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Geschichte
Römerzeit

Auf dem bereits in vorrömischer Zeit besiedelten Gebiet von Walldürn befindet sich ein Abschnitt des UNESCO-Welterbes Obergermanisch-Raetischer Limes aus römischer Zeit, von dem Reste eines in der Mitte des 2. Jahrhunderts n. Chr. gegründeten Kastells mit Fundamenten eines Badehauses sowie mehrere restaurierte Wachttürme erhalten sind. Nur wenig südlich der Stadt begann ein 80 km langer, schnurgerader Abschnitt dieser Grenze zu Germanien, der bis nach Alfdorf im Welzheimer Wald reichte.

Walldürn um 1670
Wallfahrt um 1820
Schloss Walldürn
Gründung bis Mittelalter

Walldürn wurde im Jahr 794 im Lorscher Codex erstmals als turninu erwähnt.[3] Die Missionierung und damit auch die Besiedelung der Gegend ging vom nahen Kloster Amorbach aus. Kaiser Friedrich Barbarossa übertrug die Vogtei über das Kloster mit ausgedehnten Ländereien seinem 1171 erstmals genannten Gefolgsmann Ruprecht, der seinen Verwaltungssitz in Dürn hatte oder ihn dorthin verlegte und sich de Durne (von Dürn) nannte. Die Herren von Dürn waren daraufhin über mehrere Generationen eine der einflussreichsten Familien in der Umgebung, auf die zahlreiche Stadtgründungen zurückgehen. So wurde auch 1291 Dürn erstmals als Stadt genannt. Während des Niedergangs der Herren von Dürn kam 1294 die Stadt Dürn in den Besitz des Erzbischofs von Mainz. Nach dem Blutwunder von Walldürn im Jahr 1330 setzte allmählich die Wallfahrt nach Dürn ein, das 1423 erstmals Walldürn genannt wurde. 1448 wurde ein Rathaus erbaut, 1486 erhielt die Stadt das Marktrecht, 1492 wurde eine Mainzer Kellerei anstelle des alten Herrensitzes der Herren von Dürn erbaut. Nachdem sich mehrere Walldürner Ratsherren im Deutschen Bauernkrieg auf die Seite der rebellierenden Bauern gestellt hatten, verlor die Gemeinde in der Folge ihr Stadtrecht, das ihr erst 1948 formell wieder verliehen wurde.

Teil des Großherzogtums Baden

Bei der politischen Neuordnung Südwestdeutschlands im Zuge der napoleonischen Kriege und der einhergehenden Säkularisierung der geistlichen Fürstentümer kam Walldürn 1803 an das Fürstentum Leiningen und 1807 an Baden.

Revolution von 1848/49

Neben den sozialen Missständen in Walldürn ließ 1848 auch die fürstliche Herrschaft hier Unruhen aufkommen. Zwar waren 1820 die Leibeigenschaft und einige Naturalabgaben abgeschafft worden, durch die übrigen Abgaben wurden die Bauern jedoch nach wie vor übermäßig stark belastet, sodass einige hierdurch Haus und Hof verloren. Hinzu kamen 1842 und 1845 Missernten, die 1847 zur Einrichtung einer Suppenküche führten. Im selben Jahr tauchten auch erste Flugblätter auf, in denen die Freunde des Vaterlandes zur Vertreibung des Adels aufriefen. Der Sattlermeister Karl Thaddäus Keim und sein Sohn Christian leiteten Versammlungen und Debatten im Gasthaus „Stern“ und diskutierten dort unter anderem über die Grundrechte der Bürger. Der Gemeinderat reagierte hierauf mit dem Versuch, ein Ergebenheits- und Dankschreiben an den Großherzog in Karlsruhe zu senden, in der Hoffnung, hiermit mögliche Unruhen im Zaum halten zu können. Durch die ablehnende Haltung einzelner Gemeinderäte jedoch wurde stattdessen eine Petition an die badische Zweite Kammer gerichtet, in welcher darum gebeten wurde, alle indirekten Abgaben zu beseitigen. Stadtpfarrer Franz Joseph Faulhaber akzeptierte die Petition in seiner Eigenschaft als Zehntberechtigter jedoch nicht.

