaut und befestigt, um die württembergische Herrschaft gegen den staufischen Restbesitz im Osten abzusichern. Die erste Erwähnung des Gerichts in Schorndorf („judices iurati„) sowie die früheste Erwähnung von Stadtmauern („muros opidi„) stammt von 1299[15], wobei die Mauern zunächst nur den zwischen Marktplatz und Burgschloss gelegenen Teil der heutigen Altstadt umfassen. Das westlich gelegene Dorf „uff dem Sand“ bleibt als Vorstadt außerhalb der Mauern.[11]
Erst im Laufe des 14. Jh. wird die Vorstadt mit Kirche und Kirchhof in die Ummauerung miteinbezogen. Zwischen dieser sogenannten Unterstadt und der östlichen, sogenannten Oberstadt, wird im Laufe des 14. und 15. Jh. der noch bestehende Graben aufgefüllt und der Marktplatz angelegt.[11]

Die Grafschaft Württemberg verfolgte über mehrere Generationen eine aggressive Expansionspolitik und geriet immer wieder in Konflikt mit dem Reich und mit den Reichsstädten, die dieser Expansion entgegenstanden. Die Festung Schorndorf stellte das Eingangstor nach Württemberg von Osten dar, und war daher mehrfach Schauplatz von Begegnungen und Auseinandersetzungen.

Während des Reichskriegs (1311–1312), den Kaiser Heinrich VII. gemeinsam mit einigen Reichsstädten gegen den Württemberger Grafen Eberhard den Erlauchten führte, verlor dieser fast sein ganzes Land. Auch Schorndorf wurde belagert, erobert und der Reichsstadt Esslingen übergeben, die im Reichskrieg eine Haupftfeindin des Grafen Eberhard war. Nur der Tod des Kaisers und die politische Situation nach der Königswahl 1314 mit Ludwig IV. als König und Friedrich dem Schönen als Gegenkönig verhinderten die totale Niederlage Württembergs. Eberhard I. taktierte danach geschickt zwischen König und Gegenkönig, so dass er die territorialen Verluste nicht nur ausgleichen, sondern weitere Gebiete hinzugewinnen konnte, und auch Schorndorf kam wieder zu Württemberg.

1316 lagerte König Ludwig vor den Schorndorfer Mauern[16], ohne jedoch die Stadt anzugreifen, auf seinem Weg nach Esslingen, wo er sich mit seinem Vetter und Rivalen Friedrich dem Schönen in einer Schlacht begegnete.

Eberhards Sohn und Nachfolger, Graf Ulrich III. von Württemberg, gelang es, durch diplomatisches Geschick mit beiden Königen ohne offene Konflikte auszukommen. Nach dem Tod Friedrichs erhielt er von Ludwig das Reichsamt des niederschwäbischen Landvogts. Das damit erlangte politische Gewicht auf Reichsebene, seine regionale Bündnispolitik und das Heiratsgut und Erbe seiner Gattin ermöglichten es dem umsichtig agierenden Ulrich, das württembergische Territorium während seiner Regierungszeit ohne Kampfhandlungen deutlich zu vergrößern. Im Jahr 1336 erhielt er von Ludwig, inzwischen zum Kaiser gekrönt, und auch als Ludwig der Bayer bekannt, das prestigeträchtige Amt des Vorstreiters und Reichssturmfähnrichs. In dieser Zeit blieben auch der Festung Schorndorf Kampfhandlungen erspart.

Im August 1347 hielt sich Ludwig IV erneut in Schorndorf auf, diesmal in friedfertiger Absicht.
Wenige Monate später, im Dezember 1347, ist es dessen Nachfolger König Karl IV, der in der Stadt empfangen wird. Beide stellten in Schorndorf auch etliche Urkunden aus, was die Bedeutung der Stadt unterstreicht.[17]
[18]

Unter der Regentschaft der Söhne Ulrichs III., den Grafen Eberhard II. (der Greiner) und dessen anfangs mitregierenden Bruders Ulrich IV. flammten die Streitigkeiten Württembergs mit den Reichsstädten und dem Reich wieder auf. Die beiden Grafenbrüder mißbrauchten die Macht, die sie durch das ihnen vom Kaiser verliehene Amt des Landvogts besaßen, und unterdrückten die in ihrem Bezirk gelegenen Reichsstädte. Wegen dieser Übergriffe und wegen ihrer Weigerung seine Friedenspolitik zu unterstützen[19], sah sich Karl IV. gezwungen mit Unterstützung der Reichsstädte, ein Reichsheer gegen Württemberg aufzubieten. Der Kaiser marschierte über Aalen in das Remstal ein und bei Schorndorf kam es dann zur kriegerischen Auseinandersetzung (Schlacht bei Schorndorf von 1360). Nach anfänglich unentschiedenem Verlauf, gaben die frischen Nachschubkräfte, über die Karl verfügte, den Ausschlag. Die beiden Grafenbrüder zogen sich in die Festung Schorndorf zurück, welche vom Kaiser belagert wurde. Nach wenigen Tagen, nachdem Karl das Umland verwüsten ließ, gaben die Württemberger Grafen endlich auf und unterwarfen sich dem Kaiser. Auf Vermittlung der Bischöfe von Speyer, Augsburg und Konstanz kam es zu einem Friedensschluss, wobei sich Karl mit sehr mäßigen Friedensbedingungen begnügte. [20]

Auf Eberhard den Greiner folgte an der Spitze des Hauses Württemberg sein Enkel Graf Eberhard III. (der Milde). Dessen Regierungszeit war geprägt durch eine friedenserhaltende Bündnispolitik mit den benachbarten Fürstenhäusern und Reichsstädten. Dies bescherte auch Schorndorf eine ruhigere Zeit ohne größere Kampfhandlungen. Nach dem Ableben von Eberhard III. (*1362; †1417) diente Schorndorf seiner Witwe Elisabeth, geb. Burggräfin von Nürnberg, zum Witwensitz, auf dem sie im Jahr 1430 hochverschuldet verschied.[21]

Im Jahr 1431 bewirtete die Stadt den König und späteren Kaiser Sigismund und den päpstlichen Legaten, Kardinal Julian. [22]

Unter den Grafenbrüdern Ludwig I. und Ulrich V. kam es im Jahr 1441 zu einer Teilung des Landes, die am 23. April 1441 beurkundet wurde. Ulrich erhielt den östlichen und nördlichen Landesteil mit der Residenzstadt Stuttgart, Ludwig den westlichen und südlichen Landesteil mit der Residenzstadt Urach. Schorndorf gehörte somit künftig zu Württemberg-Stuttgart. Die Teilung, die ursprünglich auf vier Jahre befristet worden war, wurde bereits am 25. Januar 1442 durch den Nürtinger Vertrag als unbegrenzte Teilung festgeschrieben.

