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Geschichte
Geschichte der Ortschaft Wutöschingen

Bevor 1975 die Ortschaft Wutöschingen nach dem Zusammenschluss der fünf heutigen Teilorte zur Gesamtgemeinde Wutöschingen ihren Namen gab, besaß sie eine jahrhundertealte, auch eigenständige Geschichte wie die anderen Ortschaften auch. Der Ort Wutöschingen besaß in den früheren Jahrhunderten jedoch nie seine heutige Bedeutung als Mittelpunkt – Indiz für die ehemals relativ unbedeutende Rolle des Ortes ist auch die jahrhundertelange Zugehörigkeit Wutöschingens zur Pfarrei Schwerzen (Urkunden reichen bis ins 12. Jahrhundert zurück): „Wutöschingen (wurde) erst im 20. Jahrhundert (1961) zur selbstständigen Pfarrei erhoben.“[21]

„Die Höfe“ bei Horheim, ehemals Lüttisloh

Bemerkenswert ist jedoch, dass die Ortschaften im mittleren Wutachtal bereits vom 14. bis ins frühe 19. Jahrhundert eine Einheit besaßen – sie bildeten damals die „Herrschaft Wutental“. Lediglich Degernau zählte noch nicht dazu, hingegen waren die heutigen Teilortschaften Lüttisloh (heute „Die Höfe“ bei Horheim) und Willmendigen bei Schwerzen noch eigenständige, zu Wutental gehörende Dörfer.

Ur- und Frühgeschichte

Wie das Hochrheingebiet und der Klettgau gehört auch das Wutachtal aufgrund der Klimagunst zu den schon in vorgeschichtlicher Zeit besiedelten Räumen. Im Ortsgebiet von Wutöschingen gibt es Funde bzw. Berichte über Funde – „Neolithische Steinbeile Jungsteinzeit wurden im Gewann ‚Silberwiese‘ , Steinartefakte wie Klingenabschläge, Blattbohrer, Pfeilspitzen im Gewann ‚Auf dem Demmelt‘ gefunden.“[22]

Kelten

„Auf keltische Keramik aus der Latènezeit soll man lt. J. Schneider 1937/38 beim Bau eines Gebäudes der Aluminium-Werke Wutöschingen gestoßen sein. Über den Verbleib der Funde ist nichts bekannt.“[23]

Römer

Nach dem Bericht einer regionalen NS-Parteizeitung 1937[24] waren im Jahr zuvor von Schulkindern in einer Autowerkstatt der Ortschaft Metallblättchen gefunden worden, die sie ihrem Lehrer brachten. Weitere Teile davon waren schon in einen Automotor eingeschweißt worden, doch nach einer kuriosen Such- und Wiederentdeckungsgeschichte ließ sich das Bruchstück einer Bronzetafel weitgehend rekonstruieren: „Es könnte sich um eine Weihinschrift für Angehörige der 7., 11. und 14. Legion handeln. Die 7. Legion war in Windisch bei Brugg/CH stationiert, ihr unterstanden auch Truppen in der Gegend von Rottweil. […] Die Entstehung der Tafel kann dadurch in die Zeit von 70–100 n. Chr. datiert werden.“[25]

Der Archäologe Jürgen Trumm wertet „den Fundort mitten im Wutachtal nicht als Zufall […], da dieses Nordost-Südwest verlaufende Tal den natürlichen Verbindungsweg an die obere Donau darstellt. Der strategischen Bedeutung des Wutachtals wurde bereits in augusteischer Zeit mit dem Bau des Legionslagers in Dangstetten Rechnung getragen.“[26]

Der Heimatforscher Horst Merkel vermerkt auch römische Münzfunde im Umfeld und auch von Keramikteilen im Gewann Storchengarten in Wutöschingen.

Ein idealer Siedlungsplatz auf einer Anhöhe des späteren Dorfes, der Schutz vor den früheren Wutachüberschwemmungen bot, war mit hoher Wahrscheinlichkeit der „Demmelt“, der jedoch nicht erforscht ist.

Alamannen

Die alamannische Landnahme im 4. Jahrhundert und die darauffolgende Besiedlung nach dem Abzug der Römer ist über ein Gräberfeld belegt: Steinkistengräber aus der Zeit um 600 bis 700 n. Chr., die mehrfach gefunden wurden.[27] Die „- ingen“-Endung des Ortsnamens weist auf eine frühalamannische Gründung hin.

Da der Sieger über die Alamannen in den Schlachten von Zülpich, 496 und 506 n. Chr., der Merowingerkönig Chlodwig I., sich taufen ließ, wurde die Christianisierung des Landes begünstigt: Durch die Franken wurde das Land im 8. und 9. Jhdt. in Gaue eingeteilt. So wurde die Wutach Grenze zwischen dem westlich gelegenen Albgau und dem östlich gelegenen Klettgau.[28]

Über den Zeitraum von 700 bis 1000 n. Chr. ist nichts bekannt.

Schriftliche Dokumentation

Wutöschingen wird in einem Schreiben des Klosters zu Detzeln, im Jahre 1110 als „Villa Essinun“ das erste Mal urkundlich erwähnt.[29] Zu diesem Zeitpunkt war das Dorf jedoch schon ein bereits lange bestehendes, differenziertes Gemeinwesen.

Herrschaft Wutental

Die Ortschaften, die seit 1975 die heutige Gemeinde Wutöschingen bilden, standen auch in früheren Zeiten in einem engen und eng aufeinander bezogenen Zusammenhang. Grund dafür waren geographische Gegebenheiten – nach Ost und West die Abschottung durch Anhöhen und Wälder, im Süden damals durch die Sumpfgebiete der Wutachüberschwemmungen und im Norden durch das sich verengende Wutachtal. Dadurch waren früher auch einschränkende Wegeverbindungen gegeben.

Da die im 12. und 13. Jahrhundert noch vorwiegend lokalen Herrscher (Adelsfamilien) ihre Territorien noch möglichst einheitlich zusammenfassten, wurden die (heutigen) Orte Schwerzen, Willmendingen, Horheim, Lüttisloh (heutige „Höfe“ bei Horheim), Wutöschingen und Ofteringen vom Adelsgeschlecht der Krenkinger zur „Herrschaft Wutental“ verbunden.[A 6] Die Krenkinger hielten Wutental bis 1361 in ihrem Besitz. Nach dem Niedergang dieses Adelsgeschlechts wechselte die Herrschaft mehrmals für kürzere Zeit unter verschiedenen Adelsfamilien.

Die Landgrafschaften Klettgau und Stühlingen (1806)

Eine weitere Besonderheit war zudem, dass die Wutach seit fränkischer Zeit die Grenze zwischen dem Albgau und dem Klettgau markierte, die somit mitten durch die Herrschaft Wutental zog. So zählten Horheim (und Lüttisloh) sowie Ofteringen zum Albgau und später dann zur Landgrafschaft Stühlingen, während Schwerzen, Willmendingen und Wutöschingen zur Landgrafschaft Klettgau gehörten.

Folge war, dass Wutental unter der jeweiligen Landesherrschaft (und der damit verbundenen Hohen Gerichtsbarkeit) getrennt blieb, während die Niedere Gerichtsbarkeit unter zahlreichen kleinen ‚Herren‘ (dazu zählten auch Klöster) von Dorf zu Dorf geteilt war und auch oft wechselte.

Ab Ende des 15. Jahrhunderts kam es zwischen den Stühlinger Grafen von Lupfen und den Klettgauer Grafen von Sulz zu einem langwierigen Gebietsstreit um Wutental. Er endete erst, als der auf die Lupfener folgende kaiserliche Erbmarschall Maximilian von Pappenheim den von den Stühlingern beanspruchten Teil an den Klettgauer Landgrafen Karl Ludwig von Sulz verkaufte (1603). Doch bereits 1649 wurde die Herrschaft Wutental wieder von einem Sulzer an den neuen Landgrafen von Stühlingen, Friedrich Rudolf von Fürstenberg, zurück verkauft. Nach dem Aussterben der Sulzer 1687 kam dann Wutental vollständig (mit dem gesamten Klettgau) an die Fürsten von Schwarzenberg.[30]

Die Wucht der großen historischen Ereignisse – Bauernkrieg, 30-jähriger Krieg, die napoleonischen Feldzüge – riss Wutental als Ganzes mit, wobei das Geschehen in den einzelnen Orten sich kaum unterschied. Neben den Kriegsereignissen waren die Wutental-Dörfer über Jahrhunderte hinweg zumeist gleichzeitig und insgesamt Seuchen und Naturkatastrophen (vor allem den Wutach-Überschwemmungen) ausgesetzt.

Da sich im 18. Jahrhundert die großräumigen politischen Verhältnisse nach der napoleonischen Neuordnung Süddeutschlands hin zu weitaus umfangreicheren Herrschaften konzentrierten, ging Wutental 1806/1812 im Großherzogtum Baden auf. Die allgemeine Verarmung der Landbevölkerung ab dem 17. Jahrhundert führte zu umfangreichen Auswanderungen nach Amerika und Australien.

Erst im Zusammenhang mit der beginnenden Industrialisierung erfuhren auch die Gebiete am Hochrhein wieder eine Aufwärtsentwicklung.

Einzeldaten Mittelalter bis Neuzeit

Für den Ort Wutöschingen lassen sich einige Einzelheiten festhalten:

Die Errichtung der Mahlmühle 1487, die 1902 Fritz Burr kaufte, um die Energie für sein geplantes Aluminium-Werk zu gewinnen.
Das heute noch bestehende älteste Gebäude im Ort ist die 1566 gebaute Trotte, die bis ins Jahr 1910 benutzt wurde: „1880 soll es nach Aufzeichnungen von Bürgermeister Walter Maurer noch 11 Hektar und 1926 immer noch 3 bis 4 Hektar Reben gegeben haben.“[31] Und der 1806 schreibende Althistoriker Franz Xaver von Beck notierte über das Dorf: „… sein reichlicher Rebwuchs, seine Weine, die zu den besten im Wutental und zu den besseren im Kleggau zählen …“[32]
Die Glocke der Kapelle mit der Jahreszahl 1680
1591 wurde eine Kapelle errichtet – wohl auch, um unabhängig von Wutachüberschwemmungen, die den Weg zur Kirche in Schwerzen verlegten, eigene Versammlungen und Andachten halten zu können. Geweiht wurde die Kapelle Maria Magdalena – eher eine Außenseiterin im kirchlichen Kosmos. Nachdem in jüngster Zeit, ab Ende des Zweiten Weltkriegs, die Kapelle wieder regelmäßig benutzt worden war, wurde sie 1991 abgerissen. Ihre Glocke befindet sich heute neben der neuen katholischen Kirche, die in der Tradition auch Maria Magdalena geweiht ist.
Anfang des 19. Jahrhunderts wurde der Fluss Wutach reguliert, der mit seinen Überschwemmungen und der Sumpfbildung in der Talebene jahrhundertelang Krankheiten verursachte und die Verkehrsverbindungen und die (land-) wirtschaftliche Entwicklung erschwerte. Nach Aufnahme der Wutach in den Flussbauverband des Großherzogtums Baden konnte der badische Ingenieur Johann Gottfried Tulla die Planungen aufnehmen. Die Arbeiten begannen 1830 – zuerst die Etappe Oberlauchringen–Degernau – und waren 1880 insgesamt abgeschlossen.[33]
Beim Bau der Wutachtalbahn (1870 bis 1890) blieb Wutöschingen zunächst unberücksichtigt. Erst die Aluminium-Werke konnten bewirken, dass der Ort 1917 einen Bahnhof erhielt. 1986 wurde das Gebäude abgerissen.[34]
Unter dem Nationalsozialismus ab 1933 „wurde nach und nach die Selbstverwaltung der Gemeinde eingeschränkt. […] Widerstand gegen das NS-Regime machte sich in Einzelaktionen bemerkbar […] Am 25. April (1945) zogen französische Panzertruppen in Wutöschingen ein. Der Ort wurde von Bürgermeister Martin Winkler übergeben.“ Die Übergabe verlief planmäßig, denn schon zuvor hatte sich ein Kreis von Bürgern gebildet, denen es auf ein kampf- und zerstörungsfreies Ende ankam.[35]
Durch die umfangreiche Demontage der Aluminium-Werke 1946/47 herrschte lange große Unsicherheit ob der Zukunft der Ortschaft – erst am 31. Oktober 1948 gingen die Werke wieder an die Eigentümer; im Mai 1949 wurde auch das generelle „Aluminiumverbot“ wieder aufgehoben und in den 1950er Jahren sorgte die Nachfrage nach Aluminiumerzeugnissen zur erfolgreichen Rückkehr der Firma auf dem Markt.[36]

So konnte Georg Eble in der Nachkriegszeit eine stetige Aufwärtsentwicklung feststellen, „verbunden mit einer Umstrukturierung des Ortes in eine Industriegemeinde, in der jedoch auch heute die Landwirtschaft ihren angestammten Platz hat.“[37]

Persönlichkeiten der Gemeinde
Johann Jakob von Beck (1566–1629), Freiherr von Willmendingen, Landvogt im Klettgau.
Michael Saurbeck, genannt Pater Stanislaus (* 1595; † 5. Oktober 1647 in Feldkirch), beigesetzt in der Gruft des Kapuzinerklosters Feldkirch, Mitbegründer der Stella Matutina, Klostergründer und Kapuziner, rettete im Dreißigjährigen Krieg 1634 durch Ermutigung zu erfolgreichem Widerstand Überlingen und 1647 durch Verhandlung und Tributzahlung Feldkirch vor der Zerstörung durch die Schweden. Der katholische Kindergarten in Wutöschingen ist nach ihm benannt.
Junker Karl von Ofteringen (* um 1620; † 9. Februar 1678 in Ofteringen), letzter Nachkomme der Herren von Ofteringen, Hauptmann der Landgrafschaft Stühlingen.
Sabina Schneider (* 1. November 1831 in Sinzheim; † Dezember 1891 in Ofteringen), Ordensschwester und Gründerin des Ofteringer Marienklosters.
Fritz Burr (* vor 1900; † 1949 in Degernau), Ingenieur, Begründer (1902) der Aluminium-Werke Wutöschingen (AWW).
Georg Giulini (* 31. Dezember 1858 in Mannheim; † 24. Februar 1954 in Como), Chemiker und Unternehmer, Partner von Fritz Burr.
Wigand von Salmuth (* 22. Januar 1931 in Leipzig; † 10. Dezember 2006 in Heidelberg), Unternehmer, Seniorchef der AWW.
Karl Albiker (* 1878 in Ühlingen; † 1961), Bildhauer, Professor an der Kunstakademie in Dresden. Bedeutendstes Werk ist das Zeppelindenkmal am Konstanzer Hafen. Ehrentafel an der Apotheke in Ühlingen.[38]
Emil Kiesel (1910–1990), geboren in Schwerzen, katholischer Pfarrer.
Anmerkungen

↑ Die Strukturierung der neuen Gemeinschaften orientierte sich an geographischen Bedingungen, traditionellen Zugehörigkeiten und dem Versuch, ein starkes Zentrum zu bilden. Hier bot sich zumeist die nach modernen Gesichtspunkten am weitesten entwickelte und damit meist auch finanzstärkste Ortschaft an. Die historische Bedeutung trat dabei zurück, was oft zu Auseinandersetzungen führte. In zahlreichen Fällen kam es dabei zu Entscheidungen ‚von oben‘, d. h. zum Zwangszusammenschluss. Die dabei erzeugten Spannungen klangen jedoch im Lauf der Jahrzehnte ab.

↑ Nach der Angabe in: Eble: Wutöschingen. S. 32, waren es 1905 nur noch 299 Einwohner. Ursachen dafür waren die kriegsbedingte Verarmung der Bevölkerung nach den Koalitionskriegen zwischen dem revolutionären Frankreich und Österreich und seinen Verbündeten. Zusammen mit der anfänglichen Überbevölkerung im neuen badischen Staat in der ersten Hälfte des 19. Jhdts. – verbunden mit häufigen Missernten – kam es zu schwer erträglichen Lebensumständen, die zu umfangreichen Auswanderungen nach Amerika und Australien führten. Dazu kamen es in diesen Jahrzehnten zu vielen Opfern durch die von Überschwemmungen gebildeten Wutachsümpfe („Nervenfieber“): „Dadurch wuchs trotz friedlicher Zeiten auch im unteren Wutachtal die Not.“ Dies erklärt den Umstand, dass die Einwohnerzahlen stark zurückgingen und erst die allmähliche Industrialisierung zur Erholung und zur Verbesserung der Lebensumstände führte. Hierzu auch: Hans Ruppaner: Auswanderung im 19. Jhdt. in Wutöschingen – Das Lesebuch. S. 119 ff.

↑ „Wie viele andere Betriebe im damaligen Deutschland konnte auch das Wutöschinger Werk sich nicht der allgemeinen Gleichschaltung entziehen […] Auf Befehl des Militärs wurde das Werk in die Kriegsindustrie eingebunden und zu einem der wichtigsten Zulieferer der Rüstungsindustrie. Der dadurch ausgelöste Boom – man produzierte u. a. Aluminiumbleche und Aluminium-Ronden für Flugzeuge und V2-Raketen – brachte die Produktivität des Werkes an die Grenze der Leistungsfähigkeit. Er war ohne den Einsatz ausländischer Zwangsarbeiter und Kriegsgefangener nicht zu bewältigen.“ In: Horst Häusler: Die Aluminiumindustrie – prägende industrielle Kraft der Gemeinde Wutöschingen in: Autorenredaktion: Wutöschingen – Das Lesebuch. Hrsg.: Ortsverwaltung Wutöschingen, 2006, S. 231.

↑ Neben der Vereinigung der beiden Südweststaaten Baden und Württemberg 1971 zu Baden-Württemberg wurde auch eine Neuordnung der Landkreise eingeleitet: Deren Festlegung fand durch den Landtag im Rahmen der Verabschiedung des Kreisreformgesetzes am 23. Juli 1971 statt: 35 neu zu bildende Landkreise (aus 63) wurden geschaffen – der zum 1. Januar 1973 neu gebildete Landkreis Waldshut umfasste nach der dann folgenden Gemeindereform nun 32 Städte und neugebildete Gemeinden. Siehe: Bernhard Wütz: 25 Jahre Kreisreform. Heimat am Hochrhein, Konstanz 1999.

↑ Die Feuerwehren in den einzelnen Orten, deren Bestand als organisierte Gruppen (Rotten) ab dem Ende des 18. Jhdts. nachweisbar sind, wurden ab Anfang des 20. Jhdts. auf Betreiben überörtlicher Behörden (Bezirksamt Waldshut) offiziell gegründet (Horheim, Schwerzen) oder lehnten sich später an organisatorisch an die Fabrikfeuerwehr der Aluminium-Werke an (Wutöschingen, Degernau). In Ofteringen gab es offiziell keine Feuerwehr. Nach der Gemeindereform fand die konstituierende Sitzung einer gemeinsamen Freiwilligen Feuerwehr mit nach den Ortschaften gegliederten Abteilungen am 31. Oktober 1975 statt. In: Dirk Döbele: Die Geschichte der Feuerwehren. In: Wutöschingen – Das Lesebuch. S. 273 ff.

↑ Die Ausnahme gegenüber der heutigen Gemeinde bildete Degernau, das über den Pass nach Erzingen – die uralte Verbindung wird durch den Menhir als Wegmarke bezeichnet – auch mit den Ortschaften des heutigen Schweizer Klettgau in engerem Kontakt stand und dadurch eine gewisse Unabhängigkeit nach beiden Seiten hin bewahren konnte.

Literatur
Autorenredaktion: Wutöschingen – einst und heute, Das Lesebuch: Degernau, Horheim, Ofteringen, Schwerzen, Wutöschingen. Gemeinde Wutöschingen (Hrsg.), Wutöschingen 2006.
Wutöschingen, Degernau, Horheim, Ofteringen, Schwerzen – gestern und vorgestern. Geiger, Horb am Neckar 1986, ISBN 3-924932-73-5.
Georg Eble: Wutöschingen, aufstrebendes Kleinzentrum im Wutachtal. In: Heimat am Hochrhein. Jahrbuch des Landkreises Waldshut, Verlag des Südkurier, Konstanz 1990, ISBN 3-87799-094-0.
Franz Xaver Kraus: Kunstdenkmäler des Kreises Waldshut. (Die Kunstdenkmäler des Großherzogthums Baden. 3). Freiburg, 1892.
Hans Ruppaner: Pfarrei St. Johannes d. T. Schwerzen. 1992.
Eduard Schuster: Die Burgen und Schlösser Badens. 1908.
Weblinks
 Commons: Wutöschingen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Webseite des AWO-Seniorenzentrums
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