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Unser Erfolg basiert darauf, Muster aus möglichst vielen Datenströmen zu erkennen und diese dazu zu nutzen, Ihre Stellenanzeige kostenoptimiert zu besetzen.

Von daher wollen wir Ihnen Statistiken über Wardenburg nicht vorenthalten.

Geschichte

Die Gemeinde Wardenburg kann auf ein mehr als 700-jähriges Bestehen blicken.

Früher führte entlang dem Hunteufer der alte Handelsweg „Die Bronzestraße“ vom Süden heraufkommend zur Nordsee. An dieser Straße entstand im „Winkel“ des Lerigaus südlich von Tunglo (Tungeln) das Dorf Wardenberge. Von Karl dem Großen war 782 dieser Lerigau dem Erzbistum Münster unterstellt worden.

Bei Wardenberge baute 1270 der Westerholtsche Ritterbund eine Burg und die Marienkirche. Wardenberge, nach Errichtung der Burg Wardenburg genannt, wurde anerkannter Mittelpunkt des „Winkels“. Die Wardenburger Kirche, sie war als Wallfahrtskirche weit über die Grenzen des Landes berühmt geworden, wurde 1538 niedergebrannt. Aus der Ruine wurde erst 1578 durch Graf Johann VII. (1540–1603) eine neue Kirche errichtet. Die Wardenburg wurde 1342 von den Söldnern des Bischofs von Münster zerstört.

Kriegs-Ehrendenkmal auf dem Tillyhügel in Wardenburg

Auf einer Hinweistafel am Fuße des Tillyhügels kann folgendes gelesen werden: An der Anhöhe lagerte vom 2. bis zum 23. September 1623 das Heer des kaiserlichen Generals Johann t Serdaes Graf von Tilly (1559 – 1632). Mit 25.000 Soldaten befand Tilly sich auf der Verfolgung des gegnerischen Generals Ernst von Mansfeld, der in Ostfriesland Stellung bezogen hatte. Durch geschickte Verhandlungen und reiche Geschenke erreichte Graf Anton Günther von Oldenburg den kampflosen Abzug von Tillys Truppen. Die Wardenburger Bevölkerung aber hatte drei Wochen unter Plünderungen und Beschlagnahmen zu leiden.

Bei der Ortschaft Glum fand ein Bauer 1880 ein Wagenrad, das in die ältere Bronzezeit um 1500 v. Chr. datiert werden konnte.[2] 1949 wurde in dem Ort Benthullen der Meteorit Benthullen gefunden. Im Jahre 2013 entdeckte ein Verpächter in Charlottendorf-West in 4,50 m Tiefe die Reste einer 5118 Jahre alten Eiche.[3] Der Baumstamm kann im Moor- und Bauernmuseum Benthullen besichtigt werden.[4]

Einwohnerentwicklung

Die Zahl der Einwohner hat in den letzten Jahrzehnten stetig zugenommen. Besonders profitiert davon haben die Orte Hundsmühlen, Wardenburg, Tungeln und Littel.

Jahr Einwohner
1650 874¹
1702 1.157¹
1806 2.097¹
1850 3.165¹
1900 3.260¹
1950 9.130¹
25. Mai 1987 13.508²
31. Dezember 1995 14.612²
31. Dezember 2003 15.929²
31. Dezember 2008 16.834²

Quellen:
¹: Stelljes, siehe Literatur, Zusammentragung aus unterschiedlichen Quellen sowie Gemeindespiegel
²: Niedersächsisches Landesamt für Statistik

Politik
Rathaus von Wardenburg
Gemeinderat

Der Rat der Gemeinde Wardenburg besteht aus 32 Ratsfrauen und Ratsherren. Dies ist die festgelegte Anzahl für eine Gemeinde mit einer Einwohnerzahl zwischen 15.001 und 20.000 Einwohnern.[5] Die Ratsmitglieder werden durch eine Kommunalwahl für jeweils fünf Jahre gewählt. Die aktuelle Amtszeit begann am 1. November 2016 und endet am 31. Oktober 2021.

Stimmberechtigt im Gemeinderat ist außerdem die hauptamtliche Bürgermeisterin Martina Noske (parteilos).

Die letzte Kommunalwahl am 11. September 2016 ergab das folgende Ergebnis:[6]

Partei  Anteilige Stimmen  Anzahl Sitze  Veränderung Stimmen  Veränderung Sitze
CDU 36,58 % 12 −2,59 % 0
SPD 30,15 % 9 −0,97 % −1
Bündnis 90/Die Grünen 15,56 % 5 −1,86 % +1
FDP 8,70 % 3 +1,47 % +1
FWG 5,43 % 2 +0,39 % 0
Die Linke 3,54 % 1 +3,54 % +1

Die Wahlbeteiligung bei der Kommunalwahl 2016 lag mit 58,14 %[6] über dem niedersächsischen Durchschnitt von 55,5 %.[7] Zum Vergleich – bei der vorherigen Kommunalwahl vom 11. September 2011 lag die Wahlbeteiligung bei 56,57 %.[6]

Bürgermeister

Hauptamtliche Bürgermeisterin ist Martina Noske (parteilos). Sie wurde bei der letzten Bürgermeisterwahl am 11. September 2011 mit 77,7 % der Stimmen gewählt. Die Wahlbeteiligung betrug 56,5 %.[8] Stellvertretende Bürgermeister sind Stefan Depta (Grüne), Eckhard Heinje (CDU) und Detlef Sonnenberg (SPD).

