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Geschichte
Typischer Bauernhof in Wedemark

Die heutige Gemeinde Wedemark ist durch den freiwilligen Zusammenschluss mehrerer Siedlungen für gegenseitige Schutz- und Hilfeleistung entstanden. Der Name „Wedemark“, der auf eine „Mark“, einen Grenzbereich hinweist, soll auf die Adelsfamilie der Billunger zurückgehen, die zwischen 950 und 1106 in den sächsischen Gauen herrschte. Lage oder gar Existenz der Mark der Billunger Ist nicht belegt. Mitte des 16. Jahrhunderts hatte man im östlichen Teil der Wedemark die Amtsvogtei Bissendorf eingerichtet. Sie und die Amtsvogtei Burgwedel unterstanden der herzoglichen Vogtei in Celle. In Brelingen, auf dem Brelinger Berg und in Mellendorf hielten die herzoglichen Vögte Gericht. Die Lüneburger Amtsvogtei Bissendorf grenzte im Süden und Westen an das Fürstentum Calenberg; hier an das Amt Langenhagen sowie an die Ämter Ricklingen und Neustadt am Rübenberge. Im Norden und Osten lagen die Vogteien Burgwedel, Essel und Winsen. Der Fluss Wietze bildete die natürliche Grenze zwischen den Amtsvogteien Bissendorf und Burgwedel sowie zwischen den Bistümern Minden und Hildesheim.

Landwirtschaftlich war der überwiegend sandige, anderenorts aber moorige und sumpfige Boden (Bissendorfer Moor) um Mellendorf kaum ertragreich. Nur anspruchsloser Buchweizen konnte angebaut werden. Pferde-, Ochsen- und Honighandel waren Erwerbsgrundlage. Im Jahre 1854 errichtete man in Mellendorf eine Windmühle; Wind- und Wassermühlen prägten im 19. Jahrhundert das Landschaftsbild der Wedemark. Am Mellendorfer „Lönssee“ war eine Ziegelei aufgebaut worden, die den hier lagernden Ton verarbeitete. Die Wirtschaftsentwicklung der strukturschwachen Wedemark begann mit der Anlage der Eisenbahnstrecke Langenhagen–Schwarmstedt, die 1889 in die Flurräume von Bissendorf und Mellendorf gelegt wurde. Zwei Jahre später legte man die Bahnhöfe in Bissendorf, Mellendorf, Bennemühlen, Lindwedel und Hope an.

Mit dem Gesetz zur Bildung des „Großraumes Hannover“ von 1962 gliederte man den Landkreis Burgdorf, zu dem seinerzeit die heutigen Wedemärker Ortsteile gehörten, in diesen Zweckverband ein. Durch das „Hannover-Gesetz“, eine Gebietsreform vom 1. März 1974, wurden die vorher 16 selbstständigen Gemeinden (Auflistung siehe Stadtgliederung) zur Gemeinde Wedemark zusammengefasst, die seither deren 16 Ortsteile bilden.[5] Der Name „Wedemark“ wurde gewählt, weil es eine historische und naturräumliche Landschaftsbezeichnung ist, in der die Ortsteile liegen. Ein gleichnamiger Ort existiert nicht. Als Verwaltungszentrum wurde das zentral gelegene Mellendorf bestimmt. Seit dem 1. November 2001 gehört die Gemeinde Wedemark zur Region Hannover. 2011 wurde ein 17. Ortsteil geschaffen, indem die zu Wennebostel und Bissendorf gehörenden Siedlungen Wennebostel-Wietze und Bissendorf-Wietze zum neuen Ortsteil Bissendorf-Wietze zusammengelegt wurden.

Einwohnerentwicklung

Die Gemeinde gilt als vornehme Wohnregion und liegt im nördlichen Einzugsbereich der Landeshauptstadt Hannover. Sie belegt beim durchschnittlichen Pro-Kopf-Einkommen einen Platz unter den ersten drei Kommunen in Niedersachsen. Die Gemeinde besteht aus einigen Dörfern (Ortsteilen), die durch gute Verkehrserschließung (S-Bahn Hannover, die Nähe zu den Autobahnen 2 und 7) und durch gute Naherholungsmöglichkeiten (Nähe zur Lüneburger Heide und relativ schnelle Erreichbarkeit von Harz sowie Nord- und Ostsee) eine hohe Attraktivität besitzt.

