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Geschichte
Bis zum 19. Jahrhundert
Karte von Spiker Oge durch Karl Ludwig von Le Coq 1805 mit dem Inseldorf

Die erste urkundliche Erwähnung der Insel erfolgte 1398 unter dem Namen Spiekeroch. In dieser Urkunde übertrugen Widzeld tom Brok und Folkmar Allena Herzog Albrecht I. von Bayern ihre Besitzungen als Eigentum, die sich gleichzeitig als Lehen zurückerhielten. Im 15. Jahrhundert tauchte der Name der Insel noch zwei weitere Male in Urkunden auf: in Urkunden des Herzogs Wilhelm von Bayern und in einer Klage des Häuptlings Ulrich Cirksena, dass die ihm feindlich gesinnten Häuptlinge des Jeverlandes auf der Insel eingefallen seien und den Bewohnern 100 Schafe geraubt hätten.[6]

1625 lebten 13 Familien auf der Insel, die ihren Lebensunterhalt durch Landwirtschaft, Fischfang sowie das Herstellen von Muschelkalk (Schill) bestritten. In der Folgezeit gewannen der Walfang sowie die Schifffahrt zunehmend an Bedeutung. Diese kam jedoch während der napoleonischen Besatzung aufgrund der gegen die Engländer verhängten Kontinentalsperre zum Erliegen, was zu einer großen Armut führte. Nur der risikoreiche Schmuggel mit dem englischen Helgoland brachte noch Einkünfte. 1812 kam es zu einem Angriff der Engländer auf die französischen Stellungen („Franzosenschanze“) auf der Insel, der aber abgewehrt wurde.

Aufkommen des Bädertourismus

Ende des 18. Jahrhunderts wurden an der Küste Preußens Seebäder nach englischem Vorbild gegründet. 1797 wurde auf Norderney das erste Seebad an der deutschen Nordseeküste gegründet. Ab 1820 wurde Spiekeroog von Feriengästen aufgesucht. Um 1850 hatte die Insel 134 Einwohner.[7] Zu dieser Zeit gab es in 30 Häusern Zimmer für Feriengäste mit 79 Betten. Damals war die Selbstbewirtschaftung unter Mitnutzung der Küche der Wirtsleute verbreitet.[8] In den Jahren vor 1850 betrug die durchschnittliche Zahl der Gäste jährlich 200.[9]

Die Insel war in Hannoverscher Zeit eine der vier Untervogteien der Vogtei Esens-Kleistrich im Alten Amt Esens.[10]

Beim Untergang der Bark Johanne am 6. November 1854 vor dem Spiekerooger Strand kamen zirka 80 Menschen, zumeist Auswanderer in die USA, ums Leben. Mangels geeigneter Rettungsboote konnten die Insulaner den mehr als 270 Passagieren und Besatzungsmitgliedern in ihrem Kampf gegen den Sturm nicht beistehen. Dieses Unglück sowie dasjenige der englischen Brigg Alliance am 10. September 1860 vor Borkum führten 1861 zur Gründung des „Vereins zur Rettung Schiffbrüchiger an der ostfriesischen Küste“ durch Georg Breusing in Emden, einem Vorläufer der DGzRS. Am 7. September 1864 strandete auf den Nordwester-Gründen vor Spiekeroog das Schiff Gagnerie. Dessen fünfköpfige französische Besatzung wurde von Insulanern mit einem Rettungsboot gerettet.[11]

Um den Badegästen den mühsamen Weg durch die Dünen zum Strand zu ersparen, wurde 1885 eine 1,7 Kilometer lange Pferdebahn vom Inseldorf zum Weststrand eröffnet. 1892 wurde diese zum 1891 gebauten Alten Anleger im Südwesten der Insel verlängert. Diese Pferdebahn wurde am 31. Mai 1949 durch Dieselfahrzeuge ersetzt, zu diesem Zeitpunkt war die Spiekerooger Inselbahn die letzte Pferdebahn Deutschlands.

Während des Ersten Weltkriegs strandete das Vorpostenboot Moltke der Kaiserlichen Marine während eines Wintersturms am 2. Januar 1916 auf der Insel.

Im Jahr 1934 wurde ein Flugplatz eingerichtet, der bis 1945 in Betrieb war.