Anfang März 1848 entschloss sich der Revolutionsrat dazu, wie die Buchener Bauern nach Amorbach zum zuständigen Rentamt zu ziehen und dort vor allem die Herausgabe der Zinsbücher zu verlangen. Hierzu verlangte man von Amtsmann Bode die Erlaubnis, die dieser jedoch verweigerte. Die aufgebrachte Menge zog daraufhin zum Pfarrhaus und zwang Stadtpfarrer Faulhaber zu einer Verzichtserklärung auf große Teile der jährlichen Holzlieferung. Hierbei wurden Türen und Fenster des Pfarrhauses zertrümmert. Der Zug suchte als Nächstes den Juden Aaron Sender auf, bei dem einige Bürger verschuldet waren. Sein Warenlager wurde geplündert und die Schuldnerbücher vernichtet.

Tags darauf entsandte die Karlsruher Regierung Truppen, von denen auch eine Kompanie in Walldürn eintraf. Keim und sein Sohn sowie Anhänger von ihnen wurden verhaftet und wieder freigelassen. Den beiden Anführern drohten mehrjährige Gefängnisstrafen, woraufhin sie flohen. Das Walldürner Amt bat um einen weiteren Verbleib der Truppen in der Stadt.

Am 16. Mai 1849 wurde dann in Walldürn der Volksverein mit dem Vorsitzenden Joseph Matthäus Schachleiter gegründet; schon zuvor gab es den Bürgerverein. In der Folge entstand die Bürgerwehr und der Jungfrauenverein, dessen Mitglieder gelobten, nie einem Jüngling am Altar die Hand zu reichen, der jetzt nicht zum Kampfe hinausziehe. Der Bürgerwehr schlossen sich noch Freischärler an, und um einen Gegenschlag der preußischen Truppen, die der Großherzog zur Hilfe gerufen hatte, parieren zu können, wurde die Volkswehr, wie die Bürgerwehr seit Juni 1849 hieß, am 7. Juni 1849 zur Mobilmachung aufgerufen. Dieses Aufgebot, dem auch etliche Bürger anderer Ortschaften angehörten, ging durch das Neckartal gegen die Preußen vor, wurde aber zurückgedrängt und zog sich in die Heimatorte zurück.

Mit dem Einzug des 5. preußischen Jägerbataillons in das badische Frankenland wurde die Vormachtstellung des Großherzogs wieder gesichert und die Revolution beendet. Eine Kompanie verblieb bis zum 1. September 1852 in Walldürn.[4]

Eingemeindungen

Am 1. Juli 1971 wurde Reinhardsachsen und am 31. Dezember 1971 Altheim eingemeindet. Am 1. Dezember 1972 folgten Rippberg, Gottersdorf und Wettersdorf. Mit der Eingemeindung von Gerolzahn, Glashofen, Hornbach und Kaltenbrunn am 1. Januar 1975 war die Gemeindereform abgeschlossen.[5]

Religionen
Mahnmal für die am 22. Oktober 1940 ins KZ Gurs deportierten Walldürner Juden
Christentum

Die Reformation hielt in Walldürn keinen Einzug, so dass die Bevölkerung lange Zeit fast ausschließlich katholisch war. Neben der Wallfahrtsbasilika St. Georg gibt es die St.-Marien-Kirche. Beide gehören zur Seelsorgeeinheit Walldürn. Erst durch die Aufnahme von Vertriebenen nach dem Zweiten Weltkrieg stieg der Anteil der Protestanten leicht an. 1947 wurde eine evangelische Pfarrei eingerichtet und 1951 eine Kirche gebaut. Bei der Volkszählung 1987 waren 85,7 Prozent der Walldürner katholisch und 10,9 Prozent evangelisch.

