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Geschichte

Erste Siedlungsspuren stammen aus der Jungsteinzeit nach Ausgrabungen in der Bauerschaft Ternsche.

Urkundlich erwähnt wurde der Ort erstmals im Jahr 858 als zinspflichtig gegenüber der Reichsabtei Herford mit dem Namen „Seliheim“. Daraus entwickelte sich später über „Selheim“ und „Selhem“ der heutige Name „Selm“.

Seit Anfang des 19. Jahrhunderts bis 1946 gehörte Selm zur preußischen Provinz Westfalen. Nach 1815 wurde aus den Kirchspielen Bork, Selm und Altlünen die Bürgermeisterei Bork gebildet. 1843 wurde mit Einführung der Westfälischen Landgemeindeordnung die Bürgermeisterei zum Amt Bork mit den Gemeinden Bork, Selm und Altlünen. Das Amt gehörte bis Ende 1974 dem Kreis Lüdinghausen an.

Hermann-Siedlung, Selm (1909–1923)

1906 wurde mit dem Abteufen der Zeche Hermann in Beifang begonnen. Die Industrialisierung brachte ein Anwachsen der Einwohnerzahl der Gemeinde Selm von 2.000 auf 10.000 mit sich. Die Zeche beschäftigte bis zu 3.500 Arbeitnehmer. Die hohe Zahl der Arbeitslosen durch die Stilllegung des Bergwerks im Jahr 1926 brachte die Gemeinde in eine wirtschaftliche Notlage.

Nach dem Zweiten Weltkrieg lebten viele Bergleute – vor allem der Zeche Minister Achenbach im Lüner Stadtteil Brambauer – und Bergbaurentner mit ihren Familien in Selm-Beifang. Die Gemeinde entwickelte sich im Verlauf der Zeit zu einer Wohnstadt für viele Menschen, die im Ruhrgebiet arbeiten. 1958 feierte Selm sein 1100-jähriges Bestehen.

Die Stadtrechte erhielt Selm mit Wirkung vom 27. September 1977.[2]

Bundesweite Bekanntheit erreichte Selm durch die vom ADAC und vom MSC Bork 1997 durchgeführte Aktion „(K)ein Schild in Selm“, bei der eine Woche lang 600 der 1100 Verkehrsschilder in Selm mit einem gelben Sack verhängt waren. Ziel dieser Aktion war es, auf den wachsenden Schilderwald aufmerksam zu machen. Nach der Aktion wurden 43 Prozent der Schilder abmontiert. Noch heute wird in verschiedenen Medien auf diese Aktion hingewiesen. Der ADAC spricht sogar vom „Selmer Modell“, wenn Städte versuchen, ihren Schilderwald einzudämmen.[3]

Am 13. Juni 2008 jährte sich zum 1150. Mal die erste urkundliche Erwähnung Selms.

Eingemeindungen

Am 1. Januar 1975 wurden die ehemals zum Amt Bork gehörenden Gemeinden Selm (mit dem Ortsteil Beifang) und Bork (mit dem Ortsteil Cappenberg) im Zuge einer Gebietsreform zur neuen Gemeinde Selm zusammengeschlossen.[2] Ursprünglich war überlegt worden, der neu entstehenden Gemeinde den Namen Botzlar zu geben. Dieser Plan wurde jedoch verworfen.

Einwohnerentwicklung
Einwohnerentwicklung von Selm von 1815 bis 2015. Die untere blaue Kurve zeigt den Gebietsstand von 1975 wie in der ersten Tabelle. Die obere rote Kurve entspricht der zweiten Tabelle

Vor der Eingliederung der Gemeinde Bork hatte die Gemeinde Selm die folgenden Einwohnerzahlen (1987 und 2013 Selm in den Grenzen vor 1975)[2][4]:

Jahr 1815 1909 1914 1926 1931 1933 1961 1970 1974 1987 2013
Einwohner 1 150 ≈ 2 000 ≈ 8 000 11 634 10 892 11 297 14 245 15 493 15 373 16 435 18 968

Jeweils am 31. Dezember (1987 und 2011: Ergebnisse der Volkszählungen) hatte die Stadt Selm die folgenden Einwohnerzahlen:

Jahr 1987 1998 1999 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015
Einwohner 23 598 26 842 26 967 27 240 27 389 27 448 27 490 27 496 27 472 27 456 27 398 27 247 27 123 27 001 26 017 25 697 25 553 25 557 26 603

Politik
Stadtrat

Das wichtigste politische Organ der Stadt ist der Stadtrat, der über die Angelegenheiten der Kommune entscheidet.

