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Geschichte
Burg Sehusa, heute Amtsgericht Seesen

Der Ort entstand an einer Wegkreuzung und wurde Standort eines Königshofes. Otto II. schenkte ihn dem Stift Gandersheim. Die Herren von Woldenberg und das Hochstift Hildesheim übernahmen im nahegelegenen Ambergau Teile des Herrschaftsraums der Billunger. Der Name Seesen geht zurück auf einen See, der mittlerweile verschwunden ist. Im Mittelalter war als Ortsname Sehuson (Seehausen) gebräuchlich. Als die Braunschweiger Herzöge die Vogtei über das Stift übernommen hatten, kam 1279 Seesen an Wilhelm I. (Braunschweig) und 1345 zum Fürstentum Göttingen. Im 13. Jahrhundert bildete die Burg Sehusa in Seesen den Mittelpunkt eines Verwaltungsbezirks. Die Herzöge von Braunschweig überließen die Ausübung der Gerichtsbarkeiten in ihren Territorien häufig Vögten, und so wird für das Jahr 1287 ein iudex et vorstmester genannt, dessen Zuständigkeitsbereich sich auf das Harzgebiet zwischen Sieber und Oder erstreckte. 1314 wurde das zur Burg gehörige Gericht an die Stadt Goslar verpfändet cum ducatu et vorstehove nostro. 1448 zählten zur Vogtei Seesen mehrere Hütten.[4] Im 15. Jahrhundert verpfändeten die Fürsten den Ort vorübergehend an die Herren von Cramm. Einen mittelalterlichen Einwohnerzuwachs erfuhr Seesen durch Zuzug aus umgebenden, dadurch wüst gefallenen Dörfern. Heinrich I. (Braunschweig-Wolfenbüttel) verkaufte Burg und Ort an verschiedene im Umland begüterte Adelige. Bischof Johannes eroberte und zerstörte den Ort 1522. Der unter Zusicherung fürstlicher Privilegien wieder aufgebaute Ort wurde im Dreißigjährigen Krieg und einem Stadtbrand erneut zerstört, so dass eine Neuanlage erforderlich wurde. Die erste Kapelle St. Vitus wurde zur Kirche ausgebaut und Sitz eines Archidiakonats, das nach der Reformation zur Superintendentur wurde. Im 18. Jahrhundert verfiel die Kirche jedoch, da die Bürger St. Andreas bevorzugten. Zu westfälischer Zeit gehörte der Ort zum Distrikt Einbeck und wurde danach zu einem der Eisenbahnknotenpunkte der Gegend. Im 20. Jahrhundert gehörte Seesen zum Freistaat Braunschweig.

Seit Mitte des 18. Jahrhunderts wohnten in Seesen Menschen, die der jüdischen Religion angehörten. Sie gründeten im 19. Jahrhundert Einrichtungen jüdischer Kultur, wie eine Schule, ein Waisenhaus, eine Mikwe und eine Synagoge. Die Jacobsonschule wurde 1801 durch den Landesrabbiner Israel Jacobson gegründet und nahm bald auch christliche Schüler auf. Die Schule war Internat für externe Schüler und Stadtbewohner. Im 20. Jahrhundert wurde die damalige Realschule in ein Gymnasium umgewandelt. Israel Jacobson stiftete 1806 auch den jüdischen Friedhof. 1827 wurde eine Mikwe eingerichtet. 1851 wurde das jüdische Waisenhaus durch den Sohn Meyer des Israel Jacobson gegründet. Auch dieses Haus nahm christliche Kinder auf. Die Schule hatte von Anfang an einen Betraum, den auch die Mitglieder der jüdischen Gemeinde benutzten. Später wurde im Innenhof der Schule eine Synagoge errichtet. Anfang des 20. Jahrhunderts nahm die Zahl der Juden ab. Mit dem Beginn des Nationalsozialismus, Anfang 1933, gab es noch etwa 50 Juden in Seesen. Mitte März war Seesen einer der ersten Orte im Lande Braunschweig, in denen SA- und SS-Einheiten „politische Feinde“ und Juden verhafteten und misshandelten. Dabei gab es bereits einen Toten. Max Bremer, der Inhaber des jüdischen Warenhauses Bloch und Bremer, wurde vermutlich von „SA-Einheiten verhaftet und zu Tode geprügelt“.[5] In der Reichspogromnacht wurde die Synagoge niedergebrannt. Kirchlich gehört das Gebiet heute zur Propstei Seesen (evangelisch) und zum hildesheimischen Dekanat Alfeld-Detfurth (katholisch). Nach dem Kriegsende 1945 kam Seesen zu Land Niedersachsen.

