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Von daher wollen wir Ihnen Statistiken über Walluf nicht vorenthalten.

Geschichte
Ruine der Johanniskirche in Niederwalluf
Niederwallufer Ortszentrum

Walluf wurde 770 als „Waltaffa“ erstmals schriftlich erwähnt. Seit dieser Zeit wird Weinbau betrieben, damit ist Walluf die älteste Weinbaugemeinde im Rheingau. Hier begann das Rheingauer Gebück, die von den Erzbischöfen von Mainz angelegte, aus einer undurchdringlichen Hecke bestehende Rheingauer Landwehr. Durch Walluf führte einer der wichtigsten Wege in den Rheingau, dessen Durchlass durch das Gebück aus einer stark befestigten Toranlage bestand, die wegen ihrer Form Backofen genannt wurde. Daher nennt sich Walluf auch Pforte des Rheingaus.

Im 11. Jahrhundert entstand oberhalb des Ortes eine weitere Siedlung: die eigenständige Gemeinde Oberwalluf. Der ältere, am Rhein liegende Ort wird seither Niederwalluf genannt.

Bei der ältesten erhalten gebliebenen urkundlichen Erwähnung als Waltaffa aus dem Jahr 770 ist nicht zu klären, ob Nieder- oder Oberwalluf gemeint ist. Von Nidenwaldoff ist seit dem Jahr 1304 die Rede. Ursprünglich war der Ort östlich der Walluf rings um die heutige Ruinen der Johanniskirche und der Turmburg angesiedelt, scheint aber schon im 12. Jahrhundert, ähnlich wie Martinsthal, in den Schutz des Rheingauer Gebücks auf die westliche Seite verlegt worden zu sein. Damit war Niederwalluf Teil des kurmainzischen Rheingaus. nach Auflösung des Kurstaates ging der Ort 1803 an Nassau-Usingen und gehörte zur Zeit des Herzogtums Nassau zum Amt Eltville, danach zum Rheingaukreis.

Während der NS-Diktatur unterhielt die Zahnradfabrik Wilde aus Niederwalluf im Gasthof „Grüner Wald“ in Oberwalluf ein Firmenlager für Zwangsarbeiterinnen. Am 1. April 1943 war das Lager mit 16 Frauen belegt.[2]

Am 1. Oktober 1971 schlossen sich die beiden Gemeinden Niederwalluf und Oberwalluf zur Gemeinde Walluf zusammen.[3]

Am 15. Dezember 1988 erschütterten schwere Gasexplosionen in einem Wohngebiet den Ort; Ursache war Gasaustritt aus dem Leitungsnetz, weil ein Schaltfehler Gas unter zu hohem Druck aus dem Fernversorgungsnetz einspeiste. Bei den Explosionen kamen zwei Personen ums Leben, mehrere Menschen wurden verletzt. Etwa 200 Einwohner mussten für einige Tage evakuiert werden.[4]

Der Ortskern von Niederwalluf wurde mehrmals von starken Hochwassern überflutet. Die höchsten Pegelstände (in aufsteigender Reihenfolge) wurden im Januar 1995, im Februar 1970 und im März 1988 („Jahrhunderthochwasser“) erreicht. Die nahe am Rhein gelegenen Wohnhäuser konnten tagelang nur über durch die Feuerwehr provisorisch errichtete Stege und mit Schlauchbooten erreicht werden.

Politik
Gemeindevertretung

Die Kommunalwahl am 6. März 2016 lieferte folgendes Ergebnis,[5] in Vergleich gesetzt zu früheren Kommunalwahlen:[6][7]

Sitzverteilung in der Gemeindevertretung 2016

    

Insgesamt 25 Sitze SPD: 13 FDP: 2 CDU: 5 BVW: 5

Parteien und Wählergemeinschaften  %
2016
Sitze
2016
 %
2011
Sitze
2011
 %
2006
Sitze
2006
 %
2001
Sitze
2001
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 51,0 13 41,7 12 38,9 11 39,0 12
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 21,6 5 25,9 8 33,2 10 33,7 11
BVW Bürgervereinigung Walluf 18,9 5 27,3 8 21,2 6 20,5 6
FDP Freie Demokratische Partei 8,5 2 5,1 1 6,7 2 6,8 2
Gesamt 100,0 25 100,0 29 100,0 29 100,0 31
Wahlbeteiligung in % 58,3 52,7 51,5 57,1

Rathaus von Walluf
Bürgermeister

Der seit dem 11. Oktober 2002 amtierende Bürgermeister Manfred Kohl (SPD)[8] wurde jeweils am 13. April 2008 mit 92,6 % der Stimmen (ohne Gegenkandidaten) und am 25. Mai 2014 mit 69,0 % der Stimmen wiedergewählt. Die Wahlbeteiligung lag bei 66,1 %.[9] Seine dritte sechsjährige Amtszeit endet am 30. September 2020.

