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Geschichte
Namensdeutung

Rainer Scharf vertritt in der offiziellen Stadtchronik die Ansicht, dass sich Suainicondorf eindeutig auf slawische Wurzeln zurückführen lässt. Im Ortsnamen wären demnach suhai (Bursche) und nica (Bergheim, -dorf) enthalten, was übertragen Burschendorf bedeuten würde. Unterstützt wird die These, dass es sich bei Schwandorf archäologisch belegt um ein Einwanderungsgebiet der Slawen handelte. Am slawischen Ursprung des Ortsnamens wird kaum mehr gezweifelt.[3]

Mit einem Personennamen Sweinikko bringt Albrecht Greule den Ortsnamen in Verbindung, in dem er als Wortwurzel althochdeutsch swein = Hirt, Knecht, Bursche annimmt. Schwandorf wäre also als Hirtendorf zu verstehen, an dessen Anfang ein Träger des Namens Sweinikko oder Sweinikka gestanden haben könnte.[4]

Ein namensgebender Bezug zu den Markgrafen des Nordgau (Bayern), den von Schweinfurt, deren Herrschaftsraum im 10. Jahrhundert auch das Naabtal umfasste, wurde in Erwägung gezogen, gilt jedoch wenig wahrscheinlich. Verworfen sind inzwischen die Theorien, nachdem der Ortsname von Schwan oder Schwein abzuleiten wäre.

Überblick zur Geschichte

Erstmals schriftlich erwähnt wurde Schwandorf im Jahr 1006 n. Chr. in einer Urkunde des Klosters Sankt Emmeram als Suainicondorf am Fluss Naba (Naab) im Bereich des Bistums Regensburg. Vorgeschichtliche Funde, zum Beispiel ein Angelhaken aus der Bronzezeit oder Urnengräber aus der Urnenfelderzeit (1200 bis 800 v. Chr.) im Stadtgebiet, sowie die Forschungen zur Herkunft des Namens der Stadt lassen eine sehr frühe, weit zurück reichende Besiedlung als sicher gelten. Im Jahr 1234 n. Chr. war Schwandorf in der Oberpfalz Sitz eines wittelbachischen Amtes, im Jahr 1286 Sitz eines Dekans und aus kirchlicher Sicht einer der Mittelpunkte des Bistums Regensburg im Nordgau. Am 5. Januar 1299 erhielt der Marktort eine städtische Verfassung, ab 1446 lassen sich vollständige Stadtrechte nachweisen.

Während des Landshuter Erbfolgekriegs wurde Schwandorf 1504 fast vollständig zerstört. In den Jahren 1555 bis 1617 war Schwandorf auf Grund des Augsburger Reichs- und Religionsfriedens, welchem sich Ottheinrich von Wittelsbach, Pfalzgraf von Pfalz-Neuburg, angeschlossen hatte, durch drei Generationen evangelisch-lutherisch und gehörte bis zur bayerischen Einigung 1777 zum Fürstentum Pfalz-Neuburg. Trotz der politischen Randlage (Grenzstadt) blieb Schwandorf durch seine Lage an einer alten Handels- und Heeresstraße nach Böhmen weiterhin wirtschaftlich ein Mittelpunkt. Im 16. Jahrhundert entstanden die meisten der heute noch erhaltenen Bauwerke der Stadt. Die Wirtschaftskraft verstärkte sich, nachdem am 12. Dezember 1859 die Bahnlinie Nürnberg–Schwandorf–Regensburg eröffnet wurde. Seit 1863, mit der Eröffnung der Bahnstrecke nach Weiden in der Oberpfalz, wurde Schwandorf ein Eisenbahnknotenpunkt von Bedeutung.

Zum Ende des Zweiten Weltkrieges, am 5. April 1945 wurde der Bahnhof zum wiederholten Mal von Tieffliegern angegriffen, dabei leisteten MG-Schützen starken Widerstand. Acht US-Tiefflieger nahmen am 10. April 1945, um 13.45 Uhr einen Zug in Schwandorf unter Beschuss. Am 17. April 1945 bombardierten in der Morgenstunde zwischen 3.52 Uhr und 4.07 Uhr kanadische und britische Bomber der Royal Air Force mit 167 Lancasters und acht Mosquitos den Bahnhof in Schwandorf. Das Bombardement mit 633,3 Tonnen Bomben verwüstete auch die Innenstadt bis hinüber zum Kreuzbergviertel. 1250 Menschen, unter diesen Flüchtlinge und Heimatvertriebene und 495 in Schwandorf Ansässige, starben bei diesem Luftangriff. 514 Häuser wurden beschädigt und 674 vollständig zerstört. Vor dem Angriff hatte Schwandorf 1361 Gebäude. Besonders betroffen war das Bahnhofsviertel, in den getroffenen Zügen starben unzählige Reisende. Wegen der zum Großteil zerstörten Bahnstrecke stoppte am 19. April bei Schwandorf ein Eisenbahntransport mit ca. 1000 Häftlingen aus dem KZ-Flossenbürg. Als ein Flugzeug auftauchte, herrschte Panik, einige Häftlinge versuchten zu fliehen. Dabei wurden 41 Häftlinge getötet, 111 konnten fliehen. Zwei Gruppen zu 417 und 389 Häftlingen mussten weitermarschieren Richtung Süden.[5] Einige Tage später am 23. April 1945 erreichten die ersten US-Verbände die Stadt Schwandorf. Die Stadt wurde anschließend von amerikanischen Truppen der 3. Armee auf ihrem Vormarsch bis zu einer im Potsdamer Abkommen vereinbarten Demarkationslinie in West- und Südböhmen besetzt, unterstand der amerikanischen Militärregierung und der Wiederaufbau begann. Der Wiederaufbau von Schwandorf dauerte noch viele Jahre nach diesem Luftangriff an.[6]

Die Stadt Schwandorf war in den Jahren 1920 bis 1972 kreisfrei. Im Zuge einer Verwaltungsreform wurde es am 1. Juli 1972 in den neu gegründeten Großlandkreis eingegliedert, erhielt den Sitz des Landratsamtes und die Bezeichnung Große Kreisstadt.

Am 28. Dezember 1972 wurde der Name der Stadt Schwandorf in Bayern amtlich in Schwandorf geändert.[7]

Leben an der Naab
Die Naab in Schwandorf

Die Naab als der wichtigste Lebensquell für die Stadt dürfte auch Ursache für ihre Gründung gewesen sein. Hier in der flachen Schwandorfer Bucht teilt sich der Fluss in drei Arme und ist so niedrig, dass eine bequeme Furt durch das Wasser möglich ist. Bereits zur Römerzeit war die Naab ein wichtiger Handelsweg von Süden nach Norden. Der Kreuzungsbereich von Straße und Fluss bot sich für eine Siedlung geradezu an. Bereits 1158 ist eine Schiffslände bezeugt. Salz und Eisen gehörten zu den wichtigsten Handelsgütern.

Mit Hilfe von Salz wurden die Fische der Naab zur Handelsware. Man bewirtschaftete zudem zahlreiche natürliche und künstliche Weiher. Der Fischreichtum und dessen Verwaltung veranlassten die Einführung eines Fischmeisteramts auf dem Nordgau, dessen erste Belege aus dem 13. Jahrhundert vorhanden sind.

Naabwehr in Schwandorf mit Spitalkirche und Pfarrkirche St. Jakob im Hintergrund

Karpfen, Brachse, Schleien, Zander, Aale, Waller, Barben, Nasen, Barsche und Hechte kann man noch heute angeln. Einst waren die Flusskrebse so zahlreich, dass sie mit Händen gefangen werden konnten und in Schubkarren zum Markt gebracht wurden.