Seesen gehörte zum Landkreis Gandersheim bis dieser am 1. August 1977 aufgelöst wurde und Seesen zum Landkreis Goslar kam.

Eingemeindungen

Am 1. Juli 1972 wurden die Gemeinden Bilderlahe (bisher im Landkreis Hildesheim-Marienburg), Engelade, Herrhausen, Ildehausen, Kirchberg und Münchehof (schon vorher Landkreis Gandersheim) eingegliedert. Am 1. März 1974 kamen Bornhausen, Groß Rhüden, Klein Rhüden und Mechtshausen (bisher im Landkreis Hildesheim-Marienburg) hinzu.[6]

Einwohnerentwicklung
Einwohnerentwicklung von 1821 bis 2015

Jahr Einwohner
1821 8.061
1848 9.936
1871 10.229
1885 11.000
1905 13.114
1925 14.394
Jahr Einwohner
1933 14.721
1939 15.256
1946 24.435
1950 26.533
1956 23.462
1961 23.112
Jahr Einwohner
1968 23.287
1970 23.936
1975 23.577
1980 22.395
1985 21.898
1990 22.128
Jahr Einwohner
1995 22.574
2000 22.499
2005 21.724
2010 20.280
2011 20.034
2012 19.564
Jahr Einwohner
2013 19.386
2014 19.337
2015 19.902

(Ab 1968 Stand jeweils zum 31. Dezember)[7]

Religion
Katholische Kirche

Seesen ist Sitz der evangelisch-lutherischen Propstei Seesen, zu ihr gehört in Seesen die Kirchengemeinde St. Vitus und St. Andreas mit der Kirche St. Andreas (siehe „Bauwerke“). Eine weitere evangelische Einrichtung in Seesen ist das Altenzentrum St. Vitus.

Die katholische Kirche Maria Königin befindet sich an der Zimmerstraße, sie wurde 1956 von Josef Fehlig erbaut und 1997 um einen Glockenturm bereichert. Bereits 1927 wurde in Seesen eine katholische Notkirche errichtet, zuvor nutzten die Seesener Katholiken die Kirche in Bilderlahe. Seit 2010 gehören zur Pfarrgemeinde Maria Königin, die zum Dekanat Alfeld-Detfurth gehört, auch die katholischen Kirchen in Bilderlahe und Bockenem. Die frühere Filialkirche in Münchehof wurde 2007 profaniert.

Die „Freie Christengemeinde Seesen“ bezog in den 1990er Jahren ein ehemaliges Schulgebäude an der Linnenstraße als Gemeindehaus, sie gehört zum Bund Freikirchlicher Pfingstgemeinden.

Die neuapostolische Gemeinde Seesen wurde 1919 gegründet, sie gehört heute zum Bezirk Wolfenbüttel. Nachdem die 1928 errichtete erste Kirche zu klein geworden war, wurde 1966 die heutige Kirche an der Hochstraße erbaut.

Ein Königreichssaal der Zeugen Jehovas befindet sich an der Gartenstraße.

