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Wer im Recruiting die falschen Kanäle nutzt, verspielt die Chance auf qualifizierte Bewerber. Wir beraten Sie, wie Sie Ihr Budget optimal einsetzen und dabei Ihre Ziele erreichen.

Wir lieben Statistiken und Daten…

…um dort Entscheidungshilfen heraus zu extrahieren.
Unser Erfolg basiert darauf, Muster aus möglichst vielen Datenströmen zu erkennen und diese dazu zu nutzen, Ihre Stellenanzeige kostenoptimiert zu besetzen.

Von daher wollen wir Ihnen Statistiken über Striegistal nicht vorenthalten.

Geschichte
Von der Besiedlung bis zur Reformation

Die Mehrzahl der Dörfer wurde im Zuge der deutschen Ostsiedlung unter Markgraf Otto zwischen 1156 und 1162 gegründet. 1162 bestätigte Kaiser Friedrich I., Barbarossa auf Bitten des Markgrafen, dass dieser 800 Hufen Landes, die er „auf seine Kosten roden und urbar machen“ ließ, einem Kloster, dem späteren Kloster Altzella stiften kann.
In einer Urkunde aus dem Jahr 1185 werden die Grenzen des Klosters Altzella beschrieben. Danach gehörten von Arnsdorf, Dittersdorf, Kaltofen und Naundorf abgesehen, die Territorien aller anderen Dorfschaften der Gemeinde Striegistal zum Stiftungsgebiet. Obwohl in der Grenzbeschreibung kein einziger Name einer Ortschaft der Gemeinde Striegistal genannt wird, lässt sich vermuten, dass 1162 die Mehrzahl der Dörfer existierte.

Ob die Besiedlung der 800 Hufen damals schon vollständig abgeschlossen war, lässt sich nicht belegen. Neuere Forschungsergebnisse lassen den Schluss zu, dass die Ortschaft Kaltofen, evtl. auch Goßberg, später entstanden ist.
Böhrigen wird bereits in einer Urkunde vom 9. Juni 1183 erwähnt. Aus dieser Urkunde und aus archäologischen Befunden ist bekannt, dass es bereits vor 1156 Versuche zur Besiedlung der Region gab.

Erste urkundliche Erwähnung der Ortsteile

Gemeinde erste urkundliche Erwähnung damalige Schreibung
Arnsdorf 1348 Arnoldisdorf
Berbersdorf 1428 Berbirsdorff
Böhrigen 1183 Bor
Dittersdorf 1325 Dytrichdorph
Etzdorf 1314 Erzwinstorf
Gersdorf 1502 Gerßdorf
Goßberg 1428 Gogisperg
Kaltofen 1297 zum Kaldovene
Kummersheim 1428 Komersheim
Marbach 1264 Marchbach
Mobendorf 1428 Obirndorf
Naundorf 1337 Nuendorf
Pappendorf 1230 Poppendorf
Schmalbach 1428 Smalbach

Von der Reformation bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts

Einige Jahre nach der Reformation wurde Ulrich von Mordeisen Grundherr der ehemals dem Kloster Altzella gehörenden Dörfer Berbersdorf, Bräunsdorf, Goßberg, Großschirma, Großvoigtsberg, Kaltofen, Kleinschirma, Kleinvoigtsberg, Kleinwaltersdorf, Langhennersdorf, Loßnitz, Mobendorf, Seifersdorf, Pappendorf und Reichenbach.
Nach dem Ableben des Ulrich von Mordeisen erbten seine Söhne die Dörfer. Alle drei hatten kein Interesse an dem Besitz von jeweils fünf Dörfern. Sie verkauften sie an das sächsische Herrscherhaus. Am längsten ließ sich Rudolf Mordeisen Zeit. Er hatte die Dörfer Pappendorf, Mobendorf, Berbersdorf, Goßberg und Kaltofen geerbt. Der Kaufvertrag mit Kurfürst Christian trägt das Datum 5. Juli 1587.
Diese Dörfer wurden dem im Zuge der Reformation gegründeten Amt Nossen zugeschlagen und von dort aus jahrhundertelang verwaltet.