Mit der Wasserkraft der Naab angetriebene Mühlen gehörten zu den weiteren Lebensgrundlagen.

Heute wird im Stadtgebiet mit der Wasserkraft nur noch Strom erzeugt. Auch die Frachtschifffahrt ist längst eingestellt. Kanu und Kajak haben ihren Platz eingenommen. Die Teichwirtschaft stellt immer noch einen Wirtschaftsfaktor dar, während die Flussfischerei von Sport- und Angelvereinen betrieben wird.

Im Stadtgebiet speisen folgende Bäche die Naab: Fensterbach, Els, Rotha, Haselbach mit Irlbach, Göggelbach, blauer Entengraben und Martelgraben.

Braunkohleabbau

Auf dem Gebiet der östlich gelegenen Gemeinden Wackersdorf und Steinberg am See wurde von 1906 bis 1982 von der Bayerischen-Braunkohle-Industrie AG (BBI) Braunkohle im Tagebau gefördert und im Dampfkraftwerk Dachelhofen (heute ein Stadtteil Schwandorfs) verbrannt. Das Kraftwerk mit seinen beiden je 235 Meter hohen Kaminen wurde am 18. Februar 2005 gesprengt. Aus den ausgekohlten Tagebauen entstand das Oberpfälzer Seenland, dessen größte Wasserfläche, der Steinberger See, mit knapp zwei Quadratkilometern Fläche den größten See der Oberpfalz darstellt.

Garnison

Seit 1956 hat es Bestrebung zur Ansiedlung des Bundesgrenzschutzes gegeben. Am 8. Mai 1958 kam die Zusicherung von der Bundesregierung aus Bonn über die Einrichtung einer Garnison. Bereits im Dezember konnte Richtfest gefeiert werden und am 18. Februar 1960 erfolgte der Einzug. Zu Zeiten des Kalten Krieges war Schwandorf Standort der Grenzschutzabteilung Süd 5 des Bundesgrenzschutzes. Nach Umstrukturierungen wurde Schwandorf zum Standort der Bundespolizei. Seit dem 19. Dezember 2008 befindet sich hier ein gemeinsames Zentrum von Bundespolizei und Zoll sowie bayerischer und tschechischer Polizei. Seit dem 1. Januar 2013 befindet sich hier auch Zollverwaltung der Tschechischen Republik (Zollamt des Bezirks Pilsen).

Religionen
Katholische Pfarrämter
Pfarramt St. Jakob, mit Expositur St. Peter und Paul in Haselbach, Sitz des Dekans
Pfarramt Herz Jesu
Pfarramt Zu Unserer Lieben Frau vom Kreuzberg
Pfarramt St. Paul
Pfarramt St. Andreas in Fronberg
Seelsorgeeinheit St. Josef in Dachelhofen und St. Martin in Neukirchen und St. Konrad in Ettmannsdorf
Seelsorgeeinheit St. Georg in Klardorf und St. Peter und Paul in Wiefelsdorf
Pfarramt St. Stefan in Wackersdorf, das mit der Filialkirche St. Johannes Baptist und Evangelist in Kronstetten in das Stadtgebiet von Schwandorf ragt.
Seelsorgeeinheit Theuern-Ebermannsdorf mit der Pfarrei St. Nikolaus Pittersberg, die mit dem Ortsteil Kreith in das Stadtgebiet Schwandorf ragt.
Evangelisches Pfarramt
Evangelisch-Lutherisches Pfarramt, Erlöserkirche
Evangelische Freikirchen
Evangelische Freikirche Schwandorf (Mennoniten)
Andere Religionsgemeinschaften
Neuapostolische Kirche in Bayern
Zeugen Jehovas, Königreichssaal
Moschee des Islamischen Kulturvereins Schwandorf
Judentum in Schwandorf

Nachweise für jüdisches Kulturleben gibt es seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. 1871 gab es in Schwandorf einen jüdischen Einwohner, 1900 sechs, 1910 vierundzwanzig, 1925 sechsundzwanzig jüdische Einwohner.[8] 1913 gab es auf dem Gebiet der Pfarrei Schwandorf etwa 30 Juden.[9] Die Schwandorfer Juden waren der jüdischen Gemeinde Amberg zugeteilt, ihre Toten wurden in Regensburg beerdigt. Der Amberger Lehrer und Kantor Leopold Godlewsky betreute sie bis 1938.[8]

Von 1945 bis 1950 gab es in Schwandorf eine jüdische Gemeinde, der 1946 470 Personen angehörten. Ihr Betsaal befand sich im ehemaligen jüdischen Kaufhaus Levi am Marktplatz 26. Nachdem 1948 der Staat Israel gegründet wurde, wanderten viele dieser Juden dorthin aus, andere auch in die USA.[8]

Am 23. April 2013 wurden 17 Stolpersteine zur Erinnerung an während der Zeit des Nationalsozialismus gedemütigte, entrechtete, vertriebene und ermordete Schwandorfer Juden verlegt.[10]

Schwandorf, Marktplatz 26, ehemaliges Kaufhaus Levi, 1945 bis 1950 Betsaal der jüdischen Gemeinde Schwandorf

Schwandorf, Dr.-Martin-Luther-Str. 2, Stolpersteine für die Familien Bloch und Frommer

Schwandorf, Friedrich-Ebert-Str. 12, Stolpersteine für die Familien Kohner und Karl

Schwandorf, Friedrich-Ebert-Str. 13, Stolpersteine für die Familie Friedmann

Schwandorf, Höflinger Str. 2, Stolpersteine für die Familie Waldmann

Eingemeindungen

In die bis 1972 kreisfreie Stadt Schwandorf wurden im Zuge der Gemeindegebietsreform folgende Gemeinden eingegliedert:

Hasenbuckel nördlich von Fronberg
Durch Vertrag zum 1. Juli 1972[11]
Gemeinde Ettmannsdorf bestehend aus den Ortsteilen Dachelberg, Egidienberg, Ettmannsdorf, Löllsanlage, Obersitzenhof und Sitzenhof
Gemeinde Fronberg, bestehend aus den Ortsteilen Fronberg, Irlaching, Irrenlohe und Münchshöf
Gemeinde Haselbach, bestehend aus den Ortsteilen Dauching, Haselbach, Irlbach, Matthiaszeche und Moserhütte (Im Jahr 1946 erhielt die Gemeinde Haselbach einen Teil der aufgelösten Gemeinde Breitenbrunn.[11])
Gemeinde Krondorf, bestehend aus den Ortsteilen Krondorf und Richt
Gemeinde Kronstetten, bestehend aus den Ortsteilen Bössellohe, Charlottenhof, Freihöls, Holzhaus, Kronstetten, Lindenlohe und Prissath
aus der Gemeinde Alberndorf die Ortsteile Höflarn, Nattermoos und Niederhof
Durch Bürgerentscheid zum 1. Juli 1972[11]
aus der Gemeinde Pittersberg die Ortsteile Distlhof und Kreith
Durch Regierungsbeschluss zum 1. Juli 1976[7]
Gemeinde Gögglbach mit den Ortsteilen Gögglbach, Krainhof und Naabsiegenhofen
Durch Regierungsbeschluss zum 1. Mai 1978[7]
Gemeinde Bubach an der Naab (offiziell: a. d. Naab), bestehend aus den Ortsteilen Auhof, Bubach, Doblergut, Kreuzbügerl, Strengleiten und Waltenhof.
Gemeinde Dachelhofen, bestehend aus den Ortsteilen Büchelkühn, Dachelhofen, Lange Meile und Neuwolferlohe
Gemeinde Klardorf, bestehend aus den Ortsteilen Klardorf, Oberweiherhaus, Stegen, Unterweiherhaus und Zielheim (Die Gemeinde Zielheim erhielt am 9. Juni 1950 den neuen Gemeindenamen Klardorf.[11])
Gemeinde Naabeck, bestehend aus den Ortsteilen Naabeck, Spielberg und Ziegelhütte (Bereits zum 1. April 1970 schloss sich die Gemeinde Wiefelsdorf bestehend aus den Ortsteilen Altenried, Neuried, Strießendorf, Wiefelsdorf und Wöllmannsbach der Gemeinde Naabeck an.[11])
Gemeinde Neukirchen, bestehend aus den Ortsteilen Bügerlhof, Grain, Haarhof, Hartenricht, Kager, Krumbach, Krumlengenfeld, Neukirchen, Scheckenberg und Siegenthann
durch Anschluss zum 1. Januar 1979[7]
aus der Gemeinde Büchheim der Ortsteil Kapflhof (Volkszählung 1970: fünf Einwohner).
Panorama von Schwandorf vom Aussichtspunkt Schwammerling (links: Blasturm, rechts: Turm der Pfarrkirche St. Jakob)
Brandanschlag 1988