Am 6. Juli 1446 schlossen Ludwig I. und Ulrich V. mit Erzbischof Dietrich von Mainz, Pfalzgraf Ludwig IV., Herzog Albrecht VI. von Österreich und weiteren Fürsten, in Schorndorf ein Bündnis auf zwei Jahre, um die Straßenräubereien in ihren Landen zu verhindern.[23][24]

Als Graf Ulrich V. von Württemberg sich den 9. Juli 1449 mit Margarethe von Savoyen, Witwe von Pfalzgraf Ludwig IV., vermählte, verschrieb er ihr für ihr reiches Beibringen die Einkünfte der Stadt und des Amtes Schorndorf „und ließ ihr allda huldigen“. [22] Dass Margarethe damit auch faktisch als die eigentliche Herrin über Stadt und Amt Schorndorf verfügte, zeigte sich darin, dass sie 1454 das Dorf Weiler bei Schorndorf einem gewissen Konrad von Lomersheim auf dessen Lebenszeit verschrieb.[25]

Mit dem Münsinger Vertrag von 1482 und dem Esslinger Vertrag von 1492 konnten Graf Eberhard im Bart (Württemberg-Urach) und Eberhard VI. (Württemberg-Stuttgart) die Teilung des Landes wieder aufheben. Die Unteilbarkeit des Landes und die Primogenitur (Erstgeburtsrecht) in Württemberg wurden rechtsverbindlich festgelegt und so eine wichtige Voraussetzung für die spätere Erhebung Württembergs zum Herzogtum geschaffen. Ab 1495 wurde Schorndorf Teil des neugeschaffenen Herzogtums Württemberg.

16. und 17. Jahrhundert
Das Burgschloss in Schorndorf, das Eckpfeiler der Festung war
Luftaufnahme des Schlosses in Schorndorf (heute Amtsgericht) aus Richtung Südwest
Ansicht von Schorndorf im Jahr 1685, Kiesersche Forstkarte

1634 brannte die Stadt nach der Besetzung durch kaiserliche Truppen unter Walter Butler fast vollständig ab. 1688 verhinderten die Weiber von Schorndorf unter der Führung von Barbara Walch die Übergabe der Festung an französische Truppen unter General Mélac.

18. und 19. Jahrhundert
Gottlieb-Daimler-Geburtshaus in der Höllgasse

1759 wurde das Amt Schorndorf zum Oberamt erhoben, doch wurde das Oberamt 1806 durch Abgabe einiger Gemeinden an die Nachbarämter verkleinert.
Am 17. März 1834 wurde Gottlieb Daimler, der Erfinder des ersten schnelllaufenden leichten Benzinmotors, in der Höllgasse geboren. 1861 wurde die Remstalbahn eröffnet und Schorndorf wurde Bahnstation.

20. Jahrhundert
Schorndorf um 1900

Mit der Kreisneugliederung in Württemberg 1938 wurde das Oberamt Schorndorf aufgelöst. Das gesamte Schorndorfer Umland kam zum Landkreis Waiblingen.

In der NS-Zeit wurden politische Gegner im Ort verfolgt. Zu ihnen gehörten der sozialdemokratische Stadtrat Gottlob Kamm, der im KZ Oberer Kuhberg interniert wurde, sowie der SPD-Ortsvorsitzende und Gewerkschaftsfunktionär Heinrich Talmon Groß, der 1945 im KZ Mauthausen sein Leben verlor. Die Stadt ehrt ihr Andenken mit Straßennamen.[26]

Seit Herbst 1943 beherbergte das Burgschloss eine für die politisch-polizeiliche Abwehr und die Steuerung von V-Personen zuständige Stelle der Stapoleitstelle Stuttgart. Außerdem wurde hierher die Bibliothek der Gestapo in Sicherheit gebracht.[27]

In den letzten Monaten des Zweiten Weltkriegs war der Schorndorfer Abschnitt der Remsbahn wiederholt Ziel alliierter Bombardements, welche darauf abzielten, diese wichtige Eisenbahnstrecke unbrauchbar zu machen. Bei Schorndorf kam es während dieser Zeit außerdem zu einem US-amerikanischen Tieffliegerangriff auf einen Richtung Stuttgart fahrenden Personenzug, wobei sowohl der Lokomotivführer als auch der Heizer ums Leben kamen.[28]

Kurz vor Kriegsende 1945 standen dann US-amerikanische Truppen vor den Toren Schorndorfs, während die örtlichen Wehrmachtsverbände fest zur Verteidigung der Stadt entschlossen waren. Letztendlich gelang es aber dem späteren Ehrenbürger Walter Arnold, eine kampflose Übergabe der Stadt an die Amerikaner zu erreichen, wodurch die historische Bausubstanz Schorndorfs von Kampfhandlungen verschont und bis heute erhalten blieb.[29]

Die Einwohnerzahl Schorndorfs überschritt 1963 die 20.000-Marke. Daraufhin stellte die Stadtverwaltung den Antrag auf Erhebung zur Großen Kreisstadt, was die Landesregierung von Baden-Württemberg mit Wirkung vom 1. Januar 1967 beschloss.

In den Jahren von 1972 bis 1975 wurden sieben umliegende Gemeinden eingegliedert und bei der Kreisreform zum 1. Januar 1973 wurde Schorndorf ein Teil des neuen Rems-Murr-Kreises.

21. Jahrhundert

Im Jahr 2005 fanden in Schorndorf die Heimattage Baden-Württemberg statt.

Eingemeindungen

Folgende Gemeinden wurden in die Stadt Schorndorf eingemeindet:

1. Januar 1972: Buhlbronn[30]
1. Januar 1973: Miedelsbach, Schlichten und Weiler/Rems (bis zum 16. Juli 1964 nur Weiler)[30]
1. Januar 1975: Haubersbronn, Oberberken mit Unterberken und Schornbach mit Mannshaupten[31]
Wappen der ehemaligen Gemeinden

Buhlbronn Haubersbronn Miedelsbach Oberberken Schlichten Schornbach Weiler/Rems

Einwohnerentwicklung

Die Zahlen vor 1871 stammen aus unterschiedlichen Quellen und sind teilweise als Schätzungen anzusehen.
Sie beziehen sich alleinig auf die Kernstadt.

Ab 1871 stammen die Zahlen aus Volkszählungen (VZ) oder aus amtlichen Fortschreibungen der jeweiligen statistischen Ämter (F). Im Jahr 2011 wurde keine Volkszählung, sondern ein Zensus (Ze) durchgeführt (Erfassung auf der Grundlage einer Stichprobe).

Die Zahlen beziehen sich nur auf Personen mit Hauptwohnsitz in Schorndorf.