Jüdische Gemeinde Walldürn

Die jüdische Gemeinde Walldürn bestand bereits im Mittelalter. Von den Judenverfolgungen 1298, 1335/37 und 1348/49 war die jüdische Gemeinde Walldürn betroffen und ging in dieser Zeit unter. Ab 1378 lebten wieder Juden in Walldürn. Diese wurden jedoch 1470 mit den anderen Juden des Erzstiftes Mainz ausgewiesen. Die Entstehung einer neuzeitlichen jüdischen Gemeinde in Walldürn geht in die Zeit des 18. Jahrhunderts zurück, da in der Zeit um 1700 wieder jüdische Einwohnern in Walldürn genannt wurden. Die jüdische Gemeinde Walldürn hatte eine eigene Synagoge, eine jüdische Religionsschule und ein rituelles Bad. Auf dem jüdischen Friedhof in Bödigheim wurden die Toten der Gemeinde beigesetzt. 1827 wurde die jüdische Gemeinde Walldürn dem Bezirksrabbinat Merchingen zugeteilt, das später vom Bezirksrabbiner in Mosbach betreut wurde. Nach 1933 verließen einige aufgrund der nationalsozialistischen Repressalien die Stadt. Auch der zunehmende wirtschaftliche Boykott der jüdischen Geschäfte sowie die zunehmende Entrechtung und andere Repressalien sorgten dafür, dass jüdische Einwohner Walldürns weggezogen beziehungsweise ausgewandert sind. Die letzten zehn Juden wurden 1940 ins KZ Gurs deportiert.[6]

Von den jüdischen Personen, die in Walldürn geboren wurden oder längere Zeit in der Stadt wohnten, kamen in der Zeit des Nationalsozialismus zwölf Personen ums Leben.[6][7][8]

Hauptartikel: Jüdische Gemeinde Walldürn
Politik
Gemeinderat
Historisches Rathaus

Seit der Kommunalwahl vom 25. Mai 2014 hat der Gemeinderat von Walldürn 31 Mitglieder. Die Wahlbeteiligung sank im Vergleich zu 2009 von 54,4 % auf 52,9 %. Die Wahl führte zu folgendem Ergebnis (in Klammern die Veränderung zum Wahlergebnis 2009):

Liste Stimmenanteil Sitze
Christlich Demokratische Union Deutschlands (CDU) 40,2 % (+ 2,8) 13 Sitze (± 0)
Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD) 29,8 % (+ 3,2) 9 Sitze (± 0)
Demokratische Christliche Bürger (DCB) 16,5 % (– 3,8) 5 Sitze (− 2)
Walldürner Bürgervereinigung (WBV) 7,9 % (– 1,2) 2 Sitze (– 1)
Walldürner Liste (WAL) 5,7 % − 0,9 2 Sitze (+ 2)

Für die Wahl wird das Stadtgebiet in sieben Wohnbezirke eingeteilt und die unechte Teilortswahl im Sinne der baden-württembergischen Gemeindeordnung angewandt, wobei die Stadtteile Glashofen sowie Gerolzahn, Reinhardsachsen sowie Kaltenbrunn und Rippberg sowie Hornbach jeweils zu einem Wohnbezirk zusammengefasst sind. Außerdem sind für die Wohnbezirke mit Ausnahme des Stadtteils Walldürn – Stadt Ortschaftsräte und Ortsvorsteher als dessen Vorsitzende eingerichtet.[9]

Bürgermeister

Amtszeit Bürgermeister Partei
ca. 1779–1785 Jordan, Johann Georg (ernannt)
1785–1800 Eckart, Sebastian (ernannt)
ca. 1800–1832 Blau, Ignatz Fiedel (ernannt)
1832–1842 Heimberger, Joseph Wilhelm
1842–1854 Kieser, Felix Anton
1854–1869 Thiry, Wilhelm
1870–1879 Kieser, Heinrich
1879–1901 Hildenbrand, Wilhelm
1901–1907 Knoth, Hermann
1907–1909 Schön, Friederich (kommissarisch)
1909–1919 Nimis, Wilhelm
1919–1920 Helmling, Peter
1920–1925 Scheurich, Otto
1925–1930 Trautmann, Arthur
1930–1933 Geier, Michael
1933 Kaufmann, Josef
1933–1940 Kiefer, Karl (ernannt)
1940–1945 Leiblein, Josef (ernannt)
1945–1946 Trunk, Heinrich (kommissarisch) und Scheurich, Otto (kommissarisch)
1946–1948 Schmidt, Hermann
1948–1966 Trautmann, Arthur SPD
1966–1974 Hübner, Alfred
1974–1975 Hollerbach, Robert (Amtsverweser) CDU
1975–1991 Hollerbach, Robert CDU
1991–2007 Joseph, Karl-Heinz SPD
seit 2007 Günther, Markus CDU