Nachkriegszeit

Am 1. Dezember 1969 erhielt Spiekeroog die Anerkennung als Nordseeheilbad. 1981 wurde der heutige Hafen nahe dem Dorf in Betrieb genommen und die sanierungsbedürftige Inselbahn stillgelegt. Der Alte Anleger wurde seitdem nicht mehr benutzt und versandete zusehends. Die Reste wurden 2009 abgebaut.

Im Juni 2007 wurde mit dem Galerie- und Künstlerhaus Spiekeroog ein Treffpunkt für Kulturschaffende und Kunstliebhaber etabliert. Auf 2500 m² verfügte das kreative Domizil über hochwertig ausgestattete Ateliers, Werkstätten und Seminarräume sowie einen Galeriebereich. Das ganze Jahr hindurch boten Künstler, Professoren und Dozenten hier für Könner und Lernende eine Vielzahl von kreativen Workshops, Seminaren und Veranstaltungen. Geschäftsführer der Betreibergesellschaft war Niels Stolberg. Im Rahmen eines Insolvenzverfahrens[12] schloss das Galerie- und Künstlerhaus Spiekeroog zum 1. Juni 2011.[13]

Herkunft des Gemeindenamens

Erstmals urkundlich erwähnt wurde Spiekeroch 1398, trägt also – etwa im Gegensatz zu Norderney – seinen Namen bereits seit Jahrhunderten. Zur Herkunft des Gemeindenamens gibt es mehrere Hypothesen, von denen noch keine bewiesen ist. Eindeutig ist lediglich der zweite Teil des Namens Spieker-Oog: Bei „Oog“ handelt es sich um ein niederdeutsches Wort für Insel, das jedoch nur in Komposita verwendet wird (im anderen Fall würde von „Eiland“ gesprochen werden). Der erste Namensteil entspricht sowohl dem niederdeutschen Wort für Speicher als auch für Nagel. Arend Remmers weist in seinem Standardwerk über die ostfriesischen Ortsnamen darauf hin, dass der Name ähnlich wie bei der Nachbarinsel Langeoog der Inselform nach gewählt worden sein könnte, was angesichts der länglichen Ausprägung der Insel für den Vergleich mit dem Nagel spräche. Eine ältere Deutung will einen Zusammenhang mit dem altniederdeutschen Wort „specke“ erkannt haben, wobei es sich um Buschwerk handelt. Dies sei dann als Hinweis auf die Befestigung der Insel zu verstehen. Diese Hypothese lehnt Remmers jedoch wegen des nicht erklärten Suffixes -er ab.[14]

Politik
Gemeinderat

Der Gemeinderat von Spiekeroog besteht aus acht Ratsmitgliedern. Dies ist die festgelegte Anzahl für eine Gemeinde mit einer Einwohnerzahl bis zu 1000 Einwohnern.[15] Die acht Ratsfrauen und -herren werden durch eine Kommunalwahl für jeweils fünf Jahre gewählt. Die aktuelle Amtszeit begann am 1. November 2016 und endet am 31. Oktober 2021. Alle Mitglieder des Gemeinderates wurden als Einzelbewerber auf einer Einheitsliste gewählt. Die klassischen politischen Parteien spielen keine Rolle.[16][17] Die Wahlbeteiligung lag mit 63,7 % über dem niedersächsischen Durchschnitt von 55,5 %.[18]

Stimmberechtigt im Gemeinderat ist außerdem der hauptamtliche Bürgermeister.

Bürgermeister

Bei den letzten Bürgermeisterwahlen am 16. Juni 2014 wurde Matthias Piszczan (CDU[19][20]) zum hauptamtlichen Bürgermeister gewählt. Bei der Stichwahl erhielt er 52,98 % der Stimmen, sein Gegenkandidat Lutz Seifert 47,02 %. Die Wahlbeteiligung lag bei 67,68 %.[21] Piszczan trat sein Amt zum 1. November 2014 an und löste den seit 2006 amtierenden Bürgermeister Bernd Fiegenheim ab, der nicht noch einmal kandidierte.[22]

Vertreter in Land- und Bundestag

Spiekeroog gehört zum Landtagswahlkreis 87 Wittmund/Inseln, der den gesamten Landkreis Wittmund sowie im Landkreis Aurich die Städte Norderney und Wiesmoor, die Gemeinde Dornum und die Inselgemeinden Juist und Baltrum umfasst. Zur Landtagswahl in Niedersachsen 2017 traten dort 15 Parteien an. Davon haben sechs Parteien Direktkandidaten aufgestellt. Direkt gewählter Abgeordneter ist Jochen Beekhuis von der SPD.