Wie in Lübeck (1996, zehn Tote), Solingen (1993, fünf Tote), Mölln (1992, drei Tote), Rostock-Lichtenhagen (1992), Hoyerswerda (1991) gab es auch in Schwandorf (1988, vier Tote) einen ausländerfeindlichen bzw. rassistischen Brandanschlag.

In der Nacht vom 16. auf den 17. Dezember 1988 steckte der 19-jährige Auszubildende Josef Saller, Mitglied der Neonazi-Organisation Nationalistische Front, aus rassistischen Gründen in der Schwandorfer Innenstadt das Habermeier-Haus in Brand, in dem vorwiegend Türken wohnten. Durch den Brandanschlag verloren vier Menschen ihr Leben. Der Arbeiter Osman Can (49), Ehefrau Fatma (43), Sohn Mehmet (11) und der deutsche Akustiker Jürgen Hübener (47) verbrannten bzw. erstickten.[12] Am Wohnhaus der Tochter klebte ein Aufkleber, ein Hakenkreuz und die Aufschrift: „Türken raus!“[13] Zwölf weitere Bewohner retteten sich durch Sprünge aus dem Fenster und verletzten sich dabei teils schwer.[14]

Vor Gericht sagte der Täter: „Ich hasse Ausländer.“ Er wurde zu zwölfeinhalb Jahren Haft wegen besonders schwerer Brandstiftung verurteilt, einen Mord erkannten die Richter nicht.[15] 2001 kam er frei und wurde von der rechten Szene bundesweit als Märtyrer gefeiert.[16]

2008 wurde eine Tafel „Zum Gedenken an die Opfer“ und „Den Lebenden zur bleibenden Mahnung“ am wiedererrichteten Habermeier-Haus angebracht.[17] 2009 beschloss der Schwandorfer Stadtrat einstimmig eine jährlich wiederkehrende Gedenkfeier am 17. Dezember.[18]

Politik

Stadtratswahl 2014[19]
Wahlbeteiligung: 55,5 % (2008: 59,6 %)

 %403020100

36,7 %28,9 %11,7 %9,8 %6,8 %6,1 %

CSUSPDFWUWGrüneÖDP
Gewinne und Verluste

im Vergleich zu 2008
 %p 10   8   6   4   2   0  -2  -4  -6  -8-10-12

-8,2 %p
-11,2 %p+5,9 %p+9,8 %p+2,1 %p+1,5 %p
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Rathaus Schwandorf
Stadtrat

Nach der Kommunalwahl am 16. März 2014 verteilen sich die Sitze im Stadtrat auf die einzelnen Parteien und Listen folgendermaßen:

CSU SPD FW UW GRÜNE ÖDP
11 Sitze 9 Sitze 3 Sitze 3 Sitze 2 Sitze 2 Sitze

Bürgermeister
1946–1948 Dionys Bink (CSU)
1948–1958 Lorenz Sichler (SPD)
1958–1978 Josef Pichl (parteilos)
1978–2002 Hans Kraus (CSU)
2002–2014 Helmut Hey (SPD)
2014–0000 Andreas Feller (CSU)
Wappen

Das Wappen ist geteilt: oben ein wachsender, rot gekrönter Löwe auf Schwarz, unten von Silber und Blau geweckt ein schwarzer Stiefel.

Das Schwandorfer Wappen ist bis auf den Stiefel mit dem der nahe gelegenen Stadt Amberg identisch. Das Wappen gleicht auch denen der Städte Bacharach, Albersweiler und Biebelnheim, die alle um dieselbe Zeit entstanden und vermutlich aus der gleichen pfalzgräflichen Kanzlei stammen. Das älteste bekannte Siegel der Stadt Schwandorf stammt aus dem Jahr 1552 und wird im Bay. Hauptstaatsarchiv in München verwahrt. Das älteste Wappen der Stadt Amberg stammt aus der Zeit um das Jahr 1350 und wird mit den Rauten der Grafen von Bogen und einem Löwen, der später zum pfälzischen Löwen wurde, gedeutet.

Am 5. Januar 1299 hat Herzog Rudolf I. (Pfalz) (geboren 1274, Regent 1294, gestorben 1319) aus dem Hause Wittelsbach, der Stammler genannt und Bruder des späteren Königs und Kaisers Ludwig IV. der Bayer Schwandorf dieselben Rechte und Pflichten verliehen, wie er sie 1294 seiner geliebten Stadt Amberg verliehen hatte. Seit dieser Zeit sind offenbar das Stadtrecht und das Siegel beider Städte gleich.

Ebenso wie der Name Schwandorf gibt auch die Deutung des Wappenbildes der Stadt Anlass zu Vermutungen und führte zu sagenhaften Deutungen aus der Geschichte der Stadt. Pfalzgraf Ruprecht soll bei einer Hirschjagd im Morast der Naab steckengeblieben sein und seinen Stiefel verloren haben. Als die Einwohner Schwandorfs bei seinem Eintritt in die Stadt über das fehlende Beinkleid lachten, soll ihnen der Pfalzgraf den Stiefel für ihr Wappen vermacht haben. Andere Erzählungen schicken den Pfalzgrafen auf die Pirsch nach badenden Mädchen in der Naab, wobei er wieder seines Stiefels verlustig ging und dieser nachher ins Wappen von Schwandorf zur Erinnerung an das Ereignis aufgenommen wurde.

Städtepartnerschaften
Libourne (Frankreich)
Sokolov (früher Falkenau) (Tschechien)
Patenstadt
Stadt Maxhütte-Haidhof (Landkreis Schwandorf), seit 1953.[20]
Landkreis Falkenau an der Eger: 1959 übernahm die Stadt Schwandorf die Patenschaft für die aufgrund der Beneš-Dekrete aus ihrer Heimat vertriebenen deutschen Bewohner der Stadt und des Kreises Falkenau an der Eger im Sudetenland, heute Sokolov.[20]
Gemeinde Stadlern (Landkreis Schwandorf), seit 1974.[20]
Institutionen
Freiwillige Feuerwehr Stadt Schwandorf[21]
THW Ortsverband Schwandorf[22]
THW Geschäftsstelle[23]
BRK Rettungswache[24]
Sitz des BRK-Kreisverbands[24]
Johanniter Ortsverband Schwandorf[25]
Schwandorfer Tafel[26]
Wirtschaft und Infrastruktur
Die Postgartenstraße in Schwandorf in Richtung Innenstadt

Schwandorf ist das wichtigste Einzelhandelszentrum im gleichnamigen Landkreis. In der Stadt werden rund 13.350 sozialversicherungspflichtige Beschäftigte gezählt. Davon sind:

ca. 19 Prozent im Wirtschafsbereich Handel, Gastgewerbe und Verkehr
ca. 53 Prozent im Dienstleistungssektor
ca. 27 Prozent produzierendes Gewerbe tätig

Der Pendlersaldo ist positiv. Die Zahl der Einpendler übersteigt die Zahl der Auspendler um ca. 2.300.

