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Wir lieben Statistiken und Daten…

…um dort Entscheidungshilfen heraus zu extrahieren.
Unser Erfolg basiert darauf, Muster aus möglichst vielen Datenströmen zu erkennen und diese dazu zu nutzen, Ihre Stellenanzeige kostenoptimiert zu besetzen.

Von daher wollen wir Ihnen Statistiken über Stadt Wehlen nicht vorenthalten.

Geschichte
Historische Postkarte von ca. 1901–1921

Im Jahr 1269 wurde Wehlen erstmals als Wylin urkundlich erwähnt. Die Siedlung entstand im Schutz einer Burg, die Heinrich der Erlauchte 1245 vom böhmischen König Wenzel erhielt. Bereits im Jahr 1346 wurde Wehlen als Stadt (Civitas) genannt. Die Burg wurde seit 1543 nicht mehr bewohnt, so dass sie nach und nach verfiel.

Die Einwohner lebten von Schifferei, Handwerk und Steinbrucharbeit. Bereits 1547 wurde Wehlen als „Amtsstädtlein“ bezeichnet, sodass die Grundherrschaft nicht von einem Rittergut, sondern einem Amt ausgeübt wurde, anfangs Lohmen, später Hohnstein.

Am 31. Juli 1848 erreichte die Eisenbahn Wehlen (Pötzscha). Seit der Romantik entwickelte sich auch ein erster Tourismus. Im Jahr 1860 gab es 48 Fremdenführer.

Ortsnamenvarianten

Der Ortsname Wehlen wird erstmals 1255 als Teil des Personennamens Theodoricus de Wilin[2] erwähnt. Er geht auf die altsorbische Grundform *Vel-n- zurück, die sich auf verschiedene Weise erklären lässt. Eine erste mögliche Variante ist die Herleitung von *Vel(a), dem Vornamen eines Lokators, womit der Ortsname „Siedlung eines Vel(a)“ bedeuten würde. Variante zwei lautet, dass dem Ortsnamen *vel-, eine altsorbische Entsprechung des slowenischen velna (‚Rodung‘), zugrunde liegt und er sich demnach mit „Rodungsort“ übersetzen ließe. Die dritte Variante stellt den Ortsnamen zu *vel (‚nass, feucht‘), wodurch er im Deutschen einer „Siedlung auf feuchtem Boden“ entspräche.[3] Die Besonderheit bei der Namensgebung liegt darin, dass das Wort Stadt explizit zum Namen von Stadt Wehlen gehört. Der Zusatz dient zur Unterscheidung des benachbarten Ortsteils Dorf Wehlen. Wehlen wäre somit keine korrekte Bezeichnung für den Ort Stadt Wehlen in der Sächsischen Schweiz.

Jahr Varianten des Namens von Wehlen
1255: Theodoricus de Wilin (G) (UBN II 276)
1260: Vylin
1269: Wylin
1288: Henricus de Wylin (Meiche, Burgen 145, ohne Quelle)
1372: Welyn
1445: Welin
1454: Wehlau
1485: Belen
1501: Bellen
1543: Welehn, Welhenn, Welhnn
1791: Wehlen
1875: Wehlen (Wehlstädtel)

Eingemeindungen
1. April 1939: Pötzscha, Zeichen
1. Januar 1994: Zusammenschluss mit Dorf Wehlen zu Stadt Wehlen
Entwicklung der Einwohnerzahl

Jahr Stadt Wehlen (mit entspr. Ortsteilen)
1547/48/51 17 besessene Männer
1764 14 besessene Männer, 28 Gärtner, 34 Häusler
1834 865
1871 1.449
1890 1.518
1910 1.264
1925 1.403
19391 1.842
1946 1.149
1950 1.139
19642 1.981
1970 1.921
19903 1.911
19984 1.800
2000 1.801
2002 1.724
Stadt Wehlen: Einwohnerzahlen ab 2003 (ohne Ortsteile)
Jahr Einwohner
2003    782
2004    793
2005    796
2006    788
2007    798
2008    806
2009    799
2010    782
2011    774
2012    778
2013    773
2014    770
2015    768
2015    774
Datenquelle: Stand jeweils 31. Dezember, Datenquelle: Statistisches Landesamt Sachsen