Wappen

Blasonierung: „In Silber auf grünem Boden zwischen zwei grünen Linden eine gezinnte rote Burg mit rechtsstehendem Turm und hochgezogenem Fallgatter im offenen Tor des Turmes, darüber schwebend ein an den Turm gelehnter roter Schild, worin sich ein sechsspeichiges silbernes Rad befindet, das Mainzer Rad.“

Deutung: Bäume und Burg könnten „redend“ für den Ortsnamen stehen, sich aber auch auf die ehemalige Burg beziehen oder als Stadtsymbol gemeint sein. Der kurmainzische landesherrliche Wappenschild wurde im 19. Jahrhundert zuweilen durch das badische Wappen ersetzt.

Städtepartnerschaften

Mit Montereau-Fault-Yonne in Frankreich besteht seit 1970 eine Städtepartnerschaft. Die Gemeinde Küllstedt im thüringischen Eichsfeld ist ebenfalls Walldürner Partnergemeinde. Im März 2005 wurde mit der ungarischen Stadt Szentgotthárd eine dritte Städtepartnerschaft geschlossen.

Kultur und Sehenswürdigkeiten
Wallfahrtsbasilika St. Georg
Fußgängerzone

Die Landschaftsregion im Odenwald, in der die Stadt liegt, wird wegen der zahlreichen Madonnenstatuen und Bildstöcke, die sich an den Häusern oder entlang der Wege befinden, auch als „Madonnenländchen“ bezeichnet.
Die touristischen Routen Deutsche Limes-Straße und Siegfried-Straße führen durch die Stadt und laden zur Besichtigung der verschiedenen Sehenswürdigkeiten ein. Die katholische Wallfahrt zum Heiligen Blut (Ausstellung eines Korporales) ist ein jährlicher Höhepunkt in der Region.

Im Kerngebiet sind zahlreiche historische Bauten zu sehen, darunter das älteste intakte Rathaus Deutschlands (erbaut 1448).
Zahlreiche alte historische Bauten wurden bereits saniert, darunter das Areal „Mollenhof“ (1980–1983), das Areal „Riesen“ (1983–1986), ein herrschaftliches Anwesen, das zu einem stilvollen Landgasthof wurde, und der städtische Schlachthof (2001–2002), der jetzt das „Jugend- und Kulturzentrum“ der Stadt beherbergt.

Museen
Stadt- und Wallfahrtsmuseum

Teil der kulturellen Einrichtungen sind das Stadt- und Wallfahrtsmuseum, das Odenwälder Freilandmuseum in Walldürn-Gottersdorf mit historischen Dorfgebäuden, das Lichtermuseum im Ortsteil Wettersdorf, das Kultur- und Kunstmuseum, das Elfenbeinmuseum und das Museum Zeit(T)räume.

Bauwerke
Limeslehrpfad, Römerbad und Kleinkastell Haselburg
Überreste der historischen Stadtmauer von 1335
Historisches Rathaus von 1448
Altes Schloss von 1492
Wallfahrtsbasilika
Areal Riesen (erbaut 1428, saniert 1980–1983, Auszeichnung „Vorbildliches Bauen“ 1986 (Architekten Link und Kuhn, Walldürn))
Die Grünkerndarre im Ortsteil Altheim wurde von der Denkmalstiftung Baden-Württemberg zum Denkmal des Monats April 2007 ernannt.
Jugend- und Kulturzentrum Alter Schlachthof Walldürn
Freizeit- und Sportanlagen

Walldürn verfügt über ein Freizeitangebot mit Hallen- und Freibad, Sauna, Tennis (In- und Outdoor), Kegelbahnen, Golfplatz, Hochseilgarten, Wildgehege, Ponyreiten, Postkutschenfahrten, Rad- und Wanderwegen sowie einer Spiel- und Erholungsanlage im Marsbachtal.