Nach der Kommunalwahl vom 25. Mai 2014 ergab sich folgende Verteilung der 32 Sitze im Stadtrat:[5]

CDU SPD Grüne1 FDP Linke UWG2
10 Sitze (− 1) 11 Sitze (− 1) 2 Sitze (+ 2) 1 Sitz (− 1) 2 Sitze (+ 1) 6 Sitze ( – )

1 Grüne: 1984 und 1989: Grüne, ab 1994: B’90/Grüne     2 Unabhängige Wählergemeinschaft Selm e.V.

Ergebnisse der Kommunalwahlen ab 1975

In der Liste[6][7][8][9][10] werden nur Parteien und Wählergemeinschaften aufgeführt, die mindestens 1,95 Prozent der Stimmen bei der jeweiligen Wahl erhalten haben.

Jahr SPD CDU UWG Grüne Linke FDP
1975 44,5 52,0 3,5
1979 46,7 49,6 3,7
1984 43,8 45,7 10,4
1989 42,8 41,4 15,8
1994 43,5 46,2 10,4
1999 33,1 56,6 10,4
2004 31,4 47,2 17,4 4,0
2009 36,3 35,1 19,1 4,4 5,1
2014 32,8 32,4 19,2 6,8 6,6 2,2

Bürgermeister
1919 − 1927: Heinrich Kamphaus, Zentrum
1927 − 1929: Hugo Kamphaus, Zentrum
1929 − 1933: August Uphues genannt Feldmann, Zentrum
April 1933 − August 1933: Fritz Wille, NSDAP
1933 − 1945: Wilhelm Held, NSDAP
1946 − 1948: Wilhelm Brüggemann, CDU
1948 − 1962: Wilhelm Liebetrau, SPD
1962 − 1964: Ernst Kraft, CDU
1964 − 1969: Bernd Jakob, SPD
1969 − 1989: Ernst Kraft, CDU (zum zweiten Mal)
1989 − 1999: Inge Hamann, SPD
1999 − 2004: Marie-Lis Coenen, CDU
2004 − 2009: Jörg Hußmann, CDU
2009 – 2020: Mario Löhr, SPD

Bei der Wahl im August 2009 erhielt Mario Löhr 41,4 Prozent der Stimmen.
Bei der Wahl im September 2015 erhielt Mario Löhr 79 Prozent Ja-Stimmen.
Es gab keinen Gegenkandidaten.

Städtepartnerschaften
Frankreich Walincourt-Selvigny (Frankreich, seit dem 29. März 1992)
Vereinigtes Konigreich Workington (Großbritannien, seit dem 30. April 1994)
Wappen

Das Wappen zeigt in Rot eine goldene Linde, im Schildhaupt darüber in Gold drei rote Rosen mit goldenen Butzen und grünen Kelchblättern. Dieses Wappen wurde der Stadt 1977 von der Bezirksregierung in Arnsberg genehmigt.

Die Linde, Symbol der Vemlinde in Selm, stammt aus dem alten Selmer Wappen. Das Bild war bereits Bestandteil eines 1966 geschaffenen Wappens der Gemeinde Selm. Darunter befand sich die Toreinfahrt und Dorfzufahrt zur heutigen Altstadt. Die Vemestätte in der Bauerschaft Westerfelde in Selm ist der älteste Nachweis gemeindlicher Rechtstätigkeit vor Ort. Von den 23 Blättern im heutigen Wappen sind acht im äußeren Blattkranz nur mit der Spitze zu sehen, dreizehn sind in zwei seitlichen Fünfergruppen und in einer Dreiergruppe darüber voll zu sehen. Im unteren Blattbereich sind zwei halb zu sehen. Diese beiden unteren Blätter sind erst im heutigen Wappen der Sommerlinde links wie rechts zugefügt. Die Farbe der Linde wurde für das heutige Stadtwappen Selms verändert.

