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Geschichte
Die Auburg 1654/1658
St. Antoniuskirche 1850 oder 1860
Auburg 1892
Altes Amtshaus (in der Mitte); Links davon ist das ebenfalls nicht mehr existierende Alte Rathausgebäude

Der Name Wagenfeld taucht zum ersten Mal um 1280 in einem Verzeichnis der gräflichen ravensbergischen Lehnsgüter auf. Der Name leitet sich von Wakenfeld ab. Waken sind Wassertümpel die in den Morast- und Sumpflandschaften der Moorgebiete vorkommen.

An der durch das Dorf fließenden Wagenfelder Aue ließen die Grafen von Diepholz Ende des 15. Jahrhunderts eine Schutzfeste mit dem Namen Auburg errichten. Diese Wasserburg, auf einer Insel zwischen einem abgezweigten Arm der Aue und der Wagenfelder Aue gelegen, sollte die benachbarten Mindener abschrecken, die damals regelmäßig in das Gebiet einfielen. Diese fühlten sich jedoch gerade durch den Bau der Auburg provoziert und zerstörten diese in der Folgezeit mehrere Male.

Als 1585 Graf Friedrich II. von Diepholz verstarb, brach ein Rechtsstreit über die territoriale Zugehörigkeit des Amtes Auburg aus. Auburge kam zur Landgrafschaft Hessen-Kassel. 1592 wurde das Amt an dessen Sohn Philipp Wilhelm von Cornberg übertragen. Nach seinem Tode wurden die Besitzungen unter seinen zahlreichen Nachkommen aufgeteilt und es bildeten sich außer der Auburger Linie noch eine Richelsdorfer, Kettenbacher, Hüffer und eine Lübbecker derer von Cornberg. [2]

Sein ältester Sohn Bernd Philip stiftete die Auburger Linie und wurde nach seinem Ableben 1630 als erstes Oberhaupt der Auburger Linie in der Kirche von Wagenfeld beigesetzt. Als 1739 die Richelsdorfer Linie der Cornberger in der 4. Generation ausstarb, fiel Richelsdorf an die Auberger Linie, die 1762 wiederum nach Richelsdorf übersiedelte.

19. Jahrhundert

Während der Napoleonischen Kriege gehörte Wagenfeld von 1810 bis 1813 zum Kanton Rahden des Arrondissement Minden im Departement Oberems des Französischen Kaiserreichs. Nach Napoleons missglücktem Russlandfeldzug flohen die französischen Truppen 1813 aus dem Gebiet.

Am 23. September 1815 – somit 230 Jahre nach der Abspaltung von Diepholz 1585 – kamen Preußen, Hannover und Kurhessen überein, das Amt Auburg an Hannover abzutreten. 1820 wurde die Amtsvogtei Auburg wieder dem Amt Diepholz angegliedert.

Nach der Verkoppelung Wagenfelds von 1853 bis 1860 wurden die vier Ortschaften Bockel, Neustadt, Förlingen und Haßlingen der Verwaltung eines Bürgermeisters übergeben. Aus dieser Zeit stammt wohl auch die regionale Überlieferung, dass Wagenfeld „das größte Dorf Deutschlands“ sei, denn die neue Gemeinde hatte im Verhältnis zu anderen damaligen Gemeinden eine unübliche Größe.

1884 wurde dem königlich hannoverschen Kammerrat Karl Ludwig Viktor von Cornberg zu Auburg Freiherr und ein Jahr später durch den König von Preußen zum letzten Mal mit der Auburg belehnt. Als er 1891 kinderlos starb, erbte sein entfernter Verwandter Theodor von Cornberg die Auburg. Bereits 1904 verkaufte er den ausgedehnten Grundbesitz zu Auburg und Wagenfeld und starb als letzter Auburger von Cornberg nervenkrank in dem badischen Städtchen Neckarelz.[3]

20. Jahrhundert

1908 hat der damalige Landrat William „Willy“ Quassowski des Kreises Diepholz alle vier Ortsteile Wagenfelds in politische Gemeinden mit eigenen gewählten Gemeinderäten umgewandelt, damit diese leichter Staatszuschüsse für die Schulunterhaltung erhalten konnten. Ganz Wagenfeld wurde zu einer Samtgemeinde mit vier Mitgliedsgemeinden.

