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Geschichte

Am 1. Januar 1975 wurden die Städte Borghorst und Burgsteinfurt zur Stadt Steinfurt zusammengeschlossen.[2]

Burgsteinfurt

Burgsteinfurt ist ein Ort im Münsterland. Stark evangelisch geprägt, mit der ältesten Hochschule Westfalens, mit Bürgerhäusern aus allen Epochen und einem Wasserschloss unterscheidet sich „Stemmert“ von seiner Umgebung. Hinzu kommt die reizvolle Landschaft, voran das Bagno, ein grüner Vergnügungspark aus dem 18. Jahrhundert mit einer der ältesten freistehenden Konzerthallen Europas.

Mittelalter

Zur Gründung der Stadt haben wohl mehrere Faktoren beigetragen: die vorangegangene bäuerliche Besiedlung des Umlandes, die Burg als Herrschaftszentrum, eine verkehrsgünstige Furt im Fluss und die Lage an einem Knotenpunkt mehrerer Fern- und Handelswege. Die Bauerschaften im Umland Hollich, Sellen und Veltrup sind wesentlich älter als Burgsteinfurt. Die um 890 erwähnte „Villa Seliun“ (Werdener Urbar A Teil 3; Kötzschke 1906, Bd. 2, CXI, 39) ist das erste schriftliche Zeugnis einer Besiedlung des Steinfurter Stadtgebiets. Sie war vermutlich ein größerer Hof in der heutigen Bauerschaft Sellen. Bei Ausgrabungen in diesem Bereich, in der Steintorfeldmark, fand sich eine frühe Gehöftsiedlung des 9. bis 12. Jahrhunderts. Die alten Bauerschaften wurden 1939 eingemeindet.

Am Zugang zur Burg lag der frühere Marktplatz. Um diesem Kern entwickelte sich die heutige Altstadt.

Der Name „Steinfurt“ leitet sich von einer steinernen Durchfahrt, einer Furt, durch den Fluss Aa ab. Die Furt war eine der wenigen Stellen, an denen man den Fluss mit Gespannen durchqueren konnte. Wer die Furt kontrollierte, hatte Macht und konnte Wegezoll einfordern. Flusspassagen waren auch Orte, an denen Handel betrieben wurde. Bereits vor 1129 übernahmen zwei Edelherren „de Steinvorde“, Ahnen der heutigen Adelsfamilie Bentheim-Steinfurt, die Kontrolle über die Furt und die dazugehörigen Wege.

Das Geschlecht von Ascheberg hatte seine Burg in der Nähe der heutigen Verbindungsstraße Steinfurt-Emsdetten, der „Via regis“, dem Heer- und Handelsweg des 9. Jahrhunderts, in die germanischen Ostgebiete und nach Münster. Der Legende nach sollen die Ascheberger 1164 die Tatsache, dass die Steinfurter verreist waren, genutzt haben, um deren Burg zu zerstören. Nach ihrer Rückkehr rächten sich die Steinfurter, indem sie die Burg von Ascheberg dem Boden gleichmachten. Das Geschlecht der Ascheberger starb 1206 aus, die Steinfurter bestimmten von nun an die Geschicke der Region.

Der Erbauer des Schlosses Burgsteinfurt (Wasserburg) war der Edle Rudolf II. von Stenvorde. Er wurde im Jahr 1155 erstmals in einer Urkunde erwähnt. Die Edelherren von Steinfurt erweiterten ihren Besitz zur Herrschaft, später Grafschaft Steinfurt.

Nach Erlöschen des Geschlechts der Edlen von Steinfurt im Jahr 1421, verfiel die Burg, da die Erben, die Grafen von Bentheim, eigene Schlösser bewohnten. Der Sohn der Gräfin Walburg von Brederode, Arnold, setzte diese Burg 1558 wieder instand.

Die Edelherren von Steinfurt vertraten offensichtlich eine liberale Siedlungspolitik. Sie boten Kaufleuten, Handwerkern und anderen so genannte Ackerbürgern Häuser in verkehrsgünstiger Lage an der Furt an. Die Bewohner mussten im Gegenzug einen kleinen Obolus in Geld, Wachs oder Hühnern entrichten. Schnell entwickelte sich aus der alten Bauernsiedlung Villa Veliun eine Art Marktsiedlung. Die Siedlung wurde 1338 in einer Urkunde als „unse Stat to Stenvorde“ bezeichnet. Den Namen „Burgsteinfurt“ trug die Stadt von etwa 1850 bis zur Gebietsreform im Jahr 1975. Mit Inkrafttreten des Münster/Hamm-Gesetzes am 1. Januar 1975 entstand die neue Stadt Steinfurt mit den Stadtteilen Borghorst und Burgsteinfurt.

Eine besondere Bedeutung für Steinfurt hatte auch der Johanniterorden. Die Johanniter kamen zusammen mit dem Edelherrn Rudolf II. nach Steinfurt. Gemeinsam mit einigen Johannitern hatte der Edelherr an einem Kreuzzug teilgenommen. Seine Kriegskameraden siedelte er in Steinfurt an. Er machte zu ihren Gunsten 1230 eine erste Stiftung, die so genannte Dreizehn-Armenstiftung. Die Johanniter erhielten einige Güter in der Umgebung mit der Auflage, zum Seelenheil des Grafen und seiner Familie dreizehn Arme täglich zweimal mit Speise und Trank zu versorgen. Unmittelbar neben der Großen Kirche gründete der Orden 1244 eine Kommende genannte Niederlassung, deren alte Gebäude noch heute erhalten sind. In unmittelbarer Nachbarschaft der Kommende entstand ab dem 12. Jahrhundert eine Siedlung, der heutige Stadtteil Friedhof. Das Vermögen der Johanniter wuchs beständig. Die Edelherren übertrugen ihnen zum Beispiel das Aufsichtsrecht über die „Große Kirche“, einschließlich des Rechts zur Einsetzung der Geistlichen und Vermögensverwaltung der Kirche. Hinzu kamen im Laufe der Jahre Schenkungen von größeren Höfen sowie weitere Besitzungen in der Umgebung Steinfurts. Die Steinfurter Niederlassung, die erste des Ordens in Westfalen, wurde zur größten Ordensansiedlung in der Region. Auch in Münster gründeten sie eine Filiale. Johanniterorden und Friedhof bildeten eine wichtige Einheit. Der Friedhof war ein eigener Bezirk außerhalb Steinfurts mit eigenen Bürgerrechten.