Zuvor haben als Bürgermeister gewirkt

1971–1976 Eberhard Mehl
1976–1982 Werner Kluth
1982–1994 Bernhard Hoffmann[10]
1994–1996 Heinz Spiekermann (CDU, Wahl am 29. Mai 1994)
1996–2002 Jürgen Knode (CDU, Wahl am 22. September 1996).
Wappen

Am 8. November 1971 wurde der Gemeinde Walluf im damaligen Rheingaukreis ein Wappen mit folgender Blasonierung verliehen: Schild von Rot und Silber geteilt; oben ein kreuzverbundenes Doppelrad liegend unten ein W in verwechselten Farben.[11]

Gemeindepartnerschaften

Die Gemeinde Walluf unterhält partnerschaftliche Beziehungen zu La Londe-les-Maures in Frankreich.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Walluf ist Heimatort der Comicfigur Karl – der Spätlesereiter von Michael Apitz.

Vereine

Der Segelclub Rheingau (SCR) ist in Walluf beheimatet. Er hat etwas über 300 Mitglieder, davon sind fast ein Drittel Jugendliche in einer eigenen Jugendabteilung. Der Gesamtbootsbestand beträgt ca. 180 Boote vom Kielschiff bis zur Jolle, die teilweise an einem Steg im Segelhafen liegen. Der Club wurde 1900 gegründet.[12]

Zwei Fußballvereine sind in Walluf beheimatet: der FSV Oberwalluf und die SG Walluf. Beide Vereine nutzen den Sportplatz im Johannisfeld am Rhein als Spielstätte.

An der evangelischen Heilandsgemeinde gibt es Pfadfindergruppen der Heliand-Pfadfinderschaft-Stamm VII und den Jugendtreff „Projekt H“.

Störche
Storchennest in der Wallufer Bucht

Im Naturschutzgebiet zwischen Walluf und Wiesbaden-Schierstein brüten rund 50 Storchen-Paare, die Walluf und die Umgebung bevölkern. Diese wurden von der Schiersteiner Storchengemeinschaft wieder angesiedelt.

Bauwerke
Siehe auch: Liste der Kulturdenkmäler in Walluf
Altes Rathaus in Oberwalluf

Zahlreiche ehemalige Wassermühlen entlang des Wallufer Mühlgrabens zeugen heute von der frühen wirtschaftlichen Entwicklung der Gemeinde.

Kirchner-Mühle
Kirchner-Mühle in Niederwalluf

Das Errichtungsjahr ist unbekannt. 1696 ist Oberstleutnant von Wonsheim Besitzer; Erbpächter ist Anton Becker. Die Mühle verfügt bereits über zwei Mahlgänge und kann täglich zehn Malter Korn mahlen. Sie wird 1699 als vierte Mühle in der Wallufer Gemarkung vermerkt. Als Besitzer folgen 1775 Freifrau von Boos geb. von Greiffenclau, und 1798 Graf von Eltz. Johann Boltner ersteigert 1799 die Mühle, es folgen 1822 die Erbpächter Adam Farfort, 1839 Heinrich Zimmermann, 1854 seine Witwe und Sohn Heinrich. Johann Kirchner erwirbt 1877 das Anwesen. und betreibt dort eine Sägemühle. Es folgen verschiedene Gewerbebetriebe. Nach Schließung der Zahnfabrik Wilde erwirbt die Gemeinde Walluf das Anwesen. Auf dem Gelände befindet sich heute das Rathaus.

Bug-Mühle
Bug-Mühle in Niederwalluf

Die Mühle ist vor 1393 errichtet worden. Sie wird als mittlere Mühle zu Niederwalluf erwähnt und gehörte früher Dyle Welker von Königstein. Das Mainzer St. Petersstift verpachtet die Mühle 1393 an Heicze, genannt von dem Berge und Arnold von Montabaur, beide sind Weber. 1696 wird die Mühle als Lohmühle ausgewiesen. Sie ist im Besitz von Hartmann Scheider, Rotgerber aus Mainz. 1711 erwirbt Nikolaus Behringer das Anwesen von Baumanns Erben und wandelt die Mühle in eine Mahlmühle um. 1818 erscheint Wendel Bug in einer Urkunde als Besitzer. Seit dieser Zeit befindet sich die Mühle im Besitz der Familie Bug. Sie war bis 1905 als Getreidemühle eingerichtet. Als eine der wenigen Mühlen am Wallufer Mühlgraben verfügt die Bug-Mühle bis heute über ein sich drehendes Wasserrad.