Durch die Nähe zur Landeshauptstadt und die S-Bahn-Verbindung ist die Gemeinde seit den 1970er Jahren von damals 24.000 Einwohnern auf heute rund 29.000 Einwohner schnell gewachsen und ein bevorzugter Wohnort geworden.[4]

Politik

Gemeindewahl 2016[6]
Wahlbeteiligung: 61,9 %

 %403020100

36,1 %31,2 %9,1 %8 %4,8 %4 %2,4 %1,9 %1,8 %0,7 %

CDUSPDGrüneAfDFDPWGWBündnis CLinkeWWRPiratenVorlage:Wahldiagramm/Wartung/Fehler in der Farbeingabe – DunkelVorlage:Wahldiagramm/Wartung/Fehler in der Farbeingabe – Dunkel
Das Logo der Gemeinde Wedemark
Gemeinderat

Durch die Kommunalwahlen am 11. September 2016 ergab sich folgende Sitzverteilung im 36-köpfigen Gemeinderat:[7]

CDU: 13 Sitze
SPD: 11 Sitze
GRÜNE: 3 Sitze
AfD: 2 Sitze
FDP: 2 Sitze
WGW: 1 Sitz
Bündnis C: 1 Sitz
LINKE: 1 Sitz
WWR: 1 Sitz
Bürgermeister

Von 2006 bis zum 10. Oktober 2013 war Tjark Bartels (SPD) hauptamtlicher Bürgermeister der Gemeinde Wedemark. Am 9. Februar 2014 wurde Helge Zychlinski (SPD) zum neuen Bürgermeister gewählt. Seine Stellvertreter/innen sind Susanne Brakelmann (CDU), Editha Lorberg (CDU) und Peter Reuter (SPD).[8]

Wappen

Der Entwurf des Wappens der Gemeinde Wedemark stammt von dem Heraldiker und Autor Werner Kaemling,[9][10] der schon die Wappen von Berenbostel, Blumenau, Empelde und vielen anderen Ortschaften im Landkreis Hannover entworfen hat. Die Genehmigung des Wappens wurde durch den Landkreis Hannover am 20. Februar 1979 erteilt.[11]

Blasonierung: „In Gold ein grüner Eichbaum mit sechzehn Blättern und drei Eicheln, der aus einem grünen Berg im Schildfuß herauswächst; vor dem Stamm des Baumes ein schreitender, blauer Löwe, rotbewehrt und rotbezungt, über einer silbernen Wolfsangel.“[11]
Wappenbegründung: Der grüne Berg symbolisiert das Landschaftsschutzgebiet Brelinger Berge inmitten der Gemeinde; der Eichbaum verweist auf die ehemals dichten Eichenwälder und auf den auch heute noch reichen Bestand (Wede = Wald oder Holzung). Die 16 Blätter stehen für die ursprünglichen 16 Ortsteile (seit 2011: 17), die drei Eicheln für die ehemals bestehenden Samtgemeinden Bissendorf, Mellendorf und Elze. Der blaue Löwe gemahnt an die jahrhundertelange Einbindung des Gemeindebereiches in das welfische Teilfürstentum Lüneburg. Die Wolfsangel erinnert an die Zugehörigkeit des Gebietes der neugebildeten Gemeinde zum ehemaligen Landkreis Burgdorf.

Städtepartnerschaften

Die Wedemark unterhält mit der französischen Stadt Roye seit März 1984 eine Städtepartnerschaft. Seit 2009 unterhält die Gemeinde enge Kontakte zur schwedischen Gemeinde Gislaved.

Daneben unterhalten und pflegen die Schulen Kontakte zu ausländischen Partnerschulen, wie das Gymnasium zur englischen Stadt Horncastle.[12]