Jahr Art Quelle Einwohner Anm.
1463 ca. 2.000
1514 ca. 3.000
1550 [32] ca. 4.200
1618 ca. 5.000
1701 [32] 2.132 [33]
1739 [32] 2.593
1758 [32] 2.744
1801 [32] 3.193
1. Nov 1832 [32] 3.776
3. Dez 1846 [32] 3.893
3. Dez 1848 [32] 3.973
1. Dez 1871 VZ [34]‎ 7.672
1. Dez 1890 VZ [34] 8.777
1. Dez 1900 VZ [34] 9.704
1. Dez 1910 VZ [34] 10.884
16. Jun 1925 VZ [34] 11.568
Jahr Art Quelle Einwohner Anm.
16. Jun 1933 VZ [34] 12.319
17. Mai 1939 VZ [34] 13.186
13. Sep 1950 VZ [34] 19.942
6. Jun 1961 VZ [35] 26.384
27. Mai 1970 VZ [35] 31.149
31. Dez 1975 F [35] 32.918
31. Dez 1980 F [35] 33.631
25. Mai 1987 VZ [35] 35.759
31. Dez 1990 F [35] 37.687
31. Dez 1995 F [35] 38.005
31. Dez 2000 F [35] 38.852
31. Dez 2005 F [35] 39.305
31. Dez 2010 F [35] 39.236
9. Mai 2011 Ze [35] 38.351 [36]
31. Dez 2015 F [35] 39.172

Religion
Evangelische Stadtkirche (Schorndorf)
Heilig-Geist-Kirche

Schorndorf gehörte zunächst zum Bistum Konstanz und war dem Archidiakonat ante nemus (Schwarzwald) zugeordnet. Infolge der Zugehörigkeit zum Herzogtum Württemberg wurde wie im übrigen Württemberg ab 1534 die Reformation eingeführt. Danach war Schorndorf über viele Jahrhunderte eine überwiegend protestantische Stadt. Sie wurde auch bald Sitz eines Dekanats (siehe Kirchenbezirk Schorndorf) innerhalb der Evangelischen Landeskirche in Württemberg. Ursprünglich gab es nur die Stadtkirchengemeinde Schorndorf, zu der neben der Pfarrkirche mehrere Kapellen gehörten. Als die Gemeinde durch Zuzug stark anwuchs, wurden 1971 die Pauluskirchengemeinde (Kirche von 1966) und die Versöhnungskirchengemeinde (Kirche von ca. 1995) abgetrennt.

Alle drei Kirchengemeinden bilden aber weiterhin die Evangelische Gesamtkirchengemeinde Schorndorf. Auch die heutigen Stadtteile Schorndorfs gehörten früher zur Württemberg und sind daher überwiegend protestantisch. Die Gemeindeglieder von Buhlbronn gehörten zunächst zur Pfarrei Buoch, dann zu Oppelsbohm und seit 1890 zur Kirchengemeinde Schornbach, das schon früh eine eigene Pfarrei wurde, doch hat Buhlbronn seit 1971 eine eigene Kirche, die Friedenskirche. Haubersbronn bildet eine eigene Kirchengemeinde. Miedelsbach gehörte zunächst zu Lorch, dann zu Oberurbach, teilweise auch zu Haubersbronn, von 1807 bis 1989 zur Nachbargemeinde Steinenberg (Gemeinde Rudersberg), und ist seit 1989 eine eigenständige Kirchengemeinde, die seit 1967 eine eigene Kirche, die Christuskirche, hat. Oberberken gehörte zunächst ebenfalls zu Lorch, später zur Pfarrei Hundsholz und 1859 wurde der Ort zusammen mit Unterberken eine eigene Kirchengemeinde. Schlichten war lange Zeit eine Filiale der Pfarrei Winterbach. Im 19. Jahrhundert wurde es eine eigene Pfarrverweserei und 1859 eine selbständige Pfarrei, die auch den Nachbarort Baiereck (Stadt Uhingen) betreut. Weiler/Rems war lange Zeit eine Filiale von Schorndorf, wurde aber 1852 eine eigene Pfarrei. Alle Kirchengemeinden der Stadt Schorndorf gehören zum Dekanat Schorndorf.

Im 19. Jahrhundert zogen auch wieder Katholiken nach Schorndorf. 1907 wurde in Schorndorf die katholische Kirche St. Martin gebaut und 1917 wurde Schorndorf eine eigene Pfarrei. 1955 wurde die neue Heilig-Geist-Kirche erbaut, die 1970 umgebaut wurde. Die alte St.-Martin-Kirche dient seither als Kapelle. Zur Kirchengemeinde Schorndorf gehören auch die Katholiken aus Buhlbronn, Ober-/Unterberken, Schornbach und Haubersbronn, doch gibt es in Haubersbronn seit 1955 eine eigene Kirche, St. Bonifatius. Die Katholiken aus Miedelsbach gehören zur Pfarrei Heiligste Dreifaltigkeit Rudersberg, die von Weiler/Rems zur Pfarrei Mariä Himmelfahrt Winterbach, doch gibt es in Weiler seit 1966 eine eigene Kirche St. Stephanus. Alle genannten katholischen Gemeinden gehören zum Dekanat Rems-Murr des Bistums Rottenburg-Stuttgart.

Über den Dächern von Schorndorf

Neben den beiden großen Kirchen gibt es in Schorndorf auch Freikirchen, darunter die Evangelisch-methodistische Kirche, die Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde (Baptisten) und das Christliche Zentrum Scala der Volksmission Schorndorf e. V. Auch die Neuapostolische Kirche, die Christliche Wissenschaft, die Siebenten-Tags-Adventisten, die Christengemeinschaft und die Zeugen Jehovas sind in Schorndorf vertreten.

Im Mai 2005 wurde im Gewerbegebiet Hammerschlag eine Moschee eingeweiht.[37]

Politik

Fachwerkimpression

Blick vom Marktplatz auf die Kirche

Auf dem Holzberg

Gemeinderat

Der Gemeinderat in Schorndorf hat 32 Mitglieder. Die Kommunalwahl am 25. Mai 2014 führte zu folgendem amtlichen Endergebnis.[38] Der Gemeinderat besteht aus den gewählten ehrenamtlichen Gemeinderäten und dem Oberbürgermeister als Vorsitzendem. Der Oberbürgermeister ist im Gemeinderat stimmberechtigt.

Parteien und Wählergemeinschaften %
2014
Sitze
2014
%
2009
Sitze
2009

Kommunalwahl 2014

 %403020100

31,86 %28,51 %21,58 %18,06 %n. k.

CDUSPDFDP-FWGrüneUB
Gewinne und Verluste

im Vergleich zu 2009
 %p   4   2   0  -2  -4  -6

+3,91 %p
+2,09 %p-3,13 %p+2,95 %p-5,81 %p
CDUSPDFDP-FWGrüneUBVorlage:Wahldiagramm/Wartung/Fehler in der Farbeingabe – Dunkel

CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 31,86 10 27,95 9
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 28,51 9 26,42 9
FDP-FW Freie Demokratische Partei-Freie Wähler 21,58 7 24,71 8
Grüne Bündnis 90/Die Grünen 18,06 6 15,11 5
UB Unabhängige Bürger 5,81 1
gesamt 100,0 32 100,0 32
Wahlbeteiligung 45,92 % 47,77 %

Bürgermeister
Rathaus
In den Weinbergen
Gasse in der Weststadt

An der Spitze der Stadt Schorndorf werden 1290 „12 consules seu judices“ genannt, dem seit 1264 ein „scultetus“ vorstand. Im 14. Jahrhundert gibt es einen Amtmann, dann Untervogt, Vogt, der über das gesamt Amt Schorndorf gesetzt war. Dem Schorndorfer Obervogt unterstanden bis 1755 auch die Ämter Waiblingen und Winnenden. Im 15. Jahrhundert trat auch ein Bürgermeister als Vertreter des Gerichts auf. Später gab es vier Bürgermeister und acht Richter. Seit 1819 trug das Stadtoberhaupt die Bezeichnung „Stadtschultheiß“, seit 1930 Bürgermeister und mit der Erhebung zur Großen Kreisstadt am 1. Januar 1967 lautet die Amtsbezeichnung Oberbürgermeister. Dieser wird von den Wahlberechtigten auf acht Jahre direkt gewählt. Er ist Vorsitzender des Gemeinderats. Seine allgemeinen Stellvertreter sind der 1. Beigeordnete mit der Amtsbezeichnung „Erster Bürgermeister“ und der 2. Beigeordnete mit der Amtsbezeichnung „Bürgermeister“.