Politik

Stadtratswahl 2016[8][9]
Wahlbeteiligung: 53,13 % (2011: 55,83 %)

 %50403020100

43,41 %41,37 %5,85 %4,76 %4,58 %

CDUSPDGrüneFDPLinke
Gewinne und Verluste

im Vergleich zu 2011
 %p   4   2   0  -2  -4  -6  -8

-6,11 %p
+2,11 %p-0,02 %p+2,66 %p+1,35 %p
CDUSPDGrüneFDPLinkeVorlage:Wahldiagramm/Wartung/TITEL zu lang
Sitzverteilung im Stadtrat

     

Insgesamt 32 Sitze Linke: 1 SPD: 13 Grüne: 2 FDP: 2 CDU: 14

Stadtrat

Der Rat der Stadt Seesen besteht aus 32 Ratsfrauen und Ratsherren (2011: 34). Dies ist die festgelegte Anzahl für eine Stadt mit einer Einwohnerzahl zwischen 15.001 und 20.000 Einwohnern.[10] Die 32 Ratsmitglieder werden durch eine Kommunalwahl für jeweils fünf Jahre gewählt. Die aktuelle Amtszeit beginnt am 1. November 2016 und endet am 31. Oktober 2021.

Stimmberechtigt im Stadtrat ist außerdem der hauptamtliche Bürgermeister Erik Homann (CDU).

Der Stadtrat setzt sich nach der Kommunalwahl vom 11. September 2016 folgendermaßen zusammen (Veränderungen zu 2011):

CDU: 14 Sitze (−3)
SPD: 13 Sitze (±0)
GRÜNE: 2 Sitze (±0)
FDP: 2 Sitze (+1)
LINKE: 1 Sitz (±0)
Bürgermeister

Hauptamtlicher Bürgermeister der Stadt Seesen ist Erik Homann (CDU). Bei der letzten Bürgermeisterwahl am 11. September 2011 wurde er mit 63,6 % der Stimmen gewählt. Die Wahlbeteiligung lag bei 55,9 %.[11] Homann trat sein Amt am 1. November 2011 an.

Wappen

Blasonierung: „In Rot ein blau bewehrter goldener Löwe mit erhobener rechter Vorderpranke über einem goldenen Seerosenblatt.“

Das erste Siegel, von dem späterhin Abdrucke bis heute erhalten sind, entstand um 1400 und zeigt einen welfischen Löwen als Hinweis auf die Herrschaft. Weiterhin enthält es unter dem Löwen ein gestieltes Seerosenblatt, das auf den Ortsnamen anspielt, der von dem ehemaligen von der Schildau gespeisten See herrührt.[12] Spätere Siegel aus dem Zeitraum zwischen dem späten 15. Jahrhundert bis zum 18. Jahrhundert zeigen, abgesehen von kleinen Veränderungen, weitgehend unverändert das gleiche Bild. Dort ziert das Seerosenblatt einen Stiel von unterschiedlicher Länge. Dieser ist in der aktuellen Version des Wappens jedoch nicht mehr erhalten.

Städtepartnerschaften

Es bestehen Partnerschaften zur englischen Stadt Wantage (seit 7. November 1978), zum französischen Carpentras (seit 10. Juni 1993), zur italienischen Stadt Montecorvino Rovella (seit 14. Juli 2006) und zur Stadt Thale am Nordostrand des Harzes (seit 24. März 1990). Zudem übernahm Seesen 1993 die Patenschaft für das lettische Rauna.