Frühe Neuzeit

1558 gründet Graf Arnold III. zu Bentheim und Steinfurt das Gymnasium Arnoldinum. Diese Schule stand als Universität einst, auch in Holland, in hohem Ansehen. 1591 bis 1593 lässt Arnold IV. die Hohe Schule Steinfurt bauen. Graf Arnold IV. von Bentheim (1564–1606), ein baufreudiger, humanistisch gebildeter Renaissancefürst, war überzeugt, im Besitz der „reinen unverfälschten Apostolischen Lehr“ zu sein, die er in mit der calvinistischen Konfession, dem „reformierten Bekenntnis“, in seinen Herrschaftsgebieten (1587–91) einführt. Ursprünglich eine Trivialschule (Trivium = Dreiweg), die mit den drei Fächern Grammatik, Rhetorik und Dialektik in etwa einem humanistischen Gymnasium entsprach, wurde sie 1591 zur akademischen Lehranstalt mit den Fakultäten Theologie, Jurisprudenz, Physik/Medizin und Philosophie aufgestockt. Illustre Hochschullehrer prägten das geistige Profil des sog. Gymnasium illustre, z. B. der reformierte Theologe Conrad Vorstius (1592–1610), der berühmte Jurist Johannes Althusius (1592–94), der für Volkssouveränität und das Widerstandsrecht des Volkes gegen Tyrannei eintrat, sechs Professoren aus der berühmten Juristenfamilie Pagenstecher, der berühmte Mediziner Christoph Ludwig Hoffmann (1756–1764), der den optischen Telegraphen erfand und auf dem Buchenberg ausprobierte, der Philosoph und Verfasser zahlreicher naturphilosophischer und theologischer Schriften Otto Casmann und viele andere. Das repräsentative Gebäude der Hohe Schule Steinfurt wurde am Ende des 16. Jahrhunderts eigens als Lehrgebäude errichtet; sein heutiges imposantes Erscheinungsbild nähert sich dem ursprünglichen Bauentwurf an. Die mit Schiefer gedeckten welschen Hauben der Türme mit den offenen Laternen für die Schulglocken und den schmiedeeisernen Wetterfahren prägen auch heute noch weithin sichtbar das Stadtbild.

Die alten Wachtrollen für Steinfurt hielten die Namen der Bürger fest, deren Pflicht es war, „tho wake und to yse“, d. h. die Verteidigungsanlagen zu bewachen und eisfrei zu halten. Im Winter, wenn der Stadtgraben zugefroren war, musste das Eis aufgehackt werden, um die Sicherheit der Stadt zu gewährleisten. Dafür wurde die Bürgerschaft in drei Stadtbezirke, die sogenannten „Eise“ eingeteilt (Kirchsträßner Eis, Steinsträßner Eis, Wassersträßner Eis).

Dreißigjähriger Krieg

Das Gebiet der Stadt wurde im Dreißigjährigen Krieg wiederholt von den kriegsführenden Parteien heimgesucht. Um 1623 fand in der Nähe von Burgsteinfurt ein Gefecht zwischen Christian von Braunschweig-Wolfenbüttel und der Vorhut von Tillys Heerscharen statt. 1634 wurde die Stadt und das Schloss von Truppen des Fürstbischofs von Münster besetzt, später folgten die Hessen. Um 1647 wurde die Stadt von den Kaiserlichen eingenommen. Burgsteinfurts Bürger litten in dieser Zeit schwer durch Pest und Hungersnot. Viele von ihnen flohen nach Holland. Am Ende des Krieges waren rund 320 Häuser verwüstet. Nach Angaben sollen nur 50 zum Teil verarmte Menschen in der Stadt übrig geblieben sein. Nach dem Westfälischen Frieden von 1648 gab es nur ein kurzes Durchatmen, denn 1660 ließ der damalige Bischof Christoph Bernhard von Galen die Stadt widerrechtlich besetzen. Rund 60 Jahre unterhielt die Stadt nun eine Garnison, unter deren Abgaben sie leiden musste.

18. und 19. Jahrhundert

Der Bischof erzwang auch die Mitbenutzung der Großen Kirche für Katholiken. Erst durch einen Vergleich im Jahre 1716 wurde die Besatzung beendet. Kurze Zeit später wurde in Steinfurt die katholische Pfarrkirche im Stil des Barocks errichtet. Auch im Verhältnis zum jüdischen Glauben erwies sich die Grafschaft Steinfurt als liberal. 1662 erteilte der Graf einem Juden einen Schutzbrief, der ihm und seiner Familie das Recht zur Niederlassung in Steinfurt, zur Durchführung seiner Geschäfte und zur religiösen Betätigung gab. Auch wenn sich in Steinfurt anfänglich Widerstand gegen die Ansiedlung von Juden fand, konnten im Laufe der nächsten Jahrzehnte immer mehr Juden in Steinfurt Fuß fassen.

Es begannen ruhigere Zeiten. Die Stadtgräben und Wälle wurden planiert und das neu entstandene Land den Bürgern zur Bewirtschaftung überlassen. Graf Karl Paul Ernst von Bentheim-Steinfurt machte sich Gedanken über die Erhöhung der Wirtschaftskraft. Bedingt durch Reisen ins Ausland kam er auf die Idee, östlich vom Schloss einen Vergnügungspark nach französischem Vorbild anzulegen, das so genannte Steinfurter Bagno (nach ital. il bagno = das Bad). Sein Sohn Graf Ludwig vergrößerte den anfänglich sehr kleinen See und baute den Garten in englischem Stil um. In der Folge entstanden viele exotische Bauten, darunter ein chinesisches Palais, ein Arionschiff, ein gotisches Haus und eine künstliche Ruine. Von diesen Gebäuden existieren nur noch die Konzertgalerie, die Ruineninsel und die Neue Wache. Das Steinfurter Bagno aber wurde zu einem Publikumsmagneten.