Spiekeroog gehört zum Bundestagswahlkreis Friesland – Wilhelmshaven. Er umfasst die Stadt Wilhelmshaven sowie die Landkreise Friesland und Wittmund.[23] Direkt gewählte Abgeordnete ist Siemtje Möller (SPD). Über Listenplätze der Parteien zog kein Kandidat der Parteien aus dem Wahlkreis in den Bundestag ein.[24]

Wappen

Blasonierung: „In Blau über silbernen natürlichen Wellen ein linksgewendetes zweimastiges goldenes Schiff mit silbernen Segeln.“[25]
Wappenbegründung: Das Wappen der Insel Spiekeroog stammt aus dem Jahr 1968. Das Schiff ist eine mittelalterliche Hansekogge und soll ein Symbol für den früheren Handel mit den Niederlanden sein.[26] Das Wappen lehnt sich stark an das Wappen des Landkreises Wittmund an, zu dem Spiekeroog gehört und auf dem ebenfalls eine Kogge abgebildet ist. Die Gemeinde Spiekeroog selbst führt keine Flagge.

Kultur und Sehenswürdigkeiten
Hauptartikel: Liste der Baudenkmale in Spiekeroog
Bauwerke und Kulturdenkmäler

Im Gegensatz zu den anderen ostfriesischen Inseldörfern musste der Ort Spiekeroog in den letzten Jahrhunderten weder verlegt noch seitens der Infrastruktur oder Bausubstanz über die Maßen vergrößert und modernisiert werden. Dies begünstigte den Erhalt mehrerer jahrhundertealter Friesenhäuser, die dem historischen Ortskern zusammen mit seinen schmalen Wegen und seinem alten Baumbestand ein besonderes idyllisches Ortsbild geben.

Altes Inselhaus

Das älteste Haus der Insel ist das Alte Inselhaus in der Süderloog 4, das im Jahre 1705 erbaut wurde. Das Haus ist wie auch einige der anderen alten Häuser auf Spiekeroog mit einem so genannten Schwimmdach ausgestattet. Heute ist in dem Alten Inselhaus ein Café und Restaurant untergebracht. Weitere erhaltene Häuser mit einer Schwimmdachkonstruktion sind das Drifthuus, das Huus Puppenstuv und das Doppelhaus Noorderloog 15/17.

Kirchen

Die evangelisch-lutherische Alte Inselkirche wurde 1696 erbaut und ist damit die älteste Kirche aller ostfriesischen Inseln. Sie steht zwischen den Straßen Noorderloog und Süderloog, den beiden ältesten Straßen Spiekeroogs. Die Kanzel im Stil der Renaissance, Apostelbilder sowie eine Pietà, die angeblich von einem 1588 vor Spiekeroog gestrandeten Schiff der spanischen Armada stammen soll, sind sakrale Gegenstände in dieser Kirche. 1961 wurde eine neue evangelische Kirche erbaut. 1971 folgte für die kleine katholische Gemeinde und die Feriengäste die Kirche St. Peter, die wegen ihrer Architektur als „Das Zelt Gottes in den Dünen“ bezeichnet wird.[27]

Inselkirchen

Alte Inselkirche

Neue evangelische Kirche

Römisch-katholische Kirche: St. Peter

Drinkeldodenkarkhof
Drinkeldodenkarkhof: Gedenkstätte

Der Drinkeldodenkarkhoff im Tranpad, auch Friedhof der Heimatlosen genannt, ist eine Gedenkstätte für die Opfer des Auswandererschiffes Johanne, das am 6. November 1854 vor Spiekeroog strandete. Durch das Unglück verloren 77 Auswanderer ihr Leben, darunter 18 Männer, 34 Frauen, 18 Kinder unter zehn Jahren und sieben Säuglinge. Die geborgenen Toten wurden am 9. November in einem damals noch außerhalb des Dorfes liegenden Dünental beerdigt. 1859 wurde die Stätte mit einem ersten eisernen Kreuz gekennzeichnet.