Kultur und Sehenswürdigkeiten
Rathaus mit den Figuren von Max und Moritz
Frühere Burg Sehusa, heute Amtsgericht Seesen
St. Andreaskirche, innen
Städtisches Museum Seesen im Jagdschloss Seesen
Bauwerke
Die heutige Sankt-Andreas-Kirche wurde in den Jahren 1695 bis 1702 nach Plänen des Braunschweiger Festungsbaudirektors Völcker als Gemeinde- und Hofkirche errichtet. Der Vorgängerbau war 1673 durch einen Brand zerstört worden. Wegen ihrer herausragenden Akustik bietet die Sankt-Andreas Kirche regelmäßig den Rahmen für klassische Musik mit oft hochkarätigen Orchestern (wie dem Sinfonia Varsovia) und Solisten (wie in der Vergangenheit Ludwig Güttler oder Yehudi Menuhin). Die Orgel wurde von Friedrich Besser erbaut, ein Schüler Friedrich Stellwagens, und 2002 restauriert.
In der Innenstadt von Seesen kann man das Hinterhaus des renommierten Klavierbauers Heinrich Engelhard Steinweg (später in den USA Henry E. Steinway) besuchen, in dem er sein erstes Klavier baute, welches heute noch im Städtischen Museum steht.
1892–1896 wurde ein Park angelegt, der heute nach Steinway benannt ist und zu einer von Bingo! geförderten Baumerlebnistour einlädt.
Auf dem jüdischen Friedhof in der Dehnestraße sind noch knapp 100 Grabsteine erhalten.
Museen
Städtisches Museum Seesen
Regelmäßige Veranstaltungen
Sehusa-Fest: Alljährlich findet am ersten Septemberwochenende rund um die Burg Sehusa (Mittelteil von 1592) das größte norddeutsche Historienfest statt.
Kulturforum Seesen e.V. – eine private Kulturinitiative, die seit 1987 Musik-, Kabarett- und Literaturveranstaltungen in der Aula Schulzentrum organisiert.
Konzerte an St. Andreas e.V. – seit einigen Jahren werden unter der künstlerischen Leitung von Martin Weller über das Jahr verteilt mehrere klassische Konzerte in der St.-Andreas-Kirche in Seesen veranstaltet.
Vereinsleben

Einer der hiesigen Vereine ist der Sportverein SV Union Seesen 03, der 2003 aus dem Zusammenschluss mehrerer Vereine (VfL Seesen, FC Azzurri und Eintracht Seesen) hervorging.

Der MTV Seesen von 1862 e.V. nutzt die „Harzkampfbahn“ genannte Leichtathletik-Anlage. Der Verein wurde von Männern zu Zwecken des Turnens im Sinne Friedrich Ludwig Jahns gegründet und hat heute mehrere Sportsparten.

1886 wurde in Seesen der Harzklub gegründet, der heute in rund 90 Zweigvereinen mit rund 16.000 Mitgliedern das Harzer Brauchtum pflegt und Wanderwege im Harz unterhält.

Wirtschaft und Infrastruktur
Wirtschaft

Seesen liegt zwischen dem leicht hügeligen Harzvorland und dem größten norddeutschen Mittelgebirge und versteht sich auch wegen der günstigen Verkehrslage als das „Fenster zum Harz“. So ist der Fremdenverkehr ein wesentlicher Wirtschaftsfaktor.

In Seesen befindet sich das Werk der seit 1967[13] existierenden und von 1999[14] bis 2012[15] zum Heinz-Konzern (H. J. Heinz Company) gehörenden Marke Sonnen Bassermann. Ab 1892 erfolgte in diesem Werk die maschinelle Produktion von Konserven.[16] Im Februar 2014 gab die H. J. Heinz Company an, das Werk in Seesen im Mai 2014 stilllegen zu wollen. Die Produktion wurde im Mai 2014 eingestellt. Seit August 2015 befindet sich das Heinz-Gelände in neuer Trägerschaft und wurde in den Gewerbepark Niedersachsen umgewandelt.[17]

Ferner fertigt die Crown Nahrungsmitteldosen Deutschland GmbH Metalldosen als Lebensmittelverpackung; diese nutzt das Gelände der früheren Seesener Blechwarenfabrik Fritz Züchner.