1937 erwarb die Samtgemeinde Wagenfeld das Gebäude der Auburg sowie 26 Morgen Land. Während des NS-Regimes wurden zwölf ehemals in Wagenfeld ansässige jüdische Bürger und deren Ehegatten von ihren damaligen Wohnorten in sechs unterschiedliche Ghettos und Konzentrationslager (Auschwitz, Riga, Stutthof, Theresienstadt, Treblinka und Trostinez) deportiert und ermordet. Weitere 20 jüdische Wagenfelder konnten bis 1938 zum größten Teil in die USA, nach Großbritannien, Palästina oder Argentinien fliehen. Seit dem 14. September 2008 erinnert ein Gedenkbaum mit Gedenkplatte nahe dem Herrenhaus Auburg an die Wagenfelder Opfer der Shoa.

Von Mai 1946 bis Oktober 1948 wurde von der britischen Militärverwaltung nach dem Muster der britischen Kommunalverwaltung ein Gemeindedirektorenbezirk mit den Gemeinden Rehden, Hemsloh, Barver, Wagenfeld und Hannoversch Ströhen gebildet, dessen Verwaltungszentrum in der Auburg eingerichtet wurde. Im Oktober 1948 wurden in Niedersachsen alle Direktorenbezirke wieder aufgelöst und alle ehemaligen Gemeinden wieder mit Bürgermeistern besetzt.

Am 25. November 1966 beschloss der Niedersächsische Landtag das „Wagenfelder Gesetz“ zur Schaffung der Einheitsgemeinde Wagenfeld aus den vier Gemeinden Wagenfeld-Bockel, Wagenfeld-Förlingen, Wagenfeld-Haßlingen und Wagenfeld-Neustadt. Das Gesetz trat am 1. Januar 1967 in Kraft.
Am 1. März 1974 wurde die Gemeinde Ströhen eingegliedert.[4] Grundlage dafür war das „Gesetz zur Neugliederung der Gemeinden im Raume Grafschaft Diepholz / Grafschaft Hoya / Delmenhorst“ vom 8. November 1973.

Heute befindet sich auf dem Gelände der Auburg nur noch das Herren- und Gesindehaus. Nach 1945 wohnten dort zunächst acht Jahre lang Flüchtlingsfamilien. Danach dienten die Gebäude bis 1967 als landwirtschaftliche Berufsschule.
[5]

Gegenwart

1998/1999 wurde das historische Gebäude der Auburg restauriert. Seither bietet der „Kulturkreis Auburg“ in seinen Räumlichkeiten ein abwechslungsreiches Kulturprogramm an.

Von 1961 bis 2002 war Wagenfeld ein Bundeswehrstandort: Die Luftwaffe unterhielt dort die 3. Batterie des Flugabwehrraketenbataillons 25 (3. Batt./FlaRakBtl. 25), das der 4. Luftwaffendivision (Aurich) zugeordnet war. Dazu waren in dem Ort bis 1988 Soldaten der 42. US-Artillerie-Abteilung stationiert, die die kleine Zahl Atomsprengköpfe bewachten, die im Verteidigungsfall – nach Freigabe durch die Amerikaner – durch Bundeswehrsoldaten abgeschossen worden wären. Als Waffensystem wurden anfangs konventionelle Nike Ajax-Raketen, danach über viele Jahre Nike Hercules-Raketen (mit sowohl konventionellen als auch nuklearen Sprengköpfen) verwendet, die schließlich ab 1989 durch die MIM-104 Patriot (konventionell) abgelöst wurden. Die Umrüstung auf das Patriot-System machte die kleine US-Garnison überflüssig. Im Zuge ihrer Verkleinerung nach dem Ende des Ost-West-Konfliktes hat die Bundeswehr ihren Standort Wagenfeld schließlich aufgelöst. Zu sehen sind bis heute die Kaserne, die geräumte Raketen-Abschussstellung (Bunker) sowie der ehemalige Feuerleit-Bereich (frühere Radarstellung).

Die Gemeindeverwaltung bezog am 1. März 2005 einen Flügel des neuen „Dienstleistungszentrums Wagenfeld“[6], während das Alte Rathaus an der Hauptstraße heute nicht mehr besteht.