Die meiller direct GmbH war Schwandorfs größter Arbeitgeber mit ca. 1200 Mitarbeitern. Das Tochterunternehmen der Österreichischen Post zählte zu den größten Direct-Marketing-Unternehmen Europas. Es ging im Januar 2011 in der MEILLERGHP GmbH auf. Im Bereich des produzierenden Gewerbes stellt das verarbeitende Gewerbe einen wichtigen Wirtschaftsfaktor dar. Hier sind die wichtigsten Arbeitgeber insbesondere in der Druckindustrie und in der Automobilzulieferung zu finden. Die Nabaltec AG, ein Unternehmen der chemischen Industrie, hat seinen Hauptsitz in Schwandorf.

Schwandorf ist Sitz der Schmack Biogas GmbH, die Biogasanlagen projektiert, errichtet und betreibt. Am 14. Juli 2008 hat der Betrieb die größte europäische Biogasanlage in Schwandorf in Betrieb genommen.

Verkehr
Straßenverkehr
Das Autobahnkreuz Oberpfälzer Wald (A 6/A 93) im nördlichen Landkreis Schwandorf (2011)
Flugplatz Schwandorf (2012)
Ein Citybus der Linie 102/b in der Güterhallenstraße nahe dem Bahnhof
Der Bahnhofplatz in Schwandorf
Unmittelbare Lage an der A 93 als wichtige Nord-Süd-Verbindung zwischen Autobahndreieck Hochfranken A 72 und Dreieck Holledau A 9. Durchgängige Verkehrsachse Berlin–Leipzig–Hof–Weiden–Regensburg–München (drei Anschlussstellen im Stadtgebiet: Schwandorf-Nord (Fronberg, B 85), Schwandorf-Mitte (Wackersdorf, B 85) und Schwandorf-Süd (Klardorf)).
Die Entfernung zur A 6 in Richtung Amberg-Ost – Nürnberg–Heilbronn beträgt zwölf Kilometer über die B 85, zur A 6 in Richtung Kreuz Oberpfälzer Wald–Waidhaus–Pilsen –Prag 25 Kilometer über die A 93.
B 15 Landshut–Regensburg–Schwandorf–Hof als weitere wichtige Nord-Süd-Verbindung
B 85 (teilweise vierspuriger Ausbau) Nürnberg–Amberg–Schwandorf–Cham–Passau als wichtige Ost-West-Verbindung (in Cham besteht Anschluss zur B 20 in Richtung Straubing bzw. Furth im Wald).
Schienenverkehr

Im Bahnhof Schwandorf laufen folgende Strecken zusammen:

Bahnstrecke München-Prag mit Halt in Schwandorf, durchgeführt von ALEX

In Nord-Süd-Richtung: Bahnstrecke Regensburg–Oberkotzau bzw. Schwandorf–Hof (Vogtlandbahn)
In Ost-West-Richtung: Bahnstrecke Nürnberg–Schwandorf sowie Bahnstrecke Schwandorf–Cham–Furth im Wald
In Regensburg bzw. Nürnberg besteht Anschluss an IC- und ICE-Verbindungen

Im Rahmen des Projektes Donau-Moldau-Bahn ist eine weitläufige südöstliche Umgehungskurve Schwandorfs geplant, die den bisherigen Richtungswechsel der von München nach Prag verkehrenden Züge überflüssig macht und somit zu einer Fahrzeitverkürzung führen soll.

Luftverkehr

Der Flugplatz Schwandorf hat eine 860 × 30 m große Graslandebahn.