Wirtschaft und Infrastruktur
Wirtschaft

Das Braun-Werk in Walldürn dient als Produktionsstätte für den gesamten Rasiererbereich des Unternehmens und beschäftigte im Jahr 2014 noch etwa 1000 Mitarbeiter, die allerdings im Rahmen eines Umstrukturierungsprozesses auf 750 reduziert werden.[10] Walldürn ist traditionell vom Mittelstand geprägt. Zwischen den 1880er und 1950er Jahren war Příbram ein wichtiger Standort der Perlkranz-Produktion. Nachdem in den 1950er Jahren die Produktion von Perlkränzen in Oberreifenberg eingestellt wurde, war Walldürn einziger Produktionsstandort dieses sterbenden Gewerbes.

Wichtiger Wirtschaftsfaktor und Arbeitgeber war und ist die Bundeswehr mit den in der Nibelungenkaserne stationierten Truppen und Dienststellen.

Flugplatz
Verkehr

Walldürn hat über die Anschlussstellen 3 bis 6 (Tauberbischofsheim, Ahorn, Boxberg und Osterburken) in etwa 20 bis 30 km Entfernung vier Anbindungen an die Bundesautobahn 81, die von Würzburg nach Süden Richtung Heilbronn/Stuttgart verläuft. Die Bundesstraße 27 verbindet Walldürn in südlicher Richtung mit dem Neckartal bei Mosbach, im Norden mit der A 81 bei Tauberbischofsheim. Die über Michelstadt von Pfalz und Rheinebene (Worms) kommende Bundesstraße 47 endet bei Walldürn-Stadt an der B 27.

Der Bahnhof Walldürn liegt an der Bahnstrecke Seckach–Miltenberg (KBS 784), auch Madonnenlandbahn genannt. Örtlicher Verkehrslandeplatz ist der Flugplatz Walldürn mit der (ICAO-Kennung: EDEW).

Radwanderwege

Durch das Stadtgebiet führen folgende Radwanderwege:

Der 225 km lange 3-Länder-Radweg führt als Rundweg durch das Dreiländereck von Hessen, Baden-Württemberg und Bayern. Entlang von Mümling, Neckar und Main erkundet die Route den Odenwald.
Der Odenwald-Madonnen-Radweg führt ab Tauberbischofsheim über 135–160 Kilometer durch den Odenwald in Hardheim und Walldürn, das Neckartal in Heidelberg und die Rheinebene bis nach Speyer.[11]
Der Deutsche Limes-Radweg führt von Bad Hönningen durch Westerwald, Taunus und Odenwald zum 818 Kilometer entfernten Regensburg und orientiert sich dabei am historischen Verlauf des Obergermanisch-Raetischen Limes.
Der Main-Tauber-Fränkische Rad-Achter
Wanderwege

Durch das Stadtgebiet führen folgende Wanderwege:

Als Teilabschnitt des Deutschen Limes-Wanderwegs durchquert der Limes-Wanderweg des Schwäbischen Albvereins die Stadt. Von Miltenberg bis Osterburken wird dieser Weg als Östlicher Limesweg vom Odenwaldklub betreut.
Öffentliche Einrichtungen

Wesentliche öffentliche Einrichtungen sind das Geriatriezentrum „St.Josef“, dass Pflegeheim der AWO „Maria Rast“, das Kinderheim St. Kilian, das Jugend- u. Kulturzentrum „Alter Schlachthof“ sowie das Odenwald Hospiz.

Bundeswehr

In der Nibelungenkaserne der Bundeswehr ist das Logistikbataillon 461 stationiert. Bis 1992/93 waren hier auch das Panzergrenadierbataillon 362, das Panzerartilleriebataillon 365, bis 2002 Teile des Instandsetzungsbataillons 12 sowie von 1993 bis 2002 das Raketenartilleriebataillon 122 stationiert.

Bildung

Außer der Grundschule Walldürn befinden sich in Walldürn-Stadt die Auerberg-Werkrealschule, die Konrad-von-Dürn-Realschule, die private Nardini-Schule (Sonderpädagogisches Bildungs- und Beratungszentrum mit Förderschwerpunkt emotionale und soziale Entwicklung), die Städtische Musikschule sowie die Frankenlandschule Walldürn mit den Bildungszweigen Wirtschaftsgymnasium,
Kaufmännisches Berufskolleg I, Kaufmännisches Berufskolleg II, Kaufmännisches Berufskolleg Wirtschaftsinformatik, Wirtschaftsschule, Berufsfachschule für Bürotechnik und Kaufmännische Berufsschule.