Hild-Mühle
Hild-Mühle („Mühle der Schönen Künste“) in Niederwalluf

1715 errichtete der Müller Johann Koch aus Kiedrich die Hild-Mühle. Sie verfügt über zwei Mahlgänge und einen Schälgang. 1746 wird Johann Backhaus als Müller angegeben. 1799 verkauft der Mainzer Petersstift die Mühle an Peter Wilhelm Arnet. Ein Backhaus ist hier erstmals 1822 überliefert. Die Besitzer wechseln nun in rascher Folge: 1828 Georg Kindlinger, 1832 Johann Gehm, und 1855 Müller und Bäcker Johann Arnet. Durch Einheirat geht das Mühlenanwesen in den Besitz von Caspar J. Hild über, ab 1920 bis nach dem Zweiten Weltkrieg wird hier eine Brotfabrik betrieben. Um 1940 wird der Mahlbetrieb eingestellt. Das denkmalgeschützte Anwesen war lange Jahre dem Verfall preisgegeben. Heute finden in der Hild-Mühle, die nun unter dem Namen „Mühle der Schönen Künste“ firmiert, kulturelle Veranstaltungen statt.

Weller-Mühle
Weller-Mühle in Niederwalluf

Das Errichtungsjahr der Weller-Mühle ist unbekannt. 1699 wird eine Weißgerbermühle erwähnt. Diese war früher eine Tuchwalkmühle und wurde von Peter Fritz in eine Lederwalkmühle umgebaut. 1711 wird sie in eine Getreidemühle umgewandelt. Im Jahre 1716 ist sie im Besitz der Familie Senft und geht 1718 auf Friedrich Kippenberger über. Später wird die Mühle als Specht’sche Mühle erwähnt und kommt in den Besitz der Familie Körber. 1818 wird sie von G. Friedrich Körber geführt. Die Mühle verfügt 1855 über zwei Mahlgänge mit einer Betriebszeit von etwa sechs Monaten. Der Mahlbetrieb ist etwa 1880 eingestellt worden. Durch Einheirat geht das Anwesen 1912 an Michael Weller und später in den Besitz der Familie Jost über.

Arnet-Mühle
Arnet-Mühle in Oberwalluf

Im 13. Jahrhundert wird erstmals eine Mühle in Oberwalluf erwähnt, bei der es sich vermutlich um die Arnet-Mühle handelt. Im Laufe der Geschichte wird diese auch als Lerchi’sche Mühle, Kurfürsten-Mühle und Israels-Mühle erwähnt. 1662 erwirbt Kurfürst Johann Philipp von Mainz die Mühle von Anna Kunigunde von Heynenberg, sie hat einen Walk- und Mühlengang. Das Anwesen liegt außerhalb des Gebücks. Lange Zeit wird die Walkmühle durch Mainzer Wollweber betrieben. 1701 übernimmt der Müller Kritter die Mühle, ausgestattet mit einer Walk- und Mahlmühle, zwei Mahlgängen und einem Schälgang. 1745 ersteigert Andreas Israel das Anwesen und 1755 wird Peter Bischof Eigentümer. In dieser Zeit wird die Mühle in eine Öl- und Mahlmühle umgewandelt. Johann Fieder erwirbt 1794 die Mühle. Durch Einheirat geht das Mühlenanwesen an Georg Josef Arnet und blieb lange Zeit im Besitz der Familie Arnet. Doch nach langer Zeit wird die Arnet Mühle 2013 verkauft und gehört nun der Familie Mehl.[13]

Diefenbach-Mühle

Das genaue Errichtungsjahr der Diefenbach-Mühle ist bislang unbekannt. Als erster urkundlich bekannter Besitzer der Mahlmühle wird 1671 der Junker Molsberger aus Bodenheim erwähnt. Die Mühle liegt im „Flecken“ beim „Backofen“ im Lindauer Gericht. Die Mühle verfügt als einzige am Wallufbach über ein unterschlächtiges Mühlrad und kann daher bei Hochwasser nicht mahlen. In den 1850er Jahren erwirbt Schreinermeister Diefenbach die Mühle und nutzt die Wasserkraft zum Betrieb seines Sägewerks. Das Wasser zum Mühlenbetrieb wurde durch einen separaten Graben vom Wallufbach zum Anwesen geführt. Das Mühlrad befand sich auf der Rückseite. Nach wechselndem Besitz wurde die Mühle 1957 von Familie Jansen als Wohn- und Geschäftshaus erworben.