1: 1939 bis 1950: Stadt Wehlen inkl. Ortsteile Pötzscha und Zeichen
2: 1964 bis 2002: Stadt Wehlen inkl. Ortsteile Dorf Wehlen, Pötzscha und Zeichen
3: Stand 3. Oktober 1990
4: 1998 bis 2002: Stadt Wehlen inkl. Ortsteile Dorf Wehlen, Pötzscha und Zeichen (Stand 31. Dezember, Datenquelle: Statistisches Landesamt Sachsen)

Wappen

Ein einmastiges blaues rahgetakeltes Schiff auf weißem Hintergrund. Das Segel ist blau und gebläht dargestellt sowie mit einer goldenen Lilie geziert. Der Mastwimpel ist ebenfalls blau.

Wehllied

Das Wehllied wurde von Hede Willecke geschrieben, wobei das Entstehungsjahr unbekannt ist.
Die Vertonung des Liedes fällt in Zeit zwischen 1962 und 1964. In diesen Jahren war Willy Bernhardt (selbst Musiker und Kapellmeister) Chorleiter des Gesangsvereins in Stadt Wehlen.[4] Dieser Text ist immer noch auf der Südseite des Torbogens am Gebäude des ehemaligen Ratskellers zu sehen.

Du sonniges Wehlen, du Perle der Schweiz.
Du liebliches Städtchen mit eigenem Reiz.
Du bist für mich alt, doch stets wieder neu,
Du sonniges Wehlen, dir halt ich die Treu.

Politik

Kommunalwahl 2014[5]
Wbt.: 60,4 % (2009: 52,4 %)

 %6050403020100

53,2 %33,9 %12,9 %

ULCDULinke
Gewinne und Verluste

im Vergleich zu 2009
 %p   4   2   0  -2  -4  -6

-4,3 %p
+3,9 %p+0,4 %p
ULCDULinkeVorlage:Wahldiagramm/Wartung/TITEL zu lang

Stadt Wehlen gehört zur Verwaltungsgemeinschaft Lohmen/Stadt Wehlen.

Gemeinderat

Im Gemeinderat setzen sich die insgesamt 10 Sitze aus dem anteiligen Stimmenverhältnis der Kommunalwahl wie folgt zusammen:

UL: 6 Sitze
CDU: 3 Sitze
DIE LINKE: 1 Sitz
Bürgermeister

Klaus Tittel ist der aktuelle ehrenamtliche Bürgermeister der Stadt Wehlen.

Historie der Bürgermeister[6]

Jahr (von–bis) Name
1843–1849 Karl Gottfried Reichert
1849–1855 Heinrich Gottlob Richter
1855–1865 Karl August Ebert
1865–1871 Dr. med. Alfred Valerius
1871–1873 Karl Gottlieb Schlenkrich
1873–1892 Friedrich Wilhelm Reimann
1892–1894 Dr. med. v. Sendykowski
1894–??? Gustav Schaale
1932 Hans Kliemann
bis 1938 Willy Hennig
1938–1945 Herr Hohlmann
1945–1953 Arthur Walther, Herr Staude, Max Starke, Herr Hantusch, Gerhard Bauer
1954–1965 Gottfried Stohn
1966–1969 Frau Jesche
1970–1973 Herr Schubert
1974–1984 Herr Klemmer
1985–1986 Frau Seidel
1987–1989 Herr Gude (Amtsenthebung in 10/1989)
1989 Herr Kurze
1990–2001 Klaus Tittel (hauptamtlich)
2001–jetzt Klaus Tittel (ehrenamtlich)

Partnergemeinden und Städtepartnerschaften
Deutschland Wehlen an der Mosel (Rheinland-Pfalz)
Deutschland Wangen im Allgäu (Baden-Württemberg)
Deutschland Trochtelfingen (Baden-Württemberg) seit 29. Juni 2012
Städtefreundschaft mit Deutschland Dorn-Dürkheim (Rheinland-Pfalz)
Europaregionen

Am 19. Juni 2005 haben die Stadt Wehlen und Tschechien Travčice eine Partnerschaft im Verbund der Euroregion Elbe/Labe (DE, CZ) vereinbart.