Wappen

Das Wappen der Gemeinde Wardenburg zeigt den Glockenturm der Wardenburger Kirche und darüber den gespaltenen Schild des früheren Geschlechts derer von Westerholte mit links einem blauen Balken auf weißem Feld und rechts einem weißen Balken auf blauem Feld.[9]

Flagge

Die Flagge der Gemeinde Wardenburg zeigt im oberen Feld die Farbe Blau und im unteren Feld die Farbe Weiß. Die Mitte der Flagge ist mit dem Wappen der Gemeinde belegt.[9]

Städtepartnerschaften

Wardenburg hat mit zwei Gemeinden eine Gemeindepartnerschaft geschlossen:

Eelde, heute Gemeinde Tynaarlo in den Niederlanden, seit 1986
Röbel/Müritz in Mecklenburg-Vorpommern, seit 1990
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Bauwerke
Wassermühle Wardenburg
Marienkirche mit dem Glockenturm im Hintergrund
Glockenturm (Wahrzeichen von Wardenburg)
Marienkirche
katholische Kirche
Rathaus
Wassermühle an der Lethe
Schmiedemuseum

Neben diesen historischen und neuen Gebäuden innerhalb der Ortschaft Wardenburg gibt es im Gemeindegebiet noch weitere sehenswerte Bauwerke:

Ziegeleimuseum (Westerholt)
Moor- und Bauernmuseum (Benthullen)
Kirche in Benthullen
Parks und Landschaftsstriche
Tillysee und Hunte
Tillysee
Tillyhügel und Tillysee: Der Wardenburger Tillysee gehört zur Hälfte dem Fischereiverein und zur anderen Hälfte dem Naturschutzbund.
Wardenburger Marsch
Naturschutz

In der Gemeinde sind Schutzgebiete in allen Abstufungen ausgewiesen. Die Zuständigkeit liegt bei der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Oldenburg.[10]

Teilbereiche der Gemeinde gehören zum Naturpark Wildeshauser Geest.

Es gibt zwei Naturschutzgebiete (Benthullener Moor, Harberner Heide) sowie etliche Landschaftsschutzgebiete (Mittlere Hunte, Griesenmoor, Lethetal und die Staatsforsten Tüdick, Oberlether Fuhrenkamp, Hoop, Litteler Fuhrenkamp).

Darüber hinaus ist das Fauna-Flora-Habitat „Mittlere und Untere Hunte“ als Teil des europäischen Schutzprojekts Natura 2000 anerkannt.

Unter Schutz stehen zahlreiche Naturdenkmale[11][12] und geschützte Landschaftsbestandteile, ferner die Wallhecken.

Über den gesetzlichen Naturschutz hinaus engagiert sich der Arbeitskreis Biotopverbund Wardenburg für ein flächendeckendes, integriertes Schutzgebietssystem.[13]

Ihren Sitz in Wardenburg hat die Biologische Schutzgemeinschaft Hunte Weser-Ems. Auf dem Gelände des ehemaligen Schießstandes betreut die BSH einen Naturlehrpfad.

Kunst im öffentlichen Raum
Storchendenkmal in Wardenburg

Im Ortsbild von Wardenburg finden sich – verstreut und manchmal ein wenig versteckt – einige sehr unterschiedliche Kunstobjekte von Künstlerinnen und Künstlern aus der Gemeinde und aus der Region.

vor dem Haus der BSH – an der Friedrichstraße – die (Bronze-und Stein-)Skulptur Der Keimling (2000) von Udo Reimann,
am Anbau der Gemeindeverwaltung (Eine-Welt-Laden) – Eelder Straße – die Bronze-Skulptur Eine Welt (Erde, Frieden und Gingko) (2001) von Karin Engel,
in Sichtweite des Glockenturmes – an der Ecke Patenberg/Oldenburger Straße – die Skulptur Der Gemeindebaum (2006) von Daniel Hübner auf Initiative der Gemeinde Wardenburg Marketing Forums,
auf dem „Gloysteinschen Hof“ – an der Oldenburger Straße – die Skulptur Wardenburger Störche (2007) von Daniel Hübner,
entlang der Oldenburger Straße, der Friedrichstraße und des Patenbergsweg hat das Gemeinde Wardenburg Marketing Forum 2011 nach einer Idee von Oliver Bremer die „Wardenburger Geschichte(n)“ installiert – hierbei handelt es sich um 28 Edelstahlplatten mit geschichtsträchtigen Daten der Gemeinde Wardenburg, die in den Boden eingelassen sind,
an der alten B 69 (heute Öffentliche Versicherung) stand in den 1960er Jahren ein Brunnen aus Stein,
im Ratssaal der Gemeinde Wardenburg – Friedrichstraße – das Triptychon Wardenburg, Eelde und Röbel (2004) von Daniel Hübner
Regelmäßige Veranstaltungen