Die drei Rosen stammen aus dem Wappen der Adelsfamilie vom Stein. Die heraldische Rose belegt seit dem 12. Jahrhundert ein in ganz Deutschland verwendetes Wappensymbol. Die Farbe rot entstammt der Grundfarbe des Westfälischen Wappens. Das Gelb wurde seit der kirchlichen Herrschaft zugefügt. So entsprechen die Farben den historischen Farben des Fürstbischofs von Münster, der im Gebiet des heutigen Selm bis zu seiner Absetzung (1803) die Herrschaftsrechte ausübte. Gleichzeitig sind es die historischen Farben des Wappens von Cappenberg, das auf die Grafen von Cappenberg zurückgeht.

Kultur und Sehenswürdigkeiten
Theater

In Selm gibt es das Schlosstheater Cappenberg.

Museen

Im Haupt- und im Seitenflügel des Schlosses Cappenberg werden einige Räume als Museum genutzt. Das LWL-Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte zeigt eine Dauerausstellung zur Geschichte Cappenbergs und des Freiherrn vom Stein im Seitenflügel. Der Kreis Unna präsentiert wechselnde Kunstausstellungen im Hauptgebäude des Schlosses. Derzeit wegen Umbauarbeiten geschlossen.

Im Ortsteil Cappenberg ist in einem Gebäude der ehemaligen Brauerei ein Feuerwehrmuseum untergebracht.

Bauwerke
Schloss Cappenberg

siehe auch: Liste der Baudenkmäler in Selm

Burg Botzlar, Selm-Beifang (13. Jahrhundert)
Bürgerhaus, vom BDA prämierter Saalbau, Architektur von Peter Böhm (20. Jahrhundert)
Fährenkamp-Siedlung
Freiherr vom Stein-Denkmal, Selm-Cappenberg (20. Jahrhundert)
Friedenskirche, ehem. Dorfkirche St. Fabian und Sebastian, Selm-Altstadt (11. Jahrhundert)
Ludgerikirche, Selm-Altstadt (20. Jahrhundert)
Schloss Cappenberg und Stiftskirche (St. Johannes Evangelist) des 12. Jahrhunderts, Selm-Cappenberg
Stephanuskirche, Selm-Bork (18. Jahrhundert)
Synagoge, Selm-Bork
Windmühlenturm, Selm-Altstadt, Efeubewachsene Ruine (16. Jahrhundert)
ehem. Zechenanlage Hermann und Hermann-Siedlung, Selm-Beifang
die denkmalgeschützte Wegekapelle Ecke Südkirchener Straße/Auf der Geist
Stolpersteine
Hauptartikel: Liste der Stolpersteine in Selm
Historische Stätten
Veme in der Bauerschaft Westerfelde
Hügelgräber in der Bauerschaft Ternsche
Landschaftsschutzgebiet Passbachniederung, Bereich Netteberge in Bork
Landschaftsgebiete
Ternscher See
Naturschutzgebiet Netteberge
Sport
Fußballclub SG Selm 2010 mit drei Fußballplätzen
Selmer Freibad
Hallenbad des Landesamtes für Ausbildung, Fortbildung und Personalangelegenheiten, Selm-Bork
Waldstrandbad am Ternscher See mit ausgezeichneter Wasserqualität
Tennisgemeinschaft Selm mit 8 Außenplätzen und 3 Hallenplätzen
Skatepark im Zentrum
Reitsportanlage des ZRuFV Lützow Selm-Bork-Olfen
K.1 Boxteam – Selm e.V., Wettkampf-/Fitnessboxen und Kidsboxing
Tischtennischlub TTC SG Selm
Der PBC Bork 73 spielte mehrere Jahre in der 1. Poolbillard-Bundesliga
Turngemeinde Einigkeit Selm 1912 e.V.
Triathlon Team Selm 1991 e.V.
Heimatverein

Der Heimatverein Selm wurde am 13. November 1925 von H. Pennekamp, Direktor der Rektoratsschule Selm, gegründet.