St. Antoniuskirche mit Station 11 des Bibelgartens („Abendmahl“)
Religionen
2 Kirchen in zwei Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinden
St. Antonius in Wagenfeld mit einem 2013 angelegten Bibelgarten[7]
Kirchengemeinde Ströhen
1 Moschee
Politik
Das Rathaus der Gemeinde Wagenfeld
Gemeinderat

Der Gemeinderat der Gemeinde Wagenfeld besteht aus 18 Ratsfrauen und Ratsherren. Dies ist die festgelegte Anzahl für eine Gemeinde mit einer Einwohnerzahl zwischen 6.001 und 7.000 Einwohnern.[8] Die 18 Ratsmitglieder werden durch eine Kommunalwahl für jeweils fünf Jahre gewählt. Die aktuelle Amtszeit begann am 1. November 2011 und endet am 31. Oktober 2016.

Stimmberechtigt im Rat der Gemeinde ist außerdem der hauptamtliche Bürgermeister Matthias Kreye (parteilos).

Die folgende Tabelle zeigt die Kommunalwahlergebnisse seit 2001.

Rat der Gemeinde Wagenfeld: Wahlergebnisse und Gemeinderäte
CDU SPD FDP UWG Gesamt Wahl-
beteiligung
Wahl-
berechtigte
Wähler

Gemeinderatswahl 2016
Wahlbeteiligung: 53,54 %

 %50403020100

42,06 %26,08 %16,93 %14,91 %

CDUUWGSPDFDP
Gewinne und Verluste

im Vergleich zu 2011
 %p   4   2   0  -2  -4  -6

-2,18 %p
+3,88 %p-4,09 %p+2,39 %p
CDUUWGSPDFDP

Wahlperiode  %  %  %  %  %  %
2001–2006 45,30 10 22,10 4 14,80 3 17,80 3 100 20 51,20 5.848 2.997
2006–2011 42,29 9 20,23 4 16,55 3 20,90 4 100 20 51,61 5.938 3.065
2011–2016 44,24 8 21,02 4 12,52 2 20,20 4 100 18 48,56 5.897 2.864
2016–2021 44,24 9 21,02 3 12,52 3 20,20 5 100 20 53,54 5.900 3.159
Quellen: Gemeinde Wagenfeld[9].

Bürgermeister

Seit 1. November 2014 ist der parteilose Matthias Kreye der hauptamtliche Bürgermeister der Gemeinde Wagenfeld. Bei der letzten Bürgermeisterwahl am 25. Mai 2014 wurde er mit 63,78 % der Stimmen gegen drei Mitbewerber gewählt. Die Wahlbeteiligung lag bei 61,24 %.[10] Kreye trat seine Amtszeit am 1. November 2014 an und löste den bisherigen Amtsinhaber Wilhelm Falldorf (CDU) ab, der nicht mehr kandidiert hatte.

1997 wurde in Wagenfeld die seit 1946 bestehende zweigleisige Gemeindespitze, mit einem hauptamtlichen Gemeindedirektor und einem ehrenamtlichen Bürgermeister, nach der Norddeutschen Ratsverfassung aufgegeben. Die Gemeindedirektoren waren die Samtgemeindebürgermeister von 1946 bis 1962. Am 1. Juli 1962 wurde Karl-Heinz Placke zum Samtgemeindedirektor ernannt, ab 1967 als Gemeindedirektor in der Einheitsgemeinde bis zum 28. Februar 1995. Anschließend für die letzten zwei Jahre übernahm Henning Albers (1995–1997) das Amt.

Bisherige Amtsinhaber der Einheitsgemeinde

1967–1972: Karl Tünemann (CDU)
1972–1974: Walter Scheland (FDP)
1974–1976: Karl Falldorf (CDU)
1976–1992: Walter Scheland (FDP)
1992–2014: Wilhelm Falldorf (CDU)
seit 2014: Matthias Kreye (parteilos)

Ortsvorsteher Ortschaft Ströhen

1974–1991: Edith Meyer
1991–1992: Friedrich Tegeler
1992–1996: Werner Tacke
1996–2003: Willi Hilgemeier
2003–2016: Hermann Tacke
seit 2016: Holger Kuhlmann

Bürgermeister vor dem Zweiten Weltkrieg

n. a. – 1865: Carl Ludwig Clodius
1865–1878: Carl Bulck
1878–1884: Georg Kinghorst
1884–1903: Carl Kielmann
1903–1916: Wilhelm Koch
1916–1920: Georg Kinghorst
1920–1935: Ernst Schmidt
1935–1945: Friedrich Scheland
Mai-Nov 1945: Nikolaus Riedel
1945–1946: Paul Erdmann