Stadtoberhäupter seit 1819:

1819–1821: Christian Rapp (* 1771; † 1853)
1821–1828: Gottlieb Friedrich von Stump (* 1791; † 1849)
1828–1845: Philipp Friedrich Palm (* 1759; † 1845)
1845–1866:
1866–1872: Johannes Frasch
1879–1903: Jakob Friz
1903–1905: Heinrich Beisswanger
1905–1933: Jakob Raible (* 7. Mai 1870; † 4. Januar 1949)
1933–1945: Richard Beeg (* 30. Januar 1888; † 22. Oktober 1945)
1945: Walter Arnold (* 19. Juni 1891; † 20. Oktober 1973)
1945–1948: Gottlob Kamm (SPD) (* 21. Oktober 1897; † 21. November 1973)
1948–1954: Emil Hayer (* 26. Oktober 1887; † 22. November 1977)
1954–1962: Franz Illenberger († 22. Juli 1974 – 72-jährig)
1962–1982: Rudolf Bayler (* 12. September 1917; † 3. September 2007)
1982–1990: Reinhard Hanke (SPD) (* 22. April 1940)
1990–2006: Winfried Kübler (CDU) (* 30. August 1939)
seit 2006: Matthias Klopfer (SPD) (* 14. März 1968)
Wappen

Das Wappen der Stadt Schorndorf zeigt unter goldenem Schildhaupt, darin eine liegende schwarze Hirschstange, in Rot zwei schräg gekreuzte mit dem Blatt nach oben gekehrte goldene Spaten (früher: Schoren, daher Schorndorf). Die Stadtflagge ist gelb-rot. Wappen und Flagge werden schon seit Jahrhunderten geführt.

Städtepartnerschaften

Die älteste der Schorndorfer Städtepartnerschaften ist diejenige mit der französischen Präfektur Tulle. Sie besteht seit 1969 und bildete den Beginn einer Reihe von weiteren Partnerschaften, die jedoch erst in den 1990er-Jahren eingegangen wurden: Nach der Wiedervereinigung besiegelte man 1991 den Partnerschaftsvertrag mit der thüringischen Kleinstadt Kahla. 1994 folgte das englische Bury und 1996 das amerikanische Tuscaloosa. Die jüngste der auf Stadtebene unterhaltenen Städtepartnerschaften wurde 1998 mit dem italienischen Dueville eingegangen. Sämtliche der Schorndorfer Städtepartnerschaften werden vom Partnerschaftsverein Schorndorf e. V. betreut, der seit 1981 besteht. Die jüngste Städtepartnerschaft mit der baskischen Stadt Errenteria besteht offiziell seit 2012.

Frankreich Tulle, Frankreich, seit 1962
Deutschland Kahla, Thüringen, seit 1991
Vereinigtes Konigreich Bury, Vereinigtes Königreich, seit 1994
Vereinigte Staaten Tuscaloosa, Vereinigte Staaten, seit 1996
Italien Dueville, Italien, seit 1998
Spanien Errenteria, Spanien, seit 2012

Der Stadtteil Weiler/Rems unterhält seit 1966 partnerschaftliche Beziehungen mit dem österreichischen Radenthein.

Osterreich Radenthein, Österreich, seit 2012
Wirtschaft und Infrastruktur
Verkehr

Durch das Stadtgebiet Schorndorfs führt die hier vierspurige Bundesstraße 29 Waiblingen–Nördlingen. Sie ist als Umgehungsstraße ausgebaut und führt nördlich um die Kernstadt. Die nächste Autobahn-Anschlussstelle ist Aichelberg an der A 8 Stuttgart–Ulm.

Die Stadt Schorndorf ist bei vielen Stadtplanern durch ihre zahlreichen Kreisverkehre bekannt, da sie beim Bau dieser Verkehrsrondelle eine bundesweite Vorreiterrolle eingenommen hat. Dies hat ihr den Spitznamen „Große Kreiselstadt“ eingebracht.

Schorndorf liegt an der Bahnstrecke Stuttgart-Bad Cannstatt–Aalen, auch Remsbahn genannt. Der Bahnhof Schorndorf ist Endhaltestelle der Linie S2 (Schorndorf–Stuttgart–Flughafen–Filderstadt) der S-Bahn Stuttgart. Des Weiteren halten am frühen Morgen und späten Abend einige Intercity-Züge der Linie Karlsruhe–Nürnberg. Ein weiterer Haltepunkt im Schorndorfer Stadtgebiet ist Weiler (Rems). Von Schorndorf verkehrt auch in nördlicher Richtung die Wieslauftalbahn nach Rudersberg. Haltestellen im Schorndorfer Stadtgebiet sind Hammerschlag, Haubersbronn, Haubersbronn Mitte und Miedelsbach-Steinenberg. Ferner verkehren im Stadtgebiet zahlreiche Buslinien. Alle Linien verkehren zu einheitlichen Preisen innerhalb des Verkehrs- und Tarifverbund Stuttgart (VVS).

Ansässige Unternehmen

In Schorndorf gibt es vor allem Betriebe der Elektroindustrie und des Maschinenbaus. Die einst blühende Lederindustrie ist weitgehend Geschichte.

Ein bedeutendes in Schorndorf ansässiges Unternehmen ist:

Wilhelm Abt – 1898 in Schorndorf gegründet – Produktion von landwirtschaftlichen Gabeln – seit 1993 unter dem Namen FREUND VICTORIA Gartengeräte GmbH mit Firmensitz in Schorndorf
Oskar Frech – 1949 in Schorndorf gegründete Maschinenfabrik (Warm- und Kaltkammerdruckguss)

Der vor allem in der Sportwissenschaft bekannte Verlag Karl Hofmann hat seinen Sitz in Schorndorf.