Persönlichkeiten
Ehrenbürger

Im Walldürner Stadtarchiv sind folgende Ehrenbürger registriert:[12]

1924, 14. März: Wilhelm Weimar (Stifter)|Wilhelm Weimar (1867–1938), Stifter
1932, 6. Juli: Franz Dorbath (1866–1946), Priester
1948, 11. Oktober: Heinrich Köhler (1878–1949), Politiker
1953, 13. März: Wendelin Rauch (1885–1954), Erzbischof von Freiburg im Breisgau
1954, 15. Dezember: Oscar Stalf (1882–1974), Unternehmer
1962, 22. September: Hermann Schäufele (1906–1977), Erzbischof von Freiburg im Breisgau
1967, 6. April: Alfred Zeller (1919–2010), Oberlehrer
1971, 17. März: Arthur Trautmann (1894–1974), ehemaliger Bürgermeister von Walldürn
1971, 19. Juli: Adolf Hehn (1905–1983), Lehrer
1971, 3. November: Paul Bleichroth (1893–1982), katholischer Pfarrer
1973, 30. März: Otto Gehrig (1903–1974), ehem. Bürgermeister von Altheim
1974, 12. Juni: Alfons Engert (1882–1979), Oberlehrer
1975, 2. Juli: Ludwig Stich (1904–1979), ehem. Bürgermeister von Hornbach
1977, 16. März: August Berberich (1912–1982), Politiker
1981, 24. Juni: Karl Gnädinger (1905–1995), Weihbischof in Freiburg
1985, 22. Juli: Josef Spieler (1900–1987), Psychologe, Pädagoge, Heilpädagoge
1994, 22. Februar: Wigbert Richter (OSA) (1924–1998), Stadtpfarrer
2002, 26. April: Robert Hollerbach (1924–2013), Altbürgermeister
Söhne und Töchter der Stadt
Silvia Neid
Felix Anton Blau (1754–1798), Theologe, Philosoph
Sebastian Eckardt (1782–1846), Maler
Karl Felix Brunner (1803–1857), badischer Staatsrat und Präsident des Justizministeriums
Johannes Joseph Schweitzer (1831–1882), Priester, Komponist und Domkapellmeister in Freiburg im Breisgau
Maria Zeeb (1859–1927), Hebamme, die mit Ferdinand Adolf Kehrer den ersten Kaiserschnitt durchführte
Blandina Mairon SSpS (1879–1946), Chinamissionarin aus dem Orden der Steyler Missionsschwestern
Oscar Stalf (1882–1974), Unternehmer
Walter Zimmermann (1892–1980), Biologe und Botaniker
Josef Spieler (1900–1987), Psychologe, Pädagoge, Heilpädagoge
August Berberich (1912–1982), Politiker (CDU), Landtags- und Bundestagsabgeordneter
Fritz Sebastian (1895–1960), ab 1946 Schulleiter an der Handelslehranstalt Walldürn, Initiator zur Errichtung der Wirtschaftsoberschule (1952), heute Frankenlandschule Walldürn
Hubert Weckbach (* 1935 in Rippberg), Archivar
Josef Tadler (1938–2015), Komponist und Pianist
Peter Assion (1941–1994), Volkskundler, Germanist
Peter Hauk (* 1960), Diplom-Forstwirt, seit 1992 Mitglied des Landtags (CDU), 2011–2015 Landtagsfraktionsvorsitzender der CDU Baden-Württemberg, 2005–2010 Minister für Ernährung und Ländlichen Raum in der Landesregierung von Baden-Württemberg, seit 2016 wieder Minister für Ernährung und Ländlichen Raum
Silvia Neid (* 1964), ehemalige Fußballspielerin und Weltmeister-Trainerin der deutschen Fußballnationalmannschaft der Damen
Rolf Miller (* 1967), Kabarettist
Literatur
Abteilung Landesbeschreibung des Generallandesarchivs Karlsruhe (Bearb.), Landesarchivdirektion Baden-Württemberg in Verbindung mit dem Neckar-Odenwald-Kreis (Hrsg.): Der Neckar-Odenwald-Kreis. Sigmaringen 1992, ISBN 3-7995-6047-5.