Direktorenbezirk

1946–1948: Helmut Escher
(eingesetzt als Gemeindedirektor durch die britischen Besatzer)

Bürgermeister der Viertelsgemeinden 1946–1966
Samtgemeindebürgermeister:

1946–1956: Karl Finkenstädt
1956–1966: Karl Tünemann

Bokel:

1946–1960: Fritz Hüsker
1960–1966: Karl Winkelmann

Förlingen:

1946–1952: Friedrich Ufferfilge
1952–1956: Wilhelm Sander
1956–1966: Wilhelm Hadeler

Haßlingen:

1946–1956: Wilhelm Kaufmann-Grote
1956–1966: Walter Scheland

Neustadt:

1946–1952: August Bünte
1952–1966: Friedrich Cording

Wappen

Wagenfelder Logo

Blasonierung: Das Wappen ist geteilt. Oben in Silber ein schreitender roter Löwe. Unten eine Schachtung von Blau und Silber angeordnet in drei Reihen zu fünf Plätzen.

Beschreibung: Das Gemeindewappen ist den Familienwappen der Freiherren von Cornberg entlehnt, und ist nur farblich etwas verändert. Der schreitende Löwe steht für die Abstammung der Familie von den Landgrafen von Hessen. Die Schachtung steht im Familienwappen für ein Schachbrett und ist im Familienwappen in den Farben Blau Rot und Silber gehalten. Die Gemeinde Wagenfeld teilt dieses Wappen, jeweils in der Farbgebung des geschachten Feldes verändert, mit der Gemeinde Cornberg.

Städtepartnerschaften

Wagenfeld unterhält seit 1977 eine Partnerschaft mit dem französischen Kanton Vibraye.

Kultur und Sehenswürdigkeiten
Auburg
Die Auburg in Wagenfeld

Von der einstigen Burganlage der Auburg des Mittelalters befindet sich heute auf dem Gelände nur noch das Herren- und Gesindehaus. Weitere Gebäude und Hallen werden von dem örtlichen Bauhof genutzt.

Theater

Im Wagenfelder Freilichttheater („Freilichtbühne Wagenfeld“) wird jedes Jahr aufs Neue im Sommer plattdeutsches Laientheater gezeigt.

Tierpark
Araberpferde im Tierpark Ströhen

Im ganzjährig geöffneten Tierpark Ströhen kann man Tiere aus aller Welt finden.
Im Tierpark befindet sich außerdem das Vollblut Araber Gestüt Ismer.

Jüdischer Friedhof

Der Jüdische Friedhof in Wagenfeld ist ein Kulturdenkmal. Er ist einer von acht gut erhaltenen jüdischen Friedhöfen im Landkreis Diepholz. Auf dem Friedhof in einem Wäldchen an der „Barver Straße“ befinden sich 27 Grabsteine aus den Jahren 1811 bis 1927 von jüdischen Verstorbenen.

EFMK

Seit 2014 befindet sich im Norden des Ortsteils Ströhen das Europäische Fachzentrum Moor und Klima (EZFM) mit einem kranichförmigen Ausstellungs- und Verwaltungsgebäude.

Draisinenverkehr und Moorbahn

Auf der ehemaligen Bahnstrecke Rahden – Ströhen (Han.) wird heute ein Eisenbahn-Draisinenverkehr für Touristen angeboten. In Ströhen findet dann der „Spurwechsel“[11] statt, denn hier schließt eine als Touristenbahn umgebaute ehemalige Moorbahn an. Die etwa 3,5 km lange Strecke führt zum Naturschutzgebiet Neustädter Moor. Sie endet in der Nähe des Schäferhofs Teerling, wo ein Moorpad in das Moor beginnt.

Söhlers Windmühle
Söhlers Mühle in Wagenfeld-Neustadt

1905 wurde die Mühle durch Friedrich Söhler erbaut. Sie ist als Durchfahrtholländer mit einem vierstöckigen Unterbau und Oberteil aus Ziegelsteinen erbaut. Die Mühle ist mit Segelflügeln, Kappe und Eichenschindeln ausgestattet. 1990 wurde sie komplett restauriert und wurde auch einige Zeit als Hochzeitsmühle genutzt.[12]

Verbände

Wagenfeld ist Mitglied mehrerer Natur- und Kulturverbände: Diepholzer Moorniederung, Naturpark Dümmer, DümmerWeserLand, Niedersächsische Spargelstraße und Niedersächsische Mühlenstraße.