Nationalpark-Haus Wittbülten
Nationalpark-Haus Wittbülten an der Hermann Lietz-Schule (2006 eröffnet)

Im März 2006 eröffnete das Nationalpark-Haus Wittbülten an der Hermann Lietz-Schule Spiekeroog im Ostteil der Insel seine Pforten für Besucher. „Wittbülten“ ist die plattdeutsche Bezeichnung für die ersten Sandansammlungen, die zur Bildung einer Düne und somit zur Entstehung einer Insel führen. Das Umweltzentrum zeigt eine Dauerausstellung, in der die Themen Gezeiten, Inselentstehung, Lebensräume der Insel sowie das Leben von Meeressäugetieren aufbereitet werden.[28][29] Ergänzt wird die Ausstellung durch ein Original-Pottwalskelett und eine Aquarienanlage.

Museen

Das Inselmuseum zeigt Exponate zur Geschichte der Insel, der Entwicklung des Seebades Spiekeroog und zur Inselnatur. In den Räumen des Inselmuseums werden auch standesamtliche Trauungen durchgeführt.

Das Muschelmuseum im Haus des Gastes „Kogge“ zeigt eine humorvolle Ausstellung von etwa 2000 Muscheln aus aller Welt.

In der Zeit von April bis September (je nach Ferienlage) verkehrt zwischen dem Bahnhof und dem Westend die Spiekerooger Museumspferdebahn.

Naherholung
Wattwanderungen

Der Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer lädt zur Beobachtung der Natur ein. Unter der Führung ausgebildeter Wattführer kann man an Wattwanderungen teilnehmen.

Kunst
Bronzeplastik de Utkieker von Hannes Helmke auf der Aussichtsdüne

Am 10. Juni 2007 erfolgte die Einweihung der Bronzeplastik De Utkieker. Die von dem Kölner Künstler Hannes Helmke[30] geschaffene 3,50 Meter hohe Skulptur eines Nackten steht auf einer Aussichtsdüne in der Nähe der Strandhalle und schaut über die Dünen Richtung Meer.

2011 erschuf der Berliner Bildhauer Bernd Finkenwirth drei Skulpturen aus alten Dalben. Sie stehen am Hafen von Spiekeroog.[31]

Inselansichten

Im Noorderloog

„Altes Inselhaus“, erbaut um 1700

Hotel zur Linde

Die Ostplate

Dünen an der Strandhalle

Skulpturen aus alten Dalben

Wirtschaft und Infrastruktur
Tourismus
Am Hauptbadestrand

Als Nordseeheilbad verfügt die Insel über Kureinrichtungen, wie ein Kurmittelhaus, ein Mutter-Kind-Kurheim und ein Inselbad. Spiekeroog hat mit allen Hotels, Pensionen, Privatzimmern, Ferienwohnungen, Kur- und Freizeitheimen etwa 3.500 Gästebetten. Laut einer Erhebung aus dem Jahr 2003 besuchen etwa 64.000 Urlauber mit 554.000 Übernachtungen jährlich die Insel, dazu kamen rund 81.000 Tagesgäste. Die Zahl der registrierten Gäste stieg 2006 gegenüber dem Vorjahr um 2,2 % von 78.867 auf 80.614. Die Zahl der Übernachtungen stieg 2006 um 4,1 % auf 565.733. Der Trend zu einer kürzeren Verweildauer hielt weiter an. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer sank im Jahr 2006 auf 5,8 Tage. 2012 betrug die Anzahl der Urlauber 93.578 (597.715 Übernachtungen) bei 6,4 Verweiltagen.

Spiekeroog ist zur touristischen Vermarktung der Insel der Marketingorganisation Die Nordsee GmbH in Schortens beigetreten. Das Unternehmen vertritt die sieben Ostfriesischen Inseln sowie 15 niedersächsische Küstenorte.[32] Es ist verantwortlich für die gemeinsame Pressearbeit, das Marketing, die Durchführung von Messen und Veranstaltungen, die Erstellung von Printmedien sowie die Klassifizierung von privaten Ferienunterkünften.

Spiekeroog war in der Vergangenheit häufiges Urlaubsziel verschiedener Bundespräsidenten. So verbrachten Gustav Heinemann, Richard von Weizsäcker und Johannes Rau ihren Urlaub hier. Insbesondere Johannes Rau war bereits als Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen regelmäßig im Urlaub mit seiner Familie auf Spiekeroog und besaß ein eigenes Ferienhaus auf der Insel. 1982 ließ sich das Ehepaar Rau in der Alten Inselkirche kirchlich trauen. Im Jahre 2000 erhielt Johannes Rau die Ehrenbürgerschaft der Insel.[33]

Neben Hotels, Pensionen und Ferienwohnungen verfügt die Insel auch über einen Zeltplatz im Westteil der Insel, der von Mai bis September geöffnet ist.