Verkehr
Seesen liegt an der Bundesautobahn 7 sowie den Bundesstraßen 64, 82, 242, 243 und 248
Im Bahnhof Seesen zweigt die Bahnstrecke Herzberg–Seesen von der Bahnstrecke Braunschweig–Kreiensen ab.
Im Stadtteil Münchehof gibt es mit dem Bahnhof Münchehof (Harz) einen weiteren Bahnhof im Stadtgebiet.
Die Regionalbus Braunschweig GmbH (RBB) betreibt in Seesen eine aus zwei Routen bestehende Stadtbuslinie sowie mehrere Überlandbuslinien im Umkreis
Siehe auch: Postroute Braunschweig-Göttingen und Postroute Braunschweig-Göttingen
Persönlichkeiten
Denkmal für William Steinway
Ehrenbürger
1. Dezember 1863: Wilhelm Pockels (1832–1904)
1888: William Steinway (1835–1896)
Söhne und Töchter der Stadt
Johann Sötefleisch der Ältere (1552–1620), lutherischer Theologe
Hermann Toppius (1612–1675), ev.-luth. Geistlicher, Generalsuperintendent von Holzminden und Abt von Amelungsborn
Johann Ludwig Carl Zincken (1791–1862), Bergrat, später Ministerialrat für Berg-/Hüttenwesen in Bernburg, Mineraloge und Chemiker
Eduard Schott (1808–1895), Hütteninspektor und Kunstgießer in Ilsenburg, Erfinder des Kristallisationsverfahrens
Konstantin Bernhard von Voigts-Rhetz (1809–1877), preußischer General
Theodor Steinweg (1825–1889), Klavierbauer und Musikinstrumentensammler
Julius Reinecke (1830–1914), Reichstags- und Landtagsabgeordneter
Friedrich Lilly (1835–1906), Braunschweiger Architekt, Hofbaurat und Dozent für landwirtschaftliche Baukunst und Ingenieurhochbauten
Emil Wohlwill (1835–1912), deutscher Chemiker und Wissenschaftshistoriker
Gustav Stutzer (1839–1921), evangelischer Theologe und Autor
Hermann Menge (1841–1939), Altphilologe, Wörterbuchherausgeber, Autor zweier Repetitorien und einer geschätzten Bibelübersetzung
Max Gutkind (1847–1931), Bankier
Wilhelm Fitzenhagen (1848–1890), Cellist, Komponist und Hochschullehrer
Paul Prüssing (1861–1914), deutscher Chemiker und Zementfabrikant
Max Peters (1878–1934), Landrat in Lyck
Emil Mechau (1882–1945), Konstrukteur und Kinopionier -eine Straße in Seesen ist nach ihm benannt-
Rolf Froböse (* 1949), deutscher Chemiker, Wissenschaftsjournalist und Buchautor
Udo Tworuschka (* 1949), Religionswissenschaftler
Klaus Baumgart (* 1951), Kinderbuchautor und Hochschulprofessor
Sabine Töpperwien (* 1960), Sportjournalistin
Linda Breitlauch (* 1966), Medienwissenschaftlerin und Hochschullehrerin
Franziska Busch (* 1985), Eishockeyspielerin
Persönlichkeiten, die in Seesen gewirkt haben
Wilhelm Busch-Plastik in Seesen
Israel Jacobson (1768–1828), der hier 1801 eine zunächst jüdische Schule gründete, die bald auch christliche Kinder aufnahm (später wurde aus dieser Schule das Seesener Jacobson Gymnasium). Jacobson gilt als Begründer des Reformjudentums.
Louis Spohr (1784–1859), Geigenvirtuose und Komponist, der seine Kinderjahre von 1786 bis 1796 in den Mauern der Vorharzstadt verlebte
Heinrich Engelhardt Steinweg / Henry E. Steinway (1797–1871), baute in Seesen 1836 sein erstes Klavier und gründete in den USA die weltbekannte Klaviermanufaktur „Steinway & Sons“
Wilhelm Busch (1832–1908), der von 1898 bis 1908 seine letzten Lebensjahre im eingemeindeten Dorf Mechtshausen verbrachte
Heinrich Sieburg und Rudolf Züchner als Gründer der ersten Konservenfabrik in Seesen 1886 in der Bismarckstraße. Im Jahr 1890 wurden die ersten Dosen in Serienproduktion hergestellt. Heute wird die Firma unter dem Namen Crown Nahrungsmitteldosen Deutschland GmbH, Werk Seesen, weitergeführt