Regelmäßige Veranstaltungen
Selmer Woche: Informations- und Verkaufsschau örtlicher Betriebe und Vereine rund um das Selmer Bürgerhaus.
Borker Sonntag
Adventsmarkt am ersten Dezemberwochenende in der Altstadt – rund um die Friedenskirche
Schützenfeste der Schützenvereine in regelmäßigen Abständen
Karnevalsumzug am Karnevalssamstag: Start in der Altstadt an der Feuerwehr, Ende am Bürgerhaus
Kunstpreis der Stadt Selm

Der Kunstpreis der Stadt Selm wurde im Jahr 1988 an Heinz Cymontkowski verliehen.

Kulturförderpreis der Stadt Selm

Preisträger:

1985 – Christiane Fechte, Hildegard Schattenberg, Annette Murlowski und Simone Kück, Flötistinnen des Musikschulkreises, 1. Platz Landeswettbewerb Jugend musiziert
1986 – Michael Kuhlmann, Pianist
1987 – Hans Piene, Maler
1988 – Theo Bleckmann, Jazz-Sänger und -pianist
1991 – Markus Mußinghoff, Bildhauer
1992 – Michael Steinbrecher, Journalist, geb. 1965 in Dortmund, Moderator der Sendung das aktuelle sportstudio, Autor und Filmemacher
1993 – Kinderchor Selm
1994 – Doris Cymontkowski für ihre Arbeit zur Geschichte der jüdischen Gemeinde in Selm, Bork und Cappenberg
1996 – Silke A. Schuemmer, geb. 1973 in Aachen/NRW, lebt und arbeitet in Berlin
1998 – Verena Volkmer, Harfenistin, geb. 1978 in Lüdinghausen, studierte an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg, wechselte an die Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ Berlin zu Maria Graf. Verena Volkmer war mehrfach Preisträgerin des Wettbewerbs „Jugend musiziert“. Sie spielte u. a. in dem RIAS-Jugendorchester, der Jungen Deutschen Philharmonie und dem Symphonieorchester der Stadt Münster.
2002 – Susanne Murlowski, Violinistin
2014 – Ralf Damberg
2016 – Christoph Tiemann, Kabarettist und Schauspieler [11]
Wirtschaft und Infrastruktur
Unternehmen

Selm ist Sitz der Rethmann AG & Co. KG, eine der größten deutschen Firmengruppen, wenngleich relativ unbekannt. Zur Holding der Rethmann AG & Co. KG gehören zum Beispiel die Entsorgungsfirma Remondis und Rhenus, einer der führenden europäischen Logistikdienstleister.

Verkehr

In der Stadt Selm befinden sich drei Bahnhöfe, die an der Bahnstrecke Dortmund–Enschede liegen:

Bahnhof Bork (Westfalen) an der Bahnhofstraße im Ortsteil Bork
Bahnhof Selm-Beifang: Ursprünglich war dieser Bahnhof nicht vorgesehen. Da aber die mit dem Zug nach Hause fahrenden Bergleute nicht den weiteren Weg vom Bahnhof Selm zur eigenen Wohnung nehmen wollten, wurde regelmäßig in Höhe des Beifanger Wegs die Notbremse gezogen. Da die „Not“-Bremsungen auch durch die Bahnpolizei nicht unterbunden werden konnten, wurde 1946 schließlich an der Querung der Bahnstrecke mit dem Sandforter Weg ein weiterer Haltepunkt eingerichtet, der heutige Bahnhof Beifang, der im Volksmund auch „Bahnhof Notbremse“ genannt wird.[12]
Bahnhof Selm an der Lüdinghausener Straße

Durch Selm führen die folgenden Bundes- (B) und Landesstraßen (L):