Im Ortsteil Berbersdorf gerieten 1701 zwei Männer im Rahmen der Hexenverfolgung in einen Hexenprozess,[2] im Ortsteil Marbach 1700 ein alter Mann.[3]

Eingemeindungen

Im Jahr 1994 schlossen sich vier Gemeinden im Rahmen der Gemeindegebietsreform zur Gemeinde Striegistal, sechs weitere zur Gemeinde Tiefenbach zusammen. Namensgebend waren die die Ortsteile durchfließenden oder tangierenden Gewässer Kleine und Große Striegis und die (vereinigte) Striegis wie auch das kleine Fließgewässer Tiefenbach.

Ehemalige Gemeinde Datum Anmerkung
Arnsdorf[4] 1. Januar 1994 Zusammenschluss mit 5 weiteren Gemeinden zu Tiefenbach
Berbersdorf[4] 1. Januar 1994 Zusammenschluss mit 3 weiteren Gemeinden zu Striegistal
Böhrigen[4] 1. Januar 1994 Zusammenschluss mit 5 weiteren Gemeinden zu Tiefenbach
Dittersdorf[4] 1. Januar 1994 Zusammenschluss mit 5 weiteren Gemeinden zu Tiefenbach
Etzdorf[4] 1. Januar 1994 Zusammenschluss mit 5 weiteren Gemeinden zu Tiefenbach
Gersdorf[5] vor 1875 Eingemeindung nach Etzdorf
Goßberg[4] 1. Januar 1994 Zusammenschluss mit 3 weiteren Gemeinden zu Striegistal
Kaltofen[6] 1. Januar 1974 Eingemeindung nach Pappendorf
Kummersheim[6][7] 1. Juli 1950 Umgliederung von Zella nach Marbach
Marbach[4] 1. Januar 1994 Zusammenschluss mit 5 weiteren Gemeinden zu Tiefenbach
Mobendorf[4] 1. Januar 1994 Zusammenschluss mit 3 weiteren Gemeinden zu Striegistal
Naundorf[4] 1. Januar 1994 Zusammenschluss mit 5 weiteren Gemeinden zu Tiefenbach
Pappendorf[4] 1. Januar 1994 Zusammenschluss mit 3 weiteren Gemeinden zu Striegistal
Schmalbach[6][7] 1. Juli 1950 Eingemeindung nach Berbersdorf
Tiefenbach[4] 1. Juli 2008 Zusammenschluss mit Striegistal zu Striegistal

Einwohnerentwicklung
2000: 5.966 (Tiefenbach: 3.779, Striegistal: 2.187)
2006: 5.555 (Tiefenbach: 3.511, Striegistal: 2.044)
2007: 5.483 (Tiefenbach: 3.462, Striegistal: 2.021)
2009: 5.359
2012: 4.933
2013: 4.958
Politik
Gemeinderat

Gemeinderatswahl 2014[8]
Wahlbeteiligung: 56,2 %

 %80706050403020100

76,9 %18,6 %1,7 %2,9 %

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Seit der Gemeinderatswahl am 25. Mai 2014 verteilen sich die 18 Sitze des Gemeinderates folgendermaßen auf die einzelnen Gruppierungen:

Allgemeiner und Freier Wählerverein Striegistal (AFWS): 15 Sitze
CDU: 3 Sitze
Bürgermeister

Seit 1993 ist Bernd Wagner der Bürgermeister. Bei der letzten Wahl im September 2015 wurde er mit 87,4 % der Stimmen im Amt bestätigt.

Sehenswürdigkeiten
Bauwerke
Kirche in Etzdorf
Kursächsischer Viertelmeilenstein Berbersdorf
Schlossanlage im Ortsteil Gersdorf
Kirchen in den Ortsteilen Etzdorf, Marbach und Pappendorf
Steinbogenbrücke aus dem 17. Jahrhundert über die Große Striegis im Ortsteil Pappendorf
Eindachhof aus dem Jahr 1626 im Ortsteil Pappendorf
Nachbildungen der 1722 bzw. 1727 errichteten kursächsischen Postmeilensäulen Nr. 16 (Ganzmeilensäule Marbach – Rosental vom Postkurs Dresden-Leipzig) bzw. Leipzig-Freiberg und Nr. 19 (Viertelmeilenstein Berbersdorf, Abfahrt A4), Nr. 20 (Ganzmeilensäule Pappendorf, Kirche) sowie Nr. 21 (Viertelmeilenstein Kaltofen, Richtung Hainichen) vom Postkurs Nossen–Chemnitz
Rekonstruierte königlich-sächsische Meilensteine aus der Zeit von 1859 bis 1865 als Ganz- und Halbmeilensteine sowie Straßenwärterstein von den Postkursen Hainichen- bzw. Waldheim-Nossen in Etzdorf und Marbach bzw. als Wegweiserstein von der Poststraße Freiberg–Hainichen in Mobendorf-Ziegerhäuser
Aussichtsturm Böhrigen
Naturdenkmäler
Landschaftsschutzgebiet Striegistäler
Teufelskanzel und Otterbergaussicht über dem Striegistal
Naturschutzgebiet Aschbachtal
Ca. 600 Jahre alte Edelkastanie im Schlosspark von Gersdorf
Gedenkstätten