Regelmäßige Veranstaltungen

Seit über 425 Jahren findet am letzten Freitag im August der Wagenfelder Großmarkt statt. Aus dem anfänglichen Tanzvergnügen und Handel der bäuerlichen Bevölkerung ist im Laufe der Zeit ein Vergnügungsmarkt entstanden.

Auf dem Heidering veranstaltet der Motorradsportclub MSC Heidering Wagenfeld regelmäßig Speedway-Training. Besonders hervorzuheben ist das große Ostertraining am Karsamstag.

Chöre

Gemischter Chor, Popchor und KiChoWa (= Kinderchor Wagenfeld) bereichern durch ihre öffentlichen Auftritte das kulturelle Leben in Wagenfeld.[13]

Kulinarische Spezialitäten
Ströher Schwarten: Getränk, bestehend aus 1/3 Wasser, 1/3 feinsten Bohnenkaffee und 1/3 Korn
Pickert: pfannkuchenartiges Gericht aus geriebenen Kartoffeln
Wirtschaft und Infrastruktur
Wirtschaft

Zu den in Wagenfeld ansässigen größeren Unternehmen gehören:

Friedrich Lütvogt (Auburg Quelle)
Molkerei Wagenfeld
PTW Polyurethan-Technik Wagenfeld
Wagenfelder Spinnereien (Wollwerk)
ZF Friedrichshafen AG (Werk Pkw-Radgelenke)
Bildung
2 Grundschulen (Auburg-Schule in Wagenfeld und Grundschule Ströhen)
1 Oberschule in Wagenfeld als weiterführende Schule
die Oberstufe kann in den Gymnasien der umliegenden Städte besucht werden: Graf-Friedrich-Schule (Diepholz), Rahden und Sulingen
VHS des Landkreises Diepholz betreibt hier eine Arbeitsstelle
Gemeindebücherei im Untergeschoss der Auburg-Schule
Öffentliche Einrichtungen
Rathaus, Pastorenkamp 25
Die Freiwillige Feuerwehr Wagenfeld mit ihren Standorten in Wagenfeld und Ströhen sorgt für den abwehrenden Brandschutz und die allgemeine Hilfe. Ihr gehören zwei Jugendfeuerwehren an.
Polizeistation Wagenfeld
Soziale Einrichtungen
2 Kindergärten
Ev. Kindergarten „Pusteblume“[14] in Wagenfeld und DRK-Kindergarten in Ströhen
Deutsches Rotes Kreuz, Ortsvereine Wagenfeld und Ströhen
2 Senioreneinrichtungen
Freizeit- und Sportanlagen
8 Fußball- und Bolzplätze
3 Sporthallen (2x Einfeld bei den Grundschulen in Wagenfeld und Ströhen sowie eine Dreifeldsporthalle bei der Oberschule in Wagenfeld)
1 Tennisanlage mit 3 Plätzen in Wagenfeld[15]
1 Hallenfreibad in Wagenfeld
7 Schießsportanlagen
1 Paintballanlage[16] (auf dem ehemaligen Militärgelände)
1 Golfanlage 18-Loch[17]
1 Speedwaybahn Heide-Ring
Verkehr
Straßenverkehr

Wagenfeld ist über die B 239 zu erreichen die von Nordwest nach Südost die Gemeinde durchquert und direkt durch die Ortschaft Wagenfeld verläuft. Zudem ist das Gemeindegebiete dicht durch mehrere Landesstraßen erschlossen: L 343, L 344, L 345, L 347 und L349. Autobahnanschlüsse sind in Holdorf an die A1 (40 km) über die B 239 und B 214 im Westen und Kirchlengern an die A30 (44 km) und A2 direkt über die B 239 im Süden.

öffentliche Verkehrsmittel

Es gibt zwei täglich verkehrende Buslinien die durch die Weser-Ems Busverkehr und Lahrmann Bus betrieben werden:

Linie 133 von Rahden (Bahnhof Rahden mit Betrieb durch die Eurobahn) über Wagenfeld nach Sulingen.
Linie 170 von Diepholz (Bahnhof der DB) über Wagenfeld nach Ströhen.