Die B 236 beginnt nördlich von Selm in Olfen an der Abzweigung von der B 235. Sie durchquert anschließend die Stadtteile Selm-Altstadt, Beifang und Bork. Schließlich verlässt sie Selm in Richtung Lünen. Ihr Zielort ist Münchhausen in Hessen.
Die L 507 beginnt in Beifang und führt über die Borker Bauerschaft Netteberge über Werne bis in den Hammer Norden. Sie endet dort an der B 63.
Die L 809 beginnt in Bork, überquert die Lippe und endet in Waltrop an der L 511.
Die L 810 beginnt in der Lüdinghausener Bauerschaft Ermen an der L 835. Sie führt über Nord- und Südkirchen in das Selmer Stadtgebiet. Dort durchquert sie Cappenberg in Nord-Süd-Richtung. Schließlich endet sie in Lünen-Nord an der B 236.
Die L 835 beginnt nördlich des Siedlungsschwerpunktes der Selmer Altstadt. Sie führt in nördlicher Richtung über Lüdinghausen und Hiddingsel nach Buldern (beide sind Stadtteile von Dülmen). Dort endet sie an der L 551.
Siehe auch: Liste der Straßen in Selm
Bildung
Grundschulen
Grundschule „Auf den Äckern“ (Gemeinschaftsgrundschule), Selm-Bork mit einer Dependance in Selm-Cappenberg
Ludgerischule (Katholische Grundschule), Selm-Altstadt
Overbergschule (Gemeinschaftsgrundschule), Selm-Beifang

An allen Selmer Grundschulen wird eine Ganztagsbetreuung angeboten, die seit Ende 2011 vom Verein Ganz Selm e.V. organisiert und durchgeführt wird.[13]

Weiterführende Schulen
Erich Kästner-Schule (Gemeinschaftshauptschule), Selm-Bork, auslaufend
Otto-Hahn-Realschule (OHR), Selm-Altstadt, auslaufend
Sekundarschule Selm, Selm-Altstadt, im Aufbau
Teilstandort des Förderzentrums Nord, Selm-Bork (Förderschwerpunkte Lernen sowie Emotionale und soziale Entwicklung, Sekundarstufe I)
Städtisches Gymnasium Selm (SGS), Selm-Beifang
Sonstige Bildungseinrichtungen
FoKuS Selm AöR, städtischer Fortbildungs-, Kultur- und Sportbetrieb, Selm
Musikschule, getragen von FoKuS Selm
Volkshochschule (VHS), getragen von FoKuS Selm
Familienbildungsstätte (FBS), Einrichtung des Katholischen Bildungsforums Coesfeld, Selm-Altstadt
Landesamt für Ausbildung, Fortbildung und Personalangelegenheiten der Polizei NRW, Selm-Bork
Waldschule Cappenberg, gemeinnützig anerkannte Umweltbildungsinstitution in Selm-Cappenberg
Die Selmer Malschule, private Bildungseinrichtung in Selm
Medizin

Die Stadt Selm besitzt kein eigenes Krankenhaus. Die medizinische Versorgung übernimmt das St. Marien-Hospital in Lünen. Hinzu kommen allgemeine Krankenhäuser in den Nachbarstädten Lüdinghausen, Werne, Lünen-Brambauer und die Kinderklinik in Datteln.

Touristik

Fahrradstation im Bahnhof Selm-Beifang (Eisenbahnstrecke Dortmund–Enschede), Einstiegspunkt zwischen Ruhrgebiet und Münsterland sowie Anbindung an die attraktiven Radwanderrouten 100-Schlösser-Route und Römerroute. Die Stadt ist beliebtes Ziel für Tages- und Wochenendausflüge. Ein Campingplatz befindet sich am nahegelegenen Ternscher See.