Kultur und Sehenswürdigkeiten
Panorama Stadt Wehlen im Elbsandsteingebirge

Blick auf das linkselbische Ufer in Stadt Wehlen

Stadtkirche auf dem Marktplatz

Michaliskirche in Dorf Wehlen

Herbrig-Orgel in der Michaeliskirche

„Trommel“: Nordseite der Burgruine in Stadt Wehlen

„Weiße Brüche“, Blick vom Rauenstein

Bauwerke
Habe-Bollwerk gegen Eisgang

Stadt Wehlen

Burgruine, Burg Wehlen
Auf der vormals den Burgherren gehörenden „Hofewiese“ (gleichlautender Straßenname, wo auch die Wüstung Linkenau vermutet wird) steht das vollständig erhaltene Gewölbe des mittelalterlichen Stalles. Durch An-, Vor- und Überbau ist es heute integraler Bestandteil eines Privathauses und nicht zugänglich.
Reste der alten, im spätgotischen Stil erbauten Kirche unterhalb der Burgruine
Heimatmuseum bzw. Pflanzengarten
sanierte Kirche auf dem Marktplatz; Innenausstattung im Nazarenerstil
Die „Habe“ hinter dem Marktplatz ist eine Uferbestigungsanlage zum Schutz vor Eisgang
Brunnen auf dem Marktplatz
Hochwassermarken gegenüber dem Marktbrunnen
Das senkrecht und waagerecht verlaufende Netz der Hochwasserwege im östlichen Stadtbereich. Es handelt sich um Privatwege, die nur im Notfall geöffnet werden.

Dorf Wehlen

Miniaturpark Kleine Sächsische Schweiz (die Sächsische Schweiz en miniature)
St.-Michaelis-Kirche mit historischer Orgel von Christian Gottfried Herbrig und Sohn aus dem Jahr 1831. Die Orgelbauer haben für diese Kirche auch den hölzernen Kanzelaltar geschaffen.

Pötzscha

Erlebnisbad
Das ehemalige Bahnhofsgebäude am heutigen S-Bahn-Haltepunkt „Stadt Wehlen“ stammt aus der Zeit des weitgehend Eisenbahn-gebundenen Tourismus der Sächsischen Schweiz und ist typisch für die Zeit seiner Entstehung.

Zeichen

Himmelsleiter
Fährhaus

Eine Liste aller Kulturdenkmale kann hier abgerufen werden: Liste der Kulturdenkmale in Stadt Wehlen

Ausflugsziele in der umgebenden Sächsische Schweiz
Wilke-Aussicht auf Wehlen und die Elbe
Wehlener Grund
Uttewalder Grund und Felsentor
Bastei
Hirschgrund
Weiße Brüche
Aussichtspunkt und Kunsthaus Schützenhaus auf dem Hausberg
aufgegebene Steinbrüche mit erhaltenen Einrichtungen zwischen Wilke-Aussicht und Zeichen (eigene Wegkennzeichnung)
Sport
Bergtest bei Wehlen
Bergradrennen
Elbschwimmen
Elbtalsportfest zur Sommersonnenwende
TuS Einheit Wehlen (Fußballverein)
Vereine und Institutionen
Faschingsverein
Freiwillige Feuerwehr Stadt Wehlen (mit den Ortsteilwehren: Dorf Wehlen, Pötzscha und Stadt Wehlen)
Gesangsverein
Grundschule
Jugendclub Dorf Wehlen
Jugendclub Stadt Wehlen
Kirchgemeinde ev.-luth.
Kindergarten Stadt Wehlen
Kindergarten Dorf Wehlen
Kunstmeile Wehlen – Initiative der ortsansässigen Künstler
Pferdesportverein Dorf Wehlen
Reitverein Dorf Wehlen
Reit- und Fahrsportgemeinschaft
Schützengilde
Schifferverein
Tourismus- und Heimatverein
TUS Einheit (Sportverein)
Verein zur Förderung der Freiwilligen Feuerwehr Stadt Wehlen e. V.
Verein „Lustige 7 Pötzscha“ e. V.
Veranstaltungen