Zweiter Weltkrieg

Die nationalsozialistische Ideologie machte auch vor den Toren Steinfurts nicht halt. Während der Novemberpogrome 1938 wurde die Synagoge, die in der Nähe des Gymnasium Arnoldinum, der Hohen Schule, stand, zerstört. 42 jüdische Einwohner wurden aus Steinfurt deportiert; nur vier überlebten. Am Ende des Zweiten Weltkriegs wurde fast die Hälfte der Altstadt durch zwei Bombenangriffe zerstört. Britische Truppen besetzten Steinfurt im April 1945; Steinfurt wurde Sitz der britischen Militärregierung.

Eingemeindungen

Am 1. April 1939 wurden Hollich, Sellen und Veltrup eingemeindet.[3]

Borghorst
Die ehemalige Borghorster Stiftskirche, 968–989 erbaut, 1885 abgebrochen
Mittelalter

Das Borghorster Gebiet war schon im 8. Jahrhundert besiedelt, das belegen Baumsargfunde in der Nähe der Pfarrkirche. Die Grafen, welche hier wohnten, führten urkundlich den Namen: „Grafen von Borchorst“ oder „Edle von Borchorst“.

Der Ort wurde am 23. Oktober 968 erstmals in einer Urkunde erwähnt. In dieser Urkunde wurde der Gräfin Bertha und ihrer Tochter Hathewig von Kaiser Otto I. gestattet, ihre befestigte Burg in eine klösterliche Lebensgemeinschaft (Kanonissen), das spätere, freiweltlich-adelige Damenstift Borghorst, umzuwandeln. Auch der Bau der ersten Kirche wurde durch drei Kaiserurkunden bestätigt. Es sind dies die Urkunden der sächsischen Kaiser Otto I., Otto II. und Otto III. aus den Jahren 968, 974 und 989. 1811 wurde das Stift nach 843 Jahren aufgehoben.

Der kostbarste Gegenstand aus der Stiftszeit ist das fast 1000 Jahre alte Stiftskreuz, ein Reliquienkreuz aus goldumkleidetem, mit echten Bergkristallen geschmücktem Eichenholz. Auf der Vorderseite des Kreuzes ist ein Kaiser Heinrich als Stifter bezeichnet, bei dem es sich vermutlich um Heinrich III. handelt. Das ikonographische Programm der Vorderseite, auf der die Essener Stadtheiligen Cosmas und Damian wie auch Petrus und Paulus in derselben Anordnung wie beim Essener Theophanu-Evangeliar abgebildet sind, verweist darauf, dass das Stift Borghorst als Tochtergründung des Stifts Essen entstand. Das Kreuz wurde in der Pfarrkirche St. Nikomedes in Borghorst gezeigt.

Spanische Plünderungen

Während des Achtzigjährigen Kriegs, in dem die Niederlande um ihre Unabhängigkeit von Spanien kämpften, besonders in der Zeit von 1578 bis 1603, hatte das Borghorster Damenstift schwer unter den wilden Kriegshorden zu leiden. Ein Bruder oder naher Verwandter der zu dieser Zeit amtierenden Äbtissin Anna von Daun-Falkenstein durchzog 1590 verwüstend das Hochstift Münster. Graf von Falkenstein-Oberstein quartierte sich mit Graf von Hollach in Metelen und Borghorst ein. Die damalige Pröbstin von Borghorst, Anna von Stricks, wurde ermordet. In einer Urkunde aus dem Schlossarchiv in Burgsteinfurt wird berichtet, dass über 100 spanische Reiter in die Grafschaft Steinfurt, besonders in das Kirchspiel und Dorf Borghorst, feindlich, bewaffnet und unerwartet eingefallen sind. Unglaubliche Verwüstungen fanden statt, alles Brauchbare und Wertvolle nahmen sie mit. Die Bevölkerung wurde um 250 Stück Vieh und Pferde beraubt.

Nach 1870

Der Aufgeschlossenheit für alles Neue und Zweckmäßige verdankt Borghorst die fast stürmische Entwicklung, die nach dem Deutsch-Französischen Krieg 1870/71 mit der verkehrstechnischen Erschließung und fortschreitenden Industrialisierung des Landes einsetzte. In Borghorst hatten zuvor viele Generationen neben dem Ackerbau die Hausweberei betrieben. Ein großer Teil der Erzeugnisse wurde nach Holland, Spanien und England, sogar bis in deren fernste Kolonien verkauft. Nun entstand eine Vielzahl von Fabriken: Webereien, Spinnereien, Veredlungsbetriebe, Nähereien und Strickereien. Die Entwicklung der Textilindustrie war vor allem mit den Namen Arnold Kock, Lanvers & Brinkhaus, Brinkhaus & Wieschebrink, A. Wattendorff verbunden.

Mit dem fortschreitenden Wachstum wurde 1885 die alte Stiftskirche abgebrochen, um eine neue, erheblich größere Kirche errichten zu können. Diese neue Pfarrkirche St. Nikomedes entstand 1885–1889; ihr Architekt war der in Köln geborene Hilger Hertel der Ältere (1831–1890), der an der Kölner Dombauhütte ausgebildet worden war. Der Kirchenraum hat eine Gesamtlänge von 66 m, ist 26 m breit und 21 m hoch; damit ist die Kirche eine der größten Hallenkirchen in Nordrhein-Westfalen. Die Turmhöhe der Kirche beträgt 99 m. Während der Bauzeit ereigneten sich drei tragische Unfälle, bei denen ein Bauarbeiter schwer und zwei tödlich verletzt wurden.