Persönlichkeiten
Chris Andrews (* 15. Oktober 1942 in London), Schlagersänger, heiratete auf Schloss Cappenberg, wohnhaft in Selm am Ternscher See
Josef Annegarn (* 13. Oktober 1794 in Ostbevern; † 7. Juli 1843 in Braunsberg), katholischer Priester und Theologe (Professor für Kirchengeschichte), von 1830 bis 1836 Pfarrer in Selm; Namensgeber für die Annegarnstraße
Theo Bleckmann (* 28. Mai 1966 in Dortmund), Jazzsänger und Komponist, in Selm aufgewachsen
Günter Boas (* 15. Februar 1920 in Dessau; † 14. Dezember 1993 in Selm), Jazz- und Bluesmusiker
Georg Brüning (* 12. August 1851 auf der Burg Botzlar; † 17. Dezember 1932 in Beuthen, Oberschlesien), deutscher Jurist, Politiker und langjähriger Bürgermeister/Oberbürgermeister von Beuthen O/S.
Gottfried von Cappenberg (* 1096/97 in Cappenberg; † 13. Januar 1127 in Ilbenstadt), westfälischer Graf, Prämonstratenser, als Heiliger verehrt, katholischer Gedenktag am 13. Januar
Otto von Cappenberg (* um 1100 in Cappenberg; † 23. Februar 1171 in Cappenberg), Propst des Klosters Cappenberg und Taufpate des Kaisers Friedrich I. Barbarossa. Er wird in der römisch-katholischen Kirche als Seliger verehrt. Sein Gedenktag ist der 23. Februar.
Heinz Cymontkowski (* 1954 in Selm), freischaffender Künstler, BBK-Mitglied, Kunstpreisträger der Stadt Selm und des Heinrich-Bußmann-Preises der Stadt Lünen
Walter Gerhold, (* 8. Juni 1921 in Benolpe bei Olpe (Sauerland); † 2. März 2013 in Lünen) Einzelkämpfer und Einmanntorpedofahrer, erster Träger des Ritterkreuzes des Eisernen Kreuzes der Kriegsmarine im Mannschaftsstand, lebte in Selm-Cappenberg
Jochem Gröning (* 4. Juni 1954 in Lüdinghausen), Jurist, Richter am Bundesgerichtshof in Karlsruhe, in Beifang aufgewachsen
Ulrich Janetzki (* 5. September 1948 in Selm), Literaturwissenschaftler
Ludger Jonas (* 8. Februar 1957 in Waltrop), aufgewachsen in Selm-Cappenberg, katholischer Pfarrer und Domkapitular des Bistums Münster
Ernst Kassenbrock, Künstler, lebte von 1977 bis 1982 zeitweilig in Selm
Karl Kertelge (* 28. April 1926 in Selm; † 29. Juni 2009 in Münster), katholischer Priester, Domkapitular in Münster und Theologe (Professor für Exegese des Neuen Testamentes u. a. an der Universität Münster)[14]
Theodor König (* 21. November 1825 in Cappenberg; † 27. Mai 1891 in Beeck bei Duisburg), Gründer der König-Brauerei in Duisburg-Beeck
Hermann Landois (* 19. April 1835 in Münster; † 29. Januar 1905 ebenda), Zoologe, Hochschullehrer und Gründer des Westfälischen Zoologischen Gartens zu Münster, Dozent an der Ackerbauschule auf der Burg Botzlar
Michael Meier (* 15. November 1949 in Lünen), aufgewachsen in Selm-Cappenberg, Fußballfunktionär, Ex-Manager bei den Fußball-Bundesligisten Borussia Dortmund und 1. FC Köln
Werner Sanß (* 27. April 1913 in Münster; † 5. Mai 2004 in Selm), Theologe, von 1951 bis 1978 Pfarrer in Selm, Friedensaktivist und erster Träger des Aachener Friedenspreises
Eric Schildkraut (* 6. November 1906 in Fröndenberg[A 1]; † 16. Juli 1999 in Hamburg), Schauspieler; von 1908 bis 1933 in Selm, von 1933 bis 1945 in der Emigration, danach am Thalia Theater Hamburg
Theo Schneider (* 23. August 1960 in Dortmund), aufgewachsen in Selm; ehemaliger Fußballprofi, jetziger Trainer der zweiten Mannschaft von Borussia Dortmund