Ferienstraße
Die Europäische Goethe-Straße führt vom tschechischen Karlsbad über Weiden, Schwandorf, Regensburg und Innsbruck bis nach Venedig.
Medien
Radio Charivari, privater Hörfunksender für die Region Ostbayern. Frequenzen für Schwandorf: 98.8 und 105.9 MHz.
gong fm, privater Hörfunksender für die Region Regensburg. Frequenz für Schwandorf: 97.3 MHz.
Lokalredaktion Der neue Tag
Lokalredaktion Mittelbayerische Zeitung
Lokalredaktion Wochenblatt
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Museen
Stadtmuseum
Im volkskundlich ausgerichteten Museum sind Gegenstände zur Geschichte und Kultur der Stadt und ihrer Oberpfälzer Umgebung aufbewahrt.
Oberpfälzer Künstlerhaus (Ortsteil Fronberg)
Darin eine Sammlung von Malerei, Grafik und Plastik bevorzugt von Oberpfälzer Künstlern.
Bauwerke
Felsenkeller in Schwandorf
Felsenkeller
Kaum ein Bauwerk der Stadt hat bis ins späte 19. Jahrhundert hinein so viel zu ihrer wirtschaftlichen Blüte beigetragen wie die tief im Eisensandstein des Holz- und Weinbergs angelegten Felsenkeller. Mehr als 130 Kellerräume sind im Schwandorfer Berg angelegt. Im Jahre 1999 wurden diese bedeutenden Baudenkmäler saniert und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.
Siehe auch: Felsenkeller
Profane Bauwerke
Der Blasturm
Der Blasturm auf einem Bild von Carl Spitzweg
Der Wendelinplatz
Der Schlesierplatz
Siehe auch: Liste der Baudenkmäler in Schwandorf
Marktplatz mit Glockenspiel und Mönchsbrunnen
Ab 1347 entwickelte sich die öde und freie Fläche zwischen der Ursiedlung und der Veste zum Zentrum der Stadt. Um die damals schon konzipierte Dreiecksform des Platzes errichteten die Bürger nach und nach ihre Häuser. Etwa um 1380 war die Besiedlung abgeschlossen. Ab 1447 stand mitten auf dem Platz das 1808 abgebrochene Rathaus. An seiner Stelle befindet sich seit 1990 ein Glockenspiel zu Ehren von Konrad Max Kunz. Der 1982 eingeweihte Mönchsbrunnen ist ein Geschenk eines ehemaligen Bürgers an seine Heimatstadt anlässlich seines 70. Geburtstages.
Pfleghof
1508 errichtete man auf Ruinen ein neues Pfleghaus. Die Ruinen sind die Reste der Burganlage Schwandorf, die 1410 als Schloss bezeichnet wurde und 1504 abbrannte. Die Namen der in Schwandorf amtierenden Pfleger sind seit 1300 namentlich belegt. 1663 wurde das Pflegamt erblich an die Freiherren von Quentel verliehen. Diese führten das Amt bis zur Verwaltungsreform 1799 aus. 1857 kam das Gebäude in den Besitz der Stadt und diente verschiedenen Zwecken, darunter als Schulhaus und von 1922 bis 2003 als Rathaus. Nach einer gründlichen Sanierung konnte das Gebäude am 28. September 2012 seiner neuen Bestimmung als Sitz der Volkshochschule und Touristeninformationsstelle übergeben werden.
Blasturm, Wahrzeichen Schwandorfs
Der Turm war vor 1494 vollendet und steht am höchsten Punkt der ehemals 1,3 Kilometer langen Stadtmauer. Der mächtige Turm diente als Lug ins Land und als Dienstwohnung für den Türmer. Heute beherbergt der Turm ein kleines Museum, das an das Türmerleben und insbesondere an den Komponisten der Bayernhymne, Konrad Max Kunz, erinnern soll. Der Blasturm diente auch Carl Spitzweg als Motiv.
Pfarrhof
Auf den gotischen Grundmauern eines Vorgängerbaues wurde 1491 der Pfarrhof gebaut. Das Gebäude war zu jener Zeit einstöckig mit einem dreigeschossigen Treppengiebel. Die Umbauten von 1569 und 1670 gaben dem Gebäude das heutige Gepräge. Seit der Restaurierung von 1991 dient das Anwesen als Kindergarten St. Jakob.
Gasthof zur Post
Wann das Gebäude errichtet wurde, konnte noch nicht ermittelt werden. Nach den Unterlagen hat das bereits aus Stein errichtete Anwesen den Stadtbrand vom 14. August 1504 nahezu unversehrt überstanden. Bereits vor 1620 war dort die Taferne Zum weißen Schwan eingerichtet. Schon seit 1635 war dort eine Poststation bekannt, obwohl erst 1742 formell das Posthalterrecht verliehen wurde. Berühmte Persönlichkeiten, darunter Johann Wolfgang von Goethe und Carl Spitzweg, machten dort Station.
Färberhaus
Der Dachstuhl des Hauses datiert aus dem Jahr 1559. Das Haus wurde aus Sandsteinquadern und Bruchsandstein aus dem Sandsteinvorkommen am Weinberg hergestellt. Im Inneren dominiert eine in der gesamten Oberpfalz einmalige steinerne Rauchkuchel mit offenem Kamin im ersten Obergeschoss.
Hierlhaus
Das Gebäude stammt aus dem Jahre 1577. Im Inneren windet sich eine Sandstein-Spindeltreppe vom Erdgeschoss bis ins Dachgeschoss. Solche Treppen sind in der Oberpfalz nur noch wenige erhalten.
Spitalkirche
Die 1657 nahe dem früheren Amberger Stadttor neu erbaute Kirche steht in Zusammenhang mit der am 10. Februar 1443 von Pfalzgraf Johann (Pfalz-Neumarkt) bei Rhein auf seinem Sterbebett gegründeten Spitalstiftung. 1994 zog die Spitalstiftung in ihr neu erbautes Gebäude an der Bahnhofstraße. Von 1999 bis 2003 baute man die bisherigen Spitalgebäude zum neuen Rathaus der Stadt um. Die Kirche wurde am 12. Juni 2001 profaniert und danach grundlegend saniert. Heute steht sie als Veranstaltungsraum zur Verfügung.
Stadtmuseum
Bereits seit 1584 sind die Eigentümer dieses „Freihauses“ bekannt. Von 1834 bis 1845 war dort die Marien-Apotheke ansässig. 1862 zog der Magistrat in das Haus. Am 22. Mai 1963 öffnete das Museum seine Pforten. Von 1986 bis 1989 wurde das Gebäude generalsaniert und der Museumsbestand neu geordnet.
Bengler-Haus
Das Haus aus der Mitte des 16. Jahrhunderts stellt mit seinem Treppengiebel und Erker ein prägendes Gebäude am Marktplatz dar. Eine Besonderheit ist der Ostgiebel mit seinem Fachwerk. Die Eigentümer erhielten im Juni 2016 die bayerische Denkmalschutzmedaille für die vorbildliche Sanierung verliehen.
Schloss Fronberg im Stadtteil Fronberg
Hammerschloss im Stadtteil Ettmannsdorf
Neues Schloss im Stadtteil Ettmannsdorf
Wasserkraftwerk im Stadtteil Ettmannsdorf
Schloss Naabeck im Stadtteil Naabeck
Jagdschloss Charlottenhof im Stadtteil Kronstetten