Historische Unternehmen
Löwenkopf am Haus der ehemaligen Löwenbrauerei
Die Arnoldgalerie auf dem ehemaligen Industriegelände der Eisenmöbelfabrik
Ziegelwerke Schorndorf – Die Anfänge der ZWS gingen bis in das Jahr 1632 zurück. Anfang des 20. Jahrhunderts zählten die ZWS zu den leistungsfähigsten Herstellern von Dachziegeln in Süddeutschland. Ende der 1950er Jahre wurden ca. 400 Personen beschäftigt. Im Jahr 1974 wurde die Produktion eingestellt und in den Folgejahren die meisten Betriebsgebäude abgerissen. An ihrer Stelle steht heute ein großes Logistikzentrum.
Tabakfabrik Rapp. Christian Rapp aus Cannstatt wanderte nach Kanada aus. Bei seiner Rückkehr heiratete er eine Schorndorferin und gründete 1789 in Schorndorf eine Tabakfabrik. Christian Rapp war auch in der örtlichen Politik tätig und war von 1819 bis 1821 Schorndorfer Stadtschultheiß.
Die Löwenbrauerei Schorndorf wurde 1822 gegründet und braute bis um 1990 den Löwenbräu Schorndorf in der Göppinger Straße.
Fingerhutfabrik J. F. Gabler; 1824 eingerichtet. Um 1900 kamen 85 % der Weltproduktion von der Firma Gabler – heute sind diese Utensilien gesuchte Sammlerobjekte
Die Christ. Breuninger Lederfabrik wurde um 1843 als Lohgerberei in Schorndorf gegründet. In den 1930er Jahren zählte sie zu den größten Arbeitgebern der Stadt. Die Lederproduktion wurde 2009 eingestellt.
Lederfabrik Röhm – gegründet 1866 als Rosslederfabrik Gottlob Schmid -das Gelände an der Rems wird zum Gewerbepark aufgebaut, enthält aber auch noch museale Überreste
Eisenmöbelfabrik Arnold – 1871 gegründet – auf dem ehemaligen Gewerbegelände befinden sich heute Geschäfte, die Außenstelle der Bundesagentur für Arbeit und andere Einrichtungen
Chn. Hespeler KG Sägewerk war ein Hobel- und Spaltwerk sowie ein Dampfsägewerk. Das 1885 gegründete Unternehmen war bis um 1980 aktiv. Hespeler hatte bis zu 100 Beschäftigte.
Nudelfabrik Birkel (heute Newlat GmbH) wurde 1896 in Schorndorf gegründet. Die Produktion wurde 1909 nach Endersbach verlegt.[39]
Carl Pfleiderer – Das Unternehmen wurde 1901 als Bürstenhölzerfabrik gegründet. 1949 wurde die Produktion auf Rundfunk- und Fernsehgehäuse aus Holz umgestellt. Um das Jahr 1960 beschäftigte die Unternehmung rund 700 Mitarbeiter. Anfang der 1970er Jahre erfolgte die Unternehmensschließung.
Württembergische Porzellanmanufaktur, von 1904 bis 1934 in Schorndorf – heute ist dieses Porzellan bei Sammlern sehr gefragt
Konservenfabrik Leibbrand – Im Dezember 1914 in der Schorndorfer Vorstadt gegründet, entwickelte sich das Unternehmen innerhalb von knapp vier Jahren zum größten Produzenten von Konserven im deutschsprachigen Raum. Zur Blütezeit des Konservenherstellers wurde das 27 Hektar große Betriebsgelände von über 2 Kilometern Schienensträngen durchzogen. Durch die Inflation Anfang der 1920er Jahre brach das Konservengeschäft ein und bereits 1924 erfolgte die Liquidation.
Conditoreiwarenfabrik J.& G. Mössle Schorndorf, gegründet 1921 in Schorndorf, später umbenannt in Südland Gebäckfabrik GmbH, produzierte in Schorndorf bis 1985
Schock Metallwerke GmbH, 1924 in Schorndorf gegründet, in den 70er Jahren bis zu 1200 Mitarbeiter an mehreren Standorten
Der ehemalige Haushaltsgerätehersteller Bauknecht hatte seinen Sitz in Schorndorf. Der Konzern Whirlpool fertigte hier bis Juli 2012 noch Geräte unter der Marke Bauknecht und betrieb bis Ende 2015 ein Entwicklungszentrum.
Medien

In Schorndorf erscheinen die

Schorndorfer Nachrichten als Tageszeitung und
Schorndorf Aktuell/Schorndorfer Wochenblatt als wöchentliches Anzeigenblatt (donnerstags) mit Berichten der städtischen Pressestelle und Vereinsnachrichten
Gerichte, Behörden und Einrichtungen

Schorndorf hat ein Amtsgericht, das zum Landgerichts- und Oberlandesgerichtsbezirk Stuttgart gehört, ferner ein Finanzamt, ein Notariat und eine Außenstelle des Landratsamts Rems-Murr-Kreis.

Die Stadt ist Sitz des Kirchenbezirks Schorndorf der Evangelischen Landeskirche in Württemberg.

Bildung

Schorndorf hat zwei allgemeinbildende Gymnasien (Burg-Gymnasium, Max-Planck-Gymnasium) sowie ein technisches Gymnasium (Grafenbergschule) und ein Wirtschaftsgymnasium (Johann-Philipp-Palm-Schule), eine Realschule (Gottlieb-Daimler-Realschule), zwei Grund- und Hauptschulen mit Werkrealschule (Keplerschule und Schillerschule Haubersbronn), eine Hauptschule mit Werkrealschule (Karl-Friedrich-Reinhard-Schule), eine Förderschule (Albert-Schweitzer-Schule), drei Grundschulen in der Kernstadt (Fuchshofschule, Künkelinschule und Schlosswallschule), zwei Berufschulzentren sowie je eine Grundschule in den Stadtteilen Miedelsbach, Weiler/Rems (Reinhold-Maier-Schule), Oberberken (Schurwaldschule) und Schornbach (Sommerrainschule). Im Stadtteil Buhlbronn befindet sich eine Außenstelle der Nachbarschaftsschule Buhlbronn-Vorderweißbuch, deren Sitz sich in der Gemeinde Berglen befindet.

Der Rems-Murr-Kreis ist Schulträger der beiden Beruflichen Schulen Grafenberg- (technisch) und Johann-Philipp-Palm-Schule (kaufmännisch) sowie der Fröbelschule für Geistig- und Körperbehinderte mit Schulkindergarten für Geistig- und Körperbehinderte und des Schulkindergartens für Sprachbehinderte.

Die Abendrealschule Schorndorf e. V., Jugendmusikschule Schorndorf und Umgebung e. V. und Volkshochschule Schorndorf e. V. runden das schulische Angebot in Schorndorf ab.

Kultur und Sehenswürdigkeiten
Marktplatz
Kulturbetriebe

Der Club Manufaktur e. V. ist ein Kulturbetrieb mit alternativen Programm von Politik, Musik, Theater bis zu Tanz und einem Programmkino.[40]

Der Verein Kulturforum Schorndorf organisiert mit seinen ehrenamtlichen Mitarbeitern kulturelle Projekte und Veranstaltungen.
So hat das Kulturforum einen Skulpturen-Rundgang Schorndorf eingerichtet, der zu 36 Skulpturen von Jürgen Goertz, Timm Ulrichs, Horst Antes, Robert Schad und anderen Künstlern führt.[41][42]

Theater
Künkelinhalle

Das Figuren Theater Phoenix ist ein Theater für Jung und Alt. Es inszeniert mit Tischfiguren, Marionetten, Schatten- und Handfiguren vor allem Märchenbearbeitungen oder literarische Vorlagen wie z. B. Kinderbücher. Regelmäßige Konzert- und Theaterveranstaltungen gibt es in der Künkelinhalle, die nach Anna Barbara Walch-Künkelin benannt ist.
Außerdem ist in der ehemaligen Lederfabrik Röhm („Röhm-Areal“) das freie Theater „Teatro Zanni“ ansässig, welches jedes Wochenende mit Laienschauspielern besetzte Theaterstücke aufführt.