Medien

Der spiekerooger inselbote ist die einzige auf der Insel erscheinende Zeitung. Das 1987 gegründete Blatt wird durch den einzigen Journalisten der Insel Hartmut Brings herausgegeben[34] und versorgt nicht nur die Inselbewohner, sondern auch eine stetig steigende Anzahl von so genannten Festlandsabonnenten.[35] Die Insel gehört zudem zum Verbreitungsgebiet des Anzeigers für Harlingerland und der Ostfriesen-Zeitung. 2007 bis 2010 erschien vierteljährlich das kostenlose Magazin Watt’n Eiland mit einer Auflage von 6000 Exemplaren, welches sich mit Geschichten von und über Spiekeroog vor allem an die Inseltouristen richtete.[36] Im Juni 2009 startete eine Onlinezeitung für Spiekeroog mit dem Namen Spiekerooger Inselalldag[37], die jedoch 2011 wieder eingestellt wurde.

Verkehr
Fährschiff Spiekeroog I
Luftbild von Süden her mit Hafen
Die Museumspferdebahn am Bahnhof
Inselverkehr

Die Insel Spiekeroog ist bis auf die Feuerwehr- und Rettungsfahrzeuge der Inselgemeinde autofrei. Weiterhin sind einige Elektrofahrzeuge für den gewerblichen Transport im Einsatz, unter anderem für den Gepäcktransport der Feriengäste. Ansonsten ist der Bollerwagen das typische Transportmittel für Gepäck und Kleinkinder auf der Insel.

Im Gegensatz zu den anderen ostfriesischen Inseln – mit Ausnahme von Baltrum – gibt es auf Spiekeroog keinen Fahrradverleih und nur sehr eingeschränkte Möglichkeiten zum Radwandern. Viele Wege im Dorfzentrum und zum Strand sind wegen ihrer Enge für Fahrräder gesperrt. Den Feriengästen wird von der Kurverwaltung abgeraten, Fahrräder mit auf die Insel zu bringen.[38] Gäste, die ihre Fahrräder mitbringen möchten, bezahlten für die Überfahrt bis vor einiger Zeit einen Euro mehr als für die Tagesrückfahrkarte für eine Person.[39] Inzwischen wurden die Preise für den Fahrradtransport gesenkt.[40] Von den Einheimischen werden vielfach Fahrräder genutzt und teils an Gäste verliehen. Ein Versuch, die Fahrräder ganz von der Insel zu verbannen, verfehlte im Inselrat nur knapp die Mehrheit.[39]

Spiekeroog ist die einzige bewohnte ostfriesische Insel ohne Flugplatz. Im Hafenbereich besteht ein Landeplatz für Hubschrauber mit den üblichen Standards. Er wird in der Regel für den Transport von Kranken und in strengen Wintern bei Einstellung der Schifffahrt für Lebensmitteltransporte sowie auch für den Abflug von Touristen von der Insel genutzt.

Fährverkehr

Der Fährverkehr zum Hafen Spiekeroog erfolgt durch regelmäßige Verbindungen vom Sielhafen Neuharlingersiel aus. Die Inselfähren werden durch die Touristikgesellschaft der Insel Nordseebad Spiekeroog GmbH betrieben. Den Hauptfährverkehr leisten die Schiffe Spiekeroog I und Spiekeroog II. Im April 2010 übernahm die neu erstandene Kombifähre Spiekeroog IV den früher vom Frachtschiff Tilde durchgeführten Gütertransport. In beschränktem Umfang befördert die Kombifähre auch Passagiere. Für Ausflugsfahrten und als Verstärkungsschiff diente bis 2013 die Spiekeroog III und bis 2014 die Spiekeroog Express.