Der Schlossherr von Fronberg erbaute 1873 das Schlösschen und nannte es nach dem Vornamen seiner Ehefrau Charlotte von Künsberg Freifrau von Fronberg, einer geborenen Gräfin von Schönborn-Buchheim und geschiedenen Gräfin von Arco-Valley. 1895 wurde das Gebäude im heutigen Stil umgebaut. 1989 erwarb es die Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz und betreibt dort ein Management- und Technologiezentrum.
Verwaltungsgebäude für den Zweckverband Müllverwertung Schwandorf
Der im Mai 2008 fertiggestellte Neubau ist die Realisierung eines Vorschlags „gebaute Landschaft“. Der international tätige Architekt Bernd Lederle vom Büro archimedialab in Stuttgart/Shanghai konzeptionierte einen eindrucksvollen und markanten Baukörper.
Kirchen
Pfarrkirche St. Jakob
Klosterkirche auf dem Kreuzberg
Anti-WAA-Votivtafel in der Klosterkirche
Katholische Pfarrkirche St. Jakob
Der Bau wurde 1400 abgeschlossen. Die neue Pfarrkirche entstand mitten im Friedhof gleich neben der vorherigen vermutlichen Burgkapelle St. Anna. 1470 musste St. Jakob bereits erweitert werden und seit 1486 wird der Bergfried der Burganlage als Kirchturm verwendet. Die zweite Kirchenerweiterung erfolgte von 1866 bis 1873 auf die heutige Größe. Nach mehreren Innenumgestaltungen sind nun verschiedene Stilelemente erkennbar. Bedeutend sind im Inneren verschiedene Grabmäler. Das Fenster über dem Hauptportal zeigt die seltene Darstellung der Heiligen Dreifaltigkeit im Bild des Gnadenstuhls. 1913 wurde der Kirchturm nach den Plänen von Georg von Hauberisser neu gestaltet.
Katholische Pfarr- und Klosterkirche Zu Unserer Lieben Frau vom Kreuzberg
Von 1678 bis 1680 erbaute die Bürgerschaft der Stadt eine Kapelle auf dem Kreuzberg. Zu dem darin aufgestellten Marienbild (eine Nachbildung des Gnadenbildes Mariahilf von Lucas Cranach dem Älteren in St. Jakob zu Innsbruck) entwickelte sich rasch eine Wallfahrt. Bereits von 1697 bis 1699 musste die Kapelle vergrößert werden. Eine zweite Vergrößerung wurde 1784 abgeschlossen. Dieses nun barocke Gotteshaus wurde bei einem Bombenangriff 1945 fast vollständig zerstört. Das Gnadenbild blieb dabei unversehrt. Von 1949 bis 1952 erfolgte der Wiederaufbau in einer modernen Stilrichtung.
Evangelische Erlöserkirche
Nach Jahren der „Wanderschaft“ in privaten und öffentlichen Gebäuden konnte die evangelische Kirchengemeinde 1872 den Grundstein für ein eigenes Gotteshaus legen. In mehreren Abschnitten wurde daran gebaut und erst 1889 konnte mit dem Dachreiter als Glockenturm der Bau abgeschlossen werden. 1945 wurde das Gotteshaus mit zwei weiteren in der Stadt vollständig zerstört und 1949 an derselben Stelle der Grundstein für die heutige Kirche gelegt. Für den Bau zeichnete Gustav Gsaenger als Architekt verantwortlich. Die stark wachsende Kirchengemeinde erforderte bereits 1962 eine Erweiterung. Der 30 Meter hohe Turm gibt nun dem Bahnhofsviertel seinen bestimmenden Akzent. Nach Ostern 2009 begann ein grundlegender Umbau der Kirche, der an Pfingsten, den 24. Mai 2010, mit der Einweihungsfeier abgeschlossen wurde.
Katholische Filialkirche St. Johannes Baptist und Evangelist in Kronstetten
Die alte Wehrkirche wird in das 13. Jahrhundert datiert. Das Zentrum des Altars bildet eine Mutter-Gottes-Statue mit Kind auf einer Mondsichel. Die Figur ist der Gnadenmutter von Altötting nachgebildet. Zu dieser Statue bildete sich im 17. Jahrhundert eine Wallfahrt.
Katholische Filialkirche St. Salvator in Naabsiegenhofen
Die Baumerkmale weisen auf eine Entstehung im 12. Jahrhundert hin. Der Ortsadel errichtete die Kirche, die wohl zu einer längst abgetragenen Burg gehörte. Das Bauwerk steht wehrhaft an einem steilen Abhang. Die nur 120 Quadratmeter große Kirche ist noch ursprünglich erhalten.
Katholische Pfarrkirche St. Peter und Paul in Wiefelsdorf
In einer Urkunde von Papst Lucius III. vom 30. April 1183 wurde dem Domkapitel in Regensburg der Besitz der Kirche bestätigt. Obwohl erst so späte schriftliche Zeugnisse überliefert sind, soll die Kirche in Wiefelsdorf bereits um 800 als Urpfarrei bestanden haben. Das Kirchengebäude kann in seinen wesentlichen Bestandteilen in die romanische Bauperiode zurückgeführt werden. In den Jahren 1444/45 erfolgte eine grundlegende Sanierung. 1748 wurde die Kirche erweitert und im Stil des Barocks eingerichtet. Seit der Innenrenovierung von 1996 zeigt die Kirche wieder den vollen barocken Glanz. Die spätgotische Marienstatue ist Anziehungspunkt vieler Wallfahrten. Heute wird das schmucke Gotteshaus gern als Traukirche genutzt.
Parks
Die Pesserlstraße mit der Adenauer-Brücke und dem Kreuzberg im Hintergrund
Die Adenauer-Brücke vom Wendelin-Platz aus gesehen
Allee zum Kreuzberg – Fichtlanlage
Bereits 1859 wurde die Allee angepflanzt. Heute umfasst sie neben einem Rundweg um den Kreuzberg drei Spielplätze und einen Springbrunnen.
Schwammerling
Im Jahre 1910 legte die Stadt den Park an. 1926 hat ein Verein einen hölzernen Pilz als Aussichtspunkt mit Blick ins Naabtal errichtet.
Stadtpark
Im Zuge der Altstadtsanierung entstand 1986 der Park auf einer Naabinsel, dem sogenannten Hubmannwöhrl.
Schlosspark
Er liegt beim Schloss Fronberg im Stadtteil Fronberg. Im Park gibt es mehrere Denkmäler und einen zum Teil 300-jährigen Baumbestand. Der Park ist zwar Privatbesitz und nicht öffentlich zugänglich. Er kann aber mit Führungen (zu buchen über die Volkshochschule) oder bei Schlosskonzerten besichtigt werden.
Parkanlage bei der Kebbel-Villa
Nach der Sanierung des Gebäudes 1988 wurde auch der Park der Villa für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht.
Naabauen
Vom Stadtteil Krondorf bis nach Ettmannsdorf zur Mündung des Haselbaches zieht sich ein mehrere Kilometer langer Rad- und Spazierweg entlang dem Naabufer. Drei Spiel- und Bolzplätze liegen am Wegrand.
Schutzgebiete
Charlottenhofer Weihergebiet
Das 830 Hektar große Gebiet ist das zweitgrößte Naturschutzgebiet der Oberpfalz. Seltene Pflanzen und eine reiche Tierwelt können erkundet werden. Die Stadtverwaltung bietet hierzu Führungen an.
Das Naturschutzgebiet Hirtlohweiher bei Schwandorf