Stadtbücherei
Hauptartikel: Stadtbücherei Schorndorf

Die Stadtbücherei Schorndorf bietet als öffentliche Bibliothek der Stadt ca. 61.000 Medien. 2009 erzielte sie 305.400 Entleihungen.

Museen
Galerien für Kunst und Technik
Das Stadtmuseum bei der Stadtkirche ist in zwei Fachwerkhäusern, der ehemaligen Lateinschule und der früheren Deutschen Schule, untergebracht und zeigt die Stadt- und Kulturgeschichte Schorndorfs und seiner näheren Umgebung.
Das Geburtshaus von Gottlieb Daimler in der Höllgasse wurde 1979 als Museum und Tagungsstätte der Mercedes Benz AG (Daimler AG) eingerichtet. Im Erdgeschoss sind Briefe, Patente, Fotografien und zwei Motorenmodelle ausgestellt.
Die Galerien für Kunst und Technik im Arnold-Areal wurde 2004 eröffnet. 2016 löste sich die bisherige Form der Galerien auf, im Juni 2016 wurde der Kunstraum mit dem neuen Namen Q Galerie für Kunst Schorndorf wieder eröffnet.
Das Comic-Museum Piccolo im Haus auf der Mauer in der Römmelgasse 18 wurde 2005 eröffnet und zeigt kleinformatige Comics aus drei Jahrzehnten ab 1950.
Der Historische Apothekenkeller, Gaupp’sche Apotheke, zeigt prächtiges Apothekenmobiliar, alte Apothekengefäße, Arbeitsgeräte, Bücher, Vasen, Schriftstücke und Anekdoten
Das Museum für 3dimensionale Fotografie zeigt Stereoglasplatten von 1890, Stereokameras, Stereoskope, dreidimensionale Bilder (insbesondere von Schorndorf) in verschiedenen Techniken
Das Heimatmuseum im Stadtteil Weiler zeigt bäuerliche und handwerkliche Geräte, kunsthandwerkliche Einzelstücke, frühe Urkunden, eine Bauernstube und eine Bauernküche mit Inventar.
Bauwerke
Marktplatz um 1900
Das asymmetrische Haus auf der Mauer, Geburtshaus von Gottlob Kamm
Haus am Gumpbrunnen

Der historische Stadtkern von Schorndorf steht als Gesamtanlage unter Denkmalschutz.[43] Die historische Altstadt und besonders der Marktplatz mit dem Marktbrunnen und zahlreichen historischen Fachwerkhäusern zählen zu den schönsten Deutschlands. Hier steht das Rathaus, das von 1726 bis 1730 erbaut wurde und als Wahrzeichen der Stadt gilt. An seiner Rückwand befindet sich das Mosaik Die Weiber von Schorndorf von 1965 und davor das Gottlieb-Daimler-Denkmal, unweit die Palmsche Apotheke, die Gauppsche Apotheke (Elternhaus und später erste Ausbildungsstätte von Carl Grünzweig) und das ehemalige Wohnhaus von Walch-Künkelin. Westlich des Marktplatzes erhebt sich die Evangelische Stadtkirche von 1477. Am Kirchplatz befindet sich die ehemalige Lateinschule, in der das Stadtmuseum untergebracht ist. In der Weststadt hinter der Kirche befinden sich das Haus am Gumpbrunnen sowie gegenüber das asymmetrische Haus auf der Mauer, das an bzw. auf die Stadtmauer gebaut wurde. In diesem auffälligen Haus wurde Ehrenbürger Gottlob Kamm geboren. Heute befindet sich ein Comic-Museum im Gebäude.

Östlich des Marktplatzes sind das ehemalige Spital, das Stadtarchiv und das Burgschloss zu finden. Es wurde von Herzog Ulrich 1538 erbaut und war Eckpfeiler der mit großem Aufwand errichteten Landesfestung. Es war neben dem Chor der Kirche so gut wie der einzige Teil der Stadt, der die Feuersbrunst von 1634, die ansonsten fast die gesamte Stadt in Schutt und Asche legte, überstand. Auf dem verfüllten Wassergraben der Festung wurde 1913 das unter Denkmalschutz stehende Forstamt im späten Jugendstil erbaut.
Weiter östlich des Schlossgartens folgt die Heilig-Geist-Kirche, die von 1952 bis 1955 wegen der anwachsenden katholischen Gemeinde gebaut wurde. Ihr stadtbildprägender Turm wurde in den 60er Jahren errichtet.

Östlich des Unteren Marktplatzes befindet sich das Gottlieb-Daimler-Geburtshaus in der Höllgasse mit einem (kleinen) Museum sowie in der Gasse dahinter das ehemalige Alte Bad.

Im Osten, nach dem Ende der Johann-Philipp-Palmstraße, der Hauptstraße in der Fußgängerzone, erhebt sich im Park am Stadthallensee die ehemalige Villa Arnold, die die Volkshochschule beherbergt. Sie wurde von dem Fabrikanten Arnold gebaut, der in Schorndorf eine Eisenmöbelfabrik besaß. Auf diesem Areal entlang der Bahnlinie befindet sich die Arnoldgalerie mit einigen Geschäften. Sie gilt als Musterprojekt der Innenstadterweiterung.

Am Bahnhof befindet sich das markante, 1962 errichtete Stellwerk, das auch als Bausatz für Modelleisenbahnen im Maßstab HO auf den Markt kam.

In der Lortzingstraße am Ziegeleisee befindet sich das im März 2008 in Betrieb genommene Hallenbad Oskar Frech SeeBad. Es ersetzte das alte Schorndorfer Hallenbad aus dem Jahre 1964.

Unter dem Spitznamen Schorni ist ein 90 Meter hoher, in Stahlbetonkonstruktion ausgeführter Fernmeldeturm im Industriegebiet Baumwasen im Schorndorfer Westen bekannt.

In den Stadtteilen gibt es folgende Kirchen:

Die evangelische Kirche Haubersbronn ist eine Chorseitenturmanlage des frühen 16. Jahrhunderts, sie wurde mehrmals erweitert und verändert. Die evangelische Pfarrkirche Oberberken wurde 1859 anstelle einer Kirche, die vor 1490 errichtet worden war, erbaut. 1974 wurde sie nochmals umgebaut. Die Schlichtener evangelische Kirche wurde 1717 als Rechtecksaal ohne Turm gebaut. Die Vorgängerkirche, eine 1460 erwähnte Kapelle, war 1707 niedergebrannt. Die evangelische Kirche Schornbach wurde 1472 gebaut, das Schiff aber erst 1722 erstellt.