Dickescheidt-Mühle

Bereits um 1200 erwähnt, ist sie wahrscheinlich die älteste Mahlmühle im Walluftal. 1274 wird die Mühle mit Backhaus in den Aufzeichnungen des Mainzer Domstifts aufgeführt und geht 1321 vom Mainzer Petersstift in den Besitz des ortsansässigen Ritter von Lindau über. Durch Einheirat kommt die Mühle zu Beginn des 17. Jahrhunderts in den Besitz derer von Goroth. Adelsfamilien bestimmen über Jahrhunderte das Schicksal der Mühle. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts geht sie in bürgerlichem Besitz der Familie Korn (um 1818 Paul Korn) über. Die Mahlmühle verfügte über zwei Mahlgänge mit einer Betriebszeit von sechs Monaten. Ab 1894/95 erfolgt die Umstellung in einen Industriebetrieb. 1922 wird Josef Dickescheidt neuer Besitzer. Das Wasserrad hatte einen Durchmesser von drei Metern, eine Breite von 1,70 Meter und erzeugte eine Leistung von rund acht PS. 1956 wurde die Dickescheidt-Mühle stillgelegt und 1978 zusammen mit dem gesamten Anwesen abgerissen.

Kniesel-Mühle

Das Errichtungsjahr der Mühle ist unbekannt. Die Mühle gehört 1686 denen von Knebel, Erbbeständer ist die Witwe des Müllers Albert Kurz. Die Mühle verfügt 1698 über zwei Mahlgänge. Später geht sie an Jakob Lohnstein. 1818 ist Johann Schmidt als Müller erwähnt. Die Mühle hat 1855 drei Mahlgänge mit zwei Wasserrädern. Neuaufbau nach einem Brand im Jahre 1851. Karl Kniegel, Zigarrenkistenfabrikant, übernimmt 1874 das Anwesen, errichtet eine Dampfholzschneiderer und fertigt Zigarrenkisten. 1880 brennt die Mühle völlig ab. Nach einem Neuaufbau wechseln die Eigentümer in rascher Folge.1892 wird das Anwesen durch die Firma Dr. Dietrich & Brockhues übernommen, abgerissen und in das heutige Fabrikgelände eingegliedert.

Ditt-Mühle

Das Errichtungsjahr ist nicht bekannt, die Mühle muss aber bereits 1600 bestanden haben. 1699 ist Jakob Löhr Eigentümer der Mühle. Ein Mahlgang ist vorhanden. Bis 1809 liegt die Mühle in der Eltviller Gemarkung.1818 ist Mathes Göhm Eigentümer. Zwischen 1822 und 1848 verfügt die Mühle über zwei Mahlgänge. Unter Andreas Korn wird die Mühle um 1850 zur Holzbearbeitung umgerüstet. Franz Ditt folgt 1872 als Eigentümer. Er stellt die Mühle auf Metallbearbeitung um und fertigt Haushaltsgegenstände aus Aluminium. Durch einen Großbrand wird die Mühle 1913 zerstört. Nach Wiederaufbau folgt im Ersten Weltkrieg eine Umrüstung in eine Mahlmühle und 1917 geht die Mühle in den Besitz der Chemischen Werke Brockhues AG über.

Schramm-Mühle

Die Mühle wird 1747 durch Peter Bischof auf dem Gelände einer „alten Rheingauer Landschantz“ in Eltviller Gemarkung als Mahlmühle errichtet. Andreas Israel tauscht 1755 die Mühle mit seinem Schwager gegen die Arnet-Mühle ein. 1767 wird Adam Filzinger und 1777 Johann Krieger als Eigentümer aufgeführt. Die Mühle hat zwei Mahlgänge und wird 1843 von den Eheleuten Kitzinger übernommen. Es folgen 1848 Nicolaus Sattler und 1850 Philipp Schmidt. 1875 übernimmt Familie Thoma das Anwesen und errichtet 1979 ein Backhaus. Nikolaus Boerma veräußert das Mühlenanwesen 1886 an die Wiesbadener Handelsgesellschaft „Heyum“ Heymann. 1903 werden die Eheleute Louis Schramm Eigentümer. Der Ankauf durch die Chemische Werke Brockhues AG erfolgt im Jahre 1910.