Regelmäßige Veranstaltungen
Der Marktplatz
Wöchentlicher Bauernmarkt am Freitag (Marktplatz)
Wöchentlicher Viktualienmarkt am Samstag (Marktplatz)
Musik zur Marktzeit (Pfarrkirche St. Jakob)
Österlicher Bauernmarkt (Tierzuchtzentrum)
Erntedank Markt (Tierzuchtzentrum)
Weihnachtlicher Bauernmarkt (Tierzuchtzentrum)
Dreikönig-Markt, Sonntag nach 6. Januar (Marktplatz)
Maimarkt, 1. Sonntag im Mai, verkaufsoffener Sonntag (gesamte Stadt)
Fronleichnamsmarkt, Sonntag nach Fronleichnam (Marktplatz)
Jakobi-Markt, Sonntag nach dem 25. Juli, verkaufsoffener Sonntag (gesamte Stadt)
Herbstmarkt, letzter Sonntag im Oktober, verkaufsoffener Sonntag, sogenannter Mantelsonntag (gesamte Stadt)
Weihnachtsmarkt im Advent (Marktplatz)
Pfingstvolksfest (Krondorfer Anger)
Bürgerfest alle zwei Jahre im Juli, nächstes 2019 (gesamte Altstadt)
Christkindl anblasen, 24. Dezember um 17.00 Uhr (Marktplatz)
Bildung und Forschung
Grundschulen
Gerhardinger Grundschule
Lindenschule
Grundschule Ettmannsdorf
Grundschule Fronberg
Grundschule Klardorf-Bubach
Private Grundschule Döpfer
Grund- und Mittelschulen
Kreuzbergschule
Mittelschule
Mittelschule Dachelhofen
Realschulen
Mädchenrealschule St. Josef
Konrad-Max-Kunz-Realschule
Gymnasien
Carl-Friedrich-Gauß-Gymnasium
Staatliche Fachoberschule und Berufsoberschule
Weitere Schulen
Berufliches Schulzentrum Oskar-von-Miller, staatliche Berufsschule
Sonderpädagogisches Förderzentrum Schwandorf
Berufsschule zur sonderpädagogischen Förderung, Haus des Guten Hirten
Berufsfachschule für Krankenpflege im St.-Barbara-Krankenhaus
Berufsfachschule für Altenpflege und Altenpflegehilfe, Peter Hiebl gGmbH
berufliches Fortbildungszentrum der Bay. Wirtschaft (bfz) gGmbH
Kolping-Bildungswerk, Förderung der Berufsbildung
Kath. Erwachsenenbildung im Landkreis Schwandorf e. V.
Musikschule Schwandorf
Volkshochschule Schwandorf
Private Berufsfachschulen für Physiotherapie, Ergotherapie, Altenpflege der Döpfer Schulen GmbH
Private Fachakademie für Sozialpädagogik der Döpfer Schulen GmbH
Persönlichkeiten
Ehrenbürger
Christoph Höflinger (1795–1873), Priester, Stifter
Christian Augustin (1797–1877), Unternehmer, Stifter
Johann Höfler (1830–1900), Lehrer
Michael Luber (1847–1921), Lehrer
Josef Kederer (1833–1905), Domkapitular
Josef Past (1815–1893), Priester, Stifter
Josef Obelt (1840–1917), Lehrer
Georg Eisenhart (1844–1922), Unternehmer
Andreas Kebbel (1842–1922), Unternehmer
Christian Augsburger (1859–1925), Unternehmer
Julius Braun (1858–1935), Unternehmer
Josef Bendl (1843–1928), Pater
Friedrich-Walter Böttcher (1871–1945), Unternehmer
Franz Xaver Fichtl (1858–1948), Lehrer
Eduard Moosburger (1867–1939), Gemeindeschreiber in Dachelhofen
Adolf Brückl (1885–1966), Studiendirektor
Ludwig Spießl (1906–1996), Dekan
Gotthard Dimpfl (1909–1994), Dekan
Georg Ruhland (1909–1982), Priester
Hans Hilbert (1895–1972), Lehrer
Ludwig Hofbauer (1880–1957), Tierarzt
Hans Rösch (1902–1976), Bayernwerkdirektor
Alois Wild (1883–1972), Dekan
Heinrich Engelhardt (1885–1978), Stadtbaumeister
Rudolf Danhardt (1901–1990), Unternehmer
Xaver Detter (1905–1969), Bürgermeister
Walter Haschke (1913–1989), Landrat
Josef Hiltl (1889–1979), Weihbischof
Johann Diller (1898–1985), Bürgermeister
Sebastian Auhofer (1902–1976), Jurist
Georg Klitta (1907–1988), Studiendirektor, Historiker
Joseph Rappel (1900–1984), Studienrat, Historiker
Franz Sackmann (1920–2011), Politiker (CSU)
Franz Sichler (1909–1985), Landtagsabgeordneter
Georg Feldmeier (1923–1996), Bürgermeister
Josef Pichl (1914–1996), Oberbürgermeister, (CSU)
Hans Kraus (1939–2008), Oberbürgermeister, (CSU)
Hans Schuierer (* 1931), Landrat (SPD)
Helmut Hey (* 1951), Oberbürgermeister (SPD)
Josef Zilch (* 29. Mai 1928 in Schwandorf) ist ein deutscher Dirigent und Komponist.