Um 1950 liefen im Stadtgebiet noch rund 100.000 Spindeln und 2.600 Webstühle. Von dieser blühenden Textilindustrie ist nichts geblieben, nur vereinzelt sind heute noch Betriebe in der Textilproduktion tätig. Viele ehemalige Produktionsstätten namhafter Unternehmen wurden abgerissen, stehen leer oder werden heute anderweitig genutzt.

Am 21. Mai 1950 wurde Borghorst zur Stadt ernannt.[3]

Im Ortskern schließt das neue BWS-Zentrum unmittelbar an die Fußgängerzone an. Der unter Denkmalschutz stehende Schornstein (einer von zwei Schornsteinen mit eisernem Löschwasserbehälter) der ehemaligen Borghorster Warps-Spinnerei (BWS) blieb bei Errichtung des Einkaufszentrum als Erinnerung an die Epoche der Textilindustrie in Borghorst stehen.

Zweiter Weltkrieg

In den Jahren 1939 bis 1945 fanden zahlreiche Bombardierungen im Stadtgebiet statt.
Borghorst ergab sich am 31. März 1945 kampflos den einrückenden britischen Truppen.
Die Aktion Stolpersteine protestierte 2014 gegen den Abriss der Villa Heimann.[4]

Einwohnerentwicklung

Einwohner

Jahr Borghorst Burgsteinfurt
1793 2200
1810 2181
1820 2530
1871 3261
1910 8572 5708
1951 14650 11798
1961 15527 12241
1970 17238 12349
1974 17619 13272
2002 19541 14812
2003 19721 14844
2004 19808 14963
2005 19772 15069
2006 19789 14999
2007 19691 15038
2008 19619 14883
2009 19531 14794
2010 19490 14640
2011 19326 14597
2012 19222 14648
2013 19097 14625
2014 19146 14659

[5]

Burgsteinfurt

1793 zählte die Stadt 2200 Einwohner.
1871 zählte die Stadt 3261 Einwohner.
1910 lebten 5708 Einwohner in Burgsteinfurt.
1925 waren für die Stadt Burgsteinfurt 1593 Adressen im Adressbuch registriert, im Amt Steinfurt 345. Das Adressbuch der Stadt Burgsteinfurt und des Amtes Burgsteinfurt von 1925 bis 1926 ist online abrufbar.
Im Jahre 1951 lebten in Burgsteinfurt (einschließlich der Bauerschaften) 11.798 Einwohner.
Am 31. Dezember 2004 sind es 14.936 Einwohner.

Borghorst

Um 1810 hatte Borghorst 347 Wohnhäuser und rund 2181 Einwohner.
Im Jahre 1820 waren es schon 2530 Einwohner, darunter 2498 Katholiken, 6 Protestanten und 26 Juden.
1910 waren 8572 Einwohner in Borghorst registriert.
1951 lebten hier 14.650 Menschen, einschließlich der Bauerschaften.
Am 31. Dezember 2008 sind es 19.619 Borghorster.
Alte Schreibweisen / Namenkunde
Burgsteinfurt

Stenvorde, Burgsteinfurt

→ „Burg an der steinernen Furt“
Borghorst

Burhurst, Bornhorst, Burchorst, Burchurst, Borchorsth, Borchorst, Borghorst

Das Wort Burchurst ist ein zusammengesetztes und besteht aus Burc und hurst. Dabei bezeichnet „Burc“ eine Burg oder ein befestigtes Schloss (castrum), während mit hurst oder horst der Wald gemeint ist.
→ „Die Burg im Wald“
Dumte

Dume, Dumethe (1283), Dummete (1439), Dumete (1090)

Dumme, zu westfälisch dummerig, feucht, dumpfig (von Land); hochdeutsch dumm, von feuchtem Salze, bei Luther, norwegisch-dialektisch dumma, Unklarheit der Luft, Nebeldecke.
Ostendorf

Der Name wird von einem Hof gleichen Namens (14. Jahrhundert) abgeleitet.

„dat hues ton ostendorpe“ – gemeint ist ein Bauerschaft- und Hofname im Osten von Borghorst.
Wilmsberg

Wilmesberghe, seit 1203 Wilmsberg

Der Name Wilmsberg stammt von einem alten Rittergeschlecht.
Religionen

Der Ortsteil Burgsteinfurt ist Sitz einer evangelischen Enklave im katholischen Münsterland.

In den Grafschaften Bentheim-Steinfurt führt Graf Arnold II. 1544 die lutherische Lehre ein. Ab 1588 setzt sich ein allmählicher Wechsel von der lutherischen hin zur calvinistischen Richtung durch. Dieser ist etwa 1598 abgeschlossen.

Der Ortsteil Borghorst ist überwiegend römisch-katholisch.

Kirchengemeinden:

evangelisch
Ev. Kirchengemeinde Burgsteinfurt
Evang.-Luth. Kirchengemeinde St. Johannes (Selbständige Evangelisch-Lutherische Kirche)
Ev. Kirchengemeinde Borghorst-Horstmar
katholisch (Bistum Münster, Kreisdekanat Steinfurt, Dekanat Steinfurt)
Kath. Pfarrgemeinde St. Nikomedes, bestehend aus der Pfarrkirche St. Nikomedes (Ortsteil Borghorst) sowie den ehemaligen Pfarrkirchen St. Mariä Himmelfahrt (Ortsteil Borghorst, Fusion im Sommer 2005) und St. Johannes Nepomuk (Ortsteil Burgsteinfurt, Fusion im Herbst 2014)
andere Religionsgemeinschaften
Türkische Islamische Union e. V.
Islamisches Kulturzentrum Köln e. V.
Neuapostolische Kirche
Freie Christengemeinde
Politik
Stadtrat
Rathaus Steinfurt

Der Rat der Stadt Steinfurt besteht aus 52 Ratsmitgliedern und dem Bürgermeister. Bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 ergab sich folgende Sitzverteilung:[6]

Partei / Liste Sitze %
CDU 17 37,8
SPD 12 25,2
FDP 3 7,0
Freie Wähler Steinfurt 4 9,4
GRÜNE 5 10,5
Grün-Alternative Liste Steinfurt 3 6,7
Die Linke 2 3,3

Bürgermeister
Claudia Bögel-Hoyer (FDP)
Hans Günther Hahn (1. stellvertretender Bürgermeister / CDU)
Klaus Meiers (2. stellvertretender Bürgermeister / SPD)

Bei der Bürgermeisterwahl am 13. September 2015 wurde die ehemalige FDP-Bundestagsabgeordnete Claudia Bögel-Hoyer gegen den mit Unterstützung von SPD und CDU erneut angetretenen Amtsinhaber Hoge zur neuen Bürgermeisterin gewählt.