Siegfried Großmann (* 1938) ist baptistischer Pastor, war Präses im Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden und Autor theologischer Bücher
Literatur
Tamar Avraham: Seesen. In: Herbert Obenaus (Hrsg. in Zusammenarbeit mit David Bankier und Daniel Fraenkel): Historisches Handbuch der jüdischen Gemeinden in Niedersachsen und Bremen. Band 1 und 2, Göttingen 2005, S. 1370–1383 (m. 3 Abb.), ISBN 3-89244-753-5.
Gerhard Ballin: Geschichte der Juden in Seesen. Stadt Seesen, Seesen 1979, OCLC 6224892.
Karl Friedrich Bege: Geschichte der Städte Seesen und Scheppenstedt. Holle, Wolfenbüttel 1846. (Nachdruck: von Hirschheydt, Hannover 1974, ISBN 3-7777-0814-3)
Uli Borsch: Und plötzlich fängt das Leben an. Erinnerungen an die Jugendzeit in Seesen. Verlag Reinhold Liebig, 2007, ISBN 978-3-9523307-2-2.
Willy Hartmann: Häuserbuch der Stadt Seesen. Geschichte der Seesener Brau-, Büdner- und Bürgerhäuser von den großen Stadtbränden 1664 und 1673 an. Chronik der Stadtbrände vom 16. bis 19. Jahrhundert. Verzeichnis der Bürgermeister der Stadt. HisChymia, Seesen / Libri Books on Demand, Norderstedt 2000, ISBN 3-935060-06-8.
Rudolf Meier: Seesen, 1983 (PDF-Datei; 181 kB)
Andreas Safft: Seesen. Sutton, Erfurt 1998, ISBN 3-89702-054-8.
Horst Scheerer: Seesen in Bildern von gestern und heute. Freundeskreis Städtisches Museum, Seesen 2011, ISBN 978-3-00-035594-3.
Horst Scheerer: Straßen und Plätze in der Kernstadt Seesen – gestern und heute -. Freundeskreis Städtisches Museum Seesen, 2013.
Seesen – Die 500jährige Stadt am Harz. 1428–1928. Magistrat der Stadt Seesen, Artur Seelemeyer, Hannover 1928.
Seesen in Bildern bis 1930. Band I, Geiger Verlag, Horb a.N. 1984, DNB 551222875.
Seesen und seine Stadtteile – Bilder aus vergangenen Jahrzehnten. Band II, Geiger Verlag, Horb a.N. 1985, ISBN 3-924932-08-5.
Dirk Stroschein: William Steinway. Wo er war in Seesen und New York. Eine Spurensuche. Seesen 2013, ISBN 978-3-00-041939-3.
Tausend Jahre Seesen. Beiträge zur Geschichte der Stadt Seesen am Harz. 974–1974. Stadt Seesen, Seesen 1974.
Miriam Tworuschka: Israel Jacobson und die Entstehung des Reformjudentums in Seesen. Eine niedersächsische Kleinstadt und ihr Umgang mit diesem Thema nach 1945. Würzburg 2013. (online auf: opus.bibliothek.uni-wuerzburg.de)
Sabine Vollmers: Seesen – der Film – ein Streifzug durch die Stadt am Harz. DVD. Spotlight, Seesen 2005.
Sabine Vollmers: So schön ist Seesen. Seesen 2009, ISBN 978-3-00-028927-9.
Sabine Vollmers und Dirk Stroschein: Steinway-Kurpark – das grüne Juwel in Seesen. Spotlight, Seesen 2008, ISBN 978-3-00-025398-0.
Friedhart Knolle (Red.), Uwe Thümmel, Joachim Frassl: NS-Zwangsarbeit in Seesen am Harz – ein fehlendes Kapitel Stadtgeschichte. (Spuren Harzer Zeitgeschichte. Heft 4). 1. Auflage. hrsg. von Spurensuche Harzregion e.V. Verlag Papierflieger, Clausthal-Zellerfeld 2009, ISBN 978-3-86948-036-7.
Weblinks
 Commons: Seesen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikisource: Seesen in der Topographia Braunschweig Lüneburg (Matthäus Merian) – Quellen und Volltexte
Linkkatalog zum Thema Seesen bei curlie.org (ehemals DMOZ)
Homepage der Stadt(verwaltung) Seesen