Religion
Johanniskapelle in Abbensen
Vorreformatorische
Auf einer Anhöhe in Mellendorf wurde in unmittelbarer Nähe des Meierhofes im 13. Jahrhundert eine Kapelle erbaut, die der Michaelispfarrei in Bissendorf angehörte. Der Kirchbau war vermutlich eine „Eigenkirchengründung“ der Familie „von Melliendorff“ und wurde von ihr als Pfarrstelle wirtschaftlich ausgestattet. Der Sprengel der dem Heiligen St. Georg geweihten Pfarrkirche umschloss nur die Siedlung Mellendorf. Bereits mit der Siedlungsnennung von Mellendorf 1225 wurde auch die Kapelle erwähnt, die 1330/1350 in den Urkunden als Pfarrkirche erscheint. Ihre diözesane Zugehörigkeit ist umstritten, da Mellendorf im direkten kirchlichen Grenzgebiet zwischen Minden und Hildesheim liegt; vermut wird eine Zugehörigkeit zum Bistum Hildesheim. Die Patronatsrechte über die Kapelle St. Georg standen den „Herren von Melliendorff“, dann den Herzögen von Braunschweig-Lüneburg zu.
Evangelisch-lutherische
Da auch Herzog Ernst der Bekenner (1497–1546), der während der dortigen Tätigkeit Martin Luthers Student in Wittenberg gewesen war und den evangelischen Glauben angenommen hatte, diese Patronatsrechte beanspruchte, ließ er Mellendorf bereits 1527 visitieren. Seit 1529 wurde hier evangelischer Gottesdienst gehalten.
Evangelisch-Freikirchliche
Seit 2001 gibt es im Ortsteil Brelingen eine Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde (Brüdergemeinde).[13]
Katholische
Bewohner mit katholischem Glauben waren in Mellendorf selten; 1895 lebten 19 Katholiken im Ort. Sie wurden von der St. Bernwardpfarrei in Lehrte seelsorglich betreut. Bis 1957 gehörten sie kirchenrechtlich zur Pfarrei St. Ludwig in Celle. Nach 1945 stieg die Anzahl der Katholiken durch den Zustrom der Heimatvertriebenen und Flüchtlinge auf 1.400. Zahlreiche Katholiken aus Ostpreußen und Schlesien lebten in Mellendorf. Ihre seelsorgliche Betreuung übernahm St. Marien in Langenhagen; die etwa 15 km entfernt liegende Kirche wurde von den Wedemärker Katholiken teilweise zu Fuß besucht. Nach Anstellung eines eigenen Seelsorgers wurde 1946 die erste Heilige Messe in einem Gasthaus in Mellendorf gehalten. Bald darauf mietete man eine Baracke, die bis zum Bau der Pfarrkirche 1959 als Kapelle genutzt wurde. Mellendorf war Seelsorgestation, die ein Gebiet von 242 km² umfasste. Außengottesdienststationen richtete man in Abbensen, Bissendorf/Wietze, Elze, Fuhrberg, Oegenbostel, Resse und Hope ein, wo in den evangelischen Kirchen die Hl. Messe gefeiert wurde. Da sich besonders Mellendorf zum wirtschaftlichen Mittelpunkt der Wedemark entwickelt hatte, wurde hier in den Jahren 1958–1959 eine neue Kirche gebaut. Maria Immaculata wurde 1958 als Kirchenpatronin gewählt; dies aus Anlass der Jahrhundertfeier in Lourdes. Mit Wirkung vom 1. Juli 1957 richtete Bischof Heinrich Maria Janssen (1957–1982) die kath. Kirchengemeinde (Kuratie) Maria Immaculata in Mellendorf ein. Ihr Seelsorgesprengel umfasste 29 Ortschaften, von denen 26 im Landkreis Burgdorf und zwei im Landkreis Fallingbostel lagen. Den weitaus größeren Gemeindeanteil, ca. 95 %, stellten die Heimatvertriebenen. Daneben lebten in der Kirchengemeinde 4 % Evakuierte und 1 % einheimische Katholiken. Im Jahre 1958 betreute man insgesamt 1.655 Gemeindemitglieder. 1970 erhielt die Mellendorfer Kirchengemeinde Pfarrkreistatus. Ihr Seelsorgesprengel umfasst das Gebiet der Einheitsgemeinde Wedemark. Die Ortschaft Fuhrberg wurde 1970 in die Paulusgemeinde nach Burgwedel umgepfarrt.

Kapelle von 1693 in Negenborn

St.-Georgs-Kirche in Mellendorf

St.-Marien-Kirche in Mellendorf

Michaeliskirche in Bissendorf

Kultur und Sehenswürdigkeiten
Fernmeldeturm Mellendorf
Amtshaus und Standesamt in Bissendorf
Bahnhof Bennemühlen an der Heidebahn
Bauwerke
Im Ortsteil Abbensen steht die Ruine einer im Jahre 1825 errichteten Erdholländer-Windmühle sowie die 1912 erbaute Johanniskapelle.
In Bissendorf wurde 1691 mit dem Amtshaus einer der schönsten Profanbauten der Wedemark errichtet, welches heute unter anderem das Standesamt beherbergt. Dem Amtshaus gegenüber befindet sich die Michaeliskirche mit ihrem Turm aus dem 13. Jahrhundert.
In einem Wald in Bissendorf-Wietze befindet sich die 1928 errichtete Eichenkreuzburg.
In Brelingen steht die 1849 erbaute evangelische Kirche St. Martini, eine Hallenkirche, die vom Konsistorialbaumeister Hellner aus Hannover entworfen wurde.
Östlich von Elze, hinter der Autobahn A 7 befindet sich das 1911 in Betrieb gegangene Wasserwerk Elze-Berkhof, das heute etwa die Hälfte zur Wasserversorgung der Region Hannover beiträgt.
Der 61 m hohe Fernmeldeturm Mellendorf ist einer ältesten deutschen Fernmeldetürme in Stahlbetonbauweise. Die Deutschen Bundespost errichtete ihn 1951 für die FREDA-Richtfunkgeräte (Frequenzmodulierte Dezimeterwellen-Anlage) der Fernseh-Übertragungsstrecke Hamburg–Köln des damaligen NWDR. Der Turm auf der Friedrichshöhe am Mellendorfer Ortsrand mit einem Betriebsraum in 27 Metern Höhe gehört heute der Deutschen Funkturm (DFMG), einer Tochtergesellschaft der Deutschen Telekom.
Eins der ältesten Gasthäuser der Wedemark und heute ein Baudenkmal, ist das Gasthaus Stucke von 1624 an der Kreuzung Wedemarkstraße zur Bissendorfer Straße in Mellendorf.
Die Mellendorfer St. Georg-Kirche wurde im Jahr 1225 erstmals urkundlich erwähnt, 1497 wesentlich erweitert und in den folgenden Jahrhunderten weiter so verändert, wie sie heute zu sehen ist.
In Negenborn wurde die Wassermühle im heutigen Gebäude von 1779 bis 1966 betrieben, auch wenn gesichert ist, dass hier bereits seit 1644 eine Wassermühle mit dem zugehörigen Hof bewirtschaftet wurde. Hier steht auch die Fachwerkkapelle von 1693, die auf dem Fundament der Vorgängerkapelle errichtet wurde.
Im Ort Wennebostel steht ein 850 Jahre altes Naturdenkmal, die größte Eiche des Dorfes. Die „Mackensen-Eiche“ steht auf dem Forsthof, dem früheren, 1900 nach Fuhrberg verlegten Dienstsitz des Försters.
Quer durch die Gemeinde läuft die Strecke 24, eine während des Baus wieder aufgegebene Reichsautobahn aus den 1940er Jahren, die ihre am besten zu erkennenden Überbleibsel nördlich von Resse hat.
Baudenkmäler

Siehe auch Liste der Baudenkmale in Wedemark

Grünflächen und Naherholung
Der Brelinger Berg ist ein beliebtes Wander- und Naherholungsgebiet. Als Projekt der Gartenregion Hannover entstand seit 2006 der Geologische-Erlebnispfad Bewegte Steine, ein 5,5 km langer Rundweg auf der Ostseite der Brelinger Berge. Elf Stationen geben auf der Strecke Auskunft über die eiszeitliche Entstehungsgeschichte und die mit ihr verbundenen Phänomene. Die bisher letzte Station ist ein bewegter Stein, der von den Besuchern auf Schienen bewegt werden kann.
Westlich von Bissendorf auf halber Strecke nach Resse liegt das Bissendorfer Moor mit dem im in Langenhagen gelegenen Muswillensee.
Das im Osten von Elze liegende, etwa 400 ha große Waldgebiet des Forst Rundshorn hat große Bedeutung als Trinkwassergewinnungsgebiet und Wasserschutzgebiet für die Stadt Hannover sowie als Naherholungsgebiet in der Region Hannover.
Sport

Im Mellendorfer Eisstadion „Icehouse“ spielte seit 1975 der ESC Wedemark Eishockey unter der Federführung des ehemaligen CDU-Landtagsabgeordneten Jochen Haselbacher. Der Club stieg 1996 in die Deutsche Eishockey-Liga auf und spielte dort unter dem Namen Wedemark Scorpions und seit 1997 Hannover Scorpions. Bekanntester Eishockeyprofi des Clubs war Leonard Soccio. Die Scorpions zogen 2001 in die TUI Arena in Hannover um und wurden 2013 nach Schwenningen verkauft. Heute spielt der Nachfolgeverein ESC Wedemark Scorpions in der Oberliga Nord. Mehrere Hundert Zuschauer besuchen regelmäßig die Spiele.

Des Weiteren haben sich die Bissendorfer Panther als Inline-Skaterhockey Team deutschlandweit einen Namen gemacht. Die Fußball-Damenmannschaft des Mellendorfer TV spielte in den Saisons 2008/2009 sowie 2011/2012 in der 2. Fußball-Bundesliga der Frauen. In der Gemeinde Wedemark existiert eine DLRG-Ortsgruppe.

Die Gemeinde ist Sitz des Bundesverbandes für klassisch-barocke Reiterei Deutschland e. V.

Wirtschaft und Infrastruktur
Unternehmen
Firmensitz Sennheiser in Wennebostel

Um die vorletzte Jahrhundertwende hatte man in Mellendorf Sand und Kies gefördert, der im benachbarten Hannover verkauft wurde. 1926 ließ sich im Ort ein Emaillierwerk nieder. Eine Kartonagen- und Elektronikfirma sowie zahlreiche mittelständische Einzelhandelsbetriebe boten damals Arbeitsplätze an. Durch die überaus rege Bautätigkeit gewann vorübergehend die Sand- und Kiesförderung wieder an Bedeutung.

Die Gemeinde Wedemark ist heute nicht nur Industrie- und Gewerbestandort, sondern auch Wohngemeinde in unmittelbarer Nähe zum Industriezentrum Hannover. Spezialisierte Firmen mit teilweise europäischer Marktgeltung haben hier ihren Sitz, darunter der Audiotechnikhersteller Sennheiser mit rund 1.200 Beschäftigten in Wedemark.

Der Plan des Bauunternehmens Günter Papenburg, zwei Kiesabbaugebiete mit einem Durchstich durch den Rücken des Brelinger Berges zu verbinden, traf 2012 wegen der damit verbundenen Gefährdungen von Ökologie und Naherholung auf entschiedenen Widerstand und wurde abgewiesen.[14]

Öffentliche Einrichtungen

Für das Gebiet der Gemeinde Wedemark ist ein Polizeikommissariat zuständig, das seinen Sitz in Mellendorf hat.

Schulzentrum in Mellendorf
Bildung

In den größeren Ortsteilen befinden sich insgesamt sechs öffentliche Grundschulen, sowie eine Montessori-Grundschule.

Alle weiterführenden Schulen der Gemeinde, das Gymnasium Mellendorf, die Realschule Wedemark, die Konrad-Adenauer-Hauptschule, die IGS Wedemark und zwei Förderschulen, befinden sich im Ortsteil Mellendorf.

Verkehr

Die Gemeinde Wedemark ist mit drei Bahnhöfen an das Streckennetz der S-Bahn Hannover angeschlossen. Die S-Bahn verbindet die Ortsteile Elze-Bennemühlen, Mellendorf und Bissendorf mit Hannover und Hildesheim. In Mellendorf halten außerdem Regionalverkehrszüge (betrieben durch erixx) in Richtung Soltau bzw. Hannover. Die anderen Ortsteile werden untereinander durch Buslinien der Regio Bus Hannover verbunden.

Am östlichen Rand der Gemeinde verläuft die Bundesautobahn 7; diese ist über die beiden Anschlussstellen „Berkhof“ und „Mellendorf“ von der Gemeinde aus zu erreichen. Außerdem verläuft die Bundesautobahn 352 durch die Wedemark mit einer Anschlussstelle im angrenzenden Langenhagener Ortsteil Kaltenweide.

Der Flughafen Hannover-Langenhagen liegt etwa 10 km von der Gemeinde entfernt.

Persönlichkeiten
Hinrich Braasch (1878–1968), niederdeutscher Schriftsteller
Fritz Sennheiser (1912–2010), Ingenieur und Unternehmer, erster Ehrenbürger der Gemeinde Wedemark[15]
Hellmuth Hahn (1927–2015), Heimatforscher, Historiker, Arzt und Kommunalpolitiker
Helmut König (* 1930), Musikherausgeber und Liedermacher
Horst Podlasly (1936–2007), Fußballspieler
Uli Stein (* 1946), Cartoonist
Klaus Meine (* 1948), Sänger der Scorpions, Songwriter
Henning Glawatz (* 1949), Brigadegeneral der Bundeswehr
Jürgen Friede[16] (* 1954), deutscher Bildhauer[17]
Matthias Jabs (* 1955), Gitarrist der Scorpions
Heinz-Rudolf Kunze (* 1956), Rocksänger, Schriftsteller
Manfred Kohrs (* 1957), Konzeptkünstler, Ökonom
Ulrich Tukur (* 1957), deutscher Schauspieler und Musiker
Günter Lenz (* 1959), Politiker
Caren Marks (* 1963), Bundestagsabgeordnete (SPD), Sprecherin der „Arbeitsgruppe Familie, Senioren, Frauen und Jugend“ der SPD-Bundestagsfraktion
Frank Hanebuth (* 1964), Hells-Angels-Präsident
Michael Schütz (* 1966), Fußballspieler und Trainer
Janina Depping (1978–2013), Rallyefahrerin
Weblinks
 Commons: Wedemark – Sammlung von Bildern
Offizielle Homepage