Städtepartnerschaften
Rijssen-Holten – Niederlande (seit 1974)
Liedekerke – Belgien (seit 1975)
Neubukow – Mecklenburg-Vorpommern (seit 1990)
Rechte

Burgsteinfurt erhielt das Stadtrecht bereits 1347 von den Edelherren. Nach dem Aussterben der Edelherren erwarb die Stadt von deren Nachfolgern, den Grafen von Bentheim aus dem Hause Götterswick bei Dinslaken, durch Schenkung und Kauf weitere Stadtrechte wie Wegegeld und das Recht zur Erhebung der Biersteuer. Seit 1536 verfügte die Stadt Burgsteinfurt aufgrund dessen über die volle Selbstverwaltung durch gewählte Bürgermeister, Schöffen und Ratsherren. Das besondere Selbstbewusstsein der Bürgerschaft zeigte sich im 1561 erbauten Rathaus, das zu den bau- und kunsthistorischen Kleinoden der Kreisstadt zählt.

Wappen Borghorst 1930 bis 1975

Wappen Burgsteinfurt bis 1975

Borghorst erhielt 1930 das Recht, ein Gemeindewappen zu führen. Das Stadtrecht erhielt Borghorst am 21. Mai 1950.

Wappen

Im silbernen Schild zeigt das Borghorster Wappen neun blaue Rauten. Es ist das abgewandelte Wappen der Burgmänner von Borghorst zu Horstmar. Diese Burgmänner gehörten zu den Ministerialen oder Dienstmannen des Bischofs von Münster.

Das Wappen von Burgsteinfurt wurde dem Stadtsiegel aus dem Jahre 1635 entnommen. Ein handelt sich um einen roten Torbau, auf goldenem Grund. Die Darstellungen der Türme symbolisieren die beiden Türme der Hohen Schule und den Turm des Rathauses, aus dem Jahr 1561.

Kultur und Sehenswürdigkeiten
Heimatpflege

Nicht nur die plattdeutsche Sprache wird im gesamten Steinfurter Bereich gepflegt, auch das Schützenwesen ist eine alte Tradition der Steinfurter. In beeindruckender Weise arbeiten die Heimatvereine der beiden Ortsteile die Heimatgeschichte auf. So werden auch denkmalgeschützte Häuser gepflegt.

Das Domizil des Borghorster Heimatvereins ist das ehemalige Borghorster Rathaus, in dem auch das örtliche Heimatmuseum untergebracht ist. Dort befinden sich neben Zeugnissen bäuerlichen Lebens und Arbeitens, des Handwerks und der Textilindustrie, der Kirche und des Stifts noch sogenannte Torsten aus der St.-Nikomedes-Pfarrei. Der Burgsteinfurter Heimatverein hat seinen Sitz in der Niedermühle, an der Aa.

Bauwerke
Burgsteinfurt
Schloss Burgsteinfurt, eine Wasserburg aus dem 12. Jahrhundert, wird von der Familie des Fürsten zu Bentheim-Steinfurt bewohnt
weitläufige Parkanlage Bagno, im Rahmen der Regionale 2004 saniert,
mit der ältesten freistehenden Konzertgalerie Europas
Hohe Schule Steinfurt, die erste reformierte Hochschule in Westfalen, heute Sitz der Volkshochschule
Altes Rathaus Steinfurt
Marktplatz mit Bürgerhäusern aus der Renaissance (Markt 16) und dem Biedermeier (Markt 13)
Schlossmühle
Große Kirche
Kleine Kirche

Schloss Burgsteinfurt

Torhaus des Schlosses Burgsteinfurt

Schlossmühle in Burgsteinfurt

Professorenhäuser am Markt

Altes Rathaus am Markt

Große Kirche Burgsteinfurt

Kleine Kirche Burgsteinfurt

Katholische Pfarrkirche
St. Johannes Nepomuk

Borghorst
katholische Pfarrkirche St. Nikomedes
Stiftskammer St. Nikomedes
Heimatmuseum im alten Rathaus
Aloysiuskapelle
Ackerbürgerhaus Buckshook (ältestes erhaltenes Wohnhaus aus dem Jahre 1657)

Pfarrkirche St. Nikomedes, Borghorst

Heimatmuseum in Borghorst

Parks
Die im Jahr 2003 wiederhergestellte „Große Allee“ im Steinfurter Bagno, mit Blick auf das Schloss.
Das Bagno (1774 angelegter, ehemaliger Lustgarten des Grafen zu Bentheim-Steinfurt)
Kreislehrgarten Steinfurt
Erholungsgebiet „Buchenberg“
Regelmäßige Veranstaltungen
Steinhart 500 Marathon Steinfurt-Marathon (im November)
Schweinemarkt
Brunnenfest
Marktschreierwochenende
Leinen u. Handwerkermarkt
Erntedankmarkt
2 mal im Jahr Kirmes in den Ortsteilen
Schützenfeste
Karnevalsumzug in Borghorst
Kinder-Karnevalsumzug in Burgsteinfurt
Emmausgang der „Schütten tho Borchorst“ (am Ostersonntag)
Oldie-Night
International Race Days
Nikolausmarkt
Weihnachtsmarkt
Wirtschaft und Infrastruktur

Während Borghorst durch die aufblühende Textilindustrie im 19. Jahrhundert zu Wohlstand kam, war Burgsteinfurt nie eine echte Industriestadt, sondern eine Stadt der Kultur und der Verwaltung.