Ansgar Schwenken (* 1. Dezember 1969 in Lüdinghausen), aufgewachsen in Selm, ehemals Mitglied des Vorstands beim Fußball-Bundesligisten VfL Bochum
Heinrich Friedrich Karl Reichsfreiherr vom und zum Stein (* 25. Oktober 1757 in Nassau; † 29. Juni 1831 in Cappenberg), preußischer Beamter, Staatsmann und Reformer, erwarb 1816 das Schloss Cappenberg und lebte danach dort
Georg Heinrich Vieter SAC (* 13. Februar 1853 in Selm-Cappenberg; † 7. November 1914 in Jaunde, Kamerun), römisch-katholischer Bischof und erster Apostolischer Vikar von Kamerun, im Rufe der Seligkeit
Wolfram Wuttke (* 17. November 1961 in Castrop-Rauxel; † 1. März 2015 in Lünen), wohnte in Selm, ehemaliger deutscher Fußballnationalspieler
Literatur
Heinz Cymontkowski: Juden in Selm-Bork-Cappenberg in drei Teilen, Eigenverlag Ateliergruppe Lünen-Selm, 1990
Heinz Cymontkowski: Seher – Sucher – Wächter mit 18 Tuscheabbildungen des Verfassers und Gedichten von Evelyn Bernhagen, Berlin, Verlag der Buchhandlung Möller GmbH, Großformat, 30 cm × 22 cm
Christian Didon: Chronic des Amtes Bork, Archiv der Stadt Selm (Hrsg.), Nachdruck, Selm 1995, 103 Seiten
Christel Gewitzsch: Marie Bork. Selmer Arbeitskreis Regionalgeschichte, 2012, 152 Seiten, 22 Abbildungen
Dieter Gewitzsch: Plattes Land sucht Anschluss. Peter Holtkamp, Lünen 2013, ISBN 978-3-00-040648-5, 282 Seiten, 29 Abbildungen.
Winfried Grund: Kiwi und Terrakotta – ein Streifzug durch Selm, Verlag der Buchhandlung Möller GmbH, 2004, 172 Seiten
Heimatverein Selm (Hrsg.): Auf den Spuren unserer Väter, Selm 1815–1975, Heimatbuch Selm 1995, Peter Holtkamp, Lünen 1995
Siegfried Hoff: Das singende Kalb in der Wiege und die Rettung einer historischen Kirche: Baugeschichte und Deckenmalereien der ehemaligen Pfarrkirche St. Fabian und Sebastian zu Selm, Kunstverl. Fink, Lindenberg im Allgäu 2002, ISBN 3-89870-001-1
Udo Kaiser (bearb.): Daten zur Geschichte der Stadt Selm von 858–1997 Schriftenreihe des Stadtarchivs Selm, Stadtdirektor, 1997
Michael Kertelge: Die Bergarbeitergemeinde St. Josef in Selm-Beifang: ein lokales katholisches Milieu 1933–1945; ein Beitrag zur Geschichte des Nationalsozialismus in Selm, Schriftenreihe des Stadtarchivs Selm, Selm 1995
A. Lonnemann, Heimatverein Selm (Hrsg.): Heimatbuch Selm 858–1958, Selm 1958
Werner Sanß (Hrsg. Wolfgang Möller): Der Heilige Frieden, Verlag der Buchhandlung Möller GmbH, 204 Seiten
Herbert Schröder, Albert Katthöfer (Fotos), Heimatverein Selm (Hrsg.): Selm im Wandel der Zeit – ein Bildband, Selm 2007
Julius Schwieters: Geschichtliche Nachrichten. Über den westlichen Theil des Kreises Lüdinghausen: die Pfarrgemeinden Venne, Ottmarsbocholt, Senden, Lüdinghausen, Seppenrade, Olfen, Selm, Bork, Kappenberg und Altlünen, Münster, Aschendorff 1891, 3. unveränderter Nachdruck 1988, ISBN 3-402-05707-7
Stadt Selm (Hrsg.): Baudenkmäler in der Stadt Selm. Ein fotografisches Bekenntnis, Selm 1997
Hubert Tecklenborg (Hrsg.): Selm, Stadt mit Freiraum, in: Münsterland. Magazin für Freizeit, Kultur und Wirtschaft, Heft 4/2003, Steinfurt 2003
Peter Voss: Gruss aus dem Südmünsterland. Ansichtskarten der Jahrhundertwende aus Ascheberg – Drensteinfurt – Lüdinghausen – Nordkirchen – Olfen – Selm – Senden – Werne, Regio-Verlag, Werne 1993, ISBN 3-929158-02-7, 120 Seiten, 105 Abbildungen – 21 × 20 cm
Rita Weißenberg (Hrsg.):Uns wurde nichts geschenkt. Selm Beifang 1906–1933, Selm 1985, ISBN 3-9801211-0-0, 203 Seiten