Siehe auch: Liste der Spiekerooger Fährschiffe und Liste der Baken auf den Ostfriesischen Inseln
Inselbahn
Hauptartikel: Spiekerooger Inselbahn

Bis zur Inbetriebnahme des ortsnahen neuen Hafens im Jahr 1981 verkehrte eine dieselbetriebene Inselbahn zwischen dem alten Hafen und dem Inseldorf. Nach der Einstellung des Betriebes des alten Hafens wurden die sanierungsbedürftigen Gleise bis auf den Abschnitt Bahnhof–Westend abgebaut. Auf dem noch bestehenden Streckenabschnitt nahm eine Museumspferdebahn ihren Betrieb auf. Der von einem Pferd gezogene Wagen verkehrt in der Sommersaison mehrmals täglich zwischen Bahnhof und Westend. Schon zu Beginn des zunehmenden Tourismus in der Zeit vor dem Ersten Weltkrieges war es möglich, mit der Pferdebahn vom Dorf zum damaligen Badestrand zu fahren.[41]

Bildung
Hof der Hermann Lietz-Schule mit Vestas-Windkraftanlage

Spiekeroog verfügt über eine Inselschule (Grundschule und Hauptschule) sowie die Hermann Lietz-Schule als staatlich anerkanntes Gymnasium mit Internat in freier Trägerschaft. Die Schule gehört zu den fünf Hermann-Lietz-Schulen, ist jedoch seit 1984 rechtlich und wirtschaftlich von diesen unabhängig. Wie die anderen Schulen dieser Gruppe ist sie dem reformpädagogischen Konzept von Hermann Lietz verpflichtet.[28]

Persönlichkeiten
Hans Leuss (1861–1920), geboren auf Spiekeroog, erst antisemitischer Reichstagsabgeordneter, später SPD-Politiker.
Johannes Rau (1931–2006), Politiker (SPD), der achte Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland war von 2000 an Ehrenbürger von Spiekeroog; er verbrachte seine Urlaube auf Anraten seines Arztes bis zu seinem Tod auf Spiekeroog.
Wernher von Braun (1912–1977), weltbekannter Raketeningenieur, machte 1930 vorzeitig sein Abitur auf der Hermann Lietz-Schule.[28]
Siehe auch
Wrack Verona
Wrack Moltke
Literatur
Gemeinde Spiekeroog: Die Zukunft gemeinsam gestalten – Texte zum Zukunftsprozess von Spiekeroog. Geest-Verlag, Vechta-Langförden, 2008, ISBN 978-3-86685-118-4.
Gert-Uwe Detlefsen, Robert Geipel: Inselzauber Spiekeroog – Bilder einer Ferieninsel. Edition Walfisch, Bremen 2005, ISBN 978-3-938737-00-2.
Hans Jürgen Jürgens: Zeugnisse aus unheilvoller Zeit. Ein Kriegstagebuch über die Ereignisse 1939–1945 im Bereich Wangerooge – Spiekeroog – Langeoog sowie die Lage im Reich und an den Fronten. 6. Auflage. C.L. Mettcker & Söhne, Jever (1989) 2003, ISBN 3-87542-008-X.
Johannes Meyer-Deepen, Meertinus P.D. Meijering: Spiekeroog – Geschichte einer ostfriesischen Insel. Verlag Kurverwaltung Nordseeheilbad Spiekeroog, 3. Auflage 1989.
Johannes Meyer-Deepen, Meertinus P.D. Meijering: Spiekeroog – Naturkunde einer ostfriesischen Insel. Verlag Kurverwaltung Nordseeheilbad Spiekeroog, 1979.
Arne Petschat, Robert Geipel: Der Zauber von Spiekeroog: Gedichte einer Insel. Edition Walfisch, Bremen 2006, ISBN 3-938737-04-2.
Manon Loock-Braun: Unterwegs auf Spiekeroog. Naturkundlicher und kulturhistorischer Inselrundgang. Husum Verlag, Husum 2008, ISBN 978-3-89876-396-7
Christof Schramm: Schwere See vor Spiekeroog. Edition Beluga bei Mare, Mareverlag, Hamburg 2009, ISBN 978-3-86648-118-3.
J. Voß: Die Nordseeinsel Spiekeroog u. das dortige Seebad. Prätorius u. Seyde, 1850. books.google.de
Johannes Walter: Die Ostfriesischen Inseln. Seminar des Instituts für Geographie der Universität Stuttgart, Stuttgart 2001. Digitalisat
Theodor Janssen: Über die Kräfte, die die ostfriesischen Inseln, insbesondere den östlichen Sandstrand der Insel Spiekeroog, gestalten, Dissertation an der Technischen Hochschule Hannover, 1933 Teil-Digitalisat.
Weblinks
 Commons: Spiekeroog – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wiktionary: Spiekeroog – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
 Wikivoyage: Spiekeroog – Reiseführer
Offizielle Seite der Insel
Spiekeroog unter geografischen Gesichtspunkten
Webseite des Nationalparkhauses Witbülten
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