Verkehr
Straßenverkehr

Die Autobahnen Bundesautobahnen A 1 und A 31 sind von Steinfurt über die Bundesstraße B 54 erreichbar.
Im Stadtgebiet befinden sich des Weiteren folgende sechs Landesstraßen: L 510 (Gronau–Burgsteinfurt–Borghorst–Münster), L 559 (Burgsteinfurt–Nordwalde), L 567 (Burgsteinfurt–Wettringen), L 578 (Burgsteinfurt–Rheine-Elte), L 580 (Neuenkirchen–Burgsteinfurt–Dülmen) und L 590 (Borghorst–Hörstel-Riesenbeck).

Bahn- und Busverkehr
Bahnhofsgebäude Burgsteinfurt
Hauptartikel: Bahnhof Steinfurt-Burgsteinfurt

Die Bahnhöfe Steinfurt-Burgsteinfurt, Steinfurt-Borghorst und Steinfurt-Grottenkamp werden im Stundentakt von der RB 64 „Euregio-Bahn“ Münster Hbf–Gronau–Enschede (NL) bedient. Zu den Hauptverkehrszeiten verkehren die Züge im Halbstundentakt. Der Bahnhof Steinfurt-Burgsteinfurt war zudem Umstiegsbahnhof für die Eisenbahnstrecke von Rheine nach Coesfeld und Anfangspunkt der Strecke über Ahaus nach Borken, die jedoch beide weitgehend zurückgebaut wurden.

Regionalbusse fahren im regelmäßigen Taktverkehr in die umliegenden Städte. Steinfurt gehört zur Verkehrsgemeinschaft Münsterland (VGM).

Flugverkehr

In etwa 25 km Entfernung befindet sich der Flughafen Münster/Osnabrück. In Borghorst-Füchten gibt es einen Segelflugplatz.

Wasserstraßen

Der Dortmund-Ems-Kanal befindet sich rund 25 km von Steinfurt entfernt.

Energie

Im Stadtgebiet befinden sich der Bürgerwindpark Hollich und der Bürgerwindpark Hollich Sellen. Diese Windparks haben erheblich dazu beigetragen, dass die Kreisstadt Steinfurt seit 2016 ihren Energiebedarf bilanziell durch die Produktion von regenerativen Energien decken kann. Damit wurde eines der sechs Klimaschutzziele der Stadt Steinfurt 9 Jahre vor der Frist erreicht.[7]

Öffentliche Einrichtungen
Post: Zur Entwicklung des Postwesens in und um Burgsteinfurt und Borghorst siehe Postgeschichte von Steinfurt.
Amtsgericht Steinfurt
Agentur für Arbeit Rheine, Geschäftsstelle Steinfurt
Stadtwerke Steinfurt
Bäderbetrieb der Stadt Steinfurt
Finanzamt Steinfurt
Kreisverwaltung
Kreispolizeibehörde
Freiwillige Feuerwehr mit Rettungswachen und Feuerwehrhäusern in beiden Ortsteilen
Bildung

In Steinfurt finden sich alle Schulformen, einschließlich des traditionsreichen Gymnasiums Arnoldinum, einem Nachfahren der Hohen Schule. Die Fachhochschule Münster unterhält in Steinfurt fünf Fachbereiche für Chemieingenieurwesen, Elektrotechnik und Informatik, Maschinenbau, Energie, Gebäude, Umwelt und Physikalische Technik.

17 Kindergärten
8 Grundschulen
2 Hauptschulen: Nikomedeshauptschule und Schule am Bagno
2 Realschulen: Realschule am Buchenberg und Städtische Realschule Burgsteinfurt
2 Gymnasien: Gymnasium Arnoldinum und Gymnasium Borghorst
2 Förderschulen: St. Elisabeth-Schule und Michael-Ende-Schule (ehemalige Erich-Kästner-Schule)
2 Berufskollegs: Technische Schulen des Kreises Steinfurt und Wirtschaftsschulen Steinfurt
1 Abteilung der Fachhochschule Münster
1 Musikschule
1 Familienbildungsstätte
1 Volkshochschule

In Steinfurt liegt der 3 ha großen Kreislehrgarten, mit einer Vielfalt unterschiedlichster Mustergärten (Steingarten, Kräutergarten und Bauerngarten). Besucher finden hier Tipps und Anregungen für die Pflege und Gestaltung ihrer eigenen Gärten, Kurse vermitteln alles Wissenswerte über umweltbewusstes Gärtnern. Mehr als 300 alte und neue Obstsorten werden hier auf ihre Eignung für das Münsterland geprüft. Der Kreislehrgarten enthält auch einen Garten-Erlebnis-Pfad.

Medien

In Steinfurt erscheinen Lokalausgaben der Tageszeitungen Westfälische Nachrichten und Münstersche Zeitung (jeweils für Burgsteinfurt und Borghorst). Ferner erscheint jeweils wöchentlich mittwochs die Wochenzeitung „Wir in Steinfurt“ und „HALLO“. Für die Stadt und den gesamten Kreis zuständig ist das Lokalradio Radio RST mit seiner Zentralredaktion in Rheine. Der WDR berichtet regional in seinen Fenstern auf WDR 2 und im WDR-Fernsehen. Radio Q ist der neueste Radiosender für Steinfurt und richtet sich vor allem an die Studierenden der FH. Die Hauptredaktion sitzt in Münster. Steinfurt.tv ist ein Informationsportal für Steinfurt und Umgebung. In dem Portal werden viele 360° Ansichten der Stadt als virtuelle Touren angeboten.