Zudem wird zu Schulzeiten durch mehrere Linien der Schülerverkehr sichergestellt.
Die Gemeinde liegt im Tarifgebiet des Verkehrsverbund Bremen/Niedersachsen.

Schienenverkehr

In Ströhen befindet sich ein inaktiver Bahnhof an der Bahnstrecke Rahden–Bassum. Die Einstellung des Personenverkehrs war am 22. Mai 1982. Die endgültige Stilllegung folgte am 1. Juni 1994.

Zurzeit finden zwischen Rahden und Ströhen Draisinenfahrten für Touristen statt.[18]

Das „Aktionsbündnis Eisenbahnstrecke Bassum-Bünde“[19] plant die Reaktivierung nördlich von Rahden als „Dümmer-Weser-Bahn“ und Betrieb des Personenverkehrs durch die Bonner Rhein-Sieg-Eisenbahn bis 2020.

Flugverkehr

Die nächsten Flughäfen sind:

Flughafen Bremen (75 km)
Flughafen Münster/Osnabrück (90 km)
Flughafen Hannover-Langenhagen (105 km)
Fliegerhorst Diepholz (25 km)
Persönlichkeiten
Jan Hinnerk Woerdemann
Söhne und Töchter der Gemeinde
Ingo Eichmann (1901-† nach 1969), Gestapobeamter und SS-Führer, geboren im Ortsteil Ströhen
Fritz Wilkening (* 1926), Pädagoge und Erziehungswissenschaftler
Personen, die mit der Gemeinde verbunden sind
Adam von Cornberg (* 23. Juni 1659; † 1728 in Auburg), Oberhauptmann
Freiherr Karl Ludwig Viktor von Cornberg zu Auburg († 1891), letzter Vertreter aus der Linie Auburg
Jan Hinnerk Wördemann (* 1. Mai 1851 in Dörpel; † 18. Dezember 1923 in Wagenfeld), Heimatdichter
Literatur
Wilhelm Falldorf: ‚Häst all hört?‘ Sagen un annere lögenhaftige Geschichten ut Wagenfeld un Ströhen. Wagenfeld 1986, 72 S.
Wilhelm Falldorf: Wagenfeld und Ströhen. Ein geschichtlicher Überblick. Wagenfeld 1988.
Wilhelm Falldorf: Wagenfeld und Ströhen in alten Bildern. Band I (Hrsg.: Gemeinde Wagenfeld), Wagenfeld 1986, 96 S. m. 80 Abb.
Timo Friedhoff: Kirche und Kirchengeschichte in Wagenfeld. Wagenfeld 2001
Timo Friedhoff: ‚Richtschnur meines Lebens …‘ – Das Leben der Freifrau Henriette von Cornberg-Auburg, geb. Freiin von Freitag-Daren. (Monographie), Wagenfeld 2001
Timo Friedhoff: Wagenfelder Fragmente. Die Geschichte der jüdischen Gemeinde Wagenfelds vom 18. bis zum 20. Jahrhundert. Geest-Verlag, Vechta-Langförden 2008; ISBN 978-3-86685-138-2
Julius Hummel: Chronik der Gemeinde Wagenfeld und des Amtes Auburg. (Hrsg.: Gemeinde Wagenfeld), Wagenfeld 1972, 209 S. mit zahlr. Abb.
Rolf Ismer: Der Naturtierpark Ströhen. Wagenfeld 2001.
Almuth Lessing: Wagenfeld. In: Herbert Obenaus (Hrsg. in Zusammenarbeit mit David Bankier und Daniel Fraenkel): Historisches Handbuch der jüdischen Gemeinden in Niedersachsen und Bremen. Band 1 und 2 (1668 S.), Göttingen 2005, Seite 1524–1527
Gerold Schmidt: Die Familie Scheide. Teil I: Die Herkunft aus Wagenfeld (Kreis Diepholz) und Ausdehnung nach Oldenburg. Oldenburgische Familienkunde, Heft 1/2, Jahrg. 38/1996, 106 S.
Weblinks
 Commons: Wagenfeld – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Webseite der Gemeinde Wagenfeld
Kleine Geschichte des Amtes Auburg