Paul von Hindenburg, Adolf Hitler und dem kommissarischen Innenminister Adolf Wagner wurden die in der Zeit des Nationalsozialismus verliehenen Ehrenbürgerrechte am 23. Februar 1948 wieder aberkannt.[27]

Söhne und Töchter der Stadt
Johann Kasimir Röls (* 2. März 1646; † 8. Februar 1715 in Augsburg), von 1708 bis 1715 Weihbischof von Augsburg; Titularbischof von Amykae
Johann Philipp Röls (* 29. Januar 1659; † 7. Mai 1723), wurde als Zisterzienserpater Rogerius am 15. April 1698 zum Fürstabt in Kaisheim gewählt.
Johann Leonhard Röls (getauft 10. Juli 1663; † 11. September 1748 in Donauwörth); wurde als Benediktinerpater Amandus am 19. Februar 1691 zum Abt des Klosters Hl. Kreuz in Donauwörth gewählt.
Joseph Fiertmair (* 18. Februar 1702; † 24. Juni 1738 in Rottenburg); war Schüler von Cosmas Damian Asam mit Christoph Thomas Scheffler er war ein überaus fähiger aber leider früh verstorbener Barockmaler.
Andreas Strobl (* 23. Januar 1703; † 30. März 1758 in Agar/Indien); Jesuit, Missionar in Indien
Franz Xaver Holl (* 22. November 1720; † 6. März 1784 in Heidelberg); Jesuit und Professor für Kirchenrecht an der Universität Heidelberg
Johann Georg Holzbogen (* 15. August 1727; † 7. September 1775); Hofkomponist des bayerischen Herzog Clemens Franz
Johann Wolfgang Nast (* 12. September 1805 in Schwandorf; † 13. Februar 1856 in München); katholischer Stadtpfarrer von Sulzbach, Dekan in Amberg, 1848–1849 und 1855–1856 Abgeordneter des Bayerischen Landtags und Verfasser eines (gegen den Sulzbacher Rabbiner Wolf Schlessinger gerichteten) judenfeindlichen Artikels im Sulzbacher Wochenblatt (9. Mai 1849)
Konrad Max Kunz (* 29. April 1812; † 3. August 1875 in München); Komponist der Bayernhymne
Caroline von Holnstein geborene Freiin von Spiering und in zweiter Ehe Freifrau Künsberg von Fronberg
Sebastian Gleißner (* 27. Januar 1829; † 1. Oktober 1890 in Traunstein), Reichstagsabgeordneter (Zentrum)
Elise Eigner richtig Elisabeth Maria (* 4. März 1867) (Schwester der Nachfolgenden Pauline Eigner) Kunstmalerin, verheiratet mit dem Kunstmaler Max Feldbauer
Georg Escherich (* 4. Januar 1870; † 26. August 1941 in Isen), Gründer der Organisation Escherich
Karl Escherich (* 18. September 1871; † 22. November 1951 in Kreuth), Zoologe
Martin Treu (* 18. Dezember 1871 in Haselbach bei Schwandorf; † 21. November 1952 in Nürnberg) war von 1919 bis 1933 zweiter Bürgermeister und im Jahr 1945 Oberbürgermeister der Stadt Nürnberg.
Pauline Eigner-Püttner (* 5. März 1872; † 5. November 1960 in Bad Aibling); Kunstmalerin und Ehefrau von Walter Püttner
Johann Baptist Clemens Schaumberger (* 23. September 1885; † 27. August 1955 in Gars am Inn); war ein deutscher Altorientalist und Wissenschaftshistoriker
Josef Hiltl (* 30. August 1889; † 20. April 1979 in Regensburg); war von 1951 bis 1979 Weihbischof von Regensburg; Titularbischof von Constantine
Augustin Rösch (* 11. Mai 1893; † 7. November 1961 in München); Jesuitenprovinzial, Widerstandskämpfer und Mitglied Bayerischer Senat
Franz Sales Gebhardt-Westerbuchberg (* 29. Januar 1895; † 17. Februar 1969 in Westerbuchberg/Übersee am Chiemsee); Kunstmaler
Konrad Rittmeyer (* 16. Februar 1919; † 17. März 2009 in Veitshöchheim), deutscher Militär
Friedrich Gebhardt Pseudonym Eugen Oker (* 24. Juni 1919; † 14. März 2006 in München); Schriftsteller, Spielekritiker
Josef Federer (* 19. April 1921; † 6. September 2014); war 24 Jahre lang Bürgermeister in Mühldorf am Inn und seit 1990 dort auch Ehrenbürger
Walther H. Heiss (* 1. Juli 1932), Kinderchirurg
Peter Mayer (* 8. Oktober 1938; † 11. Januar 2009), Bildhauer
Joseph von Westphalen (* 26. Juni 1945), Schriftsteller
Joachim Hanisch (* 25. Mai 1948), Politiker der Freien Wähler (FW) in Bayern
Dorothea Steiner (* 21. August 1948), Politikerin
Helmut Wagner (* 24. August 1951), Wirtschaftswissenschaftler
Emilia Müller (* 28. September 1951), Politikerin
Karl-Georg Loritz (* 6. Februar 1953), deutscher Jurist
Ferdinand Glaser (* 25. Juli 1954; † 19. August 2014), Fußballspieler und -trainer
Stefan Mickisch (* 5. Juli 1962), Pianist
Hubert Obendorfer (* 29. Januar 1965), Koch und Hotelier, mit einem Stern im Guide Michelin ausgezeichnet
Josef Zinnbauer (* 1. Mai 1970), Fußballspieler und -trainer
Susanne Lehnfeld (* 1972), Musikautorin
Anja Utler (* 1973), Lyrikerin
Tobias Thalhammer (* 7. August 1979), Politiker
Personen, die mit der Stadt in Verbindung stehen
Hans Krafft von Vestenberg († 19. August 1564 in Schwandorf, begraben in der Pfarrkirche St. Jakob) war pfalzgräflicher Landrichter und Pfleger in Burglengenfeld und nach dem Staatskonkurs des Herzogtums Pfalz-Neuburg am 3. Februar 1544 als Vorsitzender der Landschaft vom 20. August 1544 bis 15. August 1552 der höchste Vertreter des Staates.
Freiherr Goswin von Spiering (* 1585; † 2. April 1638 in Neuburg an der Donau) Ihm wurde 1623 das Schloss Fronberg verliehen und er war Statthalter des Fürstentums Pfalz-Neuburg.
Oskar Miller, ab 1875 von Miller (* 7. Mai 1855 in München; † 9. April 1934 ebenda) war ein deutscher Bauingenieur. Er wurde als Wasserkraftpionier und Begründer des Deutschen Museums bekannt. 1895 ersteigerte er im heutigen Stadtteil Ettmannsdorf das Hammerwerk und richtete dort ein Elektrizitätswerk ein. Im März 1927 startete er hier einen weltweit bedeutsamen Versuch. Wagemutige Hausfrauen begannen unter seiner Anleitung das „elektrische Kochen“. Ein Jahr später waren bereits 65 Elektroküchen in Betrieb. Bis zum September 1929 war ihre Zahl bereits auf 160 gestiegen.
Randolph Freiherr von Breidbach-Bürresheim (* 10. August 1912 in Bonn; † 13. Juni 1945 im KZ Sachsenhausen) war Jurist und gehörte zum Kreis des deutschen Widerstandes vom 20. Juli 1944. Seinen Eltern gehörte das Schloss Fronberg. Er verbrachte dort seine Jugend.
Franz Sackmann (* 17. Dezember 1920 in Kaiserslautern; † 14. Oktober 2011 in Roding) war ein deutscher Politiker. Er war Mitglied des Bayerischen Landtags, Landrat des Landkreises Roding und Staatssekretär im bayerischen Wirtschaftsministerium. Zudem war er Gründungsmitglied der CSU. Seit 1977 Ehrenbürger der Stadt Schwandorf.
Ferenc Sidó [ˈfɛrɛnʦ ˈʃidoː] (* 18. April 1923; † 6. Februar 1998 in Budapest) war ein ungarischer Tischtennisspieler. Er war 1953 Einzel-Weltmeister. Zweimal wurde er Weltmeister im Doppel, viermal im Mixed und viermal mit dem ungarischen Team. 1960 gewann er die Europameisterschaft im Einzel. Er war aktiver Spieler beim TTF Schwandorf.
Papst emeritus Benedikt XVI. (* 16. April 1927) ist seit dem 19. März 2006 Ehrenmitglied des 1874 gegründeten Josefi-Vereins Schwandorf. Die Ehrenurkunde wurde am 29. März 2006 vom Vorsitzenden Josef Andree und Kassier Josef Heisler bei einer Audienz in Rom überreicht.
Pierre Brice (* 6. Februar 1929 in Brest, Frankreich; † 6. Juni 2015 in Paris), Winnetou-Darsteller, war mit der in Schwandorf geborenen Hella Krekel verheiratet.
Hansjörg Wagner (* 3. August 1930 in Berlin; † 14. Mai 2013 in München) war ein deutscher Zeichner, Maler und Bildhauer. Er gestaltete den Bullen beim Tierzuchtzentrum in Schwandorf.
Walter Odersky (* 17. Juli 1931 in Neustadt/Oberschlesien) war von 1988 bis 1996 Präsident des Bundesgerichtshofs; er verbrachte seine Jugend in Schwandorf.
Ingomar Grünauer (* 11. August 1938 in Melk) ist ein österreichischer Komponist der Gegenwart. Er war von 1968 bis 1982 Lehrer an Grund- und Hauptschulen in Schwandorf.
Willy Meyer (* 17. März 1937 in Amberg) ist ein ehemaliger deutscher Fußballspieler, der im ersten deutsch-deutschen Ausscheidungsspiel vor den Qualifikationsspielen zu den Olympischen Sommerspielen 1960 in Rom, am 16. September 1959 im Berliner Walter-Ulbricht-Stadion, in der deutschen Fußballnationalmannschaft der Amateure gegen die Fußballnationalmannschaft der DDR spielte. Er spielte in Schwandorf Fußball.
Heiner Riepl (* 1948), Maler und Grafiker, leitete von 1988 bis 2013 das Künstlerhaus Oberpfalz in der Kebbel Villa.
Peter Bauer (* 10. März 1949 in Schönwald/Oberfranken) ist ein deutscher Kommunal- und Landespolitiker (Freie Wähler). Er verbrachte seine Jugendzeit in Schwandorf.
Franz Schindler (* 13. Januar 1956 in Teublitz) ist ein bayerischer Rechtsanwalt und Landtagsabgeordneter der SPD. Er wohnt in Schwandorf und Mitglied des Stadtrates.
Florian Thalhofer (* 1972 in Burglengenfeld) ist ein deutscher Dokumentarfilmer und Medienkünstler. Seine Eltern leben in Schwandorf. Er verbrachte hier seine Jugend.
Anna Maria Sturm (* 1982 in Regensburg) ist Schauspielerin und ab 2011 als Ermittlerin in den Polizeiruf-110-Folgen des Bayerischen Rundfunks zu sehen. Sie wuchs in Schwandorf auf.
Oliver Fink (* 6. Juni 1982 in Hirschau) ist ein deutscher Fußballspieler und spielte beim 1. FC Schwandorf.
Literatur
Georg Klitta: Das Finale des Zweiten Weltkrieges in Schwandorf. 1970, DNB 577236644.
Joseph Pesserl: Chronik und Topographie von Schwandorf. In: Verhandlungen des Historischen Verein für Oberpfalz und Regensburg. 1865. (Nachdruck: 1989, ISBN 3-923006-78-0)
Alois Schmid: Schwandorf: Der lange Weg vom Dorf zur Stadt. Festvortrag an der Ludwig-Maximilian-Universität München vom 22. Juli 2006 anlässlich des 1000-jährigen Stadtjubiläums.
Franz Sichler, Wolfsteiner (Bearb.): Berühmte Schwandorfer Persönlichkeiten, Begleitschrift zur Ausstellung im Jubiläumsjahr 2006.
Ludwig Weingärtner in Zusammenarbeit mit dem Stadtbauamt: Schwandorfer Kulturleitsystem. September 2006.
Alfred Wolfsteiner: Schwandorf im Bombenhagel (mit Archivbildern). Sutton Verlag, 2005, ISBN 3-89702-803-4.
Stadt Schwandorf (Hrsg.): Schwandorf in Geschichte und Gegenwart. Stadtchronik in 2 Bänden, Schwandorf 2001.
Alfred Wolfsteiner: Schwandorf 1000 Jahre Geschichte an der Naab. 2006, DNB 980609844.
Stadtadressbuch Schwandorf. Ausgabe 2007.
17. April 1945 – Zerstörung der Stadt Schwandorf. In: Günther Rambach: Hakenkreuz und Martinskirche – Schicksalsjahre in der Oberpfalz 1933–1959. Ensdorf 2010, ISBN 978-3-00-031635-7.
Weblinks
 Commons: Schwandorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikivoyage: Schwandorf – Reiseführer
 Wikisource: Schwandorff in der Topographia Bavariae (Matthäus Merian) – Quellen und Volltexte
Luftbilder der Stadt – (Oberpfalz-Luftbild)
Eintrag zum Wappen von Schwandorf in der Datenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte
Schwandorf: Stadt der Bayernhymne – (HdBG)
Stadtgeschichtliche Aufsätze – (Weingärtner)
Schwandorf: Amtliche Statistik des LfStat