Im Jahr finden regelmäßig folgende Veranstaltungen statt:

Weihnachtsbaumverbrennen
Sommermusiken
Brunnenfest
Schützenfest
Sonnenwendfeier
Kirmes
Wirtschaft und Infrastruktur
Verkehr

Die Stadt Wehlen ist rechtselbisch über die Kreisstraße 8710, welche zur großen Kreisstadt Pirna führt und an die Kreisstraße 8711, welche nach Lohmen führt, angebunden. Linkselbisch ist der Ortsteil Pötzscha über die Kreisstraße 8733 an die Orte Naundorf und Struppen angeschlossen.
Es besteht ein regelmäßiger Fährverkehr über die Elbe zwischen Stadt Wehlen und Pötzscha und damit der Zugang zur Linie S1 der S-Bahn Dresden. Der Haltepunkt Stadt Wehlen (Sachs) liegt an der Bahnstrecke Děčín–Dresden-Neustadt.
Die Anlegestelle in Stadt Wehlen wird in der Saison mehrmals täglich von Elbdampfern der Sächsischen Dampfschiffahrt und der Personenschiffahrt Oberelbe angefahren.
Es besteht außerdem ein regelmäßig Busverbindung der Oberelbische Verkehrsgesellschaft Pirna-Sebnitz mit der Regionallinie 238 in die Stadt Pirna.

Kindergarten

Stadt Wehlen besitzt insgesamt zwei Kindergärten. In Stadt Wehlen befindet sich das „Elbkinderland“ und in Dorf Wehlen der Kindergarten „Pusteblume“.

Schule

Stadt Wehlen unterhält eine Grundschule mit dem Namen „Friedrich Märkel“. Die Namensgebung erfolgte nach dem bekannten Kantor und Entomologen Johann Christian Friedrich Märkel, welcher zu Lebzeiten in der Stadt arbeitete.

Persönlichkeiten
Söhne und Töchter der Stadt
Karl Friedrich Wilhelm Erbstein (1757–1836), Historiker, Numismatiker, Schriftsteller
Gottlob August Krille (1779–1813), Komponist und Kreuzkantor in Dresden
Carl Friedrich August Kühnscherf (1808–1879), Schlossereibesitzer
Johann Georg Standfuß (k.A.–um 1759), Violinist, Komponist
Personen, die mit der Stadt in Verbindung stehen
Pol Cassel (1892–1945), Maler
Johann Christoph Erbstein (1720–1805), Pfarrer
Walter Friese (k.A.–1954), Dr. Ing., Gründer des Heimatmuseums (23. Juni 1923)
Konrad Haebler (1857–1946), Bibliothekar und Inkunabelforscher
Johann Christian Friedrich Märkel (1790–1860), Kantor und Entomologe
Carl Mennicke (1837–1909), Ehrenbürger und Wohltäter der Stadt
Richard Mucke (1846–1925), Geograph und Ethnologe
Robert Sterl (1867–1932), Maler
Literatur
Richard Steche: Wehlen. In: Beschreibende Darstellung der älteren Bau- und Kunstdenkmäler des Königreichs Sachsen. 1. Heft: Amtshauptmannschaft Pirna. C. C. Meinhold, Dresden 1882, S. 96.
Ernst Friedrich Wilhelm Heinse: Die Verheerungen durch einen Wolkenbruch in dem Städtchen Wehlen bei Pirna. Dresden 1822. (Digitalisat)
Weblinks
 Commons: Stadt Wehlen – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien
 Commons: Kulturdenkmäler in Stadt Wehlen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Stadt Wehlen im Digitalen Historischen Ortsverzeichnis von Sachsen