Im Tal des Perzbaches an der Straße von Goßberg nach Langhennersdorf befindet sich ein Gedenkort mit Steintafel zur Erinnerung an die weiblichen KZ-Häftlinge eines Todesmarsches aus den Außenlagern Leipzig-Schönefeld und Taucha des KZ Buchenwald, die im Frühjahr 1945 ihren Misshandlungen erlagen oder von SS-Männern ermordet wurden.

Bemerkenswertes

Das Bergbaugebiet in Gersdorf ist eine ausgewählte Stätte zur Bewerbung um Aufnahme in die Liste zum UNESCO-Welterbe Montanregion Erzgebirge.

Wirtschaft und Infrastruktur
Verkehr

Durch das Gemeindegebiet führt die A 4, welche über den Anschluss Berbersdorf zu erreichen ist. Die B 169 führt im Westen des Gemeindegebietes durch den Ortsteil Arnsdorf. Die ehemaligen Bahnhöfe Böhrigen und Berbersdorf liegen an der 2004 (im Personenverkehr schon 1998) stillgelegten Bahnstrecke Roßwein–Niederwiesa, auf der seit 2005 der Striegistal-Radweg von Hainichen nach Roßwein im Bau ist. Die Buslinien 690, 691 und 695 verbinden die Gemeinde heute im öffentlichen Personennahverkehr mit Hainichen und Roßwein.

Medien

Als Amts- und Mitteilungsblatt der Gemeinde Striegistal wird der Striegistalbote herausgegeben.

Persönlichkeiten
Söhne und Töchter der Gemeinde
David Schirmer (* 1623 in Pappendorf; † 1686 in Dresden), Lyriker der Barockzeit[9]
Julius Kell (* 2. Mai 1813 in Pappendorf; † 28. Mai 1849 in Dresden), Pädagoge, Landtagsabgeordneter und Sachbuchautor[10]
Wolfgang Schindler (* 6. Januar 1929 in Marbach; † 9. Dezember 1991 in Berlin), klassischer Archäologe
Hermann Franz Gerhard Starke (* 16. August 1916 in Berbersdorf (Striegistal); † 24. Mai 1996 in Berlin) war ein deutscher Journalist.
Anton Wiede (* 24. Dezember 1836 in Böhrigen; † 19. April 1911 in Karlsbad), Bergingenieur und Unternehmer
Martin Kröger (* 3. Oktober 1894 in Böhrigen, Sachsen; † 23. August 1980 in Essen), Chemiker und Professor an der Universität Leipzig
Friedrich Wernicke (* 6. Mai 1902 in Böhrigen; † 27. Februar 1982 in Baden-Baden), Berghauptmann
Persönlichkeiten, die in der Gemeinde gewirkt haben
Richard Witzsch (* 24. August 1877 in Glauchau; † 5. November 1939 in Dresden), Heimatforscher und Volksschullehrer in Mobendorf[11]
Friedrich Gottlob Lehmann (* 12. August 1805 in Hainichen; † 3. Juli 1869), Textilfabrikant in Böhrigen und Landtagsabgeordneter.
Carl Gustav Leonhardt (* 20. Februar 1845 in Hainichen; † 8. September 1903), Textilfabrikant
Diethmar villicus de Poppendorf [12]
Weblinks
 Commons: Striegistal – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Atlas Mittelsachsen
Ortsteil Arnsdorf
Arnsdorf im Digitalen Historischen Ortsverzeichnis von Sachsen
Dittersdorf im Digitalen Historischen Ortsverzeichnis von Sachsen
Kummersheim im Digitalen Historischen Ortsverzeichnis von Sachsen
Naundorf im Digitalen Historischen Ortsverzeichnis von Sachsen