Wirtschaft und Infrastruktur
Bildung

In Walluf gibt es drei Kindergärten, von denen zwei in Niederwalluf und einer in Oberwalluf liegen. Walluf verfügt mit der Walluftalschule über eine Grundschule.

Wirtschaftsstruktur

Die Gemeinde hat im Norden von Niederwalluf an der Martinsthaler Straße mit Verbindung zur B 42 ein Gewerbegebiet erschlossen, das seit einigen Jahren ein kontinuierliches Wachstum aufweist. Neben zahlreichen Handwerks- und Dienstleistungsunternehmen sind auch bekannte sowie überregional und international tätige Unternehmen in Walluf beheimatet. Hierzu zählen unter anderem die VU Verlagsunion KG, ein Tochterunternehmen der Bauer Media Group, die IQ-Company AG, der Gewürz- und Gütezusätze-Hersteller Van Hees GmbH.[14] sowie die Chemischen Werke Brockhues, die heute zum US Konzern Rockwood gehören.

Wein
Weinprobierstand am Rheinufer

Walluf ist, wie alle Gemeinden im Rheingau, eine Winzergemeinde mit vielen Straußwirtschaften und Gutsschänken. Weinlagen sind der Vitusberg, das Langenstück, der Walkenberg, der Gottesacker, der Oberberg und der Berg-Bildstock. Überwiegend wird Riesling angebaut, aber auch Spätburgunder, Weißburgunder und andere Rebsorten. Wallufer Weine haben hervorragende Qualität, stehen aber in der Bekanntheit hinter denen der Nachbargemeinde Eltville am Rhein. Bekannte Weingüter sind Weingut Bonnet, Weingut Becker, Weingut Mehl, Weingut Russler, Weingut Schweibächer, Weingut Arnet, Weingut Klerner und Erben, Weingut Scherer oder Weingut Bug. Diese betreiben teilweise auch Straußwirtschaften oder Gutsschänken, in denen eigener Wein und typische Rheingauer Speisen angeboten werden.

Verkehr

Walluf liegt an der Rechten Rheinstrecke Koblenz–Wiesbaden. Am Bahnhof Niederwalluf halten stündlich Stadt-Expresszüge der Vias (RheingauLinie).

Ebenfalls dem rechten Rheinufer folgt die Bundesstraße 42, die an der östlichen Gemeindegrenze in die Autobahn 66 übergeht. Von der B 42 zweigt die B 260 in den Taunus ab.

Wegen der Sperrung der Schiersteiner Brücke gab es vom 19. Februar bis 24. April 2015 eine Autofährverbindung über den Rhein ins rheinland-pfälzische Budenheim.[15]

Radwanderwege

Am Rheinufer verlaufen Radwanderwege:

Der Hessische Radfernweg R3 (Rhein-Main-Kinzig-Radweg) führt unter dem Motto Auf den Spuren des Spätlesereiters entlang an Rhein, Main und Kinzig über Fulda nach Tann in der Rhön. Auf dem Teilstück bis Eltville–Hochheim am Main führt der R3 über die Rheingauer Riesling-Route.
Der Rheinradweg, ein ca. 1.230 km langer Radfernweg, der durch fünf Staaten vom Quellgebiet des Rheins in den Schweizer Alpen am Oberalppass bis zur Mündung bei Rotterdam führt.
Söhne und Töchter der Gemeinde
Franz Egenieff (1874–1949), eigentlich Emil von Kleydorff, Opernsänger und Filmschauspieler
Weblinks
 Commons: Walluf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikivoyage: Walluf – Reiseführer
Internetauftritt der Gemeinde Walluf
Walluf, Rheingau-Taunus-Kreis. Historisches Ortslexikon für Hessen. In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).
Literatur über Walluf in der Hessischen Bibliographie
Literatur von und über Walluf im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
Linkkatalog zum Thema Walluf bei curlie.org (ehemals DMOZ)
Bild von Niederwalluf aus J.F. Dielmann, A. Fay, J. Becker (Zeichner): F.C. Vogels Panorama des Rheins, Bilder des rechten und linken Rheinufers, Lithographische Anstalt F.C. Vogel, Frankfurt 1833