Sport
14 Sporthallen
1 Flugplatz/Segelfluggelände
1 Tennishalle
1 Soccerhalle
1 Golfplatz
1 Swingolfplatz
4 Reithallen und -anlagen
1 Freibad
1 Kombibad (Hallen- mit Freibad)
3 Sportplätze

Über 40 Sportvereine bieten mehr als 11.000 Mitgliedern in über 40 Sportarten aktive Betätigungsfelder. Das Sport- und Sportstättenangebot ist vielfältig und verbindet sich mit regelmäßig stattfindenden überregionale Sportveranstaltungen, wie zum Beispiel der Montgolfiade, dem Junioren-Weltcup im Fechten Steinfurter Schloss, dem internationalen Marathon-Lauf, Fahrradstraßenrennen oder Jugendfußballturnieren. Koordiniert werden die Sportaktivitäten über den Steinfurter Stadtsportverband.

Industrie / Gewerbe

Die Kreisstadt Steinfurt wurde am 25. September 2008 als zehnte Stadt deutschlandweit zur 1a-Einkaufsstadt ernannt. Bürgermeister Hoge erhielt die Urkunde von Vertretern des Düsseldorfer Wirtschaftsdienstes markt intern überreicht.

Alte Münsterländer Kornbrennerei & Liqueurdestillerie Johann Heinrich Sallandt – 1739 in Burgsteinfurt gegründet (eine der ältesten Kornbrennereien im Münsterland)
Brauerei Rolinck – 1820 von Alexander Rolinck gegründet, wurde Anfang 2007 von der Krombacher Brauerei übernommen
Destillerie Dwersteg – 1882 von Ludwig Dwersteg gegründet
Textilfabrik Fischer GmbH & Co. KG – 1899 in Varel gegründet von Justus Fischer, 2003 übernommen von Yann Fischer
Frottierweberei Reygers
Textile Bänder Krass + Wissing
FAS Filter Anlagen
Georgia Pacific (ehm.Walki/Buckeye) – Papierproduktion
Knüver Recycling (Ältestes Unternehmen in Steinfurt-Borghorst)
Hersteller von Kunststoff-Biegemaschinen Marktführer i-concept
Krankenhaus
Marienhospital

1857 entschloss sich die Kirchengemeinde St. Nikomedes in Borghorst, „eine Krankenanstalt unter Leitung barmherziger Schwestern zu errichten“. Im Jahre 1863 nahm das Krankenhaus mit 20 Betten seinen Betrieb auf, nachdem die Mauritzer Franziskanerinnen aus Münster einen Konvent nach Borghorst entsendet hatten. Das Krankenhaus hat rund 500 Mitarbeiter.

Abteilungen:

Allgemeine innere Medizin Angiologie Gastroenterologie
Diabetologie Gefäßchirurgie Handchirurgie
Visceralchirurgie Unfallchirurgie Wiederherstellungschirurgie
Anästhesiologie Frauenheilkunde Geburtshilfe
Psychotherapeutische Medizin Radiologie HNO
Brustzentrum Gefäßzentrum Magen-Darm-Zentrum