Am Wochenende mit dem zweiten Sonntag im August findet alljährlich in Wardenburg das Cityfest statt. Hierbei handelt es sich um eines der größten Feste im Landkreis Oldenburg. Die Veranstaltung gibt es seit 1999.
Freitags beginnt das Fest mit dem überregional bekannten Lichterumzug und sowohl der Freitag- als auch der Samstagabend stehen ganz im Zeichen von Livemusik auf mehreren Bühnen. Der Sonntag ist der klassische Familientag mit Floh- und Kunsthandwerkermarkt sowie Kinderbelustigung.

Wirtschaft und Infrastruktur
Verkehr

Wardenburg ist über die Bundesautobahn 29 mit der Anschlussstelle Wardenburg, zwei Landstraßen und mehrere Kreisstraßen zu erreichen.

ÖPNV

Wardenburg wird an Werktagen tagsüber von der Überlandbuslinie 280 bedient, für die das Vechtaer Busunternehmen Wilmering seit August 2017 die Linienkonzession erhalten hat. Seit diesem Zeitpunkt wird Wardenburg zudem abends im 30-Minuten-Takt von der Buslinie 314 der Oldenburger Verkehr und Wasser GmbH bedient. An Sonntag besteht diese halbstündige Anbindung Wardenburgs durch die Linie 314 sogar ganztägig. Innerhalb des Gemeindegebietes ist die Weser-Ems-Bus GmbH im Verkehrsverbund Bremen-Niedersachsen für die Personenbeförderung tätig. Die Orte Tungeln und Hundsmühlen sind von Oldenburg aus zusätzlich mit Bussen der Verkehr und Wasser GmbH (VWG) zu erreichen.

Gewerbe
Ein Blick auf den Ortskern von Wardenburg

In den Ortschaften in der Gemeinde Wardenburg sind viele landwirtschaftliche Betriebe zu finden. Der Ort Wardenburg hingegen ist mehr ein Wohn-, Dienstleistungs- und Gewerbezentrum. Nach dem Raumordnungsprogramm ist der zentrale Ort Wardenburg Grundzentrum mit den besonderen Entwicklungsaufgaben für Wohnen und gewerbliche Wirtschaft. Insgesamt sind auf dem Gemeindegebiet sechs Gewerbegebiete ausgewiesen.

Bildung

Im Ort Wardenburg gibt es eine Grundschule. Die IGS am Everkamp ist eine Schule des Landkreises Oldenburg. Kinder, die die IGS nicht besuchen können (Losverfahren!), können auf die umliegenden Haupt- und Realschulen ausweichen. Ein Gymnasium gibt es in der Gemeinde Wardenburg nicht, die Schüler müssen hierzu die Graf-Anton-Günther-Schule in der Stadt Oldenburg besuchen. In einigen Ortschaften sind noch Grundschulen erhalten geblieben, so in Achternmeer, Hohenfelde und Hundsmühlen.

Eine Volkshochschule ist ebenfalls in Wardenburg vertreten.

Literatur
Wolfgang Stelljes: Wardenburg: Ein Lesebuch zur Geschichte einer Gemeinde im Oldenburger Land.. Isensee Verlag, Oldenburg 1995, ISBN 3-89598-304-7
700 Jahre Wardenburg – Im Spiegel der Zeit. Festbuch zur 700-Jahrfeier, Hrsg. v. Wardenburger Bürgerverein, 1970
Menschen, Bilder & Geschichten – Landkreis Oldenburg. Jahrbuch für den Landkreis Oldenburg 2009, S. 64–67
„Gemeindespiegel Wardenburg – berichtet seit 1971 vierteljährlich über das Geschehen in der Gemeinde, es entsteht eine wachsende Chronik
Persönlichkeiten
Diedrich Dannemann (1874–1933), geboren in Tungeln, Politiker (DVP), Reichstagsabgeordneter
Robert Dannemann (1902–1965), geboren in Tungeln, Politiker (FDP), Bundestagsabgeordneter, Präsident des Verwaltungsbezirks Oldenburg
Horst Bösing (* 1954), Deutscher Komponist und Musikproduzent lebte von 1992 bis 1998 in Achternmeer
Dennie Christian (* 1956), Deutscher Schlagersänger und Moderator
Sabrina Paradies (* 1977), geboren in Wardenburg, Miss Germany 1997 und Fotomodell
Markus Böckermann (* 1986), in Hundsmühlen aufgewachsen, Volleyball- und Beachvolleyballspieler