Grünflächen
Kapelle auf dem alten Friedhof

Im Stadtzentrum gibt es verschiedene Grünanlagen und Parks, so zum Beispiel den Schlossgarten, der das Burgschloss einfasst. Östlich des Zentrums liegt der Park am Parksee. Dieser Park besteht aus dem ehemaligen Garten der Arnold-Villa und dem See, der aufgrund eines baulichen Irrtums entstand. Es wurde geplant, an der Stelle eine Stadthalle zu errichten, jedoch lief das Bauloch mit Wasser voll. Daher rührt die umgangssprachliche Bezeichnung Stadthallensee, die Presse sprach auch vom Lago blamabile, offiziell heißt der See inzwischen Parksee. Das Gelände und der See wurden im Jahr 2010 völlig neu gestaltet. Im Park befindet sich ein 12,5 m langes Piratenschiff aus Holz, das als Spielgerät für Kinder dient.

Kunstvolles Grabmal auf dem alten Friedhof

Des Weiteren befindet sich südlich des Schlossgartens bei der Heilig-Geist-Kirche der Alte Friedhof. Dieser weist neben bedeutenden und kunstvollen alten Gräbern auch eine Fülle von verschiedenen Baumarten auf und dient vielen als Ort der Ruhe und Erholung. Auffallend ist die kleine schmucke Kapelle. Baden-Württembergs erster Ministerpräsident, Reinhold Maier, ist auf dem Friedhof begraben.
Seit 1989 erinnert auf dem Alten Friedhof ein Mahnmal des Künstlers Reinhard Scherer an die Verfolgten und die Opfer des Faschismus. Anlass war der erstmalige Besuch einer Schorndorfer Sinti-Familie im Jahre 1988, die der NS-Vernichtung entgangen war.[26]

Gegenüber der Heilig-Geist-Kirche, am Tuller Platz, der nach der ersten Partnerstadt benannt ist, liegt der Feuersee.

Südlich von diesem folgt die Raible-Anlage, ein Park, der früher zu der Villa des ehemaligen Stadtrates gehörte und für die Bevölkerung öffentlich gemacht wurde.

Denkmäler
Ostlandkreuz, steht nördlich des Remstals auf dem Südosthang des Hungerbergs (382,3 m) auf Gemeindegebiets von Winterbach, nahe der Gemeindegrenze zu Schorndorf
Ostlandkreuz
Regelmäßige Veranstaltungen
Jedes Jahr findet am vorletzten Wochenende (Freitag-Dienstag) vor Beginn der Sommerferien das Stadtfest Schorndorfer Woche (SchoWo) statt. In der Regel ist das Mitte Juli.
Nachwuchsfestival Talente ans Mikrofon im Rahmen der SchoWo
Am Samstag vor dem SchoWo-Wochenende findet in der Schorndorfer Innenstadt alljährlich der große städtische Flohmarkt statt.
Jedes Jahr findet im Juli die Schorndorfer Motorroller-Jux-Rallye statt.
Das Kulturforum Schorndorf veranstaltet drei Jahre in Folge mit einem anschließenden Pausenjahr die Schorndorfer Gitarrentage, an denen Kurse und Konzerte auf dem Programm stehen.
Bei der Schorndorfer Kunstnacht im Herbst öffnen viele Ateliers und Museen ihre Pforten.
Weihnachtsmarkt Ende November bis kurz vor Heiligabend
Sport

Der deutschlandweit bekannteste Schorndorfer Sportverein ist der 1908 gegründete ASV Bauknecht Schorndorf, der 1975 Deutscher Mannschaftsmeister im Ringen wurde. Die Ringer-Abteilung kämpft in der Saison 2013 in der Landesliga Württemberg.[44] Auch die Turnerinnen des STV Schorndorf (früher SG Schorndorf) waren 1994 Deutscher Meister. Der Sportverein mit den meisten Mitgliedern ist die SG Schorndorf.

Seit 2008 ehrt die Stadt Schorndorf zusammen mit dem Zeitungsverlag Waiblingen jedes Jahr die Sportlerin, den Sportler und die Mannschaft des Jahres.

Persönlichkeiten
Ehrenbürger

Die Stadt Schorndorf hat folgenden Personen das Ehrenbürgerrecht verliehen:

1949, 16. Oktober: Reinhold Maier (* 16. Oktober 1889 in Schorndorf; † 19. August 1971 in Stuttgart), Verleihung anlässlich seines 60. Geburtstages
1951, 16. Dezember: Hermann Arnold (* 1. Januar 1888; † 7. Juni 1973), Fabrikant und Ehrensenator, Verleihung anlässlich seines 40-jährigen Dienstjubiläums
1954, 31. Januar: Eugen Bentel (* 21. August 1886; † 2. Mai 1969), Bürgermeister in Haubersbronn, Verleihung anlässlich der Amtseinsetzung von Bürgermeister Rettenmaier
1961, 19. Juni: Walter Arnold (* 19. Juni 1891; † 20. Oktober 1973), Fabrikant, Verleihung anlässlich seines 70. Geburtstages
1967, 21. Oktober: Gottlob Kamm (* 21. Oktober 1897; † 20. November 1973), Politiker (SPD), Staatsminister, Bürgermeister und Stadtrat, Verleihung anlässlich seines 70. Geburtstages
1986, 27. März: Karl Wahl (* 10. Juni 1909; † 22. März 1986), Stadtrat, Sozialdemokrat, Verleihung posthum
1988, 26. Februar: Fritz Abele (* 7. Januar 1915; † 18. Mai 1994), Ingenieur, Verleihung anlässlich des Auftaktes zum Barbara-Künkelin-Jahr
1998, 9. Oktober: Johann-Philipp Palm (* 9. Oktober 1918; † 8. Mai 2004), Apotheker, Verleihung anlässlich seines 80. Geburtstages
2005, 25. November: Werner Lempp (* 8. Juli 1929), Geschäftsführer, Stadtrat, Kreisrat und Christdemokrat
Söhne und Töchter der Stadt
Daimler-Denkmal, im Hintergrund Ausschnitt des Mosaiks „Die Weiber von Schorndorf“
Gaupen am Wohnhaus der Barbara Künkelin
Geboren vor 1900
Rudolf Schwenninger († um 1379), Arzt in Straßburg, Grundbesitzer in Appenweier und Mitverfasser einer der ersten deutschsprachigen Pestschriften
Caspar Bregenzer (auch Pregatzer) (* ca. 1490; † 1514), einer der Anführer des Armen Konrads; wurde in seiner Geburtsstadt Schorndorf hingerichtet
Sebastian Schertlin von Burtenbach (1496–1577), bedeutender militärischer Führer von Landsknechten
Kaspar Currer (* um 1500; † 1550/51), Philologe und Jurist
Hans Gerngroß (zwischen 1500 und 1510; † 1564), württembergischer Hofmaler
Jakob Degen (1511–1587), Jurist, Mediziner, Philosoph und protestantischer Metaphysiker
Martin Aichmann (1550–1616), württembergischer Kanzler
Melchior Nikolai (1578–1659). Professor für Theologie in Tübingen, Abt in Lorch und Adelberg
Balthasar Raith (1616–1683), Theologe, Rektor der Universität Tübingen
Josias Weitbrecht (1702–1747), bedeutendster Anatom seiner Zeit, wirkte später in St. Petersburg
Johann Heinrich Palm (1600–1633), seit 1631 Bürger von Esslingen, Stammvater der Freiherrn, Grafen und Fürsten von Palm[45]
Georg Friedrich Majer (1695–1765), württembergischer Baumeister
August Wolfgang von Kinckel (1710–1768), Rechtskonsulent des Ritterkanton Odenwald
Johann Jakob Palm (1750–1826), Buchhändler und Verleger
Ludovike Simanowiz (1759–1827), Malerin
Christian Friedrich Werner (1759–1823), Kaufmann und Schulstifter in Bessarabien
Karl Friedrich Reinhard (1761–1837), französischer Staatsmann und Schriftsteller
Johann Philipp Palm (1766–1806), in Braunau am Inn hingerichteter Buchhändler
Ferdinand Heinrich August von Weckherlin (1767–1828), württembergischer Finanzminister
Carl Christian Friedrich Weckherlin (1790–1853), württembergischer Oberamtmann
Johann Jakob Weitbrecht (1802–1852), evangelischer Ostindien-Missionar
Carl Heinrich Rösch (1807–1866), Arzt und Sozialreformer, Gründer der Heil- und Pflegeanstalt Mariaberg (heute Mariaberg e.V.)
Karl Friedrich von Sigel (1808–1872), Finanzminister des Königreichs Württemberg
Gottlieb Daimler (1834–1900), Ingenieur, Konstrukteur und Industrieller
Heinrich Mahle (1841–1887), württembergischer Oberamtmann
Carl Grünzweig (1845–1913) war ein Chemiker, Industrieller (Gründer von G+H Grünzweig und Hartmann, daraus später ISOVER entstanden) und Bürgermeister der Stadt Ludwigshafen am Rhein.
Ludwig Palmer (1856–1931), Arbeiterdichter
Julius Schmid (1865–1955), Erfinder und Unternehmer[46][47]
Hermann Maier-Leibnitz (1885–1962), Eisen- und Ingenieurbauer
Carl Schaefer (1887–1970), Arzt, Unternehmer und Politiker (FDP)
Reinhold Maier (1889–1971), Politiker (FDP), erster Ministerpräsident von Baden-Württemberg
Immanuel Carl Rösler (1891–1974), württembergischer Architekt und Heimatforscher
Walter Arnold (1891–1973), Fabrikant
August Heckel (1891–1980), Lehrer und Heimatforscher
Paul Strähle (1893–1985), Flugpionier
Gottlob Kamm (1897–1973), von 1946 bis 1948 als Staatsminister für Entnazifizierung in Württemberg-Baden zuständig
Geboren nach 1900
Oskar Frech (1902–1985), Firmengründer und Namensgeber für das neue Hallenbad, das 2008 fertiggestellt wurde
Albert Rapp (1908–1975), SS-Obersturmbannführer, zu lebenslanger Haft verurteilter Kriegsverbrecher
Karl Seiler (1910–1991), Physiker und Industriemanager
Werner Jetter (1913–2004), evangelisch-lutherischer Theologe
Edmond Haan (* 1924), französischer Fußballspieler
Hansgeorg Klenk (1924–1976), Politiker (CDU), Landtagsabgeordneter
Dieter Seelow (1939–2009), Jazzmusiker
Werner Schretzmeier (* 1944), TV-Regisseur, Autor und Dokumentarist, Mitgründer vom Theaterhaus Stuttgart
Karl-Otto Völker (* 1946), Autor und Kommunalpolitiker
Jürgen Boss (* 1947), Musiker
Hubert Seelow (* 1948), Skandinavist und Übersetzer
Matthias Seidel (* 1949), Gitarrist, Prof. Universität Mozarteum Salzburg
Gerhard Graf-Martinez (* 1952), Flamenco-Gitarrist, Autor und Komponist
Renate Völker (* 1953), Journalistin und Autorin
Robert Feldhoff (1962–2009), Science-Fiction-Autor
Petra Häffner (* 1964), Politikerin, Landtagsabgeordnete
Andreas Hutzel (* 1968), Schauspieler
Dietrich Schnabel (* 1968), Dirigent und Komponist
Konstantinos Konstantinidis (* 1972), griechischer Fußballspieler
Ricarda Lisk (* 1981), Triathletin
Sven Ulreich (* 1988), Fußballtorwart
Djibril M’Bengue (* 1992), Handballspieler
Davie Selke (* 1995), Fußballspieler
Persönlichkeiten, die vor Ort gelebt oder gewirkt haben

Berühmte Persönlichkeiten, die einen Teil ihres Lebens in oder um Schorndorf verbracht haben, sind:

Philipp Renner (vor 1480–1512), Priester, Benediktiner und Abt des Klosters St. Januarius in Murrhardt, gestorben in Schorndorf
David Wolleber (1554–1597), württembergischer Chronist, sieben Jahre in Schorndorf tätig.
Barbara Walch-Künkelin (1651–1741), Bürgermeister-Gattin, schützte 1688 Schorndorf vor französischer Plünderung durch Brigadegeneral Mélac
Friedrich David Gräter (1768–1830), einer der Begründer der wissenschaftlichen Nordistik in Deutschland, verbrachte die letzten Jahre seines Lebens in Schorndorf
Friedrich Silcher (1789–1860), Komponist, lebte von 1806 bis 1809 in Schorndorf.
Friedrich Glück (1793–1840), Pfarrer und Komponist, war ab 1829 Pfarrer in Schornbach
Georg von der Vring (1889–1968), Schriftsteller und Maler, lebte von 1943 bis 1951 in Schorndorf.
Siegfried Zimmer (* 1947), Religionspädagoge, Hochschullehrer, besuchte das Gymnasium in Schorndorf
Markus Elmer (* 1952), Fußballspieler, wohnte in den 1970er Jahren in Schorndorf
Bernd Mayländer (* 1971), Rennfahrer und Safety-Car-Pilot in der Formel 1, geboren in Waiblingen
Monika Sozanska (* 1983), Degenfechterin
Ines Österle (* 1984), Fußballspielerin, spielte von 1994 bis 2001 bei der SG Schorndorf
Trivia

Schorndorf war Drehort und Kulisse für die ARD-Serie „Der König von Bärenbach“ mit Walter Schultheiß.

Literatur
Erich Keyser (Hrsg.): Württembergisches Städtebuch (= Deutsches Städtebuch, Band IV Südwest-Deutschland, 2. Land Württemberg, Teilband Württemberg). Kohlhammer, Stuttgart 1961.
Gabriel Habermann: Schorndorf. Silberburg-Verlag, Tübingen 2005, ISBN 3-87407-661-X.
Uwe Schmidt u. a.: Geschichte der Stadt Schorndorf. Konrad Theiss Verlag, Stuttgart 2002, ISBN 3-8062-1598-7.
Weblinks
 Commons: Schorndorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikivoyage: Schorndorf – Reiseführer
 Wikisource: Schorndorf in der Beschreibung des Oberamts Schorndorf von 1851 – Quellen und Volltexte
Offizielle Website der Stadt
Informationen über den Stadtteil Schlichten und das Nassachtal
Skulpturen-Rundgang Schorndorf
Stadtwiki Schorndorf
Linkkatalog zum Thema Schorndorf bei curlie.org (ehemals DMOZ)