Persönlichkeiten
Personen, die in Steinfurt geboren wurden

In alphabetischer Reihenfolge

Karl Allaut (* 1951), Gitarrist
Eduard Altena, Schreiber von Liedern und Theaterstücken
Ludwig Bänfer (1890–1964), Ministerialbeamter in der Finanzverwaltung
Heinz Baumkötter (1912–2001), SS-Hauptsturmführer und KZ-Arzt in den Konzentrationslagern Mauthausen, Natzweiler-Struthof und Sachsenhausen
Alfred Bekker (* 1964), deutscher Romanautor
Alexis Fürst zu Bentheim und Steinfurt (1845–1919) Generalleutnant, Abgeordneter in Württemberg
Caroline von Bentheim-Steinfurt (1759–1834), Schriftstellerin
Ludwig zu Bentheim und Steinfurt (1812–1890), Standesherr, preußischer Generalleutnant
Claudia Bögel (* 1961), deutsche Politikerin (FDP), von 2009 bis 2013 Mitglied des Deutschen Bundestages
Klaus Breil (* 1945), deutscher Politiker (FDP), von 2009 bis 2013 Mitglied des Deutschen Bundestages
Izaac van Deen (1804–1869), Arzt und Wissenschaftler
Christoph Deichmann (1576–1648), deutscher Jurist und Diplomat.
Bertram Engel, eigentlich Bertram Passmann (* 1957), deutscher Schlagzeuger
Mikael Forssell (* 1981), finnischer Fußballspieler
Paul Gauselmann (* 1934), Gründer und Vorstandsvorsitzender der gleichnamigen Unternehmensgruppe
Alexander Hegius (1439/40–1498), Humanist, Priester und Mitglied der Brüder vom gemeinsamen Leben
Reinhold Hemker (* 1944), deutscher Politiker (SPD); ehemaliges Mitglied des Deutschen Bundestages
Wilhelm von Hessen-Philippsthal-Barchfeld (1831–1890), Prinz, Konteradmiral der preußischen und Kaiserlichen deutschen Marine
Friedrich Hofmann, Erfinder des Ohrenspiegels (1841)
Stefan Jürgens (* 1968 in Borghorst), Pfarrer in Stadtlohn, St. Otger, Sprecher des „Wortes zum Sonntag“ in der ARD
Kira Kattenbeck (* 1992), Badmintonspielerin
Thomas Kemper (* 1957), deutscher Maler
Fritz Kiehn (1885–1980), Unternehmer, NSDAP-Reichstagsabgeordneter, SS-Obersturmbannführer und Lokalpolitiker
Manfred Kock (* 1936), deutscher evangelischer Theologe, von Ende 1997 bis 2003 Vorsitzender des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland
Heinrich Kreft (* 1958), deutscher Diplomat
Tyra Misoux (* 1983), ehemalige deutsche Pornodarstellerin
Jutta Richter (* 1955), deutsche Autorin von Kinder- und Jugendliteratur
Franz Riehemann (1921–1997), deutscher Politiker (CDU)
Hans Riehemann (1888–1979), Landrat (CDU)
Mechthild Ross-Luttmann (* 1958), deutsche Politikerin (CDU), von 2005 bis 2010 Ministerin für Soziales, Frauen, Familie und Gesundheit des Landes Niedersachsen
Levin Ludwig Schücking (1878–1964), Anglist und Shakespeareforscher
Klaus Uhlenbrock (* 1964), deutscher Krimi-Autor
Joseph Conrad Wattendorff (1818–1884), deutscher Textilunternehmer
Franz Wieschebrink (1818–1884), deutscher Genremaler der Düsseldorfer Schule
Lena Wermelt (* 1990), deutsche Fußballspielerin
Henrike Zollfrank (* 1988), deutsche Fußballspielerin
Willi Zurbrüggen (* 1949), deutscher Schriftsteller und Übersetzer
Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben
Wilhelm Ackermann (1896–1962), deutscher Mathematiker.
Johannes Althusius, auch Althaus, Alphusius (um 1563–1638), deutscher Rechtsgelehrter, Politiker und Calvinist.
Jeffrey Burns (1950–2004), US-amerikanischer Komponist und Pianist.
Wolf-Michael Catenhusen (* 1945), deutscher Politiker (SPD), ehemaliger Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung.
Georg Hermann Emil Dönges (1853–1923), deutscher Prediger, Bibelausleger und Verleger der Brüderbewegung.
Johannes Gigas, eigentlich Riese (1582–1637), deutscher Kartograph, Mediziner, Mathematiker und Physiker, Professor der Mathematik und Medizin an der Hohen Schule zu Burgsteinfurt.
Friedrich Hartmann Graf (1727–1795), deutscher Komponist.
Johann Heinrich Heidegger (1633–1698), Schweizer reformierter Theologe.
Thomas Hoeren (* 1961), Professor für Medienrecht und OLG-Richter
Christoph Ludwig Hoffmann (1721–1807), Professor für Medizin und Philosophie, Erfinder des optisch-mechanischen Telegraphen.
Eike Hovermann (* 1946), deutscher Politiker (SPD), ehemaliges Mitglied des Deutschen Bundestages.
Richard Hülsenbeck (1892–1974), deutscher Dadaist.
Johann Friedrich Klöffler (1725–1790), deutscher Konzertmeister und Komponist der sogenannten Mannheimer Schule.
Arnold Kock (1822–1879), deutscher Textilunternehmer.
Alexander Koenig (1858–1940), deutscher Zoologe.
John Henry Mackay (1864–1933), deutscher Schriftsteller schottischer Herkunft.
Heinrich Neuy (1911–2003), deutscher Bauhauskünstler.
Blinky Palermo (1943–1977), Beuys-Schüler und Künstler.
Elisabeth Piirainen (* 1943), deutsche Sprachwissenschaftlerin.
August Reinking (1776–1819), deutscher Maler und Hofarchitekt.
Heinrich Reiß (1919–2005), deutscher evangelischer Theologe und Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen (EKvW).
Wulf Schmiese (* 1967), deutscher Journalist und Fernsehmoderator.
Werner Techenmacher, auch Teschenmacher (1590–1638), deutscher Annalist, Humanist und reformierter Theologe.
Bernd Wehren (* 1970), Lehrer und Schulbuchautor
Johann Philipp Lorenz Withof (1725–1789), deutscher Professor für Geschichte, Beredsamkeit und Moral; philosophischer Lehrdichter.
Literatur
Thomas Hoeren: Historischer Stadtführer Steinfurt. Tecklenborg Verlag, Steinfurt 2005, ISBN 3-934427-81-2. 
Hilgemann, G.; Pape, H-J.; Wallmeyer, T.: Steinfurt – Doppelt liebenswert. Tecklenborg Verlag, Steinfurt 2010, ISBN 978-3-939172-68-0. 
Alex Wobbe u. a.: Borghorst – alte Ansichten. Tecklenborg Verlag, Steinfurt 1979. 
Willi Riegert: Heimat unter Bomben, Der Luftkrieg im Raum Steinfurt, Münster und Osnabrück 1939–1945. Dülmen 2003, ISBN 3-89960-235-8. 
Borghorster Heimatbuch. Tecklenborg Verlag, Steinfurt 1980. 
Stadt Steinfurt (Hrsg.): Stiftsrundgang Borghorst. Steinfurt 1998, ISBN 3-930779-24-2. 
Eine Reise durch die Geschichte – 650 Jahre Stadtrechte 1347–1997. Geiger-Verlag, Horb am Neckar 1997, ISBN 3-89570-278-1. 
Hans-Jürgen Warnecke: Westfälischer Städteatlas, Band: VII, 2. Teilband, Stadtmappe Burgsteinfurt. Hrsg.: Heinz Stoob und Wilfried Ehbrecht. Dortmund-Altenbeken 2002, ISBN 3-89115-151-9. 
Hildegard Strickling: Das Bagno in Steinfurt – Ein Gang durch den historischen Park zu seiner Blütezeit. Tecklenborg Verlag, Steinfurt 2004, ISBN 3-934427-44-8. 
Wolfgang Lübbers: Das Bagno in Steinfurt – Ein Garten der Goethezeit; vom höfischen Barockgarten zum englischen Landschaftspark. Heimatverein Burgsteinfurt, Steinfurt 1997. 
Gerard Jentgens: Von Bauern und Schmieden im Mittelalter. Archäologie im Kreis Steinfurt. Hrsg.: LWL-Archäologie für Westfalen. Bonifatius GmbH Druck-Buch-Verlag, Paderborn 2009. 
Weblinks
 Commons: Steinfurt – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikisource: Steinfurt in der Topographia Westphaliae (Mathäus Merian) – Quellen und Volltexte
Offizielle Website
Urkundenregesten aus dem Stadtarchiv Steinfurt / Digitale Westfälische Urkunden-Datenbank (DWUD)
Virtuelle Tour durch die historische Altstadt Burgsteinfurt
Steinfurt aktuell, heute und damals Private Website
Steinfurt im